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:: lebensmut.de ::
Autor Nachricht
Ds
10.04.2007
09:03 Uhr
     
Ihr Lieben, Ostern jetzt nicht vergessen, abhaken : Ostern ist Auferstehung mitten im Leben, jeden Tag wieder gegenanglauben und - leben, nicht sich zurücklegen ! Herzlich DS aus Hamburg  
Jürgen
09.04.2007
18:54 Uhr
E-Mail Homepage  
Hallo bin zufällig auf eure Seite gestoßen und gesehen das sich schon lange keiner mehr im Gästebuch verewigt hat. Darum werde ich es auf diesem Wege tun.
Tolle Seite, weiter so.
 
Jürgen
09.04.2007
16:51 Uhr
E-Mail Homepage  
Hi,
Eure Seite ist echt klasse.
Wollte nur mal "hallo" sagen
Macht weiter so,
 
Traugott Giesen
09.04.2007
10:42 Uhr
     
"gottzugewandt" sein: den Gilb im Gemüt abfließen lassen durch Wahrnehmen etwa der Narzissen oder duch ausschreitenden Spaziergang oder etwas kochen für einen mit. Bewußt atmen und nichts dabei denken-dein Gesicht entspannt sich- schon gut zu leben.  
jakobus
06.04.2007
21:24 Uhr
     
Ein sehr ergreifender Gottesdienst zur Sterbestunde Jesu heute. Der Altar ganz ohne Schmuck und nach dem Abschlusssegen nur Stille. Bei vielen Tränen.
Psalm 22 und gute Predigtworte: Die Frage nach dem "Warum" des Leids und des Leidenmüssens. "Mein Gott, warum hast du mich verlassen?" Aushalten, Ertragen und Mitleiden bis zum bitteren Ende. Und hoffen auf die Herrlichkeit.
In keinem Jahr habe ich mich so bewusst auf die Passionszeit einlassen können/dürfen wie in diesem Jahr: 7 Wochen ohne ..., Glaubenskurs, Hauskreis, Gottesdienste. Danke denen, die mir dabei zur Seite standen und für die vielen Mitchristen, die ich kennenlernen durfte.
Euch allen Gottes Segen!
jakobus
 
Traugott Giesen
06.04.2007
09:38 Uhr
     
es ist eine lange Geschichte, die compassion. das Mitleiden als starke Form der Liebe zu achten. dauzu eine Zuschrift: warum sonst hat Gotter seinem Sohn so viel
Angstschweiß, Tränen und Schmerzen abverlangt oder ist Karfreitag als
Sonnenfinsternis nötig, um all die verdrängten Gefühle von Haß, Mißgunst
und Zerstörung, hervorzuholen und den Menschen aus seinem Angstkäfig
aus seinem Unleben durch den Tod eines Unschuldigen zu befreien.
In der Kunst
ist Schmerz ein Steigerungsmittel der Produktivität des Künstlers, in
der Theologie steht Schmerz im Mittelpunkt, schon Eva hat, aus dem Paradies
hinauskatapultiert, unter Schmerzen geboren. Vielleicht sind das auch
alles Deutungsangebote um den Schmerz zu integrieren, denn in unsere
Gesellschaft ist Schmerz wenig zugelassen, da Schamgrenze.
In der
Matthäus-Passion ist neben dem Lobgesang auch der Leidgesang im Schmerz der
stärkste Reiz, braucht es 78 Töne um zwei Worte er "weinte bitterlich" zu
gestalten.....
 
gedanken
05.04.2007
14:15 Uhr
     
Liebe U.Sun, als ich Deine Gedanken las, Da - erinnerte ich mich auch an frühere Worte, worin ich mal fühlte, daß Du auch gerne von Herman van Veen hörst, liest... Wir im NordenLand haben ja das Glück, daß er immerwieder auf seineWeise für eine kleine SonntagsZeitung schreibt,
vom vergangenen Sonntag - diese Gedanken:
Heute wird mein Enkelsohn schon sieben Jahre. Das Bürschlein ähnelt formidabel seiner Mutter, als sie so alt war wie er jetzt. Krieg' deswegen zuweilen einen Kloß in meinen Hals. Es ist ein Wunder. Wehrlos bist du dann. Du zerfließt, wenn du ihn ins Bett bringst und ihn schläfrig sagen Hörst: "Gute Nacht, Opa !"
"Gute Nacht, Junge !"
Zu seinem Geburtstag wünscht er sich ein FC Barcelona-Ronaldinho Shirt. Ein schwarzes Kopfband hat er schon.
Seine Mutter hat er um ein goldenes Kettchen mit einem Kreuz gebeten. Auch wie Ronaldhino,
"Weil es Gott gibt", sagt er.
Als ich ihn fragte, wie er darauf käme, antwortete er, während er einen Schokoladenriegel zerbrach,
"Gott hat einen Namen, also gibt es ihn. Logisch."
Schrieb für das Kerlchen ein Verslein, das ich heute Abend für ihn singen werde

Gott ist der Wind, der durch dein Haar weht.
Gott ist die Sonne, die dein Gesicht wärmt.
Gott ist kein Beil, kein Gesetz, kein Standbild, kein Urteil.
Gott ist eine Flocke, eine Schneeflocke, die auf deiner Hand schmilzt.
Gott ist eine Träne, ein Kuss, ein Wort, das in deinem Herzen wohnt.

Möchte da noch hinzufügen:
Gott ist ein Enkelsohn, von Herzen zu empfehlen.

von Herman van Veen

Ja. Für alle Großmütter und Großväter,
für alle Eltern - für die GanzeWelt -
z u E h r e n a l l e r K i n d e r ,
hierhergetragen, ganz besonnders für Dich, von Ingrid.
 
Traugott Giesen
04.04.2007
15:18 Uhr
     
In den neuen "Monumenten" von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz ein wunderbaren Artikel und vor allem Abbildung des Triumphkreuzes im Dom zu Halberstadt . Es zeigt den leidenden Christus aber viele künstlerischen Elemente zeugen vom Glauben an die Auferstehung vom Tod und Erlösung:
Das Kreuz wird an den Enden von Engeln getragen, der alte Adam stützt es von unten, Jesu Füße werden von einem demütigen Drachen gestützt ,Zeichen für den Sieg über das Böse, zwei riesige Engel mit sechs Flügeln beschützen die Szene .......
wunderschön, die tröstende, dataillierte Darstellung des Triumphes - passt gut zu Passion und Ostern .
 
U.Sun
03.04.2007
18:28 Uhr
     
Lieber TG,
Das spüre ich alles ... ( : . Dennoch tut es gut, es immer wieder zu lesen, zu hören, eben zu wissen, dass es jemanden Erfahrenen gibt, der auch so überzeugt ist. Fürmich selbst und meinen eigenen Tod ist das auch alles gut und vertrauenerweckend. Ich habe keine Sorge um die Toten oder um mich als Gestorbene. Mich überwältigt vielmehr so häufig die Angst, meinen Sohn verlieren zu können und dann weiter leben zu müssen. Auch ich habe an einem nahe stehenden Menschen erfahren, wie schnell es gehen kann. Das macht das Ganze nicht einfacher. Mein Verstand kann vertrauen und sich sagen, es kommt wie es soll. Mein Herz möchte festhalten, aufpassen, sicher gehen (was immer das heißen soll) Wie oft gehe ich morgens an das Bett meines Sohnes mit der Unsicherheit. Vor Allem dann, wenn er so leise atmet, dass man es nicht hören kann. Ich habe akzeptiert, dass es an manchen Stellen eben schwer ist, zu vertrauen. Ich übe es !!

Liebe Grüße U.Sun
 
Traugott Giesen
03.04.2007
08:03 Uhr
     
Tod-wo ist dein schatten?
frisch für die Nordelbische Kirchenzeitung von Tg:
Die im Sterben weit vorgerückt waren
und doch zurückkamen, brachten leuchtende Botschaft mit. Sie waren in
Licht gehüllt, sie sahen sich in Liebe aufgenommen, sahen sich schon als
Ankommende in einer unbeschreiblichen Fülle. Sie wollten nicht zurück.
Und was das wichtigste ist: Die mit Nah-tod -erlebnissen haben keine
Angst mehr vor dem Tod.
Jesu Tod war nun ganz und gar. Das war nicht eine Übung, das war der
Ernstfall. Man brachte seinen toten Körper zu Grabe, salbte diesen,
beweinte ihn. Am dritten Tage erschien er Mariamagdalena und seinen
Jüngern., dann vielen im Heiligen Geist. Der zur Rechten Gottes
aufgefahren ist, hatte seinen Erdenleib hier gelassen. Er hatte einen
neuen Leib, sodaß die Seinen ihn wiedererkannten, aber es war ein
Engelkleid, nicht noch mal Körper mit Haut und Haaren. Er war der Selbe ,
aber nicht mehr der Gleiche.
Christus gibt dem Seher Johannes ein: „Siehe, ich war tot. Und bin
lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit.“ Das unterstreicht, Karfreitag war kein
Nahtoderlebnis, kein Beinahsterben. Karfreitag führ Jesu Ich ganz und gar
aus diesem Leib. Zurück blieb der zerschundene Leichnam. Aber er selbst,
die Person Jesus Christus führ auf mit Flügel wie Adler- Gott holte ihn
heim im Triumph. Er hat vorgelebt, daß wir Gott nicht verloren gehen,“und
fahr ich durch die Höll, ich bleib doch sein Gesell.“- Darum konnte er ans
Kreuz gehen und sein Leben für uns lassen- um den Test zu gewinnen: Wohin
ich komme, Gott ist schon da.
Das ist eine Erfahrung von anderem Kaliber. Da ist einer nicht fast schon
tot, sondern toter geht nicht als Golgatha. Da hat wirklich Gottes Knecht
dem Tod die Macht genommen- weil weggesprengt ist das Grab als Schlusswort
und aus und vorbei. Seit Ostern bleibt der liebende Gott mit allem
Geliebtem in einer ewigen Geschichte. Und der Tod wird zum Umsteiger von
einer Hand Gottes in die andere.
Mögen die Nah-tod-erfahrenen schon mal für sich einen Blick hinter die
Kulissen haben tun dürfen, so sind sie doch nicht zu beneiden. Zwar gehen
sie jetzt –vielleicht- freudiger mal ans Werk des Sterbens. Aber
vielleicht bleibt bei ihnen ein Sog nach Drüben, eine Melancholie die
schon vom Hiersein abkehrt. Jesu Sterbeerfahrung aber ist voll und ganz
Lebenserfahrung: Er heizt uns ein, gern ich und und Du zu sein, sich
auszugeben an die Tage und Jahre, und aus ihnen Dank zu ernten.
 
Traugott Giesen
02.04.2007
18:59 Uhr
     
Und zum Training in Lebensmut:
Wir können nicht Gott entfallen. wir werden immer in Gottes Hand landen. (das ist die Erfahrungsbeute des Jesus für uns)Und es wird Freude sein in Fülle. Doch hier, ist nichts auf Dauer, und jeder Augenblick kann Abbruch sein. (Das habe ich gelernt an Schwiegersohns Sterben auf der Kreuzung.- Ich kam vorbei). Um so herlicher, wieder noch den nächsten Morgen sehen. Und vielleicht auch sich finden. Es ist ungeheuerlich schön, aber völlig offen. Darum keine Angst, kein Zittern -ganz Verlassen darauf- Du ,ihr, wir, ich sind im Guten. Mit den Schrecknissen, die keine Angst, keine Wachsamkeit verhindern kann. Darum ist uns eine Große Freiheit eingeräumt, wir sind in Gottes Schoß, was auch kommen mag. Das alle 10 Minuten innen hören: "Von guten Mächten wunderbar..... "
 
Traugott Giesen
31.03.2007
18:07 Uhr
     
neue Bibelenergie

Alle Macht ist geliehen
Da sprach Pilatus zu ihm: Redest du nicht mit mir? Weißt du nicht, daß ich Macht habe, dich freizulassen, und Macht habe, dich zu kreuzigen? Jesus antwortete: Du hättest keine Macht über mich, wenn sie dir nicht von oben her gegeben wäre.
Johannes 19,10.11

Diese Situation passiert uns auch, in kleinerer Münze: Einer ist frech oder unhöflich und wir werden kalt gegen ihn. Muß ich mir das gefallen lassen? Ich hab doch Mittel, dem andern Respekt einzuflößen. Ich kann ihn kalt abfahren lassen, kann das Trinkgeld verweigern, kann ihm die Freundschaft kündigen, kann ihn anzeigen. Und wenn dann eine stimme in mir sagt: was fuchtelst du mit deinen Druckmitteln. Hat Gott dir darum die Position gegeben, die Geldmittel, die Liebe- daß du „die Puppen tanzen lassen kannst“? Begabungen und Mittel sind anvertrautes Gut- nicht, um mich durchzusetzen sondern um gute Frucht zu bringen fürs Gesamte.
Pilatus bemerkt sich als Diener Gottes.



Freisein ist riskant
Von da an trachtete Pilatus danach, ihn freizulassen. Die Schriftgelehrten aber schrien: „Läßt du diesen frei, so bist du des Kaisers Freund nicht.“ Da befahl er die Kreuzigung.
Johannes 19, 12-16

Pilatus erbleichte. Er bekam es mit der Angst. Wenn dem Kaiser in Rom zu Ohren käme, daß er Nerven zeigte bei einem unbekannten Sektenprediger- er hätte sich doch lächerlich gemacht und seine Karriere wäre zuende. Wieviel Verrat haben wir schon begangen, weil wir das Gesicht wahren wollten, und nicht aufstanden unter Protest. Stimmten wir nicht ein ins Gelächter sondern ergreifen wir das Wort für den Ausgelachten.



Er trug sein Kreuz.
Und ging hinaus zur Stätte, die da heißt Schädelstätte, auf hebräisch Golgatha.
Johannes 19, 17

Jesu Kreuz ist das Marterholz, das er noch selbst schleppen muß. Es ist so ähnlich wie die Menschen jüdischen Glaubens, die von den Nazischergen gezwungen wurden, erst die Gräber auszuheben, in die sie dann, erschossen, stürzten. Jesu Kreuz war, zusammenzuzwingen das Zerissenwerden von Leid und das Bleiben bei Gott. Was ist dein, was mein Kreuz? Was musst du tragen, ertragen? Was muß von dir ein Stück Wegs geschleppt werden, damit es ein Weiter gibt?



Zwischendurch Last tragen
Zwischendurch auf dem Wege zwangen sie einen mit Namen Simon von Kyrene, der eben vom Feld kam, daß er ihm das Kreuz ein Stück weit trage, und er tat es.
Matthäus 27,32

In die Weltgeschichte ist diese Simon eingegangen, weil er zur richtigen Zeit am richtigen Ort war und sich greifen ließ von der Situation. Ein Stück weit dem andern die Last mittragen, eine Quantum Zeit und Kraft abgeben, lass dein natürliches Gutsein wirken, hab nicht soviel Bedenken. Aber du darfst dich auch wieder lösen und Deins tun.





Es ist zum Heulen
Es folgte ihm aber eine große Volksmenge und Frauen, die klagten und beweinten ihn. Jesus aber wandte sich um zu ihnen und sprach: Ihr Töchter von Jerusalem, weint nicht über mich, sondern weint über euch selbst und über eure Kinder.
Lukas 23, 27-28

Weinen wir, daß wir unsere Erde so entstellen und Menschenantlitze so zerschlagen. An jedem Tag kreuzigen Menschen Menschen und wir wollen es nicht sehen, wollen nicht dazwischen gehen, werden uns wieder nicht empören. Doch, in hellsichtigen Augenblicken finden wir das Elend in der Welt furchtbar und schämen uns über unsern Geiz und unser Wohlleben. Wir sind schon nah dran, zu weinen über uns und unsere Kinder.
 
schild
28.03.2007
19:51 Uhr
     
Ich habe in meinem Leben viele kluge und gute Bücher gelesen. Aber ich habe in ihnen allen nichts gefunden, was mein Herz so still und froh gemacht hätte,
wie die vier Worte aus dem 23. Psalm: " Du bist bei mir."
Immanuel Kant

Als ich heute eine GrüneWelt pflegte, da durfte ich ganzvielen Marienkäfern begegnen, überall. Noch Ruhenden und schon ganz Wachen.
Ich soll euch Alle grüßen - von diesen schönen Wesen, diesem Rot im Grün. Ing.
 
Thomas Müller, Bern
26.03.2007
20:20 Uhr
E-Mail    
Ich danke dir, Stefan, für deine schöne Gedankenreise, die sich hinter diesem Link finden lässt:

Mit herzlichen Grüssen
thomas

---------------------------------------------
stefan

13.03.2007
15:31 Uhr

Ein kleiner Schutzengel für Euch:
http://www.nature-help.com/schutzengel.pps
 
Traugott Giesen
26.03.2007
19:23 Uhr
E-Mail    
Barrabas , der erste durch Jesu Tod Freigekommene
Pilatus fasste zusammen: Ich finde keine Schuld an ihm. Und gedachte sich aus der Affäre zu ziehen, indem er das Volk entscheiden ließ: Es gibt bei euch ein Gewohnheitsrecht, daß ein Verbrecher zum Passafest loskommt; wollt ihr nun, daß ich euch den Mörder Barrabas losgebe oder diesen König der Juden? Da schrien sie Barabbas! Barabbas!
Johannes 18,39-40

Man muß sich vor Augen halten, daß die Geschichten über den leidenden Jesus keine historischen Protokolle sind sondern Verkündigungstexte. Sie sind so verfasst, daß erst mal in der (damaligen )Gegenwart die christliche Gemeinde sich an den Geschichten wärmen und stärken konnten. Auch meinte man, missionarische Vorteile zu erzielen, wenn man dem Judentum die Schuld an Jesu Tod auflud. Auch wollte man Rom schonen, oder besser: Man wollte den Römer Pilatus als leisen Symphatisanten schildern, um das Römische Reich duldsam zu stimmen. Sicher hat nicht „das Volk“ den Mörder Barrabas vorgezogen. Es gibt keine Entschuldigung für die Morde der Christenheit an dem Jüdischen Volk, es gibt keinen Grund für Rache. Barrabas oder Christus- das ist die Frage an uns. Wir rufen „Barrabas“, wenn wir etwa den Schwachen verstoßen, oder das rohstoffreiche Land hofieren, während wir uns die armen Ländern, die nur Früchte exportieren können, mit Schutzzöllen auf Abstand halten.



Krone aus Schmerz
Da ließ Pilatus Jesus auspeitschen. Die Soldaten flochten eine Krone aus Dornen und setzten sie auf sein Haupt und legten ihm ein Purpurgewand an, schlugen ihm ins Gesicht und feixten: Sei gegrüßt, Judenkönig! Pilatus sagte nur: Seht, welch ein Mensch!
Johannes 19, 1-5

Den Gefolterten dieser Erde soll die Menschenwürde ausgeprügelt werden. Und die Knechte versuchen, durch Verhöhnung ihrer Gewissensbisse Herr zu werden. Pilatus sieht die Heiligkeit in dem Antlitz des Geschundenen noch. Warum gebietet er nicht Einhalt? Was fragen wir, warum nicht er- wir sind die Gefragten. Warum lassen wir zu, daß Menschen entehrt werden, nebenan?



Sie meinten, er habe sich die Würde angemaßt
Pilatus spricht zur Priesterschaft: Ihr fordert, ich soll ihn kreuzigen. Nehmt ihn, kreuzigt ihr ihn, ich finde keine Schuld an ihm. Die Priester antworteten: Wir haben ein Gesetz, und nach dem Gesetz muß er sterben, denn er hat sich selbst zu Gottes Sohn gemacht.
Pilatus wendet sich wieder an Jesus: Woher bist du? Aber Jesus gab ihm keine Antwort.
Johannes 19, 6-9

Pilatus spürt Jesu Überirdischsein, will sich aber nicht vertiefen. Will sich mit den jüdischen Tempelgeistlichen auch nicht anlegen, so wichtig ist ihm „der Heilige da“ auch nicht. Die Geistlichkeit muß die Kreuzigung fordern, weil sie Jesu Anspruch für gotteslästerlich hält. Pilatus will noch mal nachfragen? Das wird ihm jetzt doch heiß. Sein Kaiser gilt auch als Sohn Gottes(Jupiters). Sollte da ein weiterer Gottessohn die Erde betreten? Und er, Pilatus hätte es überhört. So fragt er Jesus nach seiner Herkunft. Der aber schweigt. An anderer Stelle(Matthäus 11,4) hat Jesus auf seine Worte und Taten hingewiesen- sprechen die nicht eine göttliche Sprache? Auch Jesus wartet auf die Beglaubigung seiner Gottessohnschaft. Darum wohl schweigt er.
 
Monika Glaessel
25.03.2007
17:19 Uhr
E-Mail    
Lieber Traugott, deine geistreichen Einträge sind immer ein Lichtblick im Alltagsdschungel. Herzlichen Dank dafür. Du bist vielen Menschen eine Hilfe.  
ds
23.03.2007
09:49 Uhr
     
Dorothee und Ingrid - Danke an Euch für liebe Worte ! Delf  
wahrheit
22.03.2007
14:32 Uhr
     
Lieber Delf,
die Seelen, die wir loslassen mußten - sie sind in die EwigeLiebe gehüllt. Das glaube ich.
Herzliches Mitgefühl an Dich und Deine Familie, von Ingrid.

Beim Lesen der biebelenergie kam mir beim Nachdenken über Wahrheit dies Bild in den Sinn: ruhige weite Bläue,
In der Wahrheit, da fühlt die Seele Glückseligkeit. Da will sie tanzen vor Glück. Und tut es.
Es ist eine Heit, eine Zeith, die wahr ist.
Und mensch fühlt als Echo einen Strom Inneren Friedens. Das ist edel.

Gestern am Abend, da hörte ich in St.Severin die Wahrheit in SEINER Musik. DANK'
 
DS
22.03.2007
09:07 Uhr
     
TG - Danke, dass du mich in den letzten Jahren dem Schöpfer so nahe gebracht hast. Mein Schwiegervater ist heute morgen eingeschlafen, wir konnten dabei sein, beten und ich dachte bei seinen letzten Atemzügen an dein: \"wenn wir ausatmen, atmest du uns ein\"- unendlicher Trost.
Sorry , musste ich mal los werden. Dein und euer Delf Schmidt aus Hamburg
 
Traugott Giesen
21.03.2007
19:47 Uhr
     
wieder bibelenergie

In der Welt nicht von der Welt
Nach dem Beschluß, Jesus zu töten, überstellten sie ihn dem Stadthalter Pontius Pilatus Matthäus 27,2). Pilatus fragte ihn: Was hast du getan? Ich bin kein Jude. Was werfen sie dir vor? Bist du ein König? Jesus antwortete: Mein Reich ist nicht von dieser Welt. Wäre mein Reich von dieser Welt, meine Diener würden kämpfen,; nun aber ist mein Reich nicht von dieser Welt. Darauf Pilatus: Und bist dennoch ein König? Jesus antwortete: Du sagst es, ich bin ein König. Ich bin dazu geboren und in die Welt gekommen, daß ich die Wahrheit bezeugen soll. Wer aus der Wahrheit ist, der hört meine Stimme. Spricht Pilatus zu ihm: Was ist Wahrheit?
Johannes 18, 35-38

Todesstrafen hatte sich die Besatzungsmacht vorbehalten. Es kam den Theologen recht, ihrerseits die Schuld weiterzureichen. Pilatus widmet sich dem Fall. Ein König- das roch nach Umsturz. Aber nicht von dieser Welt? Also nur fürs Reich der Träume? Nein, schon in dieser Welt- aber nicht von dieser Welt genommen sind die Maßstäbe- ebene nicht Herodes, nicht Rom, sondern Sanftmut, innerer Friede, bereit für den unteren Weg. Er will „König der Wahrheit“ sein. Das scheint dem Machtmenschen Pilatus nicht riskant; für ihn gibt es nur viele Wahrheiten und Befehle der Waffen: Ob wir wenigstens jetzt erkennen, daß da das größte Ausstrahlungsereignis der Geistesgeschichte geschah? Wollen wir lieber mit diesem Jesus unrecht haben als ohne ihn recht? Also lieber mit ihm, nach seinen Maßstäben, erfolglos als im Widerspruch zu ihm erfolgreich? Also lieber verachtet als gefürchtet? Unser Inneres weiß, was wahr ist. Aber man kann sich auch durchs Dasein schwindeln und winden.


Wasser wäscht das Blut nicht ab
Als er noch zu Gericht saß, schickte seine Frau einen Boten zu ihm und ließ ihm sagen: Habe du nichts zu schaffen mit diesem Gerechten; denn ich habe heute viel durchgemacht im Traum um seinetwillen. Da ließ er sich eine Schüssel Wasser bringen und wusch seine Hände zum Zeichen für das Volk, daß er unschuldig sei, wenn Blut fließe.
Matthäus 27, 19.24a

Sicher spüren Frauen eher was im Grunde los ist, sie träumen wohl auch inniger. Träume schärfen unsere Sinne, vergrößern Geschehen, spielen Möglichkeiten durch. Frau Pilatus hat Jesus tiefer erkannt, ihn von ferne vielleicht geliebt, hat sein Leid am eigenen Leib mitgefühlt, möglicherweise. Sie warnt ihren Mann. Er soll sich nicht die Hände an ihm schmutzig machen. Da ließ er Wasser kommen, tat die Geste des Saubermanns, wusch seine Hände in Unschuld. Aber Jesus freizugeben, fand er den Mut nicht.



Barrabas , der erste durch Jesu Tod Freigekommene
Pilatus fasste zusammen: Ich finde keine Schuld an ihm. Und gedachte sich aus der Affäre zu ziehen, indem er das Volk entscheiden ließ: Es gibt bei euch ein Gewohnheitsrecht, daß ein Verbrecher zum Passafest loskommt; wollt ihr nun, daß ich euch den Mörder Barrabas losgebe oder diesen König der Juden? Da schrien sie Barabbas! Barabbas!
Johannes 18,39-40

Man muß sich vor Augen halten, daß die Geschichten über den leidenden Jesus keine historischen Protokolle sind sondern Verkündigungstexte. Sie sind so verfasst, daß erst mal in der (damaligen )Gegenwart die christliche Gemeinde sich an den Geschichten wärmen und stärken konnten. Auch meinte man, missionarische Vorteile zu erzielen, wenn man dem Judentum die Schuld an Jesu Tod auflud. Auch wollte man Rom schonen, oder besser: Man wollte den Römer Pilatus als leisen Symphatisanten schildern, um das Römische Reich duldsam zu stimmen. Sicher hat nicht „das Volk“ den Mörder Barrabas vorgezogen. Es gibt keine Entschuldigung für die Morde der Christenheit an dem Jüdischen Volk, es gibt keinen Grund für Rache. Barrabas oder Christus- das ist die Frage an uns. Wir rufen „Barrabas“, wenn wir etwa den Schwachen verstoßen, oder das rohstoffreiche Land hofieren, während wir uns die armen Ländern, die nur Früchte exportieren können, mit Schutzzöllen auf Abstand halten.
 
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