Gästebuch


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Autor Nachricht
tg
21.02.2020
14:52 Uhr
     
heute brennen die "Biiken" auf der Insel . Früher für die Sylter das Fest des Jahres, heute mehr den Ferienwohnungsbesitzenden Anlass, nach langer Abwesenheit mal wieder nach dem Rechten zu sehen. Aber schon fein, im Dunklen über die Insel zu fahren und die Feuer zu beäugen, dann irgendwo noch einkehren auf einen Roten und ein paar Bekannte/Freunde zu treffen. Die Krokusse stehen schon in voller Blüte. Kommt mal wieder und genießt die Insel, das Riesenmeer, es ist noch Sand da.  
tg
15.02.2020
15:13 Uhr
     
Dankbar sind wir doch auch schon gottverbunden. Dankend fürs Lebendigsein ist doch Frommsein. Die Vorstellung. dass einem das Leben geschenkt worden ist, ist doch ungeheuerlich.Nicht Danken wäre Meuterei.  
ds
12.02.2020
09:19 Uhr
     
...wenn ich spüre, dass Gott da ist, bete ich (dankend)...Gruss DS  
Monika Glässel
10.02.2020
12:03 Uhr
     
Lieber TG, wenn Du betest, fühlst Du, dass Gott da ist, so einfach ist das für mich, trotzdem - schönes Gedicht - das Leben ist schön und es lebt sich leicht im Tal der Hoffnung.... liebe Grüße an Alle  
tg
09.02.2020
15:42 Uhr
     
Das Gedicht kann einem die Sprache verschlagen. Oder habt Ihr vorm Zuendelesen die Lust verloren, es zu verstehen?
Ich finde schon die Überschrift sensationell: "AN GOTT" Klar ist für Jandl, daß Gott existiert
doch er registriert die Schwankungen in seinem Glauben. Erst war Gott einfach da wie Vater, Mutter, Sonne, Atem.Dann scheint er ihm verloren gegangen zu sein.Wo Fülle war, ist jetzt Leere. So selbstverständlich in seinem Kinderglauben Gott einen festen Platz hatte, so schlicht ist jetzt nichts von Gott mehr da. Doch Die Leerstelle tut weh. Ihm fehlt wer. Der ist ihm nötig.
Es fordert Plage, wenn er jetzt an Gott glauben wollte, es wäre Risiko. Er müßte für ihn einstehen, auf eigene Faust ihn sich erglauben. Aber in ihm sagt etwas: Das kann doch nicht alles gewesen sein. Wenn Gott da war, dann ist ist er immer noch, und ist im Kommen, wieder, für ihn jedenfalls.
Also will er die Stellung halten, will die Leerstelle mit seinem Glauben vorhanden halten. Und wenn er kommt, er soll erwartet sein- das sagt der Beter sich und darüber hinaus.
 
tg
02.02.2020
14:13 Uhr
     
Ein traumhaftes Gedicht...
AN GOTT
dass an Gott geglaubt einstens er habe
fürwahr er das könne nicht sagen
es sei einfach gewesen gott da
und dann nicht mehr gewesen gott da
und dazwischen sei gar nichts gewesen
jetzt aber müsse er sich plagen
wenn jetzt an gott glauben er wollte
garantieren für ihn könnte niemand
indes vielleicht eines Tages
werde gott wieder da sein
und gar nichts gewesen sein dazwischen
Ernst Jandl
 
ds
30.01.2020
16:34 Uhr
     
INFO: Für die Nordkirche gilt, dass in den nächsten 10 Jahren von jetzt 1700 Pastoren 900 in Rente gehen und nur 300 neue eingestellt werden - können, weil es am Nachwuchs mangelt, nicht aus Spargründen!!!
Schon jetzt befassen sich Kirchenkreise mit intensiver Diskussion, was zu tun ist. Die Aufgaben der Pastores werden sich stark ändern...wie, das weiss noch keiner.
TG: und ja, 2300 Schäfchen kann wohl kein Pastor kennen, aber umgekhrt ist jedes Mitglied immer willkommen in seiner/Ihrer Gemeinde. Wenn aber nur 5 % zum GoDI kommen und unter 10% an KGR Wahlen teilnehmen....
Schon traurig, das alles als alt werdendes KGR-Mitglied mitzukriegen.
Bleibt bitte dennoch eurer Kirche wohl gesonnen, sie tut so viel Gutes, was kaum einer sieht. Herzlich Delf
 
TG
26.01.2020
17:26 Uhr
     
Pfarrstellen werden ohne Ende gestrichen, Gemeinden zusammengelegt- weil die Kirche schrumpft- auch weil es zuwenig Pfarrer/innen gibt. In der Stadt haben 2300 Menschen eine(n) hauptamtliche(n) Seelsorgende(n). Kein Wunder, dass in der Stadt kaum ein Mensch seinen Pastor, seine Pastorin kennt.
Zum Gehalt kann ich nur sagen, was G.B. Shaw: Gerecht gehts zu, wenn einer für mich eine Stunde arbeitet und ich für ihn, mit den je eigenen Fähigkeiten.-Solange das (noch) nicht der Fall ist, ist die Pfarrerbesoldung entsprechend der Studienratsbesoldung sicher vertretbar-jedenfalls für die Fleiißigen.
 
Menke
21.01.2020
14:41 Uhr
     
Wasser bestellen, aber selber Wein trinken!


Ich schrieb mal einem ehemaligen hiesigen Bischof, über Ängste von Arbeitsplatzverlust in der Evangelischen Kirche.
Dort las ich in einer Kirchenzeitung, Personal wie Kirchenküster/in, würde abgebaut, Stunden reduziert, im schlimmsten Fall sogar entlassen.
Pfarrstellen wären davon aber nicht betroffen, im Gegenteil hier würden wegen Ruhestand weiterhin Pfarrer/innen eingestellt.
Das finde ich Ungerecht, dass anderseits Mitarbeiter/innen der Kirche um ihren Arbeitsplatz bangen müssten, anderseits keine Pfarrstellen gestrichen würden.
Auch die Unterschiedliche Entlohnung wäre für mich ungerecht.
Die Antwort war, da könnte er nichts machen, das Unterliege dem Beamtenrecht.
 
tg
20.01.2020
19:42 Uhr
     
Mir geht Kirche oft durch den Kopf. Da ist einmal die Institution - die Einrichtung , die 2000 Jahre auf dem Buckel hat, mit Gesetzen und Hierarchien und verfestigten Liturgien,und massenhaft rechtliche Regelungen . Und da ist Kirche , die Organisation-die Projekte erarbeitet, Geld beschafft, Schwerpunkte in Diakonie u Tafeln u Kirchentagen setzt. Und eben Kirche als Bewegung- Flammende Gebete, Liebesdienste, fröhliche Gottesdienste, Taizébesuche, glückliche Erlebnisse in Gemeinschaft, auch mit Teilnehmern ohne formale Kirchzugehörigkeit. Alle Drei Sorten Kirche sind wohl nötig. Beten wir um weiter lebendige Kirche.  
tg
14.01.2020
16:54 Uhr
     
- Joseph Roth "Hiob"läßt Mendel sagen: "Er ruhte aus von der Schwere des Glücks und der Größe der Wunder."-
- Das stiftet doch an, zu bedenken, dass ich gutheiße zu sein. Ich muss mir einfach wieder und wieder mein Glück erzählen…das Abklingen von Schmerz, das Staunen über den frisch ausschlagenden Bonsai nach energischem Kappen von Zweigen, der Dank in den Augen des Beschenkten, Und dass immer noch Adventszeit ist: Immer noch :Vorne noch mehr, noch Größeres, noch Gelingenderes. Beim Fußball würde ich sagen: 82 .Minute- aber wir glauben doch an die Champions-League….
 
leise
11.01.2020
21:20 Uhr
     
Danke, Volker, für das Kunze-Gedicht, das gefällt mir, so fühle ich auch irgendwie...
:-)
 
Volker
08.01.2020
22:24 Uhr
     
Reiner Kunze (1933)
Schreibtisch am Fenster, und es schneit

Vögel sichern länger als sie
Futter aufnehmen

Und wieder verharre ich
reglos

Euren Tadel daß ich Zeit vergeude
weise ich zurück

Stille häuft sich an um mich
die Erde fürs Gedicht

Im Frühling werden wir
Verse haben und Vögel
 
tg
07.01.2020
15:41 Uhr
     
Stilles Reifen

Alles fügt sich und erfüllt sich,
mußt es nur erwarten können
und dem Werden deines Glückes
Jahr und Felder reichlich gönnen.
Bis du eines Tages jenen reifen Duft der Körner spürest
und dich aufmachst und die Ernte in die tiefen Speicher führest.
Christian Morgenstern
 
tg
06.01.2020
19:55 Uhr
     
Wie damit umgehen, dass man Liebe nicht erwidern kann?
Wir haben kein Recht auf die Liebe unseres Nächsten. Auch wenn ich vom Andern begeistert bin, muss er mich nicht auch mögen. Dies kapieren- das würde alle Stalker ihr zwanghaftes Tun bleiben lassen. Liebe lässt sich nicht erzwingen. Darum ja ist sie so wunderbar und gottvoll. Was bleibt? Suchen, Suchen, Suchen- sich auf den Markt begeben und sich finden lassen, freundlich sein.1000 Möglichkeiten , Freude zu verschenken. Und darin ist Liebe eingewickelt. Igendwer merkts.
 
Menke
05.01.2020
14:14 Uhr
     
Als das Paradies uns verschlossen wurde!

Ich interessierte mich für jemand neues.
Man tauschte sich aus.
Der Unternehmer Geist, lies Blüten in mir aufgehen.
Bei etwas Abstand machte das Erlebte Nachdenklich, bei dem anderen vieleicht noch nicht wahrhaben.
Wenn nicht, dann hoffte man doch, der Schuh passt zwar nicht, aber er wird sich schon einlaufen.
Wenn dann aber alles so weiterlief ohne deinen Willen, dann brauchtest Du dich nicht wundern, wenn am Ende von schönen Tagen, Leid größer als da waren, schöne Stunden in trauter Zweisamkeit.
Lerne im neuen, Glück wenn auch nur für einen kurzen Moment, kann nur der spüren, wer sich traut neues und altes zu hinterfragen.
 
Orbart
02.01.2020
20:23 Uhr
     
Wie damit umgehen, dass man Liebe nicht erwidern kann? Auch wenn die betreffende Person sympathisch und liebenswürdig ist?
Immer wieder schwierig und schmerzlich, wie mir heute erneut klar wurde. Eigentlich ein unlösbares Dilemma.

Zum Trost fällt mir nur Heinrich Heine ein :

Ein Jüngling liebt ein Mädchen,
Die hat einen Anderen erwählt;
Der andere liebt eine Andre,
Und hat sich mit dieser vermählt.

Das Mädchen heiratet aus Ärger
den ersten besten Mann
der ihr in den Weg gelaufen,
Der Jüngling ist übel dran.

Es ist eine alte Geschichte,
Doch bleibt sie ewig neu:
Und wem sie jüngst passierte,
Dem bricht das Herz entzwei.
 
tg
01.01.2020
17:15 Uhr
     
Jahreslosung: "Ich glaube, Herr, hilf meinem Unglauben"- (Markus 9,24)-
Gott, ich vertraue Dir. Und doch durchziehen mich Ängste. Ob ich genügend tauge für Deine Projekte heute. Ob ich überhaupt über den Tellerrand meiner familiären Beziehungen schaue und die ökumenische Weite Deiner Güte mitbegleite. Ich nehme den Nächsten zuwenig wahr als Treffpunkt mit Dir. Aber das will ich: Glauben, dass Du mich größer, freier, liebesfähiger machen willst. Im neuen Jahr will ich Dich mehr mit mir beschäftigt wissen. Du unser aller Wesensgrund, voll Zukunft, inklusive meiner Tage.
 
TG
01.01.2020
16:51 Uhr
     
Ja, Dank, Dank- es ist Gnade, wenn sich gute Gedanken beim Erinnern einstellen. Spuren im Sand- Spuren im Herzen:TG  
Hella Kellermeyer
31.12.2019
23:40 Uhr
     
Heute ist Silvesterabend und ich denke zurück an die Gottesdienste vor langen Jahren zum Jahresausklang,die ich zusammen mit meinem Mann regelmäßig in St. Severin besuchte. Die Kirche war geschmückt wie eine festliche Tafel und TGs Predigten waren wie ein Gewürzkuchen,den alle Gäste mit großem Appetit und Neugier erwarteten.Intensiviert wurde meine Erinnerung ,weil es mir vergönnt war,am 1. Weihnachtstag in St. Severin neben TG zufällig einen Platz zu finden Danke für alle schönen Stunden in St. Severin.  
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