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MM
17.07.2004
19:35 Uhr
     
Wunderschön: "zu uns selbst entlassen werden", herzlichen Dank!

Ja, im Leben stehen, darin eintauchen, vollkommen hier sein und annehmen, hinnehmen dass es weiter geht; mit der Gewissheit dass alles gut ist wie es ist und mit der Zuversicht dass es deshalb immer besser wird. Zumindest die Saat, sogar die Frucht dazu liegt doch in uns, ist uns gegeben.

Alles ist gut, wir sind hier um zu leben - durch dick und dünn, hier und jetzt. Hat der Vater uns nicht das Leben in Form geschenkt - oder heißt uns an Seiner Stelle und für Ihn in Form zu leben, Form die vergeht und doch immer neue Form erzeugt - um dadurch Ihm und Seinem Ebenbild (uns) immer näher zu kommen? Hier und jetzt!

Herzlichst,
MM
 
corinna
17.07.2004
15:36 Uhr
     
Eine Idee zu dem schönen gedicht:
Für mich fühlt es sich sehr farbenreich an, wie das Betreten des Paradieses. Es ist für mich ein bisschen so, wie wenn man auf die andere Seite unseres Lebens -Spiegels sieht, also hinter den Spiegel. Da ist so viel Licht, Zuversicht und Hoffnung.
Mir fällt dazu ein Zitat von J. Gaardner "durch einen Spiegel in einem dunklen Wort" ein: "...Geboren werden bedeutet, dass wir die ganze Welt geschenkt bekommen - mit der Sonne tagsüber, dem Mond und den Sternen am blauen Himmelszelt nachts. Mit einem Meer, das die Strände überspült, mit so tiefen Wäldern, dass sie nicht einmal ihre eigenen Geheimnisse kennen, mit seltsamen Tieren, die durch die Landschaft ziehen. Die Welt wird nie alt und grau..."
Viele Grüße, corinna
 
Elena
17.07.2004
13:50 Uhr
     
Was für ein Gedicht! Danke für die Mühe.

Paßt dies dazu?:
"Carlo Emilio Gadda hat meine Stimmung geprägt... Wäre er hier, vielleicht verstünde er mich, der ich plötzlich den Kopf senke, mich vorbeuge und auf die Pflastersteine unter mir starre, um meine Tränen, meine Wut, meine Verlegenheit, mein Verlangen, meine Dankbarkeit zu verbergen. Ich bin zerrissen von Verlangen nach jener anderen Welt des Gefühls, die nie jemand gekannt hat, nach jener anderen Welt der Vollkommenheit, der Welt reiner absoluter Liebe, ohne Gier, ohne pochende Herzen und nur singender Münder. Ich bin krank vor Verlangen - ich, dem ein Leben des Verlangens nicht beschieden war."
Brodkey, kurz bevor er an AIDS starb

Paßt das zu dem Wunsch, daß bei Sonnenaufgang die Taube den Ölzweig vom Ölbaum bringe? Bedeutet das Frieden und daß im Frieden noch Frucht sei, vielleicht viel mehr, als man ahnt? Und wenn wir immer versehrter aus dem feurigen Ofen kommen und immer heiler werden, daß ein Verzeihen in der Welt verborgen ist? Eingetaucht und durchnäßt bis auf die Herzhaut...und aus der Flut immer heiler zu uns selbst entlassen.
Es ist genau das Gegenteil vielleicht. Die Frau schreibt, daß es ohne Sintflut nicht geht. Der AIDS-kranke Mann am Ende seines Lebens sehnt sich genau nach dem, was er meint, versäumt zu haben. Beide aber schreiben von Gott. Sie schreibt von Gott im Leben, er schreibt von Gott im Himmel, den er nicht kennt.
 
Traugott Giesen
17.07.2004
10:27 Uhr
     
wird ein Gedicht...den Weg weisen. Sorry. Ideen dazu?  
Traugott Giesen
16.07.2004
22:34 Uhr
     
In der Predigt Sonntag wir ein Gedicht von Hilde Domin den Weg weisen:
Bitte

Wir werden eingetaucht
Und mit den Wassern der Sintflut gewaschen,
wir werden durchnässt
bis auf die Herzhaut.

Der Wunsch nach der Landschaft
diesseits der Tränengrenze
taugt nicht,
Der Wunsch, den Blütenfrühling zu halten,
der Wunsch, verschont zu bleiben,
taugt nicht.

Es taugt die Bitte,
dass bei Sonnenaufgang die Taube
den Ölzweig vom Ölbaum bringe.
Dass die Frucht so bunt wie die Blüte sei,
dass noch die Blätter der Rose am Boden
eine leuchtende Krone bilden.

Und dass wir aus der Flut,
dass wir aus der Löwengrube und dem feurigen Ofen
immer versehrter und immer heiler
stets von neuem
Zu uns selbst
entlassen werden.
 
Cornelia Egg-Moewes
16.07.2004
10:00 Uhr
E-Mail    
Danke für die schöne Seite! Ich habe sie heute durch Zufall gefunden -- manchmal fällt einem einfach etwas Schönes zu ...
Cornelia
 
do
16.07.2004
08:26 Uhr
     
Gott sei Dank - und das sage ich nicht nur als Redefloskel, sondern BEWUSST - dafür, dass er uns den freien Willen gegeben hat, auch selbst darüber nachzudenken, wie wir unser Leben gestalten wollen. Wir sind die Reben am Weinstock, aber der Weinstock ist icht irgendein Baum, wir sind nicht Blätter, die im Herbst abfallen, Reben tragen Früchte, die ihr Gutes weitergeben. Verstehe ich die zitierte "Logik" vielleicht nicht? Nicht schlimm, ich fühle mich deswegen nicht dümmer, sondern wohler in der christlichen Freiheit, die mir gegeben wurde. Daher muss ich auch nicht nach Puna gehen. do  
Thomas Müller
15.07.2004
20:39 Uhr
E-Mail    
Alles Leben ereignet sich aus dem Ganzen.
Sobald du versuchst,
dein eigenes Ding zu machen,
erweist du dich einfach nur als dumm.

Es ist so,
als würde ein Blatt am Baum versuchen,
sein eigenes Ding zu machen.

Osho,
eigentlich Bhagwan Shree Rajneesh

..... eigentlich logisch wahr, was hier der Bhagwan denkt, oder?
Mit herzlichen Grüssen Euch allen
thomas
 
S.D.
13.07.2004
09:38 Uhr
     
Lieber Delf! Danke für den netten Eintrag. Natürlich gehöre ich zur Kirche und unterstütze sie auch finanziell, um mehr bin ich nie gebeten worden. Und die Kolumne finde ich auch sehr gut. Wenn sie ein paar Leute wieder in die Kirche ziehen würde, die nicht mehr drin sind, wäre das schön. Für uns Andere ist sie aufbauend. Ich hatte eine kleine Krise. Bei Krisen schreibe ich viel Mist. Ich produziere aber auch Gutes. Z.B. habe ich mich entschlossen, eine Kirchengemeinde im Osten finanziell zu unterstützen, regelmäßig. Das ist auch ein Produkt dieser Kolumne.  
Dagmar
12.07.2004
22:49 Uhr
     
"So ist mein, dein Lebenswerk, die Arbeit der Liebe, ist Gottesdienst."
Diese Worte gehen mir nicht aus dem Kopf, versuche sie in mein Leben einfließen zu lassen.
Die Einladung zur silbernen Konfirmation ist angekommen, vielen Dank!
 
webmaster
12.07.2004
16:10 Uhr
E-Mail    
Das ist mir zu hoch:
"ein geistlicher sinnlicher Verschmelzungsprozeß, von der Sinnlichkeit des zweiten Adam." und das kapier ich auch nicht:
"ein würdiger Abgang mit einer Hommage an Jakob und Jesus." - würdig - Abgang - Hommage?? Tatsächlich ein Abschied für immer - wovon? Von Kirche, von diesem Forum? Egal.
-
Aber das hier sind doch schöne, klare Sätze aus der aktuellen Kolumne, womit man was anfangen kann:

" was ist deine Kirche? Du kannst nicht selbst Kirche sein, du kannst auch nicht deine eigene Sprache haben. Du nimmst so viel aus dem Schatz des christlichen Glaubens, dann stärke auch die Kirche. Kirchensteuer ist dabei das Wenigste, ist ja nur das Minimum, was ich als Christ fairerweise sonntags in die Kollekte geben müsste, wo doch alles nur anvertrautes Gut ist. Die Kirchensteuer sparen, ist letztlich doch nur für die Nachkommen; die aber haben mehr davon, wenn sie intakte Kirche erben, damit auch sie noch Humus für ihre Humanität haben.

Und noch eins: Atheist könnte ich nie sein, dazu bin ich viel zu skeptisch. Wäre ich's aber, würde ich doch Kirche mittragen, wie ich auch für Oper und Sternwarten Steuern zahle, obwohl ich nicht hingehe. Zumindest hütet Kirche was, was schön wär, wenn's stimmt. "
 
DS
12.07.2004
09:32 Uhr
     
Liebe S.D.
ich denke, du musst gar nichts - auch nicht wohl oder übel:
Weder nichts mehr sagen und dann doch ... Nimm Dich doch ernst !!Entscheide das doch wie auch, ob du zu Kirche gehören willst oder nicht. Jedem nach seiner Bedürftigkeit - meine Erfahrungen mit Kirche lassen mich dabei bleiben - trotz und wegen aller Erfahrungen damit- TG - Danke für Bestätigung. Euer DS
 
S.D.
11.07.2004
15:52 Uhr
     
Ich muß das wohl oder übel beantworten, Corinna: Ich habe keinen Grund, "streng" mit mir zu sein und bin eher gütig mit mir und Anderen.
Ich saß vor drei Jahren an einem Ort, wo Sonne, Mond und Sterne hinter dem Meer auf- und wieder untergingen und las das erste Buch Mose im Sonnenuntergang. Als die Sterne leuchteten, verschmolz ich mit der Person des Jakob. Es war wunderbar. Solches ist mir danach öfter passiert. Es können Männer sein oder Frauen, schon gestorben oder lebendig, es ist ein geistlicher sinnlicher Verschmelzungsprozeß, von der Sinnlichkeit des zweiten Adam. Es ist schön, macht gütig, macht innerlich schön. Es ist nicht mein Talent, sondern es ist so:
"Aus Gnade seid ihr selig geworden durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es. Epheser 2,8.
Ob ich zur Kirche gehöre und zu welcher, entscheide ich und sonst niemand, alles andere entscheidet Gott.
 
corinna
10.07.2004
17:29 Uhr
     
Zur neuen Kolumne: Ich finde die Einstellung so gut auf jeden Fall Kirchensteuer zu zahlen. Wir alle können doch so ein bisschen dazu beitragen Armut zu mindern. Außerdem finde ich, dass Kirche doch auch ein Ort ist, wo der liebe Gott ganz nah ist. Es ist ein unheimlich schönes Gefühl, wenn Kirche ein bißchen Zuhause bietet, wie in keitum. Kirche als ein Ort, wo man Lebensmut bekommt durch gute aufbauende Worte vom Pastor und Freunden ist ein großes Geschenk. Danke dafür und für die schöne Kolumne.
Viele Grüße, corinna

Liebe S.D. : warum bist Du so streng zu Dir und ziehst Dich zurück. Du gehörst doch auch zur Kirche und hast doch auch Meinung zu den Predigten und Kolumnen. Brauchst doch nur ein bißchen mehr Platz lassen für die anderen und das "zuviel" in ein schönes eigenes Gedanken-Tagebuch. Ist nur ein vorschlag, nicht als kritik gemeint.
 
Traugott Giesen
09.07.2004
23:34 Uhr
     
Ich meine: Sich das ewige leben herbeizerren, sich in Gottes Arme schmeißen.Sicher mit der Schmerzlichkeit des Verlorenen Sohnes, der verlorenenen Tochter: Ich habe gesündigt- aber doch auf Hoffnung, daß sich Gott meiner erbarmt.  
jakobus
09.07.2004
19:40 Uhr
     
Hallo Traugott,
ich les es jetzt schon wieder bei Dir: "..sich das ewige Leben nehmen". Wie geht das? "Sich das Leben nehmen" ist klar, aber hast Du dann schon automatisch das EWIGE Leben? Oder willst Du eher sagen: Wer sich das Leben nimmt, begibt sich des ewigen Lebens,
vergibt die Chance darauf?
Ansonsten "Danke" für Deine schönen Texte in der WELT!

jakobus
 
Bärbel H.
09.07.2004
10:55 Uhr
     
Eine große Predigt. Dank!  
S.D.
09.07.2004
09:17 Uhr
     
Liebe Corinna! Endlich mal wieder einer Deiner immer liebenswerten Einträge. Schreib mehr, denn ich gehe weg von der Seite. Ich habe das heute Nacht beschlossen. In der Besinnung auf den großen Jakob, mit dem ich einst anfing, den Glauben zu lieben, muß ich das tun. Es ist ein würdiger Abgang mit einer Hommage an Jakob und Jesus.
Ich werde weiter Deine Predigten lesen, Traugott, und sie lieben wie immer . Schreiben dazu hier sollen mal Andere. Bleibt behütet, die, die ich kenne.
Grüße an U. Herzlich, S.
 
corinna
08.07.2004
19:26 Uhr
     
Zur Kolumne fällt mir noch ein, dass es so wichtig ist, dass wir auf die zugehen, die nicht mehr weiter wissen, denn sie sind doch oft gefangen in ihrer großen Verzweiflung. Also die Türen geöffnet lassen, wie beim Pastorat in Keitum - eine unheimlich nette Geste-, dann traut man sich eher anzuklopfen.
Und der Satz "der liebe Gott küsst unsere Seele heim, wenn es Zeit ist" beinhaltet ganz viel Hoffnung. Vielen dank für die tolle Kolumne.

Bei der Predigt gefiel mir auch so gut "schlafen unter dem Himmel, nur mit der Sternendecke zugedeckt". dafür braucht man sehr viel Vertrauen und vielleicht einen Hund als begleiter, der mit unter den sternen liegt.
Und morgens von der Morgenröte geweckt werden...toll! Auch unter dunklen wolken gibt es Licht und Sonne, auch wenn man es nicht immer sehen und sich oft nicht vorstellen kann.
Viele grüße, corinna

 
S.D.
08.07.2004
17:10 Uhr
     
Und immer und ewig, mit seinen Worten "Die Liebesumarmung, die Liebesumarmung, die Liebesumarmung" - es wird öde.
Die Person, von der in der tollen Predigt die Rede ist, hat wohl nicht viel Glück mit der sog. Liebesumarmung gehabt. Sieben Jahre für die geliebte Frau geschuftet, dann von einem, der nicht Gauner war, sondern Schuft, nämlich Laban, die Falsche ins Bett gelegt gekriegt, dann noch mal sieben Jahre schuften, dann zunächst kinderlos mit dieser Frau, dann stirbt sie auch noch bei der Geburt des Zweiten. Sie will ihn "Sohn meines Unglücks" nennen, und Stefan Zweig schreibt einen Roman "Rachel rechtet mit Gott". Jakobs Glaube ungebrochen - er nennt ihn "Sohn meines Glücks". Dann Josef tot - so muß er denken, und endlich muß er alle seine Söhne lassen auf ungewisse Zukunft. Die Tochter ist vergewaltigt worden.
Erst als ganz alter Mann darf er alle seine Söhne segnen. So sieht das Leben eines hinkenden großen Volksvaters aus, der mit Gott gerungen und in diesem Ring-Kampf vielleicht einen Ring von Gott erhalten hat. Es ist das Leben des Vaters der zwölf Stämme Israel, seine Stämme, seine Bäume. Er ist für mich die berührendste, die herrlichste Gestalt im AT. Von Liebesumarmung ist da nicht viel die Sprache. Aber eins ist sicher: er hat geliebt. Er hat Gott geliebt, sein Volk, gewiß Rahel, vielleicht auch Lea, vielleicht die Nebenfrauen, alle Kinder, die Arbeit mit den Herden und den Sternenhimmel, in den er die Himmelsleiter hineinsah, sah oder träumte. Er hatte beides, den Willen am Arbeiten und das Visionäre. Eine ganz große Gestalt, Vorfahr Jesu, wenn der Stammbaum stimmt. Auf jeden Fall passen sie zusammen.

Tolle Predigt, TG! Für mich ein Juwel über meinen geliebten Jakob.
 
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