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tg
17.01.2011
21:12 Uhr
     
Zuweilen, wenn ich meine Pflicht erfüllt habe, erlaube ich mir, mit stiller Hoffnung an einen Gott zu denken, der mich sieht und an eine frohe Ewigkeit, die meiner wartet; denn zu beiden fühle ich mich doch mit meinem Glauben hingezogen, den mein Herz mir ganz zusichert und mein Verstand mehr bestätigt als widerspricht.
Heinrich von KLEIST 1777-1811
 
molitoribus
17.01.2011
14:53 Uhr
     
"Aus der Ferne gesehen sei beim Thema Integration alles nicht so schlimm wie die Deutschen es immer machten, sagt Käßmann. Trotz oftmals magerer Gastfreundschaft habe Deutschland bereits "ungeheuere Integrationsleistungen" vollbracht. Aber: "Statt Gelungenes zu sehen, starren wir stattdessen auf Probleme."

Dies steht in Sophies verlinktem Artikel ebenfalls...
 
Winfried Schley
16.01.2011
08:16 Uhr
E-Mail Homepage  
In manchen kirchlichen Kreisen in Deutschland ist es geradezu Mode geworden, sich selbst zu erniedrigen und als verbesserungsdürftig einzustufen und andere oder andersartige Menschen und Kulturen als besser darzustellen. Verbesserungsbedürftig ist natürlich immer alles, weil naturgemäß nichts perfekt ist. Aber wieso die Andersartigen immer leuchtendes Vorbild und Beispiel sein sollen, halte ich für eine betriebsblinde Sichtweise und falsch gedeutete christliche Demut.

Mir kann niemand vorwerfen, dass ich etwas gegen Immigranten hätte (vgl. Das können Männer so nicht ...). Dennoch oder gerade deswegen poche ich darauf, dass ich in unserer Gesellschaft ein Recht auf eigene Identität z.B. als Christ oder z.B. als Deutscher habe und darauf aufmerksam mache, dass sich hinter gleicher Sprache und Ausdrucksweise oft eine ganz andere kulturelle Interpretation verbirgt (vgl. „Der Islam gehört zu Deutschland.“ oder Abendland – christlich Land?), ganz zu schweigen von gegensätzlichen oder gar feindlichen Haltungen, die unsere Presse gern versteckt (vgl. erstochen ist nicht erstochen oder Das Denken der Anderen. oder Cocktail Menschenrechte).

Wenn wir interkulturell in Frieden miteinander auskommen wollen, müssen wir die anderen in ihren Tiefendimensionen verstehen lernen. Wie schwierig und mühselig dieses Geschäft ist, erfahre ich in meinem langjährigen Engagement für die deutsch-französische Städtepartnerschaft immer wieder aufs Neue. Wie oft überrascht es mich immer wieder, was ich in all den Jahren unbewusst an tiefgreifenderen Unterschieden nicht wahrgenommen habe. Dabei handelt es sich hier noch um ein unserer eigenen deutschen Kultur nahestehendes Nachbarvolk, also nur einen kleinen Ausschnitt der gesamten Problematik.

Wenn Paulus in seinem Brief an die Römer fordert, dass Christen Böses mit Gutem vergelten sollen, geht das nur, wenn wir genau hinschauen lernen, was wir als gut und was als böse einstufen.
 
rbbln
15.01.2011
17:03 Uhr
     
bravo zu diesem beitrag von sophie ...  
Sophie
14.01.2011
09:44 Uhr
     
Ein warmer Empfang für die neue Gastprofessorin - wie er in Deutschland vor allem für Migranten nicht selbstverständlich sei.
"Uns fehlt eine Begegnungskultur", kritisierte sie. Die Gastfreundschaft der Deutschen sei "recht mager" ausgeprägt, gute Gastfreundschaft aber eine Voraussetzung für gelungene Integration.
http://www.tagesspiegel.de/politik/kaessmann-gastfreundschaft-der-deutsche n-ist-recht-mager/3698970.html
Das ist ein starkes Stück. In den USA, wo sie gerade als Gast, der wieder ging, war, sind Immigranten völlig auf sich gestellt. Sie müssen Arbeit finden, gute Schulen kosten Geld. Wir sind in Europa entgegenkommend genug gegenüber Immigranten, die verschämt Migranten genannt werden. Nein, sie sind keine Gäste. Sie bleiben. Und wenn man irgendwo bleibt, muss man sich idealerweise dort wohl fühlen, soll heißen, das Land und seine Kultur mögen. Sonst kann man ja theoretisch wieder gehen. Soweit ich das beobachte, mögen Polen uns. Russen auch. Asiaten ebenfalls. Sie reisen auch gern hierher. In den großen europäischen Kulturstädten steht man mit ihnen in Schlangen vor Kirchen und Museen.
Als wenn es nicht ein wirklich christliches Thema geben würde: Christen im Irak, in Nigeria, im Sudan, Kopten, auch Christen, in Ägypten. Dort ist es etwas mager. Und für die Armenier in der Türkei war es auch ziemlich mager vor ca. 100 Jahren. Nein, Frau Kässmann, hier ist es nicht kalt, dort ist es sehr, sehr kalt. In der Türkei darf man nicht einmal ein Grundstück kaufen, um eine Kirche zu bauen. Sorry, aber diese Einstellung kann ich nicht nachvollziehen. Es geht mir gegen den Strich, wenn man immer nur das eigene Land schlecht macht. Es gibt tolle Menschen in diesem Land. Nein, Frau Kässmann. Seit der 19-Jährige am Jungfernstieg erstochen wurde, hat man Bedenken, seine Youngsters nach Hamburg zu lassen. Das ist eine verdrehte Sichtweise. Von der evangelischen Kirche erwarte ich anderes.
 
rbbln
12.01.2011
19:06 Uhr
     
ich komme gerade aus dem kino und habe mir diesen film angesehen. Er hat mich informiert, beeindruckt, aufgewühlt - wahrscheinlich werde ich heute nacht nicht schlafen können, weil ich nur an diesen film denke. Sehr zu empfehlen ...  
do
11.01.2011
15:22 Uhr
     
Wie schön, dass die "Bibelenergie" nun auch als pdf-Datei zu lesen ist - das vereinfacht die Wiederaufnahme nach einer Lesepause ... Danke! Das "im"von "im kurzer Aneignung" verwirrt mich weiterhin ein wenig ...
Derzeit bin ich in ein Buch über "Die Mönche von Tibhirine" vertieft ... wer kann, schaue sich "Von Menschen und Göttern" an - leider läuft der Film ja längst nicht überall ... do
 
tg
10.01.2011
20:35 Uhr
     
bittte noch einmal das http.....eingeben- und ihr habt eine Bibelrolle mit 420 Seiten, -ratsch zieht Ihr durch die Bibel (Scrolen):und bleibt hoffentlich hängen wo es gut ist: http://www.lebensmut.de/inhalt/bibelenergie/kurzbibel.pdf  
ing
09.01.2011
15:33 Uhr
     
Mich macht es froh Herr Schley, daß Sie hier im lebensmut.land gelandet sind!
Auch Ihr Vaterunser ist eine feine Bereicherung. Ich will es heute noch gerne an eine Freundin ohne PC in schönster Schrift weiterversenden, weil ich weiß, daß sie schon immer auf diese Worte gewartet hat.
Danke!
Ich wünsch' EuchAllen ein Neues Jahr mit ganzviel Liebe, Von Herzen, Ingrid.
 
Winfried Schley
09.01.2011
13:02 Uhr
E-Mail Homepage  
Zur Jahreslosung 2011:
Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem.
Römer 12,21

Vor vielen Jahren brachte ich einer befreundeten Zeitungsredakteurin einen Leserbrief zur Veröffentlichung in die Redaktion. Ich hielt diesen Brief für sehr scharfsinnig formuliert, verteidigte darin das Lebensrecht des Ungeborenen und griff gleichzeitig einen Arzt an, der in unserer Stadt für Schwangerschaftsabbrüche bekannt war. Die Zeitungredakteurin, eine gläubige Christin, las meinen Leserbrief durch, schüttelte den Kopf und meinte: "Das darfst Du so nicht schreiben. Du zwingst Menschen nur in eine Verteidigungsposition, die ihr Herz verhärtet. Man muss das Böse weglieben." Wumm! Das hat gesessen! Der Leserbrief blieb unveröffentlicht. Noch heute begleitet mich ihr Satz: "Man muss das Böse weglieben." Dennoch stelle ich immer wieder überrascht fest, wie rasch er mir entgleitet und wie oft ich ihn mir in Erinnerung rufen muss. Es scheint leichter, darüber zu schreiben als danach zu handeln. Ob es Paulus auch so ging?

P.S.: Bei meinen Link über das Vaterunser habe ich einen Fehler gemacht, hier die Korrektur.
 
tg
03.01.2011
15:06 Uhr
     
ja, aber auch Angebotenes prüfen. Ich las die Vorschläge über die Weisen und Zwitter. Bedenkenswert, wirklich; Dank.  
ds
03.01.2011
13:20 Uhr
     
Ja, bitte noch ein bißchen bei der Jahreslosung 2011 bleiben:
NICHT: wie du mir, so ich dir,
SONDERN: wie Gott mir, so ich Dir!
Ein gutes Jahr euch allen - Delf
 
Winfried Schley
02.01.2011
16:41 Uhr
E-Mail Homepage  
Vielen Dank Herr Giesen, dass Sie mich einluden, ins Gästebuch von http://www.lebensmut.de schreiben zu dürfen und mit Links auf meine eigenen religiösen Artikel in http://winfried.schley.over-blog.net zu verweisen. Noch weiß ich nicht, wie schamlos ich das nutzen werde.

Wer sich in der Welt der Blogger als Schurlianer vom Planet Auricula outet, kann sich einer gewissen Anzahl von Klicks sicher sein; denn dort ist alles Abstruse, Exotische, Fremde, Abwegige, Perverse herzlich willkommen. Wer sich dort dagegen als Christ bekennt, gilt als ewiggestriger Langweiler.

Als ich in meinem Blog als erstes einen Text veröffentlichte, in dem ich dem Vaterunser Jesu mit meinen eigenen Worten nachspürte, koppelte gleich der nächstbeste Kommentator seinen nichtssagenden Kommentar mit einem Link auf eine stahlharte Pornoseite. Er wollte mich wohl sehr rasch aus seiner eigenen Scheinwelt als unpassend wieder vertreiben.

Ich bin regelrecht verliebt in die Welt der Verfremdung von Bibeltexten, um sie gerade dadurch neu in den Blick jener zu mogeln, die den christlichen Glauben schon längst für sich abgeschrieben halten, mal in harmloser Gedichtform, wie „Keine Royals zu Besuch“, mal in anzüglicher Zweideutigkeit für die sexuell unerfüllten Phantasien vieler Internet-User wie „Ich bin ein Zwitter“, noch heute ein Renner über die Suchmaschinen, mal mit mystischem Touch versehen wie „Quelle der zärtlichen Zuwendung“, mal bissig provokant wie „Am liebsten hättet ihr mich los“, mal politisch wie „Abendland- christlich Land“, mal stock-katholisch wie in „Was ist mit uns passiert?“.

Hier auf diese http://www.lebensmut.de verirren sich wohl kaum „normale“ Blogger, sondern in der Regel religiös Suchende, die das Christentum als eine mögliche Variante für sich offen halten oder solche, die sich gern in ihrem christlichen Glauben bestätigt fühlen wollen. Ich bin gespannt, ob ich auf diese Zeilen eine Reaktion aus dieser Zielgruppe erhalte.

Mit freundlichen Grüßen und ein Gesegnetes 2011
wünscht Winfried Schley
katholischer Gymnasiallehrer.
 
Claus
01.01.2011
22:45 Uhr
     
Vielen Dank, Pastor Giesen, diese Worte von Bonhoeffer sollten wir uns einprägen und während des Jahres immer wieder abrufen, weil dann das, was uns im Moment ganz furchtbar erscheint, relativiert wird, zumal wir Bonhoeffers Schicksal kennen.  
tg
01.01.2011
18:52 Uhr
     
Von guten Mächten treu und still umgeben,
behütet und getröstet wunderbar, -
so will ich diese Tage mit euch leben
und mit euch gehen in ein neues Jahr.

2) Noch will das alte unsre Herzen quälen,
noch drückt uns böser Tage schwere Last.
Ach Herr, gib unsern aufgeschreckten Seelen
das Heil, für das Du uns geschaffen hast.

3) Und reichst Du uns den schweren Kelch, den bittern,
des Leids, gefüllte bis an den höchsten Rand,
so nehmen wir ihn dankbar ohne Zittern
aus Deiner guten und geliebten Hand.

4) Doch willst Du uns noch einmal Freude schenken
an dieser Welt und ihrer Sonne Glanz,
dann woll´n wir des Vergangenen gedenken,
und dann gehört Dir unser Leben ganz.

5) Laß warm und hell die Kerzen heute flammen,
die Du in unsre Dunkelheit gebracht,
führ, wenn es sein kann, wieder uns zusammen!
Wir wissen es, Dein Licht scheint in der Nacht.

6) Wenn sich die Stille nun tief um uns breitet,
so laß uns hören jenen vollen Klang
der Welt, die unsichtbar sich um uns weitet,
all Deiner Kinder hohen Lobgesang.

7) Von guten Mächten wunderbar geborgen
erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist bei uns am Abend und am Morgen
und ganz gewiß an jedem neuen Tag.

D. Bonhoeffer-
 
Hallo
31.12.2010
17:48 Uhr
     
@ delta - vorher kommt aber noch: Klingen die Glocken in den Klöstern, dann ist Östern - in diesem Sinne ein frohes und gesegnetes neues Jahr und freuen und hoffen auf die schönen Feste, die uns bevorstehen...  
Monika Glaessel
31.12.2010
16:35 Uhr
E-Mail    
Ich wünsche Euch Allen ein frohes, gesegnetes und gesundes Neues Jahr!  
Delta
31.12.2010
14:03 Uhr
     
ach, wenn's doch erst Finxten wär....

Euch allen ein gesegnetes neues Jahr
Delta
 
jakobus
31.12.2010
13:40 Uhr
     
Das passt in jeder Hinsicht: Frohes neues JA !
Herzlichst, jakobus
 
tg
30.12.2010
17:51 Uhr
     
Das Alter erscheint mir mehr und mehr nicht etwa als düsterer Vorhof des Todes sondern als der große Urlaub nach der Überanstrengung der Sinne, des Herzens und des Geistes, die Leben hieß. (Marcel Jouhandeau)  
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