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:: lebensmut.de ::
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Sophie
20.01.2005
11:24 Uhr
     
Da es hier still ist und T.G. verreist zu sein scheint, bitte ich als Nachtrag zu den Gedanken um Sintfluten um Raum für Auszüge aus einer Predigt vom 9.9.1900 zu Mt.5,3:
In den traurigen Augenblicken unseres Lebens, wo wir selbst vom Unglück betroffen sind oder mit den Weinenden weinen, da steigt in uns immer wieder die Frage auf: Warum schickt Gott so viel Elend und Leid über die armen Menschen?
Auf diese Frage hat uns Jesus keine Antwort gegeben. Er hat uns nicht den Schleier vor Gottes wunderbaren Wegen weggezogen; er hat uns nur gelehrt, an Gottes Güte nicht zu zweifeln, auch im Leide. "Was mein Gott will, gescheh allzeit."
Aber noch mehr hat er getan. Er hat uns getröstet: "Selig sind, die da Leid tragen, denn sie sollen getröstet werden."
Ein wunderbarer Trost liegt schon in dem Wort "Selig sind, die da Leid tragen." Früher glaubte man, wenn Leid über die Menschen herein brach, Gott wolle sie züchtigen und strafen. Dann schüttelt Jesus das Haupt: Nein, nichts von Strafe. "Selig sind, die da Leid tragen."
Worin soll nun dieser Trost bestehen? Zunächst ein himmlischer Trost. Unser Leben ist eine Prüfung kurzer Tage. Aber wenn es so ruhig dahin fließt, da vergessen wir es. Wir möchten uns einrichten, für immer hier zu bleiben. Aber dann kommt das Leid und erinnert unsere Seele an die himmlische Heimat. ..............................
So ist diese Seligpreisung ein Trostwort vor allem für die Sterbenden - aber nicht für sie allein, sondern auch für die Lebenden.
Das Leiden in unserem Leben ist eine fortwährende Läuterung unseres inneren Menschen. Hast du noch nie bedacht, wie welk unser Herz würde, wenn unser Leben in gleichmäßigem Glück dahinflösse und das Unglück uns nicht zur inneren Einkehr brächte? hast du noch nie gefühlt, wie in den sonnigen Tagen unseres Lebens das Bild Gottes in immer weitere Ferne rückte, bis wir durch das Leid wieder zu ihm hingebracht wurden, sein Vaterherz suchten und so unter den Tränen des Leids die Seligkeit empfanden, unsern Gott wieder gefunden zu haben?..............
Zu den Seligkeiten, die uns das Leid bringt, gehören das Mitleid und das Verzeihen. Ohne das Leid würden die Menschen stumm und kalt aneinander vorbeigehen, ihr Sinn würde hart, und der Hader würde sich immer tiefer in ihr Herz einfressen............................
"Selig sind, die da Leid tragen; denn sie sollen getröstet werden."

Albert Schweitzer
 
Sophie
13.01.2005
10:17 Uhr
     
Gerade von einem Gemeindemitglied bekommen. Finde ich als Analyse und liebevolle, nachdenkliche Mahnung eindrucksvoll. Möchte ich für Interessierte weiter empfehlen:

"Ein Beben im Herzen der Menschen" von
Bischöfin Bärbel Wartenberg-Potter, Lübeck

www. diakonie-katastrophenhilfe.de
 
Traugott Giesen
08.01.2005
14:04 Uhr
     
Gut, daß wir Merkbares rausrücken, den Lohn von zwei, drei Stunden Arbeitszeit- oder? "Lass deine linke Hand nicht wissen, was die rechte gibt" sagt Jesus (Matthäus 6,3) .
Noch vor der Katastrophe hatte ich in einem Zeitungsinterview auf die Frage :"Was können sie nur mit Schlucken ertragen?" gesagt: "Den Geiz bei der Brotf-ür die Welt-Kollekte an Heilig Abend."- Ein Mensch schickte 3000€ "damit ich mich dieses Weihnachten nicht ärgern müsse". Herrlich.
 
Wolfram Leyrer
05.01.2005
19:16 Uhr
E-Mail Homepage  
Griechisch "deomai" steht sowohl für "beten" als auch für "bitten"; keine Bedenken deshalb, wenn "edeäthän" mit "gebetet" übersetzt wird. Wenn es - in anderem Zusammenhang - auch "bedürftig sein" heißt, wird der Zusammenhang mit beten oder bitten, je nach Adressat, noch deutlicher. Also fragt sich doch, wen Jesus hier angesprochen hat.  
Traugott Giesen
03.01.2005
20:54 Uhr
     
Die Predigt von Neujahr habe ich nicht schriftlich- Die Abschrift vom Band dauert etwas. Grüße Tg  
T.Giesen
02.01.2005
18:27 Uhr
     
Die jahreslosung: Ich habe für dich gebetet, daß dein Glaube nicht aufhöre. (Lukas 22,32) oder gebeten- Gefühlssache, wohl- griech: deomai:bitten -mir ist lieber: gebetet. Wer weiß grammatikalisch mehr? Herzlich Tg  
martin
02.01.2005
14:13 Uhr
E-Mail Homepage  
Geht mal auf www.indogermanen.de.vu

Interessante Geschichtsseite !
 
Thomas Müller
02.01.2005
13:30 Uhr
E-Mail    
Lieber Peter

Du sagtest u.a.:
"Durch Zufall bin ich auf diese Seite gekommen. Mir ist aufgefallen: Hier ist sehr viel sprachlicher Überschwang, mir persönlich manchmal viel zu dick aufgetragen und dadurch auch unklar...."

Meine Gedanken:

Ich dachte mir dazu zuerst, dass JEDE/R hier seine Eindrücke und Gefühle mit einbringt und es dadurch ja erst interessant und spannend ist, hier mit zu lesen und ev. auch mit zu reden/schreiben.

Es wäre ja furchtbar, wenn auch hier Zustände herrschen würden, wie an Orten, wo man nur das sagen darf, was von oben als genehm bezeichnet wird.

Ich habe den Überschwang, der hier herrschen soll (manchmal), sagst Du, etwas präzisiert nach geschaut:

******************************************
> Überschwang <

Relationen zu anderen Wörtern:

Synonyme:
Ausgelassenheit, Begeisterung, Schwärmerei, Überschwall, Überschwenglichkeit

... ist Synonym von:
Begeisterung, Eifer, Entrücktheit, Erregung, Feurigkeit, Fieber, Inbrunst, Innigkeit, Leidenschaft, Mehr, Passion, Pathos, Rausch, Redundanz, Rührigkeit, Schwärmerei, Schwärmerei, Taumel, Temperament, Überfluß, Überfülle, Überreichtum, Überschuß, Überschwall, Überschwenglichkeit, Übersteigerung, Üppigkeit, Verzückung
..................

Teilwort von: Überschwang der Freude, Überschwang der Leidenschaft, ein Überschwang der Gefühle .... usf.
************************************************

Ich finde und fände es wunderbar, wenn in unserer engeren Umgebung und auch überall in der WELT-Gemeinschaft GEFÜHLE Platz haben und finden dürf(t)en!

Das Leben wird erst dann wirklich lebendig, wenn nicht "nur" der Intellekt das Sagen hat !

Und damit wünsche ich Dir und allen hier ein gutes und schönes neues Jahr mit auch VIELEN Gefühlen, die ab und zu hochkommen dürfen !

Mit herzlichen Grüssen
thomas
 
Peter
02.01.2005
11:12 Uhr
     
Durch Zufall bin ich auf diese Seite gekommen. Mir ist aufgefallen: Hier ist sehr viel sprachlicher Überschwang, mir persönlich manchmal viel zu dick aufgetragen und dadurch auch unklar.
(Zitat Predigt 31.12.: "Du bist selbst ein kleines Dennoch am großen Dennoch-Leib des Lebens, Gott genannt.") Übrigens lehrt nicht nur der "alte Odin-glauben" der Germanen die Flut als Strafe für Sünde, sondern auch das Alte Testament. Und auch das Neue Testament weiß um das kommende Gericht Gottes bei der Wiederkunft Christi. Lesen Sie doch noch mal Mt 24 und nehmen es ernst. Das nur als Rückmeldung.

Zum Schluß: Ich finde es gut, was Theo Lehmann zur Jahreslosung 2005 geschrieben hat, hier mal zitiert.

Pfarrer Theo Lehmann: Aufgepaßt, nicht angepaßt!
Wir Christen sind begehrte Leute. Der uns mit Heißhunger verschlingen will, wird uns auch im Jahr 2005 mit seinen verlogenen Verheißungen locken. Paß auf, sagt Jesus, der Satan schnappt nach dir! Es gilt also aufzupassen, daß wir nicht zum Teufelsschnäppchen werden. Dazu drei Hinweise: 1. Es langt nicht, Peter Hahnes Buch „Schluß mit lustig“ zu beklatschen, sondern es muß auch bei Kirchens Schluß sein mit dem beklopptem Unterhaltungschristentum, das mehr auf Brimborium setzt als aufs Evangelium.

2. Es langt nicht, beim Dreivierteltakt in Gefühlen zu schwelgen. Das lahme Wohlfühlchristentum fängt gleich an zu schwächeln, wenn es in den Zugwind kommt. Wir müssen uns auch 2005 warm anziehen. Der Kreuzesweg mit Jesus ist keine Schönwetterreligion. Durch Leiden führt der Weg ins Reich Gottes. 3. Es langt nicht, sich auf die Bibel zu berufen, solange sie nicht kritiklos und konkurrenzlos als Wort Gottes geglaubt und gepredigt wird. Halbe Christen spuckt Jesus wieder aus (Offenbarung 3,16). Der Teufel frißt so was.

Eine Draufgabe
Aufpassen also, mit offenen Augen durch das neue Jahr gehen und sehen, wo der Satan Fallen stellt, das ist die Aufgabe. Aber es gibt noch eine Draufgabe: die Fürbitte von Jesus. „Ich habe für dich gebetet, daß dein Glaube nicht aufhört.“ Das sagt er zu Petrus, bevor der den tiefsten Fall seines Lebens erlebt. Diese Fürbitte brauche ich auf alle Fälle auch. Mein Wunsch für mich und uns alle für das kommende Jahr ist: Jesus, bete für uns! Selbst wenn es drunter und drüber gehen sollte – durch das neue Jahr gehen, wenn Jesus für uns betet, das wird gut gehen. Vorschlag: Täglich Luthers Morgensegen beten, „daß der böse Feind keine Macht an mir finde“

Gottes Segen aus Kiel

Peter
 
Delf Schmidt
01.01.2005
20:14 Uhr
     
Geschätzter TG, in der Jahreslosung heisst es nicht "...gebetet,... sondern gebeten..." Inhaltlicher Unterschied ?? Bleib behütet, gib uns noch viel Labensmut- und Nachdenkenstoff. Euch allen : Gottbefohlen !! Delf Schmidt, um mit den Initials aufzuhören.  
T.giesen
01.01.2005
18:34 Uhr
     
Jahreslosung 04:
Christus spricht: Himmel und Erde werden vergehen aber meine Worte werden nicht vergehen -Markus-Evangelium 13,31
Jahreslosung 05:
Christus spricht: Ich habe für dich gebetet, daß dein Glaube nicht aufhöre. Lukas 22,32 Uns allen Bewahrung und lebenskraft. und mit Brodkey: "ich versuche immer, einen Apfelgarten in einem Blumentopf zu züchten"!euer TG
 
Thomas Müller
01.01.2005
17:19 Uhr
E-Mail    
Liebe S.D., Sophie (gell?)

Ja, ich wünsche auch Dir und allen hier ein gutes neues Jahr mit viel Vertrauen zueinander!

Mit herzlichen Grüssen
thomas


PS: Vielleicht müsste hier auch einmal über Anima und Animus geredet werden. Sind wir uns eigentlich alle bewusst, dass wir ( beide Geschlechter) von Beiden in uns haben? Je nach dem, mehr oder weniger vom Einen oder Anderen ....!

Schon dadurch sind wir ja schon (u.U. sehr) verschieden. Und schon deshalb sollten wir mehr auf Fairness und Toleranz - gegenseitig ! - achten. Können tut das niemand "perfekt", meine ich.

 
Thomas Müller
01.01.2005
17:05 Uhr
E-Mail    
Liebe/r Webmaster

Ich fühle mich keineswegs angesprochen, wenn Sie oder Du von Selbstdarstellern und solchen sprichtst, die immer noch eins draufsetzen müssen.

Etwas erstaunt, nein nicht nur etwas, sondern sehr erstaunt bin ich, wenn ich Ihre Antwort (unten) lese und feststelle, dass gerade SIE/DU sich an einer offenen (überhaupt nicht böse gemeinten) Antwort stören. Ist das hier denn kein Forum, wo auch über eventuelle Verständnisunterschiede geredet werden darf oder kann?
Wenn dem nicht so wäre (ich erlebe es nun schon zum zweiten (?) Mal, dass eben dieses Thema hier recht gegensätzlich und fast beleidigt(?) diskutiert wird.

Gerade Sie, liebe/r "Webmaster" sind ja sehr direkt und gar nicht zimperlich und (wirklich!) "verstecken" sich ebenfalls in der Anonymität! Schade. Respekt vor den anderen hier Mitlesenden und Mit-schreibenden wäre, wenn AUCH SIE sich mit Namen und Vornamen, zumindest mit dem Vornamen zu erkennen gäben. Meinen Sie wirklich, dass "Webmaster" genügt?

Oder, bildlich dargestellt: Wenn Sie in die Kirche St. Severin gehen, tragen Sie da auch, statt des allen Anwesenden sichtbaren Gesichts, eine "Maske", so dass mann/frau/kind Sie nicht erkennen kann ....?

So sehe ich das und meine es freundschaftlich und mit Respekt Ihnen gegenüber.

Mit herzlichen Grüssen
thomas

************************************************** **
Beginn Textauszug Webmaster:

Der Appell an die Fairness enthält herbe Formulierungen und Anschuldigungen: „ins Gericht gehen“, „Deckmäntelchen Anonymität“, Ausübung von Macht“, „mit offenem Visier, der andere mit zugeklapptem“.
Ein paar Worte dazu:

Zum Vorwurf der „Anonymität“:
I st für Sie jemand weniger anonym, der mit seinen Initialen unterzeichnet? Fast jeder tut das hier in diesem Forum, und es wird respektiert.

Als Webmaster fühle ich mich für dieses Forum mitverantwortlich und gebe gerne, wenn es angebracht ist, Kontext oder „roten Faden“ vor. Jedes Forum läuft auch Gefahr, zum Podium für Selbstdarsteller zu werden, die immer noch eins draufsetzen müssen – dem ein Stück entgegenzuwirken sehe ich auch als meine Aufgabe an. Und wenn ein Webmaster, der letztlich ein mitdenkender Mensch und keine Maschine ist, seine Meinung zu bestimmten vorgetragenen Kommentaren kundtut, so hat das weder mit „Ausübung von Macht“ noch mit " mit jemand zu Gericht gehen" zu tun.
Fairness und gegenseitiger Respekt sollten für alle gelten.

Ende Textauszug.
************************************************** *
 
S.D.
01.01.2005
15:40 Uhr
     
Ich hatte es übrigens unsichtbar in den Klingelbeutel gesteckt, nur dass das klar ist. T.G. wußte davon nichts.

Lieber Thomas! Jetzt erst geht mir auf, wie richtig und wichtig Deine kleine Geschichte von der Kerze Hoffnung ist, denn wirklich, jetzt bleibt nur sie.

Eine kleine Trostgeschichte von meinem schönsten Weihnachtsgeschenk, das ich je bekam:

Meine liebste Freundin war in Phuket mit siebenköpfiger Familie. Ich bin sehr pragmatisch und fand in kürzester Zeit ihren Vater. Er schlief noch und wußte nichts. Wir haben zwei Stunden gebangt, dann rief sein Schwiegersohn auf Handy an. Sie waren noch beim Frühstück gewesen in ihrem Häuschen am Strand, Die Kleinste schlief noch. Sie rissen sie aus dem Bett und rannten, rannten, rannten, rannten. Sie sind gerettet. I was crying, crying, crying, crying (Roy Orbison). Sie lieben es da unten wegen der Freundlichkeit der Menschen, es erinnert mich an Blue Bayou, auch von Roy Orbison, ich hör das z.Zt. oft. Mir ist dann aufgegangen, wie sehr ich sie liebe, diese Familie. Wir hatten alle Glück, alle, die an ihnen hängen und haben Mitleid mit allen anderen.

Ein gutes Neues Jahr, Dir auch Thomas!
 
webmaster
01.01.2005
15:29 Uhr
E-Mail    
Ein gutes neues Jahr allen Mitlesern!

-----------------

Der Appell an die Fairness enthält herbe Formulierungen und Anschuldigungen: „ins Gericht gehen“, „Deckmäntelchen Anonymität“, Ausübung von Macht“, „mit offenem Visier, der andere mit zugeklapptem“.
Ein paar Worte dazu:

Zum Vorwurf der „Anonymität“:
Ist für Sie jemand weniger anonym, der mit seinen Initialen unterzeichnet? Fast jeder tut das hier in diesem Forum, und es wird respektiert.

Als Webmaster fühle ich mich für dieses Forum mitverantwortlich und gebe gerne, wenn es angebracht ist, Kontext oder „roten Faden“ vor. Jedes Forum läuft auch Gefahr, zum Podium für Selbstdarsteller zu werden, die immer noch eins draufsetzen müssen – dem ein Stück entgegenzuwirken sehe ich auch als meine Aufgabe an. Und wenn ein Webmaster, der letztlich ein mitdenkender Mensch und keine Maschine ist, seine Meinung zu bestimmten vorgetragenen Kommentaren kundtut, so hat das weder mit „Ausübung von Macht“ noch mit " mit jemand zu Gericht gehen" zu tun.
Fairness und gegenseitiger Respekt sollten für alle gelten.


 
Thomas Müller
01.01.2005
09:38 Uhr
E-Mail    
Lieber Webmaster und liebe alle Mitleserinnen und Mitleser hier

Ich wünsche allen Menschen hier zum noch jungen neuen Jahr 2005 alles nur erdenklich Gute! Wenn dann auch etwas weniger Gutes geschehen sollte, wünsche ich viel Zuversicht, Kraft und Ausdauer - und Vertrauen in die geistige Welt - vielleicht auch in unsere "Schutzengel" ....

Mit herzlichen Grüssen
thomas

PS:
Zitat eines Vorredners, -schreibers:

"Verehrter Webmaster,
wenn Sie schon mit den Leuten so ins Gericht gehen, dann sollten Sie so fair sein, mit Ihrem Namen zu unterzeichnen...."

Diesem Neuhahrswunsch schliesse ich mich an.
Ich meine, die angebrachte Argumentation ist schlicht und einfach richtig und appeliert an gegenseitige Fairness und gegenseitigen Respekt!!!

 
Waldemar Grab
31.12.2004
11:51 Uhr
E-Mail Homepage  
Verehrter Webmaster,
wenn Sie schon mit den Leuten so ins Gericht gehen, dann sollten Sie so fair sein, mit Ihrem Namen zu unterzeichnen. Alles andere ist eine "Ausübung von Macht" im Deckmäntelchen der Anonymität. Das ist nicht ok. Im übrigen hat Huber gar nicht so unrecht. Aber Sie in gewissen Strecken auch nicht. Wie immer trifft man sich in der Mitte. Der eine mit offenem Visier, der andere mit zugeklapptem. Schade. Alles Gute für 2005, Ihr WALDEMAR GRAB
 
S.D.
31.12.2004
08:25 Uhr
     
Nein, ich verstand nie, was Sie sagen, aber ich verstehe, was Bischof Huber sagt, vielleicht genügt das. Und ich finde, T.G. hat mitten in der Not eine liebevolle tröstliche Kolumne geschrieben. Wer immer Sie sind, Webmaster, wie Sie ihm eins übergebraten haben wegen Wikipedia, war auch nicht vom Feinsten. Trotzdem ein gutes Jahr, danke für diese Seite, vielleicht ein wenig Demut?  
webmaster
30.12.2004
14:41 Uhr
E-Mail    
Und nochmals der geschätzte Bischof Huber, der heute folgenden Artikel schreibt:

"Nur einen Langstreckenflug entfernt zeigt sich in einer der schönsten Urlaubsregionen der Welt die grausamste Verwüstung. Zerstörte Häuser, Massengräber und entsetzliches Leid ziehen sich von Sumatra über Thailand, Sri Lanka, Indien bis hin nach Somalia an die Ostküste Afrikas rund um den Indischen Ozean. Die größte Hilfsaktion der Welt ist angelaufen. Viele Menschen haben in den letzten Tagen großzügig gespendet, um die schlimmste Not zu lindern. Hilfsorganisationen haben schnell reagiert und Material und Helfer in die Krisenregion entsandt. Ja, auch die Einheimischen vor Ort, obwohl selbst betroffen, helfen, wo sie können - so berichten es viele der Heimgekehrten. Doch das ungeahnte Ausmaß dieser Katastrophe macht unsere Hilfe weiterhin dringend notwendig. Die Globalisierung unserer Welt erschöpft sich nicht in der wirtschaftlichen Zusammenarbeit. Sie bringt uns auch fernes Leid nahe und macht es zu unserem eigenen. Global zu denken, heißt heute, zur Hilfe für die Menschen am Indischen Ozean bereit zu sein.

Tief reichen die Fragen, die durch diese Ereignisse wach gerufen werden. Wir spüren, dass die "Sintflut" nicht eine überholte Sage ist, sondern auf wirklicher Erfahrung beruht, auf einem schrecklichen Geschehen, in dem die Natur ihre unbändige Gewalt in einem unvorstellbaren Ausmaß zeigt. Auch der Mensch, der meint, über die Natur herrschen zu können, stößt mit seinem Machtanspruch an Grenzen. Die Betroffenen werden erst allmählich wieder das Zutrauen zu der Zusage entwickeln, in der die Erfahrung der Sintflut schließlich überwunden wird: "Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht." Das Vertrauen in die bergende Kraft der Schöpfung wird nur langsam wieder wachsen.

Wie Gott das zulassen konnte, wird gefragt. Die Frage wird wieder genauso gestellt wie im Jahr 1755, als das gewaltige Erdbeben von Lissabon Zigtausende von Menschen in den Tod riss und eine gewaltige Erschütterung in Europa auslöste. Johann Wolfgang von Goethe schildert, wie dieses Ereignis seinen Kinderglauben in Frage stellte: "Gott, der Schöpfer und Erhalter Himmels und der Erden ... hatte sich, indem er die Gerechten mit den Ungerechten gleichem Verderben preisgab, keineswegs väterlich bewiesen." Voltaire, der französische Skeptiker, wandte die Katastrophe von Lissabon gegen den Fortschrittsoptimismus seiner Zeit. Und wir?

Nicht die Allmacht Gottes, sondern die Allmachtsvorstellungen des modernen Menschen werden durch solche Ereignisse in ihre Schranken gewiesen. Gottes Allmacht kann man sich nicht so vorstellen, dass Gott alles Böse und Unbegreifliche im Vorhinein aus dem Lauf der Dinge herausschneidet. Gottes Allmacht zeigt sich in der Liebe, mit der er sich uns Menschen zuwendet, damit wir uns auch angesichts des Unbegreiflichen an ihr orientieren. Die Gewalt der Natur hat uns in die Grenzen gewiesen. Immer wieder kann es geschehen, dass die Erdteile sich so gegeneinander verschieben, dass ein Beben auch das Meer zum Toben bringt. "Tsunami" heißt der Name für dieses Naturgeschehen. Uns Kinder der Moderne erinnert das daran, dass unsere Herrschaft über die Natur nicht unumschränkt ist. Trotz unserer Kenntnisse der Natur und trotz unserer Möglichkeiten, sie uns dienstbar zu machen, drängt uns dieses Erleben wieder zu einer Haltung der Demut.

Wollte Gott den Tod so vieler Menschen? Auch diese Frage wird jetzt gestellt. Nein, kann die Antwort nur lauten, Gott will nicht den Tod. Sondern Gott ist ein Freund des Lebens. Sein Sohn, dessen Geburt wir in diesen Weihnachtstagen feiern, nahm den Tod auf sich, damit kein Mensch mehr geopfert werden muss - auch nicht den Gewalten der Natur. Sich ihnen nicht zu unterwerfen, sie aber zu achten, ist die Folgerung. Totale Sicherheit wird es nie geben. Aber mehr Sicherheit gegenüber Tsunamis kann und sollte auch entwickelt werden. Im Pazifik gibt es ein entsprechendes Warnsystem, im Indischen Ozean nicht. Das gehört zu den ungleichen Lebensverhältnissen in der Einen Welt. Viele Menschen, so scheint es, hätten sich in Sicherheit bringen können, wenn sie rechtzeitig gewarnt worden wären. Der immer wieder gezeigte Film aus Phuket, in dem die Wassermassen den ahnungslos planschenden Urlaubern immer näher kommen, macht das auf gespenstische Weise deutlich. Aber wie konnte da einer mit ruhiger Hand immer weiter filmen? Warum bricht der Film nicht ab in einem Schrei, der die Todgeweihten gerade noch rechtzeitig warnt? Dass wir einander warnen, wo Unheil droht, gehört zum ABC der Menschlichkeit.

Mitleid und Achtsamkeit füreinander folgen aus dem, was geschah. Die Sorgen, die uns im zurückliegenden Jahr beschäftigt haben und in das neue Jahr begleiten, treten neben die lebensbedrohende Not in anderen Erdteilen. Menschlichkeit ist die Brücke, die uns miteinander verbindet. "

zit. aus Spiegel online, 30.12.04


 
webmaster
30.12.2004
14:29 Uhr
E-Mail    
Schade, S.D., dass Sie vom Wesentlichen ablenken bzw. nicht zu verstehen scheinen, was ich meinte. Dafür spricht auch der Hinweis auf "Prominente, die möglichst laut sagen sollten, was sie geben"? (s. a. Wort zum Tag), - wie gesagt, alles ist relativ, alles zählt. Überwältigend ist jedenfalls die weltweite Solidarität, Spenden- und Hilfsbereitschaft.

Und an DS: "webmaster" wird sich weiter als "webmaster" - auch -inhaltlich zu Wort melden, wenn es nötig zu sein scheint, sorry. Anonymität ist ebenfalls gegeben bei fast allen Schreibern, die sich als als "SD", "DS", "do", "MM", "TG" oder wie auch immer identifizieren.
 
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