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Andrea
13.03.2003
11:28 Uhr
     
Liebe Sophie D.,

die Bibelstelle war nur willkürlich gewählt. Sie fiel mir einfach spontan ein da ich nur erklären wollte, warum ich ungern einzelne Bibelstelle (egal welche) zur Erklärung heranziehe. Da sie - aus dem Zusammenhang gerissen - frei sind für Deutungen aller Art.
Ich hoffe, Sie fühlen sich dadurch nicht in irgendeiner Weise angegriffen oder verletzt. Das war nicht meine Absicht gewesen.
Das täte mir sehr leid.
Ihnen alles Liebe
Andrea
 
Sophie D.
13.03.2003
07:09 Uhr
     
Liebe Andrea! Wenn ich mich malen würde, dann unter einem großen Baum, einer Kastanie oder Linde vielleicht, den Blick zur Sonne gerichtet, aber durch die Blätter, um nicht versengt zu werden. Ich glaube, ich brauche ein bißchen Schatten und auch einen starken Stamm, so z.B. die Kirche. Warum haben Sie mir denn diese blöde Bibelstelle herausgesucht, die ich noch nie verstanden habe? Ich dachte, die sei ersetzt durch das NT? Ich gebe Ihnen statt dessen eine Stelle, die ich anfangs nicht verstand, aber heute für eine Sternenlichtstelle halte, zum Nachdenken:
"Selig sind, die da geistlich arm sind,
denn ihrer ist das Himmelreich."
Und eine von Luther, die ich faszinierend finde:
"Wie kriege ich einen gnädigen Gott?"
Liebe Grüße, S.
 
Thomas Haering
13.03.2003
06:16 Uhr
E-Mail Homepage  
Gelobt sei Jesus Christus
Ich stelle mein Leben unter seine Führung
Gottmadingen im März 2003
Thomas Haering
 
Lucia
11.03.2003
15:50 Uhr
     
Für Andrea.
In erster Linie sollst Du, duselbst sein. Gott hat uns alle einmalig erschaffen, im positiven wie im negativem Sinne.
Nimm Dich selbst nicht zu wichtig, höre auf Dein Herz und Deine Verantwortung um zu entscheiden wie weit Du Dich irgendwo reinhängen sollst. Es kommt auch darauf an was Du meinst.
Für manches ist mann selbst Verantwortlich.
Ich bin ich, ich bete und lese die Bibel. Ich bin ein Lebensfroher Mensch und versuche den Glauben in meinem Leben umzusetzen.
Lebe mit Deinem Herzen und denke nicht über alles zu lange nach, sei spontan.
Wenn Du Probleme hast, schau was Du lösen kannst, bitte um Beistand und sage zum Schluß den Satz, Dein Wille geschehe...und dann nehmen die Dinge ihren Lauf.
Einfach locker bleiben.

Ein lieber Gruß von Lucia
 
Andrea
11.03.2003
09:45 Uhr
     
Nachtrag zum "Ich".
Möchte noch ein kleinwenig darüber sinnieren........
Im Rückblick sehen, wie sich mein "Ich" im Laufe der Zeit und mit wachsenden Erfahrungen mit Gott gefüllt hat. Dankbar dafür sein, dass Gott mir ein "Ich" geschenkt hat, dass sich zu ihm hinwendet. Vorsehung, eigener Wille, Gottes Werk? Ich weiß es nicht. Immer noch schwierig für mich: Wann spricht mein egoistisches "Ich" und wann entspricht mein "Ich" dem Willen Gottes. Wenn ich aber an TG`S lieben Eintrag denke, dann erahne ich eine Lösung. Auch mein egoistisches "Ich" in Liebe annehmen und einsehen, dass ich in manchen Situationen NOCH nicht anders handeln konnte, als geschehen. Auch da hat mich Gott getragen. Das gibt Mut zum "Weiterdranarbeiten" :-).....................
 
Andrea
11.03.2003
09:32 Uhr
     
Liebe Sophie,
meine Frag - "kann man als Gotteskind überhaupt im Schatten stehen?"- würde ich gerne anders interpretieren.
Ich wollte damit eigentlich noch einen ganzen Schritt weiter gehen, als von Dir eben beschrieben. Du meintest, es steht sich als Gotteskind leichter im Schatten. Ich wage einfach einmal die Behauptung, dass man als Gotteskind NIE im Schatten eines Menschen oder irgendeiner Sache steht. Allein aus dem Grund, eben Gotteskind zu sein! Es darf doch jeder von uns ein immenses Selbstvertrauen DARAUS schöpfen. Natürlich sind wir alle nur Menschen und haben ständig mal mehr mal weniger mit unserem Wertgefühl zu kämpfen. Aber ich denke, je tiefer wir in den Glauben eindringen, je mehr wir uns von ihm führen lassen, desto freier macht er uns von irdischen (manchmal harten) Realitäten. Ich bin zwar eine eifrige Bibelleserin aber im Anführen von Bibelstellen sehr sehr vorsichtig, da IMMER der Gesamtzusammenhang zu sehen ist.
Schönes Beispiel: Sehr gerne wird aus der Bibel die berühmte Stelle:
"Auge um Auge, Zahn um Zahn" zitiert. Exodus 21, 24. Als Rechtfertigung dafür, Gleiches mit Gleichem zu vergelten. Und vergisst völlig dabei, dass dies unter der Überschrift "Fehlgeburt" in Vers 22 zu finden ist. Einfach mal Vers 22 - 25 nachlesen. So ergibt es einen ganz anderen Sinn, der speziell einem Gesetz der damaligen Zeit zugrunde liegt :-).
Gleichwohl ist es sicherlich kein freundlicher Zug von Menschen wie bei "Im Schatten stehen" beschrieben, wenn Dritte den Partner eines erfolgreichen Menschen einfach übersehen. (Beispiel Gruß). Aber da kann man eben nur in Liebe sagen, dass diese Menschen einfach noch nicht so weit sind, man sollte für sie beten. Wenn man kann. Immer kann ich das auch nicht, aber es ist ein Versuch, dahinzukommen. Man darf es ja in Gottes Liebe und Geduld jeden Tag neu versuchen! Denn es macht frei. Frei von Verletzungen. Denn wenn ich erkenne, dass mir etwas geschieht, weil der andere selbst schwach ist und ihm geholfen werden muß, dann mildert das erheblich den "Kränkungsschmerz" bzw. verhindert ihn unter Umständen ganz.
Alles Liebe für Dich Sophie und lieben Dank für Deine Antwort und Anregung im Denken und den Austausch mit Dir!
Gruß an alle
Andrea
 
Traugott Giesen
11.03.2003
07:43 Uhr
     
"Was ich früher an Ich hatte, war hohl"- Mußt Du denn wirklich so niedermachend von Dir damals sprechen? Gerade wenn Du jetzt erleuchteter bist, geliebter von Dir und anderen denken kannst, weil Du Dir deiner Gottzugehörigkeit gewiss bist- kannst Du barmherzig auf Dich damals zurückblicken. Es war doch mühsam, so verpuppt noch zu sein, so hektisch, drängend, blind vor Gerechtigkeitssucht vielleicht, jedenfalls verständnisschwach, was das Kompromiss- leben der Eltern angeht. Ind beim Lieben , was war das immer für ein Seiltanz zwischen sich Vergessen und Sicherheben- Du , auch schon damals nicht hohl , auch damals Du schon Gottes Kind, und getragen auch. Also Dank für alle Formen , durch die wir hindurch gezogen worden sind zum Jetzigen Ich. TG  
Sophie D.
11.03.2003
07:19 Uhr
     
Andrea, sicher kann man als Kind Gottes im Schatten stehen, man kann es sogar leichter. Gerade die Gotteskindschaft hilft, hinten an zu stehen oder mehr zu ertragen, wissend das Gott einen trägt. Die Beziehung zu Jesus ist dagegen auch Arbeit, sich die Mühe machen, ihn verstehen und sehen zu wollen. Die Beziehung zu Jesus hilft, nicht immer zu ertragen, sondern auch mal aufzustehen (Nimm dein Bett und geh) und sein Eigenes zu machen, das, was für die Seele wichtig ist. Aber es muß in Einklang mit Gott sein. So steht in der Predigt vom 2.3."Du Mensch, kannst ich sagen, weil du in einer unbedingten Beziehung stehst...Jesus lehrte die Menschen "Ich" zu sagen, mit aufrechtem Gang innen, inklusive aller Gebrechen und Sünden". Was ich früher an Ich hatte, war hohl. Was ich heute an Ich habe, ist von Jesus, es ist ein aufrechtes, wachsendes, zuhörendes, aufmerksames und auch abwägendes Ich, es ist vor allem ein Glauben. Und der tut gut. TG's Predigten, die die Gotteskindschaft wie durch ein Vergrößerungsglas zeigen, tragen dazu bei.  
Laura
10.03.2003
09:54 Uhr
     
Zu Walter Jens und gleichzeitig zur "Schatten-Kolumne" : Inge und Walter Jens haben ja soeben ihr gemeinsam geschriebenes Buch herausgebracht "Frau Thomas Mann - Das Leben der Katharina Pringsheim". Katia war trotz aller Schwierigkeiten und seiner Homophilie, auf die er sie schon vor der Ehe hingewiesen hatte, 50 Jahre lang wohl sehr froh, Tommis Frau zu sein und an seiner Seite stehen zu können, so dass sie gerne "Frau Thomas Mann" war!
Und wenn der Gatte von Petra Gerster kein anderes Leid hat als das, der Mann einer wunderbaren Frau zu sein, ist er eigentlich doch ganz gut dran! Trotzdem alles Gute ihm und all denen, die sich im Schatten ihrer Partner unwohl fühlen und sich nicht in deren Glanz mitsonnen können.
 
Andrea
10.03.2003
06:30 Uhr
     
Danke Sabine,
mit einer solch schnellen Antwort hatte ich nicht gerechnet.
Und im Grunde ist es die, die ich mir ganz tief drinnen, schon lange selbst gegeben habe.........
Geduld...........ist wohl die grösste Herausforderung für mich......immer schon gewesen........ich werde darum beten.
Lieben Dank nochmal, Sabine
Andrea
 
Sabine
10.03.2003
06:24 Uhr
     
Hallo Andrea,
wirklich sehr diffus gefragt, aber ich denke, wenn Du das Gefühl hast, nicht mehr helfen zu können, vielleicht wird Deine Hilfe auch abgelehnt?, dann lege alles in Gottes Hand.......habe Geduld..........und wenn die Zeit gekommen ist, dann wird sich eine Lösung finden.......
Geht mir manchmal auch so, ich komme in "Helfernot", rudere und strample und wenn ich es dann "aktiv" in Gottes Hand lege, tun sich ganz neue Wege auf. Zwar ab und zu scheinbar nicht in meinem Sinn, aber einige Zeit später erkenne ich den Sinn.....wenn sich manche Dinge drumherum klären, erscheint alles in einem neuen Licht.
Und oft können wir anderen einfach nicht helfen, oft müssen sie selbst erkennen, was für sie nötig ist.
Ist wie mit dem Schwimmen lernen.....Du kannst einen anderen noch so oft ins Wasser schubsen, ihm die Bewegungen vormachen, erst wenn er es selbst begriffen hat, seine Bewegungen selbst koordinieren kann, dann wird er es lernen. Du kannst ihm zwar Schwimmflügel geben, damit er nicht untergeht, aber das Schwimmen muß er im Grunde ganz allein machen.

Liebe Grüße,Sabine
 
Andrea
10.03.2003
06:12 Uhr
     
Ich muss einfach fragen, mich treibt etwas um.
Leider kann ich nur sehr diffus fragen..........
Ab wann muß man aufgeben, selbst aktiv zu helfen?
Wann muß man sich heraushalten und die Geschicke des anderen allein in Gottes hand legen und in Geduld abwarten?
Wann weiß ich, DASS Gott von mir will, dass ich noch aktiv helfe und wann muß ich selbst passiv werden und kann nur noch beten?
Wann hält man seinen Mund, wann redet man? Mit Engelszungen sozusagen?
Gibt es darauf überhaupt eine Antwort?
Muß ich das selbst entscheiden?
Wie entscheide ich?
Woran mache ich diese Entscheidung fest?
Oder ist das der Moment, Geduld zu lernen, loszulassen und einfach abzuwarten?
So viele Fragen..........und vielleicht keine Antwort.......ich kann nur darum beten.
Einen lieben Gruß an alle
 
Paul
09.03.2003
23:25 Uhr
     
hallo Sabine,

ich dachte es mir, dass das an HANS_PETER gehen soll.
Freue mich für Dich, und Deine neue Liebe.
Und möchte auch Hans-Peter Mut zusprechen.
 
Sabine
09.03.2003
22:15 Uhr
     
An Hans-Peter,

ich war nach einer Beziehung 4 lange Jahre allein, fast 40 Jahre alt, in einem Alter, in dem ich mir viele unnütze Kommentare anhören mußte. Aber ich bin gereift in der Zeit und habe nun einen neuen Partner gefunden.
Er ist sechs Jahre älter als ich, geschieden und hat zwei Kinder. Auch für ihn war es keine einfache Zeit, aber ich denke, gerade dies hat uns "reif" werden lassen füreinander.
Und wir sind uns begegnet, als eigentlich keiner von uns beiden damit gerechnet hat.
Und nun ist diese neue, frische Liebe so wertvoll für mich, dass ich sie pflegen möchte, wie eine kleine Pflanze und ich bitte Gott darum, dass wir irgendwann ein gemeinsamer starker Baum sind. Aber noch ist viel Gießen nötig, aber ich bin dankbar, dass ich die Hoffnung niemals aufgegeben habe. Und mich in der Zeit des Alleinseins nie aufgegeben habe. Auch wenn es oft nicht einfach war.
Aber nun zeigt sich, dass es lohnt, die Wunden heilen zu lassen.
 
Paul
09.03.2003
21:27 Uhr
     
hallo Hans-Peter,
ein Freund hat auch zwei Kinder und 3 jahre gebraucht, um die Scheidung zu verarbeiten. Unser Freundeskreis hat ihm zum Geburtstag eine Urlaubswoche geschenkt, dort hat er eine Frau kennengelernt, auch geschieden mit 2 Kindern, und sie sind momentan sehr glücklich. Der Glaube bedeutet ihm leider nichts und macht ihm daher auch keine Probleme. Eine Familie als solche gründen? Ich weiß nicht, meine Mutter war meiner Geburt fast 40, in meiner Pubertät war sie in den Wechseljahren, ich hab das schrecklich empfunden.
So viel vorerst einmal. Alle guten Wünsche!
 
Andrea
09.03.2003
17:46 Uhr
E-Mail    
"Die im Schatten stehen".........
steht man denn als Kind Gottes wirklich im Schatten????
Ich habe die Predigt von TG gelesen und so verstanden, dass jeder das ihm eigene Kreuz trage. In dem Falle ist es vielleicht das Kreuz, im Schatten zu stehen. Aber als Kinder Gottes können wir doch nur im Licht stehen, in "Seinem" Licht! Sollte das alleine nicht schon genügen? Wenn da nicht unser aller ach so starkes Ego wäre (und da schließe ich mich nicht aus).
Lieben Gruß an alle
 
Hans Peter
09.03.2003
17:14 Uhr
E-Mail    
Hilfe gesucht. Bin 48 . Geschieden. 2 Söhne . Bin oft traurig und
fühle mich inder Mitte des Lebens perspektivlos. Was kommt
jetzt noch ? Wo liegt der Sinn ? Ist es sinnvoll noch einnal eine
Familie zu gründen ? Was rät man einem geschiedenen Christen
mit 48 ? Gobt es ratschläge?
 
Sophie D.
09.03.2003
16:54 Uhr
     
"Die im Schatten stehen", das ist wirklich gut. Ich kenne das auch. Manche wußten nicht mal, daß ich auch einen Beruf habe, sie fragten nicht einmal. Ich war oft nur die Begleiterin des interessanten Mannes, sein Schatten sozusagen. Frauen wie Männer können da gleich blind sein. Genauso armselig ist es, wenn man nur nach dem Aussehen eingeschätzt wird. Und eine schlimme Sache ist es, wenn Menschen nicht zuhören, sondern nur selbst gehört werden wollen. Gott sei Dank gibt es auch Menschen, die an einer echten Kommunikation interessiert sind, man muß sie aber suchen wie die Stecknadel im Heuhaufen. Ich glaube, daß wir alle ärmer werden, es zeichnet sich ab. Dann gibt es nicht mehr soviel Ablenkung und dafür mehr Kommunikation und Zusammenhalt, wie einstmals in der DDR. Vielleicht hatten wir alle zuviel, so daß viel Egoismus entstanden ist.  
Traugott Giesen
09.03.2003
16:32 Uhr
     
Können wir nicht noch ein paar mehr Menschen auf "Lebensmut.de" hinweisen. Dies Projekt ist doch eine echte Herzenserfindung, viele stecken da iihre Zeit rein, das muß doch noch mehr Menschen anrühren. Die Predigten und Kolumnen kann man doch als Schaufel nehmen um sich selber umzugraben, im Forum streckt man dioe Bindeärmchen aus und ande klinken sich ein. Habe gerade mal eine der vielen Selbstmord-Seiten besucht und in ein Gästebuch den Hinweis auf "lebensmut.de" abgelegt. Das könnte man noch mehr machen und so Leben retten. Auch bei Traurigkeit und Beratung oder Freundschaft oder Ehekrach oder , oder könnte ein Link auf "lebensmut.de" doch hilfreich sein. Wer etwas Zeit übrig hat, der schreibe doch Hinweise ins Netz. Und gebe hier ins Forum Bericht, wenn er will oder Ideen. Der Schatz von Lebensmut kann jedenfalls noch mehr Nutzer vertragen. Danke TG  
Lucia
09.03.2003
10:24 Uhr
     
Jesus sagt, wir sind Brüder und Schwester im Glauben, also können wir uns alle duzen.

Ich finde diese Seiten sehr erbaulich und stöber gern mal ein bisschen rum.

 
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