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Kathrin
02.03.2011
11:47 Uhr
     
Frühlingsanfang und der narzisstische Blender hat endlich die Bühne verlassen, verspätet und in bekannt peinlicher Form. Ich gebe zu, ich mochte ihn noch nie und seine Beliebtheit ist für mich ein Mysterium. Durch Leistung ist mir der Ex-Doktor jedenfalls auch nicht aufgefallen. Und mir wird übel bei dem Argument, man könnte differenzieren zwischen dem Betrüger in der Wissenschaft und dem ach so tollen Jobmacher in der Politik.
Ich wünsche mir weniger Dreistigkeit und eine Regierung, in der der, der einen Titel trägt, ihn zu Recht trägt.
KTzG wünsche ich ein Insichgehen und gute wirkliche Freunde.
 
Flogni
02.03.2011
11:12 Uhr
     
Na prima ! Nun wird eifrig an einer Variante der "Dolchstoßlegende" gebastelt. Dabei ist der Ex-Doktor und zurückgetretene Bundesverteidigungsminister doch nur über sein eigenes missglücktes
Krisenmanagement gestolpert. Seine eigenen hohen moralischen Ansprüche hat er aufs Jämmer-
lichste verraten. Wenn in einer Doktorarbeit über die Hälfte ohne Quellenangabe plagiiert wurde,
kann man doch einem Menschen mit klarem Verstand nicht weismachen wollen, das sei irrtümlich geschehen. Dahinter steckt Absicht, Methode.
Für mich bestürzend sind die zahlreichen Entlastungsversuche, die in unzähligen Leserbriefen zum Ausdruck kommen: "Das macht doch jeder(!!!)" - " .... der werfe den ersten Stein." "Angriff der Linken" und dergleichen Unsäglichkeiten mehr. Ich habe hier im oberfränkischen Hof - unweit vom Stammsitz der zu Guttenbergs - in unserer"Frankenpost" seitenweise solche Leserbeiträge
gelesen - geprägt von bedingungsloser Treue, Liebe(!),Verehrung, Glorifizierung.
Es ist immer schmerzlich zugeben, einsehen zu müssen, dass das idealisierte Bild, das man von einem Menschen besaß - letzten Endes unrealistisch gewesen ist
 
Sophie
02.03.2011
09:36 Uhr
     
Freiherr zu Guttenberg hat Facebook-Unterstützer, deren Zahl fünf- bis sechsmal so hoch ist wie die der AkademikerInnen und ihrer DoktorandInnen, die schließlich seinen Rücktritt herbeiführten. Zu Jenen gehöre ich auch. Und ich habe auch neben Familie und Kleinkind nachts promoviert. Das ist nicht einfach. Er war ein hervorragender Wirtschaftsminister und ein guter Verteidigungsminister. Die Zustände auf der Gorch Fock kommen nicht von heute auf morgen. Er dürfte sie geerbt haben. Ich bin traurig, dass er zurückgetreten ist und hoffe, er behält doch sein Bundestagsmandat.
Und was hat eigentlich eine Dissertation mit der Politik zu tun? An Unis, die jetzt so heilig tun, ist auch nicht alles so sauber.
Das war eine perfide linke Tour, einen Politiker auszuschalten und die CDU/CSU zu schwächen, rechtzeitig vor der Wahl in BW. Der Zeitpunkt spielt bei solchen Dingen eine Rolle. Gregor Gysis Dissertation ist auf ihre Art auch nichts Besseres.
 
Luise
02.03.2011
00:18 Uhr
     
....aber als Minister war er gut und bei den Soldaten äußerst beliebt. Denken wir eigentlich auch einmal an unsere Soldaten die am Hindukusch den Kopf hinhalten, wenn wir diesen medialen Zirkus hier veranstalten?
Stimmen die Verhältnisse eigentlich noch??? Die medialen Schlachtfeste die wir uns mit jedem leisten, der im Leben mit Verfehlung leben muß, ist mehr als bedenklich. Das eine geschummelte Doktorarbeit nicht akzeptabel ist, ist klar und die Aberkennung des Doktortitels peinlich genug. Mit wie wenig Souveränität
in Deutschland Probleme besprochen und gelöst werden, finde ich beschämend. Haben diese Hetzjagden
irgend einen moralischen, ethischen oder sonst einen Wert. Aber vielleicht ist das Ende seiner Karriere ja "Glück" für seine Kinder und seine Frau, die nun wieder einen Familienvater haben.
 
tg
01.03.2011
17:53 Uhr
     
Herr zu Guttenberg trat zurück. Spät, aber immerhin. Und gegen seine politischen Freunde, die es mit ihm aussitzen wolten. Ja, jedem eine zweite Chance- aber niemals wäre er mit so einer dubiosen Dr-Arbeit Minister geworden, darum war er auch nach der Offenlegung nicht haltbar. Eine der vielen Anmaßungen, eben nochmal: Die Medien beschuldigen, daß sie den Tod der Soldaten überdeckt hätten mit Guttenbergschlagzeilen. Dabei trat die Trauer in den Hintergrund, weil er uns mit sich so lange beschäftigte. -Zu schnel,l zu hochgeschossen, vom Beifall besoffen. Nach dem tiefen Fall jetzt ihm Ruhe und Lehrzeit! Dann kann man sehen.
Eine Genugtuung: Wenn "Bild" für einen streitet, ist das noch kein Sieg.
 
Kathrin
01.03.2011
17:15 Uhr
     
Ich freue mich richtig, ingrid, und lächle jetzt fröhlich und *glücklich* den Bildschirm an, bald flügeln ja auch die Falter wieder.

kathrin
 
ing
01.03.2011
16:57 Uhr
     
Hier bei uns am Anderen Meer ist eisige Zeit. Dadurch war bei heftigem NordOstwind und enormen Minusgraden BrandungsEisland entstanden: Am Ende der kilometerlangen Hafenmole thront das Leuchtfeuer. Es wurde, in einen König mit Robe mit verwehten Fransen im Märchenland, verwandelt. Und die Stufen dorthin... und das Himmelszelt...und die berührende Stille... Ein Schöpfungswerk !
Und dann stehst Du da und fühlst..." noch nie noch nie durft' ich Dies sehen...", ist für mich auch immer wieder das Glück, und Du fühlst, es ist zum 'Halleluja' singen. Es dann zu tun. Weit draußen im Meer.
Dann gehst Du anders den weiten eisglatten Weg zurück. Wieder Schritt für Schritt... aber mehr im Gleichgewicht.
Danke für Euere lieben Gedanken zumir hin. *ingrid*
 
indrasun
01.03.2011
13:04 Uhr
     
Liebe Kathrin,
wie reich Sie sind, dass Sie diese Sorglosigkeit kennen dürfen. Die Trauer über den Verlust kann ich gut verstehen. Ich kenne diese Freiheit nicht, habe sie nie leben können, bin aber voller Zuversicht, dass ich noch glücklicher werde. Ich erkenne auf jeden Fall eine Aufwärtsbewegung ( : . Es wird heller !!
Indrasun
 
Kathrin
01.03.2011
12:40 Uhr
     
Nach dem Tod erst meiner Mutter und dann meines Vaters verbinde ich eine Form von Glück auch viel mit Kindheit, als alle noch lebten, auch Großeltern, Onkel und Tanten, alle... und die Zukunft noch scheinbar unendlich vor einem lag...
Wie in dem stillen Lied "Viertel vor sieben" von Reinhard Mey, das mit den Zeilen endet:
"wo ist meine Sorglosigkeit geblieben, was machte Erkenntnis daraus?
manchmal wünscht ich, es wär noch mal viertel vor sieben
und ich wünschte, ich käme nach Haus..."

Sehr wehmütig stimmt in dem Zusammenhang auch die kleine Erzählung "Die Küchenuhr" von Wolfgang Borchert.

Kathrin
 
SB
28.02.2011
20:07 Uhr
     
Liebe Do,
vielen Dank für Ihren guten Beitrag zum Thema "Glück", gern habe ich ihn gelesen und finde, da ist viel Wahres
dran.
Die Fähigkeit zum Glücklichsein hängt sicher von vielen äußeren Umständen ab, aber das Wesentliche ist meiner
Meinung nach unsere eigene Einstellung zum Leben. Zufrieden mit sich selbst zu sein, ist glaube ich schon der
erste Schritt dazu.

"Glück ist Liebe nichts anderes. Wer lieben kann ist glücklich." Hermann Hesse

Auch ich vermisse Ingrid und hoffe, dass es ihr gut geht.
 
indrasun
28.02.2011
16:21 Uhr
     
Lieber Heward,
ich verstehe nicht, was Sie schreiben. Ich dachte, dass Sophie angenommen hat, was an ihren Beiträgen kritisiert wurde. Ich verstehe das , was Sie geschrieben haben so: "Wann gehen Sie endlich aus dem Forum ?" Ich finde nicht, dass das jemandem von uns zusteht.
Außerdem fände ich es inzwischen schade, wenn Sophie nicht mehr da wäre. Schade finde ich auch, dass die Anderen nicht da sind. Aber die sind schon groß. Ingrid, Menke, Delta seid Ihr noch da ? ( :
Indrasun
 
Flogni
28.02.2011
10:28 Uhr
     
Glück .....

Mir fällt dazu unter anderem ein: Glück haben und glücklich sein.
Hier eine gewisse Beständigkeit, dort die zufällige Flüchtigkeit
Glücklichsein heißt Fülle erleben und nicht Leere, die gefüllt werden muss.(Erich Fromm) SOWIE
"Glück macht an Höhe wett, was ihm an Länge fehlt!"
 
Winfried Schley
28.02.2011
07:13 Uhr
E-Mail Homepage  
Wer glücklich ist, will Glück teilen.
So schickte mir ein junger Mann ein Foto vom Bauch seiner schwangeren Frau und einen Begleitbrief dazu, gedacht für alle Frauen, die ein Baby unter ihrem Herzen tragen, damit ich es veröffentliche, weil er weiß, dass ich mich für das ungeborene Leben leidenschaftlich einsetze.
Wer neugierig ist auf seinen (längeren!) Brief, der klicke auf Vater werden, welches Glück!

@Idrasun: Danke für den Tipp www.sinn-stiftung.de, sehr überlegenswert!
 
Herward
27.02.2011
22:22 Uhr
     
Liebe Sophie, diese Seite ist eine liberale Seite, so wie von tg und uns gewollt, und so soll es sein. Aber auch Liberalität hat ihre Grenzen. Sie haben schon zweimal in den letzten Tagen versprochen, sich (vorerst) nicht mehr zu Wort zu melden. Ich will Ihnen wirklich nicht das Wort verbieten, doch statt sich zurückzunehmen, reißen Sie auch das schöne Thema "GLÜCK" schon wieder an sich, um sich über Ihren Umgang mit Schülern etc. ausschweifend zu äußern, was Sie schon mehrfach getan haben.
Warum halten Sie sich nicht an Ihr Versprechen und geben eine Zeit lang Ruh, damit auch Andere den Mut finden, sich zu melden, um neue, interessante Beiträge beizusteuern. Dies ist wirklich nur der gut gemeinte Rat eines langjährigen "Mitlesers".
 
Sophie
27.02.2011
15:58 Uhr
     
Liebe Do, finde ich schön, was Sie schreiben. Ganz ohne Angst ist für mich nicht zu haben, aber Angst kann auch positive Seiten haben. Spiegel-Titelgeschichte "Macht der Angst" vom 11.10.10 war interessant. Gelassenheit dagegen wird mir jedes Jahr zugänglicher. Wichtig finde ich auch 'Frei von Bessenheit', sehr schön bebildert in Markus 5.
Liebe Indrasun, Sie sehen das richtig. Ich liebe Schüler und verzweifle eher daran, wenn ich sie besser machen will und das an ihrem Gedächtnis scheitert. Und ich habe ein traditionell gutes Verhältnis zu Lehrern, von denen ich die meisten für gut halte. Ich mache die Eltern verantwortlich. Gute Eltern und schlechte Eltern unterscheiden sich in einem ganz wesentlichen Punkt: Gute Eltern setzen Grenzen. Ihre Kinder haben auch Konsolen und Computer, aber nicht so früh, und die Geräte werden angeschafft, weil man wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen nicht ausweichen kann. Sie werden aber später gekauft und nicht als Babysitter bzw. als Ersatz für Anwesenheit und Mühe und vor allem Kommunikation verwendet. Hochachtung für Ihre Arbeit! Christian Pfeiffer ist in diesem Bereich auch ganz interessant.
 
indrasun
27.02.2011
08:37 Uhr
     
Lieber do,
das finde ich wunderbar, was Sie geschrieben haben. Das passt sehr gut für mich und ist gut, sich bewusst zu machen. Die Abwesenheit von Angst ist für mich essentiel. Schön, zu lesen. Vertrauen ist eine so große Aufgabe für mich. Ich muss sie oft in Einsamkeit bewältigen, weil viele Menschen versuchen, Vertrauen weitersagen zu wollen. Das klappt "nur" als Mutmacher.
indrasun
 
jakobus
26.02.2011
22:16 Uhr
     
Wirklich Glück oder doch eher "...über dir Flügel gebreitet" (J. Neander) oder "...vergiß nicht, was er dir Gutes getan hat" (Ps. 103) ?  
do
26.02.2011
18:55 Uhr
     
Glück ...

"Was ist das, Glück?
Die Abwesenheit von Angst. Die Anwesenheit von Gelassenheit, Gesundheit, Selbstliebe und Liebe. Glück ist, sich nicht zu überschätzen, sondern sich mit sich selber so bekannt zu machen, dass man beginnt, seine Möglichkeiten zu erkennen und behutsam zu nutzen. Man kann nicht ständig als Nichtschwimmer Matrose werden und dann noch dafür sorgen, dass das Schiff nicht untergeht. Man wird als Entwurf eines Menschen geboren und muss schauen, dass man daraus einen wirklichen Menschen macht." (André Heller in einem Interview, erschienen in der Süddeutschen Zeitung 12./13. Februar 2011) ...

Mir haben diese Gedanken gut gefallen, und so wünsche ich uns allen
Viel Freude am behutsamen Menschen-Weiter-Bauen ...

do
 
Indrasun
26.02.2011
17:05 Uhr
     
Lieber Flogni,
ich glaube, dass Sie als Lehrer viel bewirkt haben, wenn Sie so erfüllt aus Ihrem Lehrerdasein austreten durften und immer noch positive, dankbare Rückmeldungen bekommen.
Wir belegen aber als Deutsche nachgewisen die meisten Betten in psychiatrischen und psychosomatischen Kliniken. Und fragen Sie mal, welches Klientel da drin liegt ? ( :
Auch ich arbeite seit 1985 mit Kindern und Jugendlichen und ich sehe, dass Kinder inzwischen von klein auf per Computer, Fernsehen oder Konsole "gefüttert" werden. Das Potential unserer Schüler wird in vielen Fällen in der digitalen Welt verdaddelt. Ich gehe sehr mit dem Neurobilologen, Hirnforscher und Jungenspezialisten Gerald Hüther, der genau aus diesem Grund die "www.Sinn-Stiftung" ins Leben gerufen hat. Ein Lichtblick !
Übrigens habe ich keine Kritik an Lehrern und Schülern gelesen.
Indrasun
 
tg
26.02.2011
16:03 Uhr
     
Wenn wir nur bedächten, wie oft wir schon Glück gehabt haben,ohne es zu verdienen, dürften wir uns eigentlich nicht mehr beklagen (J Renard)-gerade gefunden; Atme auf, lieber Mitmensch.  
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