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Menke
23.12.2014
20:11 Uhr
E-Mail    
Vergehendes Leben

Nun leb ich nicht mehr von der Welt Beachtung.
Kein Blick verhängt sich mehr an meinem Kleid.
Und meiner Sinne tiefe Müdigkeit,
führt mich zu schäfrer Einsicht und Betrachtung.
Was außen abfällt, füllt mich neu von innen,
wie eine Quelle,
die bergeinwärts läuft,
lässt mich Ergebung und Geduld gewinnen.

Isolde Lachmann
 
Orbart
22.12.2014
23:24 Uhr
     
"Da hast Du Dich also ins Goldene Buch eingetragen!"hat sie mir gesagt und ihr Sarkasmus war nicht zu überhören.
Dabei kann ich ihr das nicht übelnehmen,wir kennen uns schon lange und ich weiß um ihr soziales Engangament.
Sie hat einen Blick für die Menschen,die Hilfe brauchen,tröstet Betrunkene im Park,kümmert sich um die,um die alle anderen einen großen Bogen machen.
Ich bewundere sie dafür.Für sie ist das nicht der Rede wert,sondern Selbstverständlichkeit.

Für mich nicht.

Was war geschehen?

Nach dreizehnstündiger Zugfahrt kam ich spät abends tief im Untergeschoss des Berliner Hauptbahnhofes an.
Am Aufzug sprach mich eine blinde Frau an.Sie hatte nur einen Stock und kein Gepäck,was mich etwas irritierte.
"Können Sie mir helfen?"fragte sie mich,"wie komme ich zur S-Bahn nach Wannsee?"
Mir kam das sehr ungelegen."Kann ich nicht einmal in Ruhe hier ankommen,ohne daß mich jemand anquatscht?"dachte ich mir.
Aber es gab kein Entrinnen,da mußte ich durch.

Also klinkte sich die blinde Frau bei mir ein und wir irrten durch die unendlichen Weiten des Berliner Hauptbahnhofes.
Ich kann nicht behaupten, mich perfekt dort auszukennen und ich fragte mich,wie es wohl blinde Menschen anstellen,wenn ich als Sehender schon Schwierigkeiten habe.

Aber ich gab mir redlich Mühe,versuchte die neugierigen Blicke zu ignorieren,die uns seltsamenem Päarchen galten.Ich hasste mich für meine Schamhaftigkeit und die idiotischen Skrupel,die mich überfielen.

Irgendwann waren wir am Ziel,die blinde Frau bedankte sich artig bei mir und sagte,daß sie nun alleine klarkäme.

Ich habe mich also ins Goldene Buch eingetragen,die Formulierung gefällt mir inzwischen.

Aber ich finde,das Buch muß noch erheblich dicker werden...........
 
tg
21.12.2014
15:03 Uhr
     
poetisch gesagt. Von der Krippe in Bethlehem geht eine Schwingung aus, die durch jede Liebestat sich verstärkt, sich ausbreitet und im Äther ewig dahinzieht.  
tg
20.12.2014
21:13 Uhr
     
Und für alle, die dem Fest auf den Grund gehen wollen:

Weihnachten- die intensivste Zeit des Jahres. Wer uns fehlt, fehlt doppelt. Wer da mit uns ist, ist uns am dringlichsten aufgegeben. Lieben neben der Liebe müssen warten.Jetzt ist Familie dran. Oder man ist allein, losgerissen, am Verwahrlosen.
Weihnachten ist der Glutkern unserer Kindheit. Da leuchtete das Wohnzimmer in überirdischem Licht. Da sangen wir von einem Christkind, erwarteten es. Dann kam es in Gestalt von Geschenken, wir waren geliebt.
Später lernten wir, dass wir alle zusammen die Geburt des wichtigsten Menschen feiern. Der heißt Jesus: Retter .Und Christus: Erwählter. Nach seinem Geburtsjahr zählen wir die Jahre; jedenfalls, wo man ihn für den Sohn Gottes hält.

Kinder Gottes sind alle Menschen- dass wissen wir seit in diesem einen Menschen Gott selbst Fleisch und Blut und Schicksal und Leid und Tod annahm. Seitdem ist das Leben gottvoll. Wir sind nicht nur aus dem Willen zufälliger Eltern hier sondern wir sind gewollt ale Einzigartige, als Wunderbare, als Töchter und Söhne Gottes , einander als Geschwister zugewiesen. Und wie Gott die Welt liebt, sollen und dürfen wir die Welt auch lieben. Und dürfen Menschen finden, in denen wir die Gottesverwandtschaft pulsieren fühlen.

Weihnachten geht uns ein Licht auf, dass wir mit einander verwandt sind. Der uns am Nächsten ist an diesem Tag, den als Engel, als bedürftigen wie als bereichernden, annehmen. Mit diesem Anvertrauten und Zugemuteten die Liebe Gottes erspüren, - ihm einfach gut sein, sichs bei ihm einfach gut sein lassen- das lass dir geschehen Und die nächsten Nächsten lass dir auch nahe kommen. Auch bring heute noch “Brot für die Welt“ auf die Reise. Gott ist mit uns in allem was lebt.
 
Mut
19.12.2014
09:59 Uhr
     
Für alle, die zu Weihnachten etwas schmunzeln wollen. Hier ein Anfrage, die im Internet gefunden wurde:
"Eine Frage zu Weihnachten: wo kann ich mit meinem kleinen Zwerg am 24.12. (vormittags oder nachmittags) ein Krippenspiel anschauen, ... ? Hab schon gegoogelt, aber es kommen nur die Weihnachtsgottesdienste."
 
tg
16.12.2014
17:07 Uhr
     
vor uns Reich Gottes , mitten unter uns schon im Anbruch, aber das Beste kommt noch- wir sind doch erst im Werden. Und Sterben ist dann das Zuendegeborenwerden für die Fülle.  
DS
15.12.2014
17:18 Uhr
     
TG...das Beste kommt noch (wann) oder ist schon???????? LG Delf  
tg
14.12.2014
11:56 Uhr
     
Ihm nachleben, nachglauben, ihm nach die Stirn zeigen, teilen, trösten und anstecken in der Gewissheit: Das Beste kommt noch.  
tg
13.12.2014
21:51 Uhr
     
Weihnachten ist im Kommen. Die Zeit intensiven Nähesuchens und des schmerzlichen Vermissens. Dies Kind im Stall soll Gott selbst sein. Natürlich erdet sich Gott in jedem Menschen, leidet in jeder Kreatur, liebt in allem Lieben. Doch dieser Jesus hatte eine so leuchtende Biographie, dass er der Menschheit im Gedächtnis blieb bis heute. Und zum nachahmen, nachleben einlädt immer noch.  
Menke
13.12.2014
18:21 Uhr
E-Mail    
Schaut nicht weg!

Ein Mann mit bettelsachen, so zeigte es sich dieser Tage, saß lange Monate mit wenig Habe auf einem Bürgersteig vor einem Penni Markt.
Saß er dort, um für sich was nützliches von kaufgelüstigen Menschen abzubekommen, oder nichts anderes um auf seine Weise Hilfe mitzuteilen.
An Tischen und Stühlen die dort hingestellt, saßen ältere Männer um kostenlos dem Schauspiel bei Kafee und Kuchen zuzuschauen in belangloser Weise.
Ein Hund der dem Manne gegenüber stand, verstand wohl die inneren Hilfeferufe des obdachlosen, denn sein Blick zu ihm herüber, zeigte Erstaunen und inneres Intresse was Hilfe angeht.
Ich beugte mich hinunter der Frage nahe kam, warum das ganze gerade hier, wo Wärmestube doch nicht weit weg vom Geschehen.
Sprach weit weg der Möglichkeiten, die immer versucht zu haben, aber nichts verändert haben.
Eine Junge Frau, sicher von Berufswegen sich eines Tages zu ihm hinunterbeugte, der Ohmacht nicht lange wegschauen konnte, der dann fragenden Worte.
Wenige Tage später, dann waren Bürgersteig von alten männern die auf Stühlen Sassen und armer Kreatur wieder frei.
 
SB
10.12.2014
17:58 Uhr
     
Hier kommt auch mal ein kleines "Dankeschön" an die Webmasterin.
Ich wünsche Ihnen eine gute und gesegnete Weihnachtszeit.
Es sind die vielen Menschen im "Hinergrund", die dazu beitragen das alles funktioniert und unser Leben bereichern.
Ohne die vielen Ehrenamtlichen und ihren Einsatz wären viele Dinge gar nicht möglich.
Herzlichen Dank !
 
ing
09.12.2014
13:24 Uhr
     
hörte plötzlich, daß Judi Dench heute Geburtstag hat. ! Happy Birthday ! Es wollen im Tag lichtvolle Zeichen gesetzt werden; der Himmel über'm Jasmund Ist Dabei . . .
Und - mögen noch wunderstarke Rollen auf Sie zukommen. Das wünscht Sie sich !
 
DS
07.12.2014
09:31 Uhr
     
@ TG, Voreintrag. Danek für den Gedanken zu Ganzsein und - werden. CGJung einmal: willst du gut sein oder ganz.? Was fällt euch dazu ein? Danke für den ein Stück gemeinsamen Weg hier dahin. Delf  
tg
06.12.2014
15:44 Uhr
     
Zum Advent , zu einer stillen Stunde mit Kerzen oder Blick ins Weite, stellen sich auch losgelassene, geliebte Menschen ein in warmem Erinnern. Sie erstehen. Und Bilder von gemeinsam Erlebtem erblühen. Nichts ist nur vorbei und abgetan. Ds Beste kommt doch noch erst. Von Allem. Mit allen. Wie auch immer. Und wird ganz. wir werden ganz und heil.  
SB
03.12.2014
17:33 Uhr
     
Danke für die schöne Pinguin-Geschichte von Eckart von Hirschhausen, ist schon was Wahres dran.
Seit ein par Jahren gehört auch für mich der Adventskalender "der Andere Advent" zur täglichen Lektüre in der Adventszeit, gefällt mir richtig gut.
Allen eine schöne, besinnliche Vorweihnachtszeit, zwischendurch einfach auch mal innehalten und sich an den "kleinen Dingen", die unseren Alltag bereichern freuen.
Heute gab´s bei uns die ersten zarten Schneeflocken.
 
ing
03.12.2014
14:29 Uhr
     
Mir hat ganzbesonnders gefallen, daß im Abend durch den WDR noch 'Pinguine hautnah' verschenkt wurde. Durch Zufall entdeckte ich es, so ungefähr in der Halbzeit. Eine wundervolle Dokumentation. Danke.  
ds
03.12.2014
11:16 Uhr
     
....oder gleich so:..................

Die Pinguin-Geschichte
oder: Wie man sich in seinem Element fühlt

Diese Geschichte ist mir tatsächlich genau so passiert. Vor Jahren wurde ich als Moderator auf einem Kreuzfahrtschiff engagiert. Da denkt jeder: ”Tolle Sache.” Das dachte ich auch, bis ich auf das Schiff kam. Dort merkte ich leider schnell: Ich war, was das Publikum betraf, auf dem falschen Dampfer. Die Gäste hatten sicher einen Sinn für Humor. Ich habe ihn nur in den zwei Wochen nicht gefunden. Aber noch schlimmer: Seekrankheit kennt keinen Respekt vor der Approbation. Kurz gesagt – ich war auf der Kreuzfahrt kreuzunglücklich.

Endlich, nach drei Tagen auf See, fester norwegischer Boden. Ich ging in den Zoo. Oder besser gesagt: Ich wankte. Im Zoo sah ich einen Pinguin auf seinem Felsen stehen. Ich dachte: ”Du hast es ja auch nicht besser als ich. Immerzu Smoking? Wo ist eigentlich deine Taille? Die Flügel zu klein. Du kannst nicht fliegen. Und vor allem: Hat der Schöpfer bei dir die Knie vergessen?” Mein Urteil stand fest: Fehlkonstruktion.

Dann ging ich eine kleine Treppe hinunter und sah durch eine Glasscheibe in das Schwimmbecken der Pinguine. Und da sprang “mein” Pinguin ins Wasser, schwamm dicht vor mein Gesicht, schaute mich an, und ich spürte, jetzt hatte er Mitleid mit mir. Er war in seinem Element. Boh ey. Ohne Worte.

Ich habe es nachgelesen: Ein Pinguin ist zehnmal windschnittiger als ein Porsche! Mit der Energie aus einem Liter Benzin käme er über 2.500 Kilometer weit! Pinguine sind hervorragend geeignet, zu schwimmen, zu jagen, zu spielen – und im Wasser viel Spaß zu haben. Sie sind besser als alles, was Menschen jemals gebaut haben. Und ich dachte: Fehlkonstruktion!

Der Pinguin erinnert mich an zwei Dinge: erstens, wie schnell ich Urteile fälle, nachdem ich jemand in nur einer Situation gesehen habe, und wie ich damit komplett daneben liegen kann. Und zweitens: wie wichtig das Umfeld ist, damit das, was man gut kann, überhaupt zum Tragen kommt, zum Vorschein und zum Strahlen.

Menschen haben die Tendenz, sich an allem festzubeißen, was sie nicht können, was ihnen Angst macht. Das kann man machen, aber es ist nicht sinnvoll. Wir alle haben unsere Stärken und unsere Schwächen. Viele unternehmen große Anstrengungen, um ihre Macken auszubügeln. “Verbessert” man seine Schwächen, wird man eventuell mittelmäßig. Stärkt man hingegen seine Stärken, wird man einzigartig. Wenn wir immer wieder denken: “Ich wäre gerne so wie die anderen”, kleiner Tipp: “Andere gibt es schon genug!” Viel sinnvoller, als sich mit Gewalt an die Umgebung anzupassen, ist, das Umfeld zu wechseln.

Menschen ändern sich nur selten komplett und von Grund auf. Salopp formuliert: Wer als Pinguin geboren wurde, wird auch nach sieben Jahren Therapie und Selbsterfahrung in diesem Leben keine Giraffe werden. Sich für die Suche nach den eigenen Stärken um Hilfe zu bemühen, ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Intelligenz. Ein guter Therapeut wird wie ein guter Freund oder eine gute Freundin nicht lange fragen: Warum hättest du gerne so einen langen Hals? Sondern: Was willst du? Was macht dir Freude? Wann geht dein Herz auf? Wann haben andere mit dir Freude? Was ist dein Beitrag? Wofür brennst du, ohne auszubrennen?Und wenn du merkst, du bist ein Pinguin, schau dich um, wo du bist. Wenn du feststellst, dass du dich schon länger in der Wüste aufhältst, liegt es nicht nur an dir, wenn es nicht “flutsch”. Alles, was es braucht, sind kleine Schritte in die Richtung deines Elements. Finde dein Wasser. Und dann heißt es: Spring ins Kalte! Und Schwimm! Und du weißt, wie es ist, in deinem Element zu sein.

Eckart von Hirschhausen
 
ds
03.12.2014
11:13 Uhr
     
@ Ingolf...ganz einfach: diesen Text können wir nachlesen im Kalender zum anderen Advent, Text von gestern!!!!!! Lichtvolle ZEIT EUCH ALLEN. Love Delf  
Flogni
02.12.2014
23:48 Uhr
     
O je , mein langer schöner Text von Eckart von Hirschhausen ist verstümmelt worden !!??
20 Minuten Tipparbeit umsonst - und das mir, der nur mit der "Geiersturzmethode" tippt.
Tut mir Leid.
 
Flogni
02.12.2014
23:43 Uhr
     
Spring ins Kalte !

Endlich, nach drei Tagen auf See, fester norwegischer Boden. Ich ging in den Zoo. Oder besser
gesagt:Ich wankte. Im Zoo sah ich einen Pinguin auf seinem Felsen stehen. Ich dachte:Du hast
es ja auch nicht besser als ich. Immerzu Smoking ? Wo ist eigentlich deine Taille ? Die Flügel zu
klein. Du kannst nicht fliegen. Und vor allem: Hat der Schöpfer bei dir die Knie vergessen ?meinflutscht
 
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