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ds
03.12.2014
11:16 Uhr
     
....oder gleich so:..................

Die Pinguin-Geschichte
oder: Wie man sich in seinem Element fühlt

Diese Geschichte ist mir tatsächlich genau so passiert. Vor Jahren wurde ich als Moderator auf einem Kreuzfahrtschiff engagiert. Da denkt jeder: ”Tolle Sache.” Das dachte ich auch, bis ich auf das Schiff kam. Dort merkte ich leider schnell: Ich war, was das Publikum betraf, auf dem falschen Dampfer. Die Gäste hatten sicher einen Sinn für Humor. Ich habe ihn nur in den zwei Wochen nicht gefunden. Aber noch schlimmer: Seekrankheit kennt keinen Respekt vor der Approbation. Kurz gesagt – ich war auf der Kreuzfahrt kreuzunglücklich.

Endlich, nach drei Tagen auf See, fester norwegischer Boden. Ich ging in den Zoo. Oder besser gesagt: Ich wankte. Im Zoo sah ich einen Pinguin auf seinem Felsen stehen. Ich dachte: ”Du hast es ja auch nicht besser als ich. Immerzu Smoking? Wo ist eigentlich deine Taille? Die Flügel zu klein. Du kannst nicht fliegen. Und vor allem: Hat der Schöpfer bei dir die Knie vergessen?” Mein Urteil stand fest: Fehlkonstruktion.

Dann ging ich eine kleine Treppe hinunter und sah durch eine Glasscheibe in das Schwimmbecken der Pinguine. Und da sprang “mein” Pinguin ins Wasser, schwamm dicht vor mein Gesicht, schaute mich an, und ich spürte, jetzt hatte er Mitleid mit mir. Er war in seinem Element. Boh ey. Ohne Worte.

Ich habe es nachgelesen: Ein Pinguin ist zehnmal windschnittiger als ein Porsche! Mit der Energie aus einem Liter Benzin käme er über 2.500 Kilometer weit! Pinguine sind hervorragend geeignet, zu schwimmen, zu jagen, zu spielen – und im Wasser viel Spaß zu haben. Sie sind besser als alles, was Menschen jemals gebaut haben. Und ich dachte: Fehlkonstruktion!

Der Pinguin erinnert mich an zwei Dinge: erstens, wie schnell ich Urteile fälle, nachdem ich jemand in nur einer Situation gesehen habe, und wie ich damit komplett daneben liegen kann. Und zweitens: wie wichtig das Umfeld ist, damit das, was man gut kann, überhaupt zum Tragen kommt, zum Vorschein und zum Strahlen.

Menschen haben die Tendenz, sich an allem festzubeißen, was sie nicht können, was ihnen Angst macht. Das kann man machen, aber es ist nicht sinnvoll. Wir alle haben unsere Stärken und unsere Schwächen. Viele unternehmen große Anstrengungen, um ihre Macken auszubügeln. “Verbessert” man seine Schwächen, wird man eventuell mittelmäßig. Stärkt man hingegen seine Stärken, wird man einzigartig. Wenn wir immer wieder denken: “Ich wäre gerne so wie die anderen”, kleiner Tipp: “Andere gibt es schon genug!” Viel sinnvoller, als sich mit Gewalt an die Umgebung anzupassen, ist, das Umfeld zu wechseln.

Menschen ändern sich nur selten komplett und von Grund auf. Salopp formuliert: Wer als Pinguin geboren wurde, wird auch nach sieben Jahren Therapie und Selbsterfahrung in diesem Leben keine Giraffe werden. Sich für die Suche nach den eigenen Stärken um Hilfe zu bemühen, ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Intelligenz. Ein guter Therapeut wird wie ein guter Freund oder eine gute Freundin nicht lange fragen: Warum hättest du gerne so einen langen Hals? Sondern: Was willst du? Was macht dir Freude? Wann geht dein Herz auf? Wann haben andere mit dir Freude? Was ist dein Beitrag? Wofür brennst du, ohne auszubrennen?Und wenn du merkst, du bist ein Pinguin, schau dich um, wo du bist. Wenn du feststellst, dass du dich schon länger in der Wüste aufhältst, liegt es nicht nur an dir, wenn es nicht “flutsch”. Alles, was es braucht, sind kleine Schritte in die Richtung deines Elements. Finde dein Wasser. Und dann heißt es: Spring ins Kalte! Und Schwimm! Und du weißt, wie es ist, in deinem Element zu sein.

Eckart von Hirschhausen
 
ds
03.12.2014
11:13 Uhr
     
@ Ingolf...ganz einfach: diesen Text können wir nachlesen im Kalender zum anderen Advent, Text von gestern!!!!!! Lichtvolle ZEIT EUCH ALLEN. Love Delf  
Flogni
02.12.2014
23:48 Uhr
     
O je , mein langer schöner Text von Eckart von Hirschhausen ist verstümmelt worden !!??
20 Minuten Tipparbeit umsonst - und das mir, der nur mit der "Geiersturzmethode" tippt.
Tut mir Leid.
 
Flogni
02.12.2014
23:43 Uhr
     
Spring ins Kalte !

Endlich, nach drei Tagen auf See, fester norwegischer Boden. Ich ging in den Zoo. Oder besser
gesagt:Ich wankte. Im Zoo sah ich einen Pinguin auf seinem Felsen stehen. Ich dachte:Du hast
es ja auch nicht besser als ich. Immerzu Smoking ? Wo ist eigentlich deine Taille ? Die Flügel zu
klein. Du kannst nicht fliegen. Und vor allem: Hat der Schöpfer bei dir die Knie vergessen ?meinflutscht
 
Mut
28.11.2014
20:16 Uhr
     
Eine herrliche Geschichte - habe mich köstlich amüsiert  
Flogni
27.11.2014
18:54 Uhr
     
Das 1000-Gramm-Weihnachtspäckchen

Jetzt wird es aber Zeit, das Weihnachtspäckchen auf den Weg zu bringen. Ein paar Lebkuchen,
ein Weihnachtsstern, ein kleiner Tannenzweig. Bis zu 1000 Gramm lässt sich das kostengünstig
versenden. Ich lege das Ganze auf die Waage: 1035 Gramm; knapp verfehlt. Na ja, auf den
Tannenzweig kann man eigentlich auch verzichten. Und den Brief muss ich auch nicht unbedingt
in einen Umschlag legen. Der kommt so rein. Von der Rückwandverstärkung des Päckchens
schneide ich noch etwas ab und das Goldbändchen kann auch kürzer sein - macht wieder ein
paar Gramm aus. Jetzt muss es doch passen. Die Waage zeigt immer noch 1010 Gramm an.
Mist, weiß ich doch, wie penibel die bei der Post wiegen. Da könnte ich doch noch einen ein-
zelnen Lebkuchen herausnehmen, oder ? Dann passt es ganz bestimmt. Vorsichtig öffne ich die
Zellophanfolie, stecke mir den Lebkuchen gleich in den Mund, verschließe den Rest fachmännisch
und kann endlich das exakte 1000-Gramm-Päckchen zur Post bringen. Dumm nur, dass die bei
der Post 1012 Gramm gewogen haben.

Markus Merz
 
tg
25.11.2014
10:21 Uhr
     
„Auch das ist Kunst, ist Gottes Gabe,
aus ein paar sonnenhellen Tagen
sich so viel Licht ins Herz zu tragen,
dass, wenn der Sommer längst verweht,
das Leuchten immer noch besteht.“ Goethe, fein gesagt
 
lichtstrahl
24.11.2014
14:04 Uhr
     
Wie Wunderschön, schon von außen zu sehen, Es Ist : Dieses neue Buch für die Welt !
DANK', für Lukrez, und für Alle, die auch dazugehören,


... Sieh nur genau hin, wenn die Sonne in einen dunklen Raum zu dringen vermag und ihr Licht in einzelnen Strahlen durch diesen sendet : Viele winzige Stäubchen wirst du sehen, wie sie sich im leeren vom Licht hellen Raum mischen auf vielerlei Weise ...

Will es mir wünschen.
 
tg
22.11.2014
10:31 Uhr
     
Und sollte, unter der Zahl seiner Jahre gebeugt, ein älterer Mensch sich beschweren, seinen Verfall weit kläglicher als angemessen bejammern, hätte die Natur dann nicht das Recht, noch lauter, mit noch schärferen Worten zu schelten?
Weg mit den Tränen, Nimmersatt, lass das Jammern! Du hast alles gehabt, was das Leben lebenswert macht, und nun verfällst du. Nur weil du stets nach dem verlangt hast, was du gerade nicht hattest, weil du missachtet hast, was du hattest, nur darum ist dir das Leben unglücklich, unerfüllt verronnen. Und eh du gedacht, stand der Tod dir zu Häupten, noch bevor du dir ein Herz gefasst, erfüllt abzutreten und mit guten Dingen gesättigt. Nun aber, rasch, lass ab von den Dingen , die deinenm Alter nicht geziemen, überlasse sie ruhigen Sinnes deinen Kindern. Nichts anderes bleibt dir zu tun.
Lukrez, römischer Dichter, 97-55 vor Christus.
Erfüllt abzutreten, mit guten Dingen gesättigt- ein Taum!
 
tg
18.11.2014
12:41 Uhr
     
Am schräggestellten Eßtisch der Erde rutschen uns noch immer die Schüsseln in den Schoß -
aufgelesen. . eine klare Ansage, dies.
 
Mut
18.11.2014
00:17 Uhr
     
Ist der letzte Text vielleicht mit einem Glas Wein zuviel geschrieben worden?  
Menke
17.11.2014
16:52 Uhr
E-Mail    
Konformation im Rückspiegel betrachtet!

Auf Sylt im Urlaub, sonntags Kirchgang St Severin in den 90 Jahren.
Konformation kam ja gerade richtig, wenn die ersten Reihen der Kirchbänke reserviert für Jungmenschen und Altmenschen im sonntags Zwirn, wir betrachten konnten.
Feierlich für alle war das ganze schon, wenn erlerntes mit Unterstützung von Gemeinde und Orgelspiel vorgebracht wurde.
Und Pastor, Angst und doch froh, wenn Fragen und Antwortspiel vom erlernten, sich von der Kanzel auf Gläubige und Auserwählte, wenn auch nicht immer flüssig, aber doch verständlich machte.
Schön war für das ganze, wenn auch zu Speis und Trank ohne zu fragen, im Gemeindehaus vom Pastor eingeladen wurde.
Sollte ich selbst als Jungmensch, auf Altar und und päter auf Kanzel stehen müssen, wie käm ich mir vor, wenn dann alles so sein müsste.
 
jakobus
16.11.2014
17:15 Uhr
     
Gestern wieder interessante Tagung zum kirchlichen Fundraising mitgemacht. Ich bin immer erstaunt, wie viel Kapital selbst Stiftungen kleinerer Orte in relativ kurzer Zeit einwerben können und darüber, wie einfallsreich das Fundraising betrieben wird. Hut ab!  
tg
13.11.2014
07:53 Uhr
     
Heute meldet Schwiegersohn die Konfirmation unseres Enkels für April 2016 an. Dank für diesen Point of View, um den herum sich Leben bewegen mag. Herrlich die verschiedenen Perspektiven de Generationen. Unsereins -über 74 -denkt : Erst mal hinkommen!  
ing
11.11.2014
11:49 Uhr
     
während ihr durch die Kraniche Berührung erlebtet, freute ich mich über die Möglichkeit 'den Journalisten und Philomena' kennenzulernen. Endlich. Im Herbst. Vorgesternabend in Sellin. Weil ich vor Filmbeginn noch ein Stündchen Zeit hatte, fuhr ich mit dem Aufzug an den Strand. Es ist besonders. Im feinen hellen Sand, ins Dunkel hinein. Dem Brandungsklang im Meereswind entgegen. Wirklich schön. War immerwieder in GeDANKen beim Menschenmeer am BrandenburgerTor, zur gleichen Zeit. Freute mich für alle, die dasein konnten. Freute mich zu den Paten des Lichts. Stellte mir vor, wie es in den Himmel steigen würde; sich die Mauer in Licht auflösen würde ... hörte Freude schöner Götterfunken, und sah Kinder auf den starken Schultern der Erwachsenen getragen. Lebensgeschenk.
Später, wieder weit oben im Kino, Im Film, da fühlte ich, daß Philomena für den Journalisten auch ein Geschenk des Lebens Ist.
 
SB
09.11.2014
19:08 Uhr
     
Über uns flogen die Kraniche heute am Nachmittag, wir haben es im Bild festgehalten und 350 Stück gezählt, wirklich ein großartiges Schauspiel an diesem wunderbaren, sonnigem Novembertag.
Allen einen schönen Abend und einen guten Start in die neue Woche.
Alle guten Wünsche für die angehende Medizinstudentin, ein langer, nicht ganz einfacher Weg liegt vor ihr.
 
Kremer
09.11.2014
13:31 Uhr
E-Mail    
Als ich mit meiner Hündin heute morgen im Teutoburger Wald wandern war, begann der Kranichzug dieses Jahres: Tausende von Kranichen zogen und ziehen heute in die Estremadura nach Spanien...und ich bin jedesmal sprachlos und bewundere Gottes Werk in diesem Naturschauspiel, was einzigartig ist, und werde ganz klein und andächtig. Gleichzeitig verläßt heute meine Nichte, mein sehr geliebtes Patenkind das Haus, um ihr Vorbereitungssemester für das Medizinstudium in Berlin zu absolvieren-so ist es im Leben, der Zug geht weiter...Und auch das folgt bestimmt einem besonderen Plan!  
tg
08.11.2014
15:41 Uhr
     
ja, Dank für Dank an den Funk , gerade eben wieder die herzzerreißenden Bilder des Mauerfalls. Dank allen Weitersagern, ans Licht Bringer, zur Sprache Verhelfern, ins Bild Setzer, Meinungsbildnern- Journalisten, wachen Menschen.  
Hedwig
06.11.2014
13:03 Uhr
     
heute mittag gelesen: Gott will nicht, dass wir uns in ihm verlieren, sondern dass wir uns in ihm finden. Von Christian Morgenstern. Während NDR-Kultur die Räume erfreute. Ich begreife immerzu, wie dankbar ich bin, dass es diesen Sender für uns Menschen gibt. Und Sie, Herr Marius. So ein Glück!  
Menke
31.10.2014
18:12 Uhr
E-Mail    
Reformationstag, ich denke dran!

Was damals mit Luther geschah, wir müssen daran glauben, ob Umbruch durch Thesen geschah.
Der Augustiner Mönch, erstaunlich aus bescheidenem Mönchsverständnis aus Zelle und Kutte, eine andere Welt wie draußen vorbeilief, was hat sich da in ihm verändert?
Nicht der Mensch Martin Luther, sondern das nicht mehr aushalten seiner Kirche im Glaubensbekenntnis.
Ob aus Überzeugung am Kreuz gestorben, Thesen an Kirchentür in Wittenberg genagelt, wundert mich
heut noch, wie alles danach so kommen konnte.
Wie aus einem damals gesetzesverstoßer, als Flächenbrand in der Geschichte sich ausgeweitet hat.
Wenn das gleiche in der Medienzeit für uns passierte, wäre schnelles vergessen für neues verständlich.
 
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