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molitor
13.05.2013
12:42 Uhr
     
Eine Szene vom Kirchentag, die in ins Gedächtnis eingegangen ist:

Da sitzen sie nebeneinander: Joachim Gauck, Samuel Koch und Rainer Schmidt, alle drei den blauen Kirchentagsschal um die Schulter. Vor der Bühne ca. 6000 Kirchentagsbesucher, auf Papphockern und weiter hinten sitzen sie (wie ich) auf dem Boden. Die Messehalle B5 ist überfüllt, keiner kommt mehr herein, alle die sich früh genug auf die Beine gemacht haben, lauschen jetzt gespannt dem Gespräch auf der Bühne. „Wie gibt man jemanden die Hände, der gar keine hat – oder der sie nicht bewegen kann?“ Bundespräsident Joachim Gauck schaut zu Rainer Schmidt, der die Frage nicht nur laut in den Raum stellt, sondern sie vorher ganz praktisch zu beantworten hatte. Rainer Schmidt ist evangelischer Pfarrer aus dem Rheinland und ohne Unterarme und Hände geboren, Samuel Koch verunglückte tragisch bei der Sendung „Wetten dass“ und ist gelähmt – wie haben die beiden sich begrüßt? „Wir haben komisch gekuschelt irgendwie“, sagt Samuel Koch, und das Publikum lacht, der Bundespräsident lacht, und schon ist man beim Thema. Was macht eine starke Gesellschaft aus? Was ist das Starke an einer starken Gesellschaft? Rainer Schmidt ist mehrfacher Paralympic-Tischtennis-Sieger, räumte Silber und Goldmedaillen ab, und sagt schmunzelnd: „Bei Bronze war ich nicht so erfolgreich“.
Und er erzählt, wie er ans Gymnasium kam, um Abitur zu machen, und mit dem Rektor der Schule sprach. „Und mein Direktor hat gefragt: Was müssen wir machen, dass Sie bei uns Abitur machen können?“ So und nicht anders wünsche er sich die Reaktion der Gesellschaft auf Menschen mit Behinderung.
Samuel Koch nimmt den Ton auf. Nicht die Behinderung selbst sei in der Gesellschaft das Problem, sondern die Peinlichkeit und Ungeübtheit, wie man mit den Behinderten umgeht. Hilfreich für beide Seiten: Direktes Fragen wie durch den Schuldirektor. Und beide Seiten können deutlich sagen, was sie vermögen (auch wie viel behinderte Menschen vermögen!) und was nicht.
Auf die Frage, ob nicht eine schwere oder eine ganz plötzlich durch einen Unfall oder eine Erkrankung auftretende Behinderung zu einem Zweifel im Glauben führen könne, sagte Koch, er wisse aus Erfahrung, dass viele Behinderte „mit Gott hadern und sehr verbittert sind“. Bei ihm hingegen sei es geradezu umgekehrt gewesen: Der Glaube „war für mich eine lebenserhaltende Maßnahme“, ein rettender Anker, der es immer noch sei.
Darauf Gauck: „Ich möchte diesen Satz nicht kommentieren. Aber ich möchte Gott danken, dass ich ihn hier höre.“ -

Ein lieber Gruß von
molitor
 
JMO
12.05.2013
10:37 Uhr
     
Leider zählt in dieser Welt nur noch der Leistungsgedanke, der Konsum, Schönheit, Reichtum, ein gut bezahlter Arbeitsplatz, das eigene Haus, das Auto usw. Wir sollten uns einmal zurückbesinnen auf das wirklich wichtige in diesem Leben. Wir sind ein Geschöpf Gottes. Und wenn dieser Gott - wie es in der Bibel nachzulesen ist - die Liebe ist, dann haben wir nach unserem Tod etwas unglaubliches zu erwarten. Wir sind in der Ewigkeit mit Gott verbunden. Mit dieser Gewissheit lassen sich all die Lasten dieser Welt leichter ertragen. Wir sollten alle Lasten und Verleumdungen in dieser Welt als Prüfung betrachten. Die Bibel gibt uns die Gewissheit, das GOTT am Ende aller Tage all unsere Tränen abwischen wird, das alte wird nicht mehr sein.

Mit dieser Gewissheit und der Vorfreude auf das ewige Leben lassen sich alle Lasten besser ertragen. Gott nimmt uns nicht alle Lasten ab - aber er hielt uns beim tragen der Lasten.

Einen schönen Sonntag und von Gott begleitete Woche.
 
SB
11.05.2013
13:29 Uhr
     
.....und es gibt sie doch die "Engel im Hintergrund", vielen Dank für die liebe Post, habe
mich sehr gefreut und melde mich nochmal persönlich bei Dir.
Schon mal ein schönes Frühlingswochenende.
 
Mut
11.05.2013
10:13 Uhr
     
@ jakobus -Ein wunderbarer Hinweis und ein noch besserer Link !  
Corinna
10.05.2013
16:44 Uhr
     
"Bibelenergie" ist doch noch nicht vergriffen. So die Auskunft des Radius Verlages. WIE SCHÖN. Das andere war wohl Fehlinformation von einem Buchgeschäft.
Viel Freude beim Lesen.
Corinna
 
Menke
10.05.2013
12:36 Uhr
E-Mail    
Keiner kann dem weglaufen!

Mobbing wird erst mal von den Mobbern kleingerdet,so nach dem Motto,hat sie ja selber Schuld,das alles so weit gekommen ist.
Aus der Mitte herausgenommen und von den Mobbern an die Öffentlichkeit gezerrt,das ist dann der nächste Schritt.
Vertritt man dann seine eigene Meinung und versucht sich zu wehren,versuchen die Mobber immer mehr Kollegen und Kolleginnen auf ihre Seite zu ziehen.
Das führt soweit,dass die Gemobbte zum Schluss alleine dasteht,weil das Soziale Gefüge im Betrieb wegen einer Kollegin nicht belastet werden soll.
Irgendwann kommen Vorladungen zum Personalbüro,um Gefügikeit und eingestandene Schuld in der Personalakte festzuzementieren.
Die Ängste des Opfers werden dabei systematisch geschürt.
Selbst der Betriebsrat,der spätenstens jetzt Fürsorge für die Kollegin zeigen müsste,schaut ungläubig dem weiteren Treiben zu.
Die so von allen Seiten allein Gelassene,verliert völlig das Vertrauen in die,die ihr eigentlich verpflichtet wären zu helfen.
Und so haben die Mobber ihre Ziele erreicht.
Die Gemobbte ergibt sich ihrem Schicksal.
 
jakobus
10.05.2013
09:20 Uhr
     
Ein kleiner Einwurf zur Empfehlung, direkt beim Verlag (oder bei Amazon oder ...) zu bestellen: Kauft beim örtlichen Buchhändler, wo es nicht teurer ist, der aber vor Ort Steuern zahlt und für Arbeitsplätze sorgt.
Schaut mal rein: http://www.buylocal.de
jakobus
 
Corinna
09.05.2013
20:16 Uhr
     
"Das spannendste Buch ist die Bibel," sagt Traugott Giesen. Deswegen möchte ich Euch unbedingt sein neu erschienenes Buch
"Bibelenergie" empfehlen.
Auf dem Titelblatt schreibt er: " Die wichtigsten Bibeltexte- von damals, aber so gar nicht von gestern".
und in der Einleitung : " Es ist doch so: Gott schafft noch und schreibt seine Bibel weiter mit uns; schreiben wir sie mit."
Einfach genial!!!
Ich hörte gerade, dass die 1. Auflage vergriffen ist, aber es soll eine 2. Auflage geben: Holt Euch das Buch. Ein richtiges Kunstwerk.
"Bibelenergie"; Radius Verlag; ISBN: 978-3-87173-946-0. Man kann auch direkt beim Radius Verlag bestellen.
Viel Freude beim Lesen und Genießen.
 
SB
09.05.2013
19:10 Uhr
     
Hier auch noch eine Filmempfehlung :
"Das Leben ist nichts für Feiglinge"

Euch allen schöne Frühlingstage, wer kann denn noch ein wenig mehr vom Kirchentag berichten ?
 
tg
09.05.2013
10:14 Uhr
     
Gestern "Auslöschung" mit Brandauer und Gedeck gesehen. Unvergleichlich intensiver dagegen der Film "Liebe" von Hanneke, Oskar u Palme-prämiert: Das sich liebende,gleichwertige miteinander altgewordene Paar. in letzter Not drückt er ihr das Kissen auf den Kopf .. schlimm genug, aber da kam es als letzte Rettung. Also niemals Gift horten.
Walter Jens setzte sich so intensiv ein fürs Recht am eigenen Tod- dann kam die Demenz. und er vergaß .und freut sich an den und mit den Kaninchen auf dem Bauernhof .Wir sollen den Tod nicht so überschätzen. Die vor uns haben ihn auch geschafft, haben sich von ihm schaffen lassen. Also leben. Und keine Angst. Was unsere Eltern konnten, können wir auch.
 
Stefan
07.05.2013
19:23 Uhr
     
Ich freue mich sehr, dass es jetzt so friedfertig hier läuft und tg so viele gute Wünsche bekommen hat, denen ich mich auch anschließe.
Ich verabschiede mich für 4 Wochen nach Kanada.
Für Himmelfahrt und Pfingsten alles Gute
Stefan
 
Dorothé
07.05.2013
14:34 Uhr
     
Ja, das ist es. Und zusätzlich zu all den lieben Wünschen hier:
Genießt die Tage in Berlin und kommt gesund und fröhlich wieder nach Hause!
 
Jürgen
07.05.2013
13:08 Uhr
     
Herzlichen Dank für den Buchtipp. Das ist eine schöne Muttertagsidee!!
Jürgen
 
MG
07.05.2013
10:24 Uhr
     
Lieber Traugott, Alles Gute, Gottes Segen und ganz viel Gesundheit wünschen Dir Monika und Helmut
Glässel und Familie. Dein Buch "Bibelenergie" habe ich schon erhalten, habe es direkt vom Verlag bestellt.
Hast Du echt gut geschrieben, bin schon die Hälfte durch. Danke dafür.
Liebe Grüsse an die ganze Familie.
 
Corinna
06.05.2013
18:46 Uhr
     
Juhuu: Heute gibt es zwei Anlässe zu grosser Freude. Traugott hat Geburtstag und es ist ein neues Buch von ihm erschienen: "Bibelenergie", im Radius- Verlag.
Ich hatte Glück, dass mir mein Buchladen schon ein Buch zurücklegen konnte. Also unbedingt bestellen, es gibt erst mal nur 1000 Exemplare. Wäre doch toll, wenn es noch mindestens eine 2. Auflage gäbe. Ich freue mich sehr über die spannenden Bibelkommentare von Dir, Traugott. Danke für Dein Geburtstagsgeschenk an uns alle.
Für Dich die herzlichsten Glückwünsche zu Deinem Geburtstag und Deinem neuen Buch.
Corinna
 
tg
06.05.2013
11:09 Uhr
     
zur richtigen Zeit werden wir ernten ohn unterlass- sensationell, Sich wahrzunehmen als schon Erntender. Eben Kirchentag, war viel Beute zu machen, wenn man fRÜH aufgestanden WÄRE und und dann auch gut zu FUSS geblieben wäre. Aber so viel Mühe haben sich andere für uns Besuchende gemacht, allein Nina HAGEN erleben mit "Der Mond ist noch nicht ganz aufgegangen" und Taize- nacht , drei stunden auf Pappkarton, der arme Rücken...und manch freundliche Menschen aus alten tagen getroffen. Soviel du brauchst, bekommst Du- grandios diese Verheißung.....  
jakobus
06.05.2013
09:29 Uhr
     
"Lasset uns Gutes tun und nicht müde werden, denn zu Seiner Zeit werden wir ernten ohne Unterlass!"
Das ist der Konfirmationsspruch meines Vaters gewesen, den er häufig zitierte und der gerahmt ein langes Leben in der Wohnung meines Vaters hing. Er wäre heute 113 Jahre alt geworden. Danke für den Hinweis, lieber Delf!
jakobus
 
ds
06.05.2013
09:06 Uhr
     
Einen herzlichen Gruß an alle heutigen Geburtstags"kinder", ob aus 1940 oder wann auch immer.
Bin gedanklich bei Dir/euch! Delf
 
indrasun
05.05.2013
18:59 Uhr
     
Lieber Stefan,

vielen Dank ! Ihnen erstmal eine schöne Zeit unterwegs. Ich kann das gut annehmen, was meinen Sohn angeht. Wir sprechen sehr viel miteinander. Aber vor allem überlege ich auch mit ihm zusammen, was sich die Eltern der betroffenen Kinder dabei denken. Und auch, was sich Pastoren von Konfirmanden dabei denken, wenn sie z.B. bei der Feier der Konfirmation dabei sitzen. Ich kann ja verstehen, dass keiner Spielverderber sein will. Aber es fehlt an wirklichen Ritualen des Erwachsen werden oder auch an einem guten Kontakt zwischen Erwachsenen und Jugendlichen, in dem die Kinder sich auch ohne Alkohol ernst genommen fühlen.
Indrasun
 
Stefan
05.05.2013
15:55 Uhr
     
Liebe indrasun, lassen Sie mir etwas Zeit, da ich mit meiner Frau Ute für 4 Wochen bei Verwandten sein werde.
Zu Ihrem Sohn: dass er das Alkoholverbot hinnimmt, denn bekanntlich prägt das Umfeld- also andere Jugendliche,Freunde,Facebook etc.-erheblich mit. So können Sie sich glücklich schätzen, denn sein Verhalten zeugt von guter Erziehung. Sie finden offensichtlich Ihrem Sohn gegenüber die richtigen Worte. Schon das passt diese Lebensmut- Seite, weil es eben positiv ist.
Bis bald Stefan.
 
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