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Kolumne 22. November 2003 - <br>Wahrheit ist heute: Mach jetzt den ersten Schritt . . .

Traugott Giesen Kolumne 22.11.2003 aus "Die Welt" Ausgabe Hamburg

Wahrheit ist heute: Mach jetzt den ersten Schritt . . .

von Traugott Giesen

Die Wahrheit ist heute. Jetzt ist dein Spielraum. Am Augenblick zwischen Vergangenheit und Zukunft liegt alles. Der Augenblick ist Messers Schneide, ist Ende von etwas und der Anfang von anderem. Jetzt beginnt Erlösung, oder sie beginnt so gut wie nie mehr. Willst du die Kurve kriegen, musst du jetzt einschlagen.

Jedes Schicksal ist ein Riesentanker, wie die Hasen Haken schlagend kommen wir nicht davon. Große Fahrt braucht viele Schritte, vor allem den ersten. Den tu jetzt, wenn du was ändern willst. Und wenn du jetzt die Zigarette löschst und die Restpackung in den Müll entsorgst und sagst: Mein Quantum ist erfüllt, dann ist das der Anfang einer wunderbaren Freundschaft zu dir selber. Oder wenn du jetzt nach langem Zuhausgebliebensein für eine Reise oder wenigstens für einen weiten Spaziergang aufbrichst oder seit langem wieder Menschen einlädst oder jetzt den dir untragbaren Leasingvertrag kündigst oder dein Betrügen abbrichst oder den Heiratsantrag über die Lippen bringst, dann könntest du eine neue Welt dir ins Leben rufen, na ja, wenigstens fast.

Lange kann man so weitermachen, und nichts tut sich. Du kommst dir vor so gut wie tot. Du weißt nicht, wozu überhaupt die Mühe des Existierens, du gleitest dahin als lebtest du nur aus Gewohnheit weiter. Aber dann reißt dir der Himmel auf, du bist wie ausgewechselt, ein neuer Mensch; kennst dich selbst nicht wieder. Und das allein, weil du den Augenblick wahrnimmst. "Jetzt oder nie" - das lass dir gesagt sein. Brich was ab, brich auf zu neuen Ufern. Heute sei dir der erste Tag vom Rest deines Lebens.

Wie kommt es zu solcher Offenbarung? Wenn das Unbehagen gesättigt ist, dann stirb oder werde! Dann nimmt dich die Gelegenheit beim Schopf. Du lässt einfach mal zu, hinzufühlen, was ist. Und dass ganz allein du die Lage wenden kannst. Nie ist alles aus, sogar der Tod ist eine Tür, hinter der sich weite Zukunft auftut denen, die aus diesem Leben scheiden. Den Zurückleibenden sind sie Gehende, Gott erscheinen sie als Kommende.

Ja, nie ist alles aus, jeder Augenblick hat auch die Potenz, der Anfang von etwas zu sein. Wir müssen diese Werdekraft nur entgegennehmen, wir müssen den Tag pflücken, die Chance nutzen.

Denk dich auch mal selbst als Chance fürs Leben, Du bist doch geballte Energie, Frieden zu stiften, eine Freundschaft, eine Familie, ein Team zu bauen. Du, voller Möglichkeiten, Freude zu machen oder Ärger, Leben zu erleichtern oder zu erschweren, dir und anderen. Komm heute noch mal auf den Geschmack am Wandel. Deine Zeit hier ist nicht ewig. Was willst du ändern, was mehr schätzen, was noch lernen, was fühlen? Denk nach, jetzt. Und tu den richtigen Schritt, den richtigen Griff, sag das richtige Wort, du darfst noch hier sein, unter der Sonne, du kannst noch wählen. Du Glücklicher lebst. Mit dem, was du heute tust, entscheidest du Deins.


 




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