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Autor Nachricht
"Unterwegs"
19.11.2005
12:50 Uhr
     
Dass man etwas in andere Worte fasst, bedeutet nicht, dass es sich um ein Handke-Zitat handelt.  
Franz
18.11.2005
14:01 Uhr
     
Herzliche Grüsse aus Zürich & Zug, das Wetter ist herlich, Sonne strahlt. Wir grüssen alle Sylt.
Die Schweiz ist einfach schön, wie Ihr alle wisst sind ja auch viele Schweizer auf die Insel.
Allen alles gut & Sonne im Herzen und Gottes Segen, euer Franz und die ganze Gruppe.
 
do
18.11.2005
13:56 Uhr
     
Noch einmal zu "Das Mindeste: Mal mit Neugier sterben!" - Das geht mir nicht aus dem Kopf ... vieleicht heißt es ja auch: Und wenn schon nicht mit 'Freude', mit tiefem Glauben an das Näherrücken zu Gott heimgehen, dann doch möglichst ohne Angst und "mindestens mit Neugier"?
Der dunkle November macht schon ein wenig die Lichter aus, Bananen als Glücksanreger oder Champignons und selbst Schokolade, all die alten Hausmittel, sind wenig hilfreich ... Der nächste Frühling - ich freue mich aufs Licht. Ich wünsche allen schon jetzt viel davon. do
 
webmaster
17.11.2005
10:28 Uhr
E-Mail    
Vielen Dank für den Hinweis und die Korrektur des Handke Zitats!
Schade, dass es im Eintrag von Menke so verbogen und ohne Angabe des Autors wiedergegeben wurde.
 
"Gestern unterwegs"
17.11.2005
08:21 Uhr
     
"Spüre ich endlich zum Glück unaufschiebbar, unaufhaltsam das Festhalten der Freude, die ich verdrängt hatte wie auch alle in mir entstehenden Selbstbildnisse.
Kalender werden durchforstet, Termine ziehen noch einmal an mir vorüber, im Blickfeld auch die wehmütigen Gefühle des Abschieds"
usw.
Klingt traurig: "Der unendliche Monolog des Verharrens all meiner Gedanken".
Klingt wie "wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben und wird in den Alleen unruhig wandern, wenn die Blätter treiben". (Rilke)

Interpretation eines Peter Handke-Fans, der Schlimmeres gewohnt ist. Doch Handkes letztes Buch voller Reise-Impressionen ist köstlich.
 
Martin
16.11.2005
07:51 Uhr
     
Hallo Karina,
dass die Frau schon im ersten Mose-Kapitel erwähnt wird, obwohl sie erst in 1. Mose 2 aus der Rippe geschaffen wird, hat eine einfache Ursache: In 1. Mose 1 und 1. Mose 2-3 sind zwei unterschiedliche Schöpfungsgeschichten enthalten, die in zwei unterschiedlichen Epochen entstanden sind: 1. Mose 1, 1 bis 1. Mose 2, 4a gehört zur sog. "Priesterschrift", die wohl gegen 550 v. Chr. entstanden ist.
1. Mose 2,4 bis 1. Mose 3,24 gehört zum sog. "Jahwisten", dessen Vorstellungen auf noch ältere Traditionen zurückgehen (wohl etwa um 950 v. Chr. entstanden, ist aber umstritten).
Für weitere Informationen z. B. mal in den Evangelischen Erwachsenenkatechismus gucken (7. Auflage, S. 45 ff.).
 
Karina
15.11.2005
22:52 Uhr
     
Habe ich etwas nicht mitbekommen im Laufe der Bibelenergie, denn warum wird die Frau schon erwähnt,wenn sie später erst aus der Rippe erschaffen wird? Vielleicht bedeutet das, dass sich diese beiden Stellen der Schöpfungsgeschichte auf zwei verschiedene Ebenen beziehen, einmal auf die materielle und zum anderen auf die übersinnliche Daseinsform oder wird hier ein Bewußtseinswandel im Schlaf vollzogen? Die Polarität ist seitdem nicht restlos auseinandergeteilt, denn jeder Mensch trägt in seinem verborgenen Wesen auch immer den anderen Pol in sich und sieht sich vor die Aufgabe gestellt, die beiden Pole in sich zu vereinen, in dem sich der Geist und die Seele gegenseitig durchdringen. Die Ehe kann ein mehr oder weniger reales Gleichnis dafür sein, aber wer keine Ehe schließt, steht auch vor dieser genannten Aufgabe. Diese innere Harmonisierung gelang mir persönlich mehr, als ich aus meiner Ehe austrat und für mich Verantwortung übernahm. In der Psychotherapie wird hier von der weiblichen und männlichen Kraft gesprochen oder wie bei C.G. Jung von Anima und Animus, die es gilt in mir gleichwertig zum Leben zu bringen. Allerdings denke ich, dass der Mensch lebenslang noch unfertig und unvollkommen auf ein Mehr aus ist, Christus in sich wachsen zu lassen, denn erst durch Ihn wird die unwiederholbare Einmaligkeit der Individualität voll ins Licht gerückt. Es heißt, erst in der Trennung der Geschlechter begegnet der Mensch der Schlange. Im deutschen Märchen ist eine Schlange mit einem magischen Stein an ihrem Kopf unter der Wurzel eines Haselstrauches - eines typischen Hexenbaumes - in der Nähe der Mistel zu finden. Der Schlangenstein galt als Stein der Weisen (die Hexen waren auch weise Frauen), der ewiges Leben bringen konnte. Märchen reichen weit zurück bis zu den vielen Mythen der unterschiedlichsten Kuturen. Da ist die Rede von der Schlange die das Wasser hütet und dass derder davon trank mit Weisheit beschenk wurde. Natürlich ist in diesem Zusammenhang auch von Vergänglichkeit und Tod die Rede. Die Schlange hat teils auch widersprüchliche Bedeutung, zum einen gehört sie zur Erde und ist damit Gegenspielerin des Himmels. Für mich bedeutet die Schlange als Symbol für Weiterentwicklung, etwas kommt voran, jede Häutung ist zwar sehr schmerzhaft aber immer auch wie ein kleiner Tod der zu neuen Stufe führt. Darum ist der Kreislauf des immer Wiederkehrenden wichtig für mich, sie geben den sicheren Rahmen, dass viele kleine Tode also Neues passieren kann. Somit ist Sterben - viele kleine Tode - zwar schrecklich, aber ich hoffe, dass ich dadurch dem näher komme, wie ich eigentlich gemeint bin. Ich liebe es, wenn der Vollmond Nachts in mein Fenster schaut Ka  
U.Sun
15.11.2005
20:19 Uhr
     
Sterben mal mit Neugier. Ja, das wird spannend werden mit dem Sterben. Ich habe Neugier. Viel sogar. Aber die schiebe ich natürlich erstmal für die andere Neugier beiseite. Die Neugier auf das noch kommende leben. Bis dahin sterbe ich ja immer mal. Heute Abend, wenn ich schlafen gehe oder letzte Woche habe ich gefastet. Das ist immer ein kleiner Tod finde ich. Sehr spannend, was einem da von einem begegnet. Das -nicht essen- ist auch ein bisschen wie nicht leben und wenn ich dann wieder anfange zu essen, ist es ein bisschen wie wieder leben. Nicht nur wie endlich wieder, sondern auch wie wieder müssen, wieder sorgen, wieder anstrengen und wach sein. Freue mich auf das morgige Leben und das Sterben bei Vollmond heute Abend. Bin sehr neugierig... ( :  
jakobus
15.11.2005
19:51 Uhr
     
"Mit Neugier sterben" - neugierig sein auf das, was kommt. Hinwendung, ja Freude auf das Kommende, weniger Festhalten am Gewesenen. Loslassen, bereit sein und erwartungsvoll, hoffend, ja freudig hinübergehen.
Neugierde und Tod - eine zunächst kühne Wortkombination; bei näherem Hinsehen trifft es die Essenz unseres Glaubens.
jakobus
PS.Hinweis zum Busstag: www.busstag.de
 
corinna
15.11.2005
18:16 Uhr
     
Mein Wunsch ist es mit ganz viel Vertrauen zu sterben, dass mein Leben in einer guten Geschichte ist und ich zu Gott zurückkehre. Ich wünsche mir, dass Gott meinen Anfang und mein Ende in seiner Hand hält und ich alle, die mir lieb sind, in seinem Haus der Liebe wiedersehe. Und ich wünsche mir sehr nicht allein zu sein, wenn ich sterbe.
 
spiegel
15.11.2005
16:53 Uhr
     
... heut' morgen - so um halbelf umhüllte die Sonne eine rote Frucht, an der noch eine Regenträne der Nacht haftete...
Der Morgenglanz dieser Hagebutte war noch schöner als Rot und in dem runden Nass spiegelte sich die ganze welt. Es war ein glücklicher Augenblick - ein Geschenk - und ich will dieses Bild hierherbringen. Und ganz besonnders zu Dir lieber Menke. Alles GUTE!
 
webmaster
15.11.2005
09:44 Uhr
     
An Menke:
was Sie ausdrücken möchten, bleibt wie immer verschwommen - und für mein Gefühl wird die deutsche Sprache verhunzt, auch wenn es poetisch klingen soll.
Können Sie nicht mal Ihre Gedanken ganz konkret oder jedenfalls grammatisch einigermaßen korrekt formulieren?

 
Menke
15.11.2005
09:21 Uhr
E-Mail    
Hallo Ihr Gästebuchleute!

Wenn das Jahr zu Ende geht!

Spüre ich endlich zum Glück unaufschiebar unafhaltsamm verdrängen,des festhalten der Freude,oder verdrängend in mich aller Selbstbildnisse.

Kalender werden durchforstet,Termine lasst vorüber sausen hier im Blickfeld auch Abschied der wehmütigen Gefühle,der Unterdrückung wegen nicht nur von mir selbst.

Neues noch nicht überschaubar,verdrängen wollen selbst in der Fortsetzung im Alten Gebrauch.

Schreibe noch hier antworte auch dort,um letzte Gewissheit zu haben doch was darauf folgt,ist der manchmal bald unendliche Monolog des verharrens all meiner Gedanken.
 
Elena
14.11.2005
12:08 Uhr
     
Ja, vielleicht heißt es das. Ich weiß nicht, ob dies dazu paßt:
Ich fühle mich gerade sehr wohl. Das macht die neue Regierung. Politik hat einen starken Einfluß auf mich, und ich bin ein permanent denkender, philosophierender, diskutierender Mensch. Die neue Regierung startet nicht mit einem großen Wurf, sagt man. Für mich tut sie das aber: sie startet in relativer Ruhe, die auf mich abstrahlt, in Gelassenheit, und Gelassenheit hat Größe. Sie kappt überall etwas weg, aber überall relativ gleichmäßig. Wenn ich nach Frankreich schaue, ein Land, in dem Riesenkluften entstanden sind, bin ich froh, dass wir einen ausgleichenderen Staat haben. Gewünscht hatte ich mir große Würfe, aber diese jetzt sichtbaren kleinen Schritte tun mir mental besser. Wenn das die Handschrift der Frau ist, die ich mit beiden Stimmen gewählt habe, einer Frau, die man nicht so sehen, sondern nur erahnen kann, dann habe ich zum ersten Mal in meinem Leben einen richtig guten Instinkt gehabt. Diese Regierung fängt relativ unideologisch an.
Das ist sie, die Schlange: Ideologie, jedwede. Sie verführt Menschen, zieht sie in ihren Bann und enttäuscht sie hernach.
 
do
14.11.2005
07:39 Uhr
     
"Mal mit Neugier sterben!" - Heißt das, vielleicht doch nicht das wissen und haben wollen, was man sich eigentlich sehnlichst wünscht, sondern akzeptieren, die "Neugier", den Wunsch-Traum unerfüllt, bewusst und ohne Frust mitzunehmen? Heißt das dann auch, akzeptieren, da dies alles eh nicht möglich ist, diesem Streben nach Erfüllung gänzlich zu entsagen, also nicht mehr forschen, wünschen, träumen? Oder habe ich nun einen Holzweg eingeschlagen? do
 
jakobus
13.11.2005
18:07 Uhr
     
"Und führe uns nicht in Versuchung" - ist das der Ausdruck des Argwohns gegenüber Gott - wie ihn auch die Schlange symbolisiert?
Allen eine gesgnete Woche, jakobus
 
Traugott Giesen
13.11.2005
15:27 Uhr
     
Dank fürs Mutmachen. Ja; Bibelenergie soll an unser Innerstes. -Darum ein, zwei Fragen mit Widerhaken wären schon gut .
Im Übrigen bald Totensonntag:
Das Mindeste: Mal mit Neugier sterben!
 
vögelchen
12.11.2005
23:52 Uhr
     
Mit seiner Bibelenergie hat TG für mich gezeigt, dass er erkannt hat, dass die auf den ersten Blick hin etwas glatt klingenden Formeln der Schöpfungsgeschichte den Menschen nicht zufrieden stellen kann. Und so ist er für mich ein breites Flussbett in dem die heiligen Texte sich strömend ausweiten können, durch seine Unterströmung die Tiefe der biblischen Texte erst sichtbar werden und mit der immer vorhandenen Uferböschung das Spirituelle nicht fehlt. Mit dem Blick von Christus aus, wird die Erzählung der Weltschöpfung noch in einem viel höheren Licht wahrgenommen.
Diese Berichte des alten Testamentes sind auch Bilder für innere Seelenvorgänge, die dazu auffordern wollen eigene Erfahrungen nachzuspüren und sie zu überdenken. Dies hier zu tun, verlangt schon ganz schön Mut und vielleicht könnten ein/zwei Fragen am Ende der BE formuliert hilfreiche Richtschnur sein. Damit die BE sich auch entfalten kann braucht es schon etwas Zeit und ich würde mir wünschen, dass sie nicht zu schnell aufeinander folgen. Ob das Gästebuch ein Nährboden für TG sein kann? Allen eine gesegnete Nacht V.
 
Joy
12.11.2005
06:59 Uhr
     
Noch eine Geschichte: Narnia, Band 1, Das Wunder von Narnia, eine Schöpfungsgeschichte. Der Junge darf den Apfel vom Baum des Ewigen Lebens mitten in einem Garten nehmen, aber für seine kranke Mutter. Die Schlange in Gestalt einer Hexe versucht ihn zu überreden, den Apfel für sich zu nehem. Sie verspricht ihm alles, was dem Menschengeschlecht wichtig erscheint, vor allem Macht, an der sie natürlich ihren Anteil möchte. Er widersteht. Er rettet ein Leben. Die Schlange - das Bild auch für den Appell an den Egoismus.
Lieber Jack, erst 42 Jahre nach Deinem Tod ist Narnia verfilmt worden, nach den Büchern Deines besten Freundes Tolkien und leider von Disney. Aber wenn es dazu führt, daß Deine Bücher wieder mehr gelesen werden, ist es gut so, wenn die Menschen merken, daß Du die ganze Zeit Gott versteckt hast in einer Bildersuchreise durch die Phantasie, schön dann. Deine Cosmic Trilogy, ein Schöpfungsepos mit Adam und Eva anders, Deine Phantasie "jenseits des Schweigenden Sterns", wie Du die Erde darin nennst, ist neu auf deutsch übersetzt. Ich hatte Dich ohnehin nie vergessen, seit ich Dich mit 10 Jahren in der Bibliothek entdeckt habe. Wenn ich Dich las, war ich so bezaubert von Dir wie die kleine Lucy. Später fand ich heraus, daß Du am gleichen Tag gestorben bist wie der andere Jack, der Kennedy-Jack.
Kleine Erinnerung an einen Unvergessenen, Clive Staples Lewis.
 
Astrid
10.11.2005
12:26 Uhr
     
Zur Bibelenergie:

hm..... also, ich meine ja:
Gott hat dem Menschen die Freiheit gegeben und die Freiheit
wäre ein sinnloses Geschenk, wenn es das Böse nicht gäbe
(man könnte sich gar nicht falsch entscheiden).

".... sollte mein Vater seiner geliebten Tochter schönste
Früchte vorenthalten ....."
Steckt dahinter nicht der Wunsch alles besitzen zu wollen?
(unter der Voraussetzung, dass man bereits gut versorgt ist...)

"Recht auf Schuld" ?
Besser ersetzen mit:
Möglichkeit des Schuldigwerdens ... ?

Der Mensch ist schwach und lässt sich leicht täuschen
(eigene Erfahrung).

Das Wort "Hirnhund" enthält, für mich, eine Geringschätzung
für den Verstand, der auch eine Gabe Gottes ist und nicht
seines Gegenspielers.
Man gewinnt den Eindruck, er sollte besser herausoperiert werden,
damit wir uns wieder im Paradies empfinden können.
Sicher ist doch aber wirklich gemeint:
Nicht das Hirn abschalten, sondern im Sinne des Guten gebrauchen.

"..... dem Menschen ist gesagt, was gut ist ...."
(Bibelzitat).

Nitzsches Vater war Pfarrer, aber Nitzsche hatte es dadurch auch nicht besser verstanden.
"Gutmenschen" in seinem Sinne wollen wir ja nicht sein.

Wie auch immer ... inzwischen alles Gute,
Astrid
verstanden





 
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