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Rolf Weckerle
14.12.2015
19:31 Uhr
E-Mail    
Im Licht und Kraft Losungskalender hat tg heute den Kommentar geschrieben- tröstlich.
Für mich der Kern (Zitat tg):
Schön, dass Gott uns sieht als "Kind Gottes, das geliebt ist und gebraucht wird".
Ach würden wir uns darauf einlassen: Gott sieht das Herz an, Gott kennt uns! Nur das ist wichtig. Wie könnten wir fröhlich durchs Leben gehen (Zitat Ende).
Na also los durch den Advent und die Feiertage: fröhlich und dankbar sein!
 
tg
14.12.2015
16:46 Uhr
     
Für diese biographische Teilgabe lohnt sich doch "Lebensmut.de" schon.  
Abendrot
14.12.2015
08:58 Uhr
     
Wehmut entsteht auch, weil der Partner anders war. Dieser war sonniger als ich, auch, weil er weniger wusste. Er wusste genug, um das Leben zu bestehen und oft für die ganze Familie gut zu regeln. Aber er schaffte niemals, was ich fertigbrachte: Mich bei einem geladenen Abendessen mit einer Frau zerlegen, weil diese behauptete, Novalis und Angelus Silesius wären derselbe. Er sagte dann: "Ist doch egal." Heutzutage bin ich zynischer, denn ich würde sagen: "Ja, im Himmel sind die beiden derselbe." Denn im Prinzip waren sie jeweils eine Wiederkehr von Jesus, wie letztlich auch Rilke.
Jetzt fehlt das andere, die Reibungsfläche, der Gegner auch. Ich muss alles machen, auch die Finanzen, was ich nicht schätze. Die Luxuszeit, die ich übrig hatte, um nicht nur zu wissen, dass die beiden Dichter in verschiedenen Jahrhunderten gelebt hatten, sondern sie zu zitieren, wird nicht mehr da sein. Er war an so was nicht so interessiert, an den Zitaten aber schon. Eine meiner Erinnerungen zeigt mir unsere Nachtfahrt durch die Schluchten von La Palma, wir beide müde, und ich fing an, ihn mit Gedichten zu unterhalten, die ich auswendig kannte, damals noch ca. fünfzig, alle von Rilke, Heine oder Goethe. Das vergaß er nie. Deswegen verließ er mich nicht. Er war hundertprozentig überzeugt, dass er nie wieder eine Frau findet, die die Nacht mit Dichtung verkürzen kann. Ich ließ ihn in dem Glauben, weiß aber, dass Frauen recht lernfähig sind. Als ich seine Sachen aufräumte, fand ich in seiner nicht mehr benutzten Aktentasche ein Photo mit "Der Römische Brunnen" handschriftlich von mir. Mir war im Leben entgangen, dass er das Wesentliche an mir schätzte.
Das Wesentliche ist das und die Mutter, und das verschmilzt miteinander. Wenn ich zum Beispiel daran denke, wie die noch kleinen Kinder an einem Heiligabend "Von drauß' im Walde" mit glänzenden Augen vortrugen und er sich damit aussöhnte, dass Weihnachten manchmal recht teuer wurde.
Bevor er in Paris auf der Straße zusammenbrach und unsere schönsten Zeiten damit zu Ende waren mit einem Knall, war der Sohn lange krank und davor ich selbst. Man hat keine wirklichen Freunde. Die Leute dachten alle, wir hätten es gut, weil wir nicht arm waren. Manche brachten es gar fertig, uns um die schulischen Leistungen unserer Tochter zu beneiden. Wir hatten zwanzig brillante Jahre, alles in allem, aber die letzten dreizehn Jahre waren hart und teilweise verbracht in splendid isolation mit Ärzten und Psychologen. Unsere Freunde ahnen das nicht. Übrigens macht das gläubiger. Aber Er könnte mal damit aufhören. Ich hätte gern nochmal eine unbeschwerte Zeit ohne Krankheiten oder tote Hunde und Menschen. Es waren genug Steine im Weg.
 
-tg
13.12.2015
16:21 Uhr
     
Natürlich Kranz und Zierrat, Kerzen, Sterne- alles, was Gedächtnis verströmt, von dem , "was allen in die Kindheit scheint und worin noch niemand war: Heimat.(Bloch)" Auch Wehmut ist besser als Nichts. Auch Wehmut erinnert: Uns ist die Sehnsucht nach Ewigkeit ins Herz gelegt. Was die ist,i st offen. Jedenfalls nimmt sie uns ein, sie ist das Mögliche in überschwänglicher Fülle , sie ist vor uns und zwar mit uns inklusive.
Woody Allen würde sagen- wie kann ich das Ewige verstehen, wo ich nicht mal die Fernbedinung einstellen kann. Oder edler mit Novalis:" Nur wenig Zeit noch und ich bin los und liege trunken der Liebe im Schoß." Jedenfalls: Wenn Ewigkeit, dann auch wir zusammen für immer. Davon möge uns ein Licht in die Finsternis scheinen.
 
Abendrot
13.12.2015
01:20 Uhr
     
Die letzten drei sind schöne Einträge, die mir etwas geben in Zeiten, wo ich mich selbst phasenweise aufgebe. Der Tod ist ein Problem, aber durch Glauben an Ewiges Leben lösbar, zumindest partiell. Da half mir ein Mann in einer blöden Sache, einer Sache, die mich extrem stresste, weil ich schon vorgestresst bin, ein Handwerker, schnell und effizient. Dann sagte ich, er solle sich setzen, ich saß gegenüber, schob ihm ein reichliches Trinkgeld 'rüber, wovon er einen Teil zurückschob, und ich fragte wie er hieß, und er hieß wie mein Mann und guckte einfühlsam. Später dachte ich über Engel nach.
Aber das größere Problem ist lange Krankheit. Wenn man nicht 1x2=2 gewesen war, sondern 2:2=1 über Jahre, zwar mit Brüchen, auch schmerzhaften, wo man dann 2 war und mit kleinen Fluchten auch, die aber nicht mehr erscheinen in der Erinnerung, die den anderen kittet, aber nicht die Krankheit, den unterdrückten Stress, Schmerz, die weggeschobenen Ängste. Erst nach dem Ableben merkt man dann, wie lange schon viel fehlte, wenn man die alten Bilder aufbaut und feststellt, an welche Zeiten man denkt.
Freunde?: Nur bei Unverstellten. Geschwister?: Gott sei Dank. Spontane Freunde, Einfühlsame?: Gott sei Dank. Sie kommen von Gott. Engel. Spontane Erscheinungen.
Es ist weniger der Tod, der schindet, sondern das Leben, das Verlorene darin, das Versagen, die Fehler, die Schwächen, der Mist, der ganze, das Versäumte, das erst das Ableben alles hervorbringt.
Ich hätte den Weihnachtsschmuck nicht besorgen sollen, den Adventskranz, die Christrosen, die Weihnachtssterne. Sie machten ihn glücklich und mich jetzt traurig. Man weiß nicht so recht, was man tun soll.
 
jakobus
12.12.2015
21:45 Uhr
     
Ja, tg - füreinander glauben und hoffen - eine wundervolle Aufgabe und auch ein beruhigender Gedanke sich von Brüdern und Schwestern getragen und "herabgelassen" zu wissen, wenn mein Glaube zu klein geworden ist und ich meine Hoffnung schon begraben habe. Gott sieht auch ihren Glauben. Steffensky schreibt zu Markus 2,1-12 ("Bet fürs bucklicht Männlein mit!"): "Wir sind nicht nur wir selbst, wir sind auch die, die von anderen mitgenommen werden in ihre eigene Hoffnung." Ein Beitrag von nahezu religiöser Poesie zu einer wunderbaren Bibelstelle.
Grüße von jakobus
 
ing
12.12.2015
14:44 Uhr
     
Eine wertvolle Denkschrift. Möge Er wieder glücklich werden, Dieser Mensch, Behütet sein Auf Erden.

Ein Mensch, den ich kennen durfte, war in einer ähnlichen lebensLage. Aber seine Freunde und seine Frau preisten ihm in Freundesabenden roten oder weißen Wein an. Schenkten das Glas halbleer gleich wieder voll. So vergaß Er für Zeiten seine Sorgen. Aber er kam nicht mehr davon los von diesen Rauschmitteln.

Es ist ein großes Glück, wirkliche Freunde zu haben. Im Leben.
 
tg
12.12.2015
11:20 Uhr
     
Ein Mensch, Kopfarbeiter, Familienvater, um die Fünfzig, wird sich egal. Die Kräfte nehmen ab, irgend etwas zehrt an ihm, er wird hinfällig, fühlt Rheuma, will lange nicht zum Arzt. Wäre einverstanden mit Sterben. Müdigkeit mit Gottvertrauen gepaart läßt alles laufen, bis Frau und Freunde energisch werden. Ihr Interesse lockt ihn in Behandlung. Das erinnert an die Freunde, die den Kranken vom aufgedeckten Dach aus dem Jesus vor die Füße abseilen: "Als er deren Glauen sah, sprach er zu dem Gelähmten: `Deine Sünden sind dir vergeben, deine Depression ist von deiner Seele abgehoben`." Kostbar, dieser stellvertretende Glaube.  
Monika Glässel
08.12.2015
17:20 Uhr
     
finde ich absolut cool....  
tg
08.12.2015
15:18 Uhr
     
eben eine Traueranzeige erhalten: "Am 3. Dezember 2015 erwachte NN , geb..., zum ewigen Leben."  
Non-Bruder
06.12.2015
10:41 Uhr
     
Natürlich kann man das gut finden, aber es hat mehrere Haken.
1. Sie sind nicht unbedingt auf Hass aus, sondern auf maximale Einschüchterung. Die ist ihnen in diesem Fall gelungen, denn sonst hätte der Autor sich um seine Belange gekümmert, zu denen gehört hätte, seinen Sohn
nicht medial zu exponieren und die Wahrheit evtl. erstmal vor dem Kleinen zu verbergen, was jetzt unmöglich
ist. Er hätte sie nicht öffentlich angesprochen.
2. Es handelt sich nicht um eine Attacke auf seine Frau, die zufällig vor Ort war, sondern auf die République Francaise. Die Attacke fand am Boulevard Voltaire statt, und niemand repräsentiert französische Werte mehr als
Voltaire. Es war eine Attacke auf die Aufklärung und ihre Folgen.
3. Gott weint leider kein Stück, denn dieser Schöpfungsgott hat nicht nur Gutes geschaffen, sondern auch Kain,
Luzifer, die Schlange im Baum, die Erbsünde, von der nur Jesus erlöst.
3 a. Der alleinige Gott ohne Jesus lässt den Holocaust zu und das Abschlachten von Schiiten oder Jesiden von Seiten der Sunniten. Man darf es sich mit ihm nicht so einfach machen. Sein Abbild kann die Menschheit nur in allen Fazetten sein, und daher sind wir nicht sein Abbild. Sein Abbild kann nur Jesus sein, einzelne große Heilige oder das Kind, das neugeborene sündenfreie Kind.

Somit kann man das nur politisch betrachten: Als Attacke auf die République Francaise mit maximaler Einschüchterung und der Einengung öffentlichen Raumes, vor allem im Sektor Spaß. Es wird diskutiert, ob ein weiterer Anschlag im Achtzehnten geplant war, zum Beispiel auf das Moulin Rouge. Ein Anschlag auf den Wallen in Amsterdam wurde angeblich vor vielen Jahren rechtzeitig aufgedeckt. Nun meinen diese Typen, Gott bestimmte, wie gelebt wird.
Gott aber macht nur Sinn, wenn er leben lässt, wie Jesus ja zeigte. Insofern sollte man ihn aus dem Spiel lassen.
Er ist schon für diverse Dinge missbraucht worden.
Dies ist ein rein politisches Ding, wo es um Macht geht, eine weitere Kriegserklärung in einem asymmetrischen Krieg. Wie man in Afghanistan gerade sieht, wo IS angeblich 25 von 34 Provinzen beherrscht, ist es das Gleiche wie gehabt. Nur heißt es anders. Und so etwas entsteht, wenn die USA sich zurückziehen.
Gott kann rein gar nichts dagegen tun, wie man am Holocaust sehen kann. Gott kann nur auf den Einzelnen wirken, wie man nicht nur an Jesus ableiten darf.
Und was ist mit Papst Franziskus?: Er vermarktet Ihn auch zu simpel, den lieben Gott für die infantilisierte Menschheit. Papst JP II und Papst Benedikt haben es uns nicht so leicht gemacht. So leicht wie eine Feder ist der franziskanische Gott. Es könnte schnell weggeblasen werden. Ins Nirwana.
 
Orbart
05.12.2015
20:51 Uhr
     
Man mag ja von Weihnachtsmärkten halten,was man will,sie für kommerziell und geschmacklos halten.......
Ich liebe sie jedenfalls in aller Regel,liebe den Duft von gebrannten Mandeln,den Anblick kunstvoll gedrechselter Schnitzereien und anderer sinnlicher Eindrücke.
Aber seit den Anschlägen von Paris drängen sich mir Fragen auf.Fragen,die beginnen mit :"Muß ich da unbedingt hin....?Könnte da was passieren...?"
Und liebe Freunde,denen ich meinen Besuch auf einem solchen Weihnachtsmarkt ankündigte,sagen plötzlich:"Paß bloß auf Dich auf!Gerade Du da in Berlin......!"
Im Kontext des abgesagten Länderspieles hieß es:"Meiden Sie Menschenansammlungen!"Und Weihnachtsmärkte wurden im Folgenden als potentiellen Ziele für Anschläge genannt.
Heute nun machte ich mich auf den Weg,um den Weihnachtsmarkt am "Roten Rathaus" zu besuchen.
Ich weiß nicht,was ich erwartet hatte.Menschenleere Plätze?Starke Polizei-Präsenz?
Nichts von alledem.
Die Menschen stauten sich zwar am Einlaß,aber nicht wegen irgendwelcher Kontrollen,sondern wegen der schieren Masse an Besuchern.Der Andrang war riesengroß.
Man hatte offensichtlich Spaß,es wurde gelacht,gegessen und getrunken.

Die Menschen lassen sich auf Dauer nicht einschüchtern,nicht permanent in Angst und Schrecken versetzen.
Die Normalität tat gut,das vertraute Miteinander auch.Es war so wie immer.

Ich war froh,hingegangen zu sein und werde es wieder tun.
 
gewißlich
03.12.2015
11:13 Uhr
     
liebe do,

Der Herr ist Ihr Hirte,
Ihnen wird nichts mangeln,
Er weidet Sie auf einer grünen Aue
und führet Sie zum frischen Wasser.
Er erquicket Ihre Seelen.
Er führet Sie auf rechter Straße
um seines Namens Willen.
Und ob Sie schon wanderten im finstern Tal,
dürfen Sie immerwiederneu vertrauen;
denn Er ist bei Ihnen,
Sein Stecken und Stab trösten Alle.
Er bereitet vor Ihnen einen Tisch
im Angesicht Ihrer Feinde.
Er salbet Ihre Häupter mit Öl
und schenket Ihnen voll ein.
Gutes und Barmherzigkeit werden Ihnen folgen
Ewiglich,
Und Sie werden Bleiben Im Hause Des Herrn
Immerdar.

.
 
tg
01.12.2015
18:23 Uhr
     
Martin Cyrankowski bittet um einen link zu (www.lapuco.de).  
tg
01.12.2015
18:21 Uhr
     
Ich konnte dem trauernden und lebensmutigen Brief aus Paris viel abgewinnen.  
Non-Bruder
30.11.2015
22:00 Uhr
     
Liebe Do, damit kommt er nirgendwo hin. Es ist diese geistige Überlegenheit, die sie so hassen. Wenn er öffentlich weinen würde, würde er vielleicht einen oder zwei bewegen, aber nicht mit dieser hanebüchenen Arroganz. Wenn er weinen oder hysterisch schreien würde, seinen Schmerz demonstrieren würde, wäre er wirkungsvoller. So wirkt er nur auf Leute wie Sie, die auf seinem Geschwafel abfahren wie auf einer Bananenschale. Abgesehen davon ist er ihnen egal. Sie wollen das System schädigen. Sie haben schon lange begriffen, spätestens seit Nineleven, dass eine Hauptstütze des Systems, unseres, die Medien sind, und sie machen Dinge die in den Medien mit kräftigen Bildern und viel Gequassel, Meinung genannt, regurgitiert werden. Sie schießen kleine Löcher in unsere Mediengeilheit, frei nach Erich Kästner, der sie beschreiben könnte.
Ich gucke mir das schon lange nicht mehr an. Lediglich lesen und speichern. Wenn keiner mehr hinguckt, hören sie vielleicht auf, wer weiß. Sie übertreiben schließlich kolossal, wenn sie sich auf Unschuldige einschießen. Im Übrigen ist das Emirat Qatar an dem Club beteiligt. Vielleicht wollten sie es vornehmlich treffen, schließlich sind es Fundamentalisten, denen islamisches Engagement im Westen ein Greuel ist. Und wenn man es ganz genau nimmt, tun diese Staaten, die an den Persischen Golf angrenzen, herzlich wenig für ihre ärmeren Bevölkerungsschichten. Sie haben überall ihr Geld sitzen, aber ihre Ärmsten schieben sie zu uns durch, als wären wir gleichzeitig ihre goldene Badewanne (Paris und London) und ihr Mülleimer (Deutschland und Belgien).
Sie machen dort unten desaströse Politik, und deswegen sind sie dafür mitverantwortlich. Und ihr fabulöser globalisierter Sender verdient auch daran.
Für so'nen Trottel, der sie nicht verurteilt, haben sie vermutlich nur Verachtung übrig. Das arme Kind.
Ein paar von Ihnen hier seid manchmal unheilbar naiv. Jesus war das nicht. Er war klug, gewieft, mutig und intelligent. Er war der Beste, besser noch als Sokrates.
 
do
28.11.2015
18:55 Uhr
     
Offener Brief des jungen französischen Journalisten Antoine Leiris an die Attentäter von Paris, denen seine Frau zum Opfer fiel ...

Ihr bekommt meinen Hass nicht.

Freitagabend habt ihr das Leben eines außerordentlichen Wesens geraubt, das der Liebe meines Lebens, der Mutter meines Kindes, aber ihr bekommt meinen Hass nicht. Ich weiß nicht, wer ihr seid und ich will es nicht wissen, ihr seid tote Seelen. Wenn dieser Gott, für den ihr blind tötet, uns nach seinem Bild geschaffen hat, dann muss jede Kugel, die meine Frau getroffen hat, eine Wunde in sein Herz gerissen haben.

Nein, ich werde euch nicht das Geschenk machen, euch zu hassen. Auch wenn ihr euch sehr darum bemüht habt; auf den Hass mit Wut zu antworten würde bedeuten, derselben Ignoranz nachzugeben, die euch zu dem gemacht hat, was ihr seid. Ihr wollt, dass ich Angst habe, dass ich meine Mitbürger mit misstrauischem Blick betrachte, dass ich meine Freiheit der Sicherheit opfere. Verloren. Der Spieler ist noch im Spiel.

Ich habe sie heute morgen gesehen. Endlich, nach Nächten und Tagen des Wartens. Sie war genauso schön wie am Freitagabend, als sie ausging, genauso schön wie damals, als ich mich vor mehr als zwölf Jahren hoffnungslos in sie verliebte. Selbstverständlich frisst mich der Kummer auf, diesen kleinen Sieg gestehe ich euch zu, aber er wird von kurzer Dauer sein. Ich weiß, dass sie uns jeden Tag begleiten wird und dass wir uns in jenem Paradies der freien Seelen wiedersehen werden, zu dem ihr niemals Zutritt erhalten  werdet.

Wir sind zwei, mein Sohn und ich, aber wir sind stärker als alle Armeen dieser Erde. Ich will euch jetzt keine Zeit mehr opfern, ich muss mich um Melvil kümmern, der gerade von seinem Mittagsschlaf aufwacht. Er ist gerade mal 17 Monate alt; er wird seinen Brei essen wie jeden Tag, dann werden wir gemeinsam spielen wie jeden Tag und sein ganzes Leben wird dieser kleine Junge euch beleidigen, indem er glücklich und frei ist. Denn nein, auch seinen Hass werdet ihr nicht bekommen."

“Vous n’aurez pas ma haine” Vendredi soir vous avez volé la vie d’un être d’exception, l’amour de ma vie, la mère de...

Antoine Leiris, Montag, 16. November 2015

Übersetzung: Lena Jakat
..................................................................................

Besondere Gedanken zum 1. Advent ... do
 
Menke
25.11.2015
16:14 Uhr
E-Mail    
Frühstück!

Betrete ich die Küche und schau aus dem Fenster, diesig verhangen der Dunkelheit und Schlaf entronnen,
bricht der Tag für mich wieder neu an.
Im gegenüber das Haus der Nachbarin, ich wie immer als erstes durchs Fenster schau, brennt Licht schon früh morgens um sechs.
Das Küchenlicht hinter Gardinen, die Nachbarin im weisen Morgenmantel, so brüht sie ihren Kaffee auf.
Nicht zu vergessen die sanft stolzierende Katze, die Auf und ab über Tische und Küchenplatte wie jeden Morgen beizeiten läuft.
Schon blicken beide gemeinsam rüber zu mir, um Stille Begrüßungszermonie ablaufen zulassen.
Danach, entschwinden Frauchen und Katze aufeinmal in der Weite und Stille ihrer dunkelen Räumlichkeiten.
 
dankbarkeitsflamme
21.11.2015
14:03 Uhr
     
Lieber Ewald, heute fand ich GeDANKen von R. Fuchs, die Geschenk für uns alle Sind. Will sie hierhersenden ...
Lieber Traugott, mir fehlt meine Freundin sosehr. Sie Ist Damals, mit Emil - Heimgeholtworden. Von Ihr bekam ich 'mal 'An meinen Engel' geschenkt. Es Ist Trost. mit wundervollen Bildern von Engel-Skulpturen der Welt. Hab' es heut' gesucht, als ich diesGedicht fand. Ich will es in Ehren halten


Wenn man einen Freund verliert,
dann verliert die Welt viel Farbe
und die Seele weint und friert,
trägt ein Stück von sich zu Grabe,
und das Herz kriegt weit're Wunden
und der Tod zerreißt das Band,
das durch Liebe uns verbunden,
dreimal Erde wirft diie Hand.
Tränen fallen hinterher,
keine Worte können trösten.
Wenn der Sarg sinkt, ist's zu schwer,
da ist's Leid wohl mit am größten.
Ich verlier ein Stück mich selbst,
denn ich habe dich verloren,
während du dich dort gesellst
zu den Freunden neu geboren,
in der andren bessren Welt
ohne Trauer, ohne Tränen,
ohne Schluchzen, Greinen, Grämen.
Ich werd' weiter wandern müssen,
werd' wie du, den Menschen dienen.
Wirst du Gott dort dort von mir grüßen?
Wirst du dort vom Licht beschienen?
Leg ein gutes Wort doch ein,
dass Gott Kraft gibt, hier zu leben,
dass wir, bis wir dürfen heim,
unser Bestes hier noch geben.
Und die Sehnsucht macht mir Flügel,
und dein Vorbild hält mich hier,
muss noch über Berge, Hügel,
darf noch nicht zu Gott und dir,
muss, wie du's tatst, andre tragen,
Glaube, Hoffnung, Liebe wagen
und in stillen Stunden weinen.
Gott wird uns einst neu vereinen ...


.
 
Menke
20.11.2015
13:23 Uhr
E-Mail    
Gebt Ihm keine Nahrung!

Sich mit Themen und innhalten auf einer sachlichen Ebene zu beschäftigen, hilft den Lesern hier weiter.
Aber nicht herausfordernt vorher Denken und seine Ideologie mit einbringen, warten was da kommt, um zu sagen, ich hatte Recht.
Das bringt uns allen in der Sache nicht weiter, wenn ich sozusagen mich durchlesen mag, mit meinem angehäuften Meinungsbild.
Es sollte nicht in erster Linie um andere gehen, wo doch auch im tiefsten meiner Seele Fragen nach mir auftauchen können.
Das kann auch hier sich wiederspiegeln, ja gewünscht, lasst aber bitte die Persönlichkeit eines jeden unangetastet.
 
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