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Orbart
31.03.2016
21:20 Uhr
     
Nun bist Du verschwunden,
und wirst wohl auch nicht wiederkommen.
Dein Platz ist längst wieder besetzt,
von einem Riesenkerl mit Bart und Mütze.

Zwischen Rolltreppe und U-Bahn und Einkaufscenter,
hast Du kleine Frau gesessen,verletzt
von Eiseskälte,Schnee und Hitze .

Warst chancenlos von Anfang an,
vom Leben zerschunden,
Von bloßen Händen und von Alkohol.
Blutete Dein Ich aus zuvielen Wunden.
Im freien Fall wohl
bewegungslos und isoliert von aller Welt,

Manchmal,viel zu selten,blieb ich stehen
und kramte nach ein wenig Geld.
Dann sah ich Deine leeren Augen
Dein wundes Gesicht
Und fand die Seele nicht.

Sie war längst fort.

Vielleicht trägt der Bussard
dort oben am hohen Himmel,
in seinem weichen Gefieder,
Deine Seele hinweg,
bis an einen warmen Ort.
 
Abendrot
31.03.2016
16:13 Uhr
     
Umwerfend:
Die Kinder haben die Veilchen gepflückt,
All, all, die da blühten am Mühlengraben.
Der Lenz ist da; sie wollen ihn fest
In ihren kleinen Fäusten haben.

Ich selbst wünschte, es gäbe mehr Kinder, die das wollten oder Gelegenheit dazu bekämen und am Straßen- und Feldesrand mehr Veilchen, Schlüsselblumen, Kornblumen und Mohn, außerdem viel mehr Hecken und damit auch mehr Vögel.
Und weniger Katzen.

Es erinnert an "Komm lieber Mai, und mache..."
 
Pausenfüller
31.03.2016
14:45 Uhr
     
In diesem Nu-is-langsam-auch-mal-gut lag ein großes Einverstandensein mit dem Gedanken an ihren Tod.

Meine Oma dagegen, fast genauso alt mit ihren damals 91 Jahren, sehe ich auch noch sehr deutlich vor mir, wie sie zwar dankbar und mit leuchtenden Augen, aber doch sehr wehmütig sagte: Wie schade, dass alles zu Ende geht... Ich glaube, sie hätte gern ewig gelebt, allem konnte sie so viel Schönes und Lebenswertes abgewinnen.
Meine Schwiegermutter dagegen jammert schon lebenslang rum , wie furchtbar alles sei und wie gern sie auf die große Reise ginge, setzt zu gern ihre Mitmenschen unter Druck, versucht es zumindest.
Sie ist 96 und erfreut sich noch guter Gesundheit und hat objektiv nie etwas zum Vorquaken gehabt.
Wie gern hätte der so dankbar und demütig gewordene Guido Westerwelle seinen Kampf gewonnen, aber er starb mit 54. Meine Schwiegermutter ist auf dem Weg, das Doppelte zu erreichen.
Ich meine das nicht böse. Aber vieles im Leben ist doch recht merkwürdig verteilt.
 
dH
31.03.2016
09:48 Uhr
     
Liebe Augustiner, ich bin immer so froh über Ihre liebe Anrede. Mein Vater hatte eine sehr alte, sehr liebenswerte Mandantin, von der ich die recht häufig erwähnten Worte erinnere (die aber keinesfalls verbittert klangen): "Nu is auch langsam mal gut."

Dieses kleine Frühlingsgedicht von Theodor Storm fand ich gestern und schenke es Ihnen - und natürlich allen, die hier lesen und für so etwas empfänglich sind:


Die Kinder haben die Veilchen gepflückt,
All, all, die da blühten am Mühlengraben.
Der Lenz ist da; sie wollen ihn fest
In ihren kleinen Fäusten haben.
 
die Augustiner
30.03.2016
21:49 Uhr
     
Liebe Kathrin, die Taube hat ein zweites Leben bekommen, sie wird es hoffentlich bald wieder richtig genießen können.
Zu Jo: ja, er war ein ganz Besonderer.
Angstfrei und gelassen umgehen mit dem Tod ist wohl nur den Wenigsten vergönnt. Es liegt im menschlichen Naturell, den Tod zu verdrängen. Aber er kann auch als Freund gesehen werden, wenn die Last des Lebens zu schwer wird.
 
dH
30.03.2016
16:05 Uhr
     
Gerade die Taube wiedergesehen. Sie ist zwar viel nervöser und auf der Hut als vor ihrem Schwanzverlust, wirkt aber ansonsten völlig gesund.

Gerade dachte ich, wie schade, dass Jo Kasper hier nicht mehr tippt. Es war richtig schön, ihn hier ein wenig kennen gelernt zu haben.

Dass wirklich alles und jeder vergeht, ist irgendwie so unbegreiflich.
Ich beneide jeden, der mit dieser Tatsache gelassen und angstfrei umzugehen weiß.
 
Menke
29.03.2016
14:09 Uhr
E-Mail    
Niemand hat den Tod gesehen!

Ob nun auferstanden, ins Leben gerufen, von einer Jungfrau und einem Zimmermann.
Gelebt gelacht und gearbeitet dieser Visionär, aber doch den Tod nicht gesucht, sondern eine Innere Stimme trieb ihn an, wie ein Motor der plötzlich zum Lauffen gebracht wird, für einen neuen Antrieb, einer neuen Erkenntnis, des eigenen seins.
Und doch, die Geschichte die nach heutiger Sicht unvermeintlich zum vorzeitigen Ende von eigenem Leben führen musste, weil irgendwann holt die Gesellschaft die meisten Querdenker und nicht angepasstenden wieder ein.
Aber sollte damals wie heute, über solche Menschen, nicht auch das Wunder der Auferstehung in Geschichten erzählt werden?
Ja, braucht es nicht erzählte Wunder, um nicht jeden Tag auf sein eigenes Ende fixiert zu sein, ja um das wenige wichtige, im Lebensyklus auch genießen und besser zu können?
Stellt sich die Frage zum Schluss, wer hat das angeordnet, um all das verstehen zu können, sich von selbst erhobene geistliche Häupter, den Christus, dem Volk näher zu bringen?
 
Wolf
28.03.2016
09:56 Uhr
     
TG: Wenn ich solche Worte über Brüssel lese, auch von DS oder speziell von Frau Kässmann, die außerdem vergessen lassen, dass Terroristen sehr reich sein können (Osama) und dann das sehe,
http://www.welt.de/politik/ausland/article153728058/Wir-haben-das- Attentat-begangen-weil-Christen-unser-Ziel-sind.html
frage ich mich, ob Ihr einfach nur die Realitäten nicht zur Kenntnis nehmen wollt. Das sind blutige Ostern für diese Menschen. Da bleibt einem Frohe Ostern glatt im Hals stecken.
Oder sind die euch zu weit weg?
 
Marie
27.03.2016
14:10 Uhr
     
Wo sind die Auferstandenen

die ihren Tod überwunden haben

das Leben liebkosen

sich anvertrauen dem Wind

kein Engel verrät ihre Spur


Rose Ausländer
 
tg
24.03.2016
18:24 Uhr
     
Eben wiedergefunden - Zum Vorfreuen:
Sommer-so ein Glück
Die Sonne ist ein Schatz. Kein Wunder, dass sie als Passwort für Gott oft vorkommt: Man denke nur An: „Gott ist Sonne und Schild“, die Inschrift von St- Severin. Sonne steht für alle Energie- wieder gut zu verstehen, wenn uns Tage voller Sonne geschenkt werden.
Sylt ist alle Tage gut. Aber paradiesisch ist die Insel mit Sonne, am besten, wenn sie dicke Wolken mit bringt und lecker frischen Wind von Westen. Dann häuft das Meer seine Wellen auf, und wir jauchzen vor Wonne. Viele Strophen „Lobe den Herrn“ singt unser beseelter Körper in den Fluten.
Dazu die Wattseite, die Heide, die Dörfer- eine Landschaft mit fast vollkommener Natur- sie kann unsere Zerrissenheit heilen. Man muss nur antizyklisch seinen Tag einrichten- wenn alle am Strand sind, dann einkaufen; wenn alle noch schlafen oder einkaufen, an den Strand. Und vom Auto klug Gebrauch machen, am besten sowenig wie möglich. Und Kirchen gucken, die Schatzhäuser der Menschheit, und Gottesdienst mitfeiern. Ein Kuß auf die Fingerspitzen zum Himmel für den Sommer auf Sylt und überhaupt.
 
tg
24.03.2016
09:42 Uhr
     
liebe Augustiner- Gratuliere zu Eurer Hausgemeinschaft. Ihr habt Stil.  
die Augustiner
23.03.2016
21:00 Uhr
     
Lieber TG, von dem Zusammenhalt, den du angedeutet hast, war heute viel zu spüren: bei uns wurden wir per Eilmeldung zusammengerufen um 12:15 Uhr zu einer Schweigeminute - zuvor sprach die Chefin des Bewohnerservice einige ergreifende Worte. Es war einfach eine bewegende kleine Veranstaltung in unserem Hause, die die Bewohner zusammenführte zum Gedenken an die Opfer.  
Menke
23.03.2016
18:14 Uhr
E-Mail    
Die Politik die Ihre Polizei schickt!

In einem Stadtteil von Brüssel, wo Perspektivlosigkeit herrscht, wo sich niemant kümmert, keine Politik und Polizei auftaucht, geht eine Tötende Saat auf.
Wie Anwohner sagen, seit Jahren schon ist der Stadteil auf sich alleingestellt.
Wohl betuchtes Bürgertum hat still zu sein und nicht aufzuschreien, wenn Hoffnungslosigkeit in Gewalt und Tötung ausschlägt.
 
tg
23.03.2016
17:26 Uhr
     
Erschütternd dieser Vertrauensabbruch, dies Unsicherwerden unser aller Leben. Könnte es uns zu einer neuen , viel umfassenderen Solidarisierung bringen? Zur Erkenntnis, dass uns keine Insel der Seligen zusteht, während anderso Menschen chancenlos vegetieren. Luther sagte: " Was wir dem Jesus nach nicht freiwillig tun, das fordert uns die Zeit mit Wucherzinsen ab. " Und bis die Politik weltweit die große Geschwisterlchkeit baut, lasst uns Brot für die Welt geben-Brot und keine Krümel, lasst uns Flüchtlinge fördern irgendwie und einen Menschen anhören in seiner Klage, mit einem MNenschen den Behördengang gehen.  
DS
23.03.2016
09:41 Uhr
     
@Brüssel - und Gott der Herr ist Sonne und Schild - ...der Schutz in allem Schweren, also nicht : der Schutz v o r allem Schweren, sondern ...in... also jetzt bei den Opfern, Trauernden...? So etwa, TG?  
Menke
20.03.2016
17:18 Uhr
E-Mail    
Ein Mensch?
Vor Jahren gekauft, schon brauste ich davon, egal in welcher Richtung, Fahrplan Ade.
Ich fahre hin und wieder zurück, Jot Viedehl.
Auch wenn Tanken mit dazugehörte, Verschleißteile auswechseln, versichert gegen Ungemach, so kanns weitergehen, wir beide fliegen dahin.
Doch dann in späteren Jahren, fordert auch hier Geschwindigkeit und Alter seinen Tribut.
Patient sah jetzt des öfteren Werkstatt und ich die Geldbank dazu.
So kam der Gedanke ans Abschiednehmen, denn leicht viel er mir nicht.
Ich zeig Dir nocheinmal unsere schönsten Ausflugstätten, ob am Edersse, Hochsauerlland, Harz mit Jugendherberge und Brocken dazu.
Auch den Ort vom Klosteraufenthalt, solltest Du noch einmal sehen.
Zum Schluß wir beide zum Ort eines ehmaligen Reha-aufenthaltes gefahren, auch hier auf der Rückfahrt die Schönen Berge im Sonnenuntergang verabschiedet..
Jetzt heist Ankunft zu Hause, auch baldige Trennung, auch wenns nur ein Altes Auto in meiner Zeitreise war.
 
tg
20.03.2016
16:27 Uhr
     
Wer glaubt in der Taufe? Gott an das Kind. Die Taufe sagt dem Menschen auf den Kopf zu: "Gott liebt dich und braucht dich.darum lebst du." Es ist wie mit dem Kanari. Dein Kanarienvogel lebt davon, dass du an ihn glaubst, du ihn für wichtig hältst- So lebst auch du davon, dass Gott dich für wichtig hält.Konfirmation ist dann: "Ja , ich will vertrauen, dass ich Gott gehöre." Es ist das Pluszeichen vor der Klammer, in der alle künftigen Versprechungen, Verpflichtungen, Gelöbnisse stehen.  
dH
18.03.2016
09:34 Uhr
     
Jetzt wäre doch Zeit und Platz für alle die, die immer so gern etwas diesem Gästebuch Würdigeres hier stehen hätten.
Erfreut doch selbst mal die Mitleser durch Eigenes.
Statt nur über Beiträge der Anderen zu richten.
Das wäre doch schön.
 
noch schöner...
16.03.2016
09:03 Uhr
     
... und richtig zitiert gehört es so:


liegen, bei dir

ich liege bei dir, deine arme
halten mich. deine arme
halten mehr als ich bin.
deine arme halten, was ich bin
wenn ich bei dir liege und
deine arme mich halten.

(Sorry) Ernst Jandl
 
auch schön
16.03.2016
08:42 Uhr
     
liegen, bei dir

ich liege bei dir. deine arme halten mich.
deine arme halten mehr als ich bin.
deine arme halten, was ich bin
wenn ich bei dir liege und
deine arme mich halten.

(Ernst Jandl)
 
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