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jakobus
10.04.2006
19:56 Uhr
     
Wie heißt es so schön bei Kempowski: "Uns geht's ja noch gold" - aber denkt an die vielen Christenleute, die auch heute noch verfolgt, verachtet, ausgegrenzt werden. Und sie lassen es um ihres Glaubens willen mit sich geschehen.
Was tun wir für unseren Glauben? Bekennen wir uns? Vertreten wir unsere Maßstäbe auch selbstbewußt nach außen? Bin ich als Christ erkennbar, identifizierbar?
Allen eine gesegnete, stille Woche, jakobus
 
Traugott Giesen
09.04.2006
15:06 Uhr
     
wieder Bibelenergie

Johannes 18, 35-38
Nach dem Beschluß , Jesus zu töten, überstellten sie ihn dem Stadthalter Pontius Pilatus (Matthäus 27,2). Pilatus fragte ihn: Was hast du getan? Ich bin kein Jude, was werfen sie dir vor? Bist du ein König? Jesus antwortete: Mein Reich ist nicht von dieser Welt. Wäre mein Reich von dieser Welt, meine Diener würden kämpfen,; nun aber ist mein Reich nicht von dieser Welt. Darauf Pilatus: Und bist dennoch ein König? Jesus antwortete: Du sagst es, ich bin ein König. Ich bin dazu geboren und in die Welt gekommen, daß ich die Wahrheit bezeugen soll. Wer aus der Wahrheit ist, der hört meine Stimme. Spricht Pilatus zu ihm: Was ist Wahrheit?

Todesstrafen hatte sich die Besatzungsmacht vorbehalten. Es kam den Theologen recht, ihrerseits die Schuld weiterzureichen. Pilatus widmet sich dem Fall. Ein König- das roch nach Umsturz. Aber nicht von dieser Welt? Also nur fürs Reich der Träume? Nein, schon in dieser Welt- aber nicht von dieser Welt genommen sind die Maßstäbe- ebene nicht Herodes, nicht Rom, sondern Sanftmut, innerer Friede, bereit für den unteren Weg. Er will „König der Wahrheit“ sein. Das scheint dem Machtmenschen Pilatus nicht riskant; für ihn gibt es nur viele Wahrheiten und Befehle der Waffen: Ob wir wenigstens jetzt erkennen, daß da das größte Ausstrahlungsereignis der Geistesgeschichte geschah? Wollen wir lieber mit diesem Jesus unrecht haben als ohne ihn recht? Also lieber verachtet als gefürchtet? Also lieber mit ihm, nach seinen Maßstäben, erfolglos als im Widerspruch zu ihm erfolgreich? Unser Inneres weiß, was wahr ist. Aber man kann sich auch durchs Dasein schwindeln und winden.

 
Karina
09.04.2006
12:17 Uhr
     
Das Bild vom toten Judas, den Jesus auf seinen Schultern heim trägt berührt. Die Energie die von TG Auslegung ausgeht stärkt, weil sie Judas moralisch reinwäscht und die Theasen von 180 n.C. vom treuen Judas aufregend unterstützt. Das aufgefundene und von Wissenschaftlern untersuchte "Evangelium des Judas" erzählt von einem Judas der als treuester Jünger die Lehre seinens Meisters als einziger verstand. Auf Weisung von Jesus überließ er ihn den Verfolgern, damit Jesus am Kreuz sterben konnte. "Du musst den Menschen opfern, die leibliche Hülle die mich umhüllt, denn der wahre Jesus ist die Seele". So soll es dort geschrieben stehen.

So eine Judasgeschichte im herkömmlichen Sinne, verstärkt durch eigenen Glaubenssätze, durch den eigenen Mythos und den gesellschaftlichen Traum versetzt in Angst und Schrecken, wird zu einem Ort an dem das Feuer im Inneren brennt - es wird zur Hölle auf Erden, einem Ort der Strafe.
Durch die Auflösung alter Versprechen, durch das persönlich mich angesprochen fühlen von TG (vor längerer Zeit) und getröstet durch diese BE fühle ich mich von meinem Schweigen erlöst. Ka
 
Thomas Müller
08.04.2006
21:39 Uhr
E-Mail    
Du unbkekannt sagst:

"... Bitte, hilf' uns, daß wir sie schützen! Hilf' uns, daß wir ein Miteinander in Würde leben wollen.

Die armen Hühner in den Käfigen - das ist würdelos. Das ist gemein.
Wie würden wir Menschen so ein Leben im engen Gitterkäfig empfinden? Wir wären doch krank vor Angst ... !
Ich bitte Dich, hilf' uns Menschen, die Kraft zu entwickeln - und den Lebensmut und die Güte, um Das Gute zu leben !..."

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Käfighaltung, Batteriekäfighaltung der Hühner ist in der Schweiz verboten. Irgend ein Umstand hat uns wohl dazu verholfen, dass dem so ist.

Bei uns ist Tierschutz ein Thema, das eine Mehrheit findet, wenn das Tier, wie in diesem Fall, allzu sehr unter einer Methode zu leiden hat.

Auch Ihr in Deutschland habt eine Volksmeinung, die informiert und aufgerufen werden kann zum gezielten Protest !

Mit herzlichen Grüssen
thomas
 
bitte
08.04.2006
20:36 Uhr
     
Lieber Gott,
ich bin dankbar, leben zu dürfen. Ich bin dankbar für Deine wundervolle Tierwelt. Sie beschenkt uns Menschen so reich und schön.
Bitte, hilf' uns, daß wir sie schützen! Hilf' uns, daß wir ein Miteinander in Würde leben wollen.

Die armen Hühner in den Käfigen - das ist würdelos. Das ist gemein.

Wie würden wir Menschen so ein Leben im engen Gitterkäfig empfinden? Wir wären doch krank vor Angst ... !
Ich bitte Dich, hilf' uns Menschen, die Kraft zu entwickeln - und den Lebensmut und die Güte, um Das Gute zu leben !
Und jetzt möchte ich zu Kathrin hin, eine Rose reichen: DIE ist rosalich und duftet ganz zart. Es ist Anna - Eine, die ich so gern mag.
Bitte. Sei bei uns, lieber Gott.
Amen.
 
do
08.04.2006
15:00 Uhr
     
Heute erhielt ich eine e-mail, die mir so gut gefällt, dass ich sie euch allen gerne weitergebe:
Ein guter Gedanke in einem Gedicht von Joop Roeland, der beschreibt, wie er sich österliche Menschen wünscht:
"Tagtäglich mögest du 'zur Auferstehung auferstehen' können. Dann wirst du sein: auch bei verfinstertem Himmel ein Sternsinger. Sogar in der Wüste ein Wasserträger. Noch im Winter ein Gärtner. In der Arbeitszeit ein Liedermacher. Einer, der spricht, leise aber unmissverständlich: Der Gekreuzigte ist der Auferstandene."
Einen palmgrün geschmückten Sonntag euch, uns - do

 
corinna
07.04.2006
16:50 Uhr
     
Zur Bibelenergie: Obwohl ich es sehr gemein finde, dass Judas Jesus verraten hat, ist es wirklich tragisch, dass er sich erhängt. So hat er die Auferstehung von Jesus gar nicht miterlebt und konnte auf Erden mit Jesus gar nicht mehr über seinen Verrat sprechen. Was ich so toll finde, dass Jesus diesen Verrat überlebt und später Judas tröstet. Vielleicht will Jesus damit zeigen, dass wir immer in einer guten Geschichte bleiben. Das wäre schön.  
Traugott Giesen
07.04.2006
10:34 Uhr
     
wieder bibelenergie ... passionszeit...einen Gedanken wert

Matthäus 27, 1-5
Am Morgen aber faßten alle Hohenpriester und die Ältesten des Volkes den Beschluß über Jesus, ihn zu töten. Und sie führten ihn ab und Übergaben ihn dem Statthalter Pilatus. Als Judas, der ihn übergeben hatte, sah, daß es für Jesus auf den Tod hinauslief, reute es ihn. Er brachte die dreißig Silberlinge den Hohenpriestern zurück und sprach: Ich habe Unrecht getan, daß ich unschuldiges Blut verraten habe. Sie aber sprachen: Was geht uns das an? Komm du damit zurecht! Da warf er die Silberlinge in den Tempel, ging hin und erhängte sich.

Der verratende Jünger Judas war Vorlage für das Zerrbild vom hässlichen Juden. Die Christenheit hat unendliches Unrecht an Israel getan; Sie gaben vor, den Heiland zu rächen und tobten doch nur Habgier und Mordlust aus. Wir können nur für die Schuld unserer Eltern und Vorfahren um Vergebung bitten und uns fortan mühen um die gebotene Nächstenliebe. Dazu gehört auch eine Wiedergutmachung für Judas. Er scheint Kämpfer für ein irdisches messianisches Reich gewesen zu sein. Dies Reich sah er mit Jesus anbrechen, jetzt sollte er sein Werk vollenden- dazu will ihn Judas nötigen. Daß er verraten habe aus Geldgier ist wohl üble Nachrede - auf daß die übrigen Jünger um so leuchtender strahlen.
Ihm krähte kein Hahn nach, er konnte keinen Blick von Jesus auffangen. Er war mit seiner Schuld allein. Aber es gibt gute Nachricht auch für Judas: In der Kathedrale von Autun zeigt eine Säulenplastik den Jesus, der sich den toten Judas auf die Schulter läd, den Verlorenen Sohn heimträgt in seines Vaters Haus.


 
do
05.04.2006
14:21 Uhr
     
So genau fühlte Jesus, bevor es überhaupt eintraf, dass ausgerechnet der, auf den er seine Kirche bauen würde, auf den er sich also so sehr verließ, ihn verlassen, ihn verleugnen würde ... Nein, das ist kein Wortspiel: sich auf jemanden verlassen und genau von diesem Jemand verlassen werden - ich weiß nicht, ob andere Sprachen als die deutsche sich dafür eignen ... Jesus hat da einmal mehr die so schmerzliche Erfahrung machen müssen zu erkennen, wie gespalten wir Menschen sind ... Petrus erkennt dieses auch und bereut es von Herzen. Auch für ihn ist es eine bittere Erfahrung. Er verrät sicher niemals mehr. Was für ein Weg! do  
corinna
05.04.2006
12:29 Uhr
     
Zur Bibelenergie: Mir tut Jesus so leid, dass er so verraten wird. Er fühlt sich bestimmt ganz einsam und enttäuscht. Zu sagen: " Ich kenne ihn nicht", ist für mich so, als ob man Jesus schon vor seiner Kreuzigung für tot erklären würde. Er hat keinen mehr auf Erden, der an ihn glaubt. Zum Glück ist Gott da, dem er sich anvertraut, obwohl er ihn nicht sehen kann. Das finde ich sehr mutig von Jesus. Sein Vertrauen in Gott ist seine große Hoffnung in seinem Leid.

Ich wünsche mir, dass Gott unsere Hoffnung und Zuversicht bleibt, für uns alle, auch für Dich, liebe BIRGIT!! Du kannst Dich auf Gott verlassen, er gibt Dich niemals auf, denn Du gehörst zu seiner Schöpfung. Du hast ein "Ich", ich kann es beim Lesen erkennen, Du fühlst ganz viel. Das ist ein großes Geschenk, aber auch sehr anstrengend. Bitte lass dir helfen. Du hast noch ganz viel vor, du wirst gebraucht, auch von deinen Kindern. Sie sind ein Teil deiner Heimat. Alles Liebe für Dich
 
kathrin
04.04.2006
16:49 Uhr
     
Oh, wie schön, die Seite lässt sich wieder aufrufen, die letzten Tage kam immer nur eine Fehlermeldung.
Herzliche Grüße,
gerade sah ich, wie eine Blaumeise mit Nistmaterial im Schnabel in einem unserer beiden Nistkästen verschwand. Es rührt mich immer so, wie unermüdlich sie bauen und dann wochenlang füttern,
und am Ausflugtag zittere ich immer mit, dass nur alles gut gehen möge.
Früher habe ich mich im Frühling einfach über die singenden Vögel freuen können, inzwischen leide ich mit jeder Amsel mit, die ihr Nest gegen oft viel größere Feinde zu verteidigen sucht, das verzweifelte Geschrei dreht mir dann das Herz um und ich sehne mich oft sehr nach einem dickeren Fell. Ist das verrückt? Kaum jemand nimmt überhaupt Notiz von alledem. Wie gehe ich nur damit um.
Kathrin
 
Traugott Giesen
04.04.2006
16:18 Uhr
  Homepage  
Lebensmut war einige Tage nicht zu erreichen, jetzt ist es wieder da. Keine Ahnung, warum.Irgendwas in der höheren Technik war kaputt. Dank den fachleuten im Hintergrund. Machen wir weiter. TG

Wieder frische Bibelenergie: Matthäus 26, 69-75


Petrus war ihnen von ferne gefolgt, dann setzte er sich zu den Knechten im Innenhof ans Feuer. Da trat eine Magd zu ihm und sagte zu ihm: Du warst doch auch mit dem Jesus aus Galiläa. Er leugnete aber vor ihnen allen und sprach: Ich weiß nicht, was du sagst. Er entfernte sich und ging hinaus in die Torhalle- da sah ihn eine andere und sprach zu denen, die da standen: Dieser war auch mit dem Jesus von Nazareth. Und er leugnete abermals und schwor dazu: Ich kenne den Menschen nicht. Später traten andere hinzu, und sprachen zu Petrus: Auf jeden Fall gehörst du zu ihm, deine Sprache verrät dich.
Da fing er an, sich zu verfluchen und zu schwören: Ich kenne den Menschen nicht. Und alsbald krähte der Hahn. (Lukas 22,61) Und der Herr wandte sich und sah Petrus an.
Da dachte Petrus an das Wort, das Jesus zu ihm gesagt hatte: Ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen. Und er ging hinaus und weinte bitterlich.


Noch fängt das Drama erst an, da fürchtet Petrus schon um sein Leben. Jesus wird drinnen scharf verhört, da lockt draußen ein Feuer, es verheißt gefahrloses Dazugehören. Eine Magd redet daher, vielleicht nur leichthin, neckend. Doch er macht dicht und macht sich davon. Ein zweites mal wird er zur Rede gestellt- Nur ein kleines Zeugnis wäre fällig gewesen, vielleicht hätte man ihn vom Hof gejagt. Aber er leugnet und beeidet, ihn nie gekannt zu haben. Beim dritten mal, verflucht er ihn und sich selber. Aber ein Glück: Ihm krähte der Hahn, 2der kleine Prophet auf dem Mist“. Er sieht zu Jesus, fängt dessen Blick auf, der soviel sagt wie: Gott kennt seinen Simon. Das ist die Rettung: Bitterlich weinen und wissen: Gott weiß.

 
U.sun
04.04.2006
14:33 Uhr
     
Liebe Birgit,
Es wäre falsch, zu erklären dass ich Dich verstehe. Das wäre anmassend. Jeder lebet seine Tiefen auf individuelle Art. Ich bin davon überzeugt, dass auch Dein nicht-können, Dein Zweifeln und zerrissen sein einen Sinn hat. Daraus erschliesst sich die Hoffnung und irgendwann eine Ahnung von der Richtung, in die Du gehen sollst, solltest, darfst, willst ( : .

Gib niemals auf !!!!
 
Birgit
28.03.2006
22:45 Uhr
     

Meeresspaziergang
Du grosses wogendes DU, mir so nahe, lässt mich s e i n ,
bringst Erinnerungen, Fetzen aus längst vergangenen Tagen,
Dein Aerosol, Dein Tosen, Dein Zerren an mir tut mir gut, öffnet Türen zur Kindheit, eine Ahnung nur, einige Schritte ich, klein, Meer,
dann einfach wieder nur s e i n , denn im Sein i s t alles , hat alles seine Berechtigung.


Lieber tg, ich kann nicht m e h r ich werden, da ich nicht Ich bin, sondern ein Gebilde aus Gegensätzen, zerrissen, unvereinbar, nicht lernfähig, zwar bemüht, immer wieder, doch oft wie im Koma, wie eine Puppe, mit der Bürde des wachen Verstandes.
Dieser Zustand . . . ich geniesse das Meer, erfreue mich an den Blumen, lache mit meinen Kindern, doch es kommt nicht mehr an den Kern, legt nicht mehr den Schalter um, die andere Seite bleibt stark, wird stärker, wie soll ich das jemandem erklären?
Ist das Schwachsein? Dummheit? Willensschwäche?
Beides läuft parallel, oft sogar im selben Moment, vollkommen gegensätzliche Gefühle, Gedanken, nichts auf das man sich verlassen kann, keine Heimat, kein ICH.

Liebe U.Sun, wie nahe man sich doch manchmal ist...
Danke für Deine Worte, Gedanken.
...und aus einer Zwiebel erwächst wieder neues Leben, eine Iris

Trotz Gedenken an Christi Leiden, seinen Versuchungen, seinem Schwachsein wünsche ich Euch eine hoffnungsvolle, frühlingsfrohe Zeit!
Wenn man genau hinhört, hinfühlt, kann man das Fliessen des keimenden, aufbrechenden Lebens schon spüren, erhören.

Alle(s) LIEBE wünsche ich Euch, Ihr seid, jeder von Euch, ganz wertvolle Menschen!

Ein ganz besonderes DANKE noch an Corinna, Christine, tg, do und Glaube!
 
Traugott Giesen
28.03.2006
09:35 Uhr
  Homepage  
wieder 2 mal Bibelenergie

Matthäus 26, 57 „Sie führten Jesus ab ins Haus des Hohenpriesters.“
Johannes 18, 19-23 „Der Hohepriester befragte Jesus über seine Jünger und über seine Lehre.
Jesus antwortete ihm: Ich habe frei und offen vor aller Welt geredet. Was fragst du mich? Frage die, die gehört haben, was ich zu ihnen geredet habe. Da schlug einer von den Knechten, Jesus ins Gesicht und sprach: Sollst du dem Hohenpriester so antworten? Jesus antwortete: Habe ich Übel geredet, so beweise, daß es böse ist; habe ich aber recht geredet, was schlägst du mich?“

Jesus entlarvt die Machthaber der Wahrheit. Sie selbst halten sie nicht aus, sie weichen aus ins Formale, fordern artiges Benehmen. Schneidend klärt Jesus: Der Ankläger muß das Recht der Anklage beweisen, sonst- was übt ihr Gewalt?

Matthäus 26, 63-68 Und der Hohepriester sprach weiter zu ihm: Ich beschwöre dich bei dem lebendigen Gott, dass du uns sagst, ob du der Christus bist, der Sohn Gottes.
Jesus sprach zu ihm: Du sagst es. Und ich sage euch: Von nun an werdet ihr sehen den Menschensohn sitzen zur Rechten der Kraft und kommen auf den Wolken des Himmels.
Da zerriss der Hohepriester sein Gewand und sprach: Er hat Gott gelästert! Was bedürfen wir weiterer Zeugen? Was ist euer Urteil? Sie antworteten und sprachen: Er ist des Todes schuldig. Da spien sie ihn an. Einige aber schlugen ihn ins Angesicht und höhnten: Weissage uns, Christus, wer ist's, der dich schlug?

Offenkundig hat Jesus die gottvollen Taten getan , die zu wirken dem Messias vorbehalten waren. Auch sein: „Zu den Alten war gesagt...Ich aber sage euch“ (Matthäus 5,33) wies auf eine Autorität höherer Art hin. Und doch konnten oder wollten, konnten und wollten sie Jesus nicht glauben. Zu sehr waren sie in ihr Bild vom neuen David verliebt, vom Revolutionär und Heidenfresser, der die Römer aus dem Land wirft und den Himmel auf die Erde bringt. Das konnte aber der nicht sein, der da so menschlich vor ihnen stand. Sie verhöhnten ihn, wollten so ihre Angst besiegen vor dem edlen Antlitz. Messias kann doch nicht sein, wer sich von Kerlen aus dem Feld drängen läßt, denen gerade danach ist, unangenehm zu werden, meinten sie. Immer wieder verwechseln wir Gewalt mit Wahrheit. Und Schwachheit gilt uns als unwürdig. Darum sind wir auch erst am Anfang, Jesus zu glauben. Vor uns- das Ziel der Geschichte- wird die geheilte Menschheit sein. Jesus Christus steht als Ikone der geheilten Menschheit am Firmament unserer Hoffnung.

 
corinna
27.03.2006
21:02 Uhr
     
Zur Bibelenergie: Ein kleiner Schüler meinte heute zu seiner Mitschülerin: "der liebe Gott hat dich dafür bestraft". Sie hatte irgendwas angestellt. Ich finde es schrecklich zu denken, dass der liebe Gott über einen richtet oder einen bestraft.
Stark finde ich den Gedanken "Gott führt uns in der Versuchung". Gerade, wenn wir etwas falsch gemacht haben und uns deswegen einsam und schlecht fühlen, brauchen wir doch Gott als Trost und Hilfe.
 
Christine
27.03.2006
11:12 Uhr
     
Nachtrag : Verlockungen - Lockvögel !!! Ja ohne die würde ich z. B. heute morgen gar nicht aufgestanden sein . Aber nun ist die Verlockung da, in Form von Sonne, frischer Luft u. Weitblick durch Fön. Die ersten Schneeglöckchen stecken die Köpfchen heraus und in der Nacht gegen drei Uhr haben erstmals die Amseln gesungen !!!! Also, die Hoffnung kommt und alles kann nur besser werden! Viel Freude, Glück und Verlockungen wünscht Christine H.  
U.Sun
26.03.2006
20:49 Uhr
     
Wie gut, dass wir in Versuchungen geschickt werden. Wie gut, dass wir wünschen. Dass uns gewünscht wird zu versuchen. Nur so können wir wachsen, besser werden, mehr ICH werden. Auch die Kinder lernen Stabilität durch fallen und wieder versuchen. Ich bin dankbar für mein schlechtes Gewissen, wenn ich etwas Schlechtes erzählt, mich selbst vielleicht höher gestellt habe. Und ich bin dankbar für ein gutes Gefühl und ein bisschen Stolz, wenn ich empathisch bleiben konnte ohne Wertung. (Z.B.)
-----
Ich freue mich über Eure fröhlichen Blumengeschichten. Der Regen wirkt nicht mehr belastend sondern fruchtbar. Der Sturm nicht einschüchternd sondern lächerlich. Der Frost hat nicht mehr die Kraft, unser Gefühl von Frühling zurückzuhalten.

Am Freitag durfte ich bei den Kindern in der Schule sein und auch sie haben etwas über die Frühblüher gelernt. Z.B. über die "Großmütterchen", über die "Weingoldkerze" (Traubensilberkerze) und über die "Pferdeblume"( Hyazinthe) Lauter liebevolle Eselsbrücken die die Kinder erfanden um sich die Pflanzen zu merken

Danke, dass es diese Seite gibt und dass Birgit da ist. Ich war im letzten Jahr selbst an diesem Punkt, war erschrocken über mich selbst. Und wäre es nicht so eindrucksvoll und wahr gewesen, ich könnte es aus heutiger Perspektive gar nicht mehr nachvollziehen.
Es sieht alles ganz anders aus.... ( :
 
CHRISTINE
26.03.2006
19:02 Uhr
     
birgit, ich freu mich, daß du bei uns und den Kindern bleibst !!! Super, es wird schon wieder !!!! Jetzt eine Antwort auf T. Giesen. " Und führe uns nicht in Versuchung " !!! Das meiste habe ich evtl. mal wieder falsch interpretiert, denn ich bin kein Theologe, aber ich bin " alt " u. habe sehr viel Lebenserfahrung !!!! Wir werden von Gott in Situationen geschickt u. die müssen wir dann meistern, irgendwie, absolut richtig. ABER : ich kann mich ruhig des Bösen bedienen, ohne Schaden zu nehmen ?????!!? Jetzt, wo ich es schreibe, denke ich , es könnte wohl doch sein, zuerst lehnte ich es ganz ab, na ja ! " Gott führe mich in Versuchungen... an Dir irre zu werden! " Also, ich weiß nicht, ob Gott das macht !??! Ich kenne zwar die Sitruation, irre zu werden , aber das verursachen Menschen, aber doch nicht GOTT, meine ich !!!! Verlockungen, klar, diegibt es zu Hauf. Tot weinen, das ist obsolet, und dazu braucht es wohl viel, bringt auch nichts !!!! Das Leben geht weiter, so oder so. Dies schrieb eine kirchliche Laiin, entschuldige mich, Herr T. Giesen. Aber ich mache enorm viel Reklame für Sie !! Ist Ihnen vermutl. ganz egal !!!! Allen eine fröhliche Woche CHRISTINE H.  
Traugott Giesen
26.03.2006
16:34 Uhr
  Homepage  
Bibelenergie für zwischendurch:

Matthäus 6.13 Und führe uns nicht in Versuchung


(erschien in Nordelbische Kirchenzeitung 26.3.)
Was wäre, wenn Eva nicht versucht worden wäre? Und was für ein Jammer, wenn wir uns Jesus unberührbar von Versuchung denken müssten. Die zwei zentralen Bilder des Heils zu diesem Thema sind der Sündenfall und Jesu Versuchung:
Eva lotet aus die Gottestochterschaft: Sie argwöhnt, Gottvater reserviere sich Schätze, die er mit seiner geliebten Tochter nicht teilen wolle. Sie ist nicht geborgen im Ring des Vertrauens, daß das Gebot zu ihren Gunsten gesprochen ist. Sie will erproben, sie will erfahren. - So lernen die Menschen, was gut und böse ist. Statt Paradies eröffnet Gott die Geschichte um Gut und Böse und die zieht sich.
Und Jesus? Er ermittelt bei sich, also in Zwiesprache mit seinem Schatten die Möglichkeiten der Gottessohnschaft: Ich bin in Gottes Hand , also kann ich nicht stürzen, kann nicht hungern müssen, kann mich ruhig des Bösen bedienen, ohne Schaden zu nehmen. Jesus ringt sich durch zu dreimal Nein, der Zweck heiligt nicht die Mittel: Gott darf ich nicht herbeizitieren, die Natur darf ich nicht zwingen zum Unnatürlichen, teuflische, gewaltsame Kräfte darf ich nicht nutzen.
Also gut, daß das erste Menschenpaar und Jesus von Gott in die Situation geführt wurde, darin sie versucht waren, auf Gottes Wort zu hören oder nicht. Wir sollten Gott nicht bitten: „führe uns in Versuchung“, aber wenn es an der Zeit ist, werden wir in Situationen geschickt (von wem denn sonst als von Gott?), da müssen wir uns bewähren, da müssen wir uns kenntlich machen, da erweist sich, wer ich bin. Und wie wahr: “Es gibt eine Anzahl guter Schutzmaßnahmen gegen die Versuchung. Doch die sicherste ist die Feigheit“ (Marc Twain).
Sicher richtig ist: „Gott, führe mich in den Versuchungen“.
Gott hat mich noch nie mit Gewalt fortgeschleppt zu dem, was mir böse ist. Aber Menschen können anderen Gewalt antun, können von Giften abhängig machen, um an ihnen zu verdienen. Und schon die Reklame für Alkohol kann Mitmenschen mit Suchtgedächtnis rückfällig machen, schon der Duft von Wein beim Abendmahl, auch wenn Saft mit gereicht wird, kann dem Gefährdeten ein Lockruf auf den ihm falschen Weg sein.
Aber eine Welt ohne Verlockungen wäre ein Totenreich. Rau oder süß kann der Lockvogel singen. Der Verbrecher sagte, die Vögel des Bösen seien nicht von ihm ausgegangen (wie der Staatsanwalt es behauptet) sondern wären auf ihn zugeflogen und hätten von ihm Besitz ergriffen (nach R. Musil).
Ich danke oft für die vielen Überredungskünste des Lebendigen, danke erst recht für Geleit in den Versuchungen, daß ich nicht zuviel Chaos angerichtet habe, in Erziehung, in Ehe, in Befreundung, im Pfarramt.
Und es muß auch weiter heißen: Führe mich nicht in Versuchung- an Dir irre zu werden. Ich musste noch nicht bis aufs Blut widerstehen, ich hab noch nicht mich beinah totweinen müssen. Bewahre mich, Gott, daß du mir begraben wärest.


 
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