Gästebuch


Seiten:  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 
:: lebensmut.de ::
Autor Nachricht
ds
23.02.2007
16:08 Uhr
     
@ webmaster : und dann doch noch mal bestätigen, vielleicht liegts auch hier an ?  
webmaster
23.02.2007
11:07 Uhr
E-Mail    
An Anna:
Welches Problem haben Sie mit dem Zahlencode?? Sie müssen doch einfach nur die Ziffern in das danebenstehende Feld eintippen und "eintragen" anklicken.
 
Traugott Giesen
23.02.2007
10:13 Uhr
     
Lieber Herr Pastor Giesen!
Ich bin mal wieder nicht mit dem Zahlencode zurechtgekommen und deshalb antworte ich wieder per e-mail. Sie können es auch wieder ins Gästebuch stellen.


Erst mal danke für Ihre nachdenklichen Worte.
Also keine Absage an die Welt, sondern in der Welt leben und sie mitgestalten. Das gefällt mir schon besser, als mich nur vergraben und allem feind sein, was das Leben hier bunt und fröhlich macht.
Natürlich könnte man jetzt sagen, wer Gott hat, der braucht die ganzen irdischen Dinge nicht, um fröhlich zu leben. Aber die Vielfalt ist mir ehrlich gesagt doch lieber.
Ist man da relativ frei im Mitgestalten? Also, dass man auch Dinge tun und gestalten kann, die jetzt nicht wirklich was mit Kirche zu tun haben, sondern auch mit anderen Sachen und Themen?
Gleichzeitig stellt sich mir aber auch noch eine neue Frage:
Ich höre immer wieder von verschiedenen Seiten, was ich tun und/oder lassen muss, wenn ich eine "gute Christin" sein möchte.
Der eine meint, dass eine Christin keine schwarzen Kleider tragen darf, außer sie ist in Trauer oder am Karfreitag.
Ein anderer meint, eine Christin hat keinen gemalten Totenkopf auf ihrem Rucksack (ich hatte mir einen von der Störtebeker-Bühne aus Ralswiek mitgebracht).
Wieder ein anderer meint, als Christin sollte ich von Aschermittwoch bis Ostern fasten und auf irgendwas verzichten, was mir Freude bereitet, z.B. auf bestimmte Aktivitäten mit meinen Freunden oder auf bestimmtes Essen.
Noch ein anderer meint, es ginge nicht an, dass eine Christin Waldorf-Kunst bei sich zu Hause aufstellt oder einige (nicht alle!) Waldorf-Gewohnheiten übernimmt oder an Waldorf-Aktivitäten, z.B. Weihnachtsspielen, aktiv teilnimmt.
Dann meint noch ein anderer, eine gute Christin sollte sich nicht regelmäßig TV-Serien ansehen (dabei hab ich letzte Woche eine entdeckt, die mir ganz gut gefällt und die ich gerne regelmäßig sehen würde).
Und wieder ein anderer meint, eine Christin dürfte doch keine alternativen Heilmethoden wie z.B. Mineraltherapie oder Aromatherapie o.ä. an sich ausprobieren, das wäre doch alles Hokuspokus.
Andere wiederum meinen, ich müsse das alles mit meinem Gewissen abmachen.
Ich bin schon ganz verunsichert durch diese ganzen Ermahnungen und Aussagen.
Natürlich will ich niemanden abwerten, der der Meinung ist, dass er diese Sachen als Christ meiden will! Ich frag mich aber, ob ich das wirklich alles tun bzw. lassen muss, um eine wirklich gute Christin zu sein?
Oder kann man auf verschiedene Art und Weise ein guter Christ sein? Gibt es vielleicht gar keine einheitlichen Regeln dafür? Aber woran kann man sich dann halten?
Und noch eine Frage: Neben meinem Schreibtisch steht ein Bild von meinem kleinen Bekannten M. Er macht gerade eine anstrengende Ausbildung, die viel zusätzliches Lernen, viel Extraunterricht und manchmal sogar lange Auslandsaufenthalte erfordert. Die Ausbildung macht ihm schon großen Spaß, aber sie ist eben auch sehr anstrengend für ihn und manchmal bestimmt auch sehr schwer, obwohl er eigentlich nie klagt. Ich habe jetzt zwei von diesen Bronzeengeln neben sein Foto gestellt, einen rechts einen links, ein bisschen als Hoffnung, dass er auch zwei Schutzengel haben soll - und auch ein bisschen als ständiges Gebet für ihn. Ist das schon Hokuspokus, oder ist das noch vertretbar?
LG,
Anna
Also hören Sie nicht soviel auf andere. Nd woran sich halten? Paulus sagt mal: Prüfet alles, aber das Gute bewahret. (1. Thessalonicher 5,21). Also mit ihrem geunden Menschenverstand und gut geerdetem Körperbewusstsein, müssenSie alles selbst rauskriegen- und dabei die gelernten Erfahrungen wissen und tuend überprüfen. Die zwei Bronzeengel rechts und links vom Bildnis des lieben Menschen sind doch ähnlich wie zwei brennende Kerzen Platzhalter für ein Gebet. TG
 
Traugott Giesen
23.02.2007
10:00 Uhr
     
schon recht-Alter spielt keine Rolle. wenn sie keine Rolle spielt.Tg  
Kathrin
22.02.2007
17:16 Uhr
     
Lieber TG, Ihre Zeilen an 'NN' vom 18. Februar haben auch mir sehr gefallen, - sie klingen so frisch und mutmachend, und auch ich habe sie mir fröhlich zu Herzen genommen, mit dem Ergebnis, dass ich gestern nach der Arbeit beim Buchabholen ein richtig nettes Gespräch mit der Buchhändlerin geführt habe, in dem wir viele Gemeinsamkeiten entdeckt haben. Sie fragte mich am Ende sogar, ob wir uns nicht auch 'mal so' treffen könnten. Das hat mich so gefreut und ist irgendwie auch mit Ihnen zu verdanken.

Aber ich rätsele, wie Sie folgende Einschränkung gemeint haben könnten: "Suchen Sie jeden Tag Menschen, Beiderlei Geschlechts, aber nur in ihrem Alter. " ?
Nun kenne ich ja den an Sie gerichteten der Antwort voran gegangenen NN-Brief nicht, weiß von keinerlei Altersstruktur in dem Fall usw, frage mich aber, warum : 'nur in Ihrem Alter' ?
Ich zum Beispiel bin 45 und meine mir allerliebste und seelennächste Freundin ist Anfang 60. Und meine nette Buchladenbegegnung mag vielleicht Mitte 30 sein. Vielleicht ist es ja eine blöde Frage, aber irgendwie beschäftigt sie mich.

Herzliche Grüße
von Kathrin
 
wegh
22.02.2007
14:08 Uhr
     
Lieber Delf,
ich fühle und hab's erwandert, daß unser Leben wie EinPilgerwegZuGott ist. Für jeden Menschen. Für jedes Tier. Für jede Seele.
Es ist einmalig. Es ist kostbar. Auch - wenn schwere Wegstrecke ist. Es ist vollerWunderSchön.
Mit Zeith - auf diesem Pigerweg.
Unterwegs dürfen wir uns Gute Worte schenken. Die machen froh und lassen uns lächelnd weitergeh'n. Das ist glück.
Ich wünsch' Dir und Deiner Familie ganzvielLiebe und HandinHand,
Dein PilgerGefährte Ingrid.
 
Traugott Giesen
21.02.2007
21:36 Uhr
     
AH schreibt: Ich schreibe Ihnen per e-mail, weil ich mit dem Zahlencode in Ihrem Gästebuch nicht zurecht gekommen bin. Sie können aber die Antwort - oder auch Teile davon, wie Sie es für richtig halten - ins Gästebuch einstellen.
Erst einmal vielen Dank für Ihre Antwort!

Sie schreiben, dass Gott sich mit uns auskennt und dass das hilft, dass ich mich nie verachten muss. Wie genau meinen Sie das, den Satz habe ich nicht genau verstanden.
Was Sie über die Strafe geschrieben haben, war da schon klarer.
Das bedeutet also, wenn ich etwas Falsches getan habe, dass dann der böse Sturz auf der Treppe am nächsten Tag mit der schlimmen Verletzung nicht die Strafe von Gott dafür war?
Vorhin ist mir beim Lesen der Christlichen Schlagzeilen auf Ihrer Seite leider schon wieder die heiße Wut gekommen, als ich von den Forderungen der einen amerikanischen Kirche gelesen habe. Seit ich meinen Klassenkameraden B. kenne und weiß, wie schrecklich er darunter leidet, dass manche ihn beleidigen oder ausgrenzen oder sündig und schlecht nennen - nur weil er so ist und fühlt, wie Gott es selbst geschaffen hat (?) - da packt mich jedes Mal wieder die blanke, heiße, verzweifelte Wut, wenn ich so etwas höre oder lese.
Und wenn ich dann noch höre oder lese, dass es christlich wäre, B.'s Liebe zu seinem Freund zu verurteilen oder sündig zu nennen und dass auch Paulus gesagt hat, dass B. und sein Freund nicht ins Himmelreich kommen, weil sie einander lieben - dann bin ich gar nicht gerne Christ.
Und dann würde ich am liebsten auch auf irgendeine Art sündigen, um mich mit B. und all den anderen, die genauso fühlen und lieben, solidarisch zu zeigen und mich vom Christsein - oder besser von dem Christenbild, dass mit solchen Meinungen dargestellt wird - zu distanzieren.
Für gewöhnlich zeige ich mich vor allem dadurch solidarisch, dass ich fast immer etwas Regenbogenfarbiges an mir trage, und wenn es nur ein Haarclip oder eine Halskette ist.
Manchmal bin ich aber auch wieder gerne Christin. Wenn ich z.B. die Bücher von Wladimir Lindenberg lese, was er über das Christentum geschrieben hat, oder auch Ihre Predigten, Herr Pastor Giesen. Diese Bücher und Predigten strahlen irgendwie von innen, finde ich, sie sind gar nicht laut aber sie haben irgendwie eine ruhige Kraft.
Was mir wiederum fremd ist, ist die Art von Christentum, die der Liederdichter Tersteegen in seinen Liedern beschreibt. Ich habe bei solchen Liedern oft das Gefühl, dass sie zu sehr "herausschreien" und "herzeigen" und zu schwärmerisch sind. Ein Christentum mit vielen flammenden Worten und großen Gesten und radikalen Absagen an "das Böse und alle weltlichen Lüste" ist mir sehr fremd.
Aber vielleicht muss es ja doch so sein? Dass man begeistert ist und allem Irdischen absagt und sich ganz an Gott hingibt?
Aber ich genieße so gerne die weltlichen Sachen. Wenn mein Bekannter T. ein besonders schönes Kunstwerk hergestellt hat, dann genieße ich es sehr, es mir anzuschauen und freue mich daran und erinnere mich in nicht so schönen Tagen daran, wie es ausgesehen hat - dann werden die schwereren Tage gleich ein bisschen leichter und heller. Oder wenn es etwas Gutes zu Essen gibt, oder ich ein Bad mit duftendem Badeöl nehmen kann oder wenn ich mir ein schönes Kleid kaufen kann...
Darf ich das als Christin auch? Die weltlichen Dinge so intensiv genießen. Und sogar weltliche Kunstwerke als Trost in dunkleren Tagen ansehen?
Oder muss ich lieber in der Bibel und im Gesangbuch lesen, weil das der "richtige" Trost ist?
LG,
Anna
Ja,,gut, daß Sie mit auf die Lebensmutseite gehen. AlsoGott kennt dich und liebt dich,darum, was du auch tust, Du musst Dich nicht verachten, weil Gott dich als Sein Kind achtet. Punkt.
Ja, schon beschämend, daß Christen Schwule verächtlich behandeln- Da hilft nur gegenzusteuern durch Achtung und Zeichen. Aber die Verachtung der Homosexualität hat eine lange Geschichte. Auch Verlernen braucht Zeit.
Dem Irdischen absagen und sich Gott hingeben- dabei Gibt sich doch Gott an die Welt hin. Also keine Absage an die Welt, sondern sie mitgestalten. Die frommen vor 300 Jahren dachten, sie könnten sich rein halten durch Weltverzicht- Jesus meint das nichtsondern lädt die verachteten an seinen Tisch. Aber lassen sie die andern doch mit ihrer Seele klarkommen, kommen Sie mit der Ihren klar. Genießen Sie, freuen sie sich, alles was uns zum Loben anstiftet, ist gut. Tg
 
Traugott Giesen
21.02.2007
17:49 Uhr
     
DS. der igltext ist von mir---
-------------------------------------
Liebe Frau E
Ihre Fragen gehen viele an, darum antworte ich Ihnen (auch) auf meiner Seite (lebensmut.de). Die Anonymität ist gewahrt. Wenn Sie kraft haben ,antworten Sie mir auch da- dann können sich andere beteiligen.
Sie meinen , ich kenn mich mit Gott aus- ich weiß nur eins, daß er sich mit uns auskennt. Das hat mir viel geholfen, wenn ich mich mal selbst nicht verstehe- Er versteht, er kennt uns. Das hilft, daß ich mich nie verachten muß.
Sie ärgern sich über viel Bigottes im Christentum, z. B Bibelcamps in USA oder Bush. Sie denken da an das Gleichnis von Pharisäer und Zöllner- machen Sie das nicht. Diese Geschichte versteht man nur, wenn man sich selbst als Pharisäer erkennt.
Spannend, daß wir oft die Sünden der Kindheit imitieren. Da haben wir so siedend heiß schlechtes Gewissen gefühlt- und damit auch uns selbst. Fühlten uns schlecht aber auch stark. Diesen Geschmack holen wir uns dann und wann zurück.
Nein Gott straft nicht- er lässt uns die Folgen unseres Tuns auslöffeln. Und leidet mit an den Grausamkeiten, die wir uns antun. Vor allem die Grausamkeit, nicht unsere Lebensenergie auszugeben- sondern sie zu vertun; wir sollen wir Selber werden.

Sie haben doch einen guten Draht zu Gott- eben, wenn Sie gut in sich selbst gestimmt sind. Sind wir aber in uns quer, dann sehen wir auch einen scheelen Gott, der missgünstig oder rächend ist.
Gut, daß Sie Ehe und Familie nicht verpflichtend machen sondern Gott auch gestatten, daß Menschen sich einfach nur lieben und lassen können. Warum ärgern Sie sich über Menschen, die Ehe für verpflichtend halten. Solange sie nicht mit Gewalt ihre Meinung durchsetzen, lassen Sie die doch. Und leben Sie Ihr Muster, das sie für sich vorgegeben wissen. Man selbst werden, andere sie Selbst sein lassen und sich verknüpfen, wenn es sich fügt- zur Ehe oder zur Freundschaft oder zum Treffen, jetzt.
„Füllet die Erde“ist in eine leere Welt gesagt. Inzwischen heißt der Auftrag anders. Jedenfalls all die menschenschindenden Gottesbilder sind von Menschen entworfen, die ihr eigenes Schinden , das oft vom Geschundensein herrührt, von oben gutgeheißen sehen wollen.
Gotteslästerlich, daß Gott zur Strafe für Unmoral einem was Schlimmes antun könnte. Diesen disziplinierenden Gott haben Menschen erfunden, die Disziplin erzwingen wollen, indem sie „in Gottes Namen“ aufzutreten belieben.
Ach, lesen Sie doch in „lebensmut“ mal ein paar Predigten (diesem Jesus nachgesprochen) mit- Ich grüße Sie TG
 
Jordan
21.02.2007
16:49 Uhr
E-Mail    
Gut dass die Seiten und Sie von der Reise wieder zurück sind Pastor Giesen!

Auf einem schwankenden Schiff lässt sich nicht gut fahren, hab damals eine schlimme Butterfahrt von Sylt nach Helgoland erlebt bei Windstärke 1O nebst Familie mit Kindern im kleinen.

Statt viel Wasser und Getier,wir dem verbilligten Ziel erwartungsvoll entgegenfuhren,trat Sturm, Wellenbrecher und Unwohlsein auf.

Bald darauf wir Lebensängste spürten was dem Kapitän nicht abhielt,dort zu Ankern wo dass Gesetz es Ihm vorschrieb nämlich im Niemansland des erbrechens.

Nach Beruihgung der Naturgewalten wir Helgoland nur schememhaft in der Ferne sehen durften.

Fahrt endlich Ihr geplagten nach Haus zum Anfang eurer Wünsche.
 
ds
21.02.2007
16:10 Uhr
     
geschätzter Traugott, schön euch zurückzuwissen. Diese Seite ist verwaist, wenn ihr weg seid, wie es Keitum ist im Winter, ohne euch nah zu wissen, wenn man vom Dorf zum Kirchlein hochgeht, den Nieselregen im Gesicht.
Da ich mich gedanklich auf Ableben meines Schwiegervaters einrichten muss, lieber TG, darf ich noch mal fragen, ob der Text an der Igl-Arbeit in St.Severin von Dir stammt - s. mein Eintrag von vor ca. 2 Wochen.
Danke für alle Mühen , auch heute noch und wohl immer weiter .. verbindlicher Gruß Delf Schmidt
 
ruth
20.02.2007
20:56 Uhr
     
Und wie schön tg, daß ihr wieder Da seid! Im HeimatLand.
Edel, daß Du auch von diesen besonderen Meeresvögeln erzähltest. Mir kam gleich eine liebe Freundin in den Sinn; sie bewunderte - sie liebte Pinguine. Ich seh' immernoch dieses süße Lächeln, wenn sie von ihnen erzählte und dann sagte, daß sie immer an feingekleidete Herren denken muß, will, die ganzgeschäftig zusammensteh'n... Herrlich!
Danke.
Sie war die letzten Lebensjahre fast blind. Aber mit dem Herzen hat sie ewiglich geseh'n,
ich bin so dankbar, daß ich sie kennen durfte. Frohe Grüße, Ingrid.
 
Traugott Giesen
18.02.2007
15:03 Uhr
     
Liebe NN. Lang die Geschichte ihres Alleinseins (die Siemir schrieben). Aber Sie haben auf diese Weise auch viel Erfahrung , viel Kompetenz. Beißend ist der Wunsch nach Nähe. Damit haben sie den inneren Kompass: Ich will Befreundung. Also gehen Sie an die Arbeit, sie zu erlangen. Suchen Sie jeden Tag Menschen, Beiderlei Geschlechts, aber nur in ihrem Alter. Beobachten Sie.Besuchen Sie Stehcafes, Bahnhöfe, Kaufhäuser, Hundefreunde, Friedhof, Krankenhaus, Zoo, alle Museen der Stadt. Die Schlendernden des Lebens bemerken! Auch Zeitungsanzeigen lesen, wo Alleinstehender nach Hilfe ruft- mal nachsehen..., Haben Sie selbst einen Hund- der ist doch der beste Beziehungsanknüpfer. mal in Kneipen vorbeischauen, zum Fußball gehen-nach dem Spiel drängen die Singles nicht nach hause. Jeden Tag fünf Menschen ansprechen- ein Netz wiederkehrender Gesichter,allein den nächsten supermarkt mal in ruhe beobachten, da an den Stehtischen. Und sich aufschreiben, was man erlebt hat. Und in der Zeitung vom Tag schauen, wo zu einem besonderen Gottesdienst, zu einer öffentlichen Veranstaltung eingeladen wird. Schauen, reden, sich verknüpfen- Straßenbahn fahren. Nicht auf die Lichtgestalten fliegen. Die am Rande sind oft Offenbarung. Fragen Sie, wies dem nebenan geht, ein Leben tut sich auf. Sie werden sehen.  
Thomas Müller, Bern
18.02.2007
13:50 Uhr
E-Mail    
Lieber Herr Pastor Giesen

Herzlichen Dank für Ihre Schilderung über Ihr antaktisnahes Reiserlebnis ! Ich genoss Ihre Erzählung in vollen Zügen - dies, weil ich selbst vor über 38 Jahren, 1969/70, als junger techn. Mitarbeiter, an einer mehr als 2-monatigen Antarktisexpedition teilnehmen konnte.

Unser Weg führte und damals über New York - Washington (treffen mit Mitarbeitern von USARP, US Antarctica Research Programm) nach San Francisco - Hawaii - Pago Pago - Neuseeland Christchurch und von da im Direktflug nach Mac Murdo an den Rande der Antarktis (Highlight, mit einer Super Concellation, wem dies noch etwas sagt ...!!). Von Mac Murdo aus nach einigen Tagen (Wetter) etwa 1000 KM Flug, mit einer C 130, ins Innere von Mary Byrd Land auf die Forschungsstation Byrd Station.

Auf dieser Station dann etwa 2 Monate Arbeit. Eiscores aus dem Eis heraus bohren. Ziel, so tief wie möglich ..., um dieses Eis dann zu analysieren, nach verschiedenen Kriterien, um u.a. auch heraus zu finden, wie alt die Schichten sind und welche festen und gasförmigen Komponenten (konserviert aus früheren Zeiten - mind. bis zu den Römern zurück und weiter ..) zu ermitteln waren, mittels u.a. der C14-Methode.

Jedenfalls war auch die Erwärmung unserer Mutter Erde, wie Sie es auch erwähnten, schon damals eine drängende Erkenntnis und eigentlich ein bereits heisses Thema - Nur, niemand wollte damals schon so recht daran glauben... Heute wissen wir es nur zu genau! Auch die Sache mit dem immer grösser werdenden Ozonloch, schon damals!

Apropos Ozonloch! Schon damals eben fest gestellt, ist es heute in weiten Teilen der Südkugel, so um Neuseeland - Australien - Südspitze Südamerika herum ...., ein nicht geringes Problem. Die Sonnenstrahlen sind nicht mehr so gut ab geschirmt wie früher ...

Es ist schön, Sie erzählen zu hören. Ich danke Ihnen dafür.

Mit herzlichen Grüssen

Thomas Müller
 
Traugott Giesen
17.02.2007
19:05 Uhr
     
Dank denen, die mit Ihren Einrträgen diese Quelle hier am Sprudeln halten. Besonders stärken die persönlichen frischen erfahrungen. Hier ein Stück von einer glücklichen Fahrt:

23.1.-14.2 Kap-Hoornreise mit der MS Deutschland- ich durfte als Schiffspastor mit, meine Frau Ingrid-gelernte Theologin und Supervisorin- als Seelsorgerin und Lebensberaterin.
Nach30 Stunden Fahr/flugzeit also Valpareiso, Chile. die Altstadt und die Schwebefahrstühle sind berühmt; per Bus zum gepflegtem Seebad Punta del Mar mit Casino wie Monte Carlo. Dann Fahrt durch die Chilenischen Fjorde. In der Drake-Passage einen Tag lang „abwettern“ (abwarten) des Sturmes auf See- Kurz vor uns hat ein anderes Kreuzfahrtschiff einen Sturm in der Magellanstraße erlitten, wir sahen dann im nächsten Hafen, wie die Blessierten zur Weiterversorgung von Bord kamen. Auch wir waren einmal gewarnt- nicht über die Außendecks zu gehen, weil es zu glatt wäre beim deutlichen Schlingern und Rollen des Schiffes. Es waren noch zwei weitere Spezial- Kapitäne an Bord. Sie berichteten, daß Windstärken bis 260 kmh inzwischen auf See immer häufiger werden; früher dachte man, bei etwa 110kmh sei Schluß und fixierte da die Windstärke 12.
Puntas Arenas, mit feierlichem Friedhof -Alleen von Zypressen, über 100 Jahre zu Säulen beschnitten; Passage Kap Hoorn, Feuerland- dort Hinreißende Katamaranfahrt in Naturschutzgebiet. Dann Fahrt nach Süden: Deception Island, King George, Hope Bay, Elephant Island (dort hat der berühmte Antarktis- Erkunder Shackleton in Gewalttouren Hilfe organisiert für die unter umgestülpten Booten monatelang ausharrenden Kameraden). Sechs Tage ohne von Bord zu kommen durch dies vorpolare Gebiet zwischen Südspitze Chile und antarktischem Ewigem Eis geschippert, das dahinzuschmelzen scheint. Vierfünftel allen Süßwassers ist dort gespeichert. Wir sahen riesige Eisberge bis 500m lang und breit. Die sind vom Schelfeis, dem vorgelagerten alten Eis, abgegangen und treiben nach Norden mit Fließgeschwindigkeit von 7 kmh, sind , bis sie abgeschmolzen sind,Jahre unterwegs. Auf diesen „Flößen“ „ sind wohl auch die Pinguine, die es nur hier in der Antarktis gibt , mal hingetrieben worden an Afrikas Südspitze, wo es diese pussierlichen Tiere auch gibt. Wir sahen riesige Kolonien Königs- und Magellan-Pinguine, dazu Seelöwen, Seeleoparden, Seeelefanten, Riesenbrocken, vereinzelt Wale, Komorane, Albatrosse-mit 2m Flügelspannweite, und Raubmöven(Skuas).
Auf den Falklandinseln (Argentinisch: malvinas) irre Land-rover–querfeldein- Tour zu einem Pinguinrevier und hier, am Ende der Welt gab es von Hausfrauen in englischer Tradition gebackenen Kuchen vom Feinsten und Kaffee in einer provisorischen, liebevoll gestalteten Hütte. – Es kommen so 90 Kreuzfahrtschiffe im Jahr vorbei, mit steigender Tendenz. Die „Deutschland“ war zum ersten mal so weit südlich, das früher viel stärkere Packeis ist weit zurückgewichen- ein schlimmes Klima-Zeichen. Dann Porto Madryn in Argentinien, dann Buenos Aires, von dem wir aber nichts mehr mitbekamen außer einer Fahrt zum Flughafen, Dienstagmorgen 11.30. 15 Uhr Abflug nach Sao Paulo , dort technischer Stop von 2 stunden, Dann 11 stunden ruhiger Flug. (Plus 4 stunden Zeitverschiebung) 9.30 Frankfurt an, 12 Uhr weiter nach Hamburg. Dort fehlte ein Koffer- (der uns aber Tag drauf zugestellt wurde). Mit 15.30 Nordostseebahn 19 Uhr dann heil zu Hause.
Ein lieber Mensch hatte uns die Kerzenlaterne am Haus entzündet.
Wir waren auf dem Schiff gut gebraucht, allein 12 Andachten/Gottesdienste. Zu Gesprächsrunden fand sich kein Platz, vielleicht waren auch problematisierende Sachen nicht sehr gewünscht. Ingrid sprach viele, meist Alleinreisende an- es ergaben sich eine Fülle von Lebensproblem-Gesprächen.
Essen natürlich üppig, aber wir aßen immer im Lido- Büffett- mit schönem Blick, also ohne festen Tisch und konnten uns selbst bedienen. . Kulturangebot war meist leichte Kost- Pfiffige Lesungen bot Ditmar Mues. Die Fahrt war anstrengend, Schiff war proppenvoll –450 Passagiere, was nichts ausmachte bei den (wenigen) Sonnentagen, dann konnte man sich gut auf Deck aufhalten und auch schwimmen. Viel unruhige See mit bedecktem Himmel, unter dem öfter Punsch und Blasmusik fröhlich stimmte. Lange kein Grün, aber die Eisbergriesen- grandios. Ein fernes kaltes, abweisendes Stück Erde, man spürt die Nähe der Antarktis, sahen Forschungsstationen aus der Ferne- keine Gegend für Menschen. Wieder erlebt: Das Schönste am Wegfahren ist das Heimkehren.
 
jakobus
14.02.2007
23:06 Uhr
     
Ich komme gerade vom „Grundkurs des Glaubens“, einer Veranstaltung unserer Kirchengemeinde. Was macht unseren christlichen Glauben aus, was heißt Glauben? – das war das Thema unseres heutigen einführenden Abends. Vortrag, Gitarrenspiel und kleine Gesprächsrunden wechselten einander ab. Es war sehr kurzweilig, erhellend, informativ und vor allem: Es machte neugierig auf das, was da noch kommen wird. Denn Fragen gibt’s genug, beispielsweise die nach dem eigentlichen Sinn des Lebens.
Ich jedenfalls bin beim nächsten Mal wieder dabei und freue mich darauf.
Euch alles Gute, jakobus
 
fest
11.02.2007
16:22 Uhr
     
Am Freitagnachmittag las ich die Einladung in der NordelbischenschönenZeitung zur 'ValentinsNacht in den Michel', und ich fühlte, da will ich dabeisein. Es war noch genug Zeit, um pünktlich um neun dort zu sein. Kurz davor auf Wegen durch weichen weißen Schnee...Das Fest war durchwebt mit Worten, Gedanken und Musik der Liebe. Es war Gute Zeit. Lichtvoll und unvergessen.
Und gesternabend - da leuchtete ein anderes 'Lucernarium' in St.Severin. Jeder Mensch war eingeladen, sich in den wundervollen Gesang einzuflechten. Es war lichtvolleZeith. Wir durften auch Magnificat singen:
"Ich danke DIR, daß ich wunderbar gemacht bin, wunderbar sind alle Deine Werke, das erkennet meine Seele. Ja ich danke DIR"
Ja LieberGott, ich danke Dir für die Menschen, durch die Du uns so reich beschenkt hast! Uns Menschen in Stadt und InselLand. DANK' . Amen
Und heut' morgen war auch die Inselwelt ganzzart schneeverzaubert. Die Erde feierte ein Fest...
Sonntagsgrüße von Ingrid.
 
DS
04.02.2007
10:45 Uhr
     
Traugott, bist schon auf See, um dort Bibelenergie zu vermittel??
Wir hatten kürzlich eine Diskusssion darüber, ob dieser Text Dir stammt :
“Unsere Toten, die uns starben, hatten eine Spanne Zeit zum Lieben, Lachen, Leiden, Nehmen, Geben und Schuldigwerden. Wir gedenken ihrer. Und wir hoffen: ER hält die Bruchstücke Leben zusammen. Wenn wir ausatmen, atmet Gott uns ein.“ (an der Plastik „Totengedenken“ von Ernest Igl im Turm von St.Severin).
Herzlich euch allen eine volle Woche mit dem guten Erleben der Gegensätze, wie Jacobus sie in dem Voreintrag beschreibt ... Euer Delf
 
jakobus
02.02.2007
20:30 Uhr
     
Eine ereignisreiche Woche geht zu Ende: Eine Trauerfeier für einen ehemaligen Mitarbeiter, ein ablehnender Bescheid für einen beantragten Zuschuss, ganz viel Bürokram, Restarbeiten für den Jahresabschluss und, und, und. Aber auch viel an Gott gedacht, Mitchristen entdeckt, viele ohrwurmartige Lieder vom Sonntagsgottesdienst nicht aus dem Kopf gekriegt, gute Gespräche geführt, mich nach Kranken erkundigt,
neue Pläne für das Sommersemester. Danke für das interessante Leben!
Allen einen gesegnete neue Woche!
jakobus
 
DS
01.02.2007
16:35 Uhr
     
Ingrid, danke - genau so schön habe ich St.Severin am letzten Wochenende gesehen un dann darinnen noch eine Versper erlebt! Eine wunderbare gedankliche Postkarte zum Mitnehmen! DS  
leuchtfeuer
31.01.2007
22:53 Uhr
     
Ein Bild zum Weitersagen.
Wir waren am Wunderwerk MorsumKliff und sprachen über Gott und die Welt - Seinen Wundern, überall. Und von den alten genielen Langspielplatten... damals sang B. Wegner wahrhaftigwichtige Worte. Ich fand sie in einem Büchlein in St.Christophorus

Sind so kleine Hände, winzge Finger dran.
Darf man nie drauf schlagen, die zerbrechen dann.

Sind so kleine Füße mit so kleinen Zehn.
Darf man nie drauf treten, könn sie sonst nicht gehn.

Sind so kleine Ohren, scharf, und ihr erlaubt.
Darf man nie zerbrüllen, werden davon taub.

Sind so schöne Münder, sprechen alles aus.
Darf man nie verbieten, kommt sonst nichts mehr raus.

Sind so klare Augen, die noch alles sehn.
Darf man nie verbinden, könn sie nichts verstehn.

Sind so kleine Seelen, offen und ganz frei.
Darf man niemals quälen, gehn kaputt dabei.

Ist son kleines Rückgrat, sieht man fast noch nicht.
Darf man niemals beugen, weil es sonst zerbricht.

Grade, klare Menschen wärn ein schönes Ziel.
Leute ohne Rückgrat habn wir schon zuviel.

Von Bettina Wegner. Das sollten die Zeitungen drucken! Jede Woche! Das wärs!


Als wir heute am Abend gen Dorf zurückwanderten, sahen wir in weiter Ferne das umleuchtete St.Severin. Die Wolken am Himmel waren DunkelRosa - wie Flügel. Weil ich ohne meine Brille unterwegs war, glich das Kirchlein einem Leuchtfeuer.
Dies Bild will ich gerne hierher weiterverschenken,
Ingrid.
.
 
Seiten:  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 
31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 
61 62 63 64 65 66 67 68 69 70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 
91 92 93 94 95 96 97 98 99 100 101 102 103 104 105 106 107 108 109 110 111 112 113 114 115 116 117 118 119 120 
121 122 123 124 125 126 127 128 129 130 131 132 133 134 135 136 137 138 139 140 141 142 143 144 145 146 147 148 149 150 
151 152 153 154 155 156 157 158 159 160 161 162 163 164 165 166 167 168 169 170 171 172 173 174 175 176 177 178 179 180 
181 182 183 184 185 186 187 188 189 190 191 192 193 194 195 196 197 198 199 200 201 202 203 204 205 206 207 208 209 210 
211 212 213 214 215 216 217 218 219 220 221 222 223 224 225 226 227 228 229 230 231 232 233 234 235 236 237 238 239 240 
241 242 243 244 245 246 247 248 249 250 251 252 253 254 255 256 257 258 259 260 261 262 263 264 265 266 267 268 269 270 
271 272 273 274 275 276 277 278 279 280 281 282 283 284 285 286 287 288 289 290 291 292 293 294 295 296 297 298 299 300 
301 302 303 304 305 306 307 308 309 310 311 312 313 314 315 316 317 318 319 320 321 322 323 324 325 326 327 328 329 330 
331 332 333 334 335 336 337 338 339 340 341 342 343 344 345 346 347 348 349 350 351 352 353 354 355 356 357 





Nach oben - © 2003-2017 by Traugott Giesen - Sylt
Impressum - Haftungsausschluss