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Menke
22.04.2005
10:16 Uhr
E-Mail    
Hallo Liebe Gästebuchleute!

Was reizt Euch immer wieder euere Schwäche in beruhigten Gefühlen Ausdruck zu geben, wenn es um katohlisch oder evangelisch oder andere Religonen geht.

Erkennt doch an, daß jede Glauben-Intusition oder anders von Menschenhand ins Spiel ihrer Intressen geschaffen, auch jeweils anders gesehen werden kann.

Schliese dich doch dem an wo Deine Intressen oder Ängste sich aufgehoben fühlen in welchem Glauben auch immer,wenn auch wechselbar im Spiel erneuerbarer Erkenntnisse.

Kritik an meiner Persönlichkeit die ich wo auch immer suchen möchte schliest
nicht aus, bei anderen Glaubensmenschen sich gern der Mehrheit dem vertrauten beibehalten wollen.
 
Sophie
22.04.2005
10:10 Uhr
     
Antwort an Thomas: "Ich bin froh. So froh war ich noch nie."

Antwort an Dorothee: Ich umarme Sie. Etwa so in der Art, wie Sie letztes Jahr Ihr Erlebnis im Kölner Dom beschrieben haben, wunderbar.
 
do
22.04.2005
09:50 Uhr
     
Wenn wir einmal über die Tragweite eines Begriffs wie "Diktatur" nachdächten, anstatt ihn so - mir nichts dir nichts - leichtfertig als Definition für die katholische Kirche hier zu missbrauchen? Was ist das denn für ein Vergleich!

Man muss nicht zu den 1,2 Milliarden Katholiken in der Welt gehören. Aber muss man, wenn man die katholische Kirche nicht mag, so darüber herziehen und richten, als wäre die Kirchenhierarchie aus Verbrechern zusammengesetzt? Wo bleibt denn da die Toleranz, die der wohl Nicht-Katholik gerade für sich in Anspruch zu nehmen scheint, bitte schön?

Ich habe da eben so einen dicken Balken im Auge, wie gut, dass der mich nicht stört oder gar schmerzt ... :-)

Wenn in einem Unternehmen eine Führungskraft nicht in Treue mit zum Unternehmensprojekt steht, für das sie einmal unterschrieben und ihre Zustimmung gegeben hat, erscheint's doch wohl schwierig, die Zusammenarbeit vertrauensvoll auszuweiten und fortzuführen, was ja nicht Kritikunverträglichkeit bedeutet! Wenn's mit dem Gewissen nicht zu vereinbaren geht, heißt es doch dann nur noch, besser die Firma zu suchen, die der Auffassung entspricht - trotz 5,2 Mio Arbeitssuchender! Wenn jemandem gekündigt wird, liegt es doch nicht immer nur am Arbeitgeber ...
Dies auch zum Thema Lehrauftrag z.B., von Beamten d.h. Staatsdienern wird Staatstreue erwartet ... mit bestem Wissen und Gewissen dem Volk zu dienen, oder? Von Theologieprofessoren wird dann wohl auch Treue zu der Kirche erwartet, die den Lehrauftrag erteilt. Es gibt ja Professuren für Kontroverstheologie, in deren Rahmen unterschiedliche Erkenntnisse vielleicht behandelt werden können ohne Anspruch auf Unfehlbarkeit.

Wie schön, dass wir in einer Demokratie leben dürfen, in der wir uns alle mal die Freiheit nehmen, das eine oder andere Gesetz zu übertreten ... so geht's bestimmt auch manchem guten Katholiken.

Und wenn wir Papst Benedikt XVI einfach mal ohne unser ständiges Nörgeln und Besserwissen freundlich abwartend und vertrauensvoll anschauen? Die Kardinäle haben ja wohl auf Gott und den Heiligen Geist vertraut - soll da so ein Riesenirrtum vorliegen?

Destruktiv können wir mit Sicherheit keine Ökumene aufbauen! Kirche sind wir.

Beten wir für den neuen Papst, der eine schwere Aufgabe zu bewältigen hat, dass er die Erwartungen Gottes an ihn im Rahmen seiner Kräfte wird erfüllen können.


do
 
Thomas Müller
21.04.2005
17:48 Uhr
E-Mail    
Liebe Sophie

Jetzt reizt es mich doch, Dir zu "Glaube, Wahrheit, Toleranz", meine Antwort zu schreiben:

"Glaube, Wahrheit, Toleranz", liebe Sophie, aber doch nicht beim ehemaligen Kardinal Ratzinger. Eher doch totale Intoleranz, wenn es um Frauen z.B. als Priesterinnen, Kondombenutzung, gemeinsames Abendmahl mit anderen nicht katholischen, christlichen Menschen, Kritik von Priestern an ihren "Oberen" ... und und und .... geht !
So sieht doch, nach meinem Wissen, die realistische Situation aus.
Zudem ist die röm. kath. Kirche keine Kirche, die demokratisch denkt, fühlt und handelt, sondern die Strukturen erinnern mehr an eine Diktatur .... das weisst Du doch? Oder nicht?

Mit einem herzlichen Gruss
thomas
 
Sophie
21.04.2005
08:58 Uhr
     
"Die Haltung des neuen Papstes zu Kondomen scheint Katholiken im AIDS-geplagten Afrika weniger zu bewegen als in Europa. Zum einen sind AIDS und Sexualität noch weiterhin Tabuthemen. Zum anderen teilen viele Afrikaner die konservativen Ansichten der katholischen Kirche zur Familie." Münchner Merkur von heute.

Vielleicht sollte das kleine Deutschland sich abgewöhnen, einem großen Kontinent, der hier überhaupt nicht verstanden wird, Empfehlungen zu geben. Statt dessen sollte man ihnen das DDT zurück geben, das einzige wirksame Mittel gegen die Anopheles-Mücke ( Malaria ).

Nun, aber jeder darf zum Glück seine Ansichten haben und sagen.
Das ist ja auch mein Glück.

Ich bin froh, wie Johannes Paul II es uns wünschte. So froh hat mich nie jemand gemacht. Es liegt, wie TG richtig erkannte, an seiner unglaublichen Glaubwürdigkeit in einer Zeit der Beliebigkeiten. Ich bin vor allem besonders froh, weil ich zu Gott gebetet habe, daß sein Vertrauter sein Nachfolger wird. Gott hat mich nie besonders verwöhnt mit erfüllten Gebeten. Dieses aber wiegt alles auf. Dieses ist ein erfülltes Gebet so schön wie Sonne und Mond zusammen. Ich habe ihn gelesen, und ich bin sicher, daß er ein guter Papst wird. Ich werde für ihn beten.
"Glaube, Wahrheit, Toleranz". Geschrieben von Joseph Kardinal Ratzinger, heute Papst Benedikt XVI. Auch und vor allem eine Mahnung gegen den Relativismus. Selbst, wenn die katholische Kirche mich nicht nimmt, ist er auch mein Papst im Herzen.
 
DS
21.04.2005
08:44 Uhr
     
Das Thema Humor in der letzten Predigt ist nicht einfach Glaubenswissen, sondern authentische Lebensweisheit. Mehr davon !! Herzlich danke , TG !!  
Rosemarie Brink
15.04.2005
21:16 Uhr
E-Mail    
Lieber Herr Pastor Giesen,
soeben lese ich - 29. Mai 2005: Veabschiedung von Ingrid und Traugott Giesen in St. Severin -. Wie wird es ohne Sie sein??? St. Severin und Giesen - das gehört für mich zusammen, das ist wie Heimat! Bleiben Sie beide benütet und uns erhalten, hoffentlich weiterhin auf Sylt und für uns ansprechbar und hilfreich wie bisher! Alle guten Wünsche.
 
A.Verna
15.04.2005
15:54 Uhr
     
Endlich Frühling auch bei uns! Und - wir sind alle so froh, daß es Dich gibt tg ! Wir schicken Dir heute ganz viele Gelbe, die wir nicht gepflückt haben... dankbare Grüße.  
Traugott Giesen
15.04.2005
08:22 Uhr
     
"Die uns starben, starben der Liebe nicht. Sie sind in Gott. Gott ist bei uns- Du brauchst zu denen, die uns starben-der Liebe ncht- keinen Extrakontakt aufnehmen. wir sind alle in einem Guten Ganzen. Aber sie wollen nicht unsere Aufmerksamkeit. Sie wollen, daß wir unser Leben intensiv betreiben. Du weißt genug von ihnen, ihre Segenskraft ist über Dir. Mach Deins. TG  
Kathrin
14.04.2005
19:27 Uhr
     
Hallo. Letztes jahr ist mein Papa gestorben und letzte woche ist mein Onkel gestorben und daran habe ich sehr zu knabbern. Ich würde zu gerne Kontakt aufnehmen habe aber auch angst ich will nicht das sie durch mich leiden oder das cih angst bekomme. ich möchte nur wissen wo sie sind wie es ihnen geht und ihn sagen das ich sie lieb habe und wir sie alle nie vergessen.
Kathrin
 
corinna
14.04.2005
17:32 Uhr
     
Ich wünsche mir, dass wir alle weiniger über andere richten. Deswegen hat mir die Predigt vom Sonntag so gut gefallen: Wach sein, aber nicht richten. Wir wissen doch nicht die Wahrheit, sie ist "kein Kristall, den man bei sich tragen kann". Auch in der Schule, wo es eher eine Wahrheit (falsch oder richtig) gibt, richte ich doch nicht über die Kinder, die Fehler machen, sondern ich ermutige sie nicht aufzugeben. Ich möchte, dass sie sich gemocht fühlen, unabhängig von ihrer Leistung.
Viele Grüße, corinna
 
Rosemarie Brink
14.04.2005
11:55 Uhr
E-Mail    
An Sophie,
herzlichen Dank für Ihren Eintrag vom 13.4.05. Noch bin ich in der Lage, alles gut zu verstehen - Gott sei gedankt.
Es wäre müßig, meine Meinung zu den Ansichten und Weisungen der katholischen Kirche zu wiederholen. Nur noch eins: vor Gott sind wir alle gleich - die Heteros, die Schwulen und auch die Lesben -, denn alle sind von Gott gemacht, ein jeder auf seine Art. Hüten wir uns also vor Ausgrenzung und Diskriminierung. Es gibt viel zu tun - packen wir es an! Bezüglich der in meinem Eintrag vom 10.4.05 angesprochenen Sorgen und Bedenken verweise ich gern auf die von Frau Bischöfin Käßmann veröffentlichte Meinung und noch einmal auf TG vom 10.4.2005. Dafür Dank.
 
Sophie
13.04.2005
15:54 Uhr
     
Liebe Frau Brink! Sie brauchen mich weder auf P.G. noch auf E.D. hinzuweisen. Ich mag P.G. und einige von E.D.'s Büchern, besonders das dreibändige über das ME. Sie verstehen hier etwas nicht. Vor dem Leiden und dem Tod muß die Kritik mal verstummen. Im Moment sind übrigens Novendalien bis Samstag.

Sie laden mich geradezu ein, zu einigen Themen Stellung zu beziehen: Schaut Euch doch einmal eine Religionskarte von Afrika an und konzentriert Euch auf eines der am meisten betroffenen Länder, die Republik Südafrika. Da die Katholische Kirche dort kaum vertreten ist, müssen wohl, da sonst die Katholische Kirche für AIDS verantwortlich ist, dort die Evangelischen oder die Anglikanische Kirche für herhalten. Oder wir spielen mal absurdes Klischeetheater und nehmen die üblichen Verdächtigen: Amerika, Israel und die Kath. Kirche. Da die Kath. Kirche dort nicht präsent ist, rotieren wir einfach im Uhrzeigersinn und sagen, in Wirklichkeit hat die Kath. Kirche Nine Eleven organisiert, die USA den Tsunami, und für AIDS in Afrika sind die Israelis verantwortlich.

In Wirklichkeit ist nur eins für die rasche Ausbreitung von AIDS dort verantwortlich, wie auch für Lepra: Totschweigen. Ein Lepra- oder AIDS-Kranker ist eine Schande für die Familienehre. Nelson Mandela, der kürzlich offen über seinen Sohn sprach, der an AIDS gestorben ist, wurde dafür scharf von seiner Regierung kritisiert. Über AIDS spricht man nicht in Afrika. AIDS hat man.

Ein Luftballon ist übrigens kein absoluter Schutz gegen AIDS, das auch durch Hautwunden übertragen werden kann. Er mindert nur das Risiko. Der einzige Schutz gegen die Übertragung von AIDS ist Enthaltsamkeit. Somit sind wir zurück bei der Kath. Kirche.

Kürzlich fragte ich einen Freund, der 40 Jahre Entwicklungshelfer in verschiedenen Ländern Afrikas war: "Warum kriegen die so viele Kinder?" Er erklärte mir, daß sie sie brauchen. Und wir bräuchten eigentlich auch mehr Kinder, auch europäische, damit wir nicht aussterben. Da sie sie brauchen, richten sie sich ohnehin nach niemandem. Sie machen Kinder nicht, weil sie soviel Spaß an Sex hätten, sondern um sich zu ernähren. Defibulierte Frauen haben ohnehin keine Freude an Sex.

Es lohnt sich, einige der 80 000 Seiten zu lesen, die Johannes Paul II geschrieben hat, z.B. die Ausführungen über Sexualität in der Ehe. Sie sind bestimmt von großer Kenntnis von Nähe und Bedürfnissen. Da schrieb kein prüdes Muttersöhnchen, sondern ein erwachsener Mann, der ein engagierter Seelsorger in Polen war, auch noch in seiner Zeit als Bischof, und der sich auskannte. Das Problem haben doch eher wir. Wir sind eine durchaus als promiskuitiv zu bezeichnende Gesellschaft, die getreu nach dem Motto von George Bernard Shaw lebt:
"Ehe: Maximale Gelegenheit bei minimaler Versuchung." Da wir uns ohne Grundsätze der Kirche hier leicht tun, dürfen wir alle maximale Sünder sein, ohne uns je dafür zu schämen. Ich nehme mich davon nicht aus, denn ich komme auch öfter in Versuchung, doch inzwischen kann ich gut widerstehen. Das "Rummachen" führt zu zerbrechenden Bindungen und erzeugt viele Opfer, viel mehr als die Kath.Kirche, für die die Ehe ein Sakrament ist.

Zu den Homosexuellen kann ich nur eins sagen: ich hatte schon oft homosexuelle Freunde und finde sie köstlich, ein Gewinn für jede Frau. Lesben kann ich leider nicht ausstinken.

Gewisse Verfehlungen aus Wien kommen in jedem Berufsstand vor, weil es sich um eine Krankheit handelt und haben meiner Ansicht nach nichts mit dem Zölibat zu tun. Der Mörder von Levke und Felix hat eine Familie. Nur ist es so, daß es bei Priestern mehr Aufsehen erregt und sich als gute Waffe gegen die Kath. Kirche verwenden läßt.

Ich persönlich empfinde die Welt als komplex. Man muß sehr viel nachdenken und darf sich auch nicht einseitig von einem Presseorgan füttern lassen, sondern verschiedene verwenden. Man wird dann nachdenklicher. In Deutschland herrscht klischeehaftes Denken vor. Es werden gern Feindbilder konstruiert, außer den üblichen Verdächtigen auch noch die EKD, die Wirtschaft, die Reichen oder der Staat. Klischees und Feindbilder sind gefährlich, weil sich Ideologien darauf aufbauen können, und Ideologien macht sich irgendwann einer zunutze. Auch Hitler ist nicht allein schuld. Das Feld des Antisemitismus war gut vorbereitet, er mußte nur noch den Pflug in die Hand nehmen.

Zum Schluß zu Robert Mugabe, der genau so schlimm ist wie Ian Smith vor ihm: Jesus nahm Huren und Zöllner an. Es ist also durchaus im Sinne von Jesus, wenn der Zöllner Mugabe zur Beerdigung kommt. Vielleicht nimmt er etwas davon mit. Wäre zu wünschen. Es war noch ein Zöllner milderer Natur dort. Dessen Name hat etwas mit dem Papst zu tun. Vielleicht war er ja deswegen dort.

Vielleicht an andermal kürzer über Wahrheit und was ich von J.P.II darüber las.
 
Sophie
12.04.2005
09:45 Uhr
     
Herrliche Predigt vom 10.4.05. Durchaus anmutig.  
Rosemarie Brink
11.04.2005
11:11 Uhr
E-Mail    
zum Eintrag von "Sophie" (11.4.2005). Wären doch alle Pastöre so großartig wie Traugott Giesen - die Kirchen würden voll sein (siehe St. Severin in Keitum auf Sylt), und wie gut, daß es Eugen Drewermann gibt mit seinem beispielhaften Gefühl für den Menschen und die Tiere.  
Sophie
11.04.2005
10:11 Uhr
     
Auch ich sage von Herzen Dank, lieber Webmaster. Außerdem Dank an Pastor N. und an Do für Gefühl und Mitempfinden.
Die Beerdigung hat unter Umständen Gott selbst inszeniert und der wunderbaren Stadt Rom geholfen, den Ansturm zu bewältigen. In jedem, der dabei mithalf, muß Kraft und guter Geist gewesen sein. Auf dem Platz saßen, einmal in Frieden und vielleicht unvergeßlich vereint, Oberhäupter ganz verschiedener Nationen, außer dem katholischen Klerus Vertreter anderer großer Kirchen und dahinter die große bunte und erstaunlich ruhige Menge aus jung und alt aus allen Nationen. Ägyptisch? Nein der große Mensch Karol lag in einem wunderschönen schlichten Sarg aus Zypressenholz auf der Erde, die er so oft geküßt hatte. Gott ließ den Wind im Evangelium blättern. Kardinal Ratzinger hielt eine ergreifende Predigt über einen Menschen, der ihm und so Vielen nahe war. Als der Sarg in den Petersdom getragen wurde, ließ Gott der Herr, das dürfen wir glauben, die Sonne durch die Wolkendecke über Rom brechen.

Die letzte Reise von Papst Johannes Paul II war vor allem eins:
Anmutig. Und Gott ist für mich Anmut.

TG's Kolumne erscheint mir anmaßend. Sie reiht sich ein bei Heiner Geisler, der eine Geißel ist, Küng und Drewermann. Ich habe mich in den vergangenen Jahren sehr oft mit einem Übertritt in die katholische Kirche beschäftigt. Diese Kolumne lädt mich dazu ein, endlich mal Stellung zu beziehen und das mit einem Priester herauszufinden, nicht mit einem Priesterlein, sondern mit einem Priester.
 
Menke
11.04.2005
09:38 Uhr
E-Mail    
Hallo Ihr Gästebuchleute!

Glück im Spiegel der Liebe erscheint mir nicht als zweierlei, wird bewußt erlebtes Glück weitergereicht werden sollte in der Liebe an andere.

Wenn Glück erlebt wird und anderen mitteilend sein soll, so muß ich es auch wieder loß lassen können.

Erlebdes Glück setzt voraus, daß ich ein anderes erlebdes was ich vorher erfahren habe unterscheiden kann im Gefühl des erlebden Glücks.

Glück strahlt nur dann Zufriedenheit aus, wenn ich nichts heraufbeschworen habe,was ich nicht in Kenntnis meiner Sinne gesetzt habe.
 
do
11.04.2005
09:20 Uhr
     
Danke, liebe(r) WebmasterIn, von Herzen Dank! Und Pastor N. auch! Einen freudigen, dankbaren Tag allen! do  
webmaster
11.04.2005
08:02 Uhr
E-Mail    
Die Predigt von Pastor Matthias Neumann aus Hamburg Othmarschen erreichte uns, und ich möchte sie Ihnen nicht vorenthalten - "der etwas andere Blick...":

"Papst Johannes Paul II. ruht nun in Frieden – die grösste christliche Trauerfeier der Geschichte ist vorbei. Über 100 Potentaten beugten das Knie vor ihm. Was wird bleiben von diesem Papst aus Polen nach 26 Jahren Pontifikat, 104 Pilgerreisen ins Ausland, 14 Enzykliken – und was geht uns das als Evangelische an? Ein Reporter befragte dazu eine Gruppe Jugendlicher der Weltkirche - aus Polen, Italien, Frankreich, den USA auf dem Petersplatz. Ein Mädchen antwortete so: „Der Papst ist ein Pastor im besten Sinne, ein Schäfer. Schauen Sie uns an - solche Freundschaften sind sein Werk, sein Vermächtnis, das ihn überleben wird.“ Umsonst ziehen ja nicht vier Millionen Pilger nach Rom, um an der letzten Messe für Karol Woytyla aus Wadowice teilzunehmen. Davon zwei Drittel junge Menschen – und das bei einem Papst, der sich mit Betonkopf gegen jede Empfängnisverhütung, Homosexualität und Sexualität als Freizeitspass aussprach, der die Welt in zwei Farben sah: göttlich und dem Teufel verfallen. Aber Hunderttausende rufen bei der Beerdigung: „Ein Heiliger – sofort! Santo - subito“ Und erinnern sich an seine letzten Worte aus seinem Sterbezimmer. Die richtete er an die jungen Menschen auf dem Petersplatz: „Ich habe euch gesucht. Jetzt seid ihr zu mir gekommen. Und ich danke euch.“ Will sagen: „Ihr helft mir beim Sterben.“ Der Hirte, der von seinen Schafen getröstet wird: auch ein Bild von dem, was Kirche bewirken kann. Das ist berührend. Menschlich – und christlich. Natürlich gab es auch andere Töne mit den Stimmführern Eugen Drewermann und Hans Küng: Für die ist Johannes Paul so etwas wie der Antityp des guten Hirten. Vielmehr ein totalitärer Herrscher, der Bischöfe gleichgeschaltet, Theologen mundtot macht, Priester kasteit, Laien rechtlos gemacht habe, Frauen diskriminiert, Kirchen geleert, Aids in Afrika verbreitete. Seine Wirkung auf Menschen? Geniales Marketing, dahinter nichts. Der Global Prayer. Schauspielerei des Provinzdarstellers aus Krakau wäre das! Peinlich, schädlich, reaktionär. Ich war etwas erschrocken über diese Nachrufe. Sie klangen wie von Waldorf und Statler vom Balkon. Grösse hört sich anders an. Unser oberster evangelischer Bischof Wolfgang Huber aus Berlin ist da mehr auf Augenhöhe. „Mit Papst Johannes Paul II. hat die Welt einen eindrücklichen Zeugen des Evangeliums verloren“ sagt er. Und einen bedeutenden Papst der Kirchengeschichte. Richtig: der Papst war nicht Gott. Wohl aber Christi Stellvertreter auch im Leiden. Ein Mensch ohne Fehler ist kein vollkommener Mensch, wusste schon Alfred Polgar. Dass Johannes Paul II. der Sprengzünder zum Sturz des Kommunismus gewesen sei, bestätigen ihm seine damaligen Feinde Jaruzelski und Gorbatschow. Dass er die westliche Konsumgesellschaft für todbringend hielt, hat er auch nie verschwiegen. Natürlich haben wir Evangelischen mit Bedauern zur Kenntnis zu nehmen, dass er uns als Christen zweiter Klasse einsortierte. Aber trotz dieser Differenzen kann er doch trotzdem ein eindrücklicher Zeuge des Evangeliums gewesen sein. War er auch. Was ja sein Abschied von der Weltbühne mit Beifall für seine Lebens- und Sterbeleistung eindrücklich vor Augen führt.

Vielleicht habt Ihr ja auch diese Szene von wahrhaft shakespearehaften Dimensionen miterlebt, als Paul II. bei seinem Versuch, den Ostersegen zu sprechen, so jämmerlich scheiterte. Dieses schmerzverzerrte Gesicht des alten Mannes, der in Windeln gewickelt war, geschüttelt von Schmerzen, nicht funktionierend bis zur Lächerlichkeit: das war das Leiden Christi eins zu eins nachgelitten. „Niemand hat grössere Liebe als der, der sein Leben hingibt für seine Freunde“ sagt Jesus. Deshalb hat sich der Papst ans Fenster schieben lassen. Das unterstreicht, dass in der Selbstverschwendung für andere der Schlüssel für echte Christus-Nachfolge zu finden ist. Und genau diese Echtheit haben die jungen Menschen in ihm gespürt – auch wenn er kein Wort mehr sagen konnte, nur noch ein paar klägliche, wackelige Kreuze in die Luft krakelte. Ecce Homo. Der glänzende Doktor der Philosophie war es nicht, der Doktor der Theologie auch nicht, der Professor für Ethik an der Universität Krakau und Lublin auch nicht. Wohl aber der Mann, der zu seinem Attentäter Ali Agca in die Zelle ging und ihm ungebeten vergab. Karol Woytyla war in frühen Jahren zu der Überzeugung gelangt, dass der Mensch ein moralisches Wesen sei, keine Marionette von Umständen, sondern ein Wesen, das im Gegenüber zu Gott und in der Nachfolge Jesu seinen Adel gewinnt. Ich habe ihn einmal erlebt, wie er in sich zusammengesunken, zitternd und betend zwischen Tausenden von Jugendlichen sass und gelegentlich die Augen öffnete, um sie anzulächeln. Das Bild reichte, um seine Schafe mit den Augen zu leiten, wie es von einem guten Hirten in der Bibel zu lesen ist. Selten hat ein Mensch in der Nachfolge Christi mich so beeindruckt – und ist mir Vorbild geworden, dem nachzueifern lohnt – in den Sandalen Jesu. Wir Evangelischen brauchen glaubensstärkende Vorbilder, denen wir folgen. Die schenke Gott uns allen. Amen."
 
do
10.04.2005
17:33 Uhr
     
Wie gut, dass so viele Menschen päpstlicher als der Papst sein dürfen - das ist unsere Freiheit! Wer von uns "gnadenlosen Richtern" hat jemals die von ihm verfassten 80.000 Seiten studiert? Ich nicht. Ein Zitat jedoch hat mich beeindruckt: "Die dem Übel gesetzte Grenze ist eindeutig Gottes Barmherzigkeit".
Dass Begeisterung für Kirche lebt, möge uns erfreuen, dass Woodstock zu Ehren des großen Glaubensmannes Johannes Paul II neu stattfand in Stille - ich werde den 8. April in Erinnerung behalten - die, die hingingen, haben getan, was ihnen am Herzen lag.
Der Wind blättert im Buch ...
Möge JP II nun in Frieden ruhen! Danken wir Gott für all das, was er bewegt hat.
Einen friedvollen Sonntagabend - do
 
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