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Autor Nachricht
die Augustiner
06.05.2018
13:11 Uhr
     
Dem schließen wir uns an. Genießt Berlin bei diesem herrlichen Geburtstagswetter!  
Camille
06.05.2018
13:10 Uhr
     
Ach übrigens, was der Herr Prantl , den ich gerne nach marcus Ehnings Pferd "Noltes Küchengirl" Voßkuhles Küchenboy nenne, da schreibt: "Die Auseinandersetzung mit glaubensbewußten Muslimen macht ihnen (den Christen) ihre eigene Unkenntnis der Grundlagen des Christentums klar",

halte ich für Unsinn. Die meisten Muslime wissen herzlich wenig über ihre Religion, während Christen, auch aus der Kirche Ausgetretene, meist eine ganze Menge wissen.
Christen lesen seit Luther die Bibel, vorher nur Gebildete. Der auf Arabisch zu lesende Koran wird nur von gebildeten Türken, Persern und Indonesiern gelesen und vor allem auch nicht nicht von arabischen oder somalischen Analphabeten.

So ist das von Herrn Prantl ähnlich aus der Luft gegriffen wie folgende Geschichte aus der Küche:
http://www.suedwatch.de/blog/?p=8714
 
DS
06.05.2018
07:44 Uhr
     
Ein herzliches VIVAT! BLEIB behütet! LG Delf  
Camille
03.05.2018
14:05 Uhr
     
Ich hoffe, das interessiert einige, daher noch ein Nachtrag: In Assisi las ich, dass ein deutscher General die Zerstörung der Stadt verhindert hat 1945. Vielleicht war es derselbe General, der die Zerstörung von Montecassino abwenden wollte. Hier von Wikkipedia:

"Wegen der besonderen historischen Bedeutung verbot der deutsche Oberbefehlshaber in Italien, Generalfeldmarschall Albert Kesselring, das Kloster in die deutschen Stellungen einzubeziehen. Die deutschen Truppen hielten sich an diese Anordnung und leiteten sie an die Alliierten weiter. Dennoch bombardierten US-Flugzeuge unterstützt von Artillerie auf Bitte des neuseeländischen Generals Bernard Freyberg am 15. Februar 1944 das Kloster mit 435 (nach anderen Quellen 567) Tonnen Spreng- und Brandbomben. Das Kloster wurde in drei Stunden mit Ausnahme der Krypta bis auf die Grundmauern zerstört. Von den etwa 800 Menschen im Kloster, in der Mehrzahl Mönche und schutzsuchende Flüchtlinge, starben 250 (nach anderen Quellen: 427). Nach der Bombardierung rückte die Wehrmacht in die Ruinen ein und besetzte sie drei Monate lang bis zum Ende der Schlacht."

Ja, wir waren böse. Andere aber auch.
 
Camille
03.05.2018
12:12 Uhr
     
In Assisi, wo ich in der Tat viel zu kurz war, in erster Linie aus ökonomischen Gründen - die Reisen werden durch die Hotelkosten allmählich amerikanisch, everything in three days - hat mich eine Darstellung diesmal besonders interessiert: Und zwar, wie Giovanni Battista Bernadone, besser bekannt als San Francesco, seinen Vater behandelt. In einer Phase mit den Kindern, in der sie eigenständig und oft hyperkritisch werden, interessiert mich das.

Ich bin der Meinung, dass das nicht besonders christlich war. Alttestamentarisch soll er seine Eltern nach den Geboten ehren, neutestamentarisch soll er keineswegs seinen Vater bestehlen, um den Armen zu geben. Er hätte seinen Vater anreden sollen, dass er den Armen mehr gibt. Statt dessen nimmt er heimlich vom Vater, in der Jugend, um Freunde einzuladen und zu feiern, später, um Arme zu beschenken, bis der Vater ihn vor den Kadi bringt, was für die meisten Leute ein gravierender Schritt ist.

Jesus, dem er ähnlich sein wollte, hat niemanden bestohlen, sondern die Menschen prägnant angeredet und zuweilen geändert. Jesus, gesetzestreu, wenn sinnvoll, hätte nicht gutgeheißen, wie der nach seinem Tod heilig Gesprochene hier agiert. Der Vater, der ihm eine brillante Ausbildung finanziert hatte, wurde rüde in die Gosse getreten und tut mir leid. Daher versuchte ich, herauszufinden, ob er weitere Kinder hatte. Einen: Angelo, den jüngeren Bruder. Immerhin.

So betrachte ich den Mann kritisch wie übrigens jeden, der meint, wie Jesus sein zu wollen. Und jeden und jede mit Stigmata. Jesus ist natürlich ein Solitär. Und er war nicht nur zu den Armen lieb, sondern zu jedem, der zuhörte.
 
Camille
01.05.2018
11:54 Uhr
     
Agnostiker wie ich - und davon gibt es reichlich - fürchten sich vor einem neuen Kirchendiktat evtl. sogar in Kooperation mit dem Islam, Unterdrückung der Frauen und Andersartigen, Glaubenskriegen, dem ganzen Arsenal des Mittelalters in der Zukunft.
Gegen Jesus Christus und einzelne Jünger und Apostel wie auch Heilige haben sie nichts. Manche wandern nach Santiago. Manche beten. Aber die meisten wünschen sich wohl einen aufgeklärten Humanismus und einen konsequent säkularen Staat.
Andererseits kann es passieren, dass der Aufbruch, eine zweite Renaissance oder gar Aufklärungsphase, mitten aus dem Islam kommen kann. Hier wird sich jedenfalls kaum etwas tun. Wirtschaftswachstum, Arbeitsplätze über alles, Verwaltung und Ideenlosigkeit, auch über Werte, machen keinen aufgeklärten Menschen. Die Kniefälle vor einer Diktatur wie China oder einer werdenden wie der Türkei bringen auch nicht weiter.
 
tg
01.05.2018
11:30 Uhr
     
las eben in der SZ (die ich mir zu Wochenenden leiste) von Heribert Prantl- einem Großen, doch auch Kirche Mitprägendem:"Dem muslimischen Glaubensstolz haben viele Noch-oder Ex-Christen nicht viel entgegenzusetzen. Sie fürchten dass die Zukunft der christlichen Vergangenheit verloren geht. Sie wollen zwar keine christliche ZUkunft , aber doch eine Zukunft der christlichen Vergangenheit. Die Auseinandersetzung mit glaubensbewußten Muslimen macht ihnen ihre eigene Unkenntnis der Grundlagen des Christentums klar."
Ach darum hab ich weiter Lust an "lebensmu.de" und seinem Archiv.
 
Mut
01.05.2018
10:32 Uhr
     
Schade, dass sich unser EKD-Oberhaupt nicht so klar äußert wie (der katholische) Bischof Marx  
Camille
30.04.2018
20:34 Uhr
     
Morgen exakt siebzehn Jahre altes berühmtes Buch von Jacques Barzun über das Aufwachen der Künste und Wissenschaften um 1500 nach 1000 (sic) Jahren Kirchendiktat, das darauf folgende Aufblühen und den Niedergang.  
tg
30.04.2018
18:40 Uhr
     
Weder mal eben wieder in Assisi, noch auf dem Laufenden in Sachen "From Dawn to Decadence" ohne Google-
Aber die Verfügung, Kreuze in den bayerischen Behörden aufzuhängen ist "Wiederkehr des politischen Missbrauchs"- so klar Heribert Prantl in der SZ von heute und Bischof Marx: Da wird das Kreuz im Namen des Staates enteignet.
 
Camille
29.04.2018
20:01 Uhr
     
An und für sich gehört das Kreuz eindeutig zu Europa, und kein Jude regt sich darüber je auf trotz der schlechten Erfahrungen mit Kirchen.

Keiner. Und überhaupt: Die meisten von ihnen sind tolerant.
Man muss m.E. Bassam Tibi lesen, Professor. Was er von der Sprache schreibt, die er auf deutschen Straßen hört, ist lesenswert (Baustellen-Arabisch, Ausdruck aber von mir).

Ich muss sagen, dass ich müde werde, von diesen ganzen Anwürfen von total ungebildeten Leuten zu lesen. Das I- oder M-Wort braucht man nicht für dieses Problem. Offen gestanden, ich bin die Anspruchshaltung von vollkommen ungebildeten Leuten, die nicht einmal dankbar sind für die Stütze, sowas von leid.
Es ist ein Bildungsproblem. Antisemitismus auch. Hitler war auch keine intellektuelle Leuchte.
Antisemitismus ist einfach nur primitiv. Aber das ist zu einfach.

Da ist massiver Hass dabei. Bei Hass geht es meistens um den Erfolg des anderen. Und der Erfolg kommt auch vom Fleiß. Und dann kommt der Neid der anderen. Am besten hat Götz Aly das herausgearbeitet.

Aber gut. Ich war kurz in Assisi und hab mir mal wieder diese Meisterwerke mit den Vögeln angeschaut, eins in der Unter-, eins in der Oberkirche. Dabei vergisst man den ganzen Kram hier in Deutschland eine Weile. Das Werk "From Dawn to Decadence" erzählt die ganze Geschichte. Wir brauchen im Grunde eine zweite Renaissance. Kirche ist es nicht allein.
 
MUT
29.04.2018
18:50 Uhr
     
Vielleicht wird Söder auch mal eine riesenhohe Mauer um den Freistaat Bayern bauen??  
MG
28.04.2018
22:42 Uhr
     
Söder macht Wahlkampf mit dem Kreuz......einfach unmöglich!!!!!!  
tg
28.04.2018
15:52 Uhr
     
Satre soll gesagt haben: "Solange es Antisemitismus gibt, bin ich auch Jude". ich finde es sowas von absurd, unmöglich, fürchterlich, dass Menschen wegen ihrer religiösen Präferenz Schaden zugefügt wird. Allerdings ist ein Kreuz in allen öffentlichen Einrichtungen auch verrückt. Es spaltet wieder, schafft Ärgernis , wo gar kein Glaubensinhalt mitzuteilen ist. Verrückte Welt.  
Monika Glässel
27.04.2018
13:55 Uhr
     
An - lieber still - und zu mir sagst wohl gar nichts, ich mache Euch seit Jahren den "Pausenfüller" wenn niemand Bock hat, was zu schreiben, damit TG die Seite lässt..... weil auch mir diese Seite ganz wichtig ist, weil TG und der "Allmächtige" dahinter steht (ich habe und geschrieben!!!!), meinen Witz schnallt nur nicht Jeder......liebe Grüße an Euch Alle und ganz besonders an TG und seine Familie, herzlichst Monika Glässel  
Orbart
27.04.2018
13:22 Uhr
     
Es ist halt sehr schade, liebe Kathrin, daß dieses Forum keine PN - Funktion hat.
Da ließe sich leicht Kontakt aufbauen und vertiefen.

Die Worte von Woody Allen haben mir sehr gefallen und ich finde mich darin absolut wieder.Genauso halt ich es auch! :-)
 
wieder still
27.04.2018
11:06 Uhr
     
Ich finde es selbst ja irgendwie komisch oder befremdlich oder ich weiß nicht wie, daher habe ich sorry an die anderen geschrieben, aber wo sonst hätte ich das schreiben können, und ich wollte das gern einmal gesagt haben. Eigentlich fühle ich mich hier sowieso ziemlich fehl am Platze und trotzdem schaue ich nirgends seit so vielen Jahren so häufig irgendwo rein wie hier, und ich habe keine Ahnung, warum, und schreiben tue ich woanders auch so gut wie nirgends, das ist sehr seltsam.
Liebe Grüße auch an Jo auf Wolke Sieben, das war sehr trraurig, als es plötzlich hieß, er sei gestorben, alles schwer zu fassen, wenn man nur tippt, und fragen kann man nie so richtig und Antworten bleiben meist aus, für mich alles eher verstörend - und die Augustiner grüße ich auch sehr lieb und Doc, der irgendwann plötzlich auftauchte und genauso plötzlich wieder verschwand.
Liebe Grüße nach Berlin und überhaupt
 
Atempause
26.04.2018
15:59 Uhr
     
Lieber Orbart,

dein Freuen hat mich ganz fröhlich gemacht gerade eben, hier in Hamburg, wo es heute übrigens schön regnet, hagelt und auch donnert.
Beim Lesen deiner Beiträge hatte ich immer, auch ganz am Anfang schon, als ich noch so seltsam gereizt schien, so ein Gefühl , dass ich dich glaube ich gern auch mal woanders kennen gelernt hätte, ich meine, im richtigen Leben. Mir haben deine Gedanken immer etwas gegeben und sie machten mich neugierig auf den Menschen dahinter.
Weiß auch nicht und bin auch lieber wieder still, falls alles mal wieder am Thema vorbei sein sollte.

Habe einen Auszug aus einem Interview mit Woody Allen.

ZEIT: In Manhattan stellen Sie eine Liste der Dinge auf, die das Leben trotz allem lebenswert machen. Dazu gehören die Äpfel und Birnen von Cézanne, Marlon Brando, Frank Sinatra ......

Allen: Wahrscheinlich habe ich mich nicht getraut, die Zuschauer am Ende des Films ganz ohne Trost, verzweifelt und mit Tränen überströmten Gesichtern zurück auf die Straße zu schicken. Brando, Sinatra, Cézanne, sie geben uns immerhin eine kleine Atempause inmitten des Sturms. Aber dann müssen wir wieder zurück ins Unwetter.

.....
So gucke ich hier auch immer mal wieder rein als kleine Atempause. Und wenn ich etwas von dir lese, ist es sogar eine größere, die länger anhält ;-)

Liebe Grüße und sorry an die anderen,
Kathrin
 
Menke
26.04.2018
14:39 Uhr
E-Mail    
Wie ich die Sache sehe!

Ich schreibe also bin ich, ich schreibe nicht, also bin ich nicht.
Warum nicht könnte man auch sagen, was mir gefällt, dass schreibe ich, was mir nicht gefällt, habe ich auch nicht geschrieben.
Na ja, vieleicht würde ich auch nicht so schreiben.
Also lasse ich schreiben, dann bin ich das nicht.
 
Orbart
26.04.2018
11:32 Uhr
     
Liebe Kathrin!
Freut mich sehr, daß Dir der Hüsch-Text gefällt und ich merke, daß Du ihn sehr aufmerksam gelesen hast!
Vielleicht noch zwei Dinge dazu:
H.D. Hüsch hat solche Texte immer gezielt in seine Programme eingebettet.Sie dienten als Kontrapunkt zu den lustigen und ausgelassenen Passagen.
Übergänge gab es fast keine und man musste als Zuschauer immer sehr wach sein.....

Dieser Text schob sich vor einigen Jahren wieder in mein Bewusstsein, als ich einen Beitrag über Hendryk M. Broder sah.
Broder bezeichnete Hüsch als seinen Freund und auch als Vorbild. Dann las er diesen Text vor.
Ich hatte Mühe mir diese Freundschaft vorzustellen: Auf der einen Seite der brilliante, aber auch sehr streitbare Journalist, der nach der Devise zu leben scheint ::"Viel Feind, viel Ehr´"! und auf der anderen Seite der versöhnliche Humanist Hüsch, der so gar nichts von der vielgepriesenen Streitkultur hielt.
Beide waren(bzw. sind) Meister des Wortes.
Vielleicht fanden sie darüber eine gemeinsame Ebene....

Ich hoffe, auch Dir und Deinem Mann geht´s gut. Ich hab Dich als große Vogelfreundin in Erinnerung und da ist der Frühling ja die richtige Jahreszeit.

Würde mich freuen, von Dir wieder mal etwas zu lesen!
 
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