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Katharina
01.10.2005
18:40 Uhr
     
Auch ohne vorher die heutige Kolumne in der „Welt“ gelesen zu haben, fand ich die Idee, das Foto der alten Dame auf den Altar zu stellen, sehr einleuchtend und damit überzeugend.

Die Kolumne sollte Zweifelnden spätestens aber dann deutlich gemacht haben, worum es dabei geht, oder?

Meine Eltern jedenfalls sind hochbetagt („hochbetagt“…, was für ein schönes Wort! Ein Hoch auf all die vielen Tage, die da gelebt werden konnten, und deren Wert gewürdigt wurde), und fühlten sich bei der Lektüre angesprochen und wertgeschätzt.

Und genauso wird es der alten Dame ergehen.

Sagen wir den alten Menschen doch einmal Danke dafür, dass sie uns Kontinuität und Verlässlichkeit vorleben - uns Jüngeren, die wir uns noch mitten im „Getümmel“, im „Auge des Orkans“, befinden und gerade deshalb manchmal die Orientierung verlieren.

Die Alten haben das hinter sich. Aber: Jede Wette, auch sie waren einmal „mittendrin“! Haben viel zu erzählen. Viel Rat zu geben.

Und deshalb sollten sie unser Gehör, unsere Aufmerksamkeit und unsere Wertschätzung finden.




 
webmaster
01.10.2005
14:25 Uhr
E-Mail    
Ich stelle das Foto eines vierjährigen Kindes dazu - stellvertretend für die Kinder, die uns täglich fordern, für die wir verantwortlich sind, die wir behüten und beschützen, mit denen wir die kleinen und grossen Freuden und auch ihre Schwierigkeiten teilen. Von ihrer Begeisterungsfähigkeit, ihrem Staunen und Hinterfragen der Geheimnisse des Lebens, ihrem unbeschwertes Glücklichsein können wir lernen.

Wer möchte noch was auf den Altar stellen?

An Sophie: wieso eigentlich können Sie das Bild der alten Dame, das auch für die Ehrfurcht vor dem Alter steht - nicht einfach stehenlassen? Warum müssen Sie immer eins draufsetzen und sich in den Vordergrund schieben? Andere verstummen oder bleiben stumm, s. a. Brief im Forum vom 27.9.

Abgesehen davon finde ich die Art und Weise, in der Sie das Ehepaar Giesen, bzw. Pastor Giesen bewerten, ziemlich anmaßend.



 
webmaster
30.09.2005
23:57 Uhr
E-Mail    
Neu im Netz: Predigt zum Erntedanktag:

http://www.lebensmut.de/show.php?inhalt&equal;inhalt/970928.html

bzw. im Archiv Predigten unter "Predigten 1997"
 
Sophie
30.09.2005
19:13 Uhr
     
Laß doch die alte Frau Ihren Garten machen, sie braucht das Photo nicht, und auch nicht Gott der Unsichtbare. Stell doch lieber das Photo von Deiner Frau hin, das im Deinem letzten Gemeindebrief war. Es ist sehr hübsch, sehr sogar. Ich hab' Euch ja neulich in Kampen gesehen. Ihr seid ein schönes Paar. Da wurde mir endlich klar, daß Du immer nur die Hälfte warst von allem, was in Dir sah. Vielleicht auch nur 30%.
Oh, fast vergessen: falls ich hingehe, stelle ich Brot hin, vom Bäcker, auf keinen Fall vom Supermarkt, wie immer und meine Lieblingsbutter aus Andechs. Das habe ich auch einer alten Frau zu verdanken. Die war meine Großmutter, lebte - Gott sei Dank - bei uns im Haushalt und hatte zwei Kriege und die Weltwirtschaftskrise erlebt. Einen Garten konnte sie sich nie leisten, aber sie kochte herrliche Marmelade, Backobst, Arme Ritter, backte Butterkuchen vom Feinsten und war zäh. Und ehrte das Brot.


 
Traugott Giesen
30.09.2005
16:16 Uhr
     
Sonntag ist Erntedank. Was stellst du an den Altar? Was half, Last zu schultern? Was glückte? Was nährte, wer stärkte dein Vertrauen? Wem kamst du zu Hilfe? Dein Abbild für Liebe auf den Altar gelegt? Ich stelle ein Foto einer Neunzigjährigen hin, die mich lehrt, den Acker der Zeit zu nutzen und zu bestellen. Wie sie ihren Garten winterfest macht und den nächsten Frühling schon wieder herbeisehnt, dabei ihre Gebrechen überspielt...siehe Samstags-Kolumne 011005
 
mm
30.09.2005
03:11 Uhr
     
Elena, Du, die sonst so kämpferisch schreibt - Dein Eintrag macht mich traurig. Du resignierst? Du doch nicht!

Hier ein paar Gedanken - bloß zum nachdenken, nicht zum debattieren... (mag mich nicht streiten, hier schon gar nicht).

Also, auf die Gefahr hin, daß dies den Rahmen hier sprengen mag...

Uns ist alles vergönnt, bzw. gegönnt. Das Leben (das Universum, Gott) liebt alles was es hervorbringt, was es schöpft. Es bevorzugt und benachteiligt nicht, es funktioniert für alle gleich - sofern wir dies zulassen, bzw. den universellen Gesetzen folgen. Das Leben, bzw. die Schöpfung ist grundsätzlich positiv ausgerichtet.

Wenn es uns nicht so läuft wie wir gerne möchten, wenn wir nicht kriegen was wir wollen, ist dies meist eins von zwei Zeichen: Entweder stehen wir uns selbst im Weg, oder aber das, was wir wollen, ist am Ende nicht wirklich gut für uns, d.h. wir werden davor bewahrt.

Alles was wir tun und alles was uns widerfährt, führt uns letztlich auf unser Ziel hin - ob wir dieses nun kennen oder nicht. Wie weit wir auf unserem Weg dahin kommen, liegt an uns selbst. Für das Leben gibt es kein Versagen. Wir hingegen haben die Macht, uns uns selbst zu versagen. Dies geschieht wenn wir aufgeben. Es ist dann unsere Entscheidung zu versagen, nicht jene des Lebens.

Für das Verb "fail" gibt es übrigens zahlreiche Übersetzungen: u.a. fehlen, mangeln, fehlschlagen, fehlgehen, scheitern, verfehlen, mißlingen; durchfallen (Examen); zu Ende gehen, vergehen, schwinden, aufhören, versagen, stocken, aussterben, schwach werden, nachlassen, ermatten; versiegen; [Cassell's German Dictionary]. Dies sind durchwegs negativ ausgerichtete Verben, dem Leben entgegengesetzt.

Das Leben kann nur eins: leben. Und leben heißt gedeihen, blühen, wachsen, bewegen, lernen, schöpfen, (er)schaffen, verändern. Daraus entsteht all das, was uns glücklich macht.

Und noch etwas: Das, worauf wir unsere Aufmerksamkeit lenken, nimmt zu, wächst, wird wichtiger und größer in unserem Leben, zieht uns an und wir werden davon angezogen. Wir selbst können bestimmen, worauf wir unsere Aufmerksamkeit lenken. Dadurch bestimmen wir, was unser Leben dominiert und letztlich was wir in unser Leben hereinlassen, was wir anziehen.

Ich wünsche Dir - besser noch uns allen, daß wir uns und einander wirklich was gönnen - ach was, alles gönnen - und uns nichts versagen - besonders nicht uns uns selbst.

Beste Grüsse aus Memphis
MM
 
Elena
29.09.2005
09:47 Uhr
     
Schau, DS, wenn ich das weiter spinne und mir vorstelle, ich wäre jung, und der käme auf mich zu und würde sagen "wollen wir versuchen, ein Kind zu machen?", dann würde ich ja sagen, und dann wird mir Einiges klar. Mir wird klar, warum die Menschen nicht mehr genug Kinder kriegen, der Hauptgrund, an dem kein Politiker je etwas ändern wird: es fehlen die Partner, es ist zu viel Ego-Trip da, es ist zu viel erotischer Narzissmus in der westlichen Welt, zu wenig echte Verbundenheit, nicht für sich selbst, sondern auch für ein gemeinsames Projekt. Mir wird auch klar, daß mir das zu wenig vergönnt war (ich meine die Verbundenheit), und daß ich darunter leide. Aber ich habe einen langjährigen guten Freund, immerhin, der mir sehr verbunden ist. Er ist der beste Freund meines Mannes und denkt sich manchmal so seinen Teil. Ich habe gerade, wo mir das so bewußt wird, daß ein Teil meines Lebens gescheitert ist, einen guten Satz von Beckett gelesen:"Try and fail. Try again and fali better". (fail&equal;versagen). Mann könnte es auch mit fall sagen. Ich muß übrigens an Angela Merkel bei diesem Satz denken. Try again, Angela. With all those Stoibers and Schröders. It's not so easy. Respect. Das gelbe Auto werde ich nicht kaufen. Was soll ich mit dem Auto ohne den Mann? Ich werde lieber ein paar schöne lange Spaziergänge machen, wenn die Blätter gelb werden und Herbstgedichte lesen.  
DS
29.09.2005
09:24 Uhr
     
zu elena : Träume sind Lotsen auf dem Weg zum Sinn... (Uwe Böschemeyer) wir können nicht genug davon bekommen !?bleib dran !! DS  
Elena
28.09.2005
23:33 Uhr
     
"Der Mensch sucht sein Gegenüber". Und letztlich, in dem Gegenüber oder den Gegenübern sucht er sich. Oder er sucht das Bild von Gott, das Heile, das Ganze. Ich hatte einen wunderschönen Traum vor einigen Tagen. Vorher hatte ich mich fürchterlich geärgert. Besonders ärgere ich mich, wenn ich ausgenutzt werde, weil ich zu gutmütig oder zu großzügig bin.
Ich saß in dem Traum mit einem gleichaltrigen Mann im Auto. Wir hatten vor einiger Zeit beruflich miteinander zu tun, und das lief ruhig und gut und vertrauensvoll ab. Sonst hatte ich nie einen Gedanken an ihn verschwendet. Im Traum fuhr er einfach mit mir weg in einem kleinen gelben Auto. Das wird ein Mini-Cooper sein, denn dieses Auto liebe ich, und es würde zu mir passen. Wir hielten an und gingen in ein Café und tranken einen Becher Kaffee, nicht diese unwiderstehliche Latte macchiato, mit der sich alle so chic fühlen. Danach kamen wir an eine Brücke. Er stieg aus und ging hinunter und badete im Fluß. Der führte goldenes Wasser. Ich betrachtete ihn völlig ruhig, seinen schlanken Körper. Wie eine griechische Statue betrachtete ich ihn. Dann zog er sich an und spazierte am Ufer entlang. Ich kletterte zum Fluß, er reichte mir seine Hand und ich stieg die Uferböschung hinauf.
Dann klingelte das Telefon-das bescheuerte Telefon. Der Traum ließ mich über das nachdenken, was ich im Leben nicht bekommen habe: eine ruhige, friedliche Freundschaft mit einem Mann, mit dem ich exzellent zusammen gearbeitet habe. Er ließ mich über meine Adoleszenz nachdenken, meine Freude an geistigen Dingen, meine vielen Freundinnen und dieses jähe Herausgerissenwerden durch die Rollenzuweisung der Natur. Wie schlecht ich mit der Rolle der Faru klar komme, mit vielem Geschubstwerden und sich hinlegen müssen, um jemanden gnädig zu stimmen.
Der Traum ist eine Schöpfung. Es war wunderschön an dem goldenen Fluß. Aber anrufen werde ich ihn nicht. Er ist verheiratet und ich auch. Vielleicht war der Fluß golden, weil so ein Traum ein Schlüssel ist. Ich habe das wirklich satt, testosteronbeseelte Männer, die sich zu Hause oder in Runden wie Elefanten benehmen und Frauen demütigen. Ich werde ihn im Herzen lieben müssen, damit ich weiß, daß es das gibt, was ich suche, auch wenn ich es nicht haben kann. Und wenn ich mich ärgere, werde ich an ihn denken und den Spaziergang in Grün und Gold. Das Einzige, wo ich drauf hinarbeiten kann, ist das gelbe Auto.
Wenn jetzt Gott so einen Traum schickt, ist er doch ziemlich gut, kann man sagen, oder? Er hat Mittel und Wege, immer zu trösten und Schöpfung zu betreiben, permanent, in Träumen. Ja, und die Landschaft war viel schöner, als ich es hier beschreiben kann. Ich glaube, sie war paradiesisch.
 
webmaster
27.09.2005
15:01 Uhr
E-Mail    
Neu: Predigt "Nachdenken über Scham"

http://www.leben smut.de/show.php?inhalt&equal;inhalt /980426.html

sowie im "Archiv Predigten" - "Predigten 1998"
 
Traugott Giesen
27.09.2005
14:44 Uhr
     
von TG mit Erlaubnis weitergegeben:
"Aber wissen Sie was? Für einen Suchenden wie mich, der tatsächlich nach dem „Mut für´s Leben“ Ausschau hält, ist der „Dialog“, der dort [im Forum] stattfindet eher
angstmachend und kontraproduktiv. Es herrscht dort weniger ein gemeinschaftliches Zueinanderfinden als individuelle Selbstgerechtigkeit, die ihren Ausdruck in mancherlei merkwürdiger Aussage Gehör finden will.

Und irgendwie geht das so gar nicht zusammen mit dem Eindruck, den ich von Ihnen und Ihrer Arbeit, Ihrem Impetus, gewonnen habe. Was passiert da? Ich wünschte, etwas mehr von der alltäglichen Bodenhaftung, die das ganz normale
Leben ausmacht, würde darin vorkommen. Nun sind Sie natürlich nicht verantwortlich für die Einträge der Gäste, manches Mal hatte ich sogar den Eindruck als wollten Sie Ihrerseits regulierend mit Ihren Einlassungen eingreifen?

Nun, dies nur als Randbemerkung zu verstehen; mir ist vor allem nach wie vor
wichtig, Ihnen Dank zu sagen für die vielen guten Worte, die Sie immer
wieder finden für all die Menschen wie mich!

Ich bin nicht „bibelfest“, aber ich glaube von ganzem Herzen. Und in meiner Naivität, die mich jeden Tag zwar nicht im engsten Sinne beten, aber dafür mit Gott unterhalten lässt, hoffe ich einfach, dass er mich hört. So einfach ist das.

Ich habe Ihnen vom Tod meines Bruders erzählt. Mehrere Wochen nach seinem Sterben bin ich in einen Gottesdienst gegangen, habe mir den „Sermon“ des Pastors angehört, und als es zum Abendmahl kam, bin ich von der Bank aufgestanden, habe meine Hand gen Himmel gerichtet, den Mittelfinger ausgestreckt und laut „***** you!“ gerufen…(Vergessen Sie nicht, ich war noch ziemlich jung!) Sie können sich die Aufregung unter den Mitbesuchern des
Gottesdienstes sicherlich plakativ ausmalen. Ich bin dann tränenüberströmt aus der Kirche herausgestürmt.

Und als ich dann da draußen so stand, und mich so richtig gut fühlte „na, dem hab´s ich es jetzt aber so richtig gezeigt, vor all seinen depperten Gläubigen!!!!“, da wusste ich trotz allem, dass Gott ganz sicher alles andere als „beleidigt“ war, eher im Gegenteil, voller Verständnis, egal, wie unflätig ich mich womöglich noch gebärden würde. Und von diesem Moment an
war mir der Wind aus meinen aufgeblähten Segeln genommen, und ich war in gewisser Weise auf ruhige See gelangt.

Nun klingt das ein bisschen sehr nach Happy End, und ganz so war es auch nicht. Für eine ziemlich lange Weile habe ich den Glauben dann doch verloren, aber ich habe die ganze Zeit weiter doch das Gespräch mit Gott gesucht, und sei es auch nur, um ihn zu beschimpfen… allerdings im stillen
Kämmerlein…;-)

Und jetzt nach vielen Jahren, nach vielen, vielen Erlebnissen und Erfahrungen empfinde ich Gott als eine Art „Sparrings-Partner“ im Alltag. Immer wieder zwingt er mich, in den Ring zu steigen, der für das Leben auf Erden steht. Immer wieder fordert er mich heraus, mich zu stellen und mal auszuteilen, im Sinne von aktiver positiver Lebensgestaltung, und dann
wieder auch einzustecken, im Sinne von passiver, demütiger Leidensfähigkeit.
Sie verstehen, was ich meine? Und dabei mache ich so viel falsch, dass Gott ganz sicher schmunzelnd denkt: Ach, schau nur, wieder so ein Menschenkind, das „stets bemüht“ ist… Aber immerhin! Ich versuche es.

Wie wir alle.

Herzlichst
Ihre

 
Menke
27.09.2005
12:16 Uhr
     
Hallo Ihr Gästebuchleute!

Bin ich denn ein Singel?

Wenn männlich und weiblich für eine Zeit zusammen sich wieder finden soll!

Jahre die hervortraten,wenn die Zeit dann reif war sich zu vereinen, oder sich zu verneinen im selbst,des miteinander.

Schöne Gefühle mit Lust und Schmerzen meine ich im Überlebungswillen gesehen,wann mußt Du gehen wenn die Zeit dich einholt,wo Du wieder zu Dir kommen darfst,vieleicht auch in Erklärungsnöten.

Das andere Geschlecht im Bewustseins,hier ist wieder was komme zu Dir. Manches werben in Abenden gabst Dir Mühe zeigtest Intresse,Du konntest dich wieder zeigen wenn auch alleine,oder auch nicht.
Angenommen,letzentlich war dann doch deine Zeitreise zuende.

War dann alles in Deinem Lebenslauf angekommen,schön wenn richtig,oder falsch wiederspiegeln im Zeitgeist Deiner selbst,konntest froh sein wenn Dir Erkenntnis und Neuaufbruch blieb.

 
Traugott Giesen
26.09.2005
16:08 Uhr
     
ein Stück Bibel
1.Mose 1,26. 27 Und Gott sprach: Lasset uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich sei, die da herrschen über die Tiere. Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau.
Die Früheren dachten sich Gott als Summe vieler Gottheiten. Da war ein gewaltiger Schritt in der Entwicklung des menschlichen Denkens getan- die uralten Gottheiten des Krieges und der Liebe, des Regens und der Ernte, der Künste und des Todes, des Meeres und der verschiedenen Stämme waren zusammengebunden. Aber in dem Einen klingen die vielen noch nach-„lasset uns Menschen machen“ –spricht Gott, der Viele, ja, der Alles ist.
Die dunklen Kräfte wurden früher einem Teufel, einem Gegengott zugeschrieben. Aber Israels Glaube ist auch darum groß, weil er an einen großen, an einen, den Einen, Ganzen glaubt.
Der schafft sich ein Wesen, das er mit der Sehnsucht ausstattet, Ganzheit zu bauen; ja, die Ganzheit Gottes abzubilden. Alle Lust will darum Ewigkeit, der geistvolle Menschensinn strebt in Kunst und Wissenschaft und noch in seinem Schrebergärtlein Ganzheit an.
Das Wesen Mensch ist nicht wie das Tier eins mit seiner Natur. Sondern der Mensch sucht sein Gegenüber, mit dem er ein Ganzes bilden kann. Die Ellipse mit den zwei Brennpunkten, die mal weit auseinander treiben, mal zusammenfallen in einem Punkt und eine Kugel bilden, sind das Bild für das Menschenpaar.
Doch der Mensch ist so plastisch veranlagt, daß er nicht auf eine Ergänzung festgeschweißt ist sondern sich weitläufig befreunden und einen Reigen der Menschengeschwister bilden kann. Weil Gott in keiner Weise monoman ist, hat er uns so spannend in uns selbst gemacht. Weil Gott nicht autark, nicht glücklich in sich selbst ist, will er Wesen, mit denen er sprechen und schaffen kann.


 
jakobus
25.09.2005
13:20 Uhr
     
..und das jetzt ohne Ironie und Hintersinn: Besser (sprich: zeichenhafter) hätte das Wahlergebnis doch garnicht ausfallen können. Erkennt: Setzt Euch endlich zusammen, redet miteinander, vergeßt den Wahlkampf, schmeißt die Eitekeiten über Bord und sorgt gemeinsam dafür, dass der Karren wieder flott wird. Wir beten für gutes Gelingen!
Eine gesegnete Woche, jakobus
 
Traugott Giesen
24.09.2005
16:26 Uhr
     
Dank, liebe Webmasterin für das Bergen der alten Predigten. Sie sind ein Schatz- Beide.  
do
24.09.2005
10:59 Uhr
     
Eine schöne Kolumne zum Wahldilemma, danke TG für die Zusammenfassung des großen Wunschzettels ... ja, da hätten wir wohl gerne die fünfbeinige, eierlegende Wollmilchsau, oder? Beten wir um faire Lösungen und faire Verhaltensweisen.
Ein frohes Wochenende - do
 
webmaster
22.09.2005
22:58 Uhr
E-Mail    
Es ist soweit - es geht weiter! Ich habe begonnen, weiter zurückliegende Predigten aus den neunzinger Jahren (beginnend Mai 1998 und zurück, später 80er...) einzuspielen. Den Anfang macht die Predigt über "Lobe den Herrn", zu finden im "Archiv Predigten" - "Predigten 1998", oder direkt:

http://www.lebensmut.de/show.php?inhalt&equal;inhalt/980517.html

Die weiteren Predigten werden in loser Folge eingespielt.
 
Traugott Giesen
22.09.2005
17:57 Uhr
     
Wieder ein Stück Bibel mit Denkstoff
1. Mose 1, 20-25 „Und Gott sprach am fünften Welttag: Es wimmle das Wasser von lebendigem Getier, und Vögel sollen fliegen auf Erden unter der Feste des Himmels. Und im sechsten Abschnitt sprach Gott: Die Erde bringe hervor lebendiges Getier, ein jedes nach seiner Art: Vieh, Gewürm und Tiere des Feldes. Und Gott sah, dass es gut war; Und segnete sie und sprach: Seid fruchtbar und mehret euch und erfüllet das Wasser, die Luft, die Erde.“
Es muß uns doch begeistern, dass schon vor zweieinhalb Tausend Jahren die Frommen das Schöpfungswerk als ein „work in progress“ als in Arbeit ansahen, in Entwicklung. Eins fußt auf dem anderen: Das Wasser als Wiege; nach den Fischen, aus den Fischen die Vögel, dann die Landtiere. „Die Erde bringe hervor!- heißt auch- Die Erde nutze das Vorhandene für neue Arten. Nicht „Schöpfung oder Entwicklung“, sondern Schöpfung als Entwicklung, mittels Entwicklung. Nicht die Entwicklung ist das Schöpferische, die Entwicklung ist kein denkendes Wesen wie auch das Kochen nicht das Essen macht. Was setzt das Werden in Gang? Wer setzt die Naturgesetze? Der Koch der Schöpfung entwickelt das Werden in Schritten und Gängen. Und zielt wohl auf das Ihm Ähnliche.
 
Menke
22.09.2005
11:36 Uhr
E-Mail    


Hallo Ihr Gästebuchleute!

Wählen wofür?

Wenn Wahltag war,dann ist wieder Zahltag sagt der nicht wählt.

Wenn quälen der Gesellschaft Lust,werden viele durch Macht Gelüste, oder auch Medien in Ihre Vergangenheit versetzt,wo Selbstbewustsein und Angepastheit der Obrigkeit wieder hervorgeht.

Verändern kann sich eigentlich nicht der Mensch,nur die Zeit,ach die liebe Zeitreise verändert für ein kurzes innehalten unsere Gefühlswelt im Blick.

Wählt euren Glauben,geht Ihm sonntäglich nach,bleibt dadurch im bilde zuküftliches und vergagnes immer bleibst Du es Menschenkind.
 
S.D.
22.09.2005
11:05 Uhr
     
Man hat ihr öfter vorgeworfen, sie habe kein Charisma. Vielleicht wären die Journalisten mal gefordert, zu erklären, was Charisma bedeutet. Ich kannte nur einen Menschen, der echtes Charisma hatte. Das war Frère Roger. Die Person an sich erklärt auch, was das ist. Was in der Politik oft als Charisma bezeichnet wird, ist nichts anderes als Machtgelüste. In der Politik von heute sind für mich andere Werte wichtig: Verstand, Sachlichkeit und Respekt voreinander. So hatte ich Vergnügen an dem vollkommen respektvollen Gespräch zwischen Friedrich Merz und Oskar Lafontaine, zwei Menschen, die in ihren Parteien an den Rand gedrängt wurden, die völlig unterschiedliche Standpunkte vertreten, aber sachlich. ich fühlte mich informiert, nicht aufgehetzt, emotional bedrängt. Ich habe sehr genau zugehört, was Herr Lafontaine über Hartz IV-Empfänger redet. Mir ging da viel mehr durch den Kopf, als wenn ich aufgepeitscht werde. Wo leben wir denn eigentlich? Bei RTL II oder im Container, oder leben wir in einem schönen Land mit Potential?  
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