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Geheiligt werde dein Name

Heiligung als Ziel der Geschichte

Vielleicht können wir dann gar nicht mehr bitten, sondern nur noch danken. Jedenfalls, was mir auch mangelt und was ich erflehe, ist nur Fehl am großen Schatz, der mir schon gegeben ist. Ich lerne mich in dieser Bitte sehen als Beschenkten, der gewollt und geehrt ist mit Sein-Dürfen. Ein freundliches Herz bete ich mir zu, bete mich zurecht als Wahrnehmer der Wirksamkeit Gottes. Und wie ist er? Er ist da. Er ist da für uns, er ist da, wie ein Strom, als ein Strom, als der Lebensstrom. Er ist da und trägt auch dich und mich. Geheiligt werde dein Für-uns-Dasein - ein Jubelruf, fast ein Kommando: “Alles an seinen Platz!”

Alles ist da, um Gott zu heiligen. Alles ist magnetisiert mit einem Drall, ihm Ehre zu geben. Die Natur kann man ansehen als Ehreproduzent, wenn man all die Formen, Farben, Düfte, Muster in ihrer Üppigkeit bedenkt. Nur der Mensch ist so zwiespältig begabt, dass er sich selbst vermessen kann und sich verehrt bis zur Selbstanbetung. Aber dies Verkehrte soll nicht gültig bleiben. Kein Schauerliches hat das letzte Wort. Auch das Finstere soll noch erhellt werden, soll uns jedenfalls im nachhinein aufgehen als Morgenröte der Heiligung seines Namens.

Und so leuchtet Jesu erste Bitte uns den Raum aus für unser Beten. Wir existieren davon, dass Gott seinen Namen, sein Für-uns-Dasein heiligt.

Betend vergewissern wir uns, Zeugen der Heiligung Gottes zu werden und zu sein und zu bleiben. Wir, Fühler Gottes, Sensoren, Mitempfindende, Teilhaber an Gottes Projekt: dass sein Name geheiligt werde im Laufe der Zeit.

Predigt aus St. Severin, Keitum; veröffentlicht in: Traugott Giesen - Vater unser in Ewigkeit. Amen - Radius-Verlag, 1993, vergriffen.


 



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