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:: lebensmut.de ::
Autor Nachricht
do
14.11.2009
08:51 Uhr
     
Danke, webmaster, für diese seelenvolle Klarstellung und den Link zur Predigt anlässlich der ergreifenden Trauerfeier für Robert Enke.

Wenn du durch einen Sturm gehst
Geh erhobenen Hauptes
Und habe keine Angst vor der Dunkelheit
Am Ende des Sturms
Gibt es einen goldenen Himmel
Und das süße, silberhelle Lied einer Lerche
Geh weiter, durch den Wind
Geh weiter, durch den Regen
Auch wenn sich alle Deine Träume in Luft auflösen
Geh weiter, geh weiter, mit Hoffnung in deinem Herzen
Du wirst niemals alleine gehen
Geh weiter, geh weiter, mit Hoffnung in deinem Herzen
Du wirst niemals alleine gehen

Ja, You´ll never walk alone...

Am morgigen Sonntag, Volkstrauertag, werden nicht nur die im Stadion von Hannover 96 Anwesenden seiner gedenken und ihn begleiten ...

Ein stiller Händedruck für Teresa Enke und alle die, die seine Entscheidung so betroffen macht - do
 
webmaster
13.11.2009
22:57 Uhr
E-Mail    
Ich finde es ehrlich gesagt pietätslos und lieblos, angesichts der tiefen Betroffenheit und der offen gezeigten und geäußerten ehrlichen Trauer tausender Menschen (nicht nur in Deutschland) von „Theater“ zu sprechen.
Robert Enke ist ein Einzelschicksal von vielen, aber er war in der Öffentlichkeit bekannt, daher die große Anteilnahme an seinem Schicksal und an dem seiner tapferen Frau. Er war für viele ein Vorbild, ein exzellenter Fußballer, "Torhüter" ohne Allüren, ein sozial engagierter Mensch, der stark und ausgeglichen wirkte.
Auch darf man es sich nicht zu einfach machen, wenn man nach dem „Warum“ dieser Tat fragt, auch nicht, warum er diese Art des Suizids wählte.
Es ist sicher zu kurz gedacht, sie „nur“ erklären zu wollen mit dem Tod der kleinen Tochter und dem Unvermögen, mit diesem Schmerz zu leben.

Erschreckend ist es vor allem zu erfahren, wie übermächtig die Angst war, „dass es rauskommt“, – die Depression nämlich, eine Krankheit die in unserer Gesellschaft stigmatisiert. Ein Tabuthema. Wer an ihr leidet ist gefangen und verliert das Gefühl für sich selbst und für andere. Auch für die Angehörigen, die den geliebten Menschen nicht erreichen, somit nicht helfen können, gleichermaßen eine Qual.

In ihrer berührenden und nachdenklich machenden Ansprache in der Andacht am Mittwochabend sagte Frau Dr. Käßmann:

„Hinter Glück, Erfolg und Beliebtheit können Verzweiflung und Einsamkeit stehen“, und „Leid, Schwäche, Krankheit sind Teil unseres Lebens. Dafür darf es keine Pfiffe geben, sondern Empathie und Mitleid. Wie traurig ist es, nicht über Depressionen sprechen zu können, weil das unsere Gesellschaft als Schwäche ansieht.“.

Die ganze Predigt kann man hier nachlesen

http://www.evlka.de dann Predigten anklicken.

Auch dies ist, wie ich finde, ein bemerkenswerter Artikel:
"Geschlagen im Spiel des Lebens"
http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,660853,00.html

Ja, Ohli, nicht nur Leistungssportler sind betroffen, sondern auch andere Berufe, die nur "harte Männer" sehen wollen. Wie wahr.
 
ohli
13.11.2009
21:32 Uhr
E-Mail    
das aufgebauschte Einzelschicksal ist aber vielleicht doch für einen gnadenlosen Sport nötig gewesen. Nun hat selbst die Mannschaft um Pause und Ruhe gebeten - hoffentlich versiegt das Gespräch nicht so schnell.
Es gibt auch andere Berufe, die nur "harte" Männer sehen wollen. Wenn z. B ein Arzt Betroffenheit zeigt,weil er für einen Patienten nicht mehr tun konnte - und der dann- vielleicht in jungen Jahren sterben mußte, ja dann rümpfen die Kollegen schon die Nase. Die Arbeitswelt ist oft sehr ungnädig.
 
Menke
13.11.2009
20:28 Uhr
E-Mail    
In diesen Tagen.


Alles Zusammenfassen was in letzter Zeit war,wer will das schon gerne wenn man nur mitgetrieben im Strom der Nachrichten sich überfrachten lässt.

Es geht in den Geschichten um Vorbilder mit Individualisirung,ob von eigener Klientel,oder auch Wiederfinden in gewesene noch Lebende Krankheit.
Lasst uns Partei in geführter Willensäusserung ergreifen,was rauskommt ist eh bald wieder vergessen.

Da sind Menschen die keine Bücher schreiben können,weil vieleicht auch nicht einsichtig,selbst festgesetzt genormte Schönheit nicht ihr eigen nennen können im reingeschauten Lebensspiegel.
Auch ein erhaschender persönlicher,aber unnatürlicher Tot doch in gleicher Weise,aus ihrem engsten Kreis nur in einer Anzeige dem Äussern Geflissenheit in der Aktuellen erwartetten Verfassung gibt.

Was sind das Gleich doch für gleiche Welten?
 
kathrin
13.11.2009
16:36 Uhr
     
Ruhe in Frieden, Robert Enke.

Statistisch werfen sich täglich drei Menschen in Deutschland vor einen Zug. Die meisten finden nicht einmal Erwähnung in einem Einzeiler ihrer Tageszeitung.
Ich glaube, das ganze Theater jetzt, Blumen- und Lichtermeere, manchmal schon erinnernd an Lady Di in klein, Trauermärsche, Sondersendungen, Trauergottesdienste, Aufbahrung im Stadion, wäre ihm mehr als unangenehm.

Gar nicht so richtig nachvollziehbar. So viele Tote, so viel Leid, so viele Schwerstkranke und unfassbare Schicksale und dann dieses aufgebauschte Einzelschicksal.
Irgendwie merkwürdig.
 
Sophie
12.11.2009
15:20 Uhr
     
kleine tochter gestorben, man kann es verstehen, nicht jeder kommt mit so was klar. aber die art und weise ist unverständlich. für zugführer bedeutet es gelegentlich, dass sie berufsunfähig werden.  
traurig
12.11.2009
10:48 Uhr
     
Mich berührt das Thema sehr, und mir fehlen die Worte, da ich persönlich Ähnliches erfahren habe.
Etwas wundert mich bei der Wahl der Selbsttötungsart von R. E.
Er war so sehr einfühlsam und gewissenhaft, entschuldigte sich sogar in seinem Abschiedsbrief, alles was man jetzt über ihn erfährt, passt für mich nicht dazu, dass er einen anderen Menschen, den Zugführer, mit hinein riss, dessen Leben wahrscheinlich nie mehr das sein wird, was es war. Das weiß man von all denen, die Ähnliches erlebt haben.
Ich bin sehr traurig und es beschäftigt mich tief.
 
ohli
12.11.2009
09:18 Uhr
E-Mail    
Nicht - sprechen können - ist sehr belastend für alle. Als meine Schwester sich das Leben nahm, waren wir genau so getäuscht über ihre Sorgen und Nöte. Ihr Sohn kann heute - nach 25 Jahren - noch nicht darüber sprechen. Das schafft neue Not.
Hilfe kann es nur geben, wenn wir das Sprechen lernen.
 
tg
11.11.2009
23:17 Uhr
     
Sich das Leben nehmen - darf mit Hoffnung auch heißen: Sich das ewige Leben herbeiholen. Einem kann dies Leben hier zu schwer werden. Dann darf er gehen, wenn er nicht mehr bleiben kann. Aber hast du schon an alle Türen geklopft?  
Sophie
11.11.2009
14:38 Uhr
     
zu tg, "das weiße band": auch sehr gut verarbeitet von ingmar bergman in den erinnerungen an seine eltern (vater strenger und unausgeglichener pastor, der nach bergmans ansicht frau und alle drei kinder beschädigt hat) und aufgearbeitet in "fanny und alexander".  
DS
09.11.2009
14:10 Uhr
     
Friede sei mit dir!
DS
 
Rosi
07.11.2009
19:59 Uhr
E-Mail   ICQ
danke Tassita und all die anderen - habe erst heute gelese, welch tröstende Worte ihr geschrieben habt - wies so ist - muss durch und einfach trauern, es ist aber gut, wenn Menschen mit einem sind - Gott - ja gibt mir die Ruhe und Gelassenheit, die nötig ist, um nicht auszurasten - höre jetzt Musik, die Harald gerne gehört hat - habe Kerzen in der ganzen wohnung - und möchte am liebstn bei i h m sein. Grüsse an alle und einen schönen Sonntag... !!!  
Delf
07.11.2009
10:22 Uhr
     
... das ausdrückliche Nicht-Mögen des anderen - es kann auch sehr viel mit mir/dir selbst zu tun haben, darüber bitte mal nachdenken, mit tut dies derzeit sehr gut und gibt mir Erkenntnise über mich. Also -mal ran!
Und zum Eingehen auf andere : daraus ergäben sich Dialoge, an denen wir wachsen könnten, so oft nur wie Uner- oder gehörtes stehenbleibend - oder?!
Herzlich euch allen ein gutes Wochenende! Delf
 
rb bln
06.11.2009
21:19 Uhr
     
... ich meine dieses Nichtmögen der Frau K.  
rb bln
06.11.2009
21:16 Uhr
     
antwort an georg: ich bin Ihrer Meinung und viele andere Menschen auch ...  
Delta
06.11.2009
08:35 Uhr
     
Lieber Georg,
wir Menschen sind, Gott sei Dank, alle verschieden. Es muss nicht jeder jeden mögen. Wir haben die Freiheit, unsere Meinung zu äußern. Wir dürfen sie jeder Zeit ändern. Ich beziehe das jetzt nicht auf M. Käßmann!
Ich habe vor ein paar Wochen mit einem Mann zusammen gearbeitet, den ich schon einige Zeit kenne und den ich für etwas einfältig hielt. Ich habe ihn verkannt. Inzwischen sehe ich ihn als kompetenten Handwerker, der es versteht Leute anzuleiten. Es hat Spaß gemacht mit ihm und ich bin dankbar, dass ich diese Erfahrung machen durfte.

Mutiges Schreiben
Delta
 
SB
05.11.2009
22:31 Uhr
     
Hatte in der letzten Woche mehr Zeit als sonst hier nachzulesen, ein Infekt hatte mir eine Auszeit verordnet.
Viel geruht, gelesen, auf Gedanken und Dinge besonnen, für die die Zeit sonst knapp ist.
Danke, dass Ihr so schnell auf mein Vermissen reagiert habt, schön von Euch zu hören.
Auch ich wünsche Rosi weiterhin viel Kraft und Stärke für die Zukunft.
 
Tassita
05.11.2009
21:23 Uhr
E-Mail    
"und das Blätterlaub, das den Früchten weiches Landen schenkte, mit den roten Sprenkeln, das von der Liebe erzählt,"

Wie schön ausgedrückt!.Ja, es ist die Liebe, die die Natur immer für uns hat und der Frieden. Sie schenkt uns immer ihren Segen und ihre Heilung. Wenn wir verzweifelt sind, schenkt uns die Natur ihren Trost und ihre Zuneigung. Sie ist immer für uns da. Wie tröstlich. Und was macht der Mensch mit ihr...!

Gute Kräfte uns Allen,
Tassita
 
georg
05.11.2009
20:04 Uhr
     
Mein gestriger Eintrag war überflüssig und er tut mir etwas leid. Ich habe nichts dagegen, wenn er gelöscht wird.
Ich finde es ja selbst immer ein Mysterium, warum man einen bestimmten Menschen gefühlsmäßig ablehnt, den Tausende als ganz wunderbar erleben. Ich fühle mich eben eher abgestoßen in diesem Fall.
Schon komisch dieses Mögen und Nichtmögen.
 
Delta
05.11.2009
17:35 Uhr
     
@Tassita, ich muss dir Recht geben.
@ Rosi, bitte vergib mir. Es war Bequemlichkeit, nicht nach passenden Worten für dich zu suchen. Meine stille Anteilnahme wird dir nicht geholfen haben.
@ Georg, ich habe Frau Käßmann in verschiedensten Situationen erlebt. Sie kam in eine kleine ländliche Gemeinde, um über Elisabeth von Thüringen zu referieren. Sie hat vor fast 10.000 Kirchentagsbesuchern gesprochen und erst kürzlich einen Landessuperintendenten begraben. Immer hat sie die passenden Worte gefunden und die nötige Ernsthaftigkeit. Ich schätze es, wie sie mit ihrer offenen Art auf Menschen zugeht.
@ U. Sun, mir fehlst du auch
@ SB, danke für's Vermissen. Auch das ist eine Art von Aufmerksamkeit.

Euch allen herzliche Grüße
Delta
 
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