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DS
08.01.2012
09:21 Uhr
     
rbbln: Verbrechen sind grobes Holz - Gesetzesverstösse - weltliche und gebötliche.
Gott will gelingendes Leben, das ist viel feiner gewirkt.
Diese Maßstäbe gelten für den Präsidenten, bei aller Menschlichkeit menschlichen Versagens.
Darüber mal nachdenken, darum geht es hier - oder?
DS
 
rbbln
07.01.2012
18:55 Uhr
     
ist diese seite eigentlich ein tribunal? um welche verbrechen geht es hier eigentlich ?  
Winfried Schley
07.01.2012
17:25 Uhr
E-Mail Homepage  
(Für dieses Gästebuch zu lang, aber kürzer habe ich es nicht hingekriegt.)
Meine Fragen zum Fall Wulff:
Pressefreiheit oder Schlammschlacht?
 
Ds
07.01.2012
10:08 Uhr
     
... man kann gar nicht sich entschuldigen - entschuldigen kann allein das Opfer. Oder vergibt man sich neuredings selbst? Allein diese Sprachwahl des BP entlarvt ihn als einen,
der für dieses Amt zu klein oder das Amt für ihn zu griß ist. Das einzugestehen,
wäre Stärke, mag er gepusht sein - er hat es mitgemacht. Schluss dasmit - für ihn und das amt.
DS
 
Flogni
06.01.2012
21:37 Uhr
     
zu Wulff

Es bleibt mir vollkommen unverständlich, wie offen zu Tage liegende Tatsachen einfach nicht gesehen oder nicht in Zusammenhang gebracht werden wollen.
Im Fernsehinterview sagt Christian Wulff in Bezug auf den Mailbox-Anruf : "Der Anruf bei dem Chefredakteur der BILD-Zeitung war ein schwerer Fehler, der mir Leid tut, für den ich mich entschuldige." Entschuldigt man sich, wenn man nur um einen Tag Verschiebung gebeten hat ?!?
Oder entschuldigt man sich, wenn man sich im Ton vergriffen hat ?
Wie oft kann man sich entschuldigen, ohne Gefahr zu laufen, dass die Entschuldigung noch
als ehrlich wahrgenommen wird ?
 
Monika Glaessel
06.01.2012
19:45 Uhr
     
Frau Käsmann (betrunken war ich auch schon, dann fuhr halt ein Anderer, der hoffentlich noch nüchtern war) und KT zu Guttenberg (abgeschrieben habe ich auch schon oft) hätten von mir aus gerne ihn ihren Ämtern bleiben können!  
Monika Glaessel
06.01.2012
19:31 Uhr
     
Es war ja nicht nur der vergünstigte Hauskredit sondern auch noch die von Geschäftsfreunden gesponserten
Urlaubsreisen (die Ausrede mit dem Gästebett war schwach.....). Finanzielle Vorteile aus seinen Ämtern zu ziehen hat schon ein Gschmäckle.........Sollte er in so einer Position wissen und dann noch der Bildzeitung
auf die Mail-box sprechen, wie dumm ist das eigentlich???
Ja, er tut mir auch leid und ich möchte gerade nicht in seiner Haut stecken, aber weiterlügen nützt ihm
doch auch nichts.........
 
Luise
06.01.2012
16:48 Uhr
     
Danke Jakobus für den Stef.Text. So wäre es wünschenswert, d.h. ja nicht, dass Missstände, Verfehlungen etc nicht aufgedeckt werden sollen und müssen.
Bundespräs.als Lernberuf, da möchte ich nur daran erinnern das Wulf für dieses Amt sehr jung ist, da hat TG völlig Recht: er wurde gehievt und gepushed. Dass er Fehler machen wird ist ja vorprogrammiert, aber aus Fehlern lernt man. Diese Chance muss doch jeder bekommen.
Und ich komme auf meine Ursprungskritik zurück: den Kredit finde ich keine Verfehlung, ich sehe den
Verfehlungsgrund nicht und daher meine Meinung dass die Journalisten hier Politik betreiben in dem sie Stimmung machen. Sollten wirkliche Verfehlungen ans Tageslicht kommen, sähe es sicher anders aus.
Was KT gemacht hat, eine Doktorarbeit abzugeben, die er nicht selbstgeschrieben hat, dies hat sich ja dann als wahrhaftige Verfehlung herausgestellt. Oder M. Käsmann: als Bischöfin während der Fastenzeit betrunken Auto fahren...vor ihr habe ich Respekt, sie hat unmittelbar die Konsequenz gezogen.
Bei Wulff sehe ich nach wie vor diese Verfehlung nicht wirklich.
Zur Pressefreiheit : ja, die muss gewährleistet sein.Aber da habe ich auch persönl. Erfahrungen mit Presse und ihrem Gebahren, da wird soviel ge-und verdreht, da bin ich immer äusserst kritisch.
 
Kathrin
06.01.2012
14:52 Uhr
     
Ich kann unseren BuPrä leider auch nicht mehr ernstnehmen und bin ziemlich fassungslos und traurig.
Das kann doch alles nicht wahr sein. Bundespräsident als Lernberuf für jemanden, für den das Amt von Anfang an viel zu groß war. Und dieses charakterlose Zurechtgedrehe und Gelüge. Mir ist diese Tage ähnlich chronisch schlecht wie damals bei KT.
 
Flogni
06.01.2012
14:11 Uhr
     
zu Wulff

Ich weiß, dass ich mich nun mit nicht wenigen Gutmenschen anlege, aber beim Durchlesen der verschiedenen Beiträge regt sich bei mir großer Widerspruch.
1. "Wer ist schon ohne Fehl und Tadel ?" Das ist häufig ein Totschlagargument, mit dem Verfeh-
lungen entschuldigt oder verharmlost werden sollen. Es geht bei den Vorwürfen gegen den
amtierenden Bundespräsidenten(!) bzw. ehemaligen niedersächsischen Ministerpräsidenten(!)
ja nicht um eine beliebige Person sondern um den obersten Repräsentanten Deutschlands.
2. "Journalistische Machenschaften", "Meinungsmache" Wir leben - Gott sei es gedankt - in einer
Demokratie, in der das Gebot der Pressefreiheit gilt. Unzählige Male haben verantwortungsbe-
wusste Journalisten und Reporter in unserer Republik skandalöse Vorgänge entdeckt und ans
Licht gebracht. Eine Meinung bildet sich - nach meinem Verständnis - jeder mündige Bürger
selbst.
3. Scientology in diesem aktuellen Fall ins Spiel zu bringen - Thema verfehlt - Ablenkung vom
eigentlichen Sachverhalt.
4. Eigentlich eine Kleinigkeit, aber dennoch irritierend: "humorlose Frageweise". Hätte beide
Interviewer mit "scherzhaften" Fragen aufwarten sollen ?

Meine Meinung nach den bisherigen Ereignissen:
Die vor einem Millionenpublikum zugesicherte Transparenz hat der Bundespräsident mit der
mir völlig unverständlichen Ablehnung, sein auf der mailbox aufgezeichnetes Gespräch zu veröf-
fentlichen, aufgehoben. Hierbei hätte jeder von uns die Gelegenheit gehabt zu erfahren:
Hat er um einen Tag Verschiebung gebeten oder aber die Veröffentlichung generell unterbinden
lassen wollen ? Für mich DER KNACKPUNKT in der gegenwärtigen Situation !
 
jakobus
06.01.2012
14:05 Uhr
     
Ich zitiere Fulbert Steffensky:
"Vergebung ist ein Grundwort der christlichen Tradition. Die Großmut und die Humanität einer Gesellschaft erkennt man daran, dass sie Einzelne oder Gruppen nicht einmauert in die Verfehlungen alter Tage. Es soll keine Schuld unter den Teppich gekehrt und vertuscht werden. Wohl aber soll eine Gesellschaft die Güte und die Souveränität haben, niemandem die Zukunft zu nehmen. In einer Gesellschaft voll keifender Kleinlichkeit, in der jeder jedem seine Vergangenheit vorrechnet, kann man nicht atmen. (...)
Jemand sieht seine Schuld ein und bittet um Vergebung. Es ist eine Frage der Würde zu sagen: Ich bin der Mensch! Und es ist eine Form der Stärke, sich selber in seiner Schuld zu zeigen. Wer sich entschuldigt, besteht nicht auf sich selbst. Er hat es aufgegeben, sich selber zu rechtfertigen und zu schützen, er zeigt sich in seiner Gebrechlichkeit. Welcher Glaube an die Güte des Seins gehört dazu, dies zu wagen und zu vertrauen, dass man nicht vernichtet wird, wenn man die Dunkelheit der eigenen Seele zeigt. Man glaubt nicht hauptsächlich in Lehrsätzen an Gott. Man glaubt an Gott mit solchen Gesten, in denen man über alle Sätze hinaus sagt, dass der Grund des Seins die Güte ist, die niemanden in eisige Abgründe fallen lässt, auch wenn er sich in Schuld verstrickt hat. An die Gnade glauben heißt im tiefsten Sinn, aufgeben, sich selbst zu rechtfertigen; aufhören, auf seiner eigenen Ganzheit zu bestehen; sich richten lassen können."
 
ing
06.01.2012
13:29 Uhr
     
...Nur ein Stern voller Licht
und ein Traum voller Mut
Genug für den Weg...

aus Maßstäbe
von INKEN CHRISTIANSEN
zum Dreikönigsfest.
 
jakobus
06.01.2012
12:59 Uhr
     
Danke, Luise. Genauso ist es. Wer ist schon ohne Fehl und Tadel? Ich halte den Anspruch der Medien für zutiefst unmenschlich und wirklichkeitsfremd. Ich habe mich gefreut, heute in der Zeitung zu lesen , dass 60% der Mitbürger Christian Wulff eine zweite Chance geben wollen. So muss es -nicht nur nach christlichem Verständnis- sein.  
Mut
06.01.2012
11:16 Uhr
     
Btr. Wulff
Diese journalistischen Machenschaften erinnern mich fatal an Methoden, die man bei der obskuren Sekte der Scientology erleben kann: Immer in der Vergangenheit des Menschen herumwühlen, bis man etwas gefunden hat, um ihn "fertig" zu machen. So kann man eine Gesellschaft destruktiv beeinflussen und schwächen. Hauptsache es ist ein Gefühl des Unmuts vorhanden - und das wurde erreicht. Und wenn man bedenkt, welchen (bis in die obersten Etagen hinein) Einfluss die z.T. verdeckt arbeitende Scientology in weiten Teilen unserer gesellschaftlich relevanten Amtsträger hat, kann einem Angst und Bange werden. Die wirklichen gesellschaftspolitischen Fragen der Armut, Bildungsmisere, Gesundheitspolitik, Verschuldung usw. usw. werden somit verdrängt und das ist genau das, was die S. bezwecken. Nichts Negatives in den Strukturen erkennen lassen... (das nur bei Einzelpersonen sehen, die in Funktionsämter stehen).
 
Monika Glaessel
06.01.2012
11:03 Uhr
     
Wulff`s Lügerei stört mich sehr.........noch könnte er mit Würde abtreten.........  
Luise
06.01.2012
09:57 Uhr
     
übrigens im Internet kann sich jeder das Interview in voller Länge ansehen und eine eigene Meinung bilden.
Dies finde ich persönlich wichtig, sonst unterliegt man sehr schnell der Meinungsmache unserer Medien.
Wulff hat ruhig und sachlich auf die Fragen reagiert und darum gebeten ihn auch als Mensch zu sehen, der durchaus Fehler macht. Er hat mir mehr imponiert als die beiden Frager mit ihrer humorlosen
tribunalartigen Frageweise.
 
Luise
06.01.2012
09:35 Uhr
     
auch ich hätte lieber Gauck als Wulff gesehen, aber wir leben in einer Demokratie und er wurde gewählt und er macht seinen Job. das muss respektiert werden.
Die Demontage von Wulff ist äusserst unwürdig. Ich verstehe das Problem auch garnicht:Jeder Bürger, der sich ein Haus kauft, nimmt einen Kredit auf und wenn sein bester Freund ihm diesen gewährt ist dies legitim, denn auch dazu gibt es einen Kreditvertrag und Zinsvereinbarungen,sonst meckert das Finanzamt.
Zumal es ein bescheidenes Haus ist und zu Zeiten gekauft wurde, als er noch Ministerpräsident war........
Man gewinnt den Eindruck ,Politik wird in Zukunft von den Journalisten bestimmt, die im wesentlichen mit Stimmungsmache beschäftigt sind. Sachlich und respektvoll ist der Umgang miteinander jedenfalls kaum noch und in der hintersten privaten Ecke wird noch nach einer Sensation gekramt,die dann ins Licht der Öffentlichkeit gezeert wird. Menschlich sehr fragwürdig und unsere Werte schwinden. Schade leider auch, dass Wulff sich so in die Ecke drängen lässt und unsouverän reagiert.
 
Winfried Schley
06.01.2012
09:22 Uhr
E-Mail Homepage  
@mut: Das geht in diesem Gästebuch nur, wenn das Foto schon auf einem anderen Server ist, dann URL-Menü oder IMG-Menü dieses Gästebuches verwenden.

@tg: Die Sternsinger kommen heute zu Wulff. (Das hätte ich wohl erwähnen sollen.) Ich bin gespannt auf seinen Fernsehauftritt.
 
Kathrin
06.01.2012
08:27 Uhr
     
Schon komisch, wenn man plötzlich spürt: Die BILD ist glaubwürdiger als als unser Bundespräsident...  
tg
05.01.2012
23:06 Uhr
     
zurück bitte zu Wulff. das ist doch tragisch.  
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