Gästebuch


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Autor Nachricht
Hella Kellermeyer
31.12.2019
23:40 Uhr
     
Heute ist Silvesterabend und ich denke zurück an die Gottesdienste vor langen Jahren zum Jahresausklang,die ich zusammen mit meinem Mann regelmäßig in St. Severin besuchte. Die Kirche war geschmückt wie eine festliche Tafel und TGs Predigten waren wie ein Gewürzkuchen,den alle Gäste mit großem Appetit und Neugier erwarteten.Intensiviert wurde meine Erinnerung ,weil es mir vergönnt war,am 1. Weihnachtstag in St. Severin neben TG zufällig einen Platz zu finden Danke für alle schönen Stunden in St. Severin.  
magdalena
29.12.2019
20:11 Uhr
     
Wie schön das Albert-Schweitzer-Zitat. "..das unaussprechliche wird sich offenbaren...", um dies Sich-Offenbaren mit zu bekommen, hilft mir die innere Frage: "wo bist DU?" Vielleicht gibt es auch andere Erfahrungen?- Wer übrigens Fulbert Steffensky (nochmal) erleben möchte: er kommt nach Hamburg, 6.1.20, 18.00 Esplanade 15 zu Gespräch über "Gastfreundschaft und Fremdheit".  
tg
26.12.2019
11:48 Uhr
     
"Als ein Unbekannter und Namenloser kommt er zu uns, wie er am Gestade des Sees an jene Männer, die nicht wußten, wer er war, herantrat. Er sagt dasselbe Wort: "Du aber folge mir nach!" und stellt uns vor die Aufgabe, die er in unserer Zeit lösen muss. er gebietet. Und denjenigen, welche ihm gehorchen, Weisen und Unweisen, wird er sich offenbaren in dem, was sie in seiner Gemeinschaft an Frieden, Wirken, Kämpfen und Leiden erleben dürfen, und als ein unaussprechliches Geheimnis werden sie erfahren, wer er ist...."
Albert Schweitzer Das Leben Jesu
 
Menke
19.12.2019
19:27 Uhr
     
Lasst uns fröhlich alle singen!

Es ist schwer an solchen Tagen wie Weihnachten, an sich selber zu denken, zu groß ist die Unsicherheit, wenn der Glaube nach Ehrlichkeit verdrängt werden muß.
Selbst wenn ich an Weihnachten in die Gottesdienste gehe, erkenne ich in den Gesichtern der Menschen nicht die Geburt des Erlösers, sondern hoffentlich gefallen Geschenke und Festtagsbraten nebst Angehörigen und mir selbst.
Vielen Menschen macht das Getöse überspringend auf ihre Gefühlslage da unweigerlich Angst, wie halte ich das wieder alles aus?
Kann ich damit selber umgehen, wie kann ich dem ängstlichen helfen Abstand zu halten, um für sich ein Ort der Inneren Freiheit zu finden?
Da wo die Eigentliche Sehnsucht nicht auf vollen Gabentischen zu suchen ist, auch nicht im Weihnachtsgottesdienst, noch in der Alkoholisierten Glitzerwelt der Weihnachtsmärkte.
 
tg
16.12.2019
20:14 Uhr
     
Schmücke nicht nur den Baum – schmücke deine Seele.

Weihnachten braucht unsere tastenden Gedanken; Schauen wir Im Lichthof dieses wunderbaren Tages nach hinten und nach vorn: Erinnern wir uns zurück, dann sind die Feste Ankerpunkte. Vor allem die Christfeste im Lebenslauf zeigen uns unsere Herkunft und wie wir geworden sind: Als die Großeltern noch dabei waren und wie in armer Zeit der Bunte Teller die Sensation bildete; wie Jahr für Jahr Geschenke sich mehrten, wie wir beim Krippenspiel uns verhaspelten, wie wir uns mühten, was Richtiges für Vater und Mutter zu basteln oder zu besorgen. Und wie wir dann später das erste Weihnachten als Paar in eigener Wohnung mit eigenem Kind und eigenem Baum feierten….Und wie das erste Weihnachten nach dem Tod eines geliebten Menschen weh tat.
Und auch entwickelt sich aus diesem Fest Zukunft: wir wollen wieder mit Zuversicht ins Neue Jahr gehen. Wollen endlich nötige Schritte tun, werden doch auch zur Kirche gehen, schon der Herzenslieder wegen. Und möge uns die Weihnachtsgeschichte wieder hochziehen. Und es soll sich begeben, dass wir wieder mit Zuversicht ausgerüstet werden-auch dadurch, dass wir von einigen Verblendungen loskommen.
Fürchtet euch nicht: Denn wir nehmen teil an einer Heilsgeschichte. Alles ist auf dem Weg, auf Seinem Weg, Gotttes Weg. Es ist aussichtsreich,an der Vision einer gerechten Welt festzuhalten.werfen wir unser Vertrauen nicht weg. Gott ist mit uns. Mitsein ist sein Wesen . Jesus hat diese Wesensart des Herrn gelebt, und wir können ihm nach mitsein und mittun.
 
jakobus
15.12.2019
16:35 Uhr
     
Ja, der gute Fulbert Steffensky: Ein sehr befreiender Text. Mut zur Halbheit, zur Unvollkommenheit. Das könnte vielen weiterhelfen.

Segenswünsche zum 3. Advent von jakobus, der sich hiermit nach (gefühlten) Jahren mal wieder meldet.
 
tg
15.12.2019
15:51 Uhr
     
Schmücke nicht nur den Baum – schmücke deine Seele.

Weihnachten braucht unsere tastenden Gedanken; Schauen wir Im Lichthof dieses wunderbaren Tages nach hinten und nach vorn: Erinnern wir uns zurück, dann sind die Feste Ankerpunkte. Vor allem die Christfeste im Lebenslauf zeigen uns unsere Herkunft und wie wir geworden sind: Als die Großeltern noch dabei waren und wie in armer Zeit der Bunte Teller die Sensation bildete; wie Jahr für Jahr Geschenke sich mehrten, wie wir beim Krippenspiel uns verhaspelten, wie wir uns mühten, was Richtiges für Vater und Mutter zu basteln oder zu besorgen. Und wie wir dann später das erste Weihnachten als Paar in eigener Wohnung mit eigenem Kind und eigenem Baum feierten….Und wie das erste Weihnachten nach dem Tod eines geliebten Menschen weh tat.
Und auch entwickelt sich aus diesem Fest Zukunft: wir wollen wieder mit Zuversicht ins Neue Jahr gehen. Wollen endlich nötige Schritte tun, werden doch auch zur Kirche gehen, schon der Herzenslieder wegen. Und möge uns die Weihnachtsgeschichte wieder hochziehen. Und es soll sich begeben, dass wir wieder mit Zuversicht ausgerüstet werden-auch dadurch, dass wir von einigen Verblendungen loskommen.
Fürchtet euch nicht: Denn wir nehmen teil an einer Heilsgeschichte. Alles ist auf dem Weg, auf Seinem Weg, Gotttes Weg. Es ist aussichtsreich,an der Vision einer gerechten Welt festzuhalten.werfen wir unser Vertrauen nicht weg. Gott ist mit uns. Mitsein ist sein Wesen . Jesus hat diese Wesensart des Herrn gelebt, und wir können ihm nach mitsein und mittun.
Dazu passt vonDag Hammarskjöld:
„Gott stirbt nicht an dem Tag, an dem wir nicht länger an eine persönliche Gottheit glauben,
aber wir sterben an dem Tag, an dem das Leben für uns nicht länger
von dem stets wiedergeschenkten Glanz des Wunders
durchstrahlt wird, von Lichtquellen jenseits aller Vernunft."
 
tg
11.12.2019
11:03 Uhr
     
Eben gefunden, wie nah uns G ist: „Wer in Gott eintaucht, taucht neben den Armen wieder auf“ (Bischof Gaillot).  
magdalena
08.12.2019
22:00 Uhr
     
Das LEBEN als Gottes Außenseite zu verstehen, zu schmecken und zu fühlen - das ist schon darum hilfreich, weil Hell und Dunkel, Gutes und Böses darin aufgehoben sein können. Die personalisierte Gottesvorstellung ist für mich an ihr Ende gekommen, über die Innenseite weiß ich nicht so viel. Und in dieser vielleicht "keuschen" Zurück-Haltung kann ich durchaus dieses LEBEN mit Du ansprechen, die schönen alten Lieder - nicht alle! - mit ihren kraftvollen Bildern singen und die alten Texte - nicht alle!- gerne hören und sprechen.  
ds
06.12.2019
12:32 Uhr
     
..vorweihnachtliches Schweigen im Gästebuch...?!?!
Danke für den Eintrag zu Böschemeyers "Halbheiten". Findet sich schon Anfang des Jahres hier im GB. Wie befreiend für Perfektionisten...LG Delf
 
DS
03.12.2019
05:25 Uhr
     
Das Leben...Gottes Außenseite...darüber muss ich nachdenken...helfen wir uns dabei...hier? Gute Zeit an Gottes Außenseite...LG Delf  
tg
01.12.2019
09:55 Uhr
     
Advent unser Kopf, unser Wesen wird nach vorn gerufen : Da ist Zuversicht, Mut, Auftrag ,Helfenkönnen Feierndürfen. Wir haben noch viel vor. mit uns hat das Leben-Gottes Außenseite- noch viel vor.  
tg
28.11.2019
14:34 Uhr
     
Geglückte Halbheit
Es wächst ein merkwürdiges neues Leiden, das durch überhöhte Erwartung an das Leben und der Menschen an sich selbst entsteht: Mein Körper soll fit sein bis ins hohe Alter, mein Aussehen schön. Mein Beruf soll mich erfüllen. Meine Ehe soll ungetrübt glücklich sein. Der Partner soll der beste Liebhaber sein und die Partnerin die beste Köchin. Die Erziehung der Kinder soll gelingen. Solche Totalitätserwartungen an eine Liebe programmieren ihr Scheitern. So ist das Leben nicht. Die meisten Ehen gelingen halb, und das ist viel. Meistens ist man nur ein halb guter Vater, eine halb gute Lehrerin, ein halb guter Therapeut. Und das ist viel.
Gegen den Totalitätsterror lasst uns die gelungene Halbheit loben. Die Süße und die Schönheit des Lebens liegt nicht am Ende, im vollkommenen Gelingen und in der Ganzheit. Das Leben ist endlich, nicht nur weil wir sterben müssen. Die Endlichkeit liegt im Leben selbst, im begrenzten Glück, im begrenzten Gelingen, in der begrenzten Ausgefülltheit. Und Vieles haben wir nur halb gehabt und gemacht. Aber wir hatten wenigstens die Hälfte. Wer sagt denn, dass die Süße nur in der Ganzheit liegt! … Von keinem Vollkommenheitsterrorismus sollten wir uns das Halbe und nicht zu Ende Gebrachte entwerten … Wir können in Heiterkeit Fragment sein. Es gibt unserem Leben Spiel, dass wir selbst nicht alles sein müssen.-
(Nach Fulbert Steffensky)
 
Menke
25.11.2019
18:37 Uhr
     
Der Schöpfergeist in uns waltet!

Wir Menschen leben länger durch Medizin, aber weniger durch Achtsamkeit in jungen Jahren.
Ist nun mal so!
Platz für neues Leben lassen, wo Verstand und keine verbohrte Ideologien im vermeintlichen richtigen Glauben dem nicht entgegenstehen sollte, vertraue auf Schöpfer Geist und Sinn.
Auch wenn Mensch mit sich und Nützlichkeit, das Ende versucht zu durchschauen, so planlos ist die Einsichtigkeit.
Dem Eigennutz, ein letztes Loblied vor Walhall und Nächstenliebe ich Singen möchte, sind meine eigenen Gedanken doch hierbei fehl am Platze.
 
tg
23.11.2019
16:59 Uhr
     
Der neuste SPIEGEL lockt mit dem Versprechen, noch lange verlängertes Leben werde möglich. Aber reichen uns nicht die 80-90 Jahre? Nächste Generationen wollen doch ihren Platz mit die nötigen Lebensmitteln, wenn die Erde sie überhaupt noch wird hervorbringen können. Die Chrristenhoffnung auf ewiges Sein bei Gott meint was anderes, was jenseits unserer irdischen Bilder und Vorstellungen ist. Mehr weiss ich auch nicht. Nur dass wir ganz und heil werden, ungeteilt in der Liebe sind.  
die Augustiner
17.11.2019
14:34 Uhr
     
Der Umgang mit dem Tod ist natürlich in einem Seniorenstift intensiver , weil häufiger. So haben wir gelernt, dem einzelnen Tag viel Leben abzugewinnen, wenn möglich die Erkrankungen positiv zu handhaben und mit lieben Mitbewohnern zu lachen und ein schönes Glas Wein zu genießen.
Wichtig ist die positive Grundeinstellung und das Wissen, dass man auch später gut aufgehoben ist, was uns unser Glaube vermittelt.
Das Gedicht finden wir auch sehr passend für den November- aber wie sagt unser Vorschreiber DS lächelnd:
nicht drängeln.
 
ds
17.11.2019
09:33 Uhr
     
Lebensmut kann unsere Endlichkeit nicht ausblenden! Wir leben mit dem Tod und nur aus seiner Unabwendbarkeit werden die Tage, Wochen und Jahre sinnvoll. Ps 90,12 schon:" lehr uns, dass wir sterben müssen...und dass wir klug werden". Werden wir nur, wenn der Heimgang mit (mit) auf dem Schirm ist. Und: TG dazu...nur: nicht drängeln!!
Gute Zeiten euch allen, Delf
 
leise
13.11.2019
21:47 Uhr
     
Der Eintrag hätte von mir sein können, wenn ich ihn nicht doch ein wenig zu intensiv und traurig für lebensmut gefunden und mich selbst nicht getraut hätte, ihn hier reinzustellen. Hoffe, TG findet dieses Gedicht auch einfach nur so wunderschön und fühlt sich noch nicht vom Pfeil getroffen.  
tg
12.11.2019
18:13 Uhr
     
Beginn des Endes

Ein Punkt nur ist es, kaum ein Schmerz,
Nur ein Gefühl, empfunden eben;
Und dennoch spricht es stets darein,
und dennoch stört es dich zu leben.

Wenn du es andern klagen willst,
So kannst du`s nicht in Worte fassen
.Du sagst dir selber: “Es ist nichts!“
Und dennoch will es dich nicht lassen-

So seltsam fremd wird dir die Welt.
Und leis verlässt dich alles Hoffen,
Bis du es endlich, endlich weißt,
Dass dich des Todes Pfeil getroffen.

Theodor Storm
 
Ingolf Betsch
05.11.2019
13:36 Uhr
     
Als 15jähriger sah ich den erschütternden Dokumentarfilm "Nacht und Nebel" von Alain Resnais. Er hat mich für mein Leben
geprägt. Der Schlussteil des von Paul Celan übersetzten französischen Kommentars klingt aus heutiger Sicht prophetisch.

"Während ich zu euch spreche, dringt das Wasser in die Totenkammern; es ist das Wasser der Sümpfe und Ruinen, es ist kalt und trübe - wie unser schlechtes Gedächtnis.
Der Krieg schlummert nur.
Auf den Appellplätzen und rings um die Blocks hat sich wieder Gras angesiedelt.
Ein verlassenes Dorf - noch unheilschwanger.
Das Krematorium ist außer Gebrauch,
die Nazimethoden sind aus der Mode.
Diese Landschaft, die Landschaft von neun Millionen Toten.
Wer von uns wacht hier und warnt uns, wenn die neuen Henker kommen ?
Haben sie wirklich ein anderes Gesicht als wir ?
Irgendwo gibt es noch Kapos, die Glück hatten,
Prominente, für die sich wieder Verwendung fand,
Denunzianten, die unbekannt blieben; gibt es noch all jene,
die nie daran glauben wollten - oder nur von Zeit zu Zeit.
Und es gibt uns, die wir beim Anblick dieser Trümmer aufrichtig glauben,
der Rassenwahn sei für immer darunter begraben,
uns, die wir tun, als schöpften wir neue Hoffnung,

als glaubten wir wirklich, das all das nur
einer Zeit und nur einem Land angehört,
uns, die wir vorbeisehen an den Dingen neben uns
und nicht hören, dass der Schrei nicht verstummt.

Dazu Bertolt Brecht: ... der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch ...
 
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