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Autor Nachricht
rb bln
02.09.2008
21:16 Uhr
     
Die letzten Beiträge finde ich sehr interessant und diskussionswürdig - wie kann man Freunde verlieren, weil man einen großen Raum in seinemLeben der Kirche widmet? Ich habe ähnliche Erfahrungen gemacht und mache sie gerade auch wieder. redet man zuviel über Kirche und Gott , wird man ausgegrenzt. Dabei finde ich es richtig, über Religion und Glauben zu sprechen, nicht nur immer über Politik, Komsum und Sex. Da findet man seltsamerweise immer Gesprächspartner. Wie macht man es nur richtig? Jeder Christ soll doch
auch Gottes Wort verkünden und dazu stehen, daß man in die Kirche geht und gläubig ist... Erfahrungen zeigen, daß es auch Menschen gibt, die sich bei solchen Gesprächen überhaupt nicht äußern, keine Meinung haben, desinteressiert tun, später erfährt man, daß sie kath. oder ev. sind und nur modern erscheinen wollen, daß heißt, sich nicht zu ihrem Glauben bekennen - alles sehr schwierig, ich glaube, hier ist TG gefordert......................l
 
indrasun
02.09.2008
18:56 Uhr
     
Liebe Delta / Lieber Delta ? ( :

Ich kann an dieser Stelle nicht so richtig mit trauern, weiss allerdings auch nicht, ob Liebe im Spiel war. Über eine ehrliche Antwort kann man sich ja schon mal auf jeden Fall freuen. Aber dann. Was hat die Freundschaft mit Kirche oder nicht zu tun ? Ich glaube da eher an einen Vorwand, jetzt einen Teil des Weges ohne einander oder einfach seltener miteinander zu gehen. Loslassen finde ich, ist an dieser Stelle der richtige Weg. Kirche oder nicht hat ja keinen Inhalt an sich. Du fühlst Dich in dieser bestimmten Sache so oder so. (Als Beispiel) Der Freund kann das gut mitfühlen, ist in anderer Sache vielleicht gerade an einer ähnlichen Stelle, an einem ähnlichen Entwicklungsmodul. Ob die Kirche dabei hilft, ist nicht ausschlaggebend. ob ich Deine Gefühle nachvollziehen kann und selbst etwas lernen, weil es eben gerade passt ist wichtig.
Wenn ich aber lange Zeit an ganz anderen Baustellen arbeite, kann ein unbedingt aneinander teilhaben wollen sehr anstrengend werden. Dann lieber loslassen und später sich gegenseitig sein Bauwerk zeigen. Ich gehe mit FreundInnen nur streckenweise sehr eng. Dann lassen wir wieder los. Nie ganz. Das sagt schon die Freundschaft. Sie ist ja unabhängig von den Baustellen. Sagt doch eigentlich "nur" dass Du mir am Herzen liegst und es mich interessiert, dass es Dir gut gehen soll. Sich diesen Raum lassen ist eine liebevolle Erfahrung. Die Baustelle ist für mich das Argument, nicht die Kirche. Übrigens, wenn meine Freunde sich von mir entfernen würden, denen ich erzähle, dass ich in der Kirche auch mal etwas "finde", dann hätte ich keine mehr.
 
Delta
31.08.2008
23:01 Uhr
     
danke, was bleibt mir auch anderes übrig.
Ein wenig Freude ist trotz allem dabei. Ich habe auf meine Frage eine ehrliche Antwort bekommen.

Allen eine gesegnete Nacht
Delta
 
tg
31.08.2008
22:48 Uhr
     
erst mal Zeit zum Trauern nehmen- keine Zwecke jetzt schon melken wollen- einfach den Schmerz zulassen, das Entschwinden geschehen lassen. Später dazu Sprache suchen, sich zu Wort melden bei sich selbst . Dann auch hier mehr, wenn möglich  
Delta
31.08.2008
22:31 Uhr
     
Nimm alles Geschehen als Anrede an Dich, als Geschenk, Auftrag, Lernstoff, Freude.

"Ob sich unsere Wege endgültig getrennt haben, kann ich nicht sagen. Du bist mir nur sehr fremd geworden. Unsere Interessen haben sich in völlig verschiedene Richtungen entwickelt. Du hast in der Kirche Deinen Weg gefunden, was mich ehrlich für Dich freut. Ich habe Dir mal versucht zu sagen, daß das nicht meine Welt ist. Auch damit habe ich Dich verletzt. Es tut mir leid... "

TG und was mach ich mit solch einer Nachricht?
Ist die ehrliche Antwort ein Geschenk? Ist sie ein Auftrag, mir neue Freunde zu suchen? Was lerne ich daraus? Freuen kann ich mich jedenfalls nicht, dass eine wunderbare Freundschaft zerbricht. Mir ist grad ein wertvolles Puzzleteil verloren gegangen

Delta
 
samt
31.08.2008
11:23 Uhr
     
Am späten Nachmittag, gestern, auf der Strecke zum Kirchlein, da fragte ich beim Überlegen, welchen Weg ich denn wählen soll... mein Herz : welchen willstDu? Und ich fühlte gleich, daß es sich den Schönsten wünschte, bog dann rechtsab, und wir nahmen den Weg - ganz nah beim Wattenmeer. Die Luft war samtenzart. Und die Farbenklänge von Himmel und dem geliebtenBLAU nochmeer. Weite berührende Stille. Überall.
SchöpfungsKunst - darin Tier und Mensch ganzselig. Alles lächelte.

Lieber Gott, wir sind so froh, so froh, daß Du die Pflanzenwelt und Deine Tiere und uns Menschenkinder,
und Alles, so wundersam, sowundersamt gemacht hast,
In Dankbarkeit, Ingrid

Heute sah ich Federnwolken am Himmel - Herrlich !
 
tg
31.08.2008
01:19 Uhr
     
Wunder- die brauchen wir wohl , aber eigentlich sind wir selbst das Wunder. Am besten daran zu sehen, daß wir verschiedene Personen lieben können, daß wir Puzzle sind, in denen Teile fehlen, die uns das Gegenüber gibt. Also los, zum andern hin. Weißt du keinen Genauen- hast Du Deine Aufgabe: Einen finden, von einem dich finden lassen.  
Luise
29.08.2008
16:50 Uhr
     
So schöne Sätze von T.Blixen und Buber Danke TG.
Eine Ergänzung dazu:
geh entschlossen
wenn die Träume rufen
warte nicht
die Wege führen
mittendurch
und wenn du Nahrung
bräuchtest
schau dich um
die Wiesen blühen
auch zu deiner Zeit
und niemals
kommst du von der Erde ab
solang du gehst (V.Merz)
 
jakobus
29.08.2008
09:54 Uhr
     
Toller Gedanke! Konsequenz - bewußt leben, nachdenken, reagieren! Danke, TG  
tg
28.08.2008
14:01 Uhr
     
dazu noch: von Martin Buber: "Wir werden in den Zeichen des widerfahrenden Lebens angeredet."- Nimm alles Geschehen als Anrede an Dich, als Geschenk, Auftrag, Lernstoff, Freude. Und wisse: Du antwortest. Wie du das Geschehen auch aufnimmst, auch wenn du es nur abtropfen läßt, du antwortest und leitest neue Anrede ein. Darum ja ist alles so dramatisch wichtig. Wie lebst du deine Sehnsucht?  
tg
27.08.2008
21:14 Uhr
     
Hoffnung ist das große Versprechen. Tania Blixen hat es so gesagt: Bis zu diesem Tage hat noch niemand gesehen, daß die Zugvögel ihren Weg nehmen nach wärmeren Gegenden, die es gar nicht gäbe, oder daß die flüsse ihren Lauf durch Felsen und Ebenen bahnen und einem Meer entgegenströmen, das gar nicht vorhanden wäre. Gott hat gewiß keine Sehnsucht oder Hoffnung erschaffen, ohne auch die Wirklichkeit zur Hand zu haben, die als Erfüllung dazugehört. Unsere Sehnsucht ist unser Pfand, und selig sind, die Heimweh haben, denn sie sollen nach Hause kommen.  
SB
27.08.2008
16:01 Uhr
     
Hallo Do,
schön dass Du von Deiner Reise gut zurück bist und mal wieder von Dir zu hören.

Ja, wünschen wir uns für unser Alter diese gewisse Klarheit, Heiterkeit und Lebensfreude und auch eine Portion Dankbarkeit. Leider sind diese Dinge für viele (ältere) Menschen nicht selbstverständlich.
Schön, dass es für die Jugend die Unbekümmertheit, Leichtigkeit und Leidenschaft gibt, ein wenig sollten wir davon auch im Alter beibehalten, dann sollte uns schon einiges gelingen.

Schöne Spätsommertage wünscht
SB
 
do
27.08.2008
12:45 Uhr
     
Älterwerden ist eh nicht zu ändern, die Heiterkeit erfordert viel Weisheit, und die Klarheit hat wohl mit dem Werdegang eines jeden zu tun ... die Leidenschaft der Jugend ist trotzdem nicht zu verschmähen. Alles zu seiner Zeit ... und wenn dann das Glück der Gesundheit auch mit dabei ist, welch schönes Geschenk. Soeben komme ich von einer Reise zurück, nach 9 Jahren erlebte ich einer betagten (86) Dame verlorene Klarheit, sie erkannte mich nicht wieder ... ich war bedrückt, doch vielleicht ist sie ja in einem Zustand der Heiterkeit, in dem sie geschützt ist ... Ich denke, wir können dankbar sein für jedes Fünkchen Klarheit, das uns gegeben ist, in welchem Alter auch immer, und für jedes heitere Lächeln, das uns strahlen lässt. do  
Älterwerden
27.08.2008
00:18 Uhr
     
Über das Älterwerden
Wenn man es richtig versteht, alt zu werden,
so geschieht es keinesweg so, wie die meisten glauben.
Es ist durchaus kein Schrumpfen, sondern ein Wachsen.
Das Alter schenkt eine Klarheit, deren die Jugend völlig unfähig ist,
und eine Heiterkeit, die der Leidenschaft bei weitem vorzuziehen ist.
Marcel Jouhandeau
 
tg
24.08.2008
11:26 Uhr
     
Olympiade zu Ende: so viel Begeisterung, so viel Einsatz, soviel Freude soviele Tränen der Enttäuschung. So viel Aufwand für ein armes Land. Und zwei alte Frauen, die um ihr Recht kämpfen, finden einen Augenblick lang Gehör. Das Zusammengehören der Menschen war greifbar. Dank an alle, die sich mühten.  
bächlein
21.08.2008
14:14 Uhr
     
MeineSeele sagt jetzt, es ist so gut, daß Du dabist Strom.
Es Ist Feinstes Gut.
 
Strom
20.08.2008
21:18 Uhr
     
Im Fluss der Zeit sind wir
Wellenreiter, Perlentaucher,
Wellenbrecher, Schwimmer
und Brückenbauer
Wir tragen in uns die Sehnsucht
eines Wasserfalles, eines wilden Meeres,
eines stillen Sees, eines Wassertropfens.
"Der Sonntag ist der Raum um Zeit für die Seele zu haben"
Aber wonach verlangt die Seele? Wenn der Körper lediglich das Werkzeug der Seele ist und der Geist die Kraft, die den Körper in Bewegung setzt. Strebt dann vielleicht die Seele danach "Ich zu sein" , wäre dies das Verlangen der Seele?
Die Bibel als Bibelrolle finde ich interessant und hätte gerne eine Rolle als Bibel auf meinem Tisch, anstatt eines Buches. Aber auch hier im GB finde ich es höchst spannend die Rolle rollen zu lassen, sie anzuhalten und dann überraschend einen Bibeltext mit Auslegung vor Augen zu haben - beinahe so, wie ein Glücksautmat.
Zum Schluß noch einen Satz, den ich gestern gehört habe: "Entscheide dich, nie zu leiden, nie ein Problem zu haben und genieße mit ruhigen Gedanken diesen Moment".
 
tg
20.08.2008
18:18 Uhr
     
Er übte seine Größzügigkeit diskret aus. Niemand sollte in Verlegenheit kommen, ihm danken zu müssen. Es gehörte zu seinen guten Manieren, daß er es seinen Freunden leichtmachte,von ihm zu profitieren.
Aus Martin Sutor: Der letzte Weynfeldt, Diogenes-V
 
denkensweise
18.08.2008
14:20 Uhr
     
Eigentlich ist es ziemlich schade tg, daß die Energie aus der Rolle nicht mehr hierhergerollt wird.
Ich für mich denke, daß Echos von Außen nicht wahrhaftigwichtig sind. Also, ich meine, wenn man etwas von ganzem Herzen tut, und es in alle Welten und gen Himmel leuchtet, ist's soviel. Und wenn sich auch nur EineSeele leise freuen würde, wär's auch schon genug. Es kommt nicht auf menge an. Und der Himmel freut sich sehr. Ganz sicher.
Und eben dachte ich auch noch "Sooschön wie heute, hab' ich das Meer noch nie gesehen !"

Das ist berührend Menke ! Ich mag es auch gern, imWasserliegend, zum Himmel seh'n... Mir fällt ein, im Heimatland, da hab ich manchmal gern das Thermalbad besucht, da wars möglich, von innen nach daußen unters Himmelszelt zu tauchen. Herrlich - Bei Vollmond. Oder auch im Winter, wenn's schneite. Ich hätte stundenlang daseinmögen, um diese kristall'nen Wunder zu empfangen. Unvergessen. Beim Genießen, da denk ich immer, daß das Gefühl im Bauch der Mama, im kostbaren Fruchtwassermeer, wohl ähnlich war. Geborgenschön.
Lustig ist, hier im Meer landet man dann nach ewigerzeit möglicherweise an einem anderen Strandland.
Jah - das Meer heute ist wunderschön.

Türkisbläuliche Grüße, Ingrid
 
tg
17.08.2008
22:57 Uhr
     
Die Bibelenergie hat gerade die Idee einer bibelrolle, in der man vor und zurück gehen kann wie in einer richtigenBibel- eben nur konzentriert. Habe die Rolle aber nicht hier weitergefüllt, da wenig Echo. Seht mal unter 2. Mose 20 die zehn Gebote - viel Holz, das den Intellekt zum Glimmen bringen kann. - Dank allen fürs MitdenkenTG  
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