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:: lebensmut.de ::
Autor Nachricht
I.R.
16.03.2005
18:10 Uhr
     
Lieber Pastor Giesen, Dank für Ihre sehr schöne Predigt vom 13. März! So hätt`ich`s mir für meine Söhne gewünscht, die von Ihnen getauft wurden, wie mein Mann und ich von Ihnen getraut wurden, die Konfirmation meiner Söhne fand dann hier in unserer Gemeinde fernab von Sylt statt. Für mich unfaßbar, daß Sie aufhören in St. Severin!  
Thomas Müller
15.03.2005
12:30 Uhr
E-Mail    
Enough? Encyclopedia Americana. "Emerson, Ralph Waldo" (1803-1882)
...........................................................................................................
Ja, danke vielmals (!) für den Smaragd und den Hinweis "Ralph Waldo Emerson", usw.
Ich werde meine Datei (im Kopf und im Computer entsprechend korrigieren.



 
About an emerald
15.03.2005
11:06 Uhr
     
Why not?

Emerson, Ralph Waldo (1803-1882), American poet, lecturer and essayist, who was said by Matthew Arnold to have produced "the most important work done in prose in the nineteenth century." Emerson was the leading member of the group of New England idealists known as the transcendentalists.
Early years. Emerson was born in Boston on May 25th 1803, the third of six sons of William and Ruth Haskins Emerson.

Enough? Encyclopedia Americana.
 
Thomas Müller
15.03.2005
10:36 Uhr
E-Mail    
> Webmaster, der Autor vorher hat sich wohl verschrieben. Ralph Waldo Emerson.<

Liebe/r Frau/Herr A.Behry

Ich danke Ihnen für den Hinweis, den Sie dem Webmaster mitteilten.
Eigentlich hätten Sie nur Google anfragen müssen und festgestellt, dass es offensichtlich viele Leute sind, die meinen, dass "Ralph Waldo Emerson" offenbar noch "Ralph Waldo Emerin" genannt wird. Welchen Namen ihm seine Eltern gaben, wissen Sie vielleicht.

Es wäre nett von Ihnen, wenn Sie mir und den anderen Menschen hier dies mitteilen könnten.
Herzlichen Dank
thomas

 
A.Behry
15.03.2005
09:34 Uhr
     
Webmaster, der Autor vorher hat sich wohl verschrieben. Ralph Waldo Emerson.

Erst Frühlingsanfang, dann Ostern -

Hör', liebe Seel'! wer rufet dir?
Dein Jesus aus der Höhe:
Komm, meine Taube, komm zu mir!
Den Ruf ich wohl verstehe.

Wenn ich soll deine Taube sein,
Mußt du mir Flügel geben,
Die wasch' in deinem Blut ich rein,
Und werde glaubend schweben.

Du rufest mir! Wie arm ich bin,
Darf ich zu dir doch kommen,
Die Mängel hat dein treuer Sinn
Ja all von mir genommen.

Sag, Herr, wird auch ein Nestlein fein
Für mich bei dir gefunden?
Ja, meine Taube, komm herein,
Wohn' hier in meinen Wunden! Clemens Brentano, Auswahl

 
Thomas Müller
15.03.2005
08:11 Uhr
E-Mail    
Und wenn wir die ganze Welt durchreisen,
um das Schöne zu finden:
Wir mögen es in uns tragen,
sonst finden wir es nicht.

Ralph Waldo Emerin

Liebe Inslulaner !
Dazu wünsche Ich Euch allen einen schönen Frühlingsanfang.
Bei uns ist er nun definitiv angekommen. Er soll 300 KM pro Tag schaffen und wird demnach, wenn er nicht doch schneller reiste, spätestens in 1-2 Tagen auch bei Euch eintreffen und seine milde Luft mit bringen ....
Mit ämänä härzliche Gruess us Bärn
thomas

 
Sophie
14.03.2005
10:00 Uhr
     
Liebe BL, such nicht Leute in ähnlichen Situationen, sondern Menschen, die anders sind. Die Dame, von der ich gestern schrieb, würde sagen, Du habest schlecht gewählt (den Kerl), und daher seist Du jetzt allein und einsam. Selber schuld, schlechte Wahl getroffen, was für ein Patentrezept. Die Dame hat mich ziemlich in Rage gebracht, wie man sieht.
Ich rate Dir, das Gespräch mit Deinen Kindern zu suchen. Jugendliche brauchen das und haben oft viel interessantere Ansichten als Erwachsene. Was ist besser? Verlassen von einem Mann und kinderlos oder wenigstens, wie Du, drei dialogfähige Jugendliche an der Seite zu haben? Eigentlich braucht man doch dann nicht einsam zu sein. Oder sehe ich das zu simpel?
 
Thomas Müller
14.03.2005
09:52 Uhr
E-Mail    
Liebe Sophie, ich zitiere mal einen Teil Deiner Antwort:

... Er muß ein feiner Mann sein, Thomas. Sag ihm von einer unfeinen Dame, daß man zur Not auch mal hochziehen darf.

Da lese ich doch in der Freitagsausgabe einer großen Tageszeitung von einer feinen bebrillten Dame, die uns milde anlächelt, weil wir eh alle Ignoranten sind und die irgendwie aussieht wie eine Lehrerin, folgende Zeilen:

"Helfersyndrom" könnte man einer Gesellschaft von .... usf.
Zitat Ende.

.... und stelle einen Teil einer Antwort von Simone, aus einem anderen Forum, so zum gegenseitigen Verständnis, hier hin:

Zitat Beginn:

" .... "Deinem" Herr W. gratuliere ich zu seiner Zungenfertigkeit. Wie schön, dass er den Ritt auf seinem Pony durch den Wald so geniessen kann. Ich wünsche ihm noch viele solche Ritte, noch viel Grund zu Lebensfreude und noch viel, viel Mut, und ich freue mich für ihn, dass er Menschen .... um sich hat, die die Würde und die Lebensfreude in so kleinen, wertvollen Geschichten sehen und wertschätzen können. ...."
Zitat Ende.

Ich weiss und Ihr alle hier wisst es bestimmt auch. Es gibt sehr viele Menschen unter uns, in der Nähe von uns, auf der ganzen Welt, die AUCH behindert, u. U. schwerstbehindert sind. Manchmal werden sie kaum beachtet ... Diese Menschen müssen von uns beachtet - geachtet, respektiert - werden. SIE brauchen dies speziell !

Mit herzlichen Grüssen
thomas
 
do
14.03.2005
09:51 Uhr
     
Sophie, die Idee, die Rubriken einer großen Tageszeitung einmal umstellen zu wollen, erscheint mir interessant. Wie wäre es, wenn die Initiatorin Sophie eben jener wohl überregionalen Tageszeitung einen Leserbrief schriebe? Vielleicht macht der Chefredakteur ja was daraus ...

Erinnere ich mich richtig an meine Schulzeit, so hieß es damals "Nicht für die Schule lernen wir (und schon gar nicht für den noch so toll aussehenden Lehrer ?????) sondern fürs Leben ..."

Einen guten Start in die Woche euch allen Lebensmutigen! :-) do
 
Birgit L.
13.03.2005
20:28 Uhr
     
Hallo,
ich weiß nicht wie es euch geht, aber ich fühle mich meist ziemlich einsam und verlassen. Mir fehlen oft die richtigen Gesprächspartner/partnerinnen oder Zuhörer. Vielleicht kann mir ja ein Eintrag in euer Gästebuch weiter helfen. Ich bin alleinerziehend und habe drei Kinder im Alter von 20,15 und 12 Jahren. Die Älteste ist bereits ausgezogen. Es wäre schön wenn sich jemand in ähnlicher Situation meldet.
Eine gesegnete Zeit wünscht euch Birgit
 
Sophie
13.03.2005
16:18 Uhr
     
Er muß ein feiner Mann sein, Thomas. Sag ihm von einer unfeinen Dame, daß man zur Not auch mal hochziehen darf.

Da lese ich doch in der Freitagsausgabe einer großen Tageszeitung von einer feinen bebrillten Dame, die uns milde anlächelt, weil wir eh alle Ignoranten sind und die irgendwie aussieht wie eine Lehrerin, folgende Zeilen:

"Helfersyndrom
Könnte man einer Gesellschaft von 82 Millionen eine Diagnose stellen, dann müßte sie lauten: Helfersyndrom. Gelegenheit, dieses aus Betroffenheit, Selbstüberschätzung und Realitätsverlust zusammengesetzte Krankheitsbild zu betrachten, gab es jüngst bei der veröffentlichung der Arbeitslosenstatistik."
Am Ende des Artikels weiß ich wirklich nicht, was die Dame mir sagen will. Will sie mir sagen, Manuela ist selbst schuld und darf mir deswegen nicht leid tun?
Am nächsten Tag lese ich von einem gutaussehenden Herrn, für den ich, wenn er Lehrer wäre, sogar meine Lateinvokabeln gelernt hätte, einen Artikel, der lautet:"Jeder hat ein Recht auf Hilfe."
Eigentlich sollte das Allgemeingut sein. Ist es aber nicht mehr. Am Ende des Artikels weiß ich genau, was der Herr mir/uns sagen will, und daß es genau so richtig ist.
Vielleicht hat jemand Lust, dies weiter zu leiten an die große Tageszeitung mit dem Vorschlag, den Herrn auf die Freitagsseite im Forum zu rücken und dafür die Dame in den Lokalteil zu tun. Bitte nicht ins Gymnasium, sonst kriegen wir noch mehr nutzlose Abiturienten. Schönen Sonntag!
 
Thomas Müller
12.03.2005
13:29 Uhr
E-Mail    
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Das cheibä Nasätropfli

Seit über fünfzehn Jahren werde ich, meistens auf dem Rücken von Fenger, einem Pony, durch den Wald geführt. Ein gutes Gefühl. Aber eben, kaum im kühlen Wald, bildet sich an meiner Nasenspitze ein Tröpfli.
Das gute Gefühl ist weg. Ich muss mich mit beiden Händen festhalten und kann nicht mit einer kurzen Berührung, mit dem Handrücken, diese „Qual“ beenden.
Was tun? In der Sommerpause habe ich geübt und jetzt kann ich das Tröpfli, in einem unbemerkten Moment, mit der Zungenspitze entfernen.

W.
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W. WILL möglichst vieles noch selbständig machen und kämpft gegen seine Behinderung mit grosser Kraft an. Ich verbeuge mich vor so viel mit erlebter Willenskraft eines Menschen, der einem Körper und Gliedern, fast wie bei einer "Schlenkerpuppe", doch noch so etwas wie gerade Körperhaltung abfordert und dabei die Grösse hat, sich auch noch helfen zu lassen ....

Ich bin überzeugt, dass dieser Mann sehr gläubig ist. Auf seine Weise. Bestimmt. Jedenfalls habe ich noch nie von ihm irgendwelche religiösen Sprüche gehört. Bestimmt sicher aber ist GOTT mit ihm und bei ihm! ..... ob auch Christus, Maria oder einer der vielen Heiligen oder viele Heilige, dies ist sicher völlig unwesentlich! Er redet nicht andauernd von ihm .... Gott ....

Diese Gedanken kamen mir, als ich seinen Text las (mit dem er uns, nebenbei gesagt, ganz tief in sein Inneres hinein fühlen lässt) und er mir verschmitzt lachend vor machte, wie er mit der Zunge bis zur Nasenspitze gelangen könne .... ich kann es nicht. Er kann es!

Ich meine, dieses Beispiel zeigt, wo die wirklichen Probleme liegen .... Nicht, oder nur nebensächlich dort, wo nur Prunk und Machtgefühle vorherrschen ....

Mit emene härzliche Gruess us Bärn
thomas
 
Rubi
11.03.2005
20:08 Uhr
     
Hallo ihr da draußen!
Beim Suchen nach einem niveauvolleren Chatraum bin ich auf euer Gästebuch gestoßen. Was ich bisher gelesen habe klingt interessant und ich hoffe hier jemanden zu treffen mit dem man über Gott und die Welt chatten kann. Würde mich freuen wenn sich einer meldet.
 
Traugott Giesen
11.03.2005
17:21 Uhr
     
Dank für gute Ergänzungen- Ich hatte eine ärmer werdene Kirche vor Augen , die sich nicht ängsten soll-Daß meine Selbstbezichtigungen nicht nötig wären- gemessen an der Witwe. was sind da die Scherflein, die ich gegeben habe?  
Elena
10.03.2005
09:22 Uhr
     
Ich muss leider sagen, dass ich die letzte Predigt (27/2)insgesamt nicht so recht erfüllend fand. Ich würde mich gar nicht wundern, wenn ich hören würde, dass Sie eine Grippe hatten, denn es fehlte ihr Ihr üblicher Esprit. Es geht mir so mit dieser Bibelstelle, dass ich die überhaupt nicht auf Geld beziehe, doch Ihre Predigt ging mehr oder weniger um Geld, zum Teil (Jemen) mit unnötiger Selbstbezichtigung. Wenn man bedenkt, wieviel die Deutschen für die Opfer des Tsunami geben und tun, sogar unzeitgemässe Selbstbezichtigung.
Ich sehe diese Bibelstelle anders, weil dort ein kleines Wort steht, das Wort "Witwe". Das lässt doch aufhorchen. Das heisst doch "Ich bin einsam, ich habe verloren". Das lässt mich auch an Samaria denken, fünf Männer verloren oder alle fünf Sinne abgestorben. So sind die zwei Scherflein für mich anderes, sagen wir Liebe und Hingabe oder etwas ähnliches, auf jeden Fall etwas Geistig-Seelisches für Jesus.
Aber ich habe trotzdem von der Predigt profitiert, denn ich habe dann des Paulus Brief aus der Gefangenschaft an die Philipper gelesen, und wie so oft griff der Paulus mir ans Herz. Es ist wunderbar, dass er selbst schrieb, wenigstens er, und dadurch so nahe geht.

Und für Birgit habe ich dennoch eine Prachtstelle in Ihrer Predigt entdeckt:
"Wie viel Lieben Gottes ist in der Welt - da ist dein Lieben, Sorgen, Arbeiten, dein dich Mühen um den anderen mit eingeschlossen. Sein Lieben ergießt sich auch in dein Flüsschen der Fürsorge und des Arbeitens. Darum wirst du nicht verhungern, selbst wenn du nichts mehr hättest. Er weiß viele tausend Weisen, zu retten aus der Not hier."
 
Thomas Müller
10.03.2005
08:51 Uhr
E-Mail    
Liebe Birgit

Ja, Deine Situation ist für Dich sehr schwer ! Ich schreibe Dir das nicht, weil ich Dir nur beipflichten will, sondern, weil ich in meinem beruflichen Alltag auch sehr nahe an solche Situationen heran komme und mit fühlen kann !

Privat habe ich meinen Vater, der bald 93 Jahre alt wird und im Pflegeheim sich am Leben erfreut, wirklich, obschon er an Parkinson leidet und durch verschiedene Umstände, die nicht hätten passieren brauchen, sehr schwach geworden ist und fast ganz auf den Rollstuhl angewiesen ist. Das "Herz und der Kopf" sind glücklicherweise noch sehr stark!

Einige Gedanken schreibe ich unten in Deinen Text und hoffe, Dir damit etwas helfen zu können !

Mit herzlichen Grüssen und den besten Wünschen Dir und Deinem Mann
thomas

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Birgit:
Hallo Ihr

vor einigen Tagen erst habe ich den "Lebensmut" entdeckt und schaue täglich herein. Ich merke dann, ich bin nicht allein auf der Welt. So komme ich mir nämlich manchmal vor.

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Wie leicht es für mich ist, Dir dies zu bestätigen – ich stecke ja nicht wirklich drin. Aber ich
weiss, dass wir (fast) immer jemanden finden können – überall, wo auch noch andere
Menschen leben, der/die UNS / MICH /DICH! auch versteht und mit fühlen kann ! Ich wünsche
Dir den Mut, dass Du einen solchen Menschen erkennst und damit auch findest !!!
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Ich will nicht jammern, vielen Menschen geht es schlechter als mir, insbesondere meinem Mann, der seit ca. 8 Jahren schwer krank und seit 2 Jahren bettlägerig ist. Er ist tapfer und nimmt (fast immer) sein Schicksal an.

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Ich erlebe viele Menschen, die auch wirklich tapfer sind und sich mit ihrer Last, die ihnen
aufgebunden wurde, versöhnt haben und offensichtlich gelernt haben, sich damit ab zu finden
und sich auf das Schöne, das auch noch da ist, zu konzentrieren.
Ich möchte Deinen Mann ganz herzlich grüssen und wünsche Ihm, dass er auch weiterhin diese
Kraft und den Optimismus aufbringt, um sein Leben – trotz allem – mit Freuden zu leben!
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Meine Aufgabe besteht natürlich darin, ihn zu pflegen. Das ist nicht immer einfach, denn meine physischen und psychischen Kräfte sind manchmal mehr als überstrapaziert.

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Das scheint mir das grosse (auch) Problem zu sein. Die Angehörigen „meiner“ Patienten erlebe
ich nicht selten als ebenso betreuungsbedürftig …. Lernen, sich betreuen lassen. Physisch und
vor allem auch PSYCHISCH. Von Zeit zu Zeit ist es einfach notwendig, dass BEIDE sich eine
„AUSZEIT“ nehmen/sich schenken sollten. Auch für die eigene Seele ….

Du solltest Dir vom Arzt bescheinigen lassen, dass Du wieder neue Kräfte sammeln musst und
auch Dein Mann braucht wieder einmal Luftveränderung und 2 – 3 Wochen intensive
ganzheitliche Betreuung, z.B. in einem Haus / Kurheim / spez. Pflegeheim / Spital-Ferienbett,
um wieder GEMEINSAM den auferlegten Weg weiter gehen zu können – und, vor allem, auch
die frohen Stunden miteinander erleben zu können!
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Meine Beziehungen zur Außenwelt beschränken sich somit auf schnelle Einkäufe für den täglichen Bedarf und kurze Gespräche mit den Schwestern des Pflegedienstes, die zweimal täglich für kurze Zeit ins Haus kommen.

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Ich spüre oft, dass auch längere Gespräche – diese Zeit müssen wir einfach aufbringen für
unsere Patienten, für unsere Mitmenschen – für meine Klienten (wie der Fachausdruck heisst)
sehr wesentlich ist und die Pflege und (manchmal sogar) die Gesundung vereinfacht und
beschleunigt.
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Klar, auch die Kinder kommen, haben aber selbstverständlich eigene Probleme.

Darf ich also manchmal unzufrieden sein?

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Ja! Meine ich. Nehmen wir doch unsere Gefühle (unsere Seele (?)) doch unbedingt ernst! DU
AUCH! Es wird Dir gut tun.

Kommt mir noch in den Sinn: Nimm auch Deine Kinder ernst in ihren Problemen. Für sie
könnten Deine Probleme ebenso bedrückend wirken. Nur reden viele oft nicht gerne darüber
oder haben ganz einfach die Kraft nicht dazu (auch noch?).
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Aber, wie gesagt, "Lebensmut" macht mir Lebensmut. Danke für Euer Zuhören.

Gruß Birgit

06.03.2005, 17:10:02
 
Birgit
06.03.2005
21:41 Uhr
     
Hallo Ihr,
danke für Euer Zuhören und guten Worte, insbesondere an Sophie. Ich wünsche Euch allen eine ruhige und wohlbehütete Nacht.
Gruß Birgit
 
Sophie
06.03.2005
20:29 Uhr
     
Liebe Birgit! Ich muss mich auch manchmal überstrapazieren, aber die meisten Sachen, für die ich mich krummlege, bringen doch langfristig irgendeinen Gewinn. Bei einem Kranken ist nichts für einen selbst. Da ich auf einer "Krebsstation" gearbeitet habe, weiß ich, wie das ist. Aber es ist nicht nur nötig, sondern auf seltsame Art und Weise auch fruchtbar. Ich hatte z.B. furchtbaren Ärger mit Irene. Sie war 40 und hatte einen Lungentumor mit Herden in anderen Organen. Mein Chef sagte ihr ständig, sie würde wieder gesund. Eines Tages verlor ich die Geduld mit ihrem ewigen Jammern und erklärte ihr, dass sie sterben würde. Mir wurde um ein Haar gekündigt. Später waren Irene und ich Freundinnen, weil ich die einzige war, die ihr die Wahrheit gesagt hatte, später, als sie das begriffen hatte. Ich schlug ihr heimlich vor, die Behandlung abzubrechen und mit ihrem Mann nach Hause zu gehen. Sie machten das, und er kam nach der Beerdigung und bedankte sich für den Ratschlag. Er sagte, es sei die intensivste Zeit mit seiner Frau gewesen. Für mich war das total anstrengend, aber ich weiß heute noch genau, wie sie aussah. Es ist nichts umsonst, auch wenn Du verzichten musst auf vieles. Gerade das Verzichten, die Härte, das Leid, sind nie umsonst. Geh in ein gutes Lokal, ehrlich, Du weißt nach 3 Monaten nicht mehr, was Du verzehrt hast, aber Deine Einsätze unter Härten vergißt Du nie.  
DS
06.03.2005
18:23 Uhr
     
Birgit, wir hören Dir gern zu. Es sind doch Menschen wie Du, die mit ihrer Nächstenliebe die Welt zusammenhalten. Bleib ( t ) behütet !! TG Danke für Worte zum ermordeten Kind in Hamburg, es ist schon grausam, in der Nähe von so viel Unheilem zu leben. Aber auch : vergib und unsere Schuld ... Gruss DS aus Hamburg  
Birgit
06.03.2005
16:10 Uhr
     
Hallo Ihr,
vor einigen Tagen erst habe ich den "Lebensmut" entdeckt und schaue täglich herein. Ich merke dann, ich bin nicht allein auf der Welt. So komme ich mir nämlich manchmal vor. Ich will nicht jammern, vielen Menschen geht es schlechter als mir, insbesondere meinem Mann, der seit ca. 8 Jahren schwer krank und seit 2 Jahren bettlägerig ist. Er ist tapfer und nimmt (fast immer) sein Schicksal an. Meine Aufgabe besteht natürlich darin, ihn zu pflegen. Das ist nicht immer einfach, denn meine physischen und psychischen Kräfte sind manchmal mehr als überstrapaziert. Meine Beziehungen zurAußenwelt beschränken sich somit auf schnelle Einkäufe für den täglichen Bedarf und kurze Gespräche mit den Schwestern des Pflegedienstes, die zweimal täglich für kurze Zeit ins Haus kommen. Klar, auch die Kinder kommen, haben aber selbstverständlich eigene Probleme.
Darf ich also manchmal unzufrieden sein?
Aber, wie gesagt, "Lebensmut" macht mir Lebensmut. Danke für Euer Zuhören.
Gruß Birgit
 
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