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Autor Nachricht
Flogni
10.04.2011
19:47 Uhr
     
Im Hofer Botanischen Garten auf einem Stein:

Wir haben die Erde gekränkt.
Sie nimmt ihre Wunder zurück.
Wir, der Wunder eines.
Reiner Kunze
 
Tassita
10.04.2011
15:07 Uhr
E-Mail    
Bemerkenswertes aus einer Predigt, gelesen in einer nordfriesischen Zeitung:
"Jupiter schaut auf die Erde und fragt sie: "Erde, du siehst so schlecht aus. Bist du krank? Was hast Du?" Daraufhin die Erde: "Ich habe Mensch." Jupiter tröstet sie: "Das geht vorbei."

Herzliche Frühlingsgrüße, doch noch hoffnungsfroh,
Tassita
 
ing
09.04.2011
12:21 Uhr
     
... heute erst gelesen, aber immerhin. Und will jetzt auch noch hierhersendet werden : Gedankengut aus der vergangenen ZEIT.


Die ernste Elegie

WER, wenn ich schriee, hörte mich denn aus der Regierenden Runde? Und gesetzt selbst, es schlügen Flammen plötzlich aus einem der Meiler: Man sagte uns "alles ist sicher". Doch die Meute der Lobbys ist nichts als des Schrecklichen Anfang, die wir bis gestern ertrugen, und wir wundern uns jetzt, dass wir gelassen blieben, da sie uns benutzte.
Atomkraft ist schrecklich.
Und so stehe ich auf und reihe mich ein in die endlosen Scharen Erwachter.

von Maria Sperling

.
 
habe nun ach
07.04.2011
17:44 Uhr
     
Rabbi, gib mir zwei Gulden, bitte. Gott wohnt nicht im Menschen, der Geschäfte mit Kernspaltung betreibt. Darin wohnt Mephisto. Und der Mensch ist sein Zauberlehrling.
Ach, da kommt der Meister,
Herr, die Not ist groß!
Die ich rief, die Geister
Werd ich nun nicht los.
Goethe. Wie konnte er das voraussehen? Weil Gott in ihm wohnte?
Taxifahrer hintersinnig.
 
Kathrin
07.04.2011
09:30 Uhr
     
Habe gestern was gefunden von Martin Buber:

Einmal brachte eine Mutter ihren kleinen Sohn zum Rabbi.
Da fragte der Rabbi den Jungen:
"Ich gebe dir einen Gulden, wenn du mir sagst, wo Gott wohnt."
Er antwortete:
"Und ich gebe dir zwei Gulden, wenn du mir sagen kannst,
wo er nicht wohnt."
 
Kathrin
07.04.2011
08:30 Uhr
     
@ tg

:-)

der Taxifahrer könnte mir gefallen - danke, den Satz werde ich noch lange behalten
 
tg
06.04.2011
21:50 Uhr
     
Eben zurück vom Dorfstammtisch, es wurde auch von einem alten Taxifahrer erzählt, der nur ein Auge hatte und sagte: was ich auf dem Hinweg nicht sehe, das sehe ich auf dem Rückweg. Das ist auch Lebensmut....  
Sophie
06.04.2011
13:28 Uhr
     
@Kathrin: Zum ersten Mal gelesen. Wunderschön. Danke.

@Indrasun: Ich hab's auch gelesen. Ist nötig, weil viele Medien, vor allem online, angefangen haben, für die Wirtschaft zu schreiben und uns Menschen oft nur noch Ablenkung hinwerfen, kleine Bildchen und Filmchen von meist unbedeutenden "Prominenten", gern auch nackt oder halbnackt, außerdem dümmliche, schlecht recherchierte Stories mit Druck- und Grammatikfehlern, gern auch Ausgehtipps usw. und dabei ihre persönliche Demagogie betreiben. Wenn wir uns zu einer denkenden Stimme, die auch so wählt, zusammentun, werden wir behandelt wie Ärgernisse und entsprechend bespöttelt. Schirrmacher nimmt in seinem Stück den Bürger als erwachsenen Menschen wahr. Dort schreibt jemand, dem bewusst ist, dass die einst freie Presse einst für den Bürger gedacht war. Man bekommt dann Lust, sowas wie ein "Citizen" zu sein.
Ansonsten bekommt man doch öfter das Gefühl, man soll nur noch irgendwie wegverwaltet werden. Hier auch enttäuschend bislang: Die CDU. Die FDP: Wie schaffe ich die Armen in die Tonne? (Zynisch: Am besten in der Asse mit entsorgen)
 
Kathrin
06.04.2011
12:39 Uhr
     
Zwar nur wieder ein Gedicht, aber ich finde es so schön und ich kannte es noch nicht.... Ihr?
*du*?



Angenehme Vorstellung

Angenehme Vorstellung von Dingen,
die noch nicht sind, aber sein werden,
zum Beispiel im März,
wenn wieder mal keine einzige Knospe zu sehen ist,
kein Frühlingshauch zu spüren ist,
während doch am Abend der Amselsturm sich erhebt.
Blüten aus Terzen, Blätter aus Quinten, Sonne aus Trillern,
ganze Landschaften aus Tönen aufgebaut.
Frühlingslandschaften,
rosa-weiße Apfelbäume vor blauen Gewitterwolken,
Sumpfdotterbäche talabwärts,
rötlicher Schleier über den Buchenwäldern,
Sonne auf den Lidern,
Sonne auf der ausgestreckten Hand.
Lauter Erfreuliches,
was doch auch in anderer Beziehung,
zum Beispiel in der Beziehung der Menschen zueinander,
eintreten könnte,
Freude, Erkennen.
Amselsturm hinter den Regenschleiern,
und wer sagt,
dass in dem undurchsichtigen Sack Zukunft
nicht auch ein Entzücken steckt?

Marie Luise Kaschnitz
 
indrasun
06.04.2011
09:33 Uhr
     
Ich habe den Bericht gelesen. Vielen Dank ! Und es ist ärgerlich, dass es so viele unbewusste, unverantwortliche und überhebliche Menschen gibt, die in diesem Fall nicht mit dem vernünftigen Gefühl der Unsicherheit oder wer so will Angst reagieren. Eigentlich sollte solch ein Bericht, der diese Gefühle als nicht hysterisch rechtfertigt, ja überflüssig sein. Natürlich ist Fukoshima der Welt passiert und nicht Japan allein.
Soll ich meinem Sohn erzählen, damit haben wir nichts zu tun ?

Indrasun
 
auf einer Ebene
05.04.2011
16:38 Uhr
     
Sie haben einen Kaiser, den Tenno, der ihre Religion verkörpert, und er kniete mit den Obdachlosen auf der Erde.
Wer interessiert ist, einmal ein schönes Lob an uns Deutsche zu lesen, der möge googeln: Frank Schirrmacher+FAZ+Sie nennen es Hysterie.
Das Stück des FAZ-Herausgebers und Börnepreisträgers hat eine Standing Ovation verdient.
 
Winfried Schley
05.04.2011
06:22 Uhr
E-Mail Homepage  
in Anlehnung an das Kleist-Zitat:

Getragen werden.

Frühlingssonne wärmt den Wind.
Faul lass’ ich mich umwehen.
Noch mäßig ihre Strahlen sind,
die über mich ergehen.

Die Beine hab’ ich hochgelegt,
den Kopf auf weichem Kissen,
mein Geist vom Frühling angeregt
scheint gar nichts zu vermissen.

Ganz still genieße ich den Tag,
lass’ fallen meine Sorgen.
Das ist die Stunde, die ich mag.
Ich fühle mich geborgen.

Über mir der Himmel blau,
von Blüten zart umgeben,
spür’ ich die Zeit nur ungenau
und mich auf Wolken schweben.

Dankbarkeit klingt in mir drin
fernab von Unbehagen.
Ich gebe mich dem Frieden hin
von Gottes Wohl getragen.
 
tg
04.04.2011
21:30 Uhr
     
Habe gerade gelernt, daß in Japan Shintoismus und Buddhismus nebeneinander gelebt werden. Erstere Religion sieht alles gotterfüllt aber ist rein diesseitig. Geburt und Hochzeit feiert man shintuistisch.-Aber bestatten läßt man sich buddhistisch, wegen der vagen Hoffnung auf eine Zukunft, und sei sie seelenwandlerisch gedacht. Dagegen das Glück aus Christlichem Glauben, in die schlichte Ahnung des H.v. Kleist gefasst: "Zuweilen, wenn ich meine Pflicht erfüllt habe, erlaube ich mir, mit stiller Hoffnung an einen Gott zu denken, der mich sieht und an eine frohe Ewigkeit, die meiner wartet; denn zu beiden fühle ich mich doch mit meinem Glauben hingezogen, den mein Herz mir ganz zusichert und mein Verstand mehr bestätigt als widerspricht."  
ing
04.04.2011
12:25 Uhr
     
Durch Deine schöne Nachricht hab ich mir ebenmal die kleinen Finken angesehen - und gelernt, daß nur die Männchen das zarte Rot im Federkleid tragen. Erinnert mich irgendwie an Magnolienzauber... Danke Kathrin.  
Kathrin
03.04.2011
20:12 Uhr
     
Liebe Ingrid, auch ich habe heute *an dich* gedacht, als ich einen Zitronenfalter im Garten sah, während ich die Birkenzeisige bestaunte, die sich auf ihrer Durchreise bei uns niederließen... das Rot ihrer Stirn, das ich noch nie gesehen hatte...so bezaubernd in ihrer Zartheit.
Ich freue mich und sende dir sehr herzliche Grüße
Kathrin
 
Winfried Schley
03.04.2011
09:25 Uhr
E-Mail Homepage  
Trotz Fukushima und Depressionen etwas von der heiteren Seite:

Krötenhochzeit

Der Sonne Schein trifft tief ins Herz,
vertreibt der trüben Tage Schmerz.
Der wilden Rose Knospen sprießen,
der Schlehe helle Triebe grüßen.
Laue Luft die Veilchen streichelt,
ihr Blütenblau der Seele schmeichelt.
Im Tümpel quakt der Kröten Schar,
bis dort sich findet Paar für Paar.
Der Frühling auch im Menschen weckt,
die Sehnsucht, welche in ihm steckt.

Ein passendes Foto dazu gibt es hier.
 
indrasun
02.04.2011
20:58 Uhr
     
Liebe Ingrid, liebe Sophie,
Dank für die Schmetterlinge ! Und Dank für den Rückhalt. Das tut gut. Euch ein wunderbares Wochenende !
Indrasun
 
Sophie
02.04.2011
19:47 Uhr
     
Liebe Indrasun, die Klagen über den Verabredungslobbyistenkram, der uns als Demokratie angedreht wird, sind unmissverständlich. Und dieses Hallo ist nichts weiter als ein Troll, gibt's auf jedem Site und Blog, zeichnet sich dadurch aus, dass es Gespräche stört und Leute mobbt, und hat nichts zu tun mit norwegischen oder isländischen Trollen, wird nur so genannt. Schönes Wochenende!  
ing
02.04.2011
12:54 Uhr
     
Liebe Indrasun, ich kann Dich gut verstehen

Gestern erlebten wir die ersten Schmetterlinge.
Nach dieser Eiszeit.
Ein Pfauenauge umflatterte einen Zitronenfalter. Berührend. Sie blieben lange. DANK'
Im allerersten Augenblick kamen mir Kathrin und Georg in den Sinn. Ganz liebe Grüße, Ingrid.
 
indrasun
02.04.2011
12:45 Uhr
     
Hallo Hallo,

wie schade, ich hatte gedacht, meine Angst hinter der Wut ausgedrückt zu haben. Sorry, wenn es sich nach Ihren Worten wie ausk... liest.
Indrasun
 
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