Gästebuch


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S.D.
29.04.2004
10:12 Uhr
     
Letzten Sonntag bei uns in der Kirche Konfirmanden-Vorstellung. Wir sangen mit Jazzband unter anderem 334, Danke,ein Lied, das mir trotz oder vielleicht sogar wegen seiner Einfachheit immer noch gefällt, oder, weil es Spaß macht, singend Danke zu feiern.
Als ich abends dann die Konfirmandenpredigt las, die ich kostbar finde, nicht nur für die Youngsters, sondern auch für ihre Eltern, also für Erwachsene oder erwachsene Kinder, also auch für mich, kostbar wie so manche Predigt, fiel mir ein Zusatz-Vers dazu ein:

Danke für diese wahren Worte,
Danke für allen guten Geist,
Danke für jenen Schild und Horte,
Der Sankt Sev'rin heißt!
 
Traugott Giesen
28.04.2004
18:47 Uhr
     
Ihr Lieben- Die Sonne scheint, Die Kirschen blühen- eben die Konfirmation. Wache Predigt. Bleibt behütet. Euer TG  
Cynthia A.
28.04.2004
09:24 Uhr
     
Liebe Rebacca! Ich lese hier manchmal und finde es interessant, was Sie hier schreiben, auch vielleicht richtig. Aber es handelt sich um eine Vision. Diese ließ sich noch nie verwirklichen, auch nicht, als die Welt noch nicht so technologisiert war. Das sind auch die Visionen der ersten Christen, die nur für sich lebten und für Gott. Vielleicht waren sie glücklicher, ich weiß es nicht. Aber für die Welt können wir leben, für die Natur, uns einsetzen. Nicht nach mir die Sintflut, sondern für den Fortbestand leben. So habe ich an verschiedene Organisationen geschrieben, weil das Okawango-Delta in der Kalahari-Halbwüste bedroht ist, Halbwüste, weil sie blüht, wenn in der Regenzeit der Okawanko in Botswana über die Ufer tritt. Es entsteht dann eine prachtvolle Pflanzenwelt, und alle Tiere Botswanas und Namibias versammeln sich dort zum Trinken. Jetzt ist es bedroht, das Paradies. Adam und Eva töten permanent das Paradies. Staudämme sollen gebaut werden in Namibia und Angola. Nur meine kleine Stimme, aber wenn viele sich dafür einsetzen?
Ich habe mich noch nie in ein Löwenzahnfeld oder Rapsfeld oder eine Kleewiese gelegt ( zum Reinlegen schön ). Vielleicht mache ich es mal.
Was hinterlassen wir? Wir sollten retten, was zu retten ist, mit Stimme, mit Geld. Eine Vision wie die Ihre, wunderschön. Sehen mit dem Herzen (und auch Gott sieht das Herz an), gut, aber dann machen, tun, retten, einen Menschen, ein Stück Natur und Kultur, der Unesco beitreten vielleicht, auf jeden Fall tun, was man kann, nicht nur für meine Gefühle leben, nein, für das Ganze leben, für Andere mitdenken, für Nachkommen leben, das ist mein eigenes begrenztes kleines Christ-Sein..
 
Rebekka
27.04.2004
14:00 Uhr
     
Liebe Elena, danke für Deine erhellende Antwort und Deine Information. "Man sieht nur mit dem Herzen, denn das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar", ein Satz aus der Osterpredigt wegweisend und so hat Jesus Weisung, von der Du sprichst, für mich eine andere Bedeutung. Wir sollen nicht in den uns zugedachten Rollen funktionieren, sollen uns nicht verbiegen, unsere wahren Gefühle nicht verleugnen, uns nicht gegen unsere eigene Person wenden, unser Herz soll unsere Richtschnur sein und auch Freiheit können wir anderen nur einräumen, wenn wir diese an uns erfahren haben. Derbische kreisen beim Tanz um ihr Herz, weil Gott dort ist. Hier der Satz, den ich widerum aus dem M.E. kenne: "Ich" sagte sie zu den Jüngern,"ich sah den Herrn in einem Gesicht...und er sagte mir: Wohl dir, dass du nicht wankst bei meinem Anblick." Die Geschichte von MM (der Apostolin) befreit Menschen, tun wir ihr nach und scheuen wir uns nicht, von unserem Glauben zu erzählen und ihn in die Welt zu tragen.
Die Vision von einer Welt, die von Sexismus befreit, in der Gesellschaft/Kirche die "harten" und "sanften" Werte nicht mehr espaltet, in der Ordnungs- und Symbolsysteme ganzheitlich-menschlich definiert werden und nach Würde und Befreiung gesucht wird, ist tröstlich. Sind doch darum Frauengestalten/Geschichten auch aus der Urgemeinde und den Apokryphen, die aufgrund von androzentrischen Umdeutungen und Weglassungen, leider nur teilweise heute wiederentdeckt werden konnten, so wichtig. Hätte sich die Welt mit ihnen nicht ergänzend anders gestaltet?
Ja ein Glück, wir haben Christus das Licht und die Erlösende Liebeskraft, folgten wir ihm wirklich nach, so könnte es Unterdrückung und Unterwerfung wohl kaum noch geben.
Ich bin Deiner Meinung, dass wir und die Konfirmanden (die sicher bei TG ganzheitlich umfassender lernen) in der enggewordenen technorisierten Welt ausführbare und nicht im Überfluss erstickende Regeln brauchen. Hat allerdings Jesus in diesem Sinne damit zu tun? Starke Männer und Frauen, dazu gehört für mich auch Bischöfin Käßmann, prägen unsere Welt. Allerdings sind Menschen, die ihre weiblichen und männlichen Anteile (nach Jung) in sich verwirklichen konnten, noch selten. Mit ihnen wäre die Welt vielleicht rettbar! Herzliche Grüße Rebekka
 
Thomas Müller
26.04.2004
14:56 Uhr
E-Mail    
Liebe Insulaner auf Sylt
Eben gefunden im Netz und, ich denke, passend zu heute und zu jeder Zeit - zum Nachdenken!
Mit herzlichen Grüssen
thomas

... wir erzählen unseren Gästen zu Ehren Geschichten

Vor noch gar nicht allzu langer Zeit an einem Abend wie dem heutigen im Monat Muharram - der Muezzin hatte längst zum letzten Gebet gerufen - stürzte der Grosswesir Harun al-Raschids in das Arbeitszimmer seines Herrn und stammelte kreidebleich:

"Helft mir, o Herr, helft mir ... der Tod ... er steht im Garten. Er wartet auf mich. Ihr müsst mir helfen."

Harun al-Raschid besänftigte den Unglücklichen, so gut er es vermochte. Er riet ihm:

"Eile durch diese geheime Hintertür. Steige hinab zu den Ställen. Nimm mein schnellstes Pferd und flieh. Morgen bei Tagesanbruch bist du in Kerbela."
Dann ging der Kalif hinaus in den Garten.

Dort sah er eine Gestalt, das Gesicht nach Art der arabischen Nomaden verhüllt.

"Wer bist du?", fragte Harun al-Raschid.

"Ich bin der, der alle Liebenden trennt, der den Müttern die Kinder entreißt, dem Bruder die Schwester nimmt und dem Gatten die Gattin. Ich bin der, der die Gräber füllt ohne Rücksicht auf Macht und auf Stand. Ich bin der, der keinen vergisst."

"Was willst du von mir?"

Und der Tod antwortete:

"Ich will nichts von dir, aber morgen bei Tagesanbruch hab ich eine Verabredung in Kerbela."

... aus "das Halsband der Taube" von E.W.Heine
Sonntag, 25. April 2004 - 21:27:28

 
Elena
24.04.2004
11:37 Uhr
     
Liebe Rebecca! Ich weiß ganz wenig davon, aber vielleicht wissen andere Leute mehr: Fragmente!! des Evangeliums liegen in der Nag Hammadi Library. Daraus kenne ich einen einzigen Satz von Jesus, den eine Autorin zitiert hat: "Legt durch das, was ich euch gesagt habe, keine Gebote fest. Schreibt keine Gesetze auf so wie die Schriftgelehrten." Findest Du den Satz sinnvoll für die große Masse? Könnten wir Autofahren ohne Ampeln, leben ohne Gebote? An die Konfirmanden heute: "wir sind auf gute Gebote verpflichtet". Der Mensch kann insgesamt nicht mit der Freiheit umgehen, weil er sie für sich selbst nutzt. Noch mehr solche Sätze vielleicht, und dann kann man nachvollziehen, warum das im Kanon aufgenommen wurde, was da steht. Ich liebe das Neue Testament, habe es immer noch nicht ganz gelesen und brauche nicht mehr, also keine Apokryphen. Habe einen wunderbaren Artikel von Bischöfin Maria Jepsen über die Wiederentdeckung der Süße gelesen, zur Jahrtausendwende geschrieben. Gute Frauen in der Religion haben wir auch heute. Bischöfin Käßmann gehört auch dazu.Herzliche Grüße, Elena. ( P.S. NagHammadi-Fund ist für Gnostiker!)  
Rebekka
22.04.2004
09:47 Uhr
     
Liebe Maria Baumgarten, ich kann Ihre Worte nur unterstützen, denn auch ich lese alle Texte von TG mit Freude, lerne aus ihnen und hoffe, dass uns diese Seite noch lange erhalten bleibt. Da die zur Auferstehung mutmachende Osterpredigt noch hier zu lesen ist, wollte ich passend zum Thema fragen, ob jemand mehr über das Evangelium der Maria aus den Nag Hammadi Schriften weiß? Das Evangelium wurde nicht in den biblischen Kanon aufgenommen, aus ersichtlichen Gründen, danach war MM die erkenntnisreichste Jüngerin, die die Worte Jesu verstand und sie vermitteln konnte. Sie trat als Dialogpartnerin auf, in der Rolle einer Vermittlerin zwischen den Auferstandenen und seinen übrigen Jüngern und trung als Verkünderin der Auferstehung wesentlich dazu bei, die verängstigten und zerstreuten JesuanhängerInnen zu sammeln und den Geist Jesu nach seinem Tod weiterzutragen. Einen nachösterlichen Gruß an alle Re  
Elena
22.04.2004
09:40 Uhr
     
Ja, und dann wird man mal an etwas erinnert mit einem Bild in einer Kolumne, und das finde ich schön. Als ich in der Sixtinischen Kapelle war, war ich enttäuscht. Es war alles so hoch oben, also kaufte ich mir ein Buch darüber. Das habe ich jetzt mal wieder aufgeschlagen. Der Ausdruck "staunend-skeptisch" paßt ganz genau auf die Eva in der Erschaffung des Adam. Hatte Michelangelo nicht recht mit dieser Darstellung? Ist die Welt nicht genau so, mit einerseits Staunen und andererseits Skepsis zu betrachten? ( "Zweifel sind erlaubt" ) Mit dem Adam habe ich einen anderen Eindruck. Gottes und seine Fingerspitzen berühren sich fast. Es sieht eher aus, als hätte Gott ihn gerade losgelassen, und Adam schaut Gott voller Sehnsucht an, als mag er nicht so recht. Sein Gesicht ist androgyn, er verkörpert noch die Gefühle beider Geschlechter. Gott, den man nicht darstellen soll, ist sehr schön in diesem Fresco. Er schaut auf den Adam, sein Werk, ernst, vielleicht gerührt, aufmunternd auch und voller Würde. So macht mich diese Impression aus einer Kolumne ein Buch aufschlagen, eine Anregung also. Sehr schön.  
Maria Baumgartner
21.04.2004
12:40 Uhr
E-Mail    
Lieber Pastor Traugott Giesen,
ich habe Ihnen schon einige kleine Mails geschrieben, in denen ich Ihnen für die Freude danke, die Sie mir mit Ihren Predigten und Kolumnen machen. Nun tu ich es einmal in Ihrem Gästebuch. Ich arbeite in einer Firma, die Prothesen und Rollstühle erzeugt. Das Thema Behinderung ist hier allgegenwärtig. Und nun habe ich eine Kolumne von Ihnen zu diesem Thema gelesen. Ich möchte Ihnen einmal mehr sagen, wie unendlich wichtig und heilvoll Ihre wunderbare Begabung ist, Dinge auszudrücken. Genauso empfinde ich alles, genauso wie Sie es schreiben. Was müssen Sie für ein glücklicher Mensch sein, der so viel Freude und Mut in seiner Umgebung verbreiten kann. Möge all das tausendfach zu Ihnen zurückkommen!
 
S.D.
21.04.2004
09:34 Uhr
     
Lieber Thomas! Danke für die Adressen. Ich hoffe, es bleibt kein Traum. Apropos reisen: Wenn Du nach Dänemark fährst, halt mal auf einer Tour in Schleswig und schau an 1. den wunderschönen Dom mit dem köstlichen Brüggemann-Altar, 2. den Holm, ein Fischerdorf in einer Stadt und 3. Schloß Gottorf mit Wikinger-Schiffen und vielen Bidern und Kunstschätzen, u.a. von Ernst Barlach, auf der anderen Tour vielleicht über die dänische Insel Römö nach Sylt und Sonntags ein Gottesdienst in Deutschlands schönster Landkirche, St. Severin. Außerdem noch schön: St. Martin in Morsum und St. Niels in Westerland.
1969 hatte ich's hart. ich wurde von einem netten Pastor konfirmiert, aber er war nicht der Richtige. Die Pastorin, bei der wir fast zwei Jahre Konfirmandenunterricht gehabt hatten, hatte sich drei Monate vorher in ihrer Wohnung aufgehängt. Die Konfirmation war daher sehr traurig. Ich hörte damals auf, Geige zu spielen, weil ich an dem Tag, als ich es erfuhr, unentschuldigt gefehlt hatte. Meine Geigenlehrerin sagte eine Woche später: "So was darf eine angehende Musikerin nicht erschüttern". Daraufhin gab ich die Geige auf. Solche Menschen gibt's auch. Gruß, Sophie.
 
Thomas Müller
20.04.2004
20:21 Uhr
E-Mail    
Liebe alle hier
Die Idee stammt nicht von mir, sondern aus der Region von Bern und ich finde den Gedanken gut!

> Wenn Ihr daran glaubt, dass Beten Energie ist und etwas bewirken kann, dann bitte betet, dass USAmerikanische Richter jetzt beschliessen werden, dass auch den Gefangenen von Fort Guantanamo das Recht auf einen Verteidiger und einen Prozess zugestanden wird.
Es scheint, dass gerade jetzt darüber entschieden wird.
Fort Guantanamo ist ein Dorn im Fleisch der Menschen."
 
do
20.04.2004
08:42 Uhr
     
Am Sonntag saß ich mit einer lieben Freundin auf einer Bank am Rhein, versuchte, sie in ihrem frischen Liebeskummerschmerz zu trösten - der Lebens(-abschnitts-)partner war gegangen mit ihrer besten Freundin.
Der Blick auf die Rheinbrücken, den ruhig dahin fließenden Strom und hauptsächlich die Osterpredigt halfen ihr zu neuer Hoffnung, den Weg zu verstehen über die Brücke von Verzweiflung/Zweifel zu Glaube und Liebe - auch wenn manche Brücke lang erscheint.
Die Kolumne über das Kreuz als Pluszeichen der Welt konnte ich ihr auch vorlesen und mitgeben ...
Am Montag telefonierten wir miteinander, und sie schaut traurig zwar aber auch vertrauensvoll nach vorne.
Danke! do
 
Thomas Müller
19.04.2004
16:45 Uhr
E-Mail    
Liebe alle

Nochmals "antarctica". Auch, wenn es nicht unbedingt das Thema hier ist. Die nachfolgende Adresse bringt viel auch emotionale Informationen, wie "es" dort - so ziemlich durch die Erde hindurch, unter unseren Füssen - ist!

http://www.awi-bremerhaven.de/Polar/ImageGallery/Neumayer/index.html

Nochmals mit einem herzlichen Gruss
thomas
 
Thomas Müller
19.04.2004
16:35 Uhr
E-Mail    
Liebe Sophie (gell, stimmt), S.D.
Du schreibst:

>Es muß für mich nicht sein. (Anm.: Der Landgang bei den
>Ärmsten ...) Falls ich mal eine Schiffsreise mache, dann nach
>Alaska oder in die Antarktis, zu Walen und Piguinen, oder nach
>Galapagos, in die Natur eben, weil sie heil ist.

Wenn Du sagst u.a. "die Antarktis" dann regt sich eine Erinnerung fürs Leben in mir. Weil, ich hatte 1969/70 das Glück für 3 Monate, im antarktischen "Sommer", dort gewesen zu sein. Wenn Du wirklich etwas Spezielles bezgl. Natur erleben möchtest, dann sicher dort. Auch, wenn auch die Antarktis heute alles andere als unberührt ist. Aber, wie ich meine übers Internet festellen zu können, es scheint so, dass "man" sich bemüht, die dort noch vorhandenen Wunder der Natur so gut es geht zu schützen und diesen Schutz auch zu überwachen.

Vielleicht warst Du bereits virtuell dort. Die Basis zum Suchen, z. B. mittels "Google" sind Worte, wie "Antarctica", "South Pole Station", natürlich auch Deutsch "Antarktis", o.ä.. Wenn's Dich evtl. interessiert, hier eine der vielen Adressen dorthin.

http://www.antarcticconnection.com/antarctic/weather/index.shtml

Mit herzlichem Gruss und viel Vergnügen und Freude auf Euren Antarktisreisen - wenn Sie vielleicht für die Meisten hier auch nur virtuell bleiben werden.

thomas


 
S.D.
19.04.2004
09:06 Uhr
     
Ich bin vor allem froh, daß Ostersonntag, 11.4., nichts passiert ist. In der Kirche dachte ich an eine meiner Lieblingskirchen, zu der ich irgendwann einmal wandern werde als Pilger, von den Pyrenäen aus oder sogar von Frankreich aus, Santiago de Compostela. Früher dachte ich, Krieg macht Halt vor Heiligtümern, doch seit dem Anschlag in Nedschef denke ich das nicht mehr. Aber ich bin nicht so verzagt, weil ich viel über Iran lese. Dort ändert sich einiges. Die Änderungen kommen von innen, wie bei jedem einzelnen Menschen auch. Wir müssen diese Länder in Ruhe lassen. Sie haben genug von westlichem Imperialismus. So war das Osterfest friedlich ohne Anschläge, außer im Irak, wo das jetzt Alltag ist, und das war für mich das Wichtigste. Für den Papst wohl auch.
Das Reisen übrigens mit einem großen Schiff (in der Kolumne angedeutet) und dann einen behüteten Landgang in eine Armutszone, das kann ich mir für mich nicht vorstellen. Das ist gerade das, wo es aufeinder prallt, arm und reich. Sie sehen uns, das Schiff und was wir haben. Es muß für mich nicht sein. Falls ich mal eine Schiffsreise mache, dann nach Alaska oder in die Antarktis, zu Walen und Piguinen, oder nach Galapagos, in die Natur eben, weil sie heil ist.
 
Thomas Müller
18.04.2004
19:48 Uhr
E-Mail    
Für mich stimmt es, was Ignazio Silone da meint. Ich wünsche Euch eine gute Woche!

Man sollte die Welt so nehmen, wie sie ist,
aber nicht so lassen...

von Ignazio Silone, eig. Secondo Tranquilli
ital. Romanautor u. politischer Schriftsteller, 1900-1978


 
Rebekka
16.04.2004
23:35 Uhr
     
Aus aktuellem Anlass kann ich den Frust durch Resonanzlosigkeit verstehen, aber lieber Traugott G. nicht so ungeduldig, Ostern ist doch auch eine Reisezeit und nicht jeder hat seienen Computer dabei. Vielleicht waren alle auf Sylt und haben Ihre Predigt live erlebt und Sie als Krönung in Aktion. Ihre intensiven feurigen Worte über das Ostergeschehen fallen auf tiefen Grund und breiten dort ihr Wirkzeug in den nächsten Tagen aus, umspannen das ganze Sein und manchmal werde ich mitgenommen in eigene beseelte und leuchtende Räume und dann wieder in die grauen Schattenecken des Daseins. Immer ist für mich die Predigt auch Messlatte und Reflexionspunkt der eigenen Gestalt und manchmal gelingt das Schreiten über die Brücke vom Zweifel zum Vertrauen, dann können sich liebevollere Seiten entfalten und ein sehen mit dem Herzen scheint dann mehr möglich. Der Satz "Seht diesen Menschen, dann wisst ihr, wer ihr seid" wird so für mich wahr. Re  
Thomas Müller
14.04.2004
13:23 Uhr
E-Mail    
Liebe alle hier
Nicht nur an Ostern, auch an Weihnachten - überhaupt das ganze Jahr über wäre es hilfreich und schön, wenn die Herzen mehr überlaufen würden!
Mit herzlichen Grüssen
thomas


Geschichte der weißen Tücher.

Ein Erwachsener, zwanzig Jahre alt, hatte auf unglaubliche Weise seine Eltern beschmutzt. Es wog so schwer, dass die Familie nicht darüber hinwegkam. Der Vater sagte: 'Jean, mach dass du wegkommst! Und komm hier niemals mehr zurück!'

Jean ging fort, todunglücklich.

Einige Wochen später dachte Jean: 'Ein Schuft bin ich gewesen. Ich gehe zu meinem Vater und bitte um Vergebung. Ja, ich sage ihm, dass es mir leid tut.' Aber er hatte Angst vor einem erneuten Rauswurf und so schrieb er seinem Vater einen Brief: 'Papa, ich bin ein Schurke gewesen, jedoch frage ich dich, kannst du mir verzeihen? Ich schreibe keinen Absender auf den Umschlag, nein, aber wenn du mir verzeihst, hänge bitte an den letzten Apfelbaum der Baumreihe, die zum Haus führt, ein weißes Tuch. Dadurch weiß ich, dass ich wieder nach Hause kommen darf.'

Wenig später telefonierte er mit Marc, seinem Freund und Bruder und sagte: 'Marc, ich bitte dich, begleite mich. Ich fahre den Wagen bis 500 Meter vom Haus. Dann übergebe ich dir das Steuer, damit ich die Augen schließen kann, während du langsam die Baumreihe entlang fährst. Wenn du dann anhältst und ein weißes Band im letzten Apfelbaum siehst, werde ich aussteigen und ins Haus rennen. Wenn kein weißes Band am Apfelbaum hängt, lasse ich die Augen geschlossen und du fährst wieder weg. Dann werde ich nie mehr nach Hause kommen.'

Gesagt, getan. 500 Meter vor dem Haus übergibt Jean das Steuer an Marc und schließt seine Augen. Marc fährt langsam durch die Baumreihe und hält am letzten Apfelbaum an. Jean, seine Augen immer noch geschlossen, fragt: 'Marc, ich bitte dich, hat Vater an den letzten Apfelbaum vor dem Haus das weiße Tuch gehängt?'

Marc antwortete: 'Nein, es hängt nicht ein weißes Tuch an dem Apfelbaum vor dem Haus ... es hängen Hunderte Tücher an allen Apfelbäumen die zum Haus führen.' ... "

 
S.D.
12.04.2004
12:55 Uhr
     
Nur aus dem Kopf zur Predigt, weil der Drucker ausgefallen ist. Es ist eine wunderbare Predigt voller Zuversicht. Auferstehung ist ja auch Zuversicht, "Neugier auf Ende offen", wie es da steht, Vertrauen in das Weiterfließen. Nicht nur, was das Sterben betrifft, nein, auch und vor allem im Leben ist Vertrauen in den guten Gang der Dinge, ich in Gottes Hand so wichtig, Ende offen in Beziehungen absolut rettend, weil Erwartungshaltung an Gegenüber alles erdrückt. Und wichtig: "Sie sahen", die Frauen, die Jünger. Wenn wir Jesus sehen, dann mit dem Herzen. Das Leben erscheint lichter mit ihm "bei uns alle Tage". Und "Jesus hat Gott ans Leid gekettet": Das habe ich für mich schon begriffen, ich weiß, daß es aus Leid Rettung gibt. Aber anderer Menschen Leid, wie kürzlich in Madrid kann ich nicht so leicht mit Gott verketten. Das will Allah nicht, da bin ich sicher, das ist eine Verdrehung von Religion, da wird Gott vergewaltigt, und das verlangt auch nicht der Koran. Da sehe ich Gott ohnmächtig daneben stehen und selbst weinen.
Dank für die erfüllende Predigt und auch für das wunderbare Wort für den Tag.
 
corinna
12.04.2004
10:15 Uhr
     
Die Brücke vom Zweifel zum Vertrauen ist ein tolles Bild.ich glaube das ist eine Lebensaufgabe, nicht alles kontrollieren zu wollen, sondern zu vertrauen. Die Brücke bilden für mich Freunde, aber auch Tiere. Sie vertrauen viel mehr als wir Menschen und sie sind so ehrlich. Ich beneide sie manchmal darum, dass sie nicht so viele komplizierte und anstrengende Gedanken haben wie ich. Ich glaube, dass die Natur,die Blumen, diese Vertrauensbrücke schmücken und die Tiere begleiten uns beim Zweifeln herüber zu gehen, und die Menschen sind der Grund, dass man überhaupt über die Brücke gehen möchte: am anderen Ende wartet hoffentlich das Vertrauen auf uns.
Durch die Predigt ist mir noch mal bewusst geworden, dass wir ein Teil der Natur sind und ich möchte mich nicht über sie erheben. Wir können -oft ungewollt- so viel zerstören. Wie viele tote Tiere lagen über Ostern am Strassenrand auf sylt. Das tut mir sehr leid.
Viele Grüße, corinna
 
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