Gästebuch


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:: lebensmut.de ::
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Astrid
30.03.2004
22:54 Uhr
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In Gedenken an einen wundervollen, mutigen, liebenden
und konfrontationsfreudigen Menschen (der mir VORBILD war
und deren "Vertreter" es leider immer weniger gibt - warum
wohl ?)
:" Der Terrorismus ist der Krieg der Armen
und
der Krieg ist der Terrorismus der Reichen."

PETER USTINOV
 
Thomas Müller
30.03.2004
13:10 Uhr
E-Mail    
Achte auf Deine Gedanken,
denn sie werden Worte.

Achte auf Deine Worte,
denn sie werden Handlungen.

Achte auf Deine Handlungen,
denn sie werden Gewohnheiten.

Achte auf Deine Gewohnheiten,
denn sie werden Dein Charakter.

Achte auf Deinen Charakter
denn er wird Dein Schicksal.

Aus dem Talmud

E schöne Tag wünschen'ig Euch allne

thomas

PS: Bei uns wird's mit Riesenschritten FRÜHLING !!!!
 
Elena
26.03.2004
08:44 Uhr
     
"Welt: das ist das wunderbare nur brüchige Glücken". "Asche"
Gestern und vorgestern Bilder von der Trauerfeier in Madrid, eine bitterlich weinende Infantin Cristina. Diese addieren sich zu den Bildern unmittelbar nach dem 11.3. Dort waren Menschen mit Bindungen, denen glückte etwas, und dann wird es zerrissen. Nehmen wir Anteil daran, wissen wir, daß Glück brüchig ist.
Zeigt nicht die Szene im Ölgarten auch, daß Glück brüchig ist? Sagt Jesus: "Meine Seele ist betrübt bis in den Tod. Bleibt hier und wacht mit mir". Und alle schlafen, die, die er so behütet hat, verlassen ihn. Einer verrät ihn, und einer distanziert sich von ihm, keiner ist sichtbar mehr. Doch später, auf dem Gang nach Golgatha, bleibt einer bis zum Ende in seiner Nähe: Johannes. Noch am Kreuz zeigt sich Jesus als eine glückende Person: er vertraut den kleinen Lieblingsjünger seiner Mutter an und die Mutter dem Jünger. Kurz, bevor er aushaucht, verteilt er noch dieses Glück. Das zeigt mir, daß er bis zum Ende am Glücken der Menschen interessiert ist, und zeigt mir auch, daß wir Menschen selber brüchig sind, wenn schon die nächsten Jünger (bis auf einen) so schwach und feige waren. Glück ist für mich so brüchig, wie der Mensch, der dahinter steht. Und Jesus war eben nicht brüchig.
 
mina
25.03.2004
08:08 Uhr
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liebe sophie, vielen dank. im moment scheint es meiner freundin und ihrer familie echt schon besser zu gehen. ich war jeden tag da und hab versucht sie aus dem "trauerumfeld" herauszuholen. meistens hat das auch gut gewirkt. die beiden töchter scheinen echt gut damit klar zu kommen, obwohl sie noch so jung sind. naja, heute ist die beerdigung und das wird bestimmt ein schwerer tag, aber ich glaube danach können die drei wieder nach vorne blicken und da werden sie bestimmt wieder viel kraft brauchen. ich finde es übrigens ganz toll, das sich so viele menschen darüber gedanken machen!! dankeschön. mina  
Sophie D.
24.03.2004
11:00 Uhr
     
Liebe Mina! Wir müssen selbst gerade eine Familie trösten, die den Mann/Vater verloren hat. Wir rufen regelmäßig an. Wir laden sie auch ein, aber sie wollen im Moment nicht kommen. Ich glaube, Trauer ist ein sehr individuelles Gefühl, das zunächst allein verarbeitet werden will, meist in der Nacht. Da kann man ein Engel sein, der sich nicht aufdrängt, aber sagt: "Ich bin da, wenn du mich brauchst", ein schweigsamer Engel, der einfach nur da ist, den Arm um die Schulter legt, auf den der Trauernde zurückgreifen kann. Den Rest macht Gott selbst, plötzlich ist er da, jedenfalls geschieht mir das oft so.
"O! dann neigt sich Gott herüber,
Seine Liebe kommt uns nah,
Sehnen wir uns dann hinüber,
Steht sein Engel vor uns da."
 
mina
24.03.2004
09:18 Uhr
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danke. geweint habe ich mit ihr schon die letzten tage. aber ich habe immer mehr das gefühl sie verdrängt alles und darüber reden will sie auch nicht. naja, morgen ist die beerdigung, mal sehen. trotzdem vielen dank. mina  
Rebekka
24.03.2004
09:14 Uhr
     
Liebe Mina, ja es ist schwer, vielleicht hilft Dir die Predigt von TG "Ob wir leben oder sterben" vom 23.11.03 oder die Kolumne "Wo sind unsere Toten" vom 24.11.01 - vorausgegangen in ein Haus voll Licht. Dir alles Liebe Re  
Thomas Müller
23.03.2004
17:31 Uhr
E-Mail    
Liebe Mina

Ich kann Dir oder Deiner Freundin kaum wirklich helfen. Aber ich habe mir überlegt, was ich machen würde, geschähe das in meinem Umfeld.

Ein Gedanke, der mir auftauchte. Vielleicht eine Möglichkeit?

Geh' zu Deiner Freundin und weine mit ihr!

Mit herzlichen Grüssen
thomas
 
Thomas Müller
22.03.2004
16:48 Uhr
E-Mail    
Einfach ein schöner Gedanke, den ich Euch nicht vorenthalten will:

Ich spanne Seile von Kirchturm zu Kirchturm,
Girlanden von Fenster zu Fenster,
goldene Ketten von Stern zu Stern ...
und ich tanze!

Rimbaud

Mit herzlichen Grüssen aus der Schweiz
thomas
 
mina
22.03.2004
09:46 Uhr
E-Mail    
hallo. der vater meiner besten freundin ist vorgestern gestorben und ich habe im moment keine ahnung, wie ich darauf reagieren soll. beim suchen nach schönen beileidssprüchen bin ich auf eure seite gestoßen und finde sie echt gut. leider weiß ich echt nicht wie ich meiner freundin und ihrer familie helfen kann, habt ihr einen vorschlag?? das wäre echt super. vielen dank  
Bärbel H.
21.03.2004
19:48 Uhr
     
Hallo! Zur letzten Kolumne: An so sehr ,,paradiesische" Zustände kann ich mich eigentlich nicht erinnern, wenngleich ich kein Grund zum Klagen hätte- eigentlich: Nach der Wende konnte man sich ein Haus leisten, in dem man noch immer wohnt, man hat einen Job
( wenn auch nur auf Teilzeit bei garantiert geringerem als westlichen und obendrein demnächst wieder sinkendem Gehalt). Auf einen Moses werde ich nicht mehr warten, weder in der Politik noch in der Kirche. Die meisten Leute im Osten dieses inzwischen staatlich (Gott sei Dank ) wieder geeinten Landes kennen seit mehr als einem dreiviertel Jahrhundert den Druck, sich anzupassen, sei es einem Regime oder nicht all zu üppigen Verhältnissen. Sie erleben aber das, was derzeit passiert( unter dem euphemistischen Begriff ,,Reformen"), als bedrohlich und verlogen, weil die Umverteilung nur in eine Richtung zu gehen scheint. Gestern erlebte ich auf Phönix Heiner Geißler, in dessen jüngstem Buch ,,Was würde Jesus heute sagen" ich einige Antworten, wenigstens Anregungen zu finden hoffe auf die gegenwärtigen Probleme. Ich werde es auf jeden Fall lesen, und wenn die Erwartungen sich erfüllen, es weiter empfehlen.
 
Rebekka
20.03.2004
16:25 Uhr
     
Weiter wollte ich noch sagen, dass mir bewußt ist, dass mein Geschriebenes eine momentane Selbstwahrnehmung beim lesen war. Aber ich finde es gerade gut, dass Ihre Predigten einen Freiraum dafür lassen und ich spüre auch dabei, dass hier ein klarer Blick nach außen mit dem tiefen Blick nach innen verbunden ist wo Gefühle und Gedanken, Liebe und Verstehen nicht getrennte Dinge sind, sondern ständig eines ins andere übergeht. Dass ich mich im hauchdünnen Zwischenraum der unvereinbar scheinenden Gegensätze, dem ausgeliefert fühlte, hat nur mit mir persönlich zu tun. Ganz aus der Ferne, ganz aus der Tiefe weiß ich Funken, Worte, Zeichen, Verheißungen, Andeutungen, Anhauch von Freiheit, kenne ich Verlebenbdigungen durch Ihre Predigten TG. Re  
Rebekka
20.03.2004
14:37 Uhr
     
Eigentlich wollte ich nicht in die Wüste um einen Führer zu finden, sondern Gott und mich klären, vielleicht reichen auch schon 40 Tage.
"Jesus denkt nicht in zwei Welten", warum dann hier nur das Brüchige, Flüchtige, Vorläufige, freudlose Schwache, das Lieblose und die Dunkelheit, all das was mein Herz in Unruhe bringt, was mich betroffen macht und wo ich mich angesprochen fühle. Würde ich mich doch lieber in der Helligkeit wiederfinden wollen, die hier leidenschaftlich beschrieben wird - doch erst wenn auch mir die Füße gewaschen, wenn auch ich rein bin, erst dann wenn ich bei Gott sein darf?
D. Sölle schreibt: "Nur der Kampf mit dem dunklen Gott macht erwachsen, d.h. verantwortungsvoll und bringt die Heilung des Menschen", kann mich das nun trösten und beruhigen? Oder ist es doch Jesus Liebe, das sich hinhalten, das am anderen teilhaben, die Erlösung finden läßt, denn wir alle wollen doch nur geliebt und gewollt sein. Re
 
S.D.
20.03.2004
11:38 Uhr
     
Liebe Webmasterin, lieber TG! Vielen Dank für die schöne Predigt über die Fußwaschung. Lebendiges Wasser, bringt langsam auf österliche Gedanken.  
Traugott Giesen
20.03.2004
09:02 Uhr
     
Ich mach hier etwas Pause. Ostern melde ich mich wieder. schickt mal Fagen und Gedanken zu einer Predigt an Ostern. Bis dahin: M.L. Kachnitz: Manchmal stehen wir auf, stehen zur Auferstehung auf mitten am Tag...... Bleibt behütet . Und Freude allen. TG  
Moderator
19.03.2004
22:27 Uhr
E-Mail    
Vielleicht haben einige auf eine Antwort oder Reaktion des Moderators gewartet - nun sie bleibt aus. Auf Streitgespräche mit Teilnehmern, die sich nicht verstanden oder ausgeschlossen fühlen habe ich keine Lust. Es könnte in einer unendlichen Kette von Rede und Gegenrede enden. Dafür ist dieses Forum zu schade. Nur dies: ich bin erschrocken wie Worte im Munde verdreht und für böse Unterstellungen (etwa "Beleidigung eines Schweizers") benutzt wurden. Wer die Einträge des Moderators genau gelesen hat, wird auch ziemlich genau verstanden haben, was gemeint war - mehr nicht, weniger nicht.

Schön wäre es, wenn wir zu den wirklich wichtigen Themen zurückkehren könnten - vieles, was in den letzten Tagen angerissen wurde, ist verlorengegangen in der unseligen Diskussion über die Einmischung des Moderators.
 
Thomas Müller
19.03.2004
18:33 Uhr
E-Mail    
Liebe Rebekka

Ich unterhalte mich gerne weiterhin mit Menschen von hier! Aus Gründen, die mir nahe gelegt wurden und die ich akzeptiere und nicht werten will, wurde ich angehalten, mich SEHR zurück zu halten. Ich bin fremd hier, deshalb tue ich es auch.

Wenn Du/Sie, jemand mit mir ein Gespräch führen/weiterführen möchte, so bin ich auch daran interessiert und freue mich auf eine Mail.

Mit herzlichen Grüssen
thomas
 
Rebekka
19.03.2004
11:05 Uhr
     
Hier noch einen Nachsatz, vielleicht auch eine Anregung bis...!
Mich beschäftigt im Moment sehr, was habe ich - andere - Fremde eigentlich für ein Bild von der Welt, gerade im Hionblick auf die Passionszeit, Karfreitag und Ostern. Gruß Re
 
Rebekka
19.03.2004
10:29 Uhr
     
Lieber Thomas Müller, jetzt wo Sie sich "sogar" nicht mehr weg gestoßen fühlen, könnten Sie doch auch bleiben, zu mal Ihre Traurigkeit vielleicht darauf hinweist. So eng wie IHnen diese Seite im Moment gemeint scheint, ist sie doch gar nicht. Jedenfalls würde ich mich freuen, von Ihnen eine andere Seite kennen zu lernen. Aber entscheiden Sie selbst - ich werde es merken.
Mir ist wichtig noch zu sagen, das ich dafür eintreten möchte, dass andere Glaubensrichtungen in unseren Kirchen Heimat finden und sie mit ihrer Frömmigkeit rituell beleben, da das Interesse an der Kultur anderer Religionen unübersehbar zugenommen hat und sich dahinter die Sehnsucht nach gelebten Glauben verbirgt. Ich fasse
Religiösität allerdings auch sehr weit.
An dieser Stelle möchte ich der Moderatorin im vorhinein für Ihre Arbeit danken, denn die nächste Predigt kommt gewiss, und auch für Ihre wachsame Direktheit. Re
 
Thomas Müller
18.03.2004
10:55 Uhr
E-Mail    
Liebe alle Mitleserinnen und Mitleser hier und auch an alle, die hier "etwas zu sagen haben"

Ich danke Euch für die wirklich offenen Antworten. Ich akzeptiere natürlich die Idee, die hinter diesem Gästebuch steckt. Herr Pastor Giesen hat es nun so gesagt, dass "sogar ich" mich nicht weg gestossen fühle.
Ich würde aber trotzdem meinen und wage es zu sagen, dass es diesem "Platz" und den MENSCHEN darauf wohl täte, wenn ....

Ich übersetzte mal: Dies ist Ihr/Euer Platz mit Ihrem/Eurem erwünschten Themenkreis und mit dem Wunsch, dass möglichst "Lebensmut" als Hauptthema hier dominieren soll. Keine eigentlichen Alltagsgespräche, wenn es möglich ist.

Trotzdem erlaube ich mir die Frage, anders formuliert, nochmals:
Verlangt denn nicht das Leben selbst schon Lebensmut, um es am Leben zu erhalten? Ich selbst gewinne Lebensmut aus Gesprächen mit Mitmenschen - gar nicht nur virtuell, aber einfach durch das FREIE Gespräch selbst!

Eine zweite Frage doch noch:
Kann ein freies Gespräch auf einem "Marktplatz", wie diesem, in der Abfolge und zeitlich etapiert werden, ohne dass die Spontaneität gestört wird? Eine Spontaneität, die erst das Wahre im Gespräch ausmacht ....

Ich verabschiede mich (immer noch etwas traurig) von Ihnen und Euch allen hier und wünsche Euch einen freien, frohen - trotz auch und gerade wegen allfälligen Lebensmut-Problemen - Marktplatz.

Allen, auch denjenigen, die keine Probleme haben, wünsche ich, dass sie zuversichtlich in die Zukunft blicken können, auch wenn es bei einigen, sicher auch in Ihrem Umland, derzeit vielleicht schwierig erscheint.

Dies wünsche ich allen von ganzem Herzen!
thomas



Der Moderator ist dazu da, auf diese Spielregel zu achten- Schön, wenn einige Unentwegte die Moderatoren-Mahnung verstanden hätten nicht als Angriff sondern einfach als Empfehlung, mal eine Spanne Zeit zu schweigen.
 
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