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:: lebensmut.de ::
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Kallisto
17.05.2022
22:15 Uhr
     
Ja, es ist alles Stückwerk. Aber ich will sagen, wie ich dahin komme. Nicht über Johannes Fried, sondern über den Brief des Pilatus an Tiberius Caesar, dessen Authentizität aber nicht bewiesen ist.
Da schreibt ein Mann, der den Jesus liebt. Und der das Urteil hin und her schiebt zwischen sich und dem Tetrarchen. Wenn der Brief echt ist, hat er mit allen Mitteln, die ihm unter den Soldaten und auch unter den Pharisäern (Nikodemus) zur Verfügung standen, mit List und Tücke, dafür gesorgt, dass er überlebt.
Jedenfalls hätte ich das getan. Und deswegen glaube ich, dass es möglich wäre.

Was manchen verletzen mag, meint Fried in einem Interview mit dem DLF. Es beißt aber keinen Faden von der Beschreibung ab, die sehr eindeutig ist und bei Echtheit von einem Zeitzeugen wäre.

Ich will nur sagen, was das Motiv ist: Ich kann mir absolut nicht vorstellen - falls der Brief echt ist - dass er das durchgezogen hat. Und möglicherweise auch nicht Kaiphas. Es ist eine Beschreibung von einer sehr eindrucksvollen Gestalt ohnegleichen unter den Philosophen jener Zeit (laut Pilatus). Sie ist kurz und prägnant, kein Geschwafel. Ich kann mir absolut nicht vorstellen, dass sie das getan haben, jedenfalls nicht bis zum Ende.

Uns Menschen wohnt inne, hin und wieder ein Leben zu retten, und damit retteten wir dann die ganze Welt, sagen die Juden. Es wäre sehr interessant, zu wissen, wann sie begannen, das zu sagen.
 
Menke
16.05.2022
08:58 Uhr
     
Ja die Angst vor Konkurrenz!

Ist vielen Menschen gegeben, wenn einer von seines gleichen aus der Reihe tanzt und in dem anderen auch nur einen lieben netten Menschen mit eigener Persönlichkeit erkennt.
Nicht als Konkurrent für sich, und seines gleichen, sondern ihn an seiner Seite gleichberechtigt akzeptiert, macht er sich selbst zum Opfer in seiner Stellung und für seinen Clan als unerträglich.
Letztendlich dann auch bei den Verlieren, als Opfer auf fremder Straße wiederfindet.
 
tg
15.05.2022
11:16 Uhr
     
Hier hat jede, jeder Recht auf ihre, seine Meinung. Unser Wissen ist ja nur Stückwerk.
Heute Sonntag Cantate. In Dir singt bei aller Mühsal doch Lob und Dank. Das feiere und gestalte!
 
Kallisto
15.05.2022
10:03 Uhr
     
Nein. Aber nur deswegen nicht, weil jeder Mensch eine andere Sprache hat. Ich würde es so nicht ausdrücken. Daher nein.
Ich habe darüber nachgelesen, ob Kreuzigungen öfter überlebt wurden. Ja. Etliche. Das interessiert mich.

Es beschäftigt mich auch wegen einer sehr lieben Person, die mit 39 Jahren gestorben ist an einer Krankheit, an der man ab und zu stirbt, aber nicht zwangsläufig. Sie war schwach und gab sich frühzeitig auf, nahm auch zu wenig Hilfe in Anspruch, das Angebot z.B. einer zweiten medizinischen Meinung auf unsere Kosten im Ausland.

Er dagegen war mental überaus stark.

Man kann minimal von ihm abschauen. Ich wünschte, die Freundin hätte das getan und etwas mehr gekämpft.
 
tg
09.05.2022
17:40 Uhr
     
Schon recht. Aber können Sie es so sagen? Annähernd?  
Kallisto
09.05.2022
14:17 Uhr
     
Ja, das ist schön: "Aber der Dank fürs Ichsein gilt dem Herrn. Er hat die Eltern gut genutzt."
Aber was ist, wenn eine(r) sagt: - Ja, von dem hat er die Eltern gut genutzt, doch was ist mit mir? Warum ist aus mir nichts geworden oder nicht das oder Ähnliches? Warum ist er ungerecht? Warum gibt er den Einen. aber den Anderen nicht?
Das ist das Hauptproblem.
Da kommt eines Tages dieser Mann und hebt den armen Samariter von der Erde auf, bewahrt die Frau vor der üblichen Strafe (Steinigen) und bandagiert den Kranken am Sabbat.
Und dann hassen ihn die, deren Eltern gut gegeben wurde, die Sadduzäer wie die Römer, weil er ihnen zeigt, was Realität ist. Und dann bringen die, denen gut gegeben wurde, ihn um. Nicht wahr?

Daher ist das nicht ganz so einfach. Nicht jeder kann es so sagen.
 
Menke
08.05.2022
22:05 Uhr
     
Ich wünsche Dir noch viele bewusste Geburtstage!

Wir sollten auch an die Jungen, alternten und betagten Menschen denken, die ihren Geburtstag heute und Morgen feiern, wo Eltern versagten und schlechte Vorbilder waren.
Vereinfacht gesagt, die Kinder sich selbst überlassen waren.
Auch an die hier gedachten, sollten ihre Geburtstage feiern dürfen und über gelungenen neuen Lebensabschnitt sich freuen.
 
tg
08.05.2022
20:02 Uhr
     
Dank für alle stärkenden Glückwünsche, feine Bilder, Ermutigung zu geruhsamer Routine des Betagtseins. Schon recht, dass man fürs Geborensein beglückwünscht. Ins Leben gerufen mittels der Eltern- darum danken wir ihnen für Erziehung, und , Vorbildsein und dass sie uns durchgebracht haben bis zum Erwachsensein. Aber der Dank fürs Ichsein gilt dem Herrn. Er hat die Eltern gut genutzt.  
Julius
07.05.2022
01:52 Uhr
     
Von mir auch herzliche Glückwünsche zum Geburtstag. Traugott hat mich in der Keitumer Kirche getauft. Und er scheint auch vom Sternzeichen Stier zu sein, so wie ich. Danke für deine Bücher. Die Worte waren oft Balsam für meine Seele. Mögest Du mit Gottes Hilfe noch viele Jahre gesund und glücklich leben.  
die Augustiner
06.05.2022
19:53 Uhr
     
Wir schließen uns den lieben Wünschen hier an und :
BLEIB SO, WIE WIR IMMER SEIN WOLLTEN!

A la votre!
 
leise
06.05.2022
13:51 Uhr
     
Lieber Traugott Giesen, herzlichen Glückwunsch zu Ihrem Geburtstag. Ihre Predigten, Kolumnen und Bücher haben mir viel gegeben. Auch Ihre Internetseite hat etwas wohltuend Harmonisches. Es ist schön, dass es Sie gibt. Ich wünsche Ihnen alles Liebe, Gesundheit und Glück.
Herzliche Grüße aus Hamburg.
 
ds
06.05.2022
09:49 Uhr
     
...eine Fanfare (auch) aus Hamburg unserem Traugott, herzlich: viel Glück und viel Segen....und was das bedeuten will, kann man bei Dir nachlesen...von mir seit über 20 Jahren intensiv genutzt! Guten Tag Dir und den Deinen. Lg Delf  
Kallisto
03.05.2022
20:56 Uhr
     
Es gibt reichlich Ideen, warum Philo ihn nie erwähnte. Philo von Alexandria ist ca. im Jahre 40 gestorben. Ich habe eine Zusatzidee, resultierend aus der Flucht nach Ägypten. Philo hat ihn unterrichtet. Als er gekreuzigt worden war, war es für jemanden wie Philo mit dessen Stellung ratsam, zu schweigen. Das ist aber nur eine Idee, weil Jesus gebildet war und dieses hellenistische Element, das Philo pflegte (neben einer Nähe zu Moses) auch bei Jesus zu sehen ist (m.E.). Nur eine klitzekleine Idee.Wir wissen nichts.  
Menke
02.05.2022
11:51 Uhr
     
Mir viel so auf!

Im Urlaub auf Sylt, im sonntägliche Gottesdienst gestern gewesen.
In der KIrche eine Spendenbox, im inneren rechts platziert.
Dann im Gottesdienst mitten drin, der Klingelbeutel vom Pastor kurz angesprochen, reih um gereicht wurde.
Gesagt werden muss aber auch, ein gutes Tantem der Alte und junge Pafarrer, wie sie sich im Gottesdienst mit unterschiedlichen Aufgaben einbrachten.
Anschliesend im Kirchcafe, wieder eine Spendenbox am Anfang im Raum auch wieder rechts da stand.
Dann am Ende vom Kuchenbuffet und Cafe, schon wieder eine Geldkasette zum eigentlichen bezahlen von Cafe und Kuchen.
Zwei junge Leute, standen aber stillschweigend für mich einfordernd, mit gesenketn Blick dahinter.
 
Kallisto
01.05.2022
00:02 Uhr
     
Er hat sich irgendwie für eine Zeit bei mir eingenistet. Vielleicht mag er den Garten, das wäre nicht undenkbar. Ich habe ihm auf jeden Fall etwas eingepflanzt: Einen blutroten Rhododendron als Dank, dass er mich eine Weile beschäftigt. Etwas wurde mir klar über ihn: Er hat nie gelogen.
Wir lügen alle, dass sich die Balken biegen, selbst die Kinder lügen uns manchmal an. Oder die Partner. Und selbst lügen wir auch, wenn nötig, anders kommt man nicht heil durch das Leben. Er wirkt unbeirrt ehrlich. Geradeaus. Klar wie ein Diamant.

Das mit den Dreineunzig glaube ich nicht. Wir Sylter Gäste waren sehr generös.
 
Kallisto
30.04.2022
23:36 Uhr
     
Es stört mich, ich darf das ruhig sagen. ER hätte nichts dagegen, dass ich es sage. Der ewige herumlaufende Klingelbeutel hat mich auch gestört. Das hat nichts damit zu tun, was ich gebe, und das kann generös sein.

Plötzlich fasste mich etwas an. Vor Ostern. Es wurde mir plötzlich vollkommen unbegreiflich, warum er gekreuzigt wurde, was da passiert ist. Darüber grübel ich immer noch. Hatten sie Angst vor seiner Unschuld? Was war da los? Es war mir näher als sonst. Irgend etwas hatte es mir in die Nähe gerückt, das Ganze. So wie nie.

Er hatte keine Penunze. Ich glaube kaum, dass er gesammelt hat. Er lief da herum und versuchte, Sinnvolles zu tun. Ich glaube, wir begreifen das nicht. Wie er es anstellte, ist sehr, sehr rar. Er sah ein Problem und versuchte es zu lösen. Auch am Sabbat. Und damit schuf er sich vermutlich sein größtes eigenes Problem. Mann muss diese Gesetze damals so ernst nehmen, wie sie waren. Jedenfalls beschäftigt er mich.
 
tg
30.04.2022
16:34 Uhr
     
Unruhige Zeiten. Auch uns Alten gelingt die geruhsame Routine nicht mehr. Auf die Seele rückt uns wieder die mörderische Kriegszeit, wenn nicht selbst erlebt, dann doch im Gedenken präsent. Bitte, nicht noch einmal, beten wir, auch wenn nicht in heiliger Sprache. Und die Jungen von Corona schon einsam gemacht, erschrecken zutiefst über verrückte Erwachsene. Ein Mensch lässt mit Panzern und Raketen ein Nachbarland zerbomben, hier in der Nähe. Es ist nicht zu fassen. Es ist zum Heulen. Kommen wir zur Hilfe, wie und wo es geht.  
Julius
27.04.2022
16:50 Uhr
     
Nachricht von meiner Klassenlehrerin heute über Whatsapp:
Danke für dein Mittragen, 5 Tage nach der Brust-OP geht es mir schon gut und nun bin ich noch auf der Geriatrischen Station mit vielen Anwendungen, die mir gut tun, Herzlichst Helga
 
TG
26.04.2022
10:19 Uhr
     
Meine traurigste Erfahrung in 39 Jahren Pfarramt ist 3,90 DM (damals) im Schnitt beim Heiligabendgottesdienst- und das für ""Brot für die Welt". Julius, lass Dich nicht beirren. T  
Julius
25.04.2022
12:10 Uhr
     
Sicherlich spenden manche Menschen Geld, um ihr schlechtes Gewissen zu beruhigen, oder um Tugend zu signalisieren. Die Aufgabe von Christen ist aber der schützende Dienst am Nächsten und am Gemeinwesen. Dazu kann auch die Bereitstellung von Ressourcen gehören. Ich frage mich meinerseits, warum einige Menschen mit Vorsicht und sogar Ablehnung auf diejenigen reagieren, welche sich engagieren. Vielleicht weil sie sich dann mit ihrer eigenen Inaktivität weniger wohlfühlen und nicht an die Präsenz der Bedrohung erinnert werden möchten, die sie gerne ausblenden möchten?  
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