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M.f.G.
06.09.2016
20:31 Uhr
     
Nein. Weil ich Jesus als Sohn Gottes in der Welt nur als transzendente Erscheinung sehen kann, die Fische und Brote vermehrt und auf Wasser läuft. Aber ich habe nie etwas darüber gelesen, werde ich auch nie, weil ich mein eigenes Betrachten in seiner Eigenständigkeit für mich selbst für wichtiger halte. Der Ausdruck Immanenz, auch ausgedrückt in dem Namen Immanuel, würde für mich nur bedeuten, dass es relativ unwichtig war, ob Jesus lebte oder verstorben war, auch ausgedrückt in seinem berühmten Ausspruch: "Ich werde diesen Tempel in drei Tagen wieder errichten".  
ds
06.09.2016
10:55 Uhr
     
Das Transzendente seinerseits kann nur aus der Perspektive der Immanenz betrachtet werden. Hieraus ergibt sich eine paradoxe Kommunikationsstruktur, die Luhmann in der doppelten Sicht auf Christus versinnbildlicht sieht, der sich als Sohn Gottes in der Welt immanent und als Gott selbst transzendent darstellt.
Transzendenz – Wikipedia

hilft das ein wenig weiter...
 
M.f.G.
06.09.2016
00:12 Uhr
     
@ Jakobus
Das mit der Immanenz verstehe ich auch nicht. Transzendenz hat für mich weniger mit Philosophie zu tun denn mit Mystik, und Novalis ist ein guter Punkt hier. Auch Hafiz wäre zu nennen. Aber das Zitat von Novalis (TG) passt weniger als vielmehr seine Abendmahlshymne.
Auch Rilkes Buch des Mönchischen Lebens hat für mich viel damit zu tun. Wenn wir nur einen Teil davon begreifen, erfassen in seiner Großartigkeit, fassen wir wohl an den Rand von Transzendenz. Und man muss geradezu dankbar sein, wenn man eine Ahnung davon hat, wie großartig manche Menschen das transponieren konnten.

Wenn aber im Garten Hasen spielen, würde ich das eher als nett bezeichnen, das Überleben eines 89Jährigen dagegen als Erfolg der Medizin, aber auch als Wunder.
Hasen im Garten zu bewundern, ist eher Lebenskunst. Dem Alltäglichen (und Hasen auf Sylt sind so alltäglich wie Maulwürfe) etwas abzugewinnen ist auf seine eigene Art genial oder Zeichen von weiser Gelassenheit.
 
jakobus
05.09.2016
20:21 Uhr
     
Transzendenz ... Immanenz ...
Leute, redet verständlich und bedenkt, dass nicht jeder Leser Philosophie studiert hat.
 
sbvn
05.09.2016
12:45 Uhr
  Homepage  
Allt du behöver är kärlek. Kärlek är allt du behöver.  
Nebelmeer
05.09.2016
11:44 Uhr
     
Caspar David Friedrich:

Der Künstler, an den ich bei dem Thema denke. Insbesondere: Der Wanderer über dem Nebelmeer. Novalis liebte seine Bilder.
 
Marie
05.09.2016
00:03 Uhr
     
Nachtrag zu Novalis: Wir werden in den Zeichen des widerfahrenden Lebens angeredet.(Martin Buber)  
Marie
04.09.2016
23:59 Uhr
     
Zu DS und TG: Lassen Transzendenz und Immanenz sich unterscheiden? Vielleicht begrifflich, im lebendigen Leben, bei mir jedenfalls, durchdringen sie einander permanent, beweglich-bewegt-bewegend. Im Staunen wurzeln Wissenschaft und Religion, sind eher Geschwister als Kontrahenten (wobei Geschwisterstreit durchaus gesund sein kann). Ein Glück für Kinder, Schüler, wenn Lehrer/in und Eltern, Großeltern Staunen als Haltung vorleben. Transzendenz in der Immanenz: ich überlege immer, wo GOTT Nicht ist? Und meine,ich habs: im Beton! Doch da wächst ein Löwenzähnchen raus!
Immanenz in der Transzendenz: Schwimmen zwei Fische im Meer:sagt der Kleinere zum Großen:kannst Du mir das Wasser erklären? Antwortet der Große: wie soll ich Dir GOTT erklären? Und Paulus :in IHM leben,weben und SIND wir. Und das "IHM" ist für mich ein mich all-überall Umgebendes, jenseits meiner Persönlichkeitsvorstellung eines Allmächtigen Gottes. Und oft reisst Musik, die immateriellste der Künste, mich hinein - trans= über die Schwelle in den innersten Resonanz/Schwingungsraum oder in den äußersten, dass ich mich in mir selber oder im Kosmos geborgen fühlen kann - Matthias Eisenberg ist für mich so ein Seelenführer mit seinen gewaltigen, manchmal fast gewalttätigen Improvisationen, die kunstvollst in immer neue Räume ziehen und das Kirchendach zu öffnen scheinen, weil es der geballten Transzendenz zu eng wird.
 
DS
03.09.2016
17:37 Uhr
     
...lernen, das scheinbar Selbstverständliche zu bestaunen... Weizsäcker  
Stimmung
03.09.2016
12:30 Uhr
     
Eines morgens wacht man aus unbekannten Gründen früh auf und schaut sich aus dem Bett den Himmel über den Bergen an, der, noch weißlich - die Sonne ist noch nicht aufgegangen - einen neuerlich schönen Tag verspricht. Die Sterne sind schon nicht mehr zu sehen, bis auf einen einzigen, direkt über einem Gipfel:
Der Morgenstern
Wie lange es schon her ist, dass man ihn so bewusst gesehen hat? Ob es Venus oder Merkur ist, ist unbedeutend. Bedeutend ist, dass er mich geweckt hat und ich ihn sehe. Wir sind allein für einen Moment, der Stern (Planet) und ich. Dann wecke ich die anderen, ich muss den seltenen Moment teilen. Ich denke später an die frühen Mönche und ihre Klöster in den Bergen. Solche Momente haben ihre Spiritualität vertieft. Und natürlich fällt dabei ein:
"Wie schön leuchtet der Morgenstern."
Man sollte öfter früh aufstehen. Aber das Verwunderliche entsteht erst, wenn etwas Selbstverständliches seltener geworden ist und man es wieder neu wahrnimmt als pure Schönheit jenseits des Tagesgeschehens und des Flimmerns der unaufhörlichen Unterhaltung.
 
Abendrot
03.09.2016
00:26 Uhr
     
Irgendwann denkt man, man hätte viel gesehen im Leben. Und dann betritt man eine Terrasse im Wallis. Der Tag ist einer der schönsten. Und man sieht die Kette aus den Aiguilles unterschiedlichen Namens und Gletscher und staunt. So etwas Schönes hat man noch nie gesehen. Ein Bergführer sitzt da und bemerkt das tiefe Staunen und beginnt, die Gipfel zu bennen, einen nach dem anderen. Merci, sagt man und spontan: Das und nur das ist das Herz von Europa, dort, wo Italien, Frankreich und die Schweiz aneinander grenzen und die höchsten Gipfel bilden und man innerhalb von zwei Tagen den Montblanc, das Monte Rosa Massif, das Matterhorn und den Gran Paradiso sowie diese Aiguilles, hinter denen Chamonix liegt, gesehen hat. Und dann denkt man sofort an Gott. An Gott, Natur und Ewigkeit.
Und, leicht böse, an Brüssel und das Eurogelaber, aber das legt man gleich wieder ab, denn das gesehene Ewige ist größer und bedeutender und will nicht gestört werden. Unglaublich erstaunlich.
 
tg
02.09.2016
20:01 Uhr
     
Bedingung fürs Tranzsendenzerfahrenkönnen( ein dolles Wort, wa???)istVerwunderungsvermögen.
einfach mal ein Verwunderunstagebuch anlegen! Was mich staunen machte, heute: der delikat-scharfe Geschmack einer neuen Pfefferkäsescreme, drei frische Hasen im Garten , die sich geschwisterlich knuddeln; wie mein Freund (89)heute per Hubschrauber ins Krankenhaus nach Flensburg kam und sofort zwei rettende Stents bekam; das aufgewühlte ,sturmgepeitschte Meer,das doch in Grenzen gehalten ist;und (aufgelesen) ein Selbstmordkandidat, der im letzten Augenblick mit seinem Strick Seilchen springt...."Alles, was wir erfahren ist eine Mitteilung"(Novalis).
 
ds
30.08.2016
12:54 Uhr
     
danke, TG, dass du das Thema noch ein wenig hochhälst. Transzendenz ist in so vielen Dingen erlebbar, dass wir es schon gar nicht mehr sehen.
"An einem Tag werdet ihr erkennen, dass ich in meinem Vater bin und er in mir und ihr in mir und ich in euch"
Joh. 14, 20
Viel Freude auf diesem Weg... dem einzigen zu IHM. Gruss Delf
 
tg
29.08.2016
17:09 Uhr
     
Noch eine Transzendenzerfahrung !!! " Ich komme mir vor, wie ein Fisch gesetzteren Alters, der eines Tages, Gott weiss wieso, nicht mehr im Aquarium ist mit den spärlichen Bläschen, sondern im fließenden Wasser: Ha! denkt er.. " (Max Frisch)  
tg
29.08.2016
15:16 Uhr
     
Gestern eine Gottesdienst-TV-Übertragung aus der Nicolai-Kirche Westerland zum Thema Paradiese- Gute Bilder und Worte , die den Übersprung vom Irdisch-Physikalischen zum Göttlichen , Wunderbaren, Dankenswerten schafften. Immer wieder das Meer als Spiegel des grenzenlosen Immerdasein. Und die Liebe als das Wiederfinden einsimanderen.  
MUT
27.08.2016
19:27 Uhr
     
@ MG - Das ist ein herzlich schöner Eintrag!!! :-)  
Monika Glässel
27.08.2016
12:05 Uhr
     
Die jetzige Pfarrerin kann auch eine gute Predigt halten und es war sicher nicht ganz einfach in TG Fussstapfen zu treten, hätte ich mich nicht getraut.....  
A.Verna
27.08.2016
11:00 Uhr
     
Ja - Seine Musik ist wie Glückseligkeit fühlen . . .  
Ursula O.
26.08.2016
16:38 Uhr
E-Mail    
Ja, die sonntäglichen Gottesdienste waren mit Orgelspiel und den Predigten von TG jedesmal ein Gewinn. Manches habe ich noch auf Kassetten - leider zu wenig. Danke für die Reichtümer, die St. Serverin parat hatte.  
tg
26.08.2016
11:01 Uhr
     
Eben Matthias Eisen berg in St- Sev. VIel Bach. Dann "Geh aus mein Herz" Improvisationen- ein ums andere mal in luftige Höhen entührend, Auch Transzendenzerfahrung- mitgenomen von Mehr, von Größerem, in Fluss sein- flügel wachesen einem, ein Rausch..  
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