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Delta
18.09.2008
22:36 Uhr
     
Nachdem ich lange überlegt habe, wann mein Tag eigentlich anfängt, habe ich mich entschieden:
Für mich fängt der Tag an, wenn ich mir eine Kerze angezündet habe, mich an den Frühstückstisch setze, inne halte, Gott danke für den neuen Tag, für die Ruhe der Nacht, für die leuchtend roten Dalien und wunderschön aufgeblühten Nachtkerzen, die mir durch das Küchenfenster zulächeln.
Dann bin ich wirklich wach, habe mir meinen Tagesablauf im Groben zurecht gelegt und bin energiegeladen (meistens jedenfalls)

Und nun wünsche ich euch allen eine gute Nacht. Schlaft gut
Delta
 
Sophie
18.09.2008
20:27 Uhr
     
Anfänge: Überlegt eine Weile. Neue Liebe, neues Glück ist so ein Sprichwort-Anfang. Wenn das nicht auch ebenso neues Schlamassel werden könnte.
Den ersten habe ich zwölf Jahre weichgekocht. Dann war es an sich zu Ende, wir bekamen aber Kinder.
Den zweiten habe ich zwölf Jahre lang, versucht weichzukochen. Der war aber eine Nuss. Nüsse kann man nicht kochen.
Das hat was Biblisches mit der 12.
Falls noch einer auftritt, wäre mein Anfang: a) bloß nicht versuchen, den weichzukochen und b) unweichgekocht gut umhegen, besser als den Ersten.
 
Sophie
18.09.2008
20:04 Uhr
     
Ach Hesse, Du Steppenwolf, an eine Liebe kann man sich nie verschwenden. Höchstens verschenken.  
tg
18.09.2008
10:20 Uhr
     
Aus dem Tagebuch von Albert Camus (roro1474):

A. M. , invalid- beide Beine amputiert- einseitig gelähmt. "Man hilft mir, meine Bedürfnisse zu verrichten. Man wäscht mich, trocknet mich ab. Ich bin beinahe völlig taub. Nun gut, ich werde nie etwas unternehmen, um ein Leben abzukürzen, an das ich so innig glaube. Ich würde noch Schlimmeres auf mich nehmen: Blind zu sein und der sinnlichen Wahrnehmung beraubt- stumm und ohne Berührung mit der Außenwelt- wenn ich nur jene dunkle und glühende Flamme spüre, die ich ist, und zwar ich, der Lebende- der dem Leben noch dafür dankt, daß es mir erlaubt hat zu brennen."
 
tg
18.09.2008
10:17 Uhr
     
Aus dem Tagebuch von Albert Camus (roro1474):
A. M. , invalid-beide Beinde amputiert-einseitig gelähmt. "Man hilft mir, meine Bedürfnsisse zu verrichten. Man wäscht mich, trocknet mich ab. Ich bin beinahe völlig taub. Nun gut, ich werde nie etas unternehmen, um ein Leben abzukürzen, an das ich so innig glaube. Ich würde noch Schlimmeres auf mich nehmen: Blind zu sein und der sinnlichen Wahrnehmung beraubt- stumm und ohne Berührung mit der Außenwelt- wenn ich nur jene dunkle und glühende Flamme spüre, die ich ist, und zwar ich, der Lebende- der dem Leben noch dafür dankt, daß es mir erlaubt hat zu brennen."
So denken können, ich bete drum.TG
 
tg
15.09.2008
20:28 Uhr
     
delta dank. Hier ein Hesse
Ende August

Noch einmal hat, auf den wir schon verzichtet,
der Sommer seine Kraft zurückgewonnen;
Er strahlt, zu kürzern Tagen wie verdichtet,
Er prahlt mit glühend wolkenlosen Sonnen.

So mag ein Mensch am Ende seines Strebens,
Da er enttäuscht sich schon zurückgezogen,
Noch einmal plötzlich sich vertraun den Wogen,
Wagend im Sprung die Reste seines Lebens.

Ob er an eine Liebe sich verschwende,
Ob er zu spätem Werk sich rüste,
In seine Taten klingt, in seine Lüste
Herbstklar und tief sein Wissen um das Ende.
 
Delta
15.09.2008
09:31 Uhr
     
Seit Tagen überlege ich, wann ich denn anfange. Immer wieder ist vor dem Anfang etwas, von dem ich sagen kann: Da hat es begonnen. Ist also unser Anfangen nur ein Weitermachen?
Traugott, grad hatte ich den Gedanken, mit gleicher Münze heimzuzahlen. Dann habe ich überlegt, wozu eigentlich?! Es bringt nichts. Also habe ich ihn verworfen.
Ein paar Minuten später lese ich deine Worte. Du hast recht. Es wird mir so besser gehen.

Euch allen eine gesegnete Woche
Delta
 
tg
15.09.2008
09:09 Uhr
     
Vertrag Dich heut mit Dir selbst. Du wirst Dich auch mit anderen vertragen. Das merken, dann davon was sagen. tg  
Sophie
13.09.2008
21:31 Uhr
     
"Unermesslich dein Beschenktsein, innen alles voll Dank". Ja, zurück an Euch in St.Severin damals. Beschenkt für immer mit Substanz. Danke.  
indrasun
12.09.2008
20:52 Uhr
     
Ja, das kann ich gut so sehen. Ich musste es allerdings lange lernen. Denn meine Mutter akzeptiert(e) keine Grenzen. Wenn ich versuchte, Dinge in Ruhe zu tun, stachelte und hetzte sie. So habe ich gelernt, dass es nie genug ist. Durch neues Lernen (und Verzeihen) im erwachsen sein, habe ich verstanden, dass es mein erster Auftrag ist, glücklich zu sein. D.h. jemand, der mich dann hetzt kann ja nicht wirklich Recht haben. ( : Und so sehe ich ihn dann auch an. Verständnislos. Und nochmal und nochmal, wenn es Not tut.

Allerdings nimmt Gott uns auch den Schlaf bis aufs Messer und lässt uns leiden in Krisen. Nur durch die Annahme dieser unendlichen Einsamkeit als Lernauftrag bin ich durch sie hindurch gegangen. Denn hier gibt es nicht die Entscheidung, ob jetzt genug getan oder gelitten ist. Hier wird gefordert und überfordert, ohne meinen Einfluss. Wie gesagt. Ich akzeptiere es, weil ich weiss, dass es mich reifen lässt.

Indrasun
 
tg
12.09.2008
20:18 Uhr
     
Den Seinen gibts der Herr im Schlaf Psalm127,2 -Kannst du das auf dich beziehen? Weißt du dich geborgen, einfach gut aufgehoben, im Lot mit dir? Schlag einfach eben mal die Augen nieder, leg die Hände in den Schoß, und denk, fühl deinen Gedanken nach- du atmest auf, dann langsam aus. Und auf dem Grund deines Ausgeatmethabens bist du in ruhe. So kann es bleiben. Geht es dir so- dann erlebst du, wie Gott dir gibt- einfach so, ohne daß du strampeln mußt. Und was du eben noch besorgtest, wen du in Gedanken oder taten umsorgtest- geht alles seinen Gang. Unermesslich, dein Beschenktsein, innen alles voll Dank. Und im Schlaf füllt sich dein Kraftreservoir wieder auf. Du bst nur zuständig im Rahmen deiner Kräfte. Vom rest denke. Der Herr wirds schon richten. es gehört zu seinen Pflichten.  
Menke
09.09.2008
16:01 Uhr
E-Mail    
Anfangen und Ende in mir!

Wir müssen Anfangen wenn wir gelebt haben wollen,denn ohne Anfang wärst Du nicht da.
Auch was sonst noch da erkennbar und wissend nicht ohne Anfang und Ende im hiersein da wäre.
Glaube ist leichter wenn ich nicht begreifen,oder nachvollziehen kann weil Gott die Dunkelheit im Anfang und Helligkeit am Ende von Dasein erkennbar macht.

Anfang ist Voraussetzung für Ende wenn auch Wegstrecke ob lang oder kurz uns begleiten,wo lernbar Wachsen erkennbar das Ende ohne Glauben nicht Erfüllung finden kann.

Bewustes Erleben im Leben durch das Leben in der Gefühlten Darstellung in mir selbst,kann Ende und Anfang näher zusammen bringen.
 
Kathrin
09.09.2008
15:06 Uhr
     
Mir fällt dazu folgendes Gedicht von Eva Strittmatter ein, weil es ein Gefühl wiedergibt, das mir sehr vertraut ist.


Anbeginn

Mein Leben setzt sich zusammen:
Ein Tag wie dieser. Ein anderer Tag.
Glut und Asche und Flammen.
Nichts gibt es, was ich beklag.

Früher habe ich so gefühlt:
Irgendwas Großes wird sein.
Inzwischen bin ich abgekühlt:
Es geht auch klein bei klein.

Was soll schon Großes kommen?
Man steht auf, man legt sich hin.
Auseinandergenommen,
Verlieren die Dinge den Sinn.

Doch manchmal sind solche Stunden
Von Freiheit vermischt mit Wind.
Da bin ich ungebunden
Und möglich wie als Kind.

Und alles ist noch innen
In mir und unverletzt.
Und ich fühle: gleich wird es beginnen,
Das Wunder kommt hier und jetzt.

Was es sein soll? Ich kann es nicht sagen
Und ich weiß auch: das gibt es gar nicht.
Aber plötzlich ist hinter den Tagen
Noch Zukunft ohne Pflicht.

Und frei von Furcht und Hoffen
Und also frei von Zeit.
Und alle Wege sind offen.
Und alle Wege gehn weit.

Und alles kann ich noch werden,
Was ich nicht geworden bin.
Und zwischen Himmeln und Erden
Ist wieder Anbeginn.

[Eva Strittmatter]
 
tg
08.09.2008
22:43 Uhr
     
Bleibt doch mal bei einem Thema. Vorgegeben war eben"anfangen"- Auch Sterben als Schwelle, nich als Wand, wir bleiben Anfänger. Darum Mut, morgen, für welches Anfangen?  
jakobus
07.09.2008
17:51 Uhr
     
@ Ingrid: Ein schönes Lied - ich liebe es. Danke!
Hier der gesamte Text:
. Strahlen brechen viele aus einem Licht
Unser Licht heißt Christus.
Strahlen brechen viele aus einem Licht -
und wir sind eins mit ihm.

2. Zweige wachsen viele aus einem Stamm.
Unser Stamm heißt Christus.
Zweige wachsen viele aus einem Stamm -
und wir sind eins durch ihn.

3. Gaben gibt es viele, Liebe vereint.
Liebe schenkt uns Christus.
Gaben gibt es viele, Liebe vereint –
Und wir sind eins durch ihn.
4. Dienste leben viele aus einem Geist,
Geist von Jesus Christus.
Dienste leben viele aus einem Geist –
Und wir sind eins durch ihn.

5. Glieder sind es viele, doch nur ein Leib.
Wir sind Glieder Christi.
Glieder sind es viele, doch nur ein Leib –
Und wir sind eins durch ihn.


Allen eine gesegnete Woche!
jakobus
 
zweig
07.09.2008
14:14 Uhr
     
e wachsen viele aus einem Stamm. Unser Stamm heißt Christus. Zweige wachsen viele aus einem Stamm - und wir sind eins durch ihn.

Freu'ndesgrüße von Ingrid
 
TG
06.09.2008
14:52 Uhr
     
DS schrieb von Vorfreude auf November. Gemeint ist ein Seminar, das ich halten darf : "Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne" 25-27 November Sandkrughof, Schnakenbek . Siehe auch http://www.sandkrughof.de oder Tel 04153 2481.  
tg
06.09.2008
11:12 Uhr
     
Anfänge sind hochwichtig. Daß überhaupt alles begann, ist natürlich das Werk Gottes, der Mutter aller Anfänge. Er, Sie hätte alles bei sich behalten können, "in sich selbst vergnügt"-aber das ging nicht. Weil zuviel Liebe in ihm brodelt und die will raus, will gestalten, gebären, will was anfangen, das sich entwickelt mit den Kreaturen.
Darum auch mein, dein Leben: täglich Mündung von Enden und Anfangen,Hände füllen, Hände leeren, halten und lassen. Also merk, was dran ist. Und sei gewiss, was Gott angefangen hat, wird er auch vollenden.
Du, ich- angefangen von ihm, sind noch Baustelle, werden aber dann vollendet sein, wenn herrlich eingepaßt in das Ziel aller Wege und Gott seine Schöpfung ausgebrütet haben wird: "und dann wird Freude sein, und abgewischt alle Tränen und kein Leid mehr: alles wird neu am Morgen, der keinen Abend mehr hat.
 
DS
06.09.2008
10:04 Uhr
     
Gott und die Welt
Frischer Mut und Gottes Segen

Von Maria Jepsen

"Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne" - oft wird dieses Wort Hermann Hesses zitiert. Alles, zumindest vieles soll neu werden, anders laufen als bisher, das wünschen sich viele von uns dann und wann. Für das ganz persönliche Leben, aber auch in Bezug auf berufliche oder politische Veränderungen.

Viele Anfänge tragen in sich Erwartungen auf neue interessante Erfahrungen, auf Besseres, Schönes.

Die Mädchen und Jungen, die gerade eingeschult wurden, die Jugendlichen, die ihre berufliche Ausbildung begonnen haben, und ein wenig vergleichbar: alle, die aus dem Sommerurlaub zurückgekehrt sind mit frischem Mut und guten Vorsätzen. Wie unterschiedlich sind die Erwartungen!

In die Hoffnungen mischen sich allerdings häufig Ängste und Befürchtungen. Wird alles gelingen? Es gibt ja keine gute Fee, die ihren Zauberstab über unser Leben hält, und alles glänzt auf.

"Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne" - für mich sind vor allem zwei Anfänge von besonderer Bedeutung. Die haben nichts mit gegenwärtigen Neu-Anfängen in Berufsleben, Familie oder Gesellschaft zu tun.

Die Anfänge, die mich immer wieder berühren und bewegen, sind andere:

Da ist zum einen die Schöpfungsgeschichte auf der ersten Seite der Bibel: "Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde ..." Gott hat uns Menschen nach seinem Bilde geschaffen, gesegnet und mit Verantwortung für seine Schöpfung ins Leben geschickt. Er vertraut uns und traut uns viel zu.

Und da ist zum anderen die Taufe: Gott hat mich persönlich zu seinem Kind erklärt, mir unwiderruflich Liebe und Vergebung zugesprochen - und tut es jeden Tag neu.

Diesen beiden Anfängen liegt kein Zauber, aber Gottes Heiliger Geist inne. Der ermutigt, die vielen kleinen und großen Anfänge zu gestalten und zu füllen - und füllen zu lassen.

Und dann ist da noch der Sonntag als Anfangstag der Woche. Der ist uns allen, den Jungen und den Alten, mit unseren Fehlern und Begabungen, geschenkt, auf dass wir uns immer neu von Gott und Jesus stärken, verändern und senden lassen. Am Sonntag berührt uns Gott besonders und will uns bewegen - nicht mit Zauberformeln, sondern mit den alten, guten Worten seines Segens.

erschienen am 6. September 2008 im Hamburger Abendblatt


@ TG : auch in Vorfreude auf Ende November...
 
DS
06.09.2008
10:00 Uhr
     
... aber Jesus ist doch den Weg mit den Menschen gegangen - bis zum Ende - und : hat er sich von reichlich Stacheln abwehren lassen, die ihn aufspiessen sollten? - wohl immer wieder der Unterschied zwischen ihm und uns?... Herzlich ein segensreiches Wochenende...Delf  
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