Gästebuch


Seiten:  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 
:: lebensmut.de ::
Autor Nachricht
molitor
12.10.2013
01:17 Uhr
     
Ich würde gerne ein Thema retten, das in unserer Diskussion über die Grünen steckt:
Unsere Sehnsucht nach Moral, zugleich unsere Abneigung gegen Moral.

Erstaunlich fand ich den moralischen Appell im Programm der Grünen, dass öffentliche Kantinen einmal pro Woche vegetarisches Essen servieren sollen. Begründung: weniger Fleischkonsum, am Ende ... Rettung des Klimas. Erstaunlich die Reaktion darauf: Robuste Ablehnung! "Verbotspartei", "Wir lassen uns nicht von einer Partei vorschreiben, wie wir leben sollen", "Moralkeule", "staatliche verordnete Buße". Und weil Göhring-Eckhardt Kirchenfrau ist, wurde gleich das alte Bild bedient: kirchliche Spaßbremse und kirchliche Volkserzieher, Gegner einer selbstbestimmten liberalen Gesellschaft.
Und tatsächlich ähneln die Grünen in ihren moralischen Appellen stark den Kirchen, sie ähneln in der Stärke ihrer Moral mehr der katholischen Kirche als der evangelischen:
Beide wollen den Menschen sagen, wie sie zu leben haben.
Beide wollen durchsetzen, was wir zu schützen haben (nur Beispiele: Natur - ungeborenes Leben), was wir uns verbieten sollen (Fleischkonsum - Homosexualität), beide haben aus ihrer Sicht gute Gründe dafür.
Beide stoßen aber mit ihren moralischen Appellen auf Ablehnung: Heute will sich keiner von einem anderen sagen lassen, wie er zu leben hat, denn wir entscheiden das selber. "Weder die Grünen noch die Katholiken reden in meine Sexualität rein, ich entscheide selbst."
(Ich vermute, dass das moralische Veggie-Day-Programm die Grünen ziemliche viele Stimmen gekostet hat, genauso verliert die Kirche an Zustimmung, wenn sie sich in moralischen Verboten äußert).

Andererseits brauchen und wollen Menschen eine überzeugende Moral, an der sie sich ausrichten können. Das "selber entscheiden" ist nämlich sehr anstrengend! Die Freiheit ist auch ein Fluch.

Wie kriegt man eine Moral hin, die nicht wie ein grüner oder katholischer Feldzug daherkommt?
Wie kriegt man eine Moral hin, die nicht überfällt, sondern die überzeugt?
 
kath
11.10.2013
13:37 Uhr
     
oder lassen Sie es mitlesend wieder verschwinden wie den armen Fuchs.  
kath
11.10.2013
13:19 Uhr
     
meingott, diskutiert doch einfach weiter.
sorry, auch an mitlesende webmaster. dachte, hier darf jeder mal was einwerfen und jeder kann drüberweglesen.
 
ing
11.10.2013
11:53 Uhr
     
MeinerMeinungnach hatte 'auch schön' ein herbes Erlebnis mit jemandem, der 'ihr/ihm' erschien, als sei er/sie ein bißchen cerebral undurchblutet, und hat 'ihr/sein' Gefühl dann in die lebensmut.welt gerufen ... Oder 'auch schön' ?  
Mut
11.10.2013
11:38 Uhr
     
@ auch schön
Für alle, die sich hier an der gegenwärtig laufenden Diskussion beteiligt haben, finde ich dieses Zitat, kommentarlos in den Raum geworfen, recht befremdlich!!!!
 
ing
11.10.2013
09:20 Uhr
     
... wenn dann aber gleichZEITig das Herz gefüllt ist mit Liebe, dann kanns dennoch gut werden  
auch schön
11.10.2013
08:38 Uhr
     
Viele Menschen sind zu gut erzogen, um mit vollem Mund zu sprechen; aber sie haben keine Bedenken, dies mit leerem Kopf zu tun.
Orson Welles
 
Mut
10.10.2013
11:49 Uhr
     
@Flogni
Danke, Sie haben recht, da ist mir ein Irrtum unterlaufen. Auch in der Darstellung, dass ich Herrn Schley mit "...großer Schuld..." zitierte. Er sprach ja nur von "...Sünde..." - und das klingt für mich noch harmloser.
 
stimmehören
10.10.2013
11:17 Uhr
     
am vergangenen Montag in einer Inselzeitung : ... " Ich hatte immer Heimweh nach Gerechtigkeit." ...

Wie gut konnte ich das verstehen! Dankbar!
 
Flogni
10.10.2013
01:21 Uhr
E-Mail    
@ Mut

Wahrscheinlich meinen Sie den verschwenderischen
Bischof von LIMBURG Franz-Peter Tebartz-van Elst.
Im Übrigen stimme ich Ihnen vollinhaltlich zu.
 
Mut
09.10.2013
11:51 Uhr
     
@ Herr Schley
Ihr nicht endenwollender Kampf gegen ALLES was mit der gottgegeben Sexualität zu tun hat, grenzt schon an vom engstirnigen Dogmatismus geleiteten Fanatismus. Wie viele Familien werden durch die Strukturen zerstört, die uns, abgesegnet AUCH von CDU-Politikern(!), Wirtschafts- und Bankkonzerne, getrieben von der Börse, aufzwingen.
Wie viele Scherflein der Witwen hat der Bischof von Trier für sein egoistisches Luxusleben verprasst?
Hier geschieht Zerstörung in geplanter Weise und DAS ist Programm! Nur mit einem Unterschied, dieses hier genannte Programm wird durchgesetzt, mit Hilfe von menschenverachtenden, lieblosen und vergebungsrenitenten Personen, die mit Ihren Beiträgen solidarische Unterstützung erhalten. Dabei geht man über Leichen, um einer biblisch orientierten Gerechtigkeit -UND DAZU GEHÖRT AUCH DIE SOZIALE GERECHTIGKEIT-, zu umgehen.
Mir sind die Grünen tausendmal lieber, als pädophile und egoistische Geldausbeuter der Katholischen Kirche. Gegenüber den Grünen habe ich Möglichkeiten um dagegen vorzugehen. Bei Ihnen in der K.K. leider nicht, weil die sich hinter obskuren Argumenten, die immer schön fromm klingen verstecken und alles liebevoll bemänteln können.
Und diese zum Himmel schreiende Ungerechtigkeit betiteln Sie banal mit großer Schuld, aber gegen die Grünen kämpfen Sie hier einen Feldzug, um sie in die Verdammnis treiben zu wollen.
Nicht mit mir. Für mich sind Ihre Argumente blinder Fanatismus der an Hass grenzt.
Sehen Sie immer noch nicht, wie Sie kräftig am Steinewerfen sind?
 
Urs
09.10.2013
08:28 Uhr
E-Mail    
Keiner wird gezwungen, die Grünen zu wählen, niemand wird gezwungen, seine Familie aufzulösen ( wenn sie nicht schon zerstört ist ) . Leben wir doch freudig in den Bindungen, die uns gut tun, die uns helfen den Alltag zu bewältigen. Wir beurteilen zu oft das Leben und Handeln der anderen - oder meinen, uns ein Urteil bilden zu können. Lebe, lobe, danke!  
Winfried Schley
08.10.2013
21:18 Uhr
E-Mail Homepage  
@ Mut: Die Verfehlungen katholischer Priester sind und bleiben für die Katholische Kirche Sünde. Die Positionen der Grünen Jugend aber sind Programm, abgesegnet und finanziert von der Parteiführung der Grünen mit dem klaren Ziel, die klassische Familie zu zerstören, weil man sie mehrheitlich privat nicht mehr für lebbar hält. Dazu kann ich als Christ nicht ja sagen.  
Mut
08.10.2013
11:17 Uhr
     
@ Herr Schley
... dann seien Sie auch so konsequent und treten aus der Katholischen Kirche aus, denn diese hat sich bekanntlich ebenfalls mit "Sexexzessen" unrühmlich bekleckert... (wie viel andere Institutionen auch!)
 
ing
08.10.2013
09:32 Uhr
     
Liebe Ursula, am Tag vor Erntedank hatte ich das Glück, für eine wundervolle Mama und ihrem kleinen Jungen aus Berlin ein stärkendes Frühstück zu bereiten, und viel Zeit zu haben. Wir hatten auch das Glück, eine Sharon inmitten zu haben. Und ich erlebte dann die Freude, den beiden zu zeigen, wie sonnigsüß es ist, sie zu genießen, wenn sie parallel zum grün in feine, gleichmäßige Scheiben geschnitten wird, und vor dem essensfest gegen das Licht gehalten ... Sonne für Sonne ... Bin so unendlich dankbar für die Früchte dieser Welt ! Liebe Grüße  
urs.
08.10.2013
08:58 Uhr
E-Mail    
Es ist gut und wichtig, dass wir auch die jungen Menschen in unseren Dank einschließen. Sie sollen erfahren, dass nichts im Leben selbstverständlich ist und wir alle auf Geben und Nehmen angewiesen sind.
Glücklich ist der, der danken kann!
 
auch schön
08.10.2013
08:24 Uhr
     
Wer im Dunkeln sitzt, zündet sich einen Traum an.
(Nelly Sachs)
 
tg
05.10.2013
18:52 Uhr
     
Erntedank-irgendwo zur Kirche gehen, bitte. Es erhebt, mal wieder zu singen: "Wir pflügen und wir streuen..." und "Nun danket alle Gott". Wir brauchen Gott als letzte Adresse für Dank! und Klage"! Ich jedenfalls. Wir können nicht der Sonne danken sondern für sie; wir müssen klagen und Leid und Tod nicht für selbstverständlich-normal und damit für belanglos zu halten. Durch Klagendürfen halten wir das Entsetzen für recht; Und auf Hoffnung hin getan.
Ein Schein (je dem eigenen Vermögen angemessen) für "Brot für die Welt" sollte auch sein. Und damit Hilfe von mir und dir, dass weniger Menschen aus Hunger zu uns fliehen müssen.
Klar, Erntedank heißt auch helfen, dass andere auch ihre Schüssel Hirse bekommen. D
 
Molitor
05.10.2013
15:53 Uhr
     
Wir verrennen uns, Herr Schley.
Die Wahl ist doch gelaufen.
Gegen wen oder was kämpfen Sie wirklich?
Die "grüne Jugend" ist doch eigentlich gar nicht relevant genug.
 
Winfried Schley
05.10.2013
14:55 Uhr
E-Mail Homepage  
@Mut: alte Kamellen? @ Molitor: teil-verfehlte Vergangenheit?
Wer mir nicht glaubt, überzeuge sich bitte selbst: http://www.gruene-jugend.de/node/17429 vom 6. Mai 2013! Das Wahlkampf-Foto mit den Jugendlichen und ihrem großen Werbebanner im Hintergrund mit der Aufschrift: "Fickt euch alle!" und das erwähnte Wahlkampf-Video habe ich bis jetzt noch nicht wiedergefunden.
 
Seiten:  1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 
31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 
61 62 63 64 65 66 67 68 69 70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 
91 92 93 94 95 96 97 98 99 100 101 102 103 104 105 106 107 108 109 110 111 112 113 114 115 116 117 118 119 120 
121 122 123 124 125 126 127 128 129 130 131 132 133 134 135 136 137 138 139 140 141 142 143 144 145 146 147 148 149 150 
151 152 153 154 155 156 157 158 159 160 161 162 163 164 165 166 167 168 169 170 171 172 173 174 175 176 177 178 179 180 
181 182 183 184 185 186 187 188 189 190 191 192 193 194 195 196 197 198 199 200 201 202 203 204 205 206 207 208 209 210 
211 212 213 214 215 216 217 218 219 220 221 222 223 224 225 226 227 228 229 230 231 232 233 234 235 236 237 238 239 240 
241 242 243 244 245 246 247 248 249 250 251 252 253 254 255 256 257 258 259 260 261 262 263 264 265 266 267 268 269 270 
271 272 273 274 275 276 277 278 279 280 281 282 283 284 285 286 287 288 289 290 291 292 293 294 295 296 297 298 299 300 
301 302 303 304 305 306 307 308 309 310 311 312 313 314 315 316 317 318 319 320 321 322 323 324 325 326 327 328 329 330 
331 332 333 334 335 336 337 338 339 340 341 342 343 344 345 346 347 348 349 350 351 352 353 354 355 356 357 358 359 360 
361 362 363 





Nach oben - © 2003-2018 by Traugott Giesen - Sylt
Impressum - Haftungsausschluss