Gästebuch


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:: lebensmut.de ::
Autor Nachricht
tg
26.03.2022
19:44 Uhr
     
Von Pavese:" Erinnere dich immer daran, daß dir nichts zusteht." Ungeheuerlich, diese Wahrheit. Also alles Gnade, Wunder, Geschenk, auch Verpflichtung, Auftrag zu teilen.  
Menke
24.03.2022
08:57 Uhr
     
Was sich für mich ändern lässt!

Ein Gebet kann im Glauben Panzer aufhalten, das aber meist erklärbarer wird, wenn es tatsächlich im nachhinein, im in sich loslassen und nur seinem beigebrachten Glauben bewusst geworden ist.
Der Realist, lässt in der Vorrausschauenden immer wieder schon vorher der Erprobten Lage geschuldet, mehr seinen Gefühlen auch dem erlernten seinen Lauf und kämpft mit sich und dem jetzt tuen müssen, den Lauf der Dinge.
 
jakobus
22.03.2022
20:37 Uhr
     
Bitte und Trost in diesen Zeiten: EG 430
Grüße von jakobus
 
tg
19.03.2022
14:34 Uhr
     
Ja , beten setzt Energien frei - ob es Panzer aufhält ist umstritten. Aber beten ringt nieder und baut auf. Ohne Frage.  
Menke
18.03.2022
09:29 Uhr
     
Gute Gedanken!

Ein Gebet, oder einfach an deine Klassenlehrerin denken, jetzt auf den Weg der Besserung.
Jeder der schon mal in Lebensnot operiert worden ist, weis das zu schätzen, erst recht wenn kein Zeichen von Hoffnung kam in der Stille der Nacht, aber auch von außen.
Leider kam mir auch die Erinnerung von Schule und Klassenlehrer wieder hoch, wo ich keine gute Erinnerungen in Form von Hoffnung und Fürbitten gehabt hätte, sondern nur in der Hoffnung, diesen Peiniger wieder zu vergessen.
 
Monika Glässel
16.03.2022
06:41 Uhr
     
wird gemacht !  
Julius
15.03.2022
23:53 Uhr
     
Letzten Monat habe ich mich mit meiner alten Grundschullehrerin getroffen. Vor 25 Jahren wurde ich bei ihr eingeschult. Sie ist jetzt Mitte 80. 10 Jahre hatten wir keinen Kontakt. Vor drei Wochen habe ich aber endlich meinen Vorsatz umgesetzt, mich wieder bei ihr zu melden.

Ich habe sie in ihrem Haus in Kladow in Berlin besucht und für sie gekocht. Wir haben uns sehr gut unterhalten, in alten Erinnerungen geschwelgt und alte Schulhefte angesehen, die ich mitgebracht hatte.

Als ich sie dieses Wochenende angerufen habe, sagte sie mir, dass ein Tumor in ihrem Darm festgestellt wurde. Zum Glück hat er noch nicht gestreut. Sie wird am Mittwoch (16.3.) operiert.

Ich würde mich freuen, wenn ihr meiner Klassenlehrerin Frau Matthes morgen im Laufe des Tages gute Gedanken schicken oder ein Gebet sprechen könntet, dass alles gut verläuft. Danke.
 
tg
11.03.2022
18:04 Uhr
     
„Du hast dich gemacht!“ Sagt man so. Aber von wegen. Wir werden doch gemacht. „Du hast dich entwickelt“! Auch nicht. Wir werden doch ausgewickelt zu dem, der wir werden sollen.  
Menke
05.03.2022
19:17 Uhr
     
Der Mensch ist in sich und für andere unbegreiflich.

Die Hoffnung ist im Mensch, die Hoffnung kommt durch den Mensch.
Das Böse ist im Mensch, das Böse kommt durch den Mensch.
Sind wir ehrlich zu uns, je leichter uns das Leben gemacht wird, je abstrakter mutet uns die Wirklichkeit von Hoffnung und bösen an.
Ich schaue von meiner Burg ins Tal und was ich sehe aber nicht sehen möchte, ist weit weg von meiner Vorstellung nach Glück.
 
tg
05.03.2022
15:40 Uhr
     
Ukraine- ja, es ist zum Heulen. Und zum Beten, dass P gegangen wird. Unsere Kinder und Enkel bekommen jetzt life eine Ahnung von Hitler. Und wie hofften wir Alten, dass mit Corona u Klima uns noch Rettendes gelingt, sodass wir mal lebenssatt und dankbar gehen können. Und jetzt das noch.  
die Augustiner
04.03.2022
23:23 Uhr
     
Wir melden uns zurück auf dieser lebendigen Seite. Das Virus hatte uns für etliche Tage in Quarantäne geschickt, doch wir hatten alle 7 das Gefühl, dass die Impfung uns Schutz gegeben hat . Wir konnten die Beiträge hier verfolgen und haben doch das Gefühl, dass es viele Mitleser und -schreiber gibt, die sich auch zu dem fürchterlichen Krieg äußern möchten, aber natürlich die angeregte Diskussion nicht stören wollten.
Ja Monika, auch wir beten inständig, dass diese Grausamkeiten enden mögen, bei jeder Tagesschau kommen uns die Tränen - und wir dachten doch alle, das Virus sei unser großes Problem.
Lassen Sie uns dem Glockengeläut lauschen, lassen Sie uns spenden und Gutes tun und hoffen, dass dieses Elend schnell endet.
 
ds
03.03.2022
16:44 Uhr
     
Julius ist bestimmt ein kluger Kopf, freue mich immer, von ihm hier zu lesen. Hier aber...

"Wir bedürfen Gott auch nicht als Sinnstifter, ein Thema, über das ich viel nachgedacht habe. Für mich sind die Menschen, die mich umgeben und das Leben, das ich lebe, Sinn genug."

...bin ich mit ihm nicht einig. Denn wenn es so ist, wie er schreibt, ist Gott ausserhalb von uns....oder den Dingen. Das bezweifele ich. Gerade in diesem Beispiel denke ich, dass besonders beim Sinn er mitten in und unter uns ist, besser: ER ist der Sinn...oder Sinn.

Was denkt ihr? LG Delf
 
Menke
02.03.2022
10:08 Uhr
     
Die Würde des Menschen ist unantastbar!

Da brauchts ein Gesetz, was unsere Väter aufgrund ihrer eigenen Geschichte der Würdelosigkeit, beschlossen haben.
Also fühle ich mich in meiner Würde verletzt, kann ich dagegen klagen.
Recht haben und Recht bekommen, ist dabei natürlich zweierlei.
Die Natur klagt ihre verletze Würde anders ein, meist durch ihre vorgegebenen Instinkte, ihrem Stand in der Natur geschuldet.
Der Mensch kann im glauben an Gott, seine nicht wiederhergestellte Würde und damit Verletzbarkeit, unabhängig von all
dem, im Glauben an seinen Schöpfer, durch neue Erkenntnisse dabei tröstend finden.
 
tg
01.03.2022
11:56 Uhr
     
Meine Würde nehme ich nicht aus meinem Selbstbewusstsein. Wie oft ist dieses schwankend. Ich glaube, ich bin gewollt, geliebt und gebraucht von Gott. Auch mein Gewissen hört eine leisen Stimme, dass jemand herschaut, mich wahrnimmt- so letztlich mich wahrmacht, mich aufrecht hält gegen alle Selbstzweifel.  
Julius
26.02.2022
20:55 Uhr
     
Meine Überlegungen zu dem Text vom 18.2. sind, dass ich Traugotts Gedanken, dass die Schöpfung noch nicht vollendet, sondern ein Prozess ist und dass Gott die Dinge mitleidet, Leiden inkauf nimmt, weil anscheinend diese Welt nicht anders möglich wäre, immer gemocht habe. Übrigens eine Sichtweise, die man auch im Pantheismus und Hinduismus findet.

Hingegen teile ich nicht die Auffassung, die Würde des Menschen leite sich davon ab, dass Gott uns will. Ich halte Menschen und Tiere für inhärent wertvoll. Es handelt sich um bewusste und fühlende Wesen. Das reicht. Man braucht die Würde von Lebewesen nicht von einer höheren Instanz abzuleiten.

Wir bedürfen Gott auch nicht als Sinnstifter, ein Thema, über das ich viel nachgedacht habe. Für mich sind die Menschen, die mich umgeben und das Leben, das ich lebe, Sinn genug.

Wir brauchen Gott als Retter (ich hoffe, Gott wird einschreiten, bevor wir den Planeten endgültig zerstören, und bete, Gott wird meine Bekannten, die jetzt in der ukrainischen Armee kämpfen, retten). In dem Sinne finde ich wieder den letzten Teil des Artikels gut: "Aus dem Konfirmanden-Unterricht eine Geschichte. Opa baut eine Eisenbahn und schickt sie dem Enkel. Der kann sie nicht zum Laufen bringen. Wer muss kommen? Der sie gebaut hat."
 
Menke
24.02.2022
22:12 Uhr
     
Glaube als Vorbild, macht stark und lebensnah!


Der Starke Glaube von Jesus Christus dem gesandten, an seines Vaters (Gott) statt, lies ihn an seinen Vater fragen, wenn Du es willst, Vater dein Wille geschehe und er glaubte an seinen Auftrag, auch in seiner Todesstunde, die ihm sein Vater glaubhaft am Kreuz abverlangte.
Die Jünger bekamen es zum Ende seiner Mission, immer mehr mit der Angst zu tun und gerieten an Glaubenszweifel, ja sie verließen ihn, um ihre eigene Existenz zu retten.
Der Selbsternannte Messias auf Erden, war machtlos gegen die, die ihn zum Schweigen bringen wollten.
Um so erstaunter waren Sie als sahen, die Häscher und der Tod, hatten bei der Mission von Jesus hier auf Erden, nicht das Letzte Wort!
 
Monika Glässel
24.02.2022
17:25 Uhr
     
deswegen bete ich um jedes Ereignis, damit es gut wird, weil Gott uns helfen kann, nun muss ich um den
Weltfrieden beten, die heutigen Geschehnisse machen mich fürchten..................
 
tg
23.02.2022
18:52 Uhr
     
Bitte um Reaktionen auf Artikel vom 18.2., welche Art auch immer.TG  
Menke
19.02.2022
21:33 Uhr
     
Gott braucht unsere Liebe!

So sagte es Thomas Mann, in einem kürzlich gesehen Film über ihn.
Kann ich also Gott nur lieben, wenn ich wahrhaftig an ihn Glaube?
Wahrscheinlich schon, denn ohne unseren Glauben an ihn, würde sein Interesse an uns verkümmern.
Aber Liebe setzt auch Gefühle und verstehen voraus, ob nun zu Gott, oder zu einem Menschen.
 
tg
18.02.2022
12:36 Uhr
     
„Gott ist Gott. Und kein Gedanke…. Es bedarf der höchsten Vorsicht, von der Allmacht Worte zu machen“ (B.Strauß). Doch wer und was der, die, das Gott ist, das annähernd zu bedenken ist mir aufgegeben von der Taufe an. Da nannten sie mich „Traugott“ und hängten noch „Heinrich“ dran. “Kannst dich ja Heinrich nennen, wenn Du Heide werden willst“-soll mein Vater bei der Taufe gesagt haben.
Wer ist Gott, dem zu trauen mir im Namen aufgegeben ist? Der den Urknall machte, der die Welt ins Sein gerufen hat noch erhält- „der mich geschaffen hat, samt allen Kreaturen“(M.Luther)- wer, und wie ist der, ist die?
Du sollst dir von Gott kein Bildnis machen (2. Gebot)- Das ist das eine, das andere ist: „In ihm leben, weben und sind wir“ (Apostelgesch.17,28). Zwischen diesen beiden Weisungen will ich Ihn suchen.
In Ihm wir und das Universum? Und jeder Kreatur spendet er den Atem. Er macht unser aller Herzen schlagen. Ist auch bei mir, macht mich gehen, lässt mich machen, lieben, sündigen. Und heilt mich immer wieder, behält mich bei sich für immer. Er zieht die Feder der Welt auf jeden Morgen.
Er ist noch unterwegs zur Vollendung seiner Schöpfung. In 1.Mose 1,31 heißt es: „Gott sah an alles was er gemacht hat. Und siehe, es war sehr gut“, sehr gut für Weiteres ist damit gemeint. Sein Ziel soll sein, dass „Gott abwischen wird alle Tränen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid und Schmerz. Dann ist das Erste vergangen und Gott macht alles neu“ (Offenbarung 21, 4.5).
„Gott ist der Wille, der möchte, dass wir sind“(Eugen Drewermann). Dass Gott uns will, macht jeden von uns ungeheuer wichtig. Ich kann nicht verstehen, woher man sonst die Würde des eigenen Existierens nähme. Nur aus der eigenen Behauptung? Schon gewichtiger ist, dass ein Mensch mich liebt. Dass diese Liebe ein Quantum von Gottes Liebe zu mir ist- das glaube ich fest.
Gott ist kein Gegenstand sondern Geist, Energie,Tröster- der, von dem wir Leben nehmen und dem wir es wieder zurückgeben, von dem wir ausgingen mittels unserer Eltern und in den wir wieder münden. Dem wir letztlich verantwortlich sind- ohne ihn bliebe Verantwortung eine Geste ins Leere.

Gott steht nicht über den Dingen. Er kniet in den Dingen. Er leidet das Leid seiner Kreatur mit und feiert unsere Freuden mit. Er ist in der jetzigen Weltzeit gegenwärtig, Wir begegnen Ihm im Geschehen. So wird im Abendmahl in einem Stück Brot die Gegenwart Gottes essbar, im Schluck Wein trinkbar. Die Gottesqualität der Natur ist dramatisch endgültig erschienen in Christus- in ihm wurde Gott, „das Wort, Fleisch“ (Johannes 1,14).
Er trägt unsere Sünden, wie Eltern die schmerzlichen Taten ihrer Kinder mit aushalten und für sie haften. Und weitet unsere Wege ins Freie, wenn wir sie nur mitgehen.

Gott ist alle Energie. Oder in aller Energie, “Licht ist sein Kleid, Er macht Winde zu seinen Boten, Feuerflammen zu seinen Dienern“ (Psalm 104,2.4). Feuer dient uns und verbrennt uns. Beides hat mit Gott zu tun. Er ist auch die „Grundgesetze der Physik“( H.Brodkey). Er ist die Energie, die die Sonne leuchten macht. Darum ist es richtig, nicht der Sonne zu danken sondern für die Sonne. Auch sein ist die Energie, die in Erdbeben zerstört und Bäume wachsen macht. Und seine Energie wirkt im Dynamit –Wie wir es benutzen, macht Gott mit zum Mörder oder zum Helfer. So viel Verantwortung hat er uns aufgetragen, hat sein Schicksal in unsere Hände gelegt. Unser Schicksal in seinen Händen, sein Schicksal in unsern? Er ist der, der das Wirkliche wirkt, mit uns, die mit der Fülle von Möglichkeiten von Ihm ausgestattet sind.

Gott als Schöpfer macht, dass sich die Dinge und Wesen selber machen. Es sind seine Rosen, seine Menschen. Aber er ruft nicht jede Rose speziell ins Blühen sondern lässt Blühen geschehen, wie es kommt und geht. Wir Menschen zeugen, aber dass daraus dieser Mensch, dieses sein Kind wird, das will Er so. Und wenn ein Werdendes die Erden-Zeit abbricht und wieder zurückkriecht in Gott? Wollte Er es dann so? Jedenfalls will das Werdende wieder zu ihm- und er lässt es geschehen.

Wir beten „ Dein Wille geschehe“- durch uns. Klar ist das nicht, So viel geschieht durch uns gegen seinen Willen. Aber Er bringt sein Werk zurecht, so glaube ich innig, bringt unser Leben zurecht- lässt es münden in sein Ganzes, in sich. Darum muss die Welt in ihrer Offenheit, ihrem Warten auf Gottes Gnade zur Sprache kommen- womit die wesentliche Aufgabe der Kirche klar ist.
Gott ist von allem, was wir ewig Anfangende sind- das offene Ende, durch das wir denken und atmen können“ (B.Strauß). Er ist die Zeit, ist Ablauf, ist Werden und Vergehen- Also ist die Zeit Gottes Lebenslauf, sein Lauf zur Vollendung, und dann wird Gott sein „alles in allem“ (1.Korintherbrief 15,28). Ich hoffe es dringlich. Unsere Endlichkeit mündet in Gott. „Aus Gottes Hand in Gottes Hand“ -das soll die Widmung über unserm Leben sein; und für das Kommende, es sei, wie es sein: „Ich lass mich überraschen.“

Gott ist die Werde-und Vergehekraft, ist die Wirklichkeit. Und die zielt auf Liebe, ist auch Auslöserin heftiger Umarmungen, betreibt alle Sehnsucht- schimmert in den Sinnoasen des Daseins.
Gott ist das Geheimnis des Seins. Lieben wir zu sein, lieben wir das Sein, die Schöpfung, dann lieben wir Ihn: „Wer ein Kind sieht, sieht Gott ins Angesicht“ (M.Luther).
Gott ist allmächtig- wie kann er so viel Leid zulassen? Diese Frage ist „der Fels des Atheismus“. Alle Macht, alle Kraft, Energie ist Gottes. Aber er hat sie und damit sich in das Geschehen der Natur ausgeformt. Einen Teil Macht hat er den Menschen- seinen Filialen- überlassen: „Macht euch die Erde untertan“(1.Mose 1,28). Damit erniedrigt Er sich auch, macht sich von uns abhängig, gibt seine Ehre aus in unser Wirken. Hätte er die Evolution nicht über die Affen hinaus zum Menschen hingetrieben, würde ihm keiner „ins Handwerk pfuschen.“ Doch Gott wollte und will Schöpfungspartner, lässt ihnen Freiraum, auch gegen seinen Willen zu handeln, und Er nimmt in kauf, zu einem „unglücklichen Liebhaber“ (M. Sperber) zu werden.
Durch Jesu Zusammensein mit Gott sollte uns alles Herrische der Gottesvorstellungen ausgetrieben, Jesu Gott ist ein mütterlicher. Wir wollen ja uns selbst zum Trotz geliebt werden- unsere Mutter hat das in etwa getan. Dass wir von Gott geliebt sind, Er uns erwählt hat und nicht wir Ihn (Johannes 15,16), macht Ihn mir zum mütterlichen Vater, von mir aus auch zu “Mutter Gott.“
„Liebe ist der Schoß der Welt, der sanfte Schoß des sich selbst nicht begreifenden Geschehens. Ich stelle mir das Allwesen als Liebe vor“ (R.Musil). Und alle von Liebe Verlassenen, alle Entrechteten und Gedemütigten will er Heilung verschaffen, Auferstehung und ewiges bei ihm und mit ihm Leben- das gucke ich mir an Jesus Christus ab. Er sah sich getragen. „Wohin? Immer nach Hause“ (F.Hölderlin).

Wir dürfen, können, sollen beten. Betend nehme ich das, den Betreiber des Universums für mich in Anspruch, nehme Ihn für mich ein, biete mich Ihm dar, klage Ihm. Und es kann sein, dass ich Ihn auch anklage wegen seines Schweigens, seiner Langmut, seiner Toleranz. Wir können uns alles vom Herzen reden und es ihm hinschütten- Gott kanns verkraften.
Betend stehe ich auch dafür ein, dass Gott uns noch nicht aufgegeben hat, er noch uns hört und unser Werden und Tun begleitet, uns antwortet. Ich will alles, was auf mein Gebet folgt, als sein Antworten verstehen- dass jedenfalls Sinn auch im Vergänglichen ist.
Woran ich mich halten will, ist: „Gott, Du kennst mich. Ich sitze oder stehe, Du weißt mich. Du verstehst meine Gedanken von ferne“ (Psalm139,1.2). Das ist das Gegenteil des drohenden “Gott sieht alles“. Gott weiss mich, dich- das ist Trost und Glück. Der Universale kennt mein Innerstes, weil es Teil seines Innersten ist. Ich habe einen Mitwisser, so bin ich nicht allein. Sollte ich mich auch nicht verstehen, so erschlägt mich das nicht. Weiss ich, dass Gott mich weiss, kann ich nicht zu Nichts werden, kann nicht verloren gehen, auch mir selbst nicht. Wenn ichs doch nur behalte, dass Gott mich behält!
Aus dem Konfirmanden-Unterricht eine Geschichte. Opa baut eine Eisenbahn und schickt sie dem Enkel. Der kann sie nicht zum Laufen bringen. Wer muss kommen? Der sie gebaut hat. –Gott muss kommen als Mensch, um Leben uns vorzuleben, wie es wirklich angemessen und sachgemäß ist. Und: Ja, früher wusste man, wo man mit Gott dran war, wusste, wo man ihn hinstecken sollte. Ja ins oberste Fach, mit Namensschild „Gott“ , neben den Fächern „Arbeit“, „Geld“, „Freizeit“.. Aber Gott ist nicht in einem Fach, ist nicht ein Fach. Gott ist der Schrank, worin alle Fächer ihr Zuhause haben.
Und: Der Konfirmand: „Ich glaube nicht an Gott!“ Ich: „Wichtiger ist, dass Gott an dich glaubt. Gott liebt dich und braucht dich. Darum lebst du.“
 
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