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tg
30.04.2018
18:40 Uhr
     
Weder mal eben wieder in Assisi, noch auf dem Laufenden in Sachen "From Dawn to Decadence" ohne Google-
Aber die Verfügung, Kreuze in den bayerischen Behörden aufzuhängen ist "Wiederkehr des politischen Missbrauchs"- so klar Heribert Prantl in der SZ von heute und Bischof Marx: Da wird das Kreuz im Namen des Staates enteignet.
 
Camille
29.04.2018
20:01 Uhr
     
An und für sich gehört das Kreuz eindeutig zu Europa, und kein Jude regt sich darüber je auf trotz der schlechten Erfahrungen mit Kirchen.

Keiner. Und überhaupt: Die meisten von ihnen sind tolerant.
Man muss m.E. Bassam Tibi lesen, Professor. Was er von der Sprache schreibt, die er auf deutschen Straßen hört, ist lesenswert (Baustellen-Arabisch, Ausdruck aber von mir).

Ich muss sagen, dass ich müde werde, von diesen ganzen Anwürfen von total ungebildeten Leuten zu lesen. Das I- oder M-Wort braucht man nicht für dieses Problem. Offen gestanden, ich bin die Anspruchshaltung von vollkommen ungebildeten Leuten, die nicht einmal dankbar sind für die Stütze, sowas von leid.
Es ist ein Bildungsproblem. Antisemitismus auch. Hitler war auch keine intellektuelle Leuchte.
Antisemitismus ist einfach nur primitiv. Aber das ist zu einfach.

Da ist massiver Hass dabei. Bei Hass geht es meistens um den Erfolg des anderen. Und der Erfolg kommt auch vom Fleiß. Und dann kommt der Neid der anderen. Am besten hat Götz Aly das herausgearbeitet.

Aber gut. Ich war kurz in Assisi und hab mir mal wieder diese Meisterwerke mit den Vögeln angeschaut, eins in der Unter-, eins in der Oberkirche. Dabei vergisst man den ganzen Kram hier in Deutschland eine Weile. Das Werk "From Dawn to Decadence" erzählt die ganze Geschichte. Wir brauchen im Grunde eine zweite Renaissance. Kirche ist es nicht allein.
 
MUT
29.04.2018
18:50 Uhr
     
Vielleicht wird Söder auch mal eine riesenhohe Mauer um den Freistaat Bayern bauen??  
MG
28.04.2018
22:42 Uhr
     
Söder macht Wahlkampf mit dem Kreuz......einfach unmöglich!!!!!!  
tg
28.04.2018
15:52 Uhr
     
Satre soll gesagt haben: "Solange es Antisemitismus gibt, bin ich auch Jude". ich finde es sowas von absurd, unmöglich, fürchterlich, dass Menschen wegen ihrer religiösen Präferenz Schaden zugefügt wird. Allerdings ist ein Kreuz in allen öffentlichen Einrichtungen auch verrückt. Es spaltet wieder, schafft Ärgernis , wo gar kein Glaubensinhalt mitzuteilen ist. Verrückte Welt.  
Monika Glässel
27.04.2018
13:55 Uhr
     
An - lieber still - und zu mir sagst wohl gar nichts, ich mache Euch seit Jahren den "Pausenfüller" wenn niemand Bock hat, was zu schreiben, damit TG die Seite lässt..... weil auch mir diese Seite ganz wichtig ist, weil TG und der "Allmächtige" dahinter steht (ich habe und geschrieben!!!!), meinen Witz schnallt nur nicht Jeder......liebe Grüße an Euch Alle und ganz besonders an TG und seine Familie, herzlichst Monika Glässel  
Orbart
27.04.2018
13:22 Uhr
     
Es ist halt sehr schade, liebe Kathrin, daß dieses Forum keine PN - Funktion hat.
Da ließe sich leicht Kontakt aufbauen und vertiefen.

Die Worte von Woody Allen haben mir sehr gefallen und ich finde mich darin absolut wieder.Genauso halt ich es auch! :-)
 
wieder still
27.04.2018
11:06 Uhr
     
Ich finde es selbst ja irgendwie komisch oder befremdlich oder ich weiß nicht wie, daher habe ich sorry an die anderen geschrieben, aber wo sonst hätte ich das schreiben können, und ich wollte das gern einmal gesagt haben. Eigentlich fühle ich mich hier sowieso ziemlich fehl am Platze und trotzdem schaue ich nirgends seit so vielen Jahren so häufig irgendwo rein wie hier, und ich habe keine Ahnung, warum, und schreiben tue ich woanders auch so gut wie nirgends, das ist sehr seltsam.
Liebe Grüße auch an Jo auf Wolke Sieben, das war sehr trraurig, als es plötzlich hieß, er sei gestorben, alles schwer zu fassen, wenn man nur tippt, und fragen kann man nie so richtig und Antworten bleiben meist aus, für mich alles eher verstörend - und die Augustiner grüße ich auch sehr lieb und Doc, der irgendwann plötzlich auftauchte und genauso plötzlich wieder verschwand.
Liebe Grüße nach Berlin und überhaupt
 
Atempause
26.04.2018
15:59 Uhr
     
Lieber Orbart,

dein Freuen hat mich ganz fröhlich gemacht gerade eben, hier in Hamburg, wo es heute übrigens schön regnet, hagelt und auch donnert.
Beim Lesen deiner Beiträge hatte ich immer, auch ganz am Anfang schon, als ich noch so seltsam gereizt schien, so ein Gefühl , dass ich dich glaube ich gern auch mal woanders kennen gelernt hätte, ich meine, im richtigen Leben. Mir haben deine Gedanken immer etwas gegeben und sie machten mich neugierig auf den Menschen dahinter.
Weiß auch nicht und bin auch lieber wieder still, falls alles mal wieder am Thema vorbei sein sollte.

Habe einen Auszug aus einem Interview mit Woody Allen.

ZEIT: In Manhattan stellen Sie eine Liste der Dinge auf, die das Leben trotz allem lebenswert machen. Dazu gehören die Äpfel und Birnen von CÚzanne, Marlon Brando, Frank Sinatra ......

Allen: Wahrscheinlich habe ich mich nicht getraut, die Zuschauer am Ende des Films ganz ohne Trost, verzweifelt und mit Tränen überströmten Gesichtern zurück auf die Straße zu schicken. Brando, Sinatra, CÚzanne, sie geben uns immerhin eine kleine Atempause inmitten des Sturms. Aber dann müssen wir wieder zurück ins Unwetter.

.....
So gucke ich hier auch immer mal wieder rein als kleine Atempause. Und wenn ich etwas von dir lese, ist es sogar eine größere, die länger anhält ;-)

Liebe Grüße und sorry an die anderen,
Kathrin
 
Menke
26.04.2018
14:39 Uhr
E-Mail    
Wie ich die Sache sehe!

Ich schreibe also bin ich, ich schreibe nicht, also bin ich nicht.
Warum nicht könnte man auch sagen, was mir gefällt, dass schreibe ich, was mir nicht gefällt, habe ich auch nicht geschrieben.
Na ja, vieleicht würde ich auch nicht so schreiben.
Also lasse ich schreiben, dann bin ich das nicht.
 
Orbart
26.04.2018
11:32 Uhr
     
Liebe Kathrin!
Freut mich sehr, daß Dir der Hüsch-Text gefällt und ich merke, daß Du ihn sehr aufmerksam gelesen hast!
Vielleicht noch zwei Dinge dazu:
H.D. Hüsch hat solche Texte immer gezielt in seine Programme eingebettet.Sie dienten als Kontrapunkt zu den lustigen und ausgelassenen Passagen.
Übergänge gab es fast keine und man musste als Zuschauer immer sehr wach sein.....

Dieser Text schob sich vor einigen Jahren wieder in mein Bewusstsein, als ich einen Beitrag über Hendryk M. Broder sah.
Broder bezeichnete Hüsch als seinen Freund und auch als Vorbild. Dann las er diesen Text vor.
Ich hatte Mühe mir diese Freundschaft vorzustellen: Auf der einen Seite der brilliante, aber auch sehr streitbare Journalist, der nach der Devise zu leben scheint ::"Viel Feind, viel Ehr┤"! und auf der anderen Seite der versöhnliche Humanist Hüsch, der so gar nichts von der vielgepriesenen Streitkultur hielt.
Beide waren(bzw. sind) Meister des Wortes.
Vielleicht fanden sie darüber eine gemeinsame Ebene....

Ich hoffe, auch Dir und Deinem Mann geht┤s gut. Ich hab Dich als große Vogelfreundin in Erinnerung und da ist der Frühling ja die richtige Jahreszeit.

Würde mich freuen, von Dir wieder mal etwas zu lesen!
 
memory
25.04.2018
14:45 Uhr
     
Danke, lieber Orbart, für diese Zeilen. Ich kannte sie noch nicht. Irgendwie trösten sie, wenn man sich manchmal wie ein Geisterfahrer fühlt. Ich hoffe, es geht dir gut und ich wünsche dir immer genügend Trost und Kraft und Freude und Liebe. Es ist immer gut, deinen Namen hier wieder zu entdecken. Und was du so schreibst, gefällt mir immer sehr.
Sehr liebe Grüße von Kathrin
 
tg
25.04.2018
14:37 Uhr
     
Wozu wir uns wohl am Ende noch entpuppen werden?  
Orbart
23.04.2018
19:15 Uhr
     
Hanns Dieter Hüsch :

Für wen ich singe


Ich sing für die Verrückten
Die seitlich Umgeknickten
Die eines Tags nach vorne fallen
Und unbemerkt von allen

An ihrem Tisch in Küchen sitzen
Und keiner Weltanschauung nützen
Die tagelang durch Städte streifen
Und die Geschichte nicht begreifen

Die sich vom Kirchturm stürzen
Die Welt noch mit Gelächter würzen
Und für den Tog beizeiten
Sich selbst die Glocken läuten

Die an den Imbisstheken hängen
Sich weder vor - noch rückwärtsdrängen
Und still die Tagessuppe essen
Dann alles wieder schnell vergessen

Die mit den Zügen sich beeilen
Um nirgendwo zu lang zu weilen
Die jeden Abschied aus der Nähe kennen
weil sie das Leben Abschied nennen

Die auf den Schiffen sich verdingen
Und mit den Kindern Lieder singen
Die suchen und die niemals finden
Und nachts vom Erdboden verschwinden

Die Wärter stehen schon bereit mit Jacken
Um werkgerecht die Irrenden zu packen
Die freundlich auf den Dächern springen
Für diese Leute will ich singen

Die in den großen Wüsten sterben
Den Schädel schon in tausend Scherben
Der Sand verwischt bald alle Spuren
Das Nichts läuft schon auf vollen Touren

Die sich durchs rohe Dickicht schieben
Vom Wahnsinn wund und krank gerieben
Die durch den Urwald aller Seelen blicken
Den ganzen Schwindel auf dem Rücken

Ich sing für die Verrückten
Die seitlich Umgeknickten
Die eines Tags nach vorne fallen
Und unbemerkt von allen

Sich aus der Schöpfung schleichen
Weil Trost und Kraft nicht reichen
Und einfach die Geschichte überspringen
Für diese Leute will ich singen
 
tg
22.04.2018
10:18 Uhr
     
Und natürlich Wilhelm Busch:

Es sitzt ein Vogel auf dem Leim,
Er flattert sehr und kann nicht heim.
Ein schwarzer Kater schleicht herzu,
Die Krallen scharf, die Augen gluh.
Am Baum hinauf und immer höher
Kommt er dem armen Vogel näher.

Der Vogel denkt: Weil das so ist
Und weil mich doch der Kater frißt,
So will ich keine Zeit verlieren,
Will noch ein wenig quinquilieren
Und lustig pfeifen wie zuvor.
Der Vogel, scheint mir, hat Humor.
 
tg
22.04.2018
10:17 Uhr
     
Dank für die erhellenden Beiträge.
Zu Tieren als Retter: Der Walfisch sammelt Jona auf und spuckt ihn nach drei Tagen an Land, was später von Jesus als Bild für seine drei Tage im Tod , in der Unterwelt, gedeutet wird.
Auch "Sehet die Vögel, sie säen nicht, ernten nicht und der himmlische Vater ernährt sie doch. "
 
Camille
21.04.2018
21:21 Uhr
     
Noch ein schönes Beispiel dazu: Der alte Persch, der sich niemals von sich aus als guter Mensch bezeichnet hätte, falls ich ihn richtig in Erinnerung habe, und der uns spontan mochte, weil wir seinen kalbsgroßen Hund und seine zierliche Frau mochten, schwamm mal zur völlig falschen Zeit im Watt, geriet in den Priel und kam nicht mehr raus. Er befahl seinem Hund, ihn rauszuziehen und hielt sich an ihm fest, und der Hund wusste genau, was Sache ist und zog ihn raus. Das Geheimnis zwischen gutem Herrn und Hund ist groß und unergründlich.
Und mein eigener Hund ist eine bessere Kreatur als ich, vollkommen reines Herz, und ich kenne ihn genau. Ich glaube er würde mich auch rausziehen, wenn ich die Schuhe ausziehen und in die richtige Richtung werfen würde.
Schuhe: Falls man reinfällt.
 
Camille
21.04.2018
20:32 Uhr
     
Spezifiziert:
Was der Mensch mit dem Staffordshire macht oder mit dem Hahn (Hahnenkämpfe) zum Zweck, Blut zu sehen, macht er auch mit dem Menschen. Er kann den Menschen, hier die Masse genannt, manipulieren. Diesen Menschen meine ich, den mit den Machtgelüsten zur eigenen Erbauung und Bereicherung.

Und vielleicht meinte den auch Jesus, wenn er von Nadelöhren und Kamelen sprach oder von pharisäerhaftem Verhalten. Ist dieser von Gott? Man könnte meinen nein, denn nimmt man die Schöpfungsgeschichte ernst, wo dem Menschen Fürsorge über die Natur übertragen wird, liegt er genau quer dazu. Und wenn Jesus dem simplen Mörder am Kreuz vergibt, vergibt er dann nicht nur einem Werkzeug? Er war klug, das darf man nicht vergessen.
 
Camille
21.04.2018
20:09 Uhr
     
Ja. Im Durchschnitt betrachtet. Tiere tun bewusst nichts Böses. Und bei Hunden ist meistens der Halter schuld.
Menschen können bewusst Böses tun, das fängt an bei bösen Worten. Und das kennt jeder von sich.

Dieser Hund, der mich mal gebissen hat in Spanien, lag an einer Kette an einer Tankstelle in der Sonne, den ganzen Tag. Bei Staffordshire ist der Mensch schuld, der ihn so durchgezüchtet hat über die Zeiten.
 
tg
21.04.2018
19:40 Uhr
     
besser als der Mensch??  
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