Gästebuch


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Autor Nachricht
Menke
21.01.2020
14:41 Uhr
E-Mail    
Wasser bestellen, aber selber Wein trinken!


Ich schrieb mal einem ehemaligen hiesigen Bischof, über Ängste von Arbeitsplatzverlust in der Evangelischen Kirche.
Dort las ich in einer Kirchenzeitung, Personal wie Kirchenküster/in, würde abgebaut, Stunden reduziert, im schlimmsten Fall sogar entlassen.
Pfarrstellen wären davon aber nicht betroffen, im Gegenteil hier würden wegen Ruhestand weiterhin Pfarrer/innen eingestellt.
Das finde ich Ungerecht, dass anderseits Mitarbeiter/innen der Kirche um ihren Arbeitsplatz bangen müssten, anderseits keine Pfarrstellen gestrichen würden.
Auch die Unterschiedliche Entlohnung wäre für mich ungerecht.
Die Antwort war, da könnte er nichts machen, das Unterliege dem Beamtenrecht.
 
tg
20.01.2020
19:42 Uhr
     
Mir geht Kirche oft durch den Kopf. Da ist einmal die Institution - die Einrichtung , die 2000 Jahre auf dem Buckel hat, mit Gesetzen und Hierarchien und verfestigten Liturgien,und massenhaft rechtliche Regelungen . Und da ist Kirche , die Organisation-die Projekte erarbeitet, Geld beschafft, Schwerpunkte in Diakonie u Tafeln u Kirchentagen setzt. Und eben Kirche als Bewegung- Flammende Gebete, Liebesdienste, fröhliche Gottesdienste, Taizébesuche, glückliche Erlebnisse in Gemeinschaft, auch mit Teilnehmern ohne formale Kirchzugehörigkeit. Alle Drei Sorten Kirche sind wohl nötig. Beten wir um weiter lebendige Kirche.  
tg
14.01.2020
16:54 Uhr
     
- Joseph Roth "Hiob"läßt Mendel sagen: "Er ruhte aus von der Schwere des Glücks und der Größe der Wunder."-
- Das stiftet doch an, zu bedenken, dass ich gutheiße zu sein. Ich muss mir einfach wieder und wieder mein Glück erzählen…das Abklingen von Schmerz, das Staunen über den frisch ausschlagenden Bonsai nach energischem Kappen von Zweigen, der Dank in den Augen des Beschenkten, Und dass immer noch Adventszeit ist: Immer noch :Vorne noch mehr, noch Größeres, noch Gelingenderes. Beim Fußball würde ich sagen: 82 .Minute- aber wir glauben doch an die Champions-League….
 
leise
11.01.2020
21:20 Uhr
     
Danke, Volker, für das Kunze-Gedicht, das gefällt mir, so fühle ich auch irgendwie...
:-)
 
Volker
08.01.2020
22:24 Uhr
E-Mail    
Reiner Kunze (1933)
Schreibtisch am Fenster, und es schneit

Vögel sichern länger als sie
Futter aufnehmen

Und wieder verharre ich
reglos

Euren Tadel daß ich Zeit vergeude
weise ich zurück

Stille häuft sich an um mich
die Erde fürs Gedicht

Im Frühling werden wir
Verse haben und Vögel
 
tg
07.01.2020
15:41 Uhr
E-Mail    
Stilles Reifen

Alles fügt sich und erfüllt sich,
mußt es nur erwarten können
und dem Werden deines Glückes
Jahr und Felder reichlich gönnen.
Bis du eines Tages jenen reifen Duft der Körner spürest
und dich aufmachst und die Ernte in die tiefen Speicher führest.
Christian Morgenstern
 
tg
06.01.2020
19:55 Uhr
     
Wie damit umgehen, dass man Liebe nicht erwidern kann?
Wir haben kein Recht auf die Liebe unseres Nächsten. Auch wenn ich vom Andern begeistert bin, muss er mich nicht auch mögen. Dies kapieren- das würde alle Stalker ihr zwanghaftes Tun bleiben lassen. Liebe lässt sich nicht erzwingen. Darum ja ist sie so wunderbar und gottvoll. Was bleibt? Suchen, Suchen, Suchen- sich auf den Markt begeben und sich finden lassen, freundlich sein.1000 Möglichkeiten , Freude zu verschenken. Und darin ist Liebe eingewickelt. Igendwer merkts.
 
Menke
05.01.2020
14:14 Uhr
E-Mail    
Als das Paradies uns verschlossen wurde!

Ich interessierte mich für jemand neues.
Man tauschte sich aus.
Der Unternehmer Geist, lies Blüten in mir aufgehen.
Bei etwas Abstand machte das Erlebte Nachdenklich, bei dem anderen vieleicht noch nicht wahrhaben.
Wenn nicht, dann hoffte man doch, der Schuh passt zwar nicht, aber er wird sich schon einlaufen.
Wenn dann aber alles so weiterlief ohne deinen Willen, dann brauchtest Du dich nicht wundern, wenn am Ende von schönen Tagen, Leid größer als da waren, schöne Stunden in trauter Zweisamkeit.
Lerne im neuen, Glück wenn auch nur für einen kurzen Moment, kann nur der spüren, wer sich traut neues und altes zu hinterfragen.
 
Orbart
02.01.2020
20:23 Uhr
     
Wie damit umgehen, dass man Liebe nicht erwidern kann? Auch wenn die betreffende Person sympathisch und liebenswürdig ist?
Immer wieder schwierig und schmerzlich, wie mir heute erneut klar wurde. Eigentlich ein unlösbares Dilemma.

Zum Trost fällt mir nur Heinrich Heine ein :

Ein Jüngling liebt ein Mädchen,
Die hat einen Anderen erwählt;
Der andere liebt eine Andre,
Und hat sich mit dieser vermählt.

Das Mädchen heiratet aus Ärger
den ersten besten Mann
der ihr in den Weg gelaufen,
Der Jüngling ist übel dran.

Es ist eine alte Geschichte,
Doch bleibt sie ewig neu:
Und wem sie jüngst passierte,
Dem bricht das Herz entzwei.
 
tg
01.01.2020
17:15 Uhr
     
Jahreslosung: "Ich glaube, Herr, hilf meinem Unglauben"- (Markus 9,24)-
Gott, ich vertraue Dir. Und doch durchziehen mich Ängste. Ob ich genügend tauge für Deine Projekte heute. Ob ich überhaupt über den Tellerrand meiner familiären Beziehungen schaue und die ökumenische Weite Deiner Güte mitbegleite. Ich nehme den Nächsten zuwenig wahr als Treffpunkt mit Dir. Aber das will ich: Glauben, dass Du mich größer, freier, liebesfähiger machen willst. Im neuen Jahr will ich Dich mehr mit mir beschäftigt wissen. Du unser aller Wesensgrund, voll Zukunft, inklusive meiner Tage.
 
TG
01.01.2020
16:51 Uhr
     
Ja, Dank, Dank- es ist Gnade, wenn sich gute Gedanken beim Erinnern einstellen. Spuren im Sand- Spuren im Herzen:TG  
Hella Kellermeyer
31.12.2019
23:40 Uhr
E-Mail    
Heute ist Silvesterabend und ich denke zurück an die Gottesdienste vor langen Jahren zum Jahresausklang,die ich zusammen mit meinem Mann regelmäßig in St. Severin besuchte. Die Kirche war geschmückt wie eine festliche Tafel und TGs Predigten waren wie ein Gewürzkuchen,den alle Gäste mit großem Appetit und Neugier erwarteten.Intensiviert wurde meine Erinnerung ,weil es mir vergönnt war,am 1. Weihnachtstag in St. Severin neben TG zufällig einen Platz zu finden Danke für alle schönen Stunden in St. Severin.  
magdalena
29.12.2019
20:11 Uhr
     
Wie schön das Albert-Schweitzer-Zitat. "..das unaussprechliche wird sich offenbaren...", um dies Sich-Offenbaren mit zu bekommen, hilft mir die innere Frage: "wo bist DU?" Vielleicht gibt es auch andere Erfahrungen?- Wer übrigens Fulbert Steffensky (nochmal) erleben möchte: er kommt nach Hamburg, 6.1.20, 18.00 Esplanade 15 zu Gespräch über "Gastfreundschaft und Fremdheit".  
tg
26.12.2019
11:48 Uhr
     
"Als ein Unbekannter und Namenloser kommt er zu uns, wie er am Gestade des Sees an jene Männer, die nicht wußten, wer er war, herantrat. Er sagt dasselbe Wort: "Du aber folge mir nach!" und stellt uns vor die Aufgabe, die er in unserer Zeit lösen muss. er gebietet. Und denjenigen, welche ihm gehorchen, Weisen und Unweisen, wird er sich offenbaren in dem, was sie in seiner Gemeinschaft an Frieden, Wirken, Kämpfen und Leiden erleben dürfen, und als ein unaussprechliches Geheimnis werden sie erfahren, wer er ist...."
Albert Schweitzer Das Leben Jesu
 
Menke
19.12.2019
19:27 Uhr
E-Mail    
Lasst uns fröhlich alle singen!

Es ist schwer an solchen Tagen wie Weihnachten, an sich selber zu denken, zu groß ist die Unsicherheit, wenn der Glaube nach Ehrlichkeit verdrängt werden muß.
Selbst wenn ich an Weihnachten in die Gottesdienste gehe, erkenne ich in den Gesichtern der Menschen nicht die Geburt des Erlösers, sondern hoffentlich gefallen Geschenke und Festtagsbraten nebst Angehörigen und mir selbst.
Vielen Menschen macht das Getöse überspringend auf ihre Gefühlslage da unweigerlich Angst, wie halte ich das wieder alles aus?
Kann ich damit selber umgehen, wie kann ich dem ängstlichen helfen Abstand zu halten, um für sich ein Ort der Inneren Freiheit zu finden?
Da wo die Eigentliche Sehnsucht nicht auf vollen Gabentischen zu suchen ist, auch nicht im Weihnachtsgottesdienst, noch in der Alkoholisierten Glitzerwelt der Weihnachtsmärkte.
 
tg
16.12.2019
20:14 Uhr
     
Schmücke nicht nur den Baum – schmücke deine Seele.

Weihnachten braucht unsere tastenden Gedanken; Schauen wir Im Lichthof dieses wunderbaren Tages nach hinten und nach vorn: Erinnern wir uns zurück, dann sind die Feste Ankerpunkte. Vor allem die Christfeste im Lebenslauf zeigen uns unsere Herkunft und wie wir geworden sind: Als die Großeltern noch dabei waren und wie in armer Zeit der Bunte Teller die Sensation bildete; wie Jahr für Jahr Geschenke sich mehrten, wie wir beim Krippenspiel uns verhaspelten, wie wir uns mühten, was Richtiges für Vater und Mutter zu basteln oder zu besorgen. Und wie wir dann später das erste Weihnachten als Paar in eigener Wohnung mit eigenem Kind und eigenem Baum feierten….Und wie das erste Weihnachten nach dem Tod eines geliebten Menschen weh tat.
Und auch entwickelt sich aus diesem Fest Zukunft: wir wollen wieder mit Zuversicht ins Neue Jahr gehen. Wollen endlich nötige Schritte tun, werden doch auch zur Kirche gehen, schon der Herzenslieder wegen. Und möge uns die Weihnachtsgeschichte wieder hochziehen. Und es soll sich begeben, dass wir wieder mit Zuversicht ausgerüstet werden-auch dadurch, dass wir von einigen Verblendungen loskommen.
Fürchtet euch nicht: Denn wir nehmen teil an einer Heilsgeschichte. Alles ist auf dem Weg, auf Seinem Weg, Gotttes Weg. Es ist aussichtsreich,an der Vision einer gerechten Welt festzuhalten.werfen wir unser Vertrauen nicht weg. Gott ist mit uns. Mitsein ist sein Wesen . Jesus hat diese Wesensart des Herrn gelebt, und wir können ihm nach mitsein und mittun.
 
jakobus
15.12.2019
16:35 Uhr
     
Ja, der gute Fulbert Steffensky: Ein sehr befreiender Text. Mut zur Halbheit, zur Unvollkommenheit. Das könnte vielen weiterhelfen.

Segenswünsche zum 3. Advent von jakobus, der sich hiermit nach (gefühlten) Jahren mal wieder meldet.
 
tg
15.12.2019
15:51 Uhr
     
Schmücke nicht nur den Baum – schmücke deine Seele.

Weihnachten braucht unsere tastenden Gedanken; Schauen wir Im Lichthof dieses wunderbaren Tages nach hinten und nach vorn: Erinnern wir uns zurück, dann sind die Feste Ankerpunkte. Vor allem die Christfeste im Lebenslauf zeigen uns unsere Herkunft und wie wir geworden sind: Als die Großeltern noch dabei waren und wie in armer Zeit der Bunte Teller die Sensation bildete; wie Jahr für Jahr Geschenke sich mehrten, wie wir beim Krippenspiel uns verhaspelten, wie wir uns mühten, was Richtiges für Vater und Mutter zu basteln oder zu besorgen. Und wie wir dann später das erste Weihnachten als Paar in eigener Wohnung mit eigenem Kind und eigenem Baum feierten….Und wie das erste Weihnachten nach dem Tod eines geliebten Menschen weh tat.
Und auch entwickelt sich aus diesem Fest Zukunft: wir wollen wieder mit Zuversicht ins Neue Jahr gehen. Wollen endlich nötige Schritte tun, werden doch auch zur Kirche gehen, schon der Herzenslieder wegen. Und möge uns die Weihnachtsgeschichte wieder hochziehen. Und es soll sich begeben, dass wir wieder mit Zuversicht ausgerüstet werden-auch dadurch, dass wir von einigen Verblendungen loskommen.
Fürchtet euch nicht: Denn wir nehmen teil an einer Heilsgeschichte. Alles ist auf dem Weg, auf Seinem Weg, Gotttes Weg. Es ist aussichtsreich,an der Vision einer gerechten Welt festzuhalten.werfen wir unser Vertrauen nicht weg. Gott ist mit uns. Mitsein ist sein Wesen . Jesus hat diese Wesensart des Herrn gelebt, und wir können ihm nach mitsein und mittun.
Dazu passt vonDag Hammarskjöld:
„Gott stirbt nicht an dem Tag, an dem wir nicht länger an eine persönliche Gottheit glauben,
aber wir sterben an dem Tag, an dem das Leben für uns nicht länger
von dem stets wiedergeschenkten Glanz des Wunders
durchstrahlt wird, von Lichtquellen jenseits aller Vernunft."
 
tg
11.12.2019
11:03 Uhr
     
Eben gefunden, wie nah uns G ist: „Wer in Gott eintaucht, taucht neben den Armen wieder auf“ (Bischof Gaillot).  
magdalena
08.12.2019
22:00 Uhr
     
Das LEBEN als Gottes Außenseite zu verstehen, zu schmecken und zu fühlen - das ist schon darum hilfreich, weil Hell und Dunkel, Gutes und Böses darin aufgehoben sein können. Die personalisierte Gottesvorstellung ist für mich an ihr Ende gekommen, über die Innenseite weiß ich nicht so viel. Und in dieser vielleicht "keuschen" Zurück-Haltung kann ich durchaus dieses LEBEN mit Du ansprechen, die schönen alten Lieder - nicht alle! - mit ihren kraftvollen Bildern singen und die alten Texte - nicht alle!- gerne hören und sprechen.  
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