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Sophie D.
20.03.2003
12:48 Uhr
     
Der Gedanke aus der Bibel: "Man kann nicht Diener zweier Herren sein...". Deswegen habe ich Bush seinen Glauben nie abgekauft. Er trägt ihn wie als Aufschrift auf dem T-Shirt, aber verhält sich nicht danach. Ich heule nicht. Ich bin traurig und versuche, Kraft zu sammeln, bereite mich schon innerlich darauf vor, für die Armen in den Flüchtlingslagern zu spenden, bete weiter, daß es nicht zu schlimm wird, daß die Kollateralschäden klein bleiben, daß die Folgen nicht zu gravierend werden. Wir haben alles getan, gebetet, Kerzen, Demonstrationen, die Politiker haben z.T. Kraftakte vollbracht. Jetzt müssen wir helfen, die Schäden einzudämmen, nicht sagen, nein, wir wollten das ja nicht, sondern jetzt schon daran denken, wie man helfen kann. Liebe Grüße an alle, S.  
Andrea
20.03.2003
10:59 Uhr
     
........genau das tat ich heute morgen, als ich die Kriegsnachricht im Radio vernahm.......heulen.........es hilft wirklich nur noch beten. Wenn wir schon im Großen nichts tun können, so können wir es doch im Kleinen. Unseren ganz persönlichen Frieden machen mit uns, Gott, den Menschen die wir lieben, Freunden und allen anderen Mitmenschen, mit denen wir kurz oder länger zu tun haben. Vielleicht zieht es ja Kreise.........
Einen lieben (Friedens-)Gruß an Euch alle
Andrea
 
Traugott Giesen
20.03.2003
08:55 Uhr
     

Zeit zu heulen

Vor dem Gebäude der Völkergemeinschaft steht ein überdimensionaler Revolver mit verknotetem Lauf- ein Versprechen, nie mehr einen Krieg zu beginnen. Die Völkergemeinschaft hat gelernt, dass alle Kriege anfangen mit guten Gründen; Doch keiner ist so gut, dass er nicht durch das schlechte Mittel des Krieges ins Gegenteil verkehrt wird. Und jetzt machen die Verbündeten um Bush Krieg, wohl aus Angst, nur so kämen sie dem Gegner zuvor. Dies ausdrücklich noch im Namen Gottes- davon könnte Er wirklich einen Hass auf uns Menschen kriegen, wenn er nicht Er wäre. Aber Er leidet mit in den Zerrissenen und Zerschossenen, in den hilflosen Müttern und gefangenen Vätern, auch in den hilflosen Politikern, leidet mit, weint und schreit mit: Krieg soll nicht sein. Weil aber Gott mitleidet, wird durch wie viel Leiden hindurch Friede; Es soll nicht dunkel bleiben über denen in Angst.
Oh Mensch, bewein dein Sünden groß, was tun wir einander an. Es ist zum Heulen und Beten.
 
Thomas Haering
20.03.2003
01:32 Uhr
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NO WAR

...trotz dieser Erkenntnis werde ich die Stellung als Mensch halten , werde mich den gegebenen Umständen entsprechend verhalten ,
werde mich den mir als Mensch auferlegten Bedingungen unter schwerster psychischer Skepsis fügen...

Gottmadingen

Thomas Haering

www.globalpeace2000.de
 
Traugott Giesen
19.03.2003
20:05 Uhr
     
Ein lieber Mensch schrieb mir: Während Du an Deiner Predigt warst, war ich im Kloster Nütschau (Bei Bad Segeberg) - auch eine Predigt. So beruhigend für mich ist, dass dort noch alles ist wie
immer: Der ansteigende Weg, vorbei an den alten Obstbäumen
mit den Schafen, bis zum Kreuz mit Jesus, dann die Dreierkreuzung unten am Feuchtgebiet mit dem Schrein Maria und Kind (habe ein Weidenkätzchen zu den anderen Gaben gelegt) und der Weg entlang an dem Feuchtgebiet mit einer geschützten Futter-Krippe, bis zu den sieben Eichen im Rund.
Hier geht es rechts zur Trave und links gehe ich immer an einer alten Dornenhecke hügelan entlang. Hinter der Dornenhecke weitet sich eine verwilderte Weidelandschaft mit weidenden Urrindern. Dann kommt der Wald, mein Teich mit meinem Baum, den ich gern umarme. Dann geht es weiter durch den Wald an
Wasserinseln vorbei, auf der anderen Seite
hochoben die alte Schmiede mit den drei Eichen, an denen die alten
Eisenringe noch von ihrer Bestimmung zeugen.
Diese Landschaft ist geschichtsträchtig und ein Kraftplatz.
Eine natürliche Schanze umläuft hufeisenförmig das Kloster Nütschau und reicht bis weit an die Ostsee bis Rügen(?).
Die Wenden wurden auf ihrem Weg nach Westen hier an dieser Schanze zurückgedrängt. Aus dem Wald tretend, sehe ich auch
wieder die festgetretene Fußspur, die quer über das frisch
gepflügte Feld führt. Dieser Weg über das Feld, nur zwei Füße breit, lässt erkennen, dass nicht nur Mönchsfüße (auch geist- volle Gedanken) diesen täglich festigen. Wieder am Kreuz, endet der meditative kraftvolle Erinnerungsgang und ich habe Kraft und Freude wieder weiterzugehen. Auch Dir wünsche ich Kraft zum Gelingen.
 
Gaby Heinrich
19.03.2003
11:09 Uhr
E-Mail    
Ihr Lieben!
Tausend Dank für Eure Anmerkungen!!! Ihr macht mir wirklich Mut!
Ich werde mir die Zeit nehmen und tiefer in das Thema einsteigen. Es sind gute Ansätze da, über die es sich lohnt nachzudenken!
Vielen lieben Dank und allen einen schönen sonnigen Tag.
Gaby
 
Andrea
19.03.2003
07:26 Uhr
     
Liebe Gaby,

ist es Dir möglich, Dich neben Deine Angst zu stellen und sie Dir einfach einmal "von aussen" zu betrachten?
Wenn ich mich mit einem eigenen Problem beschäftige, stelle ich mir manchmal vor, ein anderer/e hätte dieses Problem und ich müsste ihm/ihr raten.
Versuche es doch einmal. Es wirft manchmal ganz erstaunliche Aspekte auf.
Aber vielleicht solltest Du auch einfach etwas weniger kritisch mit Dir und Deiner Angst umgehen.
Ist es denn das Schlechteste, sich völlig und ganz und gar in eine Partnerschaft einzubringen?(Solange es keine Hörigkeit ist)
Ich denke, es ist sogar etwas Wunderbares, wenn man/Frau :-) das kann!
Auch wenn Du schlechte Erfahrungen gemacht hast, dann doch nur, um daraus lernen zu dürfen.
Es ist wie mit allem im Leben, dass man lernen muss.
Würde man einem Kind sagen wenn es laufen lernt, dass es nicht mehr weiterüben soll, wenn es einmal hingefallen ist?
Nimm Deine Angst in Liebe an.
In gesunder Weise schützt uns ja unsere Angst.
Versuche doch einfach einmal, Deine Ängste wirklich zu Ende zu denken.
Schreibe es einfach spontan auf.
Was könnte im schlimmsten Fall passieren? Unter Vorraussetzung welcher Umstände? Und realistischen Aspekten?
-Natürlich kannst Du wieder enttäuscht werden.
-Natürlich wird Dein Leben nicht immer geradeaus gehen.
-Natürlich wirst Du in Deinem Leben noch öfter Angst haben.
Aber genauso natürlich und absolut möglich und wahrscheinlich ist,
dass Du
- durch Deinen absoluten Einsatz einen Menschen findest, der Deiner würdig ist,

- Du noch viele glückliche Stunden in Deinem Leben haben wirst,

- jeden Tag von Gott die Chance für einen Neuanfang erhältst,

- und Du Deine negativ-Erfahrungen nutzen kannst, um zu reifen.

In der Auslegung zu meiner täglichen Bibellese ging es kürzlich um den Dank.
Den Dank für alles Schöne, was uns wiederfährt und den Dank auch für Schmerz, der - richtig genutzt - uns schlußendlich reifen lässt.
Lege des Nachts wenn Du schlafen gehst all Deine Ängste in Gottes Hand. Und frage ihn einfach danach, was Du mit Deiner Angst tun sollst.
Wenn sie Dich zu sehr belastet, dann scheue Dich nicht, Dir Hilfe bei einem Fachmann zu holen.
Und mache Dir keine Vorwürfe, diese Ängste zu haben.
Es ist ja auch mehr als schwer in einer Welt wie der unseren, KEINE Ängste zu haben.
Ich las kürzlich in einem Artikel:
Suchen sie ihr inneres Kind und nehmen sie es in den Arm.
Ich finde diese Vorstellung wunderschön.
Habe Mut, liebe Gaby.
Es grüßt Dich lieb
Andrea
 
Sophie D.
18.03.2003
07:01 Uhr
     
Liebe Gaby! Vielleicht sollten Sie nicht darauf warten, daß die Angst vor der Nähe sich verliert, sondern mit der Angst in eine neue Beziehung gehen. es kann ja ein Mann Ihnen begegnen, mit dem Sie sich die Angst völlig abgewöhnen. Die Angst ist für mich auch das Gegenteil der Liebe, und Liebe hilft gegen Angst. Sophie.
Ich auch hoffe immer noch, daß es keinen Krieg gibt.
 
Traugott Giesen
17.03.2003
20:11 Uhr
     
Hier ist ein Rest , der von der PRedigt übrigblieb. Die Zitate sind kostbar.:Christus hat die gottlose Welt überwunden und den weltlosen Gott, sei getrost. Alles ist in einem guten Zusammenhang- auch das Heilungsbedürftige, auch die missbrauchte Macht- auch das Böse. Alles braucht Erlösung. Unsere individuellen Ängste sind allesamt durch verborgene Entsprechungen an die wesentliche Todesangst gebunden. Jene, die sich der Todesangst auf Grund künstlicher Gedankengänge zu entledigen trachten, irren gewaltig, weil es absolut unmöglich ist, eine organische Angst durch abstrakte Gedankenkonstruktionen zu entschärfen“ (Cioran). Darum seid getrost. Tragt ein Stück Angst. Seid getrost, Wir sind getragen, also können wir tragen. Und bedenke: Die Wirklichkeit ist immer schon „umsonst“ da. (Steiner, Grammatik der Schöpfung)
Grüße TG


 
Christian
17.03.2003
17:50 Uhr
     
hallo Gaby,
steckt das auch in Dir: Ich soll nicht, ich darf nicht, das macht man nicht, ...... ich soll und darf keine Angst oder sonst was haben?
Mir gehts mit meinen Emotionen so, bin auch in einem Lernprozess, Gefühle wie Wut und Zorn zuzulassen, lernen, ,mit ihnen umzugehen, eben mit ihnen zu leben. Aber mich nicht von ihnen beherrschen zu lassen. Schwierig, ja. Aber eben lebendig.
Ein Freund hat mir geraten, Gefühle, die da hoch kommen, einmal kommen zu lassen, anzuschauen, ohne gleich zu bewerten und zu urteilen. Villeicht hilft Dir das auich mit der Ansgt, die ja auch (nur) ein Gefühl ist. Und ganz schlimm sein kann, weiß ich selber.
Und positiv denken, versuchen, lernen. Nicht aufgeben.
Alles Gute!
Übrigens: Jesus hat auch Angst gehabt: Gründonnerstag! Gott kennt also auch die menshcliche Angst.
 
olli
17.03.2003
17:39 Uhr
E-Mail Homepage  
hi, also die seite ist nicht schlecht, an den webmaster: wissen sie zufällig eine gute seite über das jenseits (für ein referat)?  
Andrea
17.03.2003
14:49 Uhr
     
Es macht mich froh, diese Seite gefunden zu haben...
Ich sehe jeden Tag hinein.
Ein lieber Gruß an alle.
Andrea
 
Gaby Heinrich
17.03.2003
12:25 Uhr
E-Mail    
Die aktuelle Predigt sagt viel aus und gibt Mut und Hoffnung.
Aber mir fehlt ein wenig die praktische Hilfe.
Genau: Ich habe Angst vor Nähe. Ich möchte mir selbst so gerne erklären können, warum und woher sie kommt. Und sie natürlich abschaffen... Aber sie ist nun mal da. Gerade jetzt wenn der Frühling kommt und man viele Pärchen sieht, denke ich gleich "ich kann ja keine Partnerschaft eingehen, weil ich in Depressionen verfalle, wenn ich tiefer in die Beziehung einsteige". Ich lasse mich zu sehr in die Abhängigkeit an den Partner fallen, ich gebe mich praktisch selbst auf. Aber eigentlich weiß ich gar nicht, ob das passiert. Ich habe eine sehr schlechte Erfahrung hinter mir und die Zeit war sehr sehr schlimm für mich. Daher starte ich keinen Neuversuch aus Angst, tief tief zu fallen. Ich habe mir so eine dicke Mauer von Angst aufgebaut. Mir fällt gerade selbst auf, wie oft ich jetzt in diesem kurzen Text "Angst" geschrieben habe. Wie TG sagt, beherrscht sie mich, ich hab sie irgendwie nicht mehr in der Hand.
Ja, praktische Hilfe. Hat einer ähnliche Probleme? Oder kann mir was dazu schreiben?
Liebe Grüße Gaby
 
Sophie D.
17.03.2003
09:24 Uhr
     
Zur Predigt: Erstmal Dank für die vielen Bibelstellen über Bedrängnis und Not. Die schönste ist die, die die Grundlage zur Predigt bietet. "In der Welt habt ihr Angst Punkt" sagt Jesus fast matter-of-factly.So beginnt die Predigt - über Ratgeber gegen die Angst, als sei sie eine Marotte, Seminare gibt es auch reichlich. Aber, sagt Jesus und übersetzt die Predigt, ja, wir dürfen Angst haben. Ich halte Angst sogar für sehr differenziert. Einer der differenziertesten Deutschen, Thomas Mann, zeigt sehr schön die Angst in Tod in Venedig in Gustav von Aschenbach, in dem sich Züge von Mann selbst und Gustav Mahler vermischen. Angst vor dem eigenen Versagen, Angst vor der Cholera, Angst vor dem Tod, im Film von Visconti ständig ein leichter Schweißfilm auf der Stirn des Aschenbach. Wir dürfen also Angst haben, haben sogar Grund. "In der Welt habt ihr Angst. Müßt ihr ja auch Angst haben - in der scheinbar gottlosen Welt". Dann folgt der Satz "aber laßt euch nicht haben von der Angst". So nehme ich mir aus der Predigt mit: Ich darf Angst haben, aber die Angst soll mich nicht haben, weil ich von Gott gehalten bin wie in dem Boot im Sturm.  
Sophie D.
16.03.2003
15:11 Uhr
     
Ich kann nur noch nachträglich beisteuern. Jesus hat das Gottesreich empfunden. Wir nach ihm, wenn wir es, und sei es nur moment-weise, empfinden, wenn es also in uns in das Weltenreich hinunter reicht, werden wir reicher an Mut und ärmer an Spannungen, die uns das Leben erschweren. Es empfinden ist Gnade und macht ausgeglichener, lebensfroher. Die Ängste werden dabei geringer oder erträglicher.Das Reich Gottes ist auch große Ruhe, und Ruhe, jenseits der täglichen Hektik, macht friedfertiger. Ich freue mich auf die Predigt.  
Monika
16.03.2003
14:17 Uhr
     
Ich wollte mich einfach mal bedanken.........für die guten Gedanken und die Lebensmutseiten.......ich habe mich dadurch mit vielen Themen und Problemen auseinandergesetzt, die ich längst verarbeitet glaubte, die aber nur gut verschüttet waren.
Ich habe aber dadurch viele nette Menschen getroffen, mit denen ich mich austauschen konnte........und plötzlich merke ich.........die Sonne scheint wieder für mich.........und meine Seele atmet wieder......alter Müll ist weggeräumt und macht Platz für neue schöne Erfahrungen.
Und auf die Probleme der vergangenen Zeit kann ich mit Dankbarkeit zurückblicken.........weil sie mich stark gemacht haben, für das was noch kommen wird..........danke, dass es diese Seiten gibt!
 
Knut
15.03.2003
21:54 Uhr
E-Mail    
Jesus hat die Welt überwunden, und er sagt mir: "Hab guten Mut!" Er sagt nicht: "Hab keine Angst!" und er sagt auch nicht: "Komm heraus aus der Welt!" Ich lebe in der Welt, und das Angsthaben gehört wohl dazu. Aber das Aufblicken zu dem, der gerade durch die Angst hindurch (nicht über sie hinweg oder gar ohne sie) die Welt überwunden hat, macht mir Lebensmut.

Danke fürs Mitdenken-Dürfen und viel Kraft!
 
delf schmidt
15.03.2003
16:48 Uhr
E-Mail    
lieber TG
Dank für mitmachen Dürfen beim Predigt-inhalt-bestimmen.
Überwunden klingt immer so wie schon gestorben sein, erst damit und danach überwunden.
Kann das gemeint sein ?
Dank für alles - Delf Schmidt aus Hamburg
 
Traugott Giesen
15.03.2003
16:14 Uhr
     
Sitze gerade an der Predigt mit diesem Bibeltext: Christus spricht: Ich rede mit euch, damit ihr Frieden habt. In der Welt habt ihr Angst, aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden. Johannes-Evangelium 16,33. Sagt was, ich arbeite es noch ein. TG

 
Sophie D.
14.03.2003
06:58 Uhr
     
Liebe Andrea! Ich fühle mich überhaupt nicht angegriffen, keine Sorge. Ich wollte nur das hübsche Gespräch weiterführen und Ihnen eine meiner liebsten (und schwierigsten) Bibelstellen geben. Mit dem Du habe ich meine Probleme, wenn ich jemanden gar nicht kenne. Das Sie hat auch Vorteile. Sammeln Sie sich Schätze im Himmel.
Alles Liebe,S.

Lieber TG! Danke für die wohltuende Ermunterung vor einigen Tagen. S.
 
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