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do
01.01.2016
12:17 Uhr
     
Kleine Ergänzung zum Eintrag von JM:

Bei diesem Zitat handelt es sich um das Neujahrsgebet des Pfarrers von St. Lamberti zu Münster aus dem Jahre 1883. Schon damals eine aussagekräftige Formulierung zum neuen Jahr, die auch heute noch in unsere Zeit passt.
 
Abendrot
01.01.2016
11:47 Uhr
     
JM, wie das so ist mit vielen Gebeten, unlogisch. Die Grenzen sind derzeit flüssig, doch überflüssig sind sie nicht. Wenn sie flüssig bleiben, fällt Gebetsteil 2 aus, denn das Geld wird fehlen, wie mancher jetzt schon an der Erhöhung seiner Krankenkassenbeiträge sieht. Hier möchte ich Herrn Mediziner Montgomery ins Spiel bringen, der meint, falsche Statistiken jonglieren zu können. Er vergleicht die durchschnittlichen Kosten eines jungen "übernormal gesunden" Asylbewerbers (Euro 2.300) mit denen eines Deutschen (Euro 2.900), ohne vorher die Alten in Deutschland herauszurechnen. Dann käme er bei den ebfs. "übernormal gesunden" jungen Deutschen auf eine Summe zwischen 0 und maximal 1.000 Euro, und seine Darstellung würde sich in den Realismus verschieben. Gleichzeitig bringt dieser Mann es doch fertig, seine Ärztinnen für mittelalterliche Vorstellungen der ihnen aufgezwungenen Patienten verantwortlich zu machen.

Das Gebet von Bonhöffer, das DO hierhin geschrieben hat, gefällt mir besser. Die Gebete von Bonhöffer sind zeitlos, unpolitisch, spirituell, voller Wärme und von einem tiefen Glauben geprägt, den er war nach eigener Aussage "von guten Mächten wunderbar geboren". Heute sind viele Gebete Kommunismus-schwanger und treiben die Zahlenden aus den Kirchen. Dietrich Bonhöffers Glauben dagegen kann einen dort halten.

Ich habe ein wundervolles Feuerwerk erlebt, dass uns erhellte. Vorher hatte ich erfahren, dass unser bester Freund, der beste Freund meines Mannes, auch gestorben ist, und ich habe geweint.
Daher habe ich etwas völlig Unpolitisches gebetet, während ich das prächtige Feuerwerk betrachtete, in etwa:
Gib, lieber Gott, dass es stimmt, dass wir ein ewiges Leben haben. Gib, dass die beiden zusammen sind und uns sehen, dass sie wissen, dass wir sie nie vergessen in ihrem menschlichen Reichtum.
Herrn Doktors Zahlenspiele:
http://www.welt.de/politik/deutschland/article150487076/Die-Fluech tlinge-sind-uebernormal-gesunde-Menschen.html
 
JM
01.01.2016
06:47 Uhr
     
Ich fand heute morgen folgende Zeilen - unter der Überschrift: Gebet zum Jahresanfang:

Herr, setze dem Überfluss Grenzen

Und lasse die Grenzen überflüssig

werden.


Lasse die Leute kein falsches Geld

machen,

aber auch das Geld keine

falschen Leute!


Nimm den Ehefrauen das letzte Wort

Und erinnere die Ehemänner an ihr erstes.


Schenk unseren Freunden

mehr Wahrheit

Und der Wahrheit mehr Freude.


Bessere unsere Beamten, Geschäfts-

und Arbeitsleute,

die wohl tätig, aber nicht

wohltätig sind.


Gib den Regierenden ein besseres

Deutsch

Und den Deutschen eine bessere

Regierung.


Herr, sorge dafür,

dass wir in den Himmel kommen,

aber nicht sofort.
 
do
31.12.2015
17:02 Uhr
     
Soeben hörte ich in der ökumenischen Silvesterandacht aus St. Matthäus in Berlin als zentrale Botschaft Dietrich Bonhoeffers Glaubensbekenntnis :

Ich glaube,
dass Gott aus allem, auch aus dem Bösesten,
Gutes entstehen lassen kann und will.
Dafür braucht er Menschen,
die sich alle Dinge zum Besten dienen lassen.
Ich glaube,
dass Gott uns in jeder Notlage
soviel Widerstandskraft geben will,
wie wir brauchen.
Aber er gibt sie nicht im voraus,
damit wir uns nicht auf uns selbst,
sondern allein auf ihn verlassen.
In solchem Glauben müsste alle Angst
vor der Zukunft überwunden sein.
Ich glaube, dass auch unsere Fehler und Irrtümer nicht vergeblich sind, und dass es Gott nicht schwerer ist, mit ihnen fertig zu werden, als mit unseren vermeintlichen Guttaten.
Ich glaube,
dass Gott kein zeitloses Fatum ist,
sondern dass er auf aufrichtige Gebete
und verantwortliche Taten wartet und antwortet.

Mit der Zuversicht, "dass Gott aus allem, auch aus dem Bösesten, Gutes entstehen lassen kann und will", können wir uns von Bonhoeffers Glaubensworten anstecken lassen und das neue Jahr hoffnungsvoll beginnen ...

do
 
Abendrot
31.12.2015
15:20 Uhr
     
Das wohl Beste, das ich in diesem Jahr gesehen habe, mit dem Zeug, für eine Dekade das Beste zu bleiben, ist von einem Mann, den ich als Präsidenten nicht genial fand, aber in seiner ganzen Art besser als den Papst:
Amazing Grace, President Obama:
https://www.youtube.com/watch?v=IN05jVNBs64
Und hier vielleicht das Zweitbeste:
https://www.youtube.com/watch?v=YA08ANxJwBQ

Dieser Mann hätte das Zeug, so eine Rechnung zu zahlen; es passt zu ihm. Daher kann es sogar wahr sein.
Ein gutes Neues Jahr!
 
JM
31.12.2015
05:41 Uhr
     
Abendrot, die Geschichte aus dem Restaurant ist rührend.

Etwas ähnliches las ich über über eine Familie aus dem Ruhrgebiet. Ebenfalls auf Facebook veröffentlicht, tausende Male angeklickt. Irgendwann stellte sich heraus, dass es sich um eine bewusste Falschinformation handelte. Man wollte damit erreichen, dass die Mitmenschen durch diese rührselige Geschichte Mitleid mit den Asylanten bekommen.

Das ist nun einmal - leider - die Macht der Bilder in Zeitungen oder Nachrichten. Ebenso verhält es sich mit: "Weißt du schon, ich habe gehört, das...," oder aber: " Das hat Herr / Frau aber gesagt," oder: "Das habe ich aber in der Tagesschau gesehen, gehört," usw.;

Ähnlich ist es mit den Umfragen und Statistiken. Jemand sagte einmal treffend: " Glaube keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast." Eine Umfrage unserer Zeitung lautete gestern: " Was halten sie von der Asylpolitik der Frau Merkel"? Ergebnis: 50% der befragten fanden sie in Ordnung und somit titelte die Zeitung: " 50% der Deutschen finden die Asylpolitik von Frau Merkel in Ordnung".
Das seltsame daran: gefragt wurden gerade einmal 500 Menschen. Was sagt mir das? Umfragen sind genau so wichtig, als wenn in China ein Sack Reis umfällt.

Also die Geschichte aus dem Restaurant kann stimmen, muss sie aber nicht. Ich habe sie nicht überprüfen können. Sollte sie stimmen, prima, wenn nicht, einfach vergessen.

Die Fage lautet also: "Was ist die Wahrheit"?
 
Molitor
30.12.2015
11:48 Uhr
     
Schöne Geschichte aus dem Restaurant!

Und vor allem Dank an Traugott Giesen und seinen ermutigenden Worten hier im Gästebuch. Von ihm lerne ich viel.

Ein herzlicher Gruß
Molitor
 
Abendrot
29.12.2015
21:56 Uhr
     
Molitor, die Auswahl haben Sie leider nur, wenn Sie etwas liquider sind. Die Masse hat keine Wahl.
JM, alles kritisieren, die Politiker, die Funktionäre, auch der Kirchen, die Imame und dann zwischendurch sowas hinlegen, einfach großartig:
Paid. Merry Christmas. Beautiful family.
http://www.welt.de/vermischtes/article150448792/Die-ruehrende-Gest e-eines-Unbekannten-im-Restaurant.html

Und wo Ulf Poschardt mal in Rage gerät:
http://www.welt.de/debatte/kommentare/article150446533/Rot-Gruen-w ill-die-Freiheit-der-Nacht-reglementieren.html
Viele Grüße nach Sylt.

Wir werden von Spießern regiert, und keiner merkt's. Aber so langsam dämmert es manchem.
 
JM
29.12.2015
16:10 Uhr
     
Molitor, ich möchte mich noch einmal melden und alle Besucher dieser Seite einladen, sich in aller Ruhe einmal folgenden Link aufzurufen und dann langsam durchzulesen:http://www.derfreiejournalist.de/?e=190.
Es handelt sich um Aufklärungsunterricht in der Kita.
In den Schulen ist das natürlich noch einmal eine ganz andere "Hausnummer".

Das Kind aus der Kita lassen?

Sie haben Recht, selbstverständlich besteht die Möglichkeit das Kind zu Hause zu erziehen. Das setzt aber voraus, dass zumindest der Partner genug verdient, um Miete, Kleidung, Nahrung, Energiekosten zu bezahlen. Das dürfte bei einem Geringverdiener kaum Möglich sein - selbst wenn das niedrige Gehalt aufgestockt wird. Also gar nicht so einfach.

Das Kind aus der Schule lassen? Geht nicht - wir haben Schulpflicht in Deutschland.

Ich möchte einfach nur aufzeigen, das viele gar nicht wissen, was in diesen Einrichtungen stattfindet. Und das bezieht sich nicht nur auf den Aufklärungsunterricht. Das, was dort gelehrt wird, verunsichert die zarten Kinderseelen, führt sie in eine Richtung, wo sie im Alter von 3 oder 4 Jahren nicht hingehören. Der Staat hat einen Bildungsauftrag, nicht mehr und nicht weniger. Diesem sollte er nachkommen. Alles andere gehört in die Hände von Vater und Mutter, also den leiblichen Eltern.

Ich möchte nochmals darauf hinweisen, das dies alles meine Meinung ist und nicht die Meinung der anderen sein muss. Andere Meinungen kann ich problemlos akzeptieren.

Meine Bitte ist: schaut dem Staat auf die Finger, damit ihr mitbekommt, was gelehrt wird in all den staatlichen Einrichtungen. Schaut euch die Lehrpläne an, die staatlichen Vorgaben für Krippen, Kitas und Kindergarten. Ich möchte nicht, das wir eines Tages wieder einmal sagen: "Das haben wir nicht gewusst". Es kann doch nicht, wie Frau Merkel immer so schön sagt, alles Alternativlos sein. Gerade die Kirchen - egal ob evangelisch oder katholisch - sollten ihre Stimme erheben. Ich bin kein Schwarzseher, aber ich habe Angst und Sorge um den Nachwuchs. Gerade auch vor dem Hintergrund, weil ich selbst als 3 facher Vater und 2 facher Opa mitbekomme, was dort passiert.
Fangen wir vielleicht ganz einfach an: mit einem Gebet für unsere Politiker, egal welcher Partei sie angehören.

Ich wünsche mir, dass dieses Thema bei euch zu Hause ruhig und sachlich diskutiert wird. Das beide Seiten beleuchtet werden, nicht nur eine. Und vor allem: stellt die Menschen, welche sich sorgen, nicht in falsche Ecke und nehmt ihre Sorgen Ernst.

Vielen Dank an Sie Molitor, dass Sie sich Zeit genommen haben um in diesem Forum gemeinsam mit mir hierüber zu diskutieren.

Ihnen und allen anderen ein frohes neues Jahr, begleitet von Gottes Segen. Bitten wir Gott, das er auch 2016 mit uns den schweren Weg durch die Zeit geht. Beten wir immer wieder, das er uns hilft, unser Kreuz zu tragen, damit wir nicht zusammenbrechen und den Mut verlieren. Er schenke uns Lebensmut, damit wir den Lebenssinn nicht aus den Augen verlieren.
 
Molitor
29.12.2015
15:15 Uhr
     
Lieber JM.
Zum Kindergarten: es gibt ja nun keine Kindergartenpflicht, Eltern können durchaus erst bis zur Schulzeit warten und haben viel Zeit, selber prägend ihr Kind zu begleiten. Und auch danach steht es auch weiterhin allen Eltern offen, nach ihrer Anschauung die Kinder zu erziehen. Natürlich auch im Widerspruch zu anderen Werthaltungen. Ich denke, dass sich das nicht gegenüber früher verändert hat. Vielleicht ist es heute schwieriger. Weil es so viele und unterschiedliche Werthaltungen gibt. Trotzdem: Mut zur eigenen Sprache in der Familie, eigenen Traditionen, inkl. Humor und Selbstkritik. Selbst bei Kindergartenbesuch möglich.
 
JM
29.12.2015
11:56 Uhr
     
Und noch etwas Molitor.
Der Familie wird ein schlechtes Gewissen eingeredet, von Staat und Gesellschaft. Mann und Frau haben zu arbeiten – ausserhalb der vertrauten Umgebung. Wann und wo bitte schön soll denn die weitergabe von Werten, Glaube und Rücksichtnahme geschehen? Was sollen Kinder von Gottes Geboten halten, wenn ihnen beigebracht wird, was der Staat für richtig hält? Schauen Sie sich doch einmal die Gebote Gottes an. Ich denke an das 4-te, 5-te und 6-te Gebot. Du sollst Vater und Mutter ehren, du sollst nicht ehebrechen und nicht töten. Wenn aber der Staat anordnet, dass der Mann heute auch als Frau und – wenn ihm danach ist – übermorgen wieder als Mann usw.; leben kann, da kann man doch nur davon ausgehen, dass irgendetwas falsch läuft. Das wird schon kleinen Kindern beigebracht in besagten Einrichtungen. Wenn Kindern beim 5-ten Gebot gesagt wird, das eine Abtreibung aber kein Mord ist und das 6-te Gebot auch nur eine Halbwertzeit von einigen Monaten hat – was soll daran so toll sein? Eltern erzählen ihren Kindern hü und der Staat erzählt bzw.; lässt ihnen erzählen das alles nicht hü, sondern hot ist. Merken wir denn gar nicht, das wir uns von Gottes Willen immer mehr entfernen?
Viele wagen keine Kritik mehr zu äußern, weil sie sofort in eine bestimmte Ecke geschoben werden. Ich möchte nicht dazu gehören. Unsere Kinder sind erwachsen und wurden mit den Wertvorstellungen der Eltern ins Leben entlassen. Das soll nicht heißen, das unsere Meinungen immer richtig waren, aber sie entsprachen unseren Vorstellungen von einer guten Welt. Sie hatten also die Möglichkeit, zu vergleichen und daraus dann entsprechend zu handeln.
Sprechen Sie, lieber Molitor, einmal mit Lehrern, Erziehern und Schulsozialarbeitern. Ich versichere Ihnen, Sie kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Und genau diese Gespräche habe ich geführt. Nicht mit irgendwelchen der oben erwähnten, sondern wir haben genau diese Menschen in unmittelbarer.
Und noch eines dazu: wenn Sie sich mit denen unterhalten bezüglich der Asylbewerber in Schulen und Kindergärten – Sie würden nicht glauben, was sich in vielen dieser Einrichtungen abspielt.
Ich wünsche mir, dass wir eine ehrliche Debatte führen und die Meinung andersdenkender zulassen und sie nicht verurteilen.
 
JM
29.12.2015
08:40 Uhr
     
Was unter Familie zu verstehen ist, wie und wann Aufklärungsunterricht stattzufinden hat, dass unser ehemals christliches Deutschland auf alles Rücksicht zu nehmen hat und so ihre Wurzeln verliert (Umbenennung christlicher Feste – Sankt Martin in Lichterfest – usw.; ), Kreuze werden aus immer mehr öffentlichen Gebäuden aus Rücksichtnahme entfernt – Schulen, Krankenhäusern usw.; Hl. Messe (Schulgottesdienste) in der Katholischen Kirche werden immer mehr aus Rücksichtnahme durch Wortgottesdienste ausgetauscht, Lehrbücher werden so umgeschrieben, dass Gottes Wille keinen Platz mehr findet (siehe Gender Diskussion), usw.; usw.;
All das findet in Deutschland in der Kinderkrippe, dem Kindergarten, Schule und Kinderhort statt. Aber wir sehen bewusst weg, weil doch Multi Kulti so toll ist. Nein, wir sollten nicht alles mitmachen. Es gibt Grenzen und Regeln, welche der gesunde Menschenverstand und Gott eindeutig vorgibt.
Wenn Sie Zeit und Lust haben, schauen Sie sich doch einmal bei folgen Personen um:
Christa Meves, Gabriele Kuby, Eva Hermann und Birgit Kelle, um nur einige zu nennen. Es gibt noch mehr. Wir sollten uns angewöhnen, nicht alles ungefragt an- und hinzunehmen, sondern zu hinterfragen und auch andere Meinungen gelten zu lassen. Der Staat – das dürfte doch wohl bei allen bekannt sein, möchte nicht unser bestes, sondern den Gesetzen von Geld und Macht. Die Lobbyisten bestimmen was zu geschehen hat. Oder glauben Sie allen Ernstes, dass auch nur ein EURO bei der armen Bevölkerung in Griechenland angekommen ist? Die Milliarden haben andere bekommen. Deutschland ist ein reiches Land? Nein, wir haben ca.; 2,7 Billionen EURO Schulden. Ja und da passt es dem Staat natürlich nicht, wenn einige besonnene Eltern ihre Kinder selbst erziehen möchten.
Sehen wir doch den Tatsachen in die Augen und stimmen wir nicht in den Reigen ein, dass alles toll ist.

Ich könnte stundenlang weiter schreiben. Sie bekämmen gaaaanz große Augen1
 
Molitor
29.12.2015
07:45 Uhr
     
Frage an JM:

Was für Gedankengut meinen Sie genau, wenn Sie behaupten:
"Der Staat hat bei der Fremdbetreuung die Möglichkeit, ihr Gedankengut an die Kinder weiterzugeben" ?
 
tg
28.12.2015
17:07 Uhr
     
Dir und mir und allen
ein neues Jahr Zeit
zum Lachen und Weinen
Trösten und Teilen
Nehmen und Geben
Reden und Schweigen
Schauen und Verdauen
Denken und Klären
Wirken und Genießen
Bitten und Danken
Lieben und Sich lieben lassen
 
Menke
28.12.2015
11:52 Uhr
E-Mail    
Predigt nicht hinter vorgehaltener Hand!

Ich war in Weihnachtsmessen und Christmetten, aber überall ahnde ich schon, wo der Schwerpunkt lag, nämlich in der Obdachlosigkeit im Stall und dann bezogen auf die Not der Flüchtlinge, im Aufnehmen, in Predigt und Fürbitten.
Gott sei Dank, kommen jetzt auch mal Menschen ins Blickfeld von Predigt und Politik, die hier schon lange Obdachlos sind und in Armut leben müssen, am Rande der Wohlstandsgesellschaft!
Ihr Leben durchschaut, in der erkennbaren Hoffnungslosigkeit.
Ich hoffe das ein Umdenken auf die Armut im eigenen Land, der Willkommenskultur in der Ernüchterung weicht.
Wo war bisher mein Blick gerichtet, am unteren Rand der Gesellschaft, oder am oberen Rand der Gesellschaft als Maßstab meines Denkens und Handelns.
 
JM
28.12.2015
11:11 Uhr
     
Abendrot, Ihre beiden letzten Beiträge zeigen eines ganz deutlich: Sie gehören zu den wenigen, welche nicht angepasst dem Mainstream hinterherläuft. Mir gefallen Ihre Beiträge sehr. Das ist kein dummes Geschwätz und zeigt eines ganz deutlich: gerade in den Zeiten, wo die Flut von Asylbewerbern - ich sage ganz bewusst nicht Flüchtlinge, denn diejenigen, welche nach Deutschland einreisen, kommen aus sicheren Drittstatten - zunimmt, werden Gesetze außer Kraft gesetzt. Niemand hätte sicherlich Einwände, wenn in Deutschland Kriegsflüchtlinge aufgenommen würden. Aber das wird ganz bewusst ausgeblendet. Auch das Argument, Fachkräftemangel ist in meinen Augen eine bewusste Lüge. Eine ganz einfache Rechnung zeigt dies: In den letzten Jahren hat die Produktivität um 35% zugenommen. Ergo, brauchen wir entsprechend weniger Menschen. Noch ein Beispiel wo meiner Meinung nach gelogen wird. Wenn wir unsere Kinder ausserhalb des Elternhauses fremderziehen lassen, bezahlt der Staat Energiekosten, Wohnraum und Löhne. Werden die Kinder von Eltern erzogen, bekommen sie all das nicht gezahlt. Warum nicht? Der Staat hat bei der Fremdbetreuung die Möglichkeit, ihr Gedankengut an die Kinder weiterzugeben. Das gab es schon einmal, in der ehemaligen DDR. Zusätzlich wird der Begriff Familie auseinandergerissen. Frau, Mann und Kind das war einmal. Auch hier bleibt festzuhalten: Wir werden das ernten, was wir säen. Und so werden wir betrogen und belogen vom Staat und wundern uns, dass langsam aber sicher alles den Bach runtergeht. Und zwar in dem Maße, wie wir Gott aus unserem Leben, aus der Politik und der Schule immer mehr entfernen. Ich gehöre nicht in eine bestimmte Ecke, sondern habe einfach nur Angst und Sorge vor der Zukunft. Denn seien wir doch einmal ganz ehrlich: niemand in der Politik, egal welche Partei, hat für die Euro Krise, der Flut der Flüchtlinge usw. eine Lösung. Und genau das macht mir Angst. Mein Vorschlag wäre: Holt Gott in euer Leben, der Politik, den Familien und Firmen zurück. Das wäre ein Anfang.  
Abendrot
28.12.2015
09:56 Uhr
     
Etwas will ich noch ergänzen: Er, Jesus, respektierte die Gebote. Niemals hätte er es zugelassen, dass Mietern gekündigt wird, um dann mit sechs oder acht Personen in derselben Wohnung den großen Reibach zu machen. Zum Christentum gehören auch Eigentumsrechte und auch Eigentumsrechte für Obdachlose und ihre Heime.
Die Kirchen rennen Frau Merkel hinterher und vergessen dabei die eigenen Bedürftigen. Niemals wäre dieser Jesus auf die Idee verfallen, hinter den Römern herzuhecheln wie eine läufige Hündin. Er machte sein Ding für die Bevölkerung von Jerusalem und Galiläa und gelegentlich für einige Nachbarprovinzen.
Solche Sachen verärgern und verängstigen große Teile der Bevölkerung, werden den Kirchen mehr schaden als nützen und sind insgesamt nicht urchristlich, sondern lediglich politisch motiviert.
 
Abendrot
28.12.2015
09:34 Uhr
     
Die Augustiner - das klingt gut. Aber liebte er alle? Nicht wirklich. Wenn man die Gleichnisse ansieht, liebte er weiß Gott nicht alle, sondern heilte sie. Er liebte die, die er lieben wollte, selbst wenn diese von der ihn umgebenden Gesellschaft nicht akzeptiert wurden. Und war er selbst unbeliebt? Nun, die Hirten und die Weisen erkannten ihn sofort, das kann man kaum unbeliebt nennen. Fakt ist für mich, dass er sich nicht für Sprüche vereinnahmen lässt, dass er auch rätselhaft bleiben will ("Ich weiß, du bist der Rätselhafte, um den die Zeit in Zögern stand", Rilke). Er lässt sich auch nicht vereinnahmen für massive Wirtschaftsmigration, allenfalls für einzelne Schicksale. Diese Art von Migration hätte sein größter Verbreiter und eigentlicher Begründer des Christentums, Paulus, mit Argusaugen betrachtet, weil er gewusst hätte, dass das Christentum hiervon bedroht sein könnte, mittel- und langfristig. Doch endlich gibt es für die vielen unspirituellen Pfaffen wieder was zum palavern, machen und tun. Sie verwenden einen, der eindeutig in seiner Heimat geboren wurde, der Heimat seines Vaters, und nicht etwa in Rom, und der Jeshua genannt wurde und nicht etwa Augustus, um eine Fremdlingsanalogie aufzubauen. So was kann man allenfalls mit Moses versuchen, aber mit dem Mann, der seine Heimat verändern und im Sinne der Alten wieder auf die Beine stellen und respiritualisieren wollte, doch wohl eher nicht. Niemals wäre dieser Jesus heutzutage aus Syrien geflohen, niemals. Er war kein Flüchter, und daher darf man/frau, Machtgewinn witternd, ihn nicht für Flüchtlingsanalogien missbrauchen. Er hätte flüchten, seine Kreuzigung vermeiden können, aber er war aus dem Holz eines Sokrates gemacht, nicht aus dem faden Stoff eines Menschen, der auf einen Schlepper hört, der ihm sagt, in D läge Blattgold auf den Straßen. Über so einen Quatsch hätte er gelacht und diese Leute weggeschickt. Lieber vermehrte er Fische.
Das missbrauchte Weihnachtsfest. Und voilà, zur Strafe kein Schnee.
Weihnachten 2015:
1. Jesus missbraucht für Politik, die längst nicht von allen positiv betrachtet wird.
2. Ersatzreligion Star Wars.
3. Und ab heute wird kräftig umgetauscht. Das machte er sicher auch nicht mit Geschenken.
Bemerkenswertes Fest.
 
die Augustiner
26.12.2015
10:49 Uhr
     
Aus der Weihnachtspredigt im Augustinum:

... Da ist Gott konkret geworden, da ist er zur Welt gekommen,
unangepasst und unpassend,
unbeliebt - und, ach, alle liebend.
 
Abendrot
26.12.2015
00:06 Uhr
     
Ist das nicht ein bisschen schwierig? Diese Predigten zu einem sehr gemischten Fest? Oft eher etwas seicht?
Dann die unweigerliche Politisierung der Lukasgeschichte. Was ist, wenn Lukas ihn größer machen wollte, denn wenn die Hirten und die Tiere auf dem Feld ihn zuerst wahrnehmen und er zwischen Tieren geboren wird, ist er dann nicht, was er ist: Schöpfungsgott? Mit Kometen und Himmlischen Heerscharen?
Eine Ausnahmepredigt habe ich gespeichert, weil sie sich davon ganz loslöst und das Bild verwendet zu einer Predigt über einen verlorenen Sohn:
http://www.predigtpreis.de/nc/predigtdatenbank/predigt/article/predigt-ueb er-ich-sah-in-der-krippe.html
Man darf ihn nicht politisieren, weil das zum Atheismus führen kann, denn politisch hat er keine Macht. In Verbindung zur Schöpfung aber hat er alle Macht.
 
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