Gästebuch


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Autor Nachricht
Menke
15.11.2005
09:21 Uhr
E-Mail    
Hallo Ihr Gästebuchleute!

Wenn das Jahr zu Ende geht!

Spüre ich endlich zum Glück unaufschiebar unafhaltsamm verdrängen,des festhalten der Freude,oder verdrängend in mich aller Selbstbildnisse.

Kalender werden durchforstet,Termine lasst vorüber sausen hier im Blickfeld auch Abschied der wehmütigen Gefühle,der Unterdrückung wegen nicht nur von mir selbst.

Neues noch nicht überschaubar,verdrängen wollen selbst in der Fortsetzung im Alten Gebrauch.

Schreibe noch hier antworte auch dort,um letzte Gewissheit zu haben doch was darauf folgt,ist der manchmal bald unendliche Monolog des verharrens all meiner Gedanken.
 
Elena
14.11.2005
12:08 Uhr
     
Ja, vielleicht heißt es das. Ich weiß nicht, ob dies dazu paßt:
Ich fühle mich gerade sehr wohl. Das macht die neue Regierung. Politik hat einen starken Einfluß auf mich, und ich bin ein permanent denkender, philosophierender, diskutierender Mensch. Die neue Regierung startet nicht mit einem großen Wurf, sagt man. Für mich tut sie das aber: sie startet in relativer Ruhe, die auf mich abstrahlt, in Gelassenheit, und Gelassenheit hat Größe. Sie kappt überall etwas weg, aber überall relativ gleichmäßig. Wenn ich nach Frankreich schaue, ein Land, in dem Riesenkluften entstanden sind, bin ich froh, dass wir einen ausgleichenderen Staat haben. Gewünscht hatte ich mir große Würfe, aber diese jetzt sichtbaren kleinen Schritte tun mir mental besser. Wenn das die Handschrift der Frau ist, die ich mit beiden Stimmen gewählt habe, einer Frau, die man nicht so sehen, sondern nur erahnen kann, dann habe ich zum ersten Mal in meinem Leben einen richtig guten Instinkt gehabt. Diese Regierung fängt relativ unideologisch an.
Das ist sie, die Schlange: Ideologie, jedwede. Sie verführt Menschen, zieht sie in ihren Bann und enttäuscht sie hernach.
 
do
14.11.2005
07:39 Uhr
     
"Mal mit Neugier sterben!" - Heißt das, vielleicht doch nicht das wissen und haben wollen, was man sich eigentlich sehnlichst wünscht, sondern akzeptieren, die "Neugier", den Wunsch-Traum unerfüllt, bewusst und ohne Frust mitzunehmen? Heißt das dann auch, akzeptieren, da dies alles eh nicht möglich ist, diesem Streben nach Erfüllung gänzlich zu entsagen, also nicht mehr forschen, wünschen, träumen? Oder habe ich nun einen Holzweg eingeschlagen? do
 
jakobus
13.11.2005
18:07 Uhr
     
"Und führe uns nicht in Versuchung" - ist das der Ausdruck des Argwohns gegenüber Gott - wie ihn auch die Schlange symbolisiert?
Allen eine gesgnete Woche, jakobus
 
Traugott Giesen
13.11.2005
15:27 Uhr
     
Dank fürs Mutmachen. Ja; Bibelenergie soll an unser Innerstes. -Darum ein, zwei Fragen mit Widerhaken wären schon gut .
Im Übrigen bald Totensonntag:
Das Mindeste: Mal mit Neugier sterben!
 
vögelchen
12.11.2005
23:52 Uhr
     
Mit seiner Bibelenergie hat TG für mich gezeigt, dass er erkannt hat, dass die auf den ersten Blick hin etwas glatt klingenden Formeln der Schöpfungsgeschichte den Menschen nicht zufrieden stellen kann. Und so ist er für mich ein breites Flussbett in dem die heiligen Texte sich strömend ausweiten können, durch seine Unterströmung die Tiefe der biblischen Texte erst sichtbar werden und mit der immer vorhandenen Uferböschung das Spirituelle nicht fehlt. Mit dem Blick von Christus aus, wird die Erzählung der Weltschöpfung noch in einem viel höheren Licht wahrgenommen.
Diese Berichte des alten Testamentes sind auch Bilder für innere Seelenvorgänge, die dazu auffordern wollen eigene Erfahrungen nachzuspüren und sie zu überdenken. Dies hier zu tun, verlangt schon ganz schön Mut und vielleicht könnten ein/zwei Fragen am Ende der BE formuliert hilfreiche Richtschnur sein. Damit die BE sich auch entfalten kann braucht es schon etwas Zeit und ich würde mir wünschen, dass sie nicht zu schnell aufeinander folgen. Ob das Gästebuch ein Nährboden für TG sein kann? Allen eine gesegnete Nacht V.
 
Joy
12.11.2005
06:59 Uhr
     
Noch eine Geschichte: Narnia, Band 1, Das Wunder von Narnia, eine Schöpfungsgeschichte. Der Junge darf den Apfel vom Baum des Ewigen Lebens mitten in einem Garten nehmen, aber für seine kranke Mutter. Die Schlange in Gestalt einer Hexe versucht ihn zu überreden, den Apfel für sich zu nehem. Sie verspricht ihm alles, was dem Menschengeschlecht wichtig erscheint, vor allem Macht, an der sie natürlich ihren Anteil möchte. Er widersteht. Er rettet ein Leben. Die Schlange - das Bild auch für den Appell an den Egoismus.
Lieber Jack, erst 42 Jahre nach Deinem Tod ist Narnia verfilmt worden, nach den Büchern Deines besten Freundes Tolkien und leider von Disney. Aber wenn es dazu führt, daß Deine Bücher wieder mehr gelesen werden, ist es gut so, wenn die Menschen merken, daß Du die ganze Zeit Gott versteckt hast in einer Bildersuchreise durch die Phantasie, schön dann. Deine Cosmic Trilogy, ein Schöpfungsepos mit Adam und Eva anders, Deine Phantasie "jenseits des Schweigenden Sterns", wie Du die Erde darin nennst, ist neu auf deutsch übersetzt. Ich hatte Dich ohnehin nie vergessen, seit ich Dich mit 10 Jahren in der Bibliothek entdeckt habe. Wenn ich Dich las, war ich so bezaubert von Dir wie die kleine Lucy. Später fand ich heraus, daß Du am gleichen Tag gestorben bist wie der andere Jack, der Kennedy-Jack.
Kleine Erinnerung an einen Unvergessenen, Clive Staples Lewis.
 
Astrid
10.11.2005
12:26 Uhr
     
Zur Bibelenergie:

hm..... also, ich meine ja:
Gott hat dem Menschen die Freiheit gegeben und die Freiheit
wäre ein sinnloses Geschenk, wenn es das Böse nicht gäbe
(man könnte sich gar nicht falsch entscheiden).

".... sollte mein Vater seiner geliebten Tochter schönste
Früchte vorenthalten ....."
Steckt dahinter nicht der Wunsch alles besitzen zu wollen?
(unter der Voraussetzung, dass man bereits gut versorgt ist...)

"Recht auf Schuld" ?
Besser ersetzen mit:
Möglichkeit des Schuldigwerdens ... ?

Der Mensch ist schwach und lässt sich leicht täuschen
(eigene Erfahrung).

Das Wort "Hirnhund" enthält, für mich, eine Geringschätzung
für den Verstand, der auch eine Gabe Gottes ist und nicht
seines Gegenspielers.
Man gewinnt den Eindruck, er sollte besser herausoperiert werden,
damit wir uns wieder im Paradies empfinden können.
Sicher ist doch aber wirklich gemeint:
Nicht das Hirn abschalten, sondern im Sinne des Guten gebrauchen.

"..... dem Menschen ist gesagt, was gut ist ...."
(Bibelzitat).

Nitzsches Vater war Pfarrer, aber Nitzsche hatte es dadurch auch nicht besser verstanden.
"Gutmenschen" in seinem Sinne wollen wir ja nicht sein.

Wie auch immer ... inzwischen alles Gute,
Astrid
verstanden





 
Astrid
10.11.2005
12:05 Uhr
     
" tg" herzlichen Dank für die Rückmeldung.

".... der muß sich draußen Sprache holen...."
dies der Grund, warum ich in´s Gästebuch schrieb - auch -
bin ich ohne Freunde nicht u. habe meine Arbeit.
Aber das kann keine Kommunikation in der Beziehung ersetzen.
Ich denke, die größte Diskrepanz in meiner Beziehungliegt darin,
dass mein Freund sein Leben lang (finde ich WIRKLICH schön für
ihn) NUR auf der Sonnenseite des Lebens war.
Um "seinen Sonnenbrand zu kühlen" suchte er Schutz im
"Schatten eines Nachtschattengewächses" ( zuviel Schattenseite
des Lebens erlebt).
Und nun, da die "Brandblasen verheilt sind" will er NUR NOCH
dahin, wo die "Sonne brennt" (GELD, Bewunderung, GELD,
Karriere, UND NOCH MEHR GELD....) - er hat halt ein
großes GELDungsbedürfnis -
 
h.r.
10.11.2005
11:01 Uhr
     
Aus Zerstörung u. Tod entsteht wieder neues , evtl. sogar ein neues Leben, ein Neubeginn zumindest, der schön sein kann oder auch nicht !??!! Aber es kann doch eigentlich nichts schönes entstehen, wenn ein Mensch zerstört, verletzt, trennt , Entsetzliches tut (ENTMÜNDIGUNG anstrebt), Leben "vernichtet", Familien trennt , sich dadurch selbst kaputt macht usw. !!! Das erlebe ich gerade alles HAUTNAH !!!! Ohne Anlaß oder Grund, meint man, oder man denkt , es gäbe keinerlei Grund. Also muß ich wohl oder übel kämpfen bis zum letzten !!! Es bleibt keine andere Wahl, so ist das !!!!!!!!! Ganz schlimm, was Menschen sich antun können !!!! Ab und zu fliegt mal ein kleiner Schutzengel vorbei, aber gelandet ist er noch nicht ! Der Geliebte Hund ist nun schon schon lange weg, man kann nur noch hoffen u. gute Besserung wünschen ??? ODER ???!!? H.
 
Traugott Giesen
10.11.2005
10:01 Uhr
     
den Eintrag find ich fruchtbar. Noch stärker ohne Vernichtungsworte über Menschen! bitte.Stark der Hinweis auf die Schlange bei ME und Mogli- so macht mir bibelenergie spaß. ich lege aus, im sinne von erstem Entwurd. dann ergänzt ihr mit eigenerfahrung und zitaten . und lockt zum nächsten Text aus der Bibel, die ja 1. Logbuch und Prophetie für die die Unendliche Geschichte , die dauernde, ist.  
Balou
09.11.2005
22:42 Uhr
     
Ach, die Kolumne ist interessant, aber sie reizt auch zum Widerspruch: Der ganz Alte, der 78Jährige, der ist nämlich nur physisch alt. Im Geist ist er ewig jung, flexibel, soweit er das kann, sein Treffen mit Küng beweist es vielleicht. Dieser Alte ist auch der Jüngste von uns. Er hat einen großen Geist. Einen großen Geist hat auch Hans Magnus Enzensberger, während Grass ein Politikum ist. Und auch der Friedensnobel- sowie der Literaturnobelpreis sind jeweils ein Politikum, sonst hätte der Denker und Lyriker Enzensberger diesen Preis. Ein großer und auch zeitgemäßer Geist muß zu seiner Zeit erkannt werden und nicht später wie Harold Pinter oder Schopenhauer. Vielleicht war Schröder sogar ein großer Geist, der nicht anerkannt war und sich daher zuwenig zurücknehmen konnte, wer weiß? Die Generation aber, die wir zur Zeit in den Parteivorständen haben bzw. wählen werden, hat nur Chancen, mehr nicht. Ich vertraue auf sie nur deswegen, weil sie aus dem Osten sind. Dort kenne ich reichlich Menschen, die weniger verdorben waren als wir (aber 1989/90). Heute sind viele schon wie wir, schreien nach Geld oder Pfründen. Wenn sich die Biograohie und der Geist von Merkel/Platzek durchsetzen, haben wir vielleicht eine Chance, aber nicht aus Altersgründen. Die Nahles ist doch ein Brechmittel.
Übrigens, in der unendlichen Geschichte von M.Ende, ist die Schlange, die sich in den Schwanz beißt, auch das Tor zur Freiheit. Sie muß aber dort ihren Mittelteil heben zum Tor, damit man hindurchgehen kann. Mogli schmeißt den einfach vom Baum, den Mittelteil, das geht auch.So einfach ist das nicht mit der Schlange.
 
Martin
09.11.2005
19:27 Uhr
     
Zur Bibelenergie schrieb tg: "Gott ist mit „schuld“ an unserm Schuldigwerdenkönnen- und müssen? Wer handelt, muß auch Versäumnisse und Fehler und Schuld auf sich laden. Damit, daß Gott uns das Wissen einräumt, räumt er uns auch das Recht auf Schuld ein, nämlich nicht dem Wissen des Guten gemäß zu handeln."

Mmm, ob man das wirklich so sagen kann? Wenn uns Gott nämlich ein Recht auf Schuld einräumte, so wären wir dadurch bereits gerechtfertigt. Wo bleibt hier die alleinige Erlösung durch Christus? Die Zwangsläufigkeit vom Schuldigwerden eines Handelnden bedeutet doch noch nicht gleichzeitig ein "Recht auf Schuld", das uns von Gott zugestanden wäre. Die Bibel nennt ja auch keine Ursache, auf die das Böse zurückzuführen ist. Die Schlange tritt zwar von außen an den Menschen heran, aber der Mensch ist es doch immer noch selber, der in Freiheit (!) in das Böse einwilligt.
 
Traugott Giesen
09.11.2005
16:26 Uhr
     
Wieder Bibelenergie
1Mose 3,1-3 Aber die Schlange war listiger als alle Tiere auf dem Felde, die Gott der HERR gemacht hatte, und die sprach zu der Frau: Ja, sollte Gott gesagt haben: Ihr sollt nicht essen von allen Bäumen im Garten?

Der abgründigste Dialog der Menschheitsgeschichte steht in diesen knappen Zeilen. Die Schlange ist uraltes Symbol für Kommen aus dem Urgrund, für Erstickenmachen durch (Jagd)List, aber auch für Häutung und Wandlung. Und für ein Denken, das nicht weiter kommt: Die Schlange beißt sich in den Schwanz. – So ist die Schlange auch Symbol der ewigen Wiederkehr des Gleichen- ohne Fortschritt zu irgendeiner Heilung.
Die Schlange spricht- was der Mensch auch aus sich selbst sagen kann: Ja., sollte Gott das wirklich gesagt haben? Sollte mein geliebter Vater seiner geliebten Tochter schönste Früchte vorenthalten- das kann doch nicht wahr sein: genießt was alleine, ohne mit seiner Tochter zu teilen. Die Schlange ist Bild für das menschliche Argwöhnen gegen Gottes Güte. Dies Argwöhnen haben die Alten durch das Auftreten der Schlange als von außen kommend beschrieben. Und tatsächlich ist der Argwohn gegen Gott- er könne uns quälen indem er uns Glück willentlich vorenthält und Unglück uns zufügt, himmelschreiend. Ist der Mensch zu diesem Argwohn fähig, ist er dazu fähig gemacht. Denn keiner hat sich selbst geschaffen. Durch Auftritt der Schlange, die ja Gottes Geschöpf auch ist, zeigen die Alten: Gott ist mit „schuld“ an unserm Schuldigwerdenkönnen- und müssen? Wer handelt, muß auch Versäumnisse und Fehler und Schuld auf sich laden. Damit, daß Gott uns das Wissen einräumt, räumt er uns auch das Recht auf Schuld ein, nämlich nicht dem Wissen des Guten gemäß zu handeln.

 
licht
07.11.2005
18:01 Uhr
     
... an einer Schwelle herrscht stets zarteres Licht. Eine Insel ist ein umgrenzter Ort, eine spannungsgeladene Schwelle zwischen Himmel und Meer, Land und Licht... so denkt John O' Donohue.

Und hier im NordenMeer darf ein neugesandtes Hoffnungslicht leuchten. Es wirkt feinfühlend und liebevoll und fröhlich - es ist wunderschön. Das summt und tanzt auch das Reet - beim Weg am Watt auf St.Severin zu... Die Bäume um's Pastorat sind auch froh, daß sie da sind: Der MenschenDreiklang und der Hund. Ganzviel lebendiges Licht.
 
DS
07.11.2005
12:18 Uhr
     
Ja Thomas,
TG hat mal gesagt - frei : schau in das Gesicht eines Kindes und du siehst Gott. Wohl wahr, warum schneiden wir später so schnell und gern Fratzen end entfernen uns ? Herzlich DS
 
Elena
06.11.2005
21:53 Uhr
     
Angst, ein Tier zu sein? Etwas merkwürdig, denn Tiere haben keine Angst. Nur Tiere, die von Menschen schlecht behandelt werden, haben so etwas wie Angst. Und Menschen, die sich wie Tiere benehmen, haben Angst und werden aggressiv.

"Hirnhund" bedeutet abhängig sein vom Gehirn, vom Denken, glaube ich zu verstehen. Da wir vom Gehirn und vom Denken abhängig sind, können wir auch, so wir nicht innerlich frei sind, von anderen Menschen gesteuert werden. Also sind wir, vielleicht nicht alle, aber viele, abhängig, und kaum ein Mensch ist völlig unabhängig.

Abhängig sind wir auch über Emotionen. So kann Nicht-Sprechen auch Entzug und emotionale Erpressung bedeuten. Es sei denn, der der nicht spricht, leidet an einer Form von ADS oder auch Alexithymie ( Mangel an Möglichkeit, Gefühle zu äußern, Krankheit ).

Vom Baum der Erkenntnis zu essen, bedeutet sehr viel, finde ich, dieses Bild. Es hat die gleiche Bedeutung wohl wie das Bildnis zu Sais. Eins ist mir fast sicher: darüber kann nicht gesprochen, nicht diskutiert werden. Sprache zerredet auch oft.
 
Thomas Müller
05.11.2005
18:53 Uhr
E-Mail    
"Kinder sind kleine Menschen."
Onorato Fava

Aus:
http://www.augenhoehe.at/index1.html

Dabei habe ich jeweils das starke Gefühl, dass Gott nahe dabei ist ...! Ihr, Sie auch ?

Mit herzlichen Grüssen
thomas
 
corinna
05.11.2005
16:54 Uhr
     
Zur Bibelenergie: Die Tiere haben im Gegensatz zu uns das Paradies des "nicht-Denken-Müssens", aber dafür sind sie abhängig. Mein Hund ist immer abhängig davon, dass ich ihn versorge. Ich finde es so bewundernswert, dass er mir vertraut. Ob er wohl diese Abhängigkeit fühlt? Ich hätte große Angst ein Tier zu sein und versuche es deswegen meinem Hund richtig gut gehen zu lassen.
Ich hoffe, dass diese unterschiedlichen Merkmale von Mensch und Tier im Himmel keine Rolle mehr spielen und sich in Gottes Liebe aufheben.
Viele Grüße
 
ds
05.11.2005
15:11 Uhr
     
Hamburger Abendblatt von heute ::( einen guten Tag morgen und herzlich : euer DS)

Die Neue in Keitum
Pastorat: Theologin aus Hamburg auf Sylt. Susanne Zingel predigt Sonntag zum ersten Mal vor der St.-Severin-Gemeinde. Angst vor dem Vergleich mit ihrem Vorgänger hat sie nicht.
Von Elisabeth Jessen

Keitum/Sylt -
Eine grüne Girlande aus Tannenzweigen schmückt die Eingangstür zum Pastorat in Keitum. Auf einem roten Schild steht: "Glück und Segen zum Einzug." Der Empfang für die neue Pastorin war herzlich. "Zur Begrüßung kam der ganze Kirchenvorstand und brachte Torte mit", sagt Susanne Zingel. "Ich mußte erst mal Kaffeetassen suchen."

Die 44 Jahre alte Pastorin hat am Dienstag ihr Amt angetreten, und schon prasseln jede Menge Anliegen auf sie nieder. "Allein heute habe ich schon vier Hochzeiten angenommen", sagt sie und läßt sich auf das rote Samtsofa fallen, das einen so schönen Kontrast zu den weißen Sprossenfenstern im alten Pastorat ergibt. Das Sofa, ein altes Familienerbstück, sollte zum Sperrmüll. "Da saß eigentlich nur noch der Hund drauf, aber als es weg sollte, brachten wir es doch nicht übers Herz." Neu gepolstert und bezogen, ist es nun opulentes Herzstück ihres heimeligen Büros. Die dunkelroten Amaryllis in der großen Glasvase sind nur ein Indiz, daß hier eine Frau wirkt.

Ihr Amtsvorgänger Traugott Giesen war weit über die Insel hinaus bekannt. Kennengelernt hat sie den wortgewaltigen Prediger im Ruhestand noch nicht. Das wolle sie in Ruhe machen. "Traugott Giesen hat das hier wunderbar gemacht." Sie hat ihn selbst predigen hören, als sie nach der Abgabe ihrer Bewerbung das erste Mal in Keitum war. Angst vor dem Vergleich habe sie nicht. "Ich bin gespannt. Und ich habe Respekt vor dem neuen Lebensabschnitt. Wenn man heutzutage irgendwo neu anfängt, dann erwarten alle ein Konzept", sagt die attraktive Pastorin mit den intensivblauen Augen. "Ich will mir in der Gemeinde erst mal sehr genau anhören, was schön war, was man sich wünscht, was weitergehen soll, was fehlt. Dann will ich das mit meinen Vorstellungen zusammenbringen." Sie komme in eine sehr lebendige Gemeinde mit wunderschönen Gottesdiensten und Konzerten, sagt Zingel. "Hier ist sehr viel Lebendigkeit, und es gibt eine Inseltradition. Die schreibe ich nicht neu."

Elf Jahre war Susanne Zingel Pastorin in der Christiansgemeinde in Ottensen. Beim Abschiedsgottesdienst vor wenigen Wochen flossen viele Tränen. "Es gab keinen Streß und keinen Streit und meine Stelle sollte nicht gekürzt werden. Aber es war etwas in mir, das sagte, es ist Zeit aufzubrechen. Solche Stellen wie hier in Keitum gibt es nur selten", sagt die gebürtige Lübeckerin. "Das ist eine wirkliche Predigtstätte. Hier kann man sich auf das Wesentliche konzentrieren." Ein Freund hatte sie auf die Stellenausschreibung aufmerksam gemacht.

Zingel, die aus einer Pädagogenfamilie kommt, hatte schon als junges Mädchen den Wunsch, Pastorin zu werden. "Meine Mutter hat mir erklärt, das ginge nicht. Das sei ein Männerberuf." Damals habe es weit und breit keine Pastorinnen gegeben. Sie studierte trotzdem Theologie in Kiel und Göttingen und wurde mit 28 Jahren ordiniert.

Die neue Keitumer Pastorin, die auch Munkmarsch und Archsum mitbetreut, freut sich, daß sie ihr Amt schon jetzt und nicht wie geplant erst im Frühjahr antreten konnte. Der Kirchenvorstand hatte sich dafür eingesetzt. "Wir haben also den ganzen Winter Zeit, uns kennenzulernen. Wir haben Zeit für Gespräche und Besuche, bevor die Hochsaison wieder beginnt", schreibt sie im Kirchenbrief an die 900 Gemeindemitglieder.

Zingels Ehemann Stefan wird zwischen Sylt und Hamburg pendeln müssen. "Er arbeitet für den NDR und hat eine Agentur für Hörbücher." Aber ihr gemeinsamer Sohn Luc Olsen, der im Dezember drei wird, lebt mit ihr auf der Insel.


Einführungsgottesdienst So, 15 Uhr, St. Severin, Keitum. Info: www.st-severin.de

erschienen am 5. November 2005

 
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