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Abendrot
04.03.2016
08:03 Uhr
     
Ich meine festgestellt zu haben, dass die gesamten Kriegsgenerationen einen an der Waffel haben, genauer, sie sind schwer beschädigt worden, und statt darüber zu reden, ließen sie das in autoritärem Gehabe innerhalb der Familie 'raus. Nach dem Krieg wurde es deutlich besser; 68er, die wilhelminische Altgewissheiten aufbrachen, Freud und Reich wurden wichtig, man therapierte die Eltern weg oder versuchte das zumindest.
Mein Lieber hat Teile seiner Jugend im Keller verbracht. Eine Stadt weiter hätten sie verschüttet werden können. Er erzählte lachend von den Kellersitzungen mit den Nachbarn. Der Gedanke an die Nachbarstädte wurde verdrängt, das Schicksal der anderen ins Regal gelegt, was leicht war, weil die gesamte Republik auf die Schuld ausgerichtet war und ist.
Zur Zeit holt man sich neue Kriegstraumatisierte ins Land, aber leider nicht gezielt. Man hätte sie 'rauspicken und abholen und danach gut versorgen können, auch psychotherapeutisch, und später, mit klarer Ansage am Anfang, mehrsprachig und besser gebildet in ihre Länder zum Aufbau zurücksenden können. Die Ansage kam inzwischen, aber sehr spät und nur dem Wahlkampf zu verdanken. Mit Menschen wird umgegangen wie mit Material und mit Tieren auch, siehe link. Wenn nur noch die Bauindustrie zu sagen hätte, der Hauptprofiteur der sinnlosen Schleppbewegung, würde sie Knochen zu Mörtel verarbeiten. Die sind seelenlos und die Großfischerei auch. Und wer einen Elefanten für ein scheinbares Aphrodisiakum tötet, gehört zehn Jahre hinter Gitter:
http://www.welt.de/wissenschaft/article152890368/Groesstes-Artenst erben-seit-Verschwinden-der-Dinosaurier.html
http://www.rhinos-in-europe.net/wp/2016/02/augsburg-baby-2-ist-ein-maedchen/
 
Effi!
03.03.2016
22:13 Uhr
     
Briest  
Abendrot
03.03.2016
22:08 Uhr
     
Ein Glücksfall, auch nicht schlecht.
Er sah natürlich, dass ich anders wurde, dezidierter, abgegrenzter, genauer. Er: Mein Lieber. Er war überaus paranoid in solchen Dingen und neugieriger als BILD. Ich musste jemanden erfinden, und das tat ich. Ich erzählte etwas Schnickschnack und dazu, ich könne nicht viel dazu sagen, weil er bei einem Dienst arbeitet. Das war der Renner. Mein 003 oder sowas. Die Distanz zu beiden hat mich endlich in Form gebracht. Vorher war ich eine Art Besitz, das ist nicht gut. Daher kann ich ihn jetzt unbefangen betrachten, manchmal meine Fehler reflektieren und nicht seine. Er ruht in großem Frieden mit mir. Jeden Morgen, wenn ich aufstehe, schaue ich zuerst sein Photo an. Neben seinem Photo steht noch ein ganz kleines. In Schwarzweiß. Mit seiner Schultüte bei der Einschulung. Und ein kleines von seinem Vater.

Steffi Graf war ein Glücksfall.
Herrliche Persönlichkeit geworden.
Lebensweisheit: Männer sind neugieriger als Frauen.
 
tg
03.03.2016
19:51 Uhr
     
Steffi B ist ein Glücksfall  
Abendrot
03.03.2016
19:01 Uhr
     
Es fehlt einem manchmal menschliche Größe, das geht wohl jedem so.
So fragte ich mal bezüglich der Taizé-Lieder, ob es nicht machbar wäre, "Bénissez le Seigneur" zu singen. Eine Sängerin hätte sich gefunden. Oh, dachte ich, hätte ich doch lieber nicht gefragt und mich aus der hochheiligen Taizé-Veranstaltnug 'rausgehalten.
"Bénissez le Seigneur" ist ein Jubelgesang auf den Schöpfungsgott, so klar wie die Augen von Frère Roger.
Heute würde ich mich durchsetzen und diesen Chauvinismus durchbrechen. Ich würde einfach Ingrid damit anbaggern.
 
Abendrot
03.03.2016
18:48 Uhr
     
@ tg
Er hatte etwas von Jesus, ohne das zu wissen. Sehr direkt stellte er Dinge klar, ohne dabei auch nur einen Funken böse zu sein. Ich erkannte ihn daher wieder, ich kannte die Art schon längst. Ja, so etwas ist eine Perle.
Er hatte etwas für mich übrig und ich für ihn, und wir haben es geschafft. Wir haben auch eine große Gemeinsamkeit: Wir respektieren unsere Kinder, zu denen die Partner gehören, die man manchmal etwas zu lange kennt, in Momenten. Das gab es schon immer. Steffi Briest. Man sollte nie in Nähkästchen, heute mailboxes genannt, herumschnüffeln. Entfaltung ist gut.

Jakobus ist übrigens auch eine Perle, vermutlich.
 
jakobus
03.03.2016
16:10 Uhr
     
ja, Abendrot: Narzissten und Egomanen wünschte man eine Portion Demut und die Erfahrung/den Glauben, dass wir uns nicht selbst verdanken.
@ tg: Auch sollten wir uns selbst verzeihen können.
Grüße von jakobus
 
tg
03.03.2016
16:08 Uhr
     
Warum so rigoros mit sich? Eine Eisenstange in die Wirbelsäule??? ( wie die wunderbare Frieda Kahlo-nach ihrem mörderischen Unfall) Und warum "zum Glück kein Verhältnis" Das muss ja ein Mirakel von Mann sein, dem Sie zweimal den Orden "Perle" verleihen. tg  
Abendrot
01.03.2016
22:03 Uhr
     
Sieh mal an, tg, darüber muss ich nachdenken, und noch vor zehn Jahren hätte ich das nicht gemusst. Was ist dazwischen passiert?:
Ich habe einen Mann kennengelernt, online, der mir nach einer Weile auf den Kopf zuschrieb, masochistische Züge zu haben, und er hatte Recht. Das war die Perle meines Lebens, keine Beziehung - wir waren beide verheiratet - aber eine Sympathie, ein echtes Interesse an gegenseitigem Wohlbefinden. Danach habe ich diesen unangenehmen Zug peu à peu abgelegt. Gleichzeitig habe ich mir ein gerüttelt Maß an Höflichkeit zugelegt (meistens), um mich dezidiert verteidigen zu können.
Mit der Perle meines Lebens, die mir eine Eisenstange in die Wirbelsäule gepflanzt hat, einem Mann mit hohen psychoanalytischen Qualitäten, hatte ich keine Beziehung, Gott sei Dank. Und ich habe mich revanchiert.
So was passiert nicht jedem. Ich bin dem Schicksal dankbar dafür. Vielleicht war es auch Gott, der, so er existiert, registrieren dürfte, dass ich keine Scheu habe, auch in unpassenden Kreisen hin und wieder ein gutes Wort für ihn einzulegen und dabei ein sehr klares, und auch für seinen Menschensohn. DEM habe ich auch wesentliche Dinge zu verdanken.
Irgendwo schrieb gestern ein Autor (ich glaube in der FAZ), dass ihn wundere, warum die Oscar-Preisträger sich nie bei ihren Lehrern und Vorbildern bedanken. Wundert mich auch. Fürchte, dass das alles hemmungslose Narzissten sind. Egomanen manchmal.
 
tg
01.03.2016
11:20 Uhr
     
Ich muss mir von mir selber nicht alles gefallen lassen (Tamara Dietl)-
Ich kann auch anders. Ich bin mehr, nicht zwangsgesteuert- Heute, in irgendeiner Angelegenheit, geb ich mir einen Ruck - heut nacht, vorm Einschlafen,sag ich: "Siehste ". Wetten.
 
Menke
24.02.2016
17:00 Uhr
E-Mail    
Die Welt bleibt nicht stehen!

Wir können Menschen aus der Vergangenheit, heute auch noch wie damals spüren, manchmal sehen wir sie auch irgendwo an ihren Lieblingsplätzen uns zuwinken.
Dann enstehen Bilder die alles nur noch glaubhafter machen und uns mitteilig machen wollen.
Ja selbst wie damals, lassen wir diese Bilder ins eigene Leben einfliesen.
Dann wäre dem heute noch geschätzten geholfen und dem sich erinnern .
Auch wenn ab und an, in mir Müdigkeit in den zu lesenden Antworten und Texten auftauchen, sich dann die Frage stellen könnte, daß ganze hat mich längst überholt.
Vertrauen sollte doch aufblitzen, wir verändern uns fortlaufend und das sollte mich immer wieder aufs neue neugierig machen.
 
tg
24.02.2016
15:51 Uhr
     
ja gut.
Hier zur freude der
Glückwunsch von Ernst Jandl:
Wir alle wünschen jedem alles gute:
Daß der gezielte Schlag ihn just verfehle;
daß er ,getroffen zwar, sichtbar nicht blute,
daß, blutend wohl, er keinesfalls verblute;
daß, falls verblutend, er nicht schmerz empfinde;
daß er, von schmerz zerfetzt, zurück zur stelle finde,
wo er den ersten falschen schrítt noch nicht gesetzt-
wir jeder wünschen allen alles gute.
 
ds
24.02.2016
09:28 Uhr
     
Danke, Traugott, tut gut zu sehen, dass meine Botschaft angekommen ist und so präsent ist.
Ja, es vergeht kaum ein Tag, an dem ich nicht - wo und bei welchem Anlass auch immer - irgendein Wort von Dir erinnere oder auch laut sage!
Zuletzt : einer meiner drei Enkel (5,3,1 Jahre) sitzt auf meinem Schoß. TG sagte mal: wenn du ins Gesicht eines kleinen Menschen/Kindes guckst, siehst du Gott.
Dort sitzt ER dann, dank deines Wortes und Du irgendwie mit.
Oder ich fragte mal vor wohl 12/13 Jahren nach, ob du am Folgetag predigen würdest in StSeverin (ob also die Anreise aus Hamburg sinnmachend wäre). Deine Antwort nur kurz: "Komm ran!" Noch heute ist bei uns in der Familie das "Komm-ran" Sprichwort.
Traugott, du machst hier weiter, bis Er was anderes mit Dir vorhat, frag das nicht immer wieder (so wiederum hättest Du mich beschieden)!!
Herzlich Dein Delf
 
Ursula O.
22.02.2016
09:44 Uhr
E-Mail    
Danke für die Erläuterungen. Es ist ja gut, daß es unterschiedliche Meinungen gibt. Wichtig ist doch wohl, daß jeder weiß, wie man trübe Stimmungen beseitigen kann.  
Elfen
21.02.2016
09:47 Uhr
     
Dieses Lied hat mir im Leben Halt und Trost gegeben, weil es naturverbunden, romantisch und fröhlich ist und ich es immer noch singen kann. Drei andere, die diese Qualitäten für mich haben, sind "Geh aus, mein Herz", "Ich weiß nicht, was soll es bedeuten" und "Bénissez le Seigneur" aus Taizé. Tatsache: Ich sang mal von der Loreley auf einem Rheindampfer, und die anderen auf Deck, viele Ältere, wirkten angetan. Man muss einfach mal singen.  
Ursula O.
21.02.2016
08:13 Uhr
E-Mail    
Nun fühle ich mich reichlich missverstanden, denn ich meinte nicht: Lieder, die den Schritt beschleunigen, sondern Lieder, die im Leben und im Sterben Halt und Trost geben!  
Elfen
20.02.2016
19:19 Uhr
     
Ohli, ich habe dies aus der Schule, und da es immer mit falschen Textstellen im Netz steht, bringe ich es hier verbessert:

Wir wollen zu Land ausfahren
Wohl über die Berge weit,
Aufwärts zu den klaren
Gipfeln der Einsamkeit.
Lauschen, woher der Sturmwind braust,
Schauen, was hinter den Bergen haust
|: Und wie die Welt so weit. :|

Fremde Wasser dort springen,
Sie sollen uns Weiser sein,
Wenn wir wandern und singen
Lieder ins Land hinein.
Und brennt unser Feuer an gastlicher Statt,
So sind wir geborgen und schmausen uns satt,
|: Und die Flammen leuchten darein. :|

Und kommt aus tiefem Tale
Heimlich und still die Nacht
Sind im Mondenstrahle
Gnomen und Elfen erwacht,
Dämpfet die Stimmen, die Schritte im Wald,
So hört ihr und seht ihr manch' Zaubergestalt,
|: Die wallt mit uns durch die Nacht. :|

Es blüht im Walde tief drinnen
Die blaue Blume fein.
Diese zu gewinnen,
Ziehn wir ins Land hinein.
Es rauschen die Bäume, es murmelt der Fluss,
Und wer die blaue Blume finden will, der muss
|: Ein Wandervogel sein. :|
 
Menke
20.02.2016
12:09 Uhr
E-Mail    
Wir können nicht aufhören!

Wenn wir begreifen, daß neu lesende oder in warte Position lauernde, noch wenig damit anfangen können, weil die Zeit in ihrer Erkenntnis noch nicht reif ist.
Ich selber, befinde mich ja da noch in meiner glücklichen Vergangenheit, die mir immer wieder ein Rückzugsort gibt, oder das Faadbeck meiner quälenden Gedanken.
Wo aber dann, in der kommenden Osternacht, Freude in uns eingehaucht wird, es geht wieder einmal nach Sylt, ja warum denn nicht, wo andere sich tun in der Müßgikeit und sich neugierig machen was da nicht entstehen kann.
 
Abendrot
20.02.2016
09:17 Uhr
     
@ Monika und Helmut G.:

"Alle glücklichen Familien sind einander ähnlich; jede unglückliche Familie ist auf ihre Weise unglücklich."
Buchbeginn "Anna Karenina" von Lew Tolstoj,

Gefunden in der Welt online, wo ich betrübt über das Ableben des Meisters der Rose ("Der Name der Rose") und der Schöpferin von Atticus Finch ("Wer die Nachtigall stört") las. Umberto Eco und Harper Lee beide davongesegelt.
 
Ohli
20.02.2016
09:14 Uhr
E-Mail    
Im Notgepäck habe ich auch immer einige Lieder - sonntags aufmunternd gesungen - im Alltag griffbereit.
Vor fast 70 Jahren im Unterricht auswendig gelernt, sind sie noch immer parat, um in schwierigen Situationen innerlich Halt zu geben. Welch ein Reichtum!
 
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