Gästebuch


Seiten:  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 
:: lebensmut.de ::
Autor Nachricht
Rosemarie
22.10.2006
15:28 Uhr
E-Mail    
WIESO Du auf dieser Welt bist!

Ich sah die Hunde in ihren Zwingern im Tierheim,
Abfall der menschlichen Gesellschaft,
Ich sah in Ihren Augen Liebe und Hoffnung,
Furcht und Verzweiflung, Traurigkeit und Betrug.
Und ich war böse.
\"Gott\" sagte ich, \"das ist schrecklich!
Warum tust Du nicht etwas??\"
Gott schwieg einen Augenblick und erwiderte dann leise:
\"Ich habe etwas getan, ich habe \"Dich\" geschaffen\".
-.-.-.-.-.-.-.-

Der Auftrag an uns Tierschützer.

Für alle einen guten Sonntag
von Herzen - Rosemarie
 
Traugott Giesen
22.10.2006
08:44 Uhr
     
wieder bibelenergie:
Fluch
Gott sprach: Was hast du getan? Die Stimme des Blutes deines Bruders schreit zu mir von der Erde. Verflucht seist du. Wenn du den Acker bebauen wirst, soll er dir hinfort seinen Ertrag nicht geben. Unstet und flüchtig sollst du sein auf Erden.
1.Mose 4,10-12

Das ist der Fluch der bösen Tat: Man kann sich seines Lebens nicht mehr freuen. Das Zusammenleben wird gemieden, seine Arbeit wird von den Mitmenschen nicht gewollt. Die einzige Chance ist die garstige Fremde. Wo man ihn erkennt wird man Steine nach ihm werfen. Und er muß weiter. Es gilt das Wort aus Weisheit 11,16: „Womit einer sündigt, damit wird er auch bestraft.“

Todesstrafe abgelehnt
Aber Gott sprach: Totschlagen soll ihn keiner Und der Herrgott machte ein Zeichen an Kain, dass ihn niemand erschlüge. Und Kain ging weit weg, jenseits von Eden, wo er meinte, er sei aus dem Blick des Herrn.
1.Mose 4,13-16

Die Sensation ist, daß schon ganz früh die Menschen wussten: Todesstrafe geht nicht. Das Leben , auch des Mörders, ist des Herrn. Auch Gott ist gezeichnet mit dem Kainsmal. Fürchterlich, daß sich doch immer wieder Menschen anbieten zu Henkern, um anmaßend „im Namen des Herrn“ Leben auszulöschen.
Das ist ein Vesprechen: Auch jenseits von Eden bleiben Gottes Augen über Bruder Kain. Und dem Abel ist ein unverbrüchliches Gedenken gewidmet in all den Mühen um Geschwisterlichkeit.
 
Hedwig
21.10.2006
21:04 Uhr
     
Wir sind einander zu Hütern bestellt.
Das sind gute Worte. Ich achte sie sehr. Vielen Dank!
 
zeichen
17.10.2006
18:33 Uhr
     
Liebe Kathrin, ich freu' mich sehr für euch beide. Und diesen Großen Glücksmoment.

Jeder Augenblick unter der Sonne Ist so besonders. Und es gibt noch die Stimmungen in den Abend, die ganz tief reisen. Wie gestern.
Ich wählte einen weiten Weg nach Haus'. Manchmal fühl' ich, daß wir Menschlein auf Wege geschickt werden... Es war am Deich entlang. Auf der Anhöhe des Grün. Es war Ebbe und dies bild berührte: aubergineTöne im Zueinander zu Rosa'nen. Glanz überall.
Die Schafe weideten genüßlich und Alles duftete danach. Und noch nach Frieden.
Gestern - in diesem FriedensLand wurde mir das erste Mal in meinem Leben bewußt:
Die Thronende Sonne über'm Horizont - und der Lichtweg von Dort auf dem Nass zum Land hin, Ist vom Himmel ausgesehen Ein 'Ausrufezeichen In Leuchtschrift'.
Ich machte gerne einen Kopfstand im Grün. SonnenuntergangsSchauspiel anders'rum. Höchst lustig.
Ein Zeichen in Der Sprache: "Schau' - und schenk' Dir Zeit zum Hören und Bewundern."
Links vom Ausrufezeichen zum Festland hin, klang das Schnattern der Gänse. Ganzfröhlich.
Rechts davon, erklangen in weiter Ferne die Glocken der Kirchen. FestlichSchön.
Ich lauschte dankbar und fühlte in mir Freude für die Tiere auf diesem Friedvollen Land.
Ich kenne einen Strickkünster, den ich sehr bewundere: Er spinnt die Wolle dieser Merinos, und strickt daraus wunderschönwärmende Strümpfe. Und noch mehr.
Als ich mit diesen Kostbaren Stunden daheim ankam, schlüpfte ich in Meine. Es Ist gefühl gleich diesem festlichen Geläut im Abendfrieden. Wohlig und wärmend.
Es ist wahr: die Natur erhellt unsere Seelen.
Alle dürfen Das Geschenk annehmen. Wir sind GlückskinderGroßundKlein. ER zeigt es uns - jeden Tag neu. In unserem Land.
...Und hinter'm Horizont geht's weiter...
Es Ist das Zeichen SEINERLiebe.
Wolle ist das Geschenk der Schafe für uns Menschen. Ihre Liebe, sie sagt: "Ich wärm' Dich Mensch."
DANK'
Viel Liebe wünscht euch ein GlücksKind.
 
kathrin
17.10.2006
13:42 Uhr
     
Ich möchte auch mal etwas erzählen, was mich sehr berührt hat. Wir wohnen hier nun schon einige Jahre, und immer wieder fiel mir eine, wie ich fand, sehr \'finstere\' Erscheinung auf. Eine türkische Frau mit einem Kopftuch tief ins Gesicht gezogen, die immer an mir vorbeihastete, und mir wegen ihres \'unfreundlichen\' Blicks fast Furcht einflößte. Ich dachte, was sieht sie mich immer so böse an? Ich mied richtig, ihr zu begegnen, weil ich jedesmal hinterher so unangenehme Gefühle hatte, die oft tagelang nicht richtig weichen wollten. Mir fiel auch eine ehemalige Kollegin ein, die jahrelang tief verunsichert war, weil sie mal von einer ähnlichen Begegnung \'verflucht\' worden war. So mit der Zeit erlebte ich auch meine Begegnung als eine Art Hexe, vor der ich mich irgendwie hüten wollte.
Nun vor ein paar Wochen war ich gerade in mein Auto gestiegen, das immer am Straßenrand parkt, und sah diese Frau mir auf dem Bürgersteig entgegenkommen. Ich fühlte mich wieder sehr beklommen, aber als sie direkt neben mir zu sehen war, fasste ich mir ein Herz und lächelte sie an, wohl etwas im Hinterkopf das chinesische Sprichwort:\" Ein lächelndes Gesicht schlägt man nicht...\"
Daraufhin passierte etwas, das ich nie wieder vergessen werde, so schön und so beschämend war es irgendwie.
Sie schien völlig überrascht und aus dem Häuschen, bückte sich strahlend zu mir runter ins Auto, lachte so herzlich und nickte und nickte und freute sich, als konnte sie es gar nicht fassen, dass wirklich sie gemeint war.
Ich kann all das schlecht mit Worten wiedergeben, aber wollte es trotzdem so gern erzählen.
Wie oft urteilt man viel zu schnell und so völlig daneben.
Und wie habe ich diese Frau wohl angesehen gehabt all die Zeit, als sie mir noch ein mulmiges Gefühl machte und ich mich aus unerklärlichen Gründen vor ihr fürchtete. Wie hat sie wohl mich erlebt? Vielleicht ebenso bedrohlich?
Diese Wende war ein richtiger Glücksmoment.

Viele Grüße von Kathrin
 
Traugott Giesen
17.10.2006
10:53 Uhr
     
bibelenergie weiter mit Kain und Abel und uns

Bruders Hüter
Da sprach Kain zu seinem Bruder Abel: Lass uns aufs Feld gehen! Und es begab sich, als sie auf dem Felde waren, erhob sich Kain wider seinen Bruder Abel und schlug ihn tot.
Da sprach der Herrgott zu Kain: Wo ist dein Bruder Abel? Er sprach: Ich weiß nicht; soll ich meines Bruders Hüter sein?
1.Mose 4,8.9

Abgründig, daß Menschen Ihresgleichen umbringen können. Dann sind alle Sperren überflutet von der einen Gier, diesen aus dem Weg zu räumen. Um sich seine Lebenskraft, oder seinen Besitz, seine Würde, sein Wissen anzueignen. In uns wissen wir, daß wir einander zu Hütern bestellt sind. Mord ist fast Selbstmord. Lebenslänglich wird man das Töten bei sich haben, Sein Schrei, sein Niedersinken schiebt sich in jeden künftigen Gedanken.
 
DS
15.10.2006
11:09 Uhr
     
Liebe Indra : Sie öffnen sich: allein, hier zu schreiben, heisst doch zu wissen, dass man sich nicht allein weiß; oder mit der Jahreslosung : ich lasse dich nicht fallen und verlasse dich nicht ! Gottes Worte an uns schwierige Menschen heissen doch, dass er uns hält, sonst geht fallenlassen und verlassen doch schon gar nicht ! Aber : nichts erzwingen wollen, sich auf Neues einlassen, Mut haben zu Neuem und auch mal scheitern dabei nicht als Lebensniederlage sondern Challenge zu Neuem begreifen ! Indra, und bitte hier viel nachlesen, diese Seite ist Deutschlands Lebensmut-seelenkraft-Bibelenergie-segensspeicher auf Erden ! Das bitte langsam erarbeiten. Gottes reichen Segen bei den Erkundungen- oder mit tg : bleib behütet ! Herzlich allen Mitlesern einen guten Sonntag - aber auch weiter !! Euer Delf Schmidt  
Indra
14.10.2006
20:47 Uhr
     
Lieber TG , Lieber Jacobus,
Vielen Dank für die mentale Unterstützung. Angst kämpft gegen den Willen und macht sich manchmal ziemlich breit. Mein Herz war lange Zeit sehr viel ruhiger. Mein Sohn war noch klein und ich konnte sowiso nicht raus oder war zu erschöpft. Jetzt sagt die Angst: \"Du hast gedacht, es liegt daran, dass Du nicht vor die Tür kommst, aber jetzt wirst Du vielleicht erleben, dass Du selbst nicht mehr attrativ genug bist, in Deinem Alter noch jemandem zu gefallen. Bleib lieber in Sicherheit.\"
Nochmal Danke, dass ich hier so offen mein Befinden ausdrücken konnte und auch noch verstanden wurde
Indra
 
jakobus
14.10.2006
17:31 Uhr
     
Ich hörte gestern in einer dieser oftmals belanglosen Talkshows den Satz eines -wie mir zunächst schien- "Paradiesvogels": "Ich diskutiere nicht mehr mit mir selbst." Will sagen: ich habe meinen Willen, stehe dazu, lasse mich nicht von mir und meinen Ängsten, Tages-Befindlichkeiten und Zaudereien beirren, schaue nach vorn und "ziehe das durch". Indra, möge Gott Sie Ihren Willen und Ihre unendlichen Möglichkeiten spüren lassen!
Allen eine gesegnete Woche, jakobus
 
Traugott Giesen
14.10.2006
16:41 Uhr
     
Sie fragen, wo die Männer sind? Ja, sie sind beim Fußball, oder in der Kneipe, im Sportverein oder bei der Tafel ihres Wohnortes, die freies Essen ausgibt. Auch in der Feuerwehr, in Hobbyclubs, in der Politik. Sie pflegen Bekanntschaften, Nachbarschaft, Freundschaft. Man muß sie nur finden. Muß hingehen. Und Anzeigen lesen, beantworten, aufgeben. Die Kinderbekanntschaften noch mal sichten, die Schülerlieben. Kämmen sie mal alle Befreundungen durch und die entfernte Verwandtschaft. Ist da nicht einer, den sie übersehen haben, nicht einer, den sie vorschnell verwarfen, den sie aber doch mal gern wiedersehen würden? Und haben Sie alle Chancen in ihrem Beruf genutzt? Ein weites Feld, das. Aber Sie sind offen.Sie fragen. Das lässt Chancen. Mehr sagen andere.  
Indra
13.10.2006
16:48 Uhr
     
Ihr Lieben, Lieber Lebensmut,
Was ist, wenn man keine Liebe mehr findet, niemanden mehr erkennt. Über Jahre allein ist und sich immer weniger vorstellen kann, irgendwann nochmal wieder Teil von diesem ewigen Spiel sein zu dürfen. Verzweifelt man dann ? Geht man irgendwann ? Ich bin 38 und seit 6 Jahren allein. Aber ich habe einen Sohn. Den kann ich nicht alleine lassen. Ich wünsche mir so sehr einen Partner, aber durch die lange Zeit ohne Beziehung fühle ich mich, als hätte ich nicht mehr das, in das man sich verlieben könnte. Ich traue mich manchmal nicht mehr unter Menschen, weil sie mich vielleicht als Faules Ei wahrnehmen.Als wäre etwas mit mir nicht richtig. Meine Freunde und ich selbst haben immer gesagt, ich werde bald jemanden treffen oder finden. Doch das geht jetzt schon so lange, dass mein Herz es nicht mehr glauben kann.
Dabei bin ich sonst gar nicht am jammern. Ich fühle mich reich beschenkt durch meinen wunderbaren Sohn, durch meine erfüllende Arbeit, durch die seelenerhellende Natur um mich herum und und und. Was mir fehlt ist jemand, mit dem ich das alles oder einen Teil davon teilen kann. Die einen sagen, ich muss nur offen sein. Die anderen sagen, ich muß auf die Suche gehen. Wie macht man das ?
Dein Reich komme, Dein Wille geschehe ? Fühle mich so schwach, das Leben auszuhalten... nicht immer und es wird auch wieder... hoffe ich
 
Traugott Giesen
11.10.2006
14:25 Uhr
     
Grimm
Da sprach der HERR zu Kain: Warum ergrimmst du? Und warum senkst du deinen Blick?
Es ist doch so: Wenn du fromm, also ohne Arg bist, kannst du frei den Blick erheben. Bist du aber nicht fromm, so lauert die Sünde vor der Tür, und nach dir hat sie Verlangen; du aber herrsche über sie.
1. Mose 4,6.7

Kain ist nicht automatisch seiner Aggression ausgeliefert. Im Gewissen hört er sich infrage gestellt. Warum denn der Hass? Ist in dir ein Verlangen zu zerstören? Willst du gewinnen durch Kleinmachen und Vernichten? Monströs kann Sünde Macht über uns gewinnen. Aber du Mensch beherrsch deine Lust am Bösen, benutz auch kein Böses für Gutes- so lockt Gott und würdigt uns eines ziemlich freien Willens.
 
land
10.10.2006
12:37 Uhr
     
Ich erwachte froh und konnte mich wiedermal nicht an meinen Traum heut' nacht erinnern. Es Ist gefühl, als spielte er in einem FreundesLand. Später Sind mir Diese GeDANKen begegnet:

Ein Mann hatte zwei Söhne, und als er starb, bekamen beide die Hälfte seines Landes. Der eine Sohn war reich, aber er hatte keine Kinder, der andere hatte sieben Söhne und war arm.
In dieser Nacht konnte der reiche Sohn nicht schlafen. Mein Vater hat sich geirrt, dachte er, denn ich bin reich, aber mein Bruder ist arm und hat kein Land für so viele Söhne. Und er stand auf und machte sich auf den Weg, um noch vor dem Morgengrauen die Grenzpfähle zu versetzen.
Auch der arme Sohn lag in dieser Nacht wach. Mein Vater hat sich geirrt, dachte er, denn ich habe sieben Söhne, aber mein Bruder ist einsam - und er stand auf und machte sich auf den Weg, um noch vor Morgengrauen die Grenzpfähle zu versetzen.
Als der Tag anbrach, begegneten sie einander.
Ich sage euch, an dieser Stelle wird die Stadt des Friedens entstehen.

von Huub Oosterhuis


"Jah Lieber Gott, begleite Und schütze alle BrüderUndSchwestern - AlleHerzen dieser Welt."
Und Grüße aus dem FreundesLand von Ingrid
 
Karina
08.10.2006
10:36 Uhr
     
Der Wunsch, die eigene Identität zu finden um wahrhaftig leidenschaftlich lieben zu können und im eigenen Tun hingebungsvoll und begeisterungsfähig zu sein, treibt voran. Vielleicht macht auch dies die Unterschiedlichkeit der Brüder aus und ist die Wurzel der Feinschaft zwischen ihnen und der Beginn von Hass, Neid und dem Bösen in der Welt. Wie erlebt, kann das Böse jeden einzelnen und die ganze Welt vernichten, und doch wächst es nur wie die Pilze an der Oberfläche. In der Tiefe befindet sich die Liebe und das Gute, wie das Wort "erkannt" in der Liebesumarmung fühlen lässt.
"Das Träumen ist der Sonntag des Gedankens", also träumt schön! Ka
 
Traugott Giesen
05.10.2006
21:40 Uhr
     
wieder bibelenergie
Bruder Kain

Und Adam erkannte seine Frau Eva, und sie wurde schwanger und gebar den Kain. Danach gebar sie Abel. Und Abel wurde ein Schäfer, Kain aber wurde ein Ackermann.
1.Mose 4, 1-2

Die deutsche Sprache hat für die Liebesumarmung eigentlich nur das behutsame “Miteinander- Schlafen.“ Das hebräische „Erkennen“ dagegen feiert das geistige Ereignis, das mit dem Lieben einhergeht: ausgeliefert aneinander nehmen wir uns echt wahr.
Der Mensch ist geliebter Sünder- dafür steht das erste Menschenpaar, das erste Brüderpaar ist einander feind- auch das kennzeichnet die von Anfang an bedrohte Schöpfung- sie muß erst noch heil werden. Schäfer und Bauer sind ehemals Konkurrenten- sie stehen für Rivalität aller Art. Der wirtschaftliche Kampf ums Überleben macht auch vor Geschwistern nicht Halt.



Zum Erntedank brachte Kain
dem Herrgott Opfer von den Früchten des Feldes, Abel brachte Junge von seiner Herde. Und der Herrgott sah Abel und sein Opfer gnädig an, aber Kain und sein Opfer sah er nicht gnädig an. Da ergrimmte Kain sehr und senkte finster seinen Blick.
1. Mose 4, 3-5

Beide Brüder wissen, daß sie ihre guten Ernten Gott verdanken. Auch ihre Gesundheit, ihre Familien, die Zeit, die Freude verdanken sie Gott; ja, sich selbst. Aber wie ein Blitz aus eben noch heiterem Himmel fährt ein Hass in die Welt. Kain meint, er habe seine Sympathie bei Gott und dem Schicksal verloren. Vielleicht qualmte sein Opferfeuer nur, während Abels Feuer herrlich prasselte. Er sieht sich vernachlässigt, sieht Abel bevorzugt. Und schon lodert Argwohn in Kain auf, Grimm überzieht seine Seele.
Die Geschichte lässt Gott den Urheber des Grimms sein, er verteilt seine Gunst ungerecht. Wir getrauen uns diese Schuldzuweisung nicht mehr. Nach Jesu Kommen sehen wir Gott nicht als Autor von Bösem sondern als Erleider und Erlöser.
 
molitor
04.10.2006
20:23 Uhr
     
Nachtrag zur Rede von Benedikt XVI

Je länger je mehr wird mir deutlich, dass die Vorlesung Benedikts nach einer weiteren Antwort verlangt, nämlich nach einer evangelischen Antwort. Sind doch die "Freunde aus den unterschiedlichen Traditionen der Reformation" auch Adressat dieses theologischen Wurfes: Immerhin sind Reformation und die evangelische Theologie des 19. Jahrhunderts laut Benedikt verantwortlich für zwei Wellen der "Enthellenisierung des urspünglichen kirchlichen (römischen) Glaubens", also verantwortlich für einen Teilbereich der heutigen geistigen Misere in der westlichen Welt. Laut Benedikt sind die Protestanten mit dafür verantwortlich, dass die Vernunft aus der Theologie ausgewandert ist und Vernunft und Glaube nun völlig selbständig voneinander ihr (Un)wesen treiben. Während laut Benedikt das muslimische Gottesbild überhaupt nicht mit der Vernuft vom Ursprung her korrespondiert, hat das Christentum in seiner ursprünglichen Form das sehr wohl getan und würde es heute noch tun, hätten nicht die Reformatoren mit ihrer Skepsis die Vernunft vom Glauben getrennt. Die Lösung sieht Benedikt deshalb in der Zurückführung von Glaube und Vernunft in der westlichen Welt und sieht dies auch als Basis für den Kontakt mit dem Islam. - Ich denke, man merkt, dass hier eine gute evangelische Antwort gegeben werden muß und kann. So hellenistisch, so griechisch-philosophisch war der altkirchliche Glaube nicht, wie Benedikt es beschreibt. Vielmehr war auch und zu allererst jüdisch, das Entscheidende vergaß der Bischof aus Rom. Die Reformatoren blieben einfach nur der Bibel auf der Spur, sie wurden durch sie skeptisch, was die Vernunft angeht. Benedikt konstruiert hier etwas, und er konstruiert folgerichtig auch die falschen Unterschiede zwischen Christentum und Islam. - Gut wäre, wenn es nach Legung der ganzen Aufregung zur richtigen Auseinandersetzung mit diesem doch sehr römischen theologischen Wurf käme.

Herzliche Grüße ins Forum
H.-U. Müller
 
molitor
04.10.2006
19:44 Uhr
     
An Erntedank wurden in unserer Kirche zwei Kinder getauft - mit allem Dank der Eltern für die Geburt und das gute bisherige Aufwachsen, mit allem Dank der Gemeinde für diese beiden kleinen Menschen und ihre Eltern und Paten, und mit dem Dank, dass wir mit Brot und Trauben versorgt werden: "es geht durch unsere Hände, kommt aber her von Gott" (M. Claudius). Eine gute Stunde für die Menschen unserer Stadt!  
ernte
04.10.2006
15:59 Uhr
     
Ich hab' Kastanien in ihrem schönsten Glanz hingeschmückt. Sie erzählen von kostbaren Zeiten. Sind Zeugen meiner frohen Kindertage. Und ich bin sehr dankbar dafür.
Jedes Jahr verschönern sie die Erde erneut. Es ist GlücksZeit.
Herzliche Grüße, Ingrid.
 
Traugott Giesen
02.10.2006
21:47 Uhr
     
was habt Ihr auf den Erntedankaltar gelegt, oder nah herangerückt? Ich Eisberge vor Grönland, in überschwänglichem Licht. z. B.  
Traugott Giesen
01.10.2006
17:33 Uhr
     
Bibelenergie zu Erntedank

Reich beschenkt
Wer da kärglich sät, der wird auch kärglich ernten; und wer da sät im Segen, der wird auch ernten im Segen. Ein jeder, wie er's sich im Herzen vorgenommen hat, nicht mit Unwillen oder aus Zwang- ein fröhlicher Geber kommt Gott am nächsten.
Wißt: Gott kann machen, dass alle Gnade unter euch reichlich sei, damit ihr in allen Dingen allezeit volle Genüge habt und noch reich seid zu vielen guten Taten.
2. Korinther 9,6-8

Mit nichts kamen wir zur Welt, nichts werden wir mitnehmen können. Dazwischen ist uns eine Spanne Zeit eingeräumt zum Annehmen und Abgeben, zum Festhalten und Loslassen, zum Verwandeln und Verbrauchen, Essen und Nähren, zu Hingabe und Genießen, Bebauen und Ernten, Bitten und Danken.
Das Leben ist ein Kunstwerk aus Einatmen und Ausatmen, Lernen und Lehren, Gutes tun und Versäumen. Enorm ist der Umsatz an Energie, Geschick, Liebe, Mühe, Ruhen, Handeln. Wir sind Investitionen Gottes; in uns Geschöpfe, verkörpert der Schöpfer seine Kräfte. Mich selbst zu erhalten, ist mir mitgegeben als Motor. Aber ich bin nicht der Sinn. In mir, in dir betreibt das Leben eine Filiale zum gemeinsamen Nutzen. Andere müssen was davon haben, daß wir sind. Geizt du mit dir, lässt du es nicht strömen sondern hältst bei dir? Warum das? Aus Angst, daß nichts nachkommt? Reichlich soll auch bei dir die Gnade wirken. Übergenug sollst du haben für dich und noch für andere. Setzen wir uns den Begnadungen und den Zumutungen des Lebens aus. Und helfen den Überforderten.
 
Seiten:  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 
31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 
61 62 63 64 65 66 67 68 69 70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 
91 92 93 94 95 96 97 98 99 100 101 102 103 104 105 106 107 108 109 110 111 112 113 114 115 116 117 118 119 120 
121 122 123 124 125 126 127 128 129 130 131 132 133 134 135 136 137 138 139 140 141 142 143 144 145 146 147 148 149 150 
151 152 153 154 155 156 157 158 159 160 161 162 163 164 165 166 167 168 169 170 171 172 173 174 175 176 177 178 179 180 
181 182 183 184 185 186 187 188 189 190 191 192 193 194 195 196 197 198 199 200 201 202 203 204 205 206 207 208 209 210 
211 212 213 214 215 216 217 218 219 220 221 222 223 224 225 226 227 228 229 230 231 232 233 234 235 236 237 238 239 240 
241 242 243 244 245 246 247 248 249 250 251 252 253 254 255 256 257 258 259 260 261 262 263 264 265 266 267 268 269 270 
271 272 273 274 275 276 277 278 279 280 281 282 283 284 285 286 287 288 289 290 291 292 293 294 295 296 297 298 299 300 
301 302 303 304 305 306 307 308 309 310 311 312 313 314 315 316 317 318 319 320 321 322 323 324 325 326 327 328 329 330 
331 332 333 334 335 336 337 338 339 340 341 342 343 344 345 346 347 348 349 350 351 352 353 354 355 356 357 





Nach oben - © 2003-2017 by Traugott Giesen - Sylt
Impressum - Haftungsausschluss