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S.D.
05.11.2004
17:52 Uhr
     
Liebe S.R.! Es ist sicher beides richtig, und jeder sieht darin, was ihm wichtiger ist. Auf jeden Fall ist es ja ein interessantes Gedicht, weil sich Keltentum und Christentum hier vermischen. Mich hat es immer sehr berührt, ich empfinde es als innig.

Was ich noch hinschreiben möchte, ist, daß mir der Tod von Theo van Gogh nahe geht. Ich glaube zwar nicht, daß ich seinen Film gemocht hätte. Für mich gibt es Grenzen in der Kunst. Ich mag auch auch nicht die für mich dekadente Aufführung von Mozarts Entführung aus dem Serail in Berlin. Doch es erschüttert mich, wenn wir anfangen, keine freie Meinung mehr haben zu dürfen. Auch über den Islam, wenn er denn unter uns lebt, muß einem eine eigene Meinung zustehen, gerade in der Kunst. Zu diesem Fall fehlt ein Statement von der ev.Kirche (Eingangsseite, Nachrichten. Gibt es eins?)
 
S. Rädisch
05.11.2004
09:35 Uhr
E-Mail    
Liebe Sophie D., herzlichen Dank für die Antwort. Ich werde mich melden, falls ich Probleme bei der Buchbeschaffung habe.
Sicherlich ist die Kirsche als Frucht am Baum des Lebens auch ein Symbol für das ewige Leben. Aber in Verbindung zum kindlichen Erlöser und dem deutlichen Verweis auf die "blut"rote Farbe und den eigenen Tod, auf den Jesus im Gedicht ja explizit hinweist, verstehe ich sie dann doch (zumindest in dem Zusammenhang) als Symbol für Jesu Opfertod am Kreuz, welcher ja letztendlich das Tor zum Leben bedeutet. Herzlicher Gruß, Sybille Rädisch.
 
Sophie D.
04.11.2004
12:14 Uhr
     
Liebe Frau Rädisch! Das Gedicht ist aus "Englische und amerikanische Dichtung", Beck-Verlag, Band 1. Ob es die Anthologie noch gibt, weiß ich nicht. Ich hatte sie ausgeliehen und habe einiges kopiert. Falls Sie das brauchen, schreiben Sie hier noch mal, dann schicke ich Ihnen das an die Kirchengemeinde Halstenbek. Das Gedicht ist aus dem ersten Jahrtausend, nicht genau zu datieren und enthält keltische Einflüsse. Ich persönlich deute das Rot der Kirsche nicht als so sehr als einen Hinweis auf Passion, sondern als Symbol der Frucht, also des Lebens, Blüte und Frucht, aber ich habe eine andere Einstellung zu Jesus als in der Kirche üblich. Für mich zählt die Passion gar nicht so sehr, zumal ich Opferhaltung verabscheue als anderes Extrem des Tätertums. Der Jesus, wie er gelebt, gelehrt hat, erscheint mir greifbarer, und ich empfinde hier den Kirschbaum als Lebenssymbol wie Jesus selbst (Seht die Vögel, seht die Lilien). Keltischer naturbezogener Einfluß wird auch sichtbar in Mond, Sonne und Steinen. Die Frucht, das Leben. Die Kirche hat da was verdorben. Sie hat den Apfel zum Symbol der Sünde gemacht, ein totaler Schwachsinn. Das ist er allenfalls in Hamburg-Neuenfelde. Der Pastor von St.Pancratius sollte die Arbeitslosengelder zahlen, falls Airbus die Koffer packt. Schöne Grüße.  
Sybille Rädisch
03.11.2004
09:50 Uhr
E-Mail    
Liebe Sophie D., eben fand ich Ihr "Lied vom Kirschbaum" vom 21. 9. 04. Es würde mich sehr freuen, wenn Sie mir die Quelle nennen könnten, aus der Sie das Lied zitieren. Ich habe letzte Woche einen Vortrag über Marienbilder vom frühen Mittelalter bis in die Neuzeit gehalten, und es ist erstaunlich, dass an Darstellungen des Lebensbaumes oft Kirschen statt Äpfel hängen. Ich fand immer nur die Bemerkung, dass dies im Mittelalter durchaus gängig war. Ihr Gedicht nun zeigt auf, dass die blutrote Farbe der Kirsche als Verweis auf Jesu Passion ein Grund zur Wahl dieser Frucht als symbolhaltiges Motiv in Bildern (und Gedichten) gewesen sein dürfte. Für mich ist das "Lied vom Kirschbaum" deshalb von großem Interesse, und ich hoffe sehr, dass Sie nähere Angaben darüber machen können.
Ihnen, lieber Pastor Giesen, auf diesem Wege einen herzlichen Gruß. Unsere "Fotosession" in St. Severin ist mir in fröhlicher Erinnerung. Mein Mann und ich freuen uns auf wohl leider den letzten Gesprächskreis mit Ihnen Ende Febr./Anf. März nächsten Jahres.
In diesem Sinne alles Gute, Sybille Rädisch
 
Traugott Giesen
31.10.2004
21:33 Uhr
     
Sie haben Power. Und Glauben. "bittest, suchet, klopfet an" sagt Jesus. Sie tun es. Wollen sie nicht ihre Adresse mit angeben,damit auch Zusendung möglich ist. Und doch eine Kontonummer? Geld ist geleistete Arbeit, ist ein Gutschein, ein Segel in der Tasche. Bleiben Sie behütet. Tg  
p.schröder
29.10.2004
23:08 Uhr
E-Mail    
moin ihr lieben menschen,
ich möchte einen moment der zeit von euch !
bitte gut lesen und handeln sowie es irgentwie geht , wenn möglich auch einfach weiterleiten an menschen die ihr mögt oder die uns helfen können ,
vorab wer ich bin ,
eine sechsfache mama , alleinerziehend . ich befinde mich seit über 1 ½ jahren in psychatrischer behandlung bin 42j alt ja alt , weil ich mich so auch fühle .
total leer karnk und am ende meiner kraft . ich lebe alleine mit meinen kindern , vier im alter von 10 12, 12, 13 sind noch bei mir , sie sind sehr lebhaft und vordern mehr als ich geben kann , so liegen bei mir die nerven blank und ich habe so jeden tag einen neuen kampf mit mir um jeden tag stand zuhalten und opfere mich so jeden tag aufs neue für meine kinder
warum das alles ?
tim ist 10 er ist behindert hyperaktiv, alles was er selber machen muß macht er auch kaput weil er soll ja lernen dinge im leben auch zu bewältigen, er besucht die behinderten schule in fulda,
dennis ist 12, auch er ist hyperaktiv , besucht die hauptschule er hat hin und wieder schübe durch seine neurodermitis , tina ist das gegenstück von dennis , hat keine probleme gott sei dank ! sie besucht die realschule in hünfeld.
Ja und daniel ist überintelikent und besucht das gymnasium in hünfeld. Er will wissen und fragt mich jeden tag aus , alle kinder sind wohl genährt durch meine rundumsorge ja ich bin sehr stolz auf meine kinder !!!
Warum habe ich so viele kinder ? jemand der helfen möchte fragt da nicht lange !
Ich möchte dich um rat bitte um hilfe , bitte kein geld !!!!!!!!!!!!!!!!!!!! ganz wichtig , es sind die keinen dinge die uns helfen , eingentlich auch was für den einen speermüll ist kann für uns wertvoll sein , ja wir gehen auf den speermüll um kleine dinge des lebens zu suchen und uns daran zu erfreuen , mal ist es eine barbie puppe oder ein altes radio das uns erfreut !
Ja wir bekommen sozialhilfe aber jeder weiß wie es darum steht , ich möchte wirglich kein geld haben , ich möchte das ihr einfach nachseht ob noch irgendwas im keller steht was nicht mehr gebraucht wird und wenn es resttapeten sind oder farbe oder ein altes regal ist . wir können daraus unser heim verschönern. Schmeißt es bitte nicht weg sondern hebt es bitte auf und wenn es geht dann schickt es uns
Es gibt doch bestimmt menschen die uns helfen könnten oder jemanden weiß der ein großes warmes herz hat und helfen möchte ?! das einzige was wir geben können ist , unsere freundschaft , gerne von uns aus denn hoffentlich gibt es noch menschen die kinder mögen und einer mama helfen können das leben der kinder schöner zu machen . ich habe auch schon die kirchen angeschrieben . diese email ist keine verarschung . nein das liegt mir fern ! ich möchte um hilfe bitten um aufmerksamkeit hier ist meine telefon nr 0173 4707690 oder sendet mir eine email für weitere auskünfte unserer familie an helfendehaendegesucht@web.de.
p.s. ich selber habe kein internet und schreibe auf pc meiner freundin kann also ab und zu mal nach meinen emails sehen , also bitte schaut mal nach vielleicht findet sich ja noch ein gegenstand der für euch nutzloß ist jedoch für uns die welt bedeutet
ich bedanke mich für eure zeit diese email zu lesen ,
habt danke für alles .
p.schröder
0173 4707690
 
Elena
16.10.2004
09:45 Uhr
     
Ich wünsche mir mal wieder eine Kolumne, die uns Mittlere anspricht, nicht als Ex-Jacobs-Kaffee-Schwiegertöchter, sondern direkt mit unseren Lasten, unseren Freuden. Ich gönne es ja den Alten, daß sie soviel können, auch flirten (das ist ja nichts Neues, wie man seit Luis Trenker oder Cary Grant weiß), daß sie alles zahlen können und einen so reichen Erfahrungsschatz haben. Bloß leider führt das immer wieder dazu, daß sich Ältere unangreifbar wähnen, sie den Jungen alles in besserwisserischer Manier vorschreiben (mir passiert mit 63jähriger Freundin, habe endlich den Kontakt abgebrochen), und manchmal setzen sie auch mit ihrem Geld unter Druck. Daher stehe ich in Konflikten zwischen Alten und Jungen immer bei den Jungen, finde auch nicht, daß sie die gesamte Rentenlast allein tragen sollten. Außerdem stelle ich oft fest, daß Alte etwas verkalkt und erstarrt wirken und ihr "Ach, ich bin ja noch so jung und toll" auch eine Maskerade sein kann. Auch zur Predigt zu einem Satz eine kritische Anmerkung: Ja, Knecht und Magd haben heute noch frei, es sei denn, sie wären im Sozialdienst tätig, aber jeder Manager muß am Wochenende arbeiten. Dennoch missgönnt man ihm öfter mal sein Gehalt.
Aber toll: "Habe den Mut, dich deines Verstandes zu bedienen." "Jesus lockt zur Einsicht".Darin empfinde ich ihn als frühen Aufklärer.
 
mm
15.10.2004
17:07 Uhr
     
Wieder eine ganz ganz starke Predigt - danke TG!

Mit herzlichem Gruss,
mm
 
Andreas Rüß
09.10.2004
22:17 Uhr
E-Mail    
Herzliche Grüße von Insel zu Insel, von Pfarrhaus zu Pfarrhaus!, lieber Bruder Giesen!
 
Thomas
07.10.2004
20:08 Uhr
E-Mail    
Achte auf Deine Gedanken!
Sie sind der Anfang Deiner Taten.

Chinesische Weisheit


Einen guten und schönen Abend wünsche ich Euch und Ihnen allen dort weit oben in Sylt und Umgebung!

thomas

 
Traugott Giesen
05.10.2004
10:17 Uhr
     
Als Dessert zur Erntedankpredigt: aus Psalm 111,2: "Groß sind die Werke des Herrn; wer sie erforscht, der hat Freude daran."  
S.D.
02.10.2004
13:57 Uhr
     
Heute von der Buchhandlung bekommen und erst kurz hinein gesehen, sieht sehr gut aus:
Lakotta, Beate / Schels (Photographie): Nochmal Leben vor dem Tod.
Die beiden baten Todkranke, sie in den letzten Wochen und Monaten begleiten zu dürfen. Sicher empfehlenswert für Seelsorger und ihre Helfer, für Ärzte und Krankenschwestern oder auch Menschen, die einfach nur eine alte Mutter oder einen Vater begleiten. Die Empfehlung hatte ich aus dem SPIEGEL.
Wünsche allen in St. Severin ein schönes Erntedankfest, hoffentlich mit Grund, zu danken.
P.S. Es gibt viel Böses in der Welt auch, gut, dieses Thema mal in einer Predigt anzusprechen und hierbei eine Predigt über Johannes den Täufer zu machen.
 
DS
01.10.2004
11:27 Uhr
     
TG, hiersein ist herrlich. Danke, mal wieder live bei dir und euch zu sein. Viel Glück und Behütung bei den letzten 30 Predigten, die anderen 100 bis ... schreibt du als Bücher.. Danke Dein Delf Schmidt, der auch am 3.10. dabei sein wird.  
Traugott Giesen
30.09.2004
21:08 Uhr
     
Es geschieht viel mehr Gutes als Böses. Riesige Quanten an Liebe werden auf die Erde abgestrahlt, auch Sie ein strakes Modul der Empfängnis . Darum auch strahlen Sie Liebe aus-
Das ist ein Gottesbeweis. Sowas liest man aber nicht in der Zeitung sondern in der bibel, weitergetragen von Kirche. Ohne Kirche hätten wir die Bibel verloren, das Alte Testament wäre Stammesschrift geblieben. Viel mehr Kirche als Sie wissen, sind Sie, darum könnten Sie Kirche auch formell mittragen.
 
Elena
27.09.2004
11:20 Uhr
     
Aber natürlich trage ich Kirche mit, aber ein wenig als kritischer Zaungast, und das darf auch so bleiben. Ich habe bisher nur die erste Seite Ihrer Predigt gelesen, aber antworte auf einen Satz, über den ich gestern dachte:
"die sinnabnagende Frage: wie bringen Menschen es über sich, andere mit Krieg zu überziehen?"
Ich habe mir gerade ein Buch bestellt über Weltreligionen. Buchbeschreibung: alle Konflikte auf dieser Welt sind religiös bedingt usw. Ich glaube, wenn die Menschen nicht um Gott und Sinn streiten würden, sondern wenn das erste Ziel aller 6 Mio. Menschen auf dieser Welt wäre, den Globus zu erhalten, so, daß alle zu essen hätten, der Globus aber nicht ausgebeutet würde, wenn also ein in die Zukunft weisendes Projekt für alle Menschen wäre, ein Kind namens Globus oder Kosmos gemeinsam zu haben, als Kind und als nährende Mutter, wenn es allen Menschen bewußt wäre, wie einmalig die Erde ist mit ihrer Atmosphäre, ihrem Wasser, ihrem Leben, dann würde manches besser gehen. Dann würde manche Kränkung gar nicht stattfinden, über Dogmen und Ideologien würde nicht gestritten.
Aber das ist blanker Idealismus. Das hatte schon Friedrich Schiller (Ode an die Freude). Das dringt nicht in die Systeme ein. So denken nur Einzelne. Wenn man bedenkt, daß der ethischte und seriöseste CDU-Politiker (Weizsäcker) "nur" Bundespräsident war, wenn der klügste Kopf jemals in der SPD (Schmidt) einem Mißtrauensvotum erlegen war, wenn die nobelste Frau der FDP (Hamm-Brücher) nie zu was kam und ihre Partei verlassen mußte, wenn Bush, so sieht es ja aus, wiedergewählt wird, na ja, soll man sich dann wundern, daß die Welt nicht funktioniert?
 
do
27.09.2004
10:00 Uhr
     
Am gestrigen Sonntag durfte ich in meiner Nachbarschaft an einem katholischen Festgottesdienst teilnehmen zur 100-Jahr-Feier der Kirche St. Matthias. Der Chor sang die "Waisenhausmesse", die der junge Mozart derzeit zu einer Kirchweih komponiert hatte ...
Die Gemeinde sang "Ein Haus voll Glorie schauet weit über alle Land, aus ewgem Stein erbauet von Gottes Meisterhand ..."
Wir, die Kinder Gottes, sind Architekten und gleichzeitig Bausteine und Kapitelle im Gebäude Kirche, wir tragen die Verantwortung dafür, dass das Gebäude Kirche nicht nur aus den Mauern besteht und hält, dass auch die kommenden Generationen mit einstimmen in den Jubelchor "Großer Gott, wir loben dich" oder in die wunderbare Bach-Kantate "Ein feste Burg ist unser Gott".
Eine gute Woche wünsche ich. do
 
Traugott Giesen
27.09.2004
08:54 Uhr
     
Also Kirche ist für mich das Arbeitsteam, das die Bedeutung des Lebendigen ansagt: Daran haben Sie Anteil - Auch haben Sie doch Christus als "Inbild der Bewahrung "bei sich, Sie leben heute, "heute das Reich Gottes bei Euch"- Und später? Sie können und wollen nicht verhindern, daß Liebe sie umfängt. -Wie das geht, lassen sie und ich ruhig offen- Aber tragen sie bitte Kirche mit. Allein weil die in Kirche: Vater u n s e r beten. Grüße TG  
Elena
24.09.2004
10:03 Uhr
     
Mit "Ihre" Kirche, das versuche ich Ihnen zu erklären:
1. Persönlich. Sie (über Ihre Predigten) gehören zu den paar Menschen, die mir das Leben liebenswert gemacht haben, so liebenswert, daß viel mehr Besonderes darin entdecke als früher. Ich habe mal von jemandem auf Sylt gehört, daß Sie so gute Kranken- und Sterbe-Seelsorge machen. Mir dagegen haben Sie das Leben mit näher gebracht.
2. Religiös. Kirche hat viel mit dem Tod zu tun, derzeit in horrender Art und Weise kultiviert vom fundamentalistischen Islam. Ich glaube nicht an das Ewige Leben, es tut mir leid, vielleicht deswegen nicht meine Kirche. Wenn ich Leid jetzt groß schreiben würde, der neuen Rechtschreibung folgend, würde das bedeuten, es tut mir weh, absurd. Zu sehr an das Ewige Leben glauben, bedeutet auch, Dinge hier zu unterlassen. Wenn Angelus Silesius schrieb "Gott wirst du, liebst du Gott und Erde, liebst du Erden", dann weiß ich, daß ich letzterem mehr zugewandt bin und sein muß. Also kein Problem damit, eines Tages "nur" ein Teil einer Pflanze zu sein oder auch als Asche auf meinem geliebten Meer verstreut. Und falls wir doch ein Ewiges Leben hätten und Gott nähme mich nicht ins Paradies, nachdem ich gelernt habe, das geschenkte Leben auf diesem Globus zu ehren, dann kann ich ihm auch nicht helfen. Stichwort Pantheismus - Goethe.
 
Traugott Giesen
23.09.2004
21:27 Uhr
     
Maria ist immer- aber in der Adventszeit wohl noch näher dran. Es ist so viel Grauen in den Welt- Wie damit umgehen? Köpfungen im Irak- Johannes der Täufer wurde auch geköpft... mal sehen. .. Dank für nachdenkliche Schreiben. Aber was heißt denn "Ihre " Kirche. TG  
Elena
23.09.2004
10:08 Uhr
     
Zufällig ein Interview aus der WELT vom 21.8.04 mit David Guterson über sein Buch "Unsere Liebe Frau vom Wald" gefunden, das mich zu einem Zusatz-Kommentar einläd:
Guterson: "Die Gnosis hat dieses Buch wesentlich beeinflußt. In seiner Sicht auf die Welt kommt alles Böse von einem zornigen und unsicheren Jehova, einer zufälligen Gottheit, die uns quält und von der göttlichen Mutter fernhält. Der weltweite Jungfrauenkult, der so massiv ist, daß man ihn kaum mehr einen "Kult" nennen kann, zeigt, wie machtvoll die Sehnsucht nach dem göttlich Weiblichen ist."

Nun, damit kann ich eben nichts anfangen, und, wie ich gelesen habe, unsere kleinen Jungen auch nicht. Die Jungen werden immer aggressiver, und das wird von Soziologen als Antwort auf die zunehmende Feminisierung in der Gesellschaft gedeutet. Ich habe keine Sehnsucht nach göttlich Weiblichem und halte Abstand von esoterischen Frauen. Ebenso wenig habe ich Sehnsucht nach göttlich Männlichem und halte Abstand von "Weicheiern". Ich ziehe Männer, die in Richtung Pferdeflüsterer gehen, also männliche, aber auch naturverbundene kumpelhafte und humorvolle Charaktere vor. Außerdem schätze ich Geistigkeit. Geistigkeit ist für mich nicht geschlechtsgebunden, sondern ein reiner Hermaphrodit. Ihre Kirche folgt von je her gesellschaftlichen Tendenzen. Sie ist Hitler genauso gefolgt wie heute dem irren Bedürfnis nach Spiritualität, das in meinen Augen die falsche Antwort auf die zunehmende Kälte des Kapitalismus ist. Die richtige Antwort ist hier für mich, wo ich kann, zu lieben, Bindung zu pflegen und da zu sein, d.h., meinen Mann! zu stehen. Da ich keine Feministin bin, lasse ich das so, meinen Mann! stehen. Also auch so Sachen nicht züchten, die in Ihrer Kolumne beschrieben sind, sondern Kommunikation suchen. Sie sind oft so konkret und liegen richtig, und das Konkrete ist das, was ich am meisten an Ihnen schätze. Gruß, Elena.
 
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