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ds
24.02.2016
09:28 Uhr
     
Danke, Traugott, tut gut zu sehen, dass meine Botschaft angekommen ist und so präsent ist.
Ja, es vergeht kaum ein Tag, an dem ich nicht - wo und bei welchem Anlass auch immer - irgendein Wort von Dir erinnere oder auch laut sage!
Zuletzt : einer meiner drei Enkel (5,3,1 Jahre) sitzt auf meinem Schoß. TG sagte mal: wenn du ins Gesicht eines kleinen Menschen/Kindes guckst, siehst du Gott.
Dort sitzt ER dann, dank deines Wortes und Du irgendwie mit.
Oder ich fragte mal vor wohl 12/13 Jahren nach, ob du am Folgetag predigen würdest in StSeverin (ob also die Anreise aus Hamburg sinnmachend wäre). Deine Antwort nur kurz: "Komm ran!" Noch heute ist bei uns in der Familie das "Komm-ran" Sprichwort.
Traugott, du machst hier weiter, bis Er was anderes mit Dir vorhat, frag das nicht immer wieder (so wiederum hättest Du mich beschieden)!!
Herzlich Dein Delf
 
Ursula O.
22.02.2016
09:44 Uhr
E-Mail    
Danke für die Erläuterungen. Es ist ja gut, daß es unterschiedliche Meinungen gibt. Wichtig ist doch wohl, daß jeder weiß, wie man trübe Stimmungen beseitigen kann.  
Elfen
21.02.2016
09:47 Uhr
     
Dieses Lied hat mir im Leben Halt und Trost gegeben, weil es naturverbunden, romantisch und fröhlich ist und ich es immer noch singen kann. Drei andere, die diese Qualitäten für mich haben, sind "Geh aus, mein Herz", "Ich weiß nicht, was soll es bedeuten" und "Bénissez le Seigneur" aus Taizé. Tatsache: Ich sang mal von der Loreley auf einem Rheindampfer, und die anderen auf Deck, viele Ältere, wirkten angetan. Man muss einfach mal singen.  
Ursula O.
21.02.2016
08:13 Uhr
E-Mail    
Nun fühle ich mich reichlich missverstanden, denn ich meinte nicht: Lieder, die den Schritt beschleunigen, sondern Lieder, die im Leben und im Sterben Halt und Trost geben!  
Elfen
20.02.2016
19:19 Uhr
     
Ohli, ich habe dies aus der Schule, und da es immer mit falschen Textstellen im Netz steht, bringe ich es hier verbessert:

Wir wollen zu Land ausfahren
Wohl über die Berge weit,
Aufwärts zu den klaren
Gipfeln der Einsamkeit.
Lauschen, woher der Sturmwind braust,
Schauen, was hinter den Bergen haust
|: Und wie die Welt so weit. :|

Fremde Wasser dort springen,
Sie sollen uns Weiser sein,
Wenn wir wandern und singen
Lieder ins Land hinein.
Und brennt unser Feuer an gastlicher Statt,
So sind wir geborgen und schmausen uns satt,
|: Und die Flammen leuchten darein. :|

Und kommt aus tiefem Tale
Heimlich und still die Nacht
Sind im Mondenstrahle
Gnomen und Elfen erwacht,
Dämpfet die Stimmen, die Schritte im Wald,
So hört ihr und seht ihr manch' Zaubergestalt,
|: Die wallt mit uns durch die Nacht. :|

Es blüht im Walde tief drinnen
Die blaue Blume fein.
Diese zu gewinnen,
Ziehn wir ins Land hinein.
Es rauschen die Bäume, es murmelt der Fluss,
Und wer die blaue Blume finden will, der muss
|: Ein Wandervogel sein. :|
 
Menke
20.02.2016
12:09 Uhr
E-Mail    
Wir können nicht aufhören!

Wenn wir begreifen, daß neu lesende oder in warte Position lauernde, noch wenig damit anfangen können, weil die Zeit in ihrer Erkenntnis noch nicht reif ist.
Ich selber, befinde mich ja da noch in meiner glücklichen Vergangenheit, die mir immer wieder ein Rückzugsort gibt, oder das Faadbeck meiner quälenden Gedanken.
Wo aber dann, in der kommenden Osternacht, Freude in uns eingehaucht wird, es geht wieder einmal nach Sylt, ja warum denn nicht, wo andere sich tun in der Müßgikeit und sich neugierig machen was da nicht entstehen kann.
 
Abendrot
20.02.2016
09:17 Uhr
     
@ Monika und Helmut G.:

"Alle glücklichen Familien sind einander ähnlich; jede unglückliche Familie ist auf ihre Weise unglücklich."
Buchbeginn "Anna Karenina" von Lew Tolstoj,

Gefunden in der Welt online, wo ich betrübt über das Ableben des Meisters der Rose ("Der Name der Rose") und der Schöpferin von Atticus Finch ("Wer die Nachtigall stört") las. Umberto Eco und Harper Lee beide davongesegelt.
 
Ohli
20.02.2016
09:14 Uhr
E-Mail    
Im Notgepäck habe ich auch immer einige Lieder - sonntags aufmunternd gesungen - im Alltag griffbereit.
Vor fast 70 Jahren im Unterricht auswendig gelernt, sind sie noch immer parat, um in schwierigen Situationen innerlich Halt zu geben. Welch ein Reichtum!
 
tg
19.02.2016
21:37 Uhr
     
Liebe MG Dank, einfach nur Dank fürs Echo-will manchmal hier schon aufhören, aber Sie ( und DS und einige Andere ) geben Schubkradt für mindestens ein halbes Jahr weiter. Ja, dass wir alle behütet bleiben, dafür sorge der HERR!  
Monika Glässel
19.02.2016
20:25 Uhr
     
Lieber tg, Deine Predigten, Deine Gespräche und Deine Zuversicht haben uns immer gut getan, und auch hier tun uns Deine Worte gut, und am Besten sind Deine Umarmungen mit einem "bleib behütet", das hat immer wieder bis zum nächsten Urlaub auf Sylt nachgeklungen und gewirkt, möge es Dich noch ganz lange geben und Du gesund steinalt werden, dass wünscht Dir Deine Monika und Helmut mit Kindern und Enkelkindern... Du bist uns immer ein Segen, ohne Vorurteile und Berührungsängste und einem großen Herzen. Danke dass es Dich gibt.  
Abendrot
19.02.2016
11:43 Uhr
     
ds, man kann es als Auferstehung umdeuten, wenn man will.
Da Hilde Domin aber Jüdin war, würde ich dazu nicht tendieren. Sie bringt hier Noah, die Sintflut und in den späteren Versen die Taube, also Frieden mit Gott, Hoffnungssymbol auch. Der Ölzweig - Pallas Athene und Bibel, der Ölzweig wie eine Verbindung. Weder Noah noch Daniel, den sie am Ende indirekt erwähnt durch die Löwengrube, sind in den Geschichten je tot, sondern werden durch Glauben aus schwierigen, nahe am Untergang angesiedelten, Lagen gerettet und mit Daniel ein Teil des Volkes. Sie sind also Menschen mit einem sehr starken Glauben. Alle Menschen im AT haben diesen starken Glauben und werden nach dem Durchstehen von Härten belohnt: Jonah, Daniel, Ruth, Jakob, Abraham, Rachel, Moses und das jüdische Volk aus Ägypten. Hiob, versteht sich, und Lot gehören dazu, aber nicht Lots Frau, ein weiblicher Orpheus.
Dieses Sterben und Henken und Kreuzigen scheint mir sehr römisch und die Auferstehung sehr christlich, der einzige Trost. Der Täufer wird geköpft, Lazarus stirbt und dann Jesus.
Ich selbst würde das Gedicht daher nicht so interpretieren.
Sie haben auch den Holocaust ausgestanden und sind als Staat wieder stark, haben sich zwei sichere Häfen geschaffen: Israel und die USA. Auf uns, da können Sie sicher sein, verlassen sie sich nicht.
Im Prinzip sind sie mir viel vertrauter als das Samaritertum des Christentums oder das Hinhalten der anderen Wange, das ultimativ zum Untergang des Christentums führen kann.
 
Abendrot
19.02.2016
11:27 Uhr
     
Ja, hat sich sehr gelohnt.

tg: auf Menschen zu treffen, die sagen:"Der Gottesdienst, die Predigt damals hat sich für mich gelohnt".
 
tg
19.02.2016
11:05 Uhr
     
ja, auch fein- schon viel Energie draus gesogen. Aber mir noch stärker dies "blüht hinter dir her"- Das bedenken: wasblüht hinter dir her, was gibst du mit, wenn du einem "Pass auf Dich auf"! nachrufst. Das ist doch nur ein "trostloser Segen". Sag doch lieber d: "Behüt Dich Gott" oder "Bleib behütet" oder: "Von guten Mächten wunderbar geborgen"- Das Verheißungswort auf dem Weg zum Gericht oder zum OP kauen oder überhaupt auf dem Weg ins Fremde. Dann kommst du in Freundesland. Aber hab immer einen Schein griffbereit, wenn dir einer deine Tasche klauen will: "Komm, lass das , hier, nimm den Schein, ich hab dich schon erwartet."
Und ds ist das Glück eines Predigers, später mal auf Menschen zu treffen, die sagen:"Der Gottesdienst, die Predigt damals hat sich für mich gelohnt". Dann blüht hinter ihm her Glück. Auch bei eigenen Kindern kann es sein, dass sie von ihrem Kinderzuhause Graubrotglauben (W.D. Schnurre) mitgenommen haben, einige Scheiben heilender Worte im Notgepäck behalten.
 
ds
19.02.2016
09:44 Uhr
     
Nochmal Hilde Domin; für mich das Passions-/Auferstehungsgedicht schlechthin. Gruss Delf

Bitte von Hilde Domin

Wir werden eingetaucht
und mit den Wassern der Sintflut gewaschen,
wir werden durchnässt
bis auf die Herzhaut.

Der Wunsch nach der Landschaft
diesseits der Tränengrenze
taugt nicht,
der Wunsch, den Blütenfrühling zu halten,
der Wunsch, verschont zu bleiben,
taugt nicht.

Es taugt die Bitte,
dass bei Sonnenaufgang die Taube
den Zweig vom Ölbaum bringe.
Dass die Frucht so bunt wie die Blüte sei,
dass noch die Blätter der Rose am Boden
eine leuchtende Krone bilden.

Und dass wir aus der Flut,
dass wir aus der Löwengrube und dem feurigen Ofen
immer versehrter und immer heiler
stets von neuem
zu uns selbst
entlassen werden.
 
pardon
19.02.2016
08:56 Uhr
     
Wie konnte ich Wulff schreiben. Es heißt natürlich Woolf.  
dH
19.02.2016
08:53 Uhr
     
Es klingt nach einer Predigt von Giesen ist gut.
Hatten gestern Abend wieder Snooker an, dabei lässt es sich zwischendurch schön in Büchern blättern.
Und ich weiß es jetzt. Die Worte stammen tatsächlich aus einem Gedicht von H.D..
Es heißt "Tunnel" und ist Virginia Wulff gewidmet:

Zu dritt
zu viert
ungezählte, einzeln

allein
gehen wir diesen Tunnel entlang
zur Tag- und Nachtgleiche

drei oder vier von uns
sagen die Worte
dies Wort:

'Fürchte dich nicht'
es blüht
hinter uns her.

---

Hilde Domin bezeichnet es selbst als eines ihrer Lieblingsgedichte, weil sie "den Schluss so sehr braucht".
Vielleicht macht es ja auch anderen Lebensmut.
 
Abendrot
18.02.2016
17:55 Uhr
     
Also, mit dem Duzen kein Problem, aber im Internet vermeide ich es, weil man die Personen ja nicht wirklich kennt, außerdem, um die Form zu wahren, was heute im Netz nicht garantiert ist, nicht mal bei einem selbst, wenn man in heiligen Zorn gerät.
Zu "Es blüht hinter uns her" sage ich spontan, ohne nachzusehen, dass das nach einer Predigt von Giesen klingt. Sollte das nicht stimmen, können ja andere mal nachsehen.
 
;-)
18.02.2016
16:18 Uhr
     
Ich merke gerade, dass ich Sie geduzt habe, das war aus Versehen, einfach ein kurz gefühltes Du, und keinesfalls ein plumpes. Mir ist das neulich schon mal passiert, nach
"Aber er hatte nie ein wirkliches Herz, denn sonst hätte er ja nicht vergessen, den alten Bären regelmäßig zu besuchen. " Das war überhaupt mein Lieblingssatz.
Nun bin ich auch mal wieder ruhig.
Alle, die wieder gern etwas anderes hier stehen hätten, sollen doch bitte gern etwas anderes schreiben.
 
dH
18.02.2016
15:43 Uhr
     
Abendrot, ich würde oft gern wie deine neulich von dir angesprochenen Enkel (gibt es sie eigentlich schon oder waren sie nur angedacht?) "weiter" flüstern, weil ich gern von dir lese.
Und weil es hier gerade still ist, wüsste ich gern, ob du auch weißt, was es mit dem Zitat "es blüht hinter uns her" auf sich hat.
Ich habe den Satz neulich im Zusammenhang mit Hilde Domin gelesen, weiß aber nicht, ob er von ihr stammt, aus einem Gedicht?
 
Abelkain
17.02.2016
23:30 Uhr
     
Das Ende von "Abel steh auf":
Die Feuer die brennen
das Feuer das brennt auf der Erde
soll das Feuer von Abel sein
Und am Schwanz der Raketen
sollen die Feuer von Abel sein
von Hilde Domin
 
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