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t giesen
12.03.2008
19:39 Uhr
     
Jeder Abschied bahnt den nächsten an. Jede Trennung bahnt die letzte an. Und doch gehen wir ja auch entgegen, wem, was auch immer. Alles Getrennte findet sich wieder. Der große Magnet des Lebendigen saugt die Splitter Lebens an. Und wir werden Bleibe haben im Guten.  
urs
11.03.2008
15:55 Uhr
E-Mail    
Ja Mencke, Wehmut klingt mit, wenn man die Insel wieder verlassen muss. Doch von der dankbaren Erinnerung kann man schon eine Zeit lang zehren. Schade, wenn der Lebenspartner, die Lebenspartnerin nicht die gleiche Sehnsucht empfindet und man alleine die herrlichen Eindrücke zu verarbeiten genötigt ist. Ein Gottesdienst im Severin gehört natürlich auch immer dazu oder ein Konzert. Wenn die Menschen und die Eindrücke inzwischen andere sind, ist das der Lauf der Zeit - alles ist einmalig!
Sylt, das Meer und die Wellen, die Sonne und der Sturm werden immer wieder rufen. Wohl dem, der daraus Kraft für den Alltag schöpfen kann.
 
Menke
10.03.2008
22:34 Uhr
    ICQ
Wenn Insel und Meer dich ruft!

Nun bin ich wieder da,und habe die Insel verlassen,aber zehren möchte ich schon davon.
Lebensgefährtin daheimgeblieben,wie so oft wenn Flagge gezeigt werden soll.
Macht auch diesmal nichts,wenn Gedanken und Zweifel einem letzendlich nicht mehr aufhalten können das schöne erwartente zu suchen.
Rauschendes Meer,Stürme und Wind so oft Du willst alles zur gleichen Zeit,so verfliegen auch Gedanken an daheim.
Mit dem Bus jeden Morgen nach Westerland,von dort aus tatkräftig die Insel sportlich am Meer und Watt bewandert.
Am Sonntag zum Kirchgang die alten Gesichter von damals wie sie sich in der Nähe der Kanzel immer am gleichen Platz hellhörig drängten,verwaist ist ihre Anwesendheit.
Kirchenküster schon länger gedient,blickte mit leerem Ausdruck in die Anwesende Geschichte.
Ein Wort aus der Geschichte als müsste alles wieder so sein,flösste mir innere Spannung ein.
Tage am Meer vergingen,abends am Strand noch immer Abschied des dankes vom Rauschen der Wellen genommen.
Menschen am Strand in ihrer vorläufigen Bleibe,sich anders benommen,wenn dann auch wehmütig aber fühlend dankbar all das zu sehen und spüren ich loslassen konnte.
 
gelbie
10.03.2008
16:58 Uhr
     
Gern SB,
es war mir ein Bedürfnis.

Immer - wenn Du auftauchst, wenn ich Dein Zeichen sehe , denk ich an SonnenBlume, spür' ein warmes Gelb. Das ist schön.
Am Freitag war ich auch endlich in DiesemFilm. Ja - sehr berührend. Und Kostbare Dialoge. Ganz besonnders fand ich die Kameraführung, wenn die Sonne in Carter's Haaren lag: WIE ein Lichtkranz !
Diese sonnene Umrahmung spiegelte die InnereSchönheit.
Vergeß' ich nie. Danke.
Alles Liebe, Ing.
 
SB
09.03.2008
17:48 Uhr
     
Liebe Ingrid,

danke für den Artikel "Besser als ein schickes Handy" , den Du uns zur Kenntnis weitergegeben hast.
In der Tat geben uns diese behinderten Menschen soviel Freude, Liebe und Dankbarkeit zurück, ich arbeite selbst seit vielen Jahren in einer Schule für Praktisch Bildbare und möchte diese vielen guten und schönen Erfahrungen mit diesen Kindern nicht missen, da sie mein Leben unendlich bereichern.

Schön, dass viele junge Menschen (wie diese Studenten) heute so unkompliziert und gut damit umgehen können.

Euch allen einen gesegneten Sonntag !
 
tg
09.03.2008
14:55 Uhr
     
Verrückt- die einen kämpfen darum , Väter ,Mütter sein zu dürfen: Die andern darum, wem Kind sein zu können.  
H Schneider
09.03.2008
09:44 Uhr
E-Mail Homepage  
Hallo meine Freunde;

Eure Seite ist sehr toll und informativ.

Ich bin Vater und kämpfe um meinen Sohn; habe aus diesem Grunde eine Webseite auf die Beine gestellt.
Brauche aber noch Unterstützung.
Wie findet Ihr mein Projekt.

Viele Grüsse H Schneider /
http://www.vaeterrechte.de
 
verneigung
07.03.2008
16:57 Uhr
     
, ... durfte einen Artikel vollschönerMenschlichkeit lesen, und ein Bild mit neun wunderschönen Menschen sehen, Da War Ganzviel Leuchten ! Ich fühlte den Wunsch, das alles mit euch zu teilen, Herzliche Grüße von Ingrid.


Besser als ein schickes Handy

Im St. Antoniushaus in Kiel leben 50 schwerst- und mehrfach behinderte Kinder. Ein Semester lang hatten die Kinder jetzt Besuch von acht Studentinnen und Studenten des vierten Semesters Industriedesign der Muthesius-Hochschule. Die Studenten entwarfen Mobilitätshilfen und Aktivitätshilfen für Kinder mit schweren Behinderungen und erpropten diese zusammen mit den Kindern im St. Antoniushaus praktisch. Jetzt stellten die Studenten ihre Arbeiten im St. Antoniushaus vor.
Die Designer waren schon bei ihren ersten Besuchen im St. Antoniushaus beeindruckt, wie viel die Mitarbeiter mit eigenen Mitteln bereits entwickelt hatten.
" Es ist wichtig, die Kinder täglich in Bewegung zu halten und ihre motorischen Fähigkeiten anzuregen ", sagt Ergotherapeutin Petra Hohenhaus-Thier, die gemeinsam mit Professor Ulrich Hirsch von der Muthesius-Kunsthochschule die Zusammenarbeit initiiert hat. Da die Kinder mit schwerer Behinderung wenig aktive Möglichkeiten haben, zu sagen, was sie brauchen, beobachtet die Ergotherapeutin die Kinder und ihre Bedürfnisse genau. In einer eigenen kleinen Werkstatt baut sie dann Serienmodelle um und schneidet sie individuell auf die Kinder zu. " Das Ergebnis sieht natürlich entsprechend aus ", beschreibt Petra Hohenhaus-Thier.
Deshalb ist die Ergotherapeutin glücklich über die Zusammenarbeit mit den Industriedesignern, für die nicht nur die Funktion, sondern auch das Design zählt. Die Designer waren zunächst etwas skeptisch, da ihre Arbeit auf Serienproduktionen ausgerichtet ist und nicht auf Einzelfalllösungen. Doch schnell erkannten sie den Bedarf.
" Wir haben uns ein Bild davon gemacht, was gebraucht wird und was machbar ist. Und natürlich, wie die Hilfen neben der Funktion auch gut aussehen können " . Entstanden sind acht Mobilitäts- und Aktivitätshilfen für die Serienproduktion, die sich aber durch flexible Lösungen wie Gurtsysteme individuell nach dem Bedarf des Kindes anpassen lassen.
Das Besondere an dem Projekt : Die späteren Nutzer konnten die Entwicklungen gleich in Augenschein nehmen.
Und dabei zeigte sich, dass die Kinder durchaus auch Gefallen an schönem Design finden. Die sechsjährige Egzona griff zum Beispiel sofort interessiert zum Entwurf von Imke Höhler. Die vielen Schnüre und die grünen Noppen der Aktivitätshilfe hatten es ihr angetan.
Auch die Studenten waren begeistert: " Wir sind in eine ganz andere Welt eingetaucht, zu der wir zuvor keine Berührungspunkte hatten ", sagt Björn Hipp, der eine Mobilitätshilfe entwickelt hat, auf der sich Kinder liegend fortbewegen können. " Wir hätten ja auch ein Handy entwerfen können, das zwar schick ist, das es aber schon tausendfach gibt. Wir haben etwas entworfen, das neu ist und wirklich gebraucht wird ", ergänzt die Studentin Franziska Knauer stolz.
Ein Entwurf einer Studentin ist sogar so innovativ, dass geprüft wird, ob er patentwürdig ist.
Ergotherapeutin Petra Hohenhaus-Thier würde die Entwürfe am liebsten alle für das Antoniushaus haben. Doch zunächst müssen Interessenten gefunden werden, die die Hilfen produzieren.

von Katja Plümäkers
 
urs
05.03.2008
10:39 Uhr
E-Mail    
Wer Dankbarkeit erwartet, wird sicher oft enttäuscht. Für mich ist das Annehmen einer dargebotenen Hilfe schon ein Dank; denn viele Menschen können Hilfe nicht mehr annehmen.
Um nicht ausgenutzt zu werden, muss ich ein Frühwarnsystem anlegen.
 
Luise
04.03.2008
18:34 Uhr
     
Ja Jakobus und so fühlt man sich eingewoben in ein lebendiges Netz. Ich empfindes es ebenso wie beschrieben.
Die Kehrseite TG, also das "Ausgenutzwerden" ist schlimm für den der es gut gemeint hat und dann
sich ausgenutzt fühlt. Was sagt man solch einem Menschen zum Trost und was ist mit denen, die sich immer wieder ausgenutzt fühlen. Zeigen sie selbst vielleicht nicht klar die Grenzen oder machen deutlich was gemeint war oder haben gar eine zu hohe Erwartung an die Dankbarkeit der anderen?
 
jakobus
04.03.2008
08:23 Uhr
     
Natürlich - es ist viel Arbeit, viel Kümmern und viel Veranwortung. Es sind Sorgen, schlaflose Nächte und das Gebet um das "täglich Brot". Ohne die Hilfe und das Mittragen der Last durch fleißige, loyale und mitdenkende Helfer/Helferinnen ginge es schon mal gar nicht. Aber es macht eben auch Freude und schafft dankbare Befriedigung, aufgerufen zu sein, an Gottes Großem mitwirken zu dürfen und zu können.  
Traugott Giesen
03.03.2008
14:46 Uhr
     
bitte nochmal ..Wem viel anvertraut ist, dem wird viel abverlangt. Wohlwahr: Die Gaben machen auch Mühe. Jedwede Begabung ist Aussteuer, ist Humus zum Fruchtbingen. Und Beute dabei ist die Freude, das Gelingen, das Wachsensehen. Auch Dank. Kehrseite ist Ausgenutztwerden. -Freunde können helfen zum besseren Umgang mit den Gaben Auch hier zu erzählen, hilft abzuwägen.  
do
03.03.2008
07:36 Uhr
     
Noch einmal ganz kurz zum Wort enttäuschen ... ent-täuschen heißt das, dass ich vorher ge-täuscht habe/wurde und nun die Täuschung wegnehme/weggenommen bekomme? Wahrscheinlich kommt daher meine Abneigung, dieses Wort in die damit verbundene Aktion umzusetzen ... Täuschen ist mir schon nicht lieb, weder aktiv noch passiv, und mit dem Ent-täuschen ist's da auch nicht besser ... do  
do
02.03.2008
13:53 Uhr
     
Enttäuschen muss vielleicht schon mal sein - am WIE kann ich aber vielleicht arbeiten ... ein Arzt muss seinen Patienten sicher oft enttäuschen, doch liegt so vieles in der Art, wie er dem Patienten die vielleicht schmerzlich-schockierende Diagnose vermittelt, auch wenn er vorher von verhaltenem Optimismus gesprochen hatte ... das Loch also umso tiefer ist, in das die Enttäuschung schubst ...

Für Ärzte, Seelsorger und manch andere Funktion im Umgang mit unseren Nächsten ist Enttäuschen sicherlich unabdinglich - es hat jedoch nichts mit 'ein Narr sein und es allen Recht machen wollen' zu tun, wenn der Enttäuscher alles daran setzt, dem zu Enttäuschenden die Nachricht behutsam und vielleicht sogar liebevoll zu vermitteln - . Die Begeisterung, die aus dem einen oder anderen Eintrag zum Thema Enttäuschen spricht, kann ich nicht nachvollziehen. Da esse ich jetzt erst einmal ein Stück Schokolade zum Trost!

Lasst Euch einen weichen, behutsamen Sonntag wünschen - mir war's heute trotz heftigen Windes sehr erfreulich und froh zumut ... so manches Lächeln und gutes Gespräch wurden mir geschenkt ... Mit blühenden Mirabellen- und Johannisbeerzweigen in der Vase und einem Sonnenstrahl lässt es sich auch mit schwierigen Nachrichten etwas besser umgehen ... do
 
Luise
01.03.2008
12:15 Uhr
     
Danke fürs mitdenken. Es heißt das "sanfte" Joch der Vortrefflichkeit. Ich fand diesen eigentlichen widerspruch interessant, es fühlt sich so an wie einerseits Joch und dann dieser Ausdruck "sanft ",
in dem für mich steckt : geführt sein, auch Freiheit haben wie weit die Begabungen eingesetzt werden in Bezug auf andere. Es steckt ein Anspruch darin aber auch Freiheit.
Zu TG s Punkt : andere enttäuschen müßen und können., ist ganz wichtig, nur so können Möglichkeiten und Grenzen ausgelotet werden und einem anderen auch das wahre eigene Gesicht gezeigt werden. Wir müßen ja auch mit unserer anderen Seite leben.
Neulich gehört :Nur ein Narr möchte es allen Recht machen.
Bei Freunden allerdings sehe ich eine deutlich stärkere Toleranzschwelle.
Herzlichst Luise
 
do
01.03.2008
10:54 Uhr
     
Mich mit Mobbing und Krankheit auseinandersetzen, das ist für mich, ein Joch wenigstens teilweise ablegen, mich da durchzukämpfen ... andere enttäuschen mag ich trotzdem nicht und werde immer alles daran setzen, dies zu vermeiden, zumal ich das nicht unter Joch verstehe. Dann lieber gar nicht erst Erwartungshaltungen fördern, die dann Enttäuschung riskieren. Von so genannten Freundschaften enttäuscht werden, hat wohl weder mit Joch noch mit Pflicht zu tun, doch ist es m.E. wichtig, Freundschaft ohne Erwartung zu fördern und auch mal einen Ballon, von dem ich meinte, er sei eh auf- und davon geflogen, zu suchen ... vielleicht hat er sich ja nur im nächsten Mirabellenbaum verfangen und wartet nun darauf, daraus ge/erlöst zu werden ... eine wunderbare Überraschung, ihn wiederzufinden ...
Ein frohes, sturmfreies Wochenende ohne Joch und ohne Enttäuschung, nur mit selbst gewählten und als solche erkannten Pflichten wünsche ich uns allen - do
 
jakobus
01.03.2008
09:39 Uhr
     
Wer die von TG erwähnte Erzählung von Brecht nachlesen möchte - einfach unter Google suchen: Brecht unwürdige Greisin  
dst
29.02.2008
23:55 Uhr
     
Lieber TG,da haben Sie wohl -laut Pessoa-sehr treffend meinen Mann beschrieben-er tut alles mögliche für einen,wenn man es sagt und ist einfach lebend tot-das macht einen wütend,traurig,dann schöpft man neue hoffnung,will ihm auf die beine helfen,alles mögliche und dann begreift man,dass nur Egoismus hilft,um selbst zu überleben und immer wieder kommt das schlechte gewissen,dass man es nicht schafft,den anderen mitzuschleppen-gut dann ,andere an der seite zu haben,die einem halt geben und man begreift,helfen kann derjenige nur sich selbst,indem er sich mit seiner gefühlswelt auseinandersetzt und voll Freude und Dankbarkeit die tage erleben lernt  
DS
29.02.2008
15:03 Uhr
     
Ja Traugott, schön das zu können - enttäuschen - aber gelernt haben wir doch, hübsch artig zu sein, den Wunsch der anderen zu erahnen. Umlernen geht nur über kleine Mutschritte, bitte kleine, damit nicht Scheitern vorprogrammiert ist. Danke guter Gottesmann für diese Initiative zu diesem so viele prägende Thema, erwünsche mir gute Beiträge, Erfahrungen (die stecken an) und Rückmeldungen dazu hier im Forum. Bleibt gesegnet Delf  
Traugott Giesen
29.02.2008
11:12 Uhr
     
"Das sanfte Joch der Vortrefflichkeit"
-dazu Fernando Pessoa: Er ist gewiss ein reifer Mensch, stupide und pflichteifrig, vielleicht verheiratet, eine soziale Stütze für irgendjemanden-bei lebendigem Leibe vestorben. "
Und Christa Wolf: "Die Menschen brechen am Liebsten zusammen unter Lasten, die sie sich selbst auferlegen."
Und nochmal Pessoa: "Ganze Tage, sogar Jahre können durch Unterwerfung unter andere verdorben werden."
Bitte Erfahrungen von Joch und Pflicht- und wie sie abgeschüttelt wurden: Grandios dazu die unwürdige Greisin von Brecht. Aber selber ist das Beste. ZB bei mir nach Dienstende die Bereitschaft, zu enttäuschen. TG
 
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