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peter-u.hannelore
24.06.2008
00:58 Uhr
E-Mail    
liebe sylter , herzliche gruesse aus augsburg ! habe mich mit meiner mutter versoehnt ! besser so ! Anwaelte sind mist und wollen nur geld ! ra schmidt ist der schlimmste ! leider ! komme bald nach sylt und liebe sehr die klassische musik ! christoph schlingensief ist leider extrem krank mit einem lungencarcinom ! es trifft immer die falschen ! aber wir beten alle fuer ihn ! liebe gruesse auch an herrn traugott giesen ! euer hans peter richter bald wieder mit hund cleoli.  
tg
23.06.2008
09:49 Uhr
     
ja. Der Jesus sagt ja: Wer ein Kind aufnimmt, der nimmt den Himmel auf (Matthäus 18,5- dort: der nimmt mich auf.) Manche Kinder brauchen zwei ,drei Väter,Mütter- die einen zeugen/gebären, die andern ziehen groß.  
Anna
22.06.2008
19:58 Uhr
     
"Zukunft ist wichtiger als Herkunft" - ein schöner Gedanke, darf ich ihn in meinem Manuskript verwenden?

Ich schreibe gerade über ein Adoptivkind, Waise nach einem Verkehrsunfall, das sich in eine neue Familienstruktur mit neuen Eltern einfinden soll (und wird), und da wäre es schön, neben kritischen Stimmen wie
"können Adoptiveltern diese Kinder denn überhaupt genauso lieben, wie leibliche Eltern" oder
"nimmt man dem Kind da nicht seine Wurzeln" oder
"wer weiß, was so ein Kind an Genen mitbringt"
auch noch ein paar positive und befürwortende Stimmen zu haben.

LG,
Anna
 
tg
22.06.2008
18:51 Uhr
     
T.Giesen in Nordelbische Kirchenzeitung, Kiel, 22.6.08
Wichtiger als die Herkunft ist die Zukunft
Warum ich an meinem Stammbaum nicht interessiert bin

Ein entfernter Großcousin hat von unserer Sippe die Namen der letzten Generationen zusammengetragen. Einige Generationen zurück waren das noch starke Äste: Vater hatte fünf Geschwister, Mutter drei, so hatte ich mal 26 Vettern und Cousinen. Die meisten hab ich schon aus Augen und Sinn verloren. Meine vier Großeltern kannte ich noch gut, ein Urgroßelternpaar immerhin noch vom Augenschein her. Im Familienbuch meiner Eltern steht der Ahnenpass- drei Generationen stramm deutschstämmig- eigentlich schade; frisches Blut vom Kaukasus hätte der Sippe wohl gutgetan; aber Fehlanzeige.
Ich hab zur Konfirmation den jungen Leuten ein Beiblatt mit Stammbaumraster mitgegeben, um beim Fest mit der Familie die Namen ihrer Groß- und Urgroßeltern zu notieren. So sollte ein bisschen Herkunft bei soviel Zukunft anklingen. Aber mehr Rückblick als auf zwei, drei Generationen ist in diesen schnelllebigen Zeiten kaum zu schaffen.– Von mir aus soll sich auch meine Herkunft im Dunklen verwischen.

Hätten wir einen Bauenhof in dreihundertjährigem Familienbesitz weiterzuführen- und wären alle Vorbesitzer auf großer Wand verzeichnet, so würde ich diese Aufzeichnung weiterführen- ich bin ja auch notiert als 23. Pastor seit 1540 auf der Pastorentafel der St-Severin-Kirche in Keitum. Das gehört zur Ehrwürde eines großen alten Hofes oder einer betagten Kirche, daß die Diener die kleine Spur ihres Namens hinterlassen dürfen. Aber wer baute das Siebentorige Theben?- fragte schon kritisch Bert Brecht- es waren nicht die Könige, die sich mit dem Protzbau schmückten sondern die namenlosen, stammbaumlosen Malocher.

Warum nur die Lust an Ahnentafeln und Genealogien, Stammbäumen und Siegelringen? Man will aus berühmtem Geschlecht sein; meint, wegen seiner klangvollen Herkunft besondere Vorzüge mitzubringen. Und tatsächlich; ein „von“ im Namen hat was. Es gibt wohl einen Hang zu Gekrönten Häuptern und Glanz und Gloria - Illustrierte sind voll von Hofberichterstattung aus verblichenen Adelshäusern zu denen prominente Familien aus Gelddynastien aufgeschlossen haben.

Schon beim Erben ist es hochwichtig, ob man seine möglichst nahe Verwandtschaft zu dem Erblasser nachweisen kann. Inzwischen gibt es professionelle Erbensucher, die tun per Stammbaumforschung überraschte weitlaüfige Verwandten auf. Auch die Mormonen interessieren sich für die alten Ahnentafeln. Sie bieten für längst Verstorbene eine Ferntaufe mit den Weihen ihres Gründers an.

Die früheren Könige mussten gegen Nebenbuhler einen makellosen Nachweis ihrer königlichen Herkunft besitzen. Jeder fest auf dem Thron sitzende Herrscher ließ seine Abkunft aus edelstem Geschlecht herleiten, fügte auch die Helden der Vergangenheit in seinen Stammbaum ein, der letztlich im Himmel wurzelte.

Die Verwurzelung im Himmel ganz ohne Ahnentafel glaube ich auch für mich und dich. Mittels meiner Eltern und Ahnen ruft mich Gott aus seinem Genpool ins Leben. Und formt mich durch Erleben. Wieviel verschiedene mögliche Zusammenstellungen in nur einem Elternpaar bereit sind, sieht man an der Verschiedenheit der Kinder. Aber Erziehung und Prägung durch die Umwelt machen uns erst richtig. Man sagt sogar, daß die gleiche Stellung in der Geschwisterreihe uns mit anderen Menschen ähnlicher machen als die biologische Herkunft.

Das große Contra gegen den Segen aus biologischer Herkunft ist die Taufe. Dem Menschlein wird in der Taufe gesagt: „Fürchte dich nicht, Gott hat dich aus dem Nichtsein erlöst, er hat dich bei deinem Namen gerufen. Du bist sein.“ -So ist uns Gott Vatermutter und an der Hand von Bruder Jesus sind wir einander Geschwister. Das Alte – die individuelle Ahnentafel ist vergangen, ein Neues ist im Werden: die Familie Gottes an seiner einen Tafel zu Tische sitzend.

Wir Heutigen mit den gebrochenen Biographien und Familien im Wandel müssen wissen, daß unsere Namen im Himmel angeschrieben sind. Die Festplatten im Standesamt helfen beim Erben. Aber mein, dein Ich muß himmelwärts gesichert sein, deine Seele hat in Gott ihr Du, und ihre Zukunft.
 
DS
21.06.2008
10:08 Uhr
     
In neuester Ausgabe der NORDELBISCHEN KIRCHENZEITUNG (Heft 25 Seite 3) ein Gastbeitrag von TG zum Thema Familienforschung unter der Überschrift "Zukunft wichtiger als Herkunft".
Webmasterin/TG lässt sich dieser beschaffen und hier bzw. bei "weitere Texte" ablegen ?
Danke für Mühen, oft so hinter allem Sichtbaren.
Und mal hören : John Rutter : "look at the world" -wahrer Lobpreis, den man in dieser wunderbaren Natur belegt finden kann - ein gutes, herzensonniges Wochenende euch allen wünscht Delf
 
Luise
20.06.2008
21:49 Uhr
     
Liebe Kathrin, habe gerade noch eine informative Seite zu Sekten und ihrem Gebahren gefunden: http://www.relinfo.ch. Gibt gute Hinweise.Herzlichst Luise  
Luise
20.06.2008
21:08 Uhr
     
Liebe Kathrin, über einen Kammscheren hatte ich auch nicht gemeint und wenn solche Details
beschrieben werden wie in dem letzten Beitrag, klingt es auch für mich nach echter Gefahr und Scharlatanerie, denn ein wirklicher "Heiler" würde niemals zerstörerisch arbeiten. Sollte es eine Sekte sein
oder ähnliches, können fast nur "Spezialisten" helfen. Ich weiß aus dem Bekanntenkreis von einem Fall bei der Moonsekte, der nur mit Hilfe eines "Deprogrammieres " (Menschen die sich speziell ausbilden lassen um
andere zu befreien) wieder zur Familie zurückgefunden hat. Er hat später ein Buch darüber geschrieben:
O.v. Hammerstein "Ich war ein Moonie". Freunde und Familie sind in einer solchen Situation überfordert aber gleichzeitig die Einzigen die handlungsfähig wären, weil sie die Situation wach beobachten. Es gibt sicherlich auch Beratungsstellen. Im Moment fällt mir nicht mehr Hilfe ein, es wären einfach mehr Infos
notwendig. Ich kann gut nachfühlen wie schlimm es ist und ich finde es auch kein Wehklagen wenn in diesem Forum um Hilfe gebeten wird.Herzlichst Luise
 
Ursula
20.06.2008
19:58 Uhr
E-Mail    
Liebe Kathrin,
allmählich habe ich den Eindruck, dass Deine Freundin in die Fänge einer Sekte -die aus Amerika kommt - geraten ist. Die Leute sind sehr schwer zu erkennen. Ein gemeinsames Merkmal ist, dass sie die Trennung von allen Familienangehörigen verlangen und alte Bindungen auflösen wollen. Ich denke, in so einem Falle braucht man kompetente Hilfe - das wäre auch wichtig für den Lebenspartner und die Tochter. Du alleine bist da überfordert.
Ich wünsche Dir guten Rat und baldige Hilfe.
Ursula
 
Delta
20.06.2008
10:45 Uhr
     
Liebe Kathrin,
du musst dich nicht entschuldigen für deine Emotionen. Schreib weiter, schreib dir von der Seele, was dich belastet, bedrückt, wütend oder traurig macht und sei gewiss, dass du verstanden wirst.

Heute früh, als ich das Losungsheft aufschlug, musste ich wieder an dich und deine Freunde denken.

Tröstet, tröstet mein Volk! spricht euer Gott. Jesaja 40,1
Paulus schreibt: Wie ihr an den Leiden teilhabt, so werdet ihr auch am Trost teilhaben. 2. Korinther 1,7

Gott sei mit dir
Delta
 
kathrin
20.06.2008
10:23 Uhr
     
Ich schere nichts und niemanden über einen Kamm. Ich bin einfach nur verzweifelt. Gestern spät nachmittags stand völlig aufgelöst der Partner meiner Freundin vor unserer Tür, der ihr Lebensgefährte seit über zehn Jahren ist, ein sehr kluger, feiner, liebevoller Mann, bei dem sie Halt und Glück fand, nachdem sie als Witwe mit ihren beiden Kindern über fünf Jahre allein gelebt hatte. Er ist am Ende und weiß nicht mehr, was zu tun ist, da sie sich nun - auf Rat der Heilerin - von ihm TRENNEN will und diese Trennung auch schon in die Wege geleitet hat. Aus irgendwelchen karmischen Gründen, die haareraufend sind. Meine Freundin wirkt völlig fremdbestimmt, tut so, als wäre sie so klar und glücklich wie noch nie. Ihre Tochter, mein Patenkind, ruft täglich hier weinend an, weil ihre Mutter sie nun auch noch von der Schule nehmen will, weg von Freundin, fähigen Lehrern und bisher sehr guten Noten, weil, laut der Heilerin, auch dort böse Einflüsse walten, die bald im Leben der Tochter zu einer Katastrophe führen würden.

Als ihr Sohn noch lebte, monatelang im Krankenhaus lag nach seinem schweren Verkehrsunfall, sollte sie, auf Rat der Heilerin, immer wieder während der Arbeitszeit "sofort ins Krankenhaus fahren" , es duldete nie auch nur eine Stunde Aufschub, um die Todesengel an Andreas' Bett zu vertreiben.
Am Ende hat sie ihre Arbeit dort verloren.
Sie ist dabei, alles zu verlieren, es ist ein grausamer Alptraum. Es tut mir leid, wenn ich zu 'emotional' rüberkomme, aber wir sind alle so hilflos und fassungslos verzweifelt, was tut man nur.
Ihr Lebenspartner ist in sehr lebenskluger, sensibler Mann, kein grober Klotz, voller Verständnis, aber auch er kann nicht mehr und verzweifelt immer mehr.

Auch mir ist klar, dass es da sehr vieles gibt zwischen Himmel und Erde usw, fernab unserer Schulweisheit, habe auch schon so manches scheinbare "Wunder" erlebt,
aber was wir jetzt dort miterleben, i s t zum Verrücktwerden. Nicht nur ich, die hier so 'emotional' tippt, empfindet diese Frau nicht als Heilerin, sondern inzwischen als böse, bestimmende Kraft, sondern jeder, der ihr nah ist, hat Angst vor dem, was dort mit ihr geschieht.
Entschuldigt bitte, wenn ich wie eine verrückte Emotionale klinge, die irgendeine helfende Berufsgruppe schlecht machen möchte. So ist es wirklich nicht. Wir wissen nur alle nicht mehr so richtig weiter.
 
Luise
19.06.2008
19:44 Uhr
     
Hier geht es ja schön lebhaft zu.
Ich stimme Ingrid zu, dass eine solche Heilerin durchaus ein tiefgläubiger Mensch sein kann und
mit dieser Begabung anderen Trost und Hilfe gibt. Es ist schade wenn dieses Thema zu sehr polarisiert wird, denn seriös arbeitende Heiler werden dann mit den Scharlatanen in einen Topf geworfen. Und heilen zu können und zu dürfen ist eine besondere Begabung und auch eine Gnade und verdient Respekt. Ich habe ernsthaft arbeitende Heiler schon kennenlernen dürfen und erfahren was sie bewirken können. Es ist einfach schade dieses Thema emotional abzuhandeln ohne tiefer einzusteigen. Und für mich besteht da kein Widerspruch zur Kirche und unserem Glauben. Aber ich stimme TG zu, dass eine Gefahr besteht in Gefilde abzurutschen, die uns vom Wesen unseres Glaubens entfernen können.
Wäre schön wenn es weiter so schön lebhaft hier bleibt und danke für viele liebevolle Beiträge. Auch mitlesen tut gut wenn man gerade nicht schreiben kann.Herzlichst Luise
 
Delta
19.06.2008
07:34 Uhr
     
Ihr Lieben hier im Gästebuch,
ich könnte zerplatzen vor lauter Glück und Freude über diesen schönen Morgen, über die früh aufgehende Sonne, das Vogelgezwitscher, die Arbeit, die auf mich wartet, über liebe Menschen, denen ich heute begegnen werde.....
Wenn ihr nicht so fröhlich sein könnt, nehme ich euch jetzt einfach mit in meinen Tag, auf dass auch ihr ohne Sorg und Mühe fröhlich sein könnt in eurem Tageslauf

Delta
 
Delta
18.06.2008
18:31 Uhr
     
Kathrin,
weiß du was? Deine Smilis machen die Seite gleich viel fröhlicher. Ich sehe förmlich ein Lächeln auf deinem Gesicht.

Mach's gut und grüß mir den Trotzkopf. Auch wenn er manchmal lästig ist, er ist auch zu was nütze (ich kenn' da was von) ((-:

Delta
 
Kathrin
18.06.2008
16:45 Uhr
     
Dankeschön, liebe Delta, ich freue mich über deine Worte. Ich lese sowieso immer sehr gern, was und wie du so schreibst....

:-)

und natürlich ist die Freundschaft nicht vorbei, wenn ich so in mich reinhorche.... Ich fühle mich im Moment nur wie ein trauriges, trotziges, hilfloses Kind, das weg schmeißen will und sagen: dann werd doch selig mit deiner komischen Heilerin...

Aber ich werde beten und darauf vertrauen, dass alles gut wird, dass sie Kraft und Zuversicht finden wird, wo auch immer, und natürlich werde ich für sie da sein, es ist alles sehr grausam für sie im Moment, es ist noch viel mehr passiert, man kann eigentlich nur fassungslos vor sich hin starren, und natürlich verstehe ich das mit dem Strohhalm. Und wie gesagt, was weiß man schon...
Aber irgendwas ist gruselig, aber vielleicht kommt es mir ja auch nur so vor und meine Angst um sie und überhaupt ist völlig unbegründet.
Ihr Sohn war wunderbar und auch mein Freund, und er fehlt auch mir sehr und es ist alles im Moment noch so unwirklich und nicht zu fassen.

Ich kann euch gar nicht sagen, wie komisch ich mir vorkomme, dass ich mich hier so auslasse. ich bin sonst im Internet kaum aktiv, ich weiß auch überhaupt nicht, was ich erwarte und meine inzwischen nun auch zu fühlen, dass TG im Hintergrund leise denkt: Wann hört die endlich mal auf, nun ist ja gut.

:-)

Ich versuche mal, es jetzt wirklich gut sein zu lassen.

Liebe Grüße von einer etwas verwirrten, aber hoffnungsvollen Kathrin
 
SonneMondundSterne
18.06.2008
16:44 Uhr
     
Delta, genau das finde ich so toll an diesem Gästebuch, es ist halt wie eine Art Tagebuch in das man seine Gedanken einträgt, manchmal in der Hoffnung, dass da Menschen sind, die genauso empfinden oder Anteil nehmen und einem somit ab und an auch einen Rat geben, den man verwerten kann.Das hilft enorm.
Dafür danke an Euch Delta und Co.
Zu dir nochmal liebe KATHRIN, so wie es aussieht ist deine Freundin längst in einer anderen Ebene von Welt angekommen und für dich und andre nicht mehr erreichbar. Darum solltest du dir endlich Frieden an tun und dich auch endgültig zurück ziehn, sonst gehst du daran selber kaputt. Es ist völlig ok wenn du dich von ihr entfernt hast, weil du leidest und wenn du leidest kannst du ihr eh nicht helfen, weil das wirklich sinnlos scheint. So weh das auch tut.
Ich hoffe, dass du diese Erfahrung überwindest und wünsche dir von Herzen Glück und endlich wieder Ruhe für deine Seele nach dieser schlimmen Erfahrung. Wer weiß, vielleicht erreichst du sie ja doch nochmal eines Tages.
Herzlichst , Micha
 
Delta
18.06.2008
15:25 Uhr
     
Liebe Kathrin,
es ist vollkommen in Orndung, dass du hier schreibst.
Niemand weiß, wie viele Menschen man hier mit seinen Einträgen erreicht. Ganz weinige nur reagieren drauf. Mir ist es ja vor ein paar Tagen auch so gegangen. Ich habe von deinem Kummer gelesen, wusste aber nichts darauf zu antworten, außer Gott um die richtigen Worte für dich zu bitten.
Mit Sicherheit bekommt manch einer einen Denkanstoß für eigene Probleme, bekommt neue Ideen und sieht, dass es auch wieder bergauf gehen kann, schöpft neuen Mut und gibt nicht auf.

Wir müssen nicht alles hinnehmen und dulden. Jeder hat da seine Grenzen und wenn die erreicht sind, sollte man die Notbremse ziehen, um selbst nicht unterzugehen. Du musst dir nicht blöd vorkommen. Freu dich, dass du den Schritt gewagt hast. Sich mit seinen Mitmenschen befassen und auseinander setzen ist in meinen Augen eine Art der Nächstenliebe. Die wiederum ist Bestandteil des Christlichen Glaubens.

Liebe Grüße
Delta
 
Kathrin
18.06.2008
10:14 Uhr
     
Ja, danke auch dir, Micha, ich verstehe das doch alles, das ist doch gerade mein Zwiespalt, aus dem heraus ich hier schrieb. Es ist nur so entsetzlich traurig und beinahe gruselig unfassbar, was für Ausmaße das annimmt und wie sie nahen Menschen, auch ihrem Partner, immer mehr entgleitet, weil sie sich nun "finden will" mit Hilfe dieser "Heilerin", die das ganz klar ausnutzt. Man möchte schreien, sie dort wegzerren, aus einem so sicher scheinenden Instinkt heraus, dass sie sich dort verliert, aber niemals findet.
Aber sie meint, auch ich würde eines Tages diese tolle Bewusstseinsstufe erreichen, in der ich dann auch erkennen werde, dass sie an eine wunderbare Ausnahme-Heilerin geraten ist. Und sie weiß ganz genau, was sie tut.
Von mir und jedem Anderen, der es mal gewagt hat, vorsichtig Zweifel anzubringen, zieht sie sich nun erstmal zurück. All diese negativen Energien sind natürlich nur störend auf dem Weg der Selbstfindung. Sagt die Heilerin. Die nun hilft und heilt auf dem bevor stehenden, langen Weg...

Ich gebe es nun nach vielen Monaten auf. Was bleibt mir auch anderes übrig.
Es ist einfach nur eine geradezu unheimliche Erfahrung, für die mir noch immer die Worte fehlen.
Und was weiß ich schon. Vielleicht ist das ja gerade für sie der richtige Weg, oder überhaupt der einzige, um weiterleben zu können. Das ist mir alles klar.
Ich verstehe alles, was ihr schreibt. Aber in mir ist in dem halben Jahr etwas kaputt geganen und die Freundschaft ist vorbei. Auch wenn das hässlich und hart scheinen mag und unsympathisch. Ich weiß das alles. Aber mit den Gefühlen ist das so eine Sache, und wenn sie weg sind, sind sie weg, so gut kenne ich mich inzwichen.
Habt Dank fürs Zuhören und Reagieren. ich komme mir selbst blöd vor, dass ich hier schrieb, zumal ich auch nie ganz verstanden habe, welche Art Gästebucheinträge hier erwünscht sind und welche nicht.
Lieber Webmaster, ich könnte verstehen, wenn sie diesen 'Thread' löschen. Ich selbst kann es ja nicht mehr auf Storno setzen.
Viele Grüße
von Kathrin
 
SonneMondundSterne
17.06.2008
22:10 Uhr
     
Liebe KAthrin, liebe Ratlos,
dir unterstellt niemand, dass dein Horizont nicht ausreicht oder sontiges um das zu verstehen, was deine Freundin fühlt oder warum sie sich diesem "Blödsinn" einfach so hingegeben hat ohne zu hinterfragen...
ich kann mir aber gut vorstellen, dass man sehr verzweifelt sein muss, wenn man sich so einer Person hin gibt...was ich persönlich niemal stun würde...
ich habe selber Kinder und meine sind beide krank...Meine Tochter war oft dem Tode nah und ich hab immer zu Gott gebetet....bis jetzt hatte sie sehr viele Schutzengel...aber wer weiß, was beim nächsten mal sein wird... ist er dann auch da da oben oder ihre Schutzengel...oder ist es dann zu Ende...
das weiß niemand....um auf den Punkt zu kommen...
wenn man in Begriff ist das liebste zu verlieren, was man auf der Welt hat und keine Medizin mehr hilft, dann gibt es nunmal solche Momente, in denen man nach irgendwelchen STrohhälmen greift , egal wie absurd sie auch für dich oder irgendjemand anderen auf der Welt klingen mögen...dafür darf man denjenigen nicht ausgrenzen und ihm die Hilfe versagen... denn "gerade dann" brauch er sie am nötigsten...
aber ich wäre wohl genauso überfordert damit, vor allem wenn man nicht mehr an denjenigen rankommt...
und das wiederrum macht einen schrecklich wütend und lässt einen verzweifeln....
also bitte denk ja nicht ich weiß nicht was du meinst....
verzeih, wenn du dich angegriffen fühltest... war sicher nicht meine Absicht...
Liebe Grüße
Micha
 
Kathrin
17.06.2008
10:16 Uhr
     
Danke Delta, für deine einfühlsamen Worte.
Es ist aber da nichts, was ich mir nicht eingestehen möchte, außer, dass mir die ganze Geschichte "ganz einfach zu blöd" und sie mir zu fremd geworden ist.
Wer sich so kritiklos so einem Schwachsinn hingibt, Verzweiflung hin oder her, dem kann ich nicht mehr folgen und will es auch nicht mehr.
Da wir uns nach einer dieser komischen Theorien ja vorher unser Leben haarklein "ausgesucht" haben, habe ich mir dann eben wohl eins ausgesucht, in dem ich weit weg laufe, wenn mir jemand mit dem Irrsinn, den ich die letzten Monate zu hören bekommen habe, kommt.
Manches ist eben unvereinbar und manche Freundschaften erweisen sich als gar keine.

Das war es nun wirklich zu diesem Thema.
 
Delta
17.06.2008
08:22 Uhr
     
Liebe Kathrin,
ich kann deinen Schmerz und deine Enttäuschung gut verstehen. Trotzdem würde ich nicht sagen, du wärst wohl doch nicht die richtige Freundin gewesen. Wenn dich ihre Hinwendung zu dieser Heilerin so sehr trifft, muss da mehr gewesen sein, als du dir im Moment eingestehst.
Du merkst, dass du grade jetzt nichts für deine Freundin tun kannst, also halte dich eine Weile zurück. Auch in einer Freundschaft kann es Engpässe und Durststrecken geben. Warte ab, behalte die Freundin aus der Distanz heraus etwas im Auge, gewinne auch du Abstand zu dem Geschehen und dann kommt vielleicht irgendwann der Tag, an dem ihr euch wieder annähern könnt.
Gib deiner Freundin ein Zeichen, dass sie sich gerne wieder melden kann. Oft traut sich der andere später nicht mehr, weil er Angst hat, abgewiesen zu werden.
Es wird bestimmt alles wieder gut. Hab Vertrauen zu Gott, vertrau dir selbst und schenke dieses Vertrauen auch deiner Freundin.

Delta
 
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