Gästebuch


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:: lebensmut.de ::
Autor Nachricht
DS
10.03.2021
12:07 Uhr
     
ja, Jakobus, zur Not geht es auch digital, aber eben nur zur Not. GD feiern bruacht doch auch Gemeinschaft, anfassbar, nahebei, oder wie stellen wir uns ein gemeinsames Abendmahl digital vor? Für mich schwer darstellbar. Aber hoffentlich ist dieses Thema badl ein theoretisches. Gruss Delf  
SB
08.03.2021
20:20 Uhr
     
Lieber Jakobus,
ja so ging es mir auch.
Ich konnte per Youtube an einem sehr schönen Gottesdienst zum Weltgebetstag teilnehmen.
Aus drei Kirchspielen hatten sich Frauen zusammen getan und einen wunderbaren Gottesdienst vorbereitet.
Von Vanuatu hatte ich bislang noch nichts gehört und konnte auch noch etwas dazulernen.
Außerdem erhalten wir 3 mal wöchentlich von unserem Pfarrer österliche Impulse per Whats App.
Auch in diesen "anderen Zeiten" ist doch vieles möglich, an dem wir teilnehmen und uns erfreuen können.
 
jakobus
07.03.2021
23:17 Uhr
     
Ihr Lieben, ich war lange nicht mehr auf dieser Seite; der/die eine oder andere mag sich an mich erinnern.
Vielleicht habt Ihr schon mal darüber geschrieben: Gottesdienste digital, Podcasts, Zoom-Gottesdienste, Zoom-Gemeinden, tägliche Andachten über WhatsApp ... Heute habe ich an einem sehr berührenden YouTube -Gottesdienst teilgenommen, aus einer kleinen Dorfkirche, mit alten und neuen Liedern, ja, und mit Tränen. Es geht wunderbar, wer hätte das gedacht? Ich denke, es wird und muss Corona überleben.
Herzlichst, jakobus
 
tg
07.03.2021
11:16 Uhr
     
Wieder guter Gottesdienst aus Ingelheim. Über Aufbruch: Wer die Hand an den Pflug legt, und sieht zurück, der ist nicht nah am reich Gottes …" Drei Personen erzählen von ihren Aufbrüchen: Einer der zu Fuß nach Jerusalem geht, nachdem er seinen kranken Sohn versorgt hat; Eine die von der Bankangestellten zur Pastorin umlernt; Einer, der trockener Alkoholiker wird.und jetzt Anderen bei ihrem Entzug beisteht. Und eine Oma, die ihrer Enkelin nicht mehr winken aber für sie beten kann und sagt: “Irgend was geht immer“.
Danach ergänze ich das Schildchen an unserm Wohnzimmerschrank:“Irgend was ist immer“- dazu jetzt „und geht“ immer.
Rufe die Verwandte Irmgard (96) an, die den Gottesdienst auch miterlebt hat. Bin gespannt, welchen Aufbruch sie noch für sich sieht; sicher nur “Aufbruch in die Urne“. Sagt Irmgard aber nicht. Sie fand im Gottesdienst nichts für sich, „ich breche zu nichts mehr auf.“ Darauf ich: „Na, Du brichst doch erst mal auf ins Bad, machst dich frisch, dann suchst Du nach dem, was du heut anziehen willst. Dann rufst du die Freundin an, Und dann kommt das Nächste“. Irmgard dann: „Dank für den Spezialgottesdienst für mich.“
Und zu Corona fällt mir noch ein: "Die Flöhe und die Wanzen gehören auch zum Ganzen". Dies mit bedenken bringt doch einen Schubs Mut, auch einen Aufbruch zu wagen . Z:B: Hier was mitzuteilen.
 
Dorothee
04.03.2021
17:20 Uhr
     
Ja, Sie haben recht, ungeimpft losfahren sollte man nicht , und : wir müssen optimistisch bleiben, denn irgendwie klappt es ja doch.
Wir bekamen die Nachricht von Kiel, dass es mit uns etwas länger dauert, weil wir im Augustinum selbstbestimmt leben und keine Pflegestation haben. ( wer Pflege benötigt, bekommt sie im eigenen Appartement)
Doch heute zum Mittagessen im Restaurant hat man uns die ganz neuen druckfrischen Anmelde- und Anamnesebögen zum Ausfüllen gegeben und mitgeteilt, dass demnächst das Impfteam erscheinen wird.
Ich wünsche allen hier, dass es - wenn denn gewollt - bald mit den Impfterminen klappt, denn das bedeutet zusammen mit den Tests ein großes Stück Freiheit mehr.
 
do
04.03.2021
12:23 Uhr
     
Wie wäre es da denn mit einer Nachfrage an den OB?

Geben wir die Hoffnung aber nicht auf, das rettende Ufer ist doch in Sicht, wenn wir weiterhin bewusst die Regeln beachten und noch etwas Geduld und Vertrauen aufbringen ...

Ja, es ist mühsam ...
Meine für Pfingsten geplante Fahrt nach Sylt habe ich inzwischen storniert ...
Eventuell ungeimpft loszufahren auf die Insel, das erschien mir nicht wirklich ratsam ...

Ich warte auf den Herbst, und der Gedanke voller Vorfreude ist doch tröstlich.

Schauen wir nach vorne ...

do
 
Dorothee
03.03.2021
21:31 Uhr
     
Trotz anderslautender Nachrichten in den Medien: hier im Augustinum ist bei über 20 Bewohnern zwischen 90 und 100 Jahren und vielen über 80 jährigen das errichtete Impfzentrum nach wie vor verwaist; ob und wann ein mobiles Impfteam kommt oder unsere Hausärzte impfen sollen, weiß niemand.
Somit bleibt z.B. die Freiheit, die Enkel endlich zu sehen, weiterhin eingeschränkt.
 
Orbart
03.03.2021
19:35 Uhr
     
Die Natur ist diesselbe geblieben mit ihren jahreszeitlichen Wechseln.
Die milden Temperaturen tun gut, die längere Helligkeit ebenfalls. Das alles ist sicher in diesen dunklen Zeiten besonders tröstlich.
Unfassbar allerdings bleibt die Einschränkung unserer Grundrechte durch eine politische Klasse, die selber auf ganzer Linie versagt.
 
CW
03.03.2021
11:06 Uhr
     
Nehmt Ihr unter Corona-Bedingungen die Natur anders wahr?
Der Frühling kommt angerauscht. Es ist schön, dass man spazieren gehen darf und bei jedem Schritt die Schöpfung genießen kann. So verfliegen auch trübe Gedanken...
Und immer wieder: Nun danket alle Gott mit mit Herzen, Mund und Händen, der große Dinge tut an uns und allen Enden....
 
tg
28.02.2021
16:27 Uhr
     
Meinte , dass mal andere als Sie hier das Wort nehmen. Bin gespannt. tg  
Flügelfreundin
28.02.2021
16:01 Uhr
     
@ TG, 23.2. Wie lange? Zehn Tage, zehn Wochen oder zehn Monate. Fünf Tage um.  
Ewald Menke
25.02.2021
12:36 Uhr
     
Eine Seite weiter blättern!

Kinder sind im Alter wichtig, weil wenige aber zuverlässig wieder kommen, trauern die meisten Alten dem aus vergangenen Tagen hinterher.
Wenige sind aber mit Unfreiheit zu locken.
Was haben Eltern getan, geliebt dem Gelde nach-gejagt und doch mussten Sie mit sich und Familie in der Gesellschaft zurechtkommen.
Im Nichtverstehen der Kinder, wenn eigene Familie auch später allein blieb dem Schicksal geschuldet, sollten betagte sich nicht davon abhängig machen .
Denn schließlich trägt jeder einzelne, für sich Verantwortung.
Das Andere schuldet das Leben und ist dann Gott gegeben.
 
Flügelfreundin
25.02.2021
12:32 Uhr
     
Nur kurz: Klingt gut, was Sie sagen, Augustiner. Danke für das Geraderücken. Am Anfang wird es schwieriger gewesen sein nach dem Motto: Wir wissen, dass wir nichts wissen.  
die Augustiner
23.02.2021
22:27 Uhr
     
PS. Und jetzt halten wir uns natürlich an TG und lassen Platz für mindestens 10 andere Schreiber zu einem schönen neuen Thema.  
die Augustiner
23.02.2021
19:25 Uhr
     
Müssen wir hier was gerade rücken? Warum sollte man seine Kinder nicht sehen können, wenn man in einem Seniorenstift lebt? Wir haben wunderschöne Gästezimmer und trotz Corona haben wir natürlich Kontakt zu Kindern, anderen Verwandten und Freunden. Dazu gehören momentan Tests.
Unser Tagesablauf unterscheidet sich praktisch kaum von dem früher zu Hause, nur, dass alles hier viel bequemer ist: 24 Std.Reception, mittags 4 verschiedene 4 Gänge Menüs, Paketdienst , Wäschedienst, App. Reinigung ..etc.
Wir wollen hier keine Werbung machen, nur die Angst nehmen, dass wir eingesperrt sind.
Und die Hundebesitzer sind noch mehr unterwegs.
 
tg
23.02.2021
18:08 Uhr
     
Ff. Dank für die treffliche Ergänzung zum Thema Liebe. Aber jetzt bitte erst mal Platz lassen für 10 Andere. Tg  
Flügelfreundin
23.02.2021
14:55 Uhr
     
Ich kann das übrigens auch nicht lesen, kein Abo bei der SZ. Sie müssten die SZ fragen, ob Sie ein paar Auszüge bringen dürfen.  
Flügelfreundin
23.02.2021
13:25 Uhr
     
Wenn Sie das so leben konnten wie geschrieben, sind Sie ein glücklicher Mensch mit einer glücklichen Ehe. Ich war viel abhängiger. Ich habe die Unabhängigkeit für lange Jahre in den Keller des Unterbewusstseins gelegt, um den Freiraum zu haben, die Kinder lieben zu können. Und ich hatte Glück, denn wir liebten die KInder beide gleichermaßen. Sie wurden das Zentrum. Wir gaben uns beide auf. dann pflasterten wir das alles noch mit fünf Tieren zu. Waren wir manchmal ein bisschen unglücklich? Ganz gewiss. Heute bin ich glücklich, denn der Mann, der permanent sagte, nach seinem Tod würde ich mir einen anderen Mann zulegen, guckt vom Himmel und staunt. Die Kinder stehen immer noch im Zentrum, seine Kinder, und sie bringen interessante Freunde mit, und ich darf mit feiern (normalerweise), und sie nehmen mich mit auf Reisen und ich sie. Wir haben es so gelebt, wie es richtig war für uns.
Wir haben uns hingesetzt, und ich sagte, ich wolle auf gar keinen Fall später in eine Seniorenresidenz. Unter C19. Ich sagte, ich würde innerhalb von drei Monaten sterben, wenn man mich einsperrt. Sie sagten, jeder für sich, sie würden sich bis zum Ende um mich kümmern. Als ich das sah, bekam ich eine Heidenangst. Was die Augustiner schreiben, klingt gut, sehr gut sogar, aber ich würde sofort sterben, wenn ich meine Kinder nicht mehr sehen könnte. Dafür haben wir gelebt, alle beide. Und waren ein bisschen abhängig von unserem Konstrukt. Viel Wurzel, wenig Flügel, aber doch genug Vogel, um nicht isoliert werden zu wollen. Ich flog weg. Ich hatte Angst vor der Politik, nicht vor Covid. Ich flog in die Kreidezeit und war meistens weit weg.
Er hat sein Versprechen gebrochen. Er hatte mir auf der Isla de la Palma unter einem Sternenhimmel von der schönsten Sorte versprochen, dass er 92 Jahre alt wird. Und dass er erst geht, wenn ich endlich Fisch filetieren kann. Ich habe so getan, als könnte ich es nicht, aber Gott durchschaut sowas. Nach seinem Tod habe ich es seinem Sohn beigebracht.
Wurzeln und Flügel, schrieb Goethe, bräuchten Kinder. Wir waren immer auch Kinder, mit den Kindern. Als er ging, musste ich ein Stück erwachsen werden und Fisch filetieren. Und die Steuererklärung machen, seufz. Und alle Rechnungen zahlen, seufz. In Sizilien fragte er, ob ich mir einen Neuen zulegen würde, falls er stürbe. Vielleicht, sagte ich. Es sei blöd, allein essen zu gehen. Er sprach zwei Tage nicht mit mir. Jetzt guckt er hoffentlich runter und sagt sich, dass die beiden Tage vergeudet waren.
 
tg
23.02.2021
11:40 Uhr
     
Den Kopf frei fürs nächste Thema:
Wer liebt, gibt sich immer etwas weg. Aber man muss noch man selber bleiben, man darf sich nicht aufgeben. Liebe macht sich auch abhängig- aber man darf sich nicht verloren gehen. Darum ist Autonomie so wichtig, auch eigenes Geld und eigenes Zimmer- nicht dass einer/eine sagt, was geht und was Sache ist. Auf Augenhöhe aushandeln das Gemeinsame und Raum lassen- jedem noch das Seine lassen können.
Liebe braucht nicht unbedingt einen gemeinsamen Haushalt. Aber Liebe will Nähe, will gemeinsames Leben. Zusammenleben braucht Absprache, Organisieren, Verlässlichkeit, Entscheidung, Verantwortung muss übernommen werden. Und das Errungene an Verständigung zu erhalten macht Arbeit.
Kinder sind die schönsten Früchte der Liebe. Sie verlangen Fürsorge und Begleitung bis zum Loslassen. Kinder stärken die Liebe, bewahren sie vor dem Egoismus zu Zweit.
Liebende machen sich vom andern abhängig, aber man muss noch selbst das Maß entscheiden können in eigener Autonomie.

Warum leben Viele ein Singleleben? Brauchen sie alle Kraft für ihr eigenes Überleben? Sind sie so sehr verletzt worden, dass sie lieber allein bleiben als wieder enttäuscht zu werden? Sind sie selbst so bange, dass sie sie sich keinem mehr zumuten Wollen? Wollen sie nicht die Angst erleiden vor dem Tode des Andern, nie mehr betrauern das Ende einer Liebe, nicht allein vom Grab weggehen müssen ?

Ja , Liebe macht verletzlich. Die Furcht ist immer da- das Kind könnte stürzen, der, die Jugendliche gerate an falsche Freunde, der geliebte Mensch wird schwer krank. Fürsorge kann aussaugen- dann braucht man Freunde, Freundinnen, die einem das Selbstbewusstsein wieder auftanken.
Liebe ist Verstandenwerden, Gesehenwerden, Erkanntwerden. Liebe muss gönnen können. Und die Nähe das andern wollen, immer wieder.
Anvertraut und zugemutet bis dass der Tod sie scheidet-das ist das Glück einer langen Liebe.

(Angeregt auch durch ein Interview mit Connie Palmen im Magazin Süddeutsche Zeitung 7/21)
 
Flügelfreundin
22.02.2021
16:03 Uhr
     
Dann noch das Thema Eifersucht, das kurzfristig traumatisch sein kann. Mein Liebster und ihr Liebster (seine Erste) hatte ein Talent, uns gegeneinander auszuspielen. Wir begriffen das schon lange vor seinem Tod. Es brauchte nur etwas mehr Alkohol, da sagte er zu ihr - wir beide bei ihr eingeladen - : Eigentlich habe ich immer nur dich geliebt. Sie ist weise. Ihre Augen können Weisheit. Am nächsten Morgen tranken wir in der Küche Tee, er schlief noch. "Er fängt langsam an, zu verblöden", sagte sie. Heute telefonieren wir regelmäßig und reden über ihn, Planzen und Hunde. Diese Verblödung konnten gut beschreiben Gabriel Garcia Marquez und Isabel Allende, diese Ironie des Lebens auch. Mein Lieblingssatz, als Revolution in Chile ist und Blanca ihren Mann im Gartenschuppen versteckt und ihr Vater den findet: "Esteban Trueba suchte seine Wut und fand sie nicht mehr."  
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