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corinna
09.07.2006
18:19 Uhr
     
Ich war erst so enttäuscht, dass "unsere Mannschaft" gegen Italien verloren hat und jetzt freue ich mich so über ihren dritten Platz. Und ich habe endlich mal ein Beispiel aus dem Leben, um meinen Schülern zu zeigen, dass eine Drei auch eine gute Note ist, für die es wert ist gelobt zu werden. Man muss nicht immer der Beste sein und Einsen schreiben. Wie haben die Deutschen gekämpft gegen Italien, aber es hat nicht gereicht. Deswegen sind sie doch nicht weniger wert. Die Deutschen sind "Weltmeister des Herzens", ein toller Satz, der ihnen sagen soll, dass sie auch als Dritter geschätzt und gemocht werden.
Die WM war für meine Schüler ein richtiges Fest. Morgens wurden schon Aufkleber getauscht, um das WM-Sammelheft mit allen Mannschaften vollständig zu haben. Ballack war der Star aller, jede Pause Fußball spielen, auch die Mädchen, am liebsten gar keinen Unterricht mehr. Und dann die Deutschlandpsiele, da trafen sich die Kinder und sahen gemeinsam Fußball. Das war eine Feststimmung wie am Kindergeburstag. Und am nächsten Tag wurde erst mal über das Spiel gesprochen und dann der Tipp fürs nächste Spiel. Die Deutschland-Fahnen hingen bei den Kindern am Fahrrad, die Gesichter waren dreifarbig bemalt und der Schlüsselnhänger, das T-shirt, alles erinnert an Fußball. Zum Ferienende ein WM-Eis in Form eines Fußballes. Wir alle sind angesteckt vom Fußballfest.
Toll, polnische Autos mit Deutschlandfahne zu sehen, türkische Deutschland-Fans und nicht zu vergessen: die deutsche Mannschaft ist auch international besetzt, Dank an Klose und Assamor, wir sind doch alle eine große Familie, das hat die WM gezeigt, und wir dürfen auch die Deutschlandfahne halten, weil wir uns mitfreuen mit den "Klinsmännern".
Richtig schade, dass die WM jetzt vorbei ist. Ich habe richtig Lust selbst wieder Fußball zu spielen.
Euch allen einen guten Wochenanfang.
 
Traugott Giesen
09.07.2006
16:38 Uhr
     
Eine Brise Heiliger Geist weht durchs Land. Die WM hat Menschen vereint, hat erfreut, hat Leben geweckt. Mittels großer Technik konnten hier alle teinehmen, nicht nur die in den Stadien. Es erwachte ein Wir-Gefühl friedlicher Art. Das soll uns erhalten bleiben, auch wenn das Medium - der Ball, um den und mit dem die Welt tanzte- erst mal weggeschlossen wird.

Wir gehen wieder ans Gewohnte, sehen wieder die schlichten Krimis oder Talks, kümmern uns wieder um Politik und tun unsere Arbeit. Aber wir sind verändert, es ist uns Wunderliches geschehen. Wir bemerkten uns als tauglich für Begeisterung und Freundschaft. Wir entdeckten unsere Nachbarn, fanden uns selbst wieder interessant als wir uns wahrnahmen als empfänglich für Helden, empörungsfähig für grobe Fouls. Wir stöhnten und weinten und jauchzten alle gemeinsam, wie Glieder an einem Leib, lernten neu unsere Heimat achten.

Jetzt ist wieder Alltag. aber dies Fest der Menschlichkeit hat unser aller Lebenswillen gefestigt. Wir sind freudefähig, freundschaftsfähig, neugierig auch, auf die eigene Energie, was Wichtiges zu stemmen. Jeder ist Teil eines guten Ganzen und ist auch für sich große Klasse. Die Helden sind wir mit.

Spielen und erarbeiten wir unsere Lebensmeisterschaft weiter. Geben wir uns Vorlagen, mühen uns, fördern uns. Jeder bringe seine Gaben zum Blühen und nehme und gebe teil. Und mal Dank an alle, die andern so intensiv dienten, vor und hinter den Kulissen. Viele sind aus Freude an gemeinsamem Erleben auf den Geschmack gekommen an sich selber und leben wieder ein bißchen lieber. Entdecken wir die Kraft des Heiligen Geistes im Eigenen, sie macht uns schön für einander.
 
Traugott Giesen
03.07.2006
15:50 Uhr
     
Stadion und Kirche
Alles tue ich für den Glauben, ich will ihn wirklich leben. Die Sportler sind mir ein Vorbild, sie kämpfen unermüdlich, beherrschen sich, schinden sich, verzichten. Alle rennen sich die Kehle aus dem Hals, obwohl nur einer gewinnt, und der Siegespreis ist doch sehr vergänglich. Dagegen wir – wir erringen doch einen ewig gültigen Siegeskranz. Da können wir uns doch wirklich für das Evangelium ins Zeug legen.
1.Korinther 9,24f
Paulus bewundert die Leistungssportler, ja, er sieht sich auch als getrieben und will hoch hinaus, er will –ein guter Zeuge des Jesus Christus sein. Andere sollen an ihm Mut saugen, selber das Leben zum Besten zu kehren. Sehend, wie sich die Sportler zusammennehmen und auf so vieles verzichten, will er auch die Zähne zusammenbeißen- will lieber vergeben als verfluchen, lieber teilen als raffen. Paulus sieht als Teilhaber des Jesus ein großes Glück voraus, was zählen da die Mühen heute, fragt er. Und was muß ich anfangen? wo ist mein Kampfplatz heute, wo mein mich Selbstbesiegen?
 
Rosemarie
02.07.2006
15:50 Uhr
     
Liebe Christine und lieber Christian, Ihre Erfahrungen sind hart und schwer zu ertragen. Man fragt immer wieder nach dem \"warum\" und dem Sinn, so unendlich viel Kummer aufgebürdet zu bekommen und die Verzweiflung über das Unerträgliche läßt oftmals die Frage aufkommen, warum Gott unser Leiden zuläßt. Soll es uns vielleicht stark machen, um Mitmenschen in ähnlichen Situationen mit eigener gemachter Erfahrung beistehen zu können, Verständnis zu haben und Mut für´s Weitermachen zu geben? Wer selber durch ein tiefes Tal gegangen ist, kann den Schmerz des Anderen verstehen und ihm helfen, die Hoffnung auf Besserung nicht aufzugeben.

Schlimm ist die tiefe Enttäuschung mit eigenen Kindern, in die man überzeugt alle Liebe und Kraft ganz selbstverständlich investiert hat. Man fragt sich nach eigenen Fehlern, sucht einen neuen Weg über hoffentlich gute Gespräche und verzweifelt, wenn kein Entgegenkommen mehr zu erwarten ist. Was bleibt uns dann? Wir müssen sie ziehen lassen, auch wenn es unglaublich schmerzt. Ich wünsche Ihnen, liebe Christine, viel Kraft für Ihren Weg.

Nach vielen schmerzvollen Erfahrungen in meinem Leben finde ich das Glück in der Hilfe für unsere geschundenen vierbeinigen Mitgeschöpfe. In meiner Tierschutzarbeit gebe ich meine Kraft ganz besonders den Tieren, die durch Menschenhand grauenhafte Qualen ertragen mußten, die ihre Körper und Seelen zugrunde gerichtet haben. Durch Pflege und liebevolle Zuwendung versuche ich, ihnen das Vertrauen in den Menschen zurückzugeben. Sie danken es mit Anhänglichkeit und absoluter Treue. Das ist für mich Glück.

Ihnen liebe Christine und lieber Christian alle guten Wünsche für Kraft zum Weitermachen und Vertrauen auf baldiges Wohlergehen.
Liebe Grüße Rosemarie
 
Christian
01.07.2006
23:11 Uhr
     
Ja, das Leben ist hart. Eine ehem. Sangeschwester hat gestern ihren 45. Geburtstag gefeiert. Seit kurzem weiss sie,sie, dass sie einen Tumor hat, den schlimmsten den es gibt, Bauchspeicheldrüse. Ich bin betroffen. Aber ich kann nicht mehr beten, weil ich mir von \"oben\" keine Hilfe mehr erwarte. Ich hab schon für viele Kranke gebetet, sie sind alle gestorben. Heute hab ich einen Vater getroffen, dessen kleine Tochte im eigenen Biotop ertrunken ist. Ich habe es erlebt, wie eine andere Mutter sich in der Kirche vor dem Kreuz nieder geworfen und geschrien hat \"gib mir meinen Fredy wieder!.\" Er ist im eigenen Hallenbad ertrunken. Ein junger Bursch wollte seinen Freund in die nächste Ortschaft zum Bus fahren, weil dessen Auto kaputt war. Ein anderer fuhr ihnen so ins Auto, dass die beiden verbrannt sind. Ein Bauer ist in die Jauchengrube gestiegen und ohnmächtihg geworden, der junge Nachbarsohn wollte ihn herausholen, sie sind beide umgekommen. Alles in unserem kleinen Ort!
Wir Katoliken haben heute das Evangelium wo Jesus die Tochter des Jairus zum Leben erweckt. Ich kann diese Stelle (wie die anderen Wundererzählungen auch) nicht mehr wörtlich nehmen und dieses Wunder nicht nachvollziehen, Es wird eine versteckte Botschaft sein, aber keine reele.Was soll man den wirklich von einem Gott erwarten, der seinen eigenen Sohn am Kreuz im wahrsten Sinn des Wortes hängen liess?
Ich kann meine Freundin auf ihrem schweren Weg begleiten, als Freund, als Mensch. Aber als gläubiger Christ? Soll ich ihr \"das Opium fürs Volk\" geben: im Himmel wird alles schön und gut.......
Mein eigenes Leben ist ziemlich in den Graben gegangen. Ich möchte wie die blutfliessende Frau das Gewand
Jesu berühren, um geheilt zu werden. Doch ich erwarte mir nichts mehr , ich will nicht mehr enttäuscht werde
n. Vor einigen Jahren hat sich eine Mutter mit ihrem Kleinkind von der Staumauer gestürzt, seither kann ich als Katolik nicht mehr an Marienerscheinungen glauben. Ich frag mich auch, wo sind in solchen Situationen die Engel Gottes?
Sorry für meinen Zusammenbruch, aber hier kann ich endlich mal..........
 
CHRISTINE H.
01.07.2006
19:44 Uhr
     
Liebe ROSEMARIE BRINK, danke für die so schöne und lange Antwort !!! Meine Freude ist groß darüber. Mein Kummer ist noch größer geworden, leider !!!!! Jetzt hat sich mein Sohn einen STARANWALT gegen mich genommen (in München), und er bringt sich dabei um "alles" !! Einen Tag lang hat mich das völlig " umgehauen" ! Aber jetzt geht es schon wieder, durch sehr gute Freunde u.a. ! Ich habe natürlich auch einen Anwalt, keinen Star, aber sehr geschickt und einfallsreich ist er !! Außerdem bin ich eine sehr starke Frau mit viel Lebenserfahrung. Auf Sylt wissen viele, welches Drama sich da abspielt ! Ich hatte mein ganzes Leben lang keinen Anwalt und nun den ersten (teilweise 5) gegen den einzigen Sohn, mit dem ich mich immer prima verstanden habe , katastrophal !!!!! GELD MACHT NICHT GLÜCKLICH !!! Das sei allen gesagt, aber es ist gut welches zu haben, um sich Juristen leiste zu können !!!! Mein Sohn wird diese Einträge sicher lesen. Ich bin froh, hier schreiben zu dürfen.................. Im "HAMBURGER ABENDBLATT" gab es eine ganze Reihe von Berichten zum Thema: BETREUUNG !!!!!! Hochinteressant !!!!! (Ich werde dazu auch noch schreiben) !!!! ABER, man darf die schönen Dinge des Lebens nicht übersehen, auch nicht das ELFMETERSCHIESSEN ,wie jakobus schreibt !!! Natur, TIERE, MUSIK und schöne Hobbys !!!!! Alles Liebe und gute und viel Glück inder nächsten Woche wünscht von Herzen Christine H.  
jakobus
01.07.2006
12:16 Uhr
     
Ein starkes Stück Fußball gestern Abend! Stark auch die Szene, als Kahn vor dem Elfmeterschiessen zu Jens Lehmann geht, ihm die Hand drückt, ihm auf die Schulter klopft: "Mach's gut, ich bin bei Dir!" Oliver Kahn ist nach all seinen Schwierigkeiten mit seinem Nachfolger Lehmann über seinen eigenen Schatten gesprungen und hat vor Millionen Zuschauer gezeigt, wie es geht.
Einen gesegneten Sonntag, jakobus
 
Rosemarie Brink
27.06.2006
12:53 Uhr
     
Ein schöner Eintrag von Ihnen, liebe Christine. Glück finden wir in kleinen Dingen, die doch so groß sind. Ein Blick in strahlende Kinderaugen, ein Blick in dankbare Augen eines kranken Menschen, dem man Zeit widmet, ein Blick in das Gesicht eines Bettelnden an der Straßenecke, wenn man einen Euro schenkt und der Blick in die treuen und dankbaren Augen eines Hundes, der nach endlosen Qualen endlich wieder ein behütetes Zuhause gefunden hat. Wir müssen das Glück nur sehen wollen. Glück finden auch die Menschen, die momentan in gemeinsamer Freude dem Fußball zuschauen. Mag man auch selber nicht diesem Sport unbedingt zugetan sein, so sollten wir das Glück am Sehen der freudigen Gemeinsamkeit empfinden mit Hoffnung auf Weitermachen für die Zukunft.

Dagegen steht Trauer am Tod von Bär Bruno. Es macht mich betroffen, ein friedlich grasender Bär wird abgeschossen, hatte es doch nach Zeugenaussagen schon längst ausreichend Gelegenheit gegeben, Bruno - wenn es denn sein mußte - mit Betäubungsgewehr einzufangen und ihn in eine für ihn passende artgerechte Gegend zu bringen.
Was geht in einem Menschen vor, der das Gewehr zum Töten ansetzt? Dieser Gedanke läßt mich erschauern. Die Gewalt an Schwächeren - z.B. Kinder und Tiere -, nimmt immer mehr zu. Meine eigenen Erfahrungen muß ich in meiner intensiven Tierschutzarbeit machen, die sich von Tag zu Tag häufenden grausamen Vorfälle geben Anlaß zu Verzweiflung und oftmals Hoffnungslosigkeit, aber auch Ansporn zum Weitermachen.

Welch ein Schock muß uns erfassen, die Nachricht vom Tod einer jungen Mutter, die sich mit ihrem Kind aus dem 6. Stock eines Hauses stürzt wegen angedrohter Zwangsräumung. Was mag in dieser bedauernswerten Frau vor sich gegangen sein? Haben wieder einmal viele Menschen weggeschaut oder hatte sie Scham, um Hilfe zu bitten? Ich denke, unsere Aufmerksamkeit den Anderen gegenüber ist gefragt und unsere Hilfe dort, wo es nötig ist. Das zu tun ist auch Glück!

Ihnen Christine alle guten Wünsche zur Besserung Ihres momentanen Kummers.
Mit herzlichen Grüßen Rosemarie
 
CHRISTINE H.
26.06.2006
22:10 Uhr
     
GLÜCK ist gar nicht mal so selten, Glück wird überall beschert, vieles kann als Glück uns gelten, was das Leben uns so lehrt. GLÜCK ist jeder neue Morgen, Glück ist bunte Blumenpracht,Glück sind Tage ohne Sorgen, Glück ist, wenn man fröhlich lacht. GLÜCK ist Regen,wenn es heiß ist, Glückist Sonne nach dem Guß, Glück ist, wenn ein Kind ein Eis ißt, Glück ist auch ein lieber Gruß. GLÜCK ist Wärme, wenn es kalt ist, Glück ist weißer Meeresstrand, Glück ist Ruhe, die im Wald ist, Glück ist eines Freundes Hand. GLÜCK ist eine stille Stunde, Glück ist auch ein gutes Buch, Glück ist Spaß in froher Runde, Glück ist freundlicher Besuch. GLÜCK ist niemals ortsgebunden, Glück kennt keine Jahreszeit, GLÜCK hat immer der gefunden, der sich seines Lebens freut !!! ( Clemens Brentano ) LEIDER gibt es aber auch Leid ! Der BÄR BRUNO wurde erschossen, ist die Welt verrückt ??? Streit in Familien ums liebe GELD kann zur Kathastrophe werden ! Ich erlebe es zur Zeit. Aber die Hilfe kommt ganz sicher, wohl von \\\\\\\"oben\\\\\\\" , dennoch muß man selber kämpfen u. sich nicht alles gefallen lassen !!! Es gibt Grenzen, etc. ! Eine gute Woche Wünscht wie stets ganz recht herzlich Christine H.  
duft
13.06.2006
17:52 Uhr
     
Das ist GeborgenTrostSchön, Christian.

Ich mag auch 'was hierherschenken: Die Farben in Seiner wundervollen Schöpfung sind wie Klang. farbenklang. Die Vogelkonzerte erzählen auch davon.
Ich schätze die WeißdornBlütenzeit. Der Dreiklang von Blatt und Blüte und Duft tut gut. Das Innere vom Blütchen und das Grün vom Blatt ist feinste Harmonie.
Eine der Drei Weiden in meinem Leben, auf die ich die Pferde begleitete, ist umrandet von Weißdorn. Sie trägt den Namen 'Die Freiheit' - ist eine Bergwiese mit dem Blick in weite Ferne, rundum. Die Weisen Alten im Dorf erzählten, daß es der Ort sei, an dem sich Die Sieben Winde begegnen.
Wenn er da blühte - der Festliche Weiße - war Duft überall. Und Tier und Mensch schützend gestärkt. Und später waren die Roten Beeren Festmahl für die Wandervögel.
Heut' Nachmittag fand ich einen Schattenplatz beim Weißdorn. Der Wind ließ feinste Blütchen schneien. Mein Herz flüsterte Danke.
Es ist immer wieder berührend, wenn durch Duft eine Gute Erinnerung fließen darf.
Was erzählt Ein Duft bei euch?
Herz.gestärkt.liche Grüße von Ingrid
 
Christian
12.06.2006
21:51 Uhr
     
Dachte mir, ich schau nach langem wieder mal vorbei. Für Jakobus:
Da hab ich vorhin bei P. Anselm Grün gelesen:
"Es gibt ein schönes Bild eines alten Meisters um 1200, auf dem die beiden Erzengel Rafael und Gabriel in einem Tuch eine abgeschiedene Seele in den Himmel tragen. Es ist ein Trostbild für kranke und sterbende Menschen. Sie werden nicht in das Dunkel des Todes fallen, sondern von liebenden Engeln sanft in den bergenden Schoss Gottes getragen."
 
Traugott Giesen
10.06.2006
10:47 Uhr
     
Die uns vorangegangen sind, sind im Ziel, im Frieden, in der Fülle, ob ein Blatt am Baum des lebens oder ob ein Glied an Gottes Leib oder ein neues Körperseelenwesen iin der Ökumene des Reiches Gottes, - lasst uns gespannt sein. ich, du , ganz anders nocheinmal- Lassen wir es offen. Aber Hinterbliebene sind wir, weil wir noch im Lauf sind, noch auf Dientreise , noch auf der rennbahn, hechelnd, sie sind schon angekommen.  
jakobus
09.06.2006
21:52 Uhr
     
Meine geliebte Tante ist heute nach dreimonatiger schwerer Leidenszeit eingeschlafen. Wir sind sehr traurig.
Während meines letzten Besuches konnte ich ihr noch den Text vom Psalm 21 in die Hand geben, den sie sich dann später hat vorlesen lassen. Unsere Gemeinde hat sie vor zwei Wochen segnend in die Fürbitte eingeschlossen. Ihr Andere-Zeiten-Engel wurde ihr mit in den Sarg gelegt. Mich macht das sehr ruhig, weil ich weiss, dass es ihr jetzt besser geht. Sie war ein guter -ja sanftmütiger Mensch- ; sie wird uns auf Erden sehr fehlen.
Ich danke Euch für die Anteilnahme, die Ihr mir zuteil werden ließt, als ich neulich von der schweren Krankheit meiner Tante berichtete und um Euren Rat bat. Dank Euch allen von Herzen, jakobus
 
Sophie
08.06.2006
11:21 Uhr
     
Durch die WM wird die Welt abgelenkt, aber nicht verbessert.
Heute ist die Welt ein bisschen besser geworden. Abu Mussab Al-Sarkawi ist tot, Mörder vieler Menschen, Jordanier aus Sarka bei Amman, verantwortlich für die Enthauptung zweier Amerikaner, für das Attentat in einem Hotel in Amman und für eine Latte von Attentaten mit irakischen Opfern in einem Land, in dem er nichts zu suchen hatte. Mit der Globalisierung kam auch die Globalisierung des Terrors mit unschuldigen Menschen als Opfern.
 
Sophie
08.06.2006
10:54 Uhr
     
Er war ein früher Voltaire, dieser Jesus, und auch ein Freud. Oder sehe ich das falsch? Dass er sich nicht verteidigt haben soll, passt nicht. Aber da passt vieles nicht zusammen. Wie bei Mohammed. Da passt auch einiges nicht zueinander, z.B. jede Kreatur achten, aber sog. Ungläubige töten. Im alten Testament und im Buddhismus passt dagegen das meiste. Der Judaismus und der Buddhismus, obwohl ganz unterschiedlich, sind für mich kohärentere Religionen. Und! Sie missionieren nicht. Gott muss nicht missionieren. Er ist da.
War das ein Humtata, wo man unsere brillanten Münchener Orchester verheizt hat. Ich habe abgeschaltet. Ich freue mich auf Tschechien, England, Holland, Italien, Brasilien, Mexiko und andere und hoffe inständig, dass die nach wie vor schlechte deutsche Mannschaft, ohne Ausstrahlung wie das ganze Land, nicht wieder einen Arbeitssieg erringt.
 
do
08.06.2006
08:58 Uhr
     
Ich freue mich auf die Fußball-WM, die ich, obwohl ich in einer der Austragungsstädte lebe, suburban vorm Fernseher erleben werde ...
Ich freue mich an der Kolumne - erscheint der TG-Eintrag wohl als solche, oder ist dieser gute Text uns bei Lebensmut vorbehalten? -, die mich nach dem herrlichen Münchner Konzert der drei Orchester ganz schön auf das Ereignis WM in Deutschland einstimmt. Danke! Eine freudige und friedliche WM-Zeit allen, do
 
jakobus
07.06.2006
21:44 Uhr
     
Hier sind jetzt eigentlich mal die Altphilologen gefragt: Sanftmut, Sanftmütigkeit - ist deren Übersetzung angemessen? Interessant auch Gal. 5.22 - Pfingsten pur! Weihnachten singen wir: \"Sanftmütigkeit ist sein Gefährt...\"
Den Versuch von S., Voltaire und Jesus unter einen Hut zu bringen, finde ich reizvoll, wobei mir Sophies letzter Satz in seiner Versöhnlichkeit sehr gut gefällt.
Alles Gute,jakobus
 
Sophie
07.06.2006
19:34 Uhr
     
Delf, DS, statements gegen die Seligpreisungen? Wieso denn? Könnte ich woanders machen, wenn ich wollte. Meins war ein statement gegen diesen dumpfen auf Unkenntnis beruhendem Anti-Darwinismus, der in Kirchenkreisen gern zu Hause ist, in erster Linie natürlich unter evangelikalen Fundamentalisten. So wird auch Darwin gern fälschlich die Theorie von \"survival of the fittest\" untergeschoben. Darwin war ein großer Mensch. Er war in gewisser Hinsicht gläubiger als manche anderen Menschen, weil er sah und beobachtete und sein Sehen umsetzte. Wo Darwin gegen die Schöpfung oder ID steht, da steht Realität gegen Märchen. So viel zu den Evangelien: ich ziehe Realität schwammigen Theorien vor, vor allem Theorien, die auf Sand gebaut sind und auf denen schon Wolkenkratzer von Dogmen und Systemen und Hierarchien entstanden sind, die auch noch gewalttätig werden konnten und können. Also: im Zweifel für den Wissenschaftler, und im Zweifel auch für Voltaire, und wo da Jesus im Widerspruch steht, bin ich eben nicht bei Jesus, oder Jesus hat heute Unrecht. Damals konnte er manches nicht wissen.  
Traugott Giesen
07.06.2006
09:35 Uhr
     
Fußball als "Lobe den Herrn"

Jetzt kämpfen Künstler gegen die Malocher. Schwerarbeiter tanzen mit Ball-Ballerinen. Auch, wer um das Kraftspiel Fußball eher einen Bogen macht, lieber den Reitern zuschaut oder den Autorennern - jetzt ist er in den Bann miteinbezogen.
Es ist wie ein Rausch, wir nehmen teil an einem großen Fest. Und wir spüren uns wieder mal als Zugehörige eines Volkes, bangen mit und freuen uns mit, leiden mit. Und wie viel Nachbarschaft ist anlässlich dieses Ereignisses neu belebt, Familien und Verwandte schaffen wieder mal zwei und mehr gemeinsame Stunden friedlich und fröhlich zusammen - das ist ein Geschenk.

Natürlich wird auch Rivalität zwischen den Nationen angeheizt. Manche Schlagzeilen haben Klangfarben von Kriegserklärungen. Und doch ist es ein friedliches Kräftemessen, ist Spiel, in dem die bösen Fouls hoffentlich selten bleiben. Und die Trainer der Verlierer gratulieren den Sieg-Trainern und die Mannschaften tauschen die Trikots.

Gar zur Rettung können diese Spiele werden für Menschen, die den Fußballern den großen Kraftakt abschauen für ihr Eigenes, die jetzt sich auch ins Zeug legen für ihr Problem. Große Leistungenstrahlen energie aus Wie Katastrophen den Pulsschlag der Menschheit lähmen, so kann umgekehrt das große Fußballfest Freude in die Menschheit pumpen. Wie nationale Trauer ein Stück Buße für Überheblichkeit sein kann, so kann der nationale Freudentaumel mitreißen zu neuem Elan, schwere Sachen doch jetzt anzupacken.

Auch persönlich kann man noch mal loslegen, sein Schicksal noch mal anpacken. "Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott" - steht zwar nicht in der Bibel, aber unser gutes Mühen arbeitet dem Segen Gottes in die Hände. Talente nutzen und durch Übung mehren, das ist Christenpflicht. Wo kann man schon mal zweiundzwanzig Hochbegabten zuschauen, wie sie durch Fleiß und Teamgeist und Gnade ein Ballfeuerwerk loslassen. Und wohl eine Milliarde Menschen erlebt an den Fernsehern die Spiele annähernd selben Augenblick.

In dieser Zeit sind sie alle gern Mensch, sind gern in ihrem Körper, genießen sich als Teil von Menschheitsfamilie; sehen die Spieler als Brüder, die es weit gebracht haben seit der Kickerei aus Kindertagen. Und ist es nicht auch ein Vorgeschmack auf eine Zeit, da wir alle Unterschiede schätzen lernen als Bruchstücke eines Schatzes, und alle Menschen als Mitglieder eines Leibes? Wieder wird "Freude, schöner Götterfunken" erklingen, mit dem Versprechen: "Alle Menschen werden (Schwestern und) Brüder." Nehmen wir die WM als weltlichen Gottesdienst, dankbar und lustvoll, ein Vorgeschmack auf Frieden.
 
kreise
04.06.2006
16:48 Uhr
     
An der Brandung glizzzerte Ein Stein, ganzfröhlich und auch weise, und neben ihm leuchtete eine Meeresgeschliffene in Grün. Ich nahm sie beide dankbar mit auf den Weg und erinnerte und summte das Schöne Lied vom Morgenfest:

Ins Wasser fällt ein Stein, ganz heimlich still und leise, und ist er noch so klein, er zieht doch weite Kreise.
Wo Gottes Große Liebe in einen Menschen fällt, da wirkt sie fort in Tat und Wort hinaus in unsre Welt.
Ein Funke, kaum zu sehn, entfacht doch helle Flammen, und die im Dunkeln stehn, die ruft der Schein zusammen.
Wo Gottes Große Liebe in einem Menschen brennt, da wird die Welt vom Licht erhellt. Da bleibt nichts was uns trennt.
Nimm Gottes Liebe an. Du brauchst Dich nicht allein zu mühn, denn seine Liebe kann - in Deinem Leben Kreise ziehn. Und füllt sie erst Dein Leben, und setzt sie Dich in Brand, gehst Du hinaus, teilst Liebe aus,
denn Gott füllt Dir die Hand

Ich will den AnmutigenRunden gleich über's Meer segelnlassen - so schön und so weit ich kann - für unsAlle und sehr besonnders für Karin. Jetzt blüht sie wieder Die RosaRugosa, und ich mag gerne mit ihr zusammen Pinkleuchtende Grüße versenden. Ingrid.
Dank' für die Guten Worte von Manfred Siebald.
 
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