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:: lebensmut.de ::
Autor Nachricht
tg
11.07.2013
11:48 Uhr
     
passt das? Nicht unterbrechend
all dem gegenüber, was in deinem Herzen ungelöst ist,
geduldig zu sein und zu versuchen die Fragen an sich
zu lieben! ... Jetzt lebe die Fragen! Vielleicht wirst Du
allmählich, ohne es zu bemerken, eines fernen Tages in die Antwort hinein wachsen?!“
Rainer Maria Rilke in einem Brief an einen jungen Freund
 
MG
08.07.2013
22:32 Uhr
     
oder eine Selbsthilfegruppe wäre auch nicht schlecht, aus den Erfahrungen der Mitbetroffenen
Kraft schöpfen....
 
MG
08.07.2013
22:30 Uhr
     
Lieber Peter, klingt vielleicht naiv, aber mir haben immer Gebete geholfen......  
Peter
08.07.2013
21:36 Uhr
     
@ doc und kathrin
danke für die einfühlsamen Worte und Gedanken. Ich habe auch schon an einen Klinikaufenthalt gedacht, bin aber noch nicht bereit dazu. Ich war Anfang 2012 in einer psychosomatischen Klinik und habe damals nur wenig Nutzen daraus gezogen, mag sein das in der Psychiatrie andere Methoden und Medikamente benutzt werden. Beim nächsten Termin mit meinem Psychiater werde ich das Thema Klinik ansprechen, aber im Grunde hoffe ich immer noch durch Reden und Verständnis die Kraft wieder zu gewinnen, um aus dem Tal heraus zu finden. Auch möchte ich vorher noch eine Hypnosetherapie ausprobieren.
 
Menke
08.07.2013
18:50 Uhr
E-Mail    
Selbsterkenntnis!


Wir wissen nicht was Depressionen eigentlich genau sind und was der Einzelne dabei denkt,handelt und
fühlt in seiner Welt.
Deshalb ist es schwer,den Lebenslauf der Wahrheit nachzuspüren.
Auch Geschichten der Gefühle,die in Schicksalschlägen nach aussen ihren Weg suchen,ist manchmal an der Zeit,
nun Gut gewesn zu sein.
Diese Erkenntnis kann im Selbstfinden kommen.
Hilfe suchen,in Verbindung bringen mit Selbsthilfe,so kann ich mich leichter kennenlernen.
 
Kathrin
08.07.2013
09:17 Uhr
     
Lieber Peter,
ich habe bei Ihren Einträgen sehr viel an meine Tante gedacht, die vor Jahren durch eine sehr schwere Krise in eine tiefe Depression fiel. Ihr Mann hatte sich in eine andere Frau verliebt und drängte auf Scheidung, um so schnell wie möglich eine neue Ehe eingehen zu können. Kurz darauf erkrankte ihr gemeinsamer Sohn an einer Hirnhautentzündung, die nicht erkannt und zu spät behandelt wurde und zu einer geistigen Behinderung führte. Ihr Mann genoss sein neues Glück, die Erkrankung unseres Cousins bestärkte ihn noch darin, es war alles sehr grausam.
Meine Tante verlor alle Kraft und allen Sinn. Sie konnte einfach nicht mehr. Ihre Arbeit hatte sie durch wiederholte Fehlzeiten auch verloren. Sie fühlte sich am Ende und mochte nicht mehr leben.
Eine einfühlsame, selbst leidgeprüfte Nachbarin riet ihr zu einem Klinikaufenthalt. Diese Nachbarin hatte sich nach schweren Schicksalsschlägen früher selbst mit letzter Kraft gesagt: "Das Leben kann ich mir immer noch nehmen, dieser Schritt bleibt mir , aber vorher will ich alles versucht haben, was es an Möglichkeiten gibt."
Beiden Frauen hat die Zeit in der Klinik sehr geholfen.
Ich möchte Ihnen auch so gern Mut machen. Ihre Trennung liegt ja nicht schon, sondern eigentlich e r s t zweieinhalb Jahre zurück. Bitte vertrauen Sie auf die Zeit und vielleicht auf irgendsoeine höhere Ordnung, dass alles irgendeinen Sinn hat, den wir vielleicht nicht durchschauen. Und was für ein Geschenk, dass Sie eine gesunde, wunderbare Tochter haben.
Mir fehlen hier so schriftlich etwas die Worte, aber Ihre Einträge berühren mich sehr.
Herzliche Grüße
von Kathrin
 
doc
06.07.2013
13:39 Uhr
     
Ich finde die Vorschläge von SB und Molitor ganz wunderbar und auch die Impressionen
von "Lebensgeselle",lieber Peter.

Dennoch glaube ich,daß alles dieses bei Ihnen nur schwer verfängt.
Sie brachten das Wort Depressionen ins Spiel und ich weiß davon,
wie sehr Depressive gerade unter der schönen Jahreszeit leiden.
Die sonnige,lichte Welt und all die gutgelaunten,aktiven Menschen
stehen in so krassem Widerspruch zur eigenen,düsteren Innenwelt.

Das schmerzt und isoliert noch mehr.

Wäre es für Sie denkbar,lieber Peter,so etwas wie eine stationäre
Therapie in einer entsprechenden Klinik zu machen?
Das sind schwere Geschütze,ich weiß wohl.
Aber angesichts Ihres starken Leidensdruckes vielleicht das Mittel
der Wahl.
Und es ist doch nichts Ehrenrühriges dabei,bei jeder körperlichen
Erkrankung würden wir ähnlich verfahren.

Niemand kann sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf ziehen,
das überlassen wir getrost Münchhausen.

Ich will Ihnen nichts einreden,aber vielleicht denken Sie einmal
darüber nach.

Nur das Beste für Sie:doc
 
lebensgeselle
06.07.2013
12:00 Uhr
     
Hier bei uns zeigen sich alle Rosen, die Lindenblüten duften, die Segel flattern, die Möve sitzt auf dem Schornstein und behütet ihr Küken, das schon mutig auf dem Dachfeld des Nachbarn unterwegs ist. Breitet sie dann ihre Flügel und hat 'was vor, kommt ihr Freund und behütet weiter. Unterm Himmelszelt. Die Sonne bringt die Kirschbaumblätter zum Leuchten. Und Melone schmeckt köstlich dazu.  
SB
06.07.2013
11:29 Uhr
     
@ Peter und Molitor

genau diese Gedanken hast Du mir vorweggenommen, lieber Molitor.
Und wenn es nicht das Fahrrd sein soll, dann einfach mal zu Fuß raus in die Natur.
Es gibt so viel Wunderbares zu Sehen und zu Erleben. Bei diesem herrlichen Wetter geht doch das Herz auf.
Also los Peter .......
 
molitor
06.07.2013
09:30 Uhr
     
Lieber Peter,
auf meiner Wetterapp steht, dass heute überall schönstes Wetter ist.
Schnappen Sie sich doch ihr Fahrrad und fahren Sie mal 10 km (nehmen Sie es als Übung, erzählen Sie keinem, warum Sie fahren, Muskelkater inklusive).

:-)

Ein lieber Gruß!
 
Peter
04.07.2013
11:43 Uhr
     
@molitor nein, ich war noch nicht in der Schweiz. Aber Sie haben sicher Recht, daß ein Ortswechsel Abstand und neue Eindrücke bringen könnte. Hier zuhause lasten die Erinnerungen und dunklen Gedanken so auf mir und ich drehe mich im Kreis. Das Schlimme ist nur, daß ich mit meinem Depressionen keine Kraft, keinen Antrieb habe, sondern mutlos das Leben verrinnen lasse.  
molitor
03.07.2013
18:34 Uhr
     
Lieber Peter,
das kann ich gut verstehen, dass Sie den Strich nicht ziehen können. Ihre Tochter verbindet sie zu altem Glück, zugleich zeigt sie, das es vergangenen ist. Das ist wirklich vertrackt und schwer hinzukriegen (Sie müssten in die Entfernung, dort erstarken, von dort dann gestärkrt zur Nähe finden, die auszuhhalten ist...).

Ich erzähle mal:
Im Studium fragte mich ein Freund, ob ich nicht mit ihm eine dreiwöchige Fahrradtour durch die Schweiz machen wollte. Es waren Semesterferien und wir fuhren los (da wir Eingang bzw. Dreigangräder hatten, fuhren wir die Pässe mit dem Bus oder Bahn hoch). Es war (trotzdem) sehr anstrengend und ging an Körper und Seele (und Nerven), und es wurde eine ganz tolle Reise.
Viele Jahre später erzählte er mir, dass er damals im Studium eine schlimme Identitätskrise durchmachte mit üblen Gedanken und davon meinte keinem erzählen zu können. Auch auf der ganzen Fahrt hat er mir nichts erzählt. Er hat nur über die Anstiege geflucht und Wasser ersehnt und stolz die Arme hochgeworfen, als das Tagespensum geschafft war. Zuhause hatte er nach den 3 Wochen nicht nur stärkere Waden, sondern auch eine stärkere Seele. Er war voll mit komplett neuen Erfahrungen und hat erzählt und erzählt und weiterstudiert und später ein ordentliches Examen hingelegt und war und ist ein identitätssicherer Mensch mit all den "Neuröschen", die so jedes normale Menschenkind hat.

Lieber Peter, waren Sie schon mal in der Schweiz?
 
Menke
02.07.2013
18:41 Uhr
E-Mail    
Trauer braucht seine Zeit!

Trauen sich in eigene Trauer reinzuversetzen,gibt Kraft für späteren Neuanfang,auch jenseits alter Gefühle.
Letztendlich kann man sich auch alleine im unbewussten seiner angefangenen Kindheit,wieder Glaube an Zukunft zurückholen.
Wenn dein Glaube dich jetzt auch noch nicht trägt,sagt man,gottes Mühlen mahlen langsam,aber sie mahlen auch für dich unentwegt
für gutes Gelingen.
In der Erkenntnis der Eigenen Verlassenheit,auch vermeintlicher Freunde,ist es wichtig,wieder Bodenhaftigkeit zu spüren.
 
Peter
02.07.2013
10:00 Uhr
     
Meine Tochter ist trotz Trennung ein fröhliches Kind geblieben. Sie ist überdies sehr mitfühlend und einfühlsam. Zu meinem Geburtstag bekam ich von Ihr eine Karte mit den Worten: Papa Du mu&t das beste aus Deinem Leben machen. Mach doch einfach einen Neuanfang. Du hasst nur dieses eine Leben. Ich war zu Tränen gerührt. Auf der andern Seite machte es mir aber so deutlic, da& meine Ehe unwiederbringlich ist, obwohl ich noch soviel Gefühl für meine Exfrau habe. ich bekomme den Schlu&strich einfach nicht hin.  
molitor
01.07.2013
21:19 Uhr
     
Lieber Peter,
ich lese, dass Sie ganz viel verloren haben.
Die Ehe, das Haus, die Arbeit, den Freund, das alte Leben,
für andere reicht nur eines davon, dass sie daran zerbrechen.

Das ist unheimlich viel, um das Sie Trauer tragen.

Dass ihre Tochter sie hält, ist stark. Sie muss einer toller Mensch sein. Wollen Sie vielleicht von ihr erzählen?
 
Ohli
01.07.2013
19:02 Uhr
E-Mail    
Ein Abstellgleis ist keine Endstation - es ist dafür da, die Weichen neu zu stellen.
Der Gedanke an Deine Tochter ist dabei ganz wichtig; denn ihr Leben möchtest du auf keinen Fall belasten. Das vergiß nie!!!
Sicher hilft die Therapeutin dabei, die Weichen für die Zukunft zu stellen. Die Fahrt geht nicht rückwärts - der Blick muß nach vorne gerichtet sein.
 
Peter
01.07.2013
18:45 Uhr
     
ja, was ist aus den Fugen geraten? Ich bin seit 2,5 Jahren getrennt und seit letztem Jahr geschieden. Aus der Ehe gibt es eine 12jährige Tochter. Das gemeinsame Haus wurde verkauft. Seit über zwei Jahren bin ich wegen Depressionen auch in Behandlung und bin deswegen seit letztem Jahr frühberentet. Überdies starb letztes Jahr noch meine Mutter. Ich habe das Gefühl, das alles gegen mich läuft.
Meine Exfrau hat ein neues Haus gebaut. Dort darf ich meinen Fuß nicht über die Schwelle setzen. Sie hat auch einen neuen Partner, den Sie solange kennt wie mich also über 25 Jahre. Er wohnt allerdings noch nicht in dem Haus. Das alles tut so weh und ich bin abgrundtief verzweifelt. Aus dieser Verzweiflung heraus kommen auch meine Suizidgedanken. Nur dem Vorhandensein meiner Tochter verdanke ich bis jetzt mein Leben, denn ich möchte sie nicht zurücklassen. Aber trotz Antidepressiva und Therapeutin wird der Druck immer größer. Ich bin auch so viel alleine und einsam, fühle mich aufs Abstellgleis geschoben.
Im internet habe ich gelesen, dass es einen Bilanzselbstmord gibt, d.h. die bewußte Entscheidung nicht mehr zu wollen. Ich habe das Gefühl, dass dies bei mir zutrifft und dafür gibt es kein Gegenmittel.
 
SB
01.07.2013
12:00 Uhr
     
@Peter
schön, von Dir zu hören, habe immner geschaut, ob es eine Meldung gab.
Wenn Du jetzt in fachärztliche Behandlung bist, ist das schon mal ein wichtiger Schritt.
Verlier nicht den Mut und versuche die vielen Dinge, die für Dich nocht gut sind besonders zu sehen.
Sicher alles leichter gesagt, als getan, ich weiß, aber Du siehst wie viele Menschen an Dich denken und Anteil nehmen.
Mit allen guten Wünschen !
 
DS
01.07.2013
07:39 Uhr
     
@ Peter... und, wie der gute alte Seelenschmied Uwe Böschemeyer immer sagt : "Mensch, du bist immer viel mehr als die Summe deiner Probleme/Fragen..." Das hier suchen, entdecken!! Du mit uns, wir mit Dir! Bitte!
TG hat es auch gerade gesagt , wir haben unsere Ohren hier für Dich offen! Bitte !! Delf
 
tg
30.06.2013
21:42 Uhr
     
Peter. Erzähl , wenn Du magst. Was aus den Fugen ist , kann wieder heil werden -dazu ist Reden nötig.. erzähl Dich, schütt es aus. Das kann helfen beim Sortieren. Was gehört zu Dir, wovon kannst Du Dich verabschieden... Der eine nächste Schritt kann Dir beim Erzählen kommen. Es ist das Rettende schon in Dir, Du mußt nur (aber das ist viel) das Lastvolle beiseite tun. Das kann beim Erzählen geschehen. Wenn Du willst hier.  
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